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DE1075629B - Verfahren zur Herstellung von O Aryl O-alkyl-thiophosphorsaurechlondestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von O Aryl O-alkyl-thiophosphorsaurechlondestern

Info

Publication number
DE1075629B
DE1075629B DENDAT1075629D DE1075629DA DE1075629B DE 1075629 B DE1075629 B DE 1075629B DE NDAT1075629 D DENDAT1075629 D DE NDAT1075629D DE 1075629D A DE1075629D A DE 1075629DA DE 1075629 B DE1075629 B DE 1075629B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thiophosphoric acid
acid chloride
methyl
ester
aryl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1075629D
Other languages
English (en)
Inventor
Etcyl H Blair und Kenneth C Kauer Midland Mich Henry Tolkmith (V St A)
Original Assignee
The Dow Chemical Company Midland, Mich (V St A)
Publication date
Publication of DE1075629B publication Critical patent/DE1075629B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids
    • C07F9/20Esters of thiophosphoric acids containing P-halide groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von O-Aryl-O-alkylthiophosphorsäurechloridestern Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridestern der Formel In dieser und den folgenden Formeln bedeutet X einen niedrigen Alkylrest und R einen Arylrest. Die hier benutzte Bezeichnung »Aryl« bezieht sich auf den Phenylrest, gleich ob dieser mit einem oder mehreren Substituenten, wie Chlor, Brom, Alkyl, Alkoxy, Nitro, Cyclohexyl, Benzyl und Phenyl, substituiert oder nicht substituiert ist. Die Bezeichnung »niedriges Alkyl« bezieht sich auf Alky]reste, die 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthalten. Die Verfahrensprodukte können zur Herstellung von besonders reinen O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäureatr.idestern, die ebenso wie die Verfahrensprodukte als Schädlingsbekämpfungsmittel geeignet sind, durch Umsetzen mit Ammoniak oder einem Amin verwendet werden. Diese Umsetzung soll hier jedoch nicht unter Patentschutz gestellt werden.
  • Es sind einige Verfahren zur Herstellung der O - Aryl - O - alkyl - thiophosphorsäurechloridester bekannt. So kann man z. B; bestimmte derartige Verbindungen herstellen, indem man einen O-Aryl-thiophosphorsäuredichloridester mit einem niedrigen Alkanol in Gegenwart eines Chlorwasserstoff aufnehmenden Äfittels, wie Pyridin, umsetzt. Bei einem anderen bekannten Verfahren werden die Verbindungen durch Umsetzung eines O-Äryl-thiophosphorsäuredichloridesters mit einem Alkalialkoholat hergestellt. Bei einem derartigen Verfahren werden die Ausgangsstoffe bei einer zwischen etwa 15 und 1 110° C liegeniden Temperatur zusammengebracht. Nach der Umsetzung kann man das Reaktionsgemisch flltrieren, um Alkalichlorid oder Pyridinhydrochlorid abzutrennen, und einen O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester als Filtrat zu erhalten.
  • Die Reinheit und Ausbeuten an den O-Aryl-O-alkylthiophosphorsäurechloridestern, die als Produkte nach diesem bekannten Verfahren erhalten werden, waren aber nicht völlig befriedigend.
  • Schließlich ist auch ein Verfahren bekannt, nach dem durch Umsetzen von Alkylphenoxyphosphorsäuredichlorid mit einem niederen Alkanol O,O-Dialkyl-O-(alkylphenyl)-phosphat und saures O-Alkyl-O-(alkylphenyl,\-phosphat erhalten wird. Die entsprechenden schwefelfreien Phosphatesterderivate verhalten sich also grundsätzlich anders als die erfindungs- gemäß verwendeten Thiophosphorsäureverbindungen; im vorliegenden Falle entstehen trotz Anwendung eines großen Uberschusses an niederem Alkanol stets die Thiophosphorsäuremonochloridester.
