DE1073223B - Anordnung zur Speicherung von An gaben - Google Patents
Anordnung zur Speicherung von An gabenInfo
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- Stabilization Of Oscillater, Synchronisation, Frequency Synthesizers (AREA)
Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, bistabile Magnetkerne zu Speicherzwecken in Form einer Matrix anzuordnen. Die einzelnen
Kerne weisen zwei Eingangswicklungen auf, die spalten- und reihenweise miteinander verbunden
sind. Die Auswahl eines bestimmten Kernes erfolgt dadurch, daß gleichzeitig sowohl der betreffenden
Spalten- als auch der betreffenden Zeilenauswahlleitung ein Signal zugeführt wird, das so bemessen
ist, daß ein Ummagnetisieren des Kernes nur erfolgt, wenn beide Signale gleichzeitig wirksam sind. Eine
solche Speichermatrix läßt sich unter anderem auch dazu verwenden, in Parallelform eingeführte Angaben
in Serienform zu entnehmen. Die Anordnung erfordert aber zahlreiche Schaltvorrichtungen, wenn beispielsweise
in einer bestimmten Zeile Werte in Parallelform eingeführt werden und einer anderen Zeile gleichzeitig
vorher eingeführte Angaben in Serienform entnommen werden sollen.
Es sind außerdem sogenannte Schiebe- oder Schubregister bekannt, die z. B. eine Kette von bistabilen
Magnetkernen enthalten, deren Zustand der gespeicherten Angabe entspricht. Durch Zuführung eines Schubimpulses
werden gleichzeitig alle Speicherkerne in ihren Ausgangszustand gebracht. Dabei liefern diejenigen
Kerne, die den Ausgangszustand verlassen hatten, einen Impuls, der den benachbarten Kern in
den früheren Zustand des vorhergehenden Kernes versetzt. Werden Schubimpulse in einer der Anzahl
der Speicherkerne entsprechenden Anzahl zugeführt, so erreicht der letzte Speicherkern der Kette nacheinander
die Zustände der in der Kette vorhergehenden Kerne, so daß ein solches Register auch zur Umwandlung
von in Parallelform eingeführten und in Serienform zu entnehmenden Angaben benutzt werden kann.
Wenn nun nacheinander erscheinende Angaben, jede in Parallelform dargestellt, in Serienform weitergeleitet werden sollen, so lassen sich die Angaben in eine
entsprechende Anzahl der zuletzt genannten Schieberegister einführen, die dann unabhängig voneinander
durch Schiebeimpulse geleert werden. Um die Angaben in die Register einzuführen, muß eine kommutatorähnliche
Umschaltvorrichtung vorgesehen sein, die die erste Angabe in das erste Register, die zweite
Angabe in das zweite Register usw. leitet. Da jede Angabe aus mehreren Bits bestehen kann, so muß die
Umschaltvorrichtung mehrpolig ausgeführt sein.
Gemäß der Erfindung wird dieser Aufwand bei Anordnungen zur Speicherung von in Parallelform eingegebenen
und in Serienform zu entnehmenden Angaben mittels aus bistabilen Magnetkernen aufgebauten,
sogenannten Schubregistern dadurch vermieden, daß mehrere Schubregister vorgesehen sind,
deren einzelne Speicherelemente (bistabile Magnetkerne), je zwei nach Art einer Matrix zeilen- und
Anordnung zur Speicherung von Angaben
Anmelder:
IBM Deutschland
Internationale Büro-Maschinen
Internationale Büro-Maschinen
Gesellschaft m. b. H.r
Sindelfingen (Württ), Tübinger Allee 49
Sindelfingen (Württ), Tübinger Allee 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 25. Mai 1954
V. St. v. Amerika vom 25. Mai 1954
Dan Connor Ross, Wappingers Falls, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
spaltenweise verbundene Eingänge, z. B. Eingangswicklungen aufweisen und daß der das Register auswählende
Steuerimpuls die Zuführung einer der Anas zahl der Speicherelemente (Magnetkerne), des Registers
entsprechenden Anzahl von Schubimpulsen in das ausgewählte Register bewirkt. Gemäß einer weiteren
Einzelheit der Erfindung schaltet der das Register auswählende Steuerimpuls eine als Schalter wirkende
Kippschaltung ein, die Schubimpulse einer Impulsquelle zu dem Register überträgt, bis ein Zählwerk
nach einer der Anzahl der Speicherkerne entsprechenden Anzahl von Schubimpulsen die Kippschaltung
ausschaltet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung enthält die an Hand von Zeichnungen erläuterte Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 ein Schaltschema eines Magnetkernschubregisters in einer rechteckigen Kernanordnung;
Fig. 2 stellt einen Magnetkern mit den zugehörigen Wicklungen dar;
Fig. 2 stellt einen Magnetkern mit den zugehörigen Wicklungen dar;
Fig. 3 stellt eine bevorzugte Hysteresischarakteristik des eingeschlossenen Kerns dar;
Fig. 4 zeigt ein Schaltschema eines Steuerkreises zur Auf- und Entnahme bei einer Anordnung nach
Fig. 1;
Fig. 5 ist eine Darstellung eines Erregerkreises (driver circuit) zur Auf- und Entnahme.