  • Das neue Verfahren besteht darin, daß man einen aliphatischen einwertigen Alkohol mit 1 bis 3 C-Atomen und einen O-Phenyl-thiophosphorsäuredichloridester der Formel bei einer Temperatur umsetzt, bei der Chlorwasserstoff als Reaktionsprodukt gebildet wird, während man fortlaufend den Chlorwasserstoff in gasförmigem Zustand aus dem Reaktionsgemisch, so wie er gebildet wird, abzieht, wobei die Temperatur mindestens 15 Celsiusgrade unterhalb des Siedepunktes bei 760 mm Druck des angewandten Alkohols liegt. Wenn die Bildung von Chlorwasserstoff bei der Umsetzung nahezu abgeschlossen ist, kann man das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck teilweise destillieren, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen und um als Rückstand den gewünschten O-Aryl-O-alkylthiophosphorsäurechloridester zu gewinnen. Diese Produkte werden als kristalline Festkörper oder als viskose Flüssigkeiten erhalten, die in zahlreichen organischen Lösungsmitteln etwas und in Wasser äußerst schwer löslich sind. Nach diesem neuartigen Verfahren werden die O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester in einer Ausbeute und Reinheit erhalten, die nach bekannten Verfahren bisher nicht erzielbar waren.
  • Obwohl die Einzelheiten des Reaktionsmechanismus noch nicht völlig aufgeklärt sind, führt die Umsetzung, wenn sie unter den beschriebenen Bedingungen durchgeführt wird, zur Substitution eines der Chloratome des O-Aryl-thiophosphorsäuredichloridesters durch eine Alkoxygruppe und der Bildung von Chlorwasserstoff. Man kann annehmen, daß die Umsetzung z. B. gemäß der folgenden Gleichung erfolgt: Bei der Herstellung der O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester ist es wesentlich und ausschlaggebend, daß man während der Umsetzung fortlaufend Chlorwasserstoff in gasförmigem Zustand aus dem Reaktionsgemisch so, wie er gebildet wird, abzieht. So wird die Umsetzung unter vermindertem Druck oder während man einen inerten, gasförmigen Stoff durch das Reaktionsgemisch durchleitet oder in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, das nur ein geringes Lösevermögen für Chlorwasserstoff besitzt, durchgeführt. Unter derartigen Bedingungen wird aus dem Reaktionssystem kontinuierlich Chlorwasserstoff so, wie er gebildet wird, abgetrennt. Geeignete gasförmige inerte Stoffe sind z. B. Stickstoff, Methylchlorid, Kohlendioxyd oder Luft, während geeignete Lösungsmittel die Kohlenwasserstoff- und Halogenkohlenwasserstofflösungsmittel, die bei nicht über 1650 C liegenden Temperaturen sieden, wie Methylendichlorid, Methylendibromid, Äthylendichlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Chlorbenzol oder Toluol, sind. Wenn man eines oder mehrere der Lösungsmittel zum Abtrennen des Chlorwasserstoffs benutzt, werden gute Ergebnisse mit einer Lösungsmittelmenge erzielt, die mindestens 1/2 Mol auf 1 Mol des als Ausgangsstoff angewandten O-Aryl-thiophosphorsäuredichloridesters entspricht.
  • Bei der Herstellung der O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester werden gute Ergebnisse erzielt, wenn man den O-Aryl-thiophosphorsäuredichloridester mit dem niederen Alkanol im Molverhältnis 1:1 bis 1:7 umsetzt. Bei Verwendung derartiger Mengenanteile ist es erforderlich, daß man jede Menge an niederem Alkanol, die mehr als 6 molaren Mengenanteilen entspricht, allmählich in Anteilen zum Thiophosphordichloridester zusetzt. Auf andere Weise sollte man das niedere Alkanol im Überschuß von 6 molaren Mengenanteilen nicht anwenden, da sonst die Ausbeuten und die Reinheit der gewünschten Produkte erheblich beeinträchtigt werden. Bei einem bevorzugten Verfahren wird 1 Mol des Thiophosphor- säuredighloridesters mit mindestens 2 Mol des Alkanols in Gegenwart eines oder mehrerer der obengenannten Lösungsmittel oder mit 1 bis 4 molaren Mengenanteilen an Alkanol unter vermindertem Druck oder während man ein gasförmiges, inertes Mittel durch das Reaktionsgemisch leitet, umgesetzt. Bei Verwendung derartiger Mengenanteile werden die gewünschten Produkte in höchst möglichen Ausbeuten und größter Reinheit erhalten.
  • Es ist wesentlich und ausschlaggebend, daß die erfindungsgemäße Umsetzung bei einer Temperatur, die mindestens 15 oder mehr Celsiusgrade unterhalb des Siedepunktes des angewandten Alkanols bei 760 mm Druck liegt, und vorzugsweise im Temperaturbereich zwischen 150 C und der vorstehend angegebenen Maximaltemperatur durchgeführt wird. Die Umsetzung verläuft unter diesen Temperaturbedingungen glatt unter Bildung der gewünschten Produkte und Chlorwasserstoff. Temperaturen, die erheblich über der eben angegebenen Höchsttemperatur liegen, be einträchtigen erheblich den Verlauf der Umsetzung und sollten nicht angewandt werden, wenn man die O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester in guter Reinheit und guten Ausbeuten erhalten will. Die Umsetzung ist leicht exotherm, und die Temperatur kann man regeln, indem man die Geschwindigkeit des Zusammenbringens der Ausgangsstoffe regelt oder indem man von außen kühlt.
  • Die Umsetzung kann unter solchen Bedingungen durchgeführt werden, daß das Reaktionsgemisch siedet. So kann man die Umsetzung in einem der oben angegebenen inerten Lösungsmittel durchführen, die in dem vorstehend beschriebenen Temperaturbereich sieden, oder unter derartig vermindertem Druclr, daß das Reaktionsgemisch im oben angegebenen Temperaturbereich siedet.
  • Wie gefunden wurde, ändert sich die Umsetzungsgeschwindigkeit direkt mit der angewandten Temperatur und ferner mit den jeweilig angewandten Ausgangsstoffen. Zum Beispiel nimmt dieUmsetzungsgeschwindigkeit ab, wenn die Zahl der Kohlenstoffatome im angewandten Alkohol erhöht wird Andererseits reagieren die O-Aryl-thiophosphorsäuredichloridester, die in der Arylgruppe HaIogen oder Nitrogruppen enthalten, mit den niederen Alkanolen schneller als die anderen O-Aryl-thiophosphorsäuredichloridester. Die Umsetzung wird üblicherweise innerhalb von 1 bis 20' Stunden durchgeführt, wobei die Chlorwasserstoffbildung bei der Umsetzung in einer derartigen Zeitspanne nahezu abgeschlossen ist.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann man die Ausgangsstoffe in den erforderlichen Mengen vermischen und eine Zeitlang unter den oben beschriebenen Temperaturbedingungen halten, während man fortlaufend Chlorwasserstoff in gasförmigem Zustand, so wie er gebildet wird, aus dem Reaktionsgemisch abzieht. Wenn die Bildung des Chlorwasserstoffes nahezu abgeschlossen ist, kann man das Reaktionsgemisch bei Temperaturen, die mindestens 15 Celsiusgrade unter dem Siedepunkt des angewandten Alkohols bei 760 mm Druck liegen, destillieren, um überschüssiges Alkanol abzutrennen.
  • Anschließend kann man bei Temperaturen bis zu 900 C destillieren, um niedrigsiedende Bestandteile, wie inertes Lösungsmittel, abzutrennen und um den gewünschten O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester als flüssigen oder kristallinen Rückstand zu gewinnen. Die Bezeichnung »niederes Alkanol«, wie sie hier angewandt wird, bezieht sich auf die aliphatischen Alkohole mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
  • Beispiel 1 0- (2'4,6-Trichlorphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester Eine Lösung von 44g (1,375 Mol) Methanol in 100 ccm Chlorbenzol wurde in Anteilen innerhalb von etwa 7 Stunden zu 75 g (0,227 Mol) O-(2,4,6-Trichlorphenyl) -thiophosphorsäuredichloridester (Kp. 3 mm = 140 bis 1440 C), die in 100 cm Chlorbenzol gelöst waren, gegeben. Während des Zusatzes, der bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches (15 bis 200 C) und einem Druck von 60 bis 80mm durchgeführt wurde, wurde ein schwacher Luftstrom durch das Reaktionsgemisch durchgeleitet. Nach vollständigem Zusatz wurde das Reaktionsgemisch etwa 18 Stunden auf Raumtemperatur gehalten. Während der Umsetzung wurde Chlorwasserstoff freigesetzt.
  • Gegen Ende der Umsetzung wurde Chlorwasserstoff nicht mehr in erheblichen Mengen gebildet. Anschließend an die Umsetzung wurde das Reaktionsgemisch bei 20mm Druck bei allmählich bis auf 800 C ansteigenden Temperaturen destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen und als Rückstand 0- (2,4, 6-Trichlorphenyl) -O-methylthiophosphorsäurechloridester in 91Q/oiger Ausbeute erhalten. Letzteres Produkt war ein kristalliner Festkörper, der bei 64 bis 660 C schmolz.
  • Beispiel 2 0- (2,4,5-Trichlorphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester 96g (3 Mol) Methanol wurden mit 496,5g (1,5 Mol) 0- (2,4,5-Trichlorphenyl) - thiophosphorsäuredichloridester (Kp. = 130 bis 1360 C/2 bis 3 mm), der in 500ccm Methylenchlorid gelöst war, vermischt und die erhaltene Lösung unter Rühren auf Siedetemperatur (40 bis 410 C) erhitzt, bis die Chlorwasserstoffentwicklung nahezu abgeschlossen war. Das Erhitzen wurde unter Rückfiuß durchgeführt, um Entweichen von Methanol zu verhindern, und zwar etwa 11 Stunden.
  • Nach der Umsetzung wurde das Gemisch bei allmählich auf 650 C ansteigenden Temperaturen bei einem Druck von 10 mm destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen und um als flüssigen Rückstand 0-(2,4,5 -Trichlorphenyl) - O -methyl - thiophosphorsäurechloridester zu erhalten. Dieses Produkt wurde, bezogen auf den als Ausgangsmaterial angewandten Thiophosphorsäuredichloridester, in einer Ausbeute von 990/au erhalten und besaß bei 250 C die Dichte 1,5556 und den Brechungsindex n250 1,5818.
  • Beim Stehen bei Raumtemperatur kristallisierte dieses flüssige Produkt. Ein Teil des kristallisierten Produktes wurde aus bei 30 bis 600 C siedendem Petroläther umkristallisiert und besaß den Schmelzpunkt 37 bis 380 C.
  • Beispiel 3 O- (2,4,5-Trichlorphenyl) -O-äthyl-thiophosphorsäurechloridester 1 Mol äthanol wurde mit 0,5 Mol 0-(2,4,5-Trichlorphenyl) -thiophosphorsäuredichloridester, der in 597 g Chloroform gelöst war, vermischt und die erhaltene Lösung auf eine zwischen 61 und 630 C liegende Temperatur erhitzt, bis die Chlorwasserstoffentwicklung nahezu abgeschlossen war. Das Erhitzen wurde unter Rühren 9 Stunden lang durchgeführt. Nach der Umsetzung wurde das Gemisch bei allmählich auf 700 C ansteigenden Temperaturen und einem Druck von 20mm destilliert, um niedrigsiedende- Bestand- teile abzutrennen, und als Rückstand 0-(2,4,5-Trichlorphenyl) -O-äthyl-thiophosphorsäurechloridester in einer Ausbeute von 94°/o erhalten. Dieses Produkt war eine farblose Flüssigkeit mit der Dichte 1,4948 bei 250 C und dem Brechungsindex n2050 1,5689.
  • Beispiel 4 0,93 Mol Äthanol und 0,465 Mol 0- (2,4,5-Trichlorphenyl) - thiophosphorsäuredichloridester wurden in 5 Mol Chloroform gelöst und die erhaltene Lösung auf Siedetemperatur (610 C) unter Riickfluß erhitzt, bis die Chlorwasserstoffentwicklung nahezu abgeschlossen war. Es wurde unter Rühren 1Q5 Stunden lang erhitzt. Nach der Umsetzung wurde das Gemisch bei 10 mm Druck und bei allmählich bis auf 700 C ansteigenden Temperaturen destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen, und als Rückstand O - (2,4,5 -Trichlorphenyl) -O-äthyl-thiophosphorsäure chloridester in einer Ausbeute von 99 0/o erhalten.
  • Beispiel 5 0- (2,4-Dichlorphenyl) -O-äthyl-thiophosphorsäurechloridester 1/2 Mol (148 g) 0-(2,4-Dichlorphenyl) -thiophosphorsäuredichloridester (Kp. 10 mm = 1540 C) wurde mit 1,013 Mol (47,4g) Athanol und 300 ccm Methylendichlorid bei einer Temperatur von 180 C vermischt.
  • Das Gemisch wurde anschließend 40 Minuten gerührt, wobei die Temperatur allmählich auf 400 C anstieg, und anschließend auf eine Temperatur von 450 C erwärmt und 6 Stunden im Temperaturbereich von 42 bis 450 C gehalten. Danach wurde das Reaktionsgemisch 8 Stunden bei Raumtemperatur unter verminderten Druck gesetzt und mit Wasser gewaschen. Das gewaschene Produkt wurde bei allmählich bis auf 300 C ansteigenden Temperaturen bei 10 mm Druck fraktioniert destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen, und als farbloser, flüssiger Rückstand 0- (2,4 - Dichlorphenyl) - O - äthyl-thiophosphorsäurechloridester erhalten. Dieses Produkt wurde in einer Ausbeute von 87,5 ob gewonnen und besaß bei 250 C die Dichte 1,4549 und den Brechungsindex n250 0 1,5642.
  • Beispiel 6 O- (2-Chlor-4-nitrophenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester 3,5 Mol Methanol wurden langsam in Anteilen unter Rühren zu 0,25 Mol 0- (2-Chlor-4-nitrophenyl) -thiophosphorsäuredichloridester (mit der Dichte d250 1,6127 und dem Brechungsindex n2D ° 1,6094) gegeben. Der Zusatz wurde bei einem Druck von 220 bis 240 mm und bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches (500 C) durchgeführt. Während des Zugeben wurde ein Teil des überschüssigen Methanols fortlaufend aus der Reaktionszone mit gebildetem Chlorwasserstoff abdestilliert. Zu keiner Zeit während der Umsetzung lagen im Reaktionsgemisch mehr als 0,2 Mol Methanol vor. Nach 5,5 Stunden war die Chlorwasserstoffentwicklung nahezu abgeschlossen.
  • Das Reaktionsgemisch wurde anschließend unter 40 bis 50mm Druck bei einer Temperatur von 40 bis 500 C destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen, und als ölige Flüssigkeit 0- (2-Chlor-4- nitrophenyl) - 0 methyl r thiophosphorsäurechloridester erhalten. Dieses Produkt wurde in einer Ausbeute von 97 ovo gewonnen und besaß bei 250 C die Dichte 1,5335, den Brechungsindexn200 1,5888 und Phosphor-, Schwefel- und Chlorgehalte vorn 10,38, 10,63 bzw. 22,1 o im Vergleich zu den theoretischen Werten von 10,25, 10,6 und 23,5°/ff.
  • Beispiel 7 O- (2,5-Dichlorphenyl) -O-methyl-thiophosphor-. säurechloridester 150 ccm Methanol wurden in Anteilen unter Rühren zu 43 g (0,145 Mol) 0- (2,5-Dichlorphenyl) -thiophosphorsäuredichloridester (Zip. 4 mm = 126 bis 1350 C) innerhalb von etwa 15 Minuten zugesetzt.
  • Der Zusatz wurde bei einem Druck von etwa 200 mm und bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches (40 bis 450 C) durchgeführt. Während des Zusatzes wurde ein Teil des überschüssigen Methanols fortlaufend zusammen mit Chlorwasserstoff so, wie dieser bei der Reaktion gebildet wurde, aus der Reaktionszone abdestilliert. Während des Zusatzes waren nie mehr als 0,3 Mol Methanol im Reaktionsgemisch zugegen.
  • Nach dem Zusatz wurde die Mischung unter vermindertem Druck etwa t/2 Stunde beiseite gesetzt und anschließend bei 40 bis 50 mm und allmählich auf 650 C ansteigenden Temperaturen destilliert, um niedrigsiedende Anteile abzutrennen, und als flüssiger Rückstand 0-(2,5-Dichlorphenyl)-O-methyl-thiophosphorsäurechloridester erhalten. Dieses Produkt wurde, bezogen auf den als Ausgangsmaterial angewandten Thiophosphorsäuredichloridester, in einer Ausbeute von 98°/o erhalten.
  • Beispiel 8 O- (4-Chlorphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäure chloridester 900 ccm Methanol wurden in Anteilen unter Rühren zu 156,8 g (0,6 MoI) 0-(4-Chlorphenyl)-thiophosphorsäuredichloridester (Kp. 5mm = 131 bis 1380 C) innerhalb von 1,25 Stunden gegeben. Der Zusatz erfolgte unter vermindertem Druck und bei Siede temperatur des Reaktionsgemisches (40 bis 500 C); Während des Zusatzes wurde ein Teil des Methanols kontinuierlich mit Chlorwasserstoff so, wie letzterer bei der Umsetzung gebildet wurde, aus der Reaktionszone abdestilliert. Zu keinem Zeitpunkt während der Umsetzung lagen mehr als 1,0 Mol Methanol vor.
  • Nach Beendigung der Zugabe war die Chlorwasserstoffentwicklung nahezu abgeschlossen. Das Reaktionsgemisch wurde anschließend in der vorstehend be schriebenen Weise eingeengt, um als Rückstand O- (4-Chlorphenyl)-O-methyl - thiophosphorsäurerhlo ridester zu erhalten. Dieses Produkt wurde in einer Ausbeute von-996/ gewonnen und war eine viskose Flüssigkeit, deren Dichte bei 250 C 1,3963 und deren Brechungsindex n2050 1,5581 betrug.
  • Beispiel 9 O-(2,4-Dichlorphenyl) -O-äthyl-thiophosphorsäurechloridester 4 Mol Äthanol wurden allmählich in Anteilen unter Rühren innerhalb von 3 Stunden zu 1 Mol 0-(2,4-Dichlorphenyl) - thiophosphorsäurechloridester gegeben Der Zusatz erfolgte bei einem Druck von 250 mm und einer Temperatur von 25 bis 300 C. Es wurde 1,5 Stunden lang weitergerührt und anschließend das Gemisch 12 Stunden bei Raumtemperatur unter einem Druck von 15 mm beiseite gesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde-dann rnit Diäthvläther verdünnt, mit Wasser gewaschen und das gewaschene Produkt unter vermindertem Druck fraktioniert- destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen. Es wurde als Produkt O-(2,4-Dichlorphenyl) -O-äthyl-tliiophosphorsäurechloridester in Form eines wasserhellen,-- flüssigen Rückstandes in einer Ausbeute von 810/0 erhalten.
  • Beispiel 10 O- (2,4-Dichlorphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester 5 Mol Methanol werden langsam in Anteilen unter Rühren bei einer Temperatur von 350 C zu 1 Mol O - (2,4- Dichlorphenyl) - thiophosphorsäuredichloridester gegeben. Während des Zusatzes, der innerhalb von 6 Stunden erfolgt, wird durch das Reaktionsgemisch ein Luftstrom durchgeleitet. Der Zusatz ist von Chlorwasserstoffentwicklung begleitet. Gegen Ende der Zugabe werden keine weiteren wesentlichen Mengen Chlorwasserstoff freigesetzt. Das Reaktionsgemisch wird anschließend bei 20 mm Druck bei allmählich auf 800 C ansteigenden Temperaturen destilliert, um niedrigsiedende Bestandteile abzutrennen, und als flüssiger Rückstand O-(2,4-Dichlorphenyl)-O-methyl-thiophosphorsäurechloridester in einer Ausbeste von 90°/o erhalten.

Claims (1)

  1. Beispiel 11 In ähnlicher Weise wurden die folgenden O-Aryl-O-alkyl-thiophosphorsäurechloridester in Ausbeuten von mehr als 90°/o, bezogen auf den als Ausgangsmaterial eingesetzten Thiophosphorsäuredichloridester, hergestellt: O-Phenyl-O-methyl-thiophosphorsäurechloridester 0- (3-Äfflylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (4-sek.-Butylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester 0- (4-tert.-Butylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (4-Methylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (3,4-Dimethylphenyl)-O-methyl-thiophosphorsäurechloridester 0-(2,5-Dimethylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechlori dester O-(4-tert.-Butyl-2-methylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (2-Brom-4-tert.-butylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (2-Chlor-4-tert.-butylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechlori dester O-(3,5-Dimethylpheny1) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (4-Chlor-2-cyclohexylphenyl) -O-methyl-thiophosphors äurechloridester O- (2-Cyclohexylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechl oridester O- (3-Phenylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester O- (2-Phenylphenyl) -O-methyl-thiophosphorsäurechloridester PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von O-Aryl-O-alkylthiophosphorsäurechloridestern, dadurch gekennzeichnet, daß man einen aliphatischen einwertigen Alkohol mit l bis 3 Kohlenstoffatomen mit einem O - Aryl - thiophosphorsäuredichloridester, worin die Arylgruppe der Benzol reihe angehört, im-Molverhältnisl:t bis 7:1 bei einer Temperatur, bei der Chlorwasserstoff als Reaktionsprodukt gebildet wird, umsetzt, während man kontinuierlich den Chlorwasserstoff in gasförmigem Zustand so, wie er gebildet wird, aus dem Reaktionsgemisch abzieht, wobei die Temperatur mindestens 15 Cel- siusgrade unter dem Siedepunkt des angewandten Alkanols bei 760 mm Druck liegt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 906808, 894561.
DENDAT1075629D Verfahren zur Herstellung von O Aryl O-alkyl-thiophosphorsaurechlondestern Pending DE1075629B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE894561C (de) * 1950-08-03 1953-10-26 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Estern der Orthophosphorsaeure
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