In Fig. 1 sind vier Magnetkernschubregister 10 bis 14 mit gestrichelten Linien umschlossen. Die bistabilen,
das Register bildenden Magnetkerne stellen zusammen eine Magnetkerngedächtnisanordnung dar. Die Leitungen
14 bis 17, im folgenden als X-Erregerleitungen
bezeichnet, dienen zur Zuführung von Informationen
9091 709/242
in Form von Impulsen zu den Kernen. Die Leitungen 18 bis 21, im folgenden als F-Leitungen bezeichnet,
dienen zur Auswahl der Kerne, in welchen eine Nachricht aufgenommen werden soll. Eine Nachricht wird
in irgendeinem der Register 10 bis 13 durch wahlweise Erregung einer der Leitungen 18 bis 21 aufgespeichert,
wenn gleichzeitig eine Nachricht in Form von Impulsen den Leitungen 14 bis 17 zugeführt wird.
Die X-Erregerleitungen 14 bis 17 und die F-Erregerleitungen
18 bis 21 dienen zur wahlweisen Aufnahme einer binären Information durch gleichartige Ströme,
welche den das Register in der Anordnung bildenden Kernen zugeführt werden. Die Leitungen 22 bis 25
dienen zur anschließenden Löschung der binären Nachricht nach dem später erklärten Schubregisterprinzip.
Die Magnetkerne 26 bis 29 des Registers 10 sind untereinander, wie gezeigt, durch mit 228 bis 230 bezeichnete
Übertragungsstromkreise gekoppelt. Der Übertragungsstromkreis 228 enthält eine Diode 31,
Spule 32 und Widerstand 33, die in Serie zwischen den oberen Enden der Wicklungen 34 und 35 liegen,
sowie einen Kondensator 36, der zwischen Erde und der Verbindung zwischen Diode 31 und Spule 32 liegt.
Die unteren Enden der Wicklungen 34 und 35 sind geerdet. Wenn ein Schubimpuls auf die Schubwicklung
37 von Kern 26 gegeben wird, dient der Übertragungskreis 228 dazu, die in Kern 26 gespeicherte
Information auf Kern 27 zu übertragen. In gleicher Weise verursachen die in den Wicklungen 38 und 39
zugeführten Schubimpulse eine Weitergabe der in den Kernen 27 und 28 gespeicherten Information über die
Übertragungskreise 229 und 230 auf die entsprechenden Kerne 28 und 29. Ein auf die Wicklung 40 gegebener
Schubimpuls verursacht eine Übertragung einer in Kern 29 gespeicherten Information durch Wicklung
41 auf Kanal 1.
Für eine Erläuterung der Wirkung des Magnetkerns wird auf Fig. 2 Bezug genommen. Die bistabilen,
für die Zwecke der vorliegenden Erfindung benutzten Magnetkerne sind mit X- und F-Aufzeichnungswicklungen
verkettet, die im Falle ihrer Erregung eine Magnetisierung des Kerns in der einen oder anderen
Richtung bewirken. Eine einzelne X- oder F-Leitung, die durch den Kern läuft, ist gleichbedeutend mit einer
eine Windung aufweisenden Wicklung.
Fig. 3 stellt eine ideale Hysteresisschleife für handelsmäßig erhältliche magnetische Materialien
dar. Wenn der Magnetisierungszustand eines Kerns solchen Materials sich im Punkt A befindet, verursacht
die Zuführung einer positiven magnetomotorischen Kraft ein Durchlaufen der Hysteresisschleife nach
Punkt C und nach Aufhören dieser positiven Kraft ein Zurückgehen auf Punkt A. Die Zuführung
einer negativen, die Koerzitivkraft überschreitenden magnetomotorischen Kraft verursacht ein Durchlaufen
der Kurve nach Punkt D und nach Beendigung der Kraft ein Weiterlaufen nach Punkt B. In ähnlicher
Weise verursacht, wenn sich der Kern im Remanenzzustande des Punktes B befindet, die Zuführung einer
negativen magnetomotorischen Kraft ein Durchlaufen der Kurve nach Punkt D und nach Aufhören der Kraft
ein Zurückgehen nach Punkt E. Eine positive, die Koerzitivkraft überschreitende Kraft bewirkt hingegen
ein Durchlaufen der Kurve nach Punkt C und eine Rückkehr nach Punkt A, wenn die magnetornotorische
Kraft aufhört.
Die Punkte A und .S in Fig. 3 sind stabile Remanenzzustände,
die zur Darstellung binärer Informationen geeignet sind. Ein solcher Kern kann in den einen oder
anderen dieser Zustände durch Erregung beider zugehöriger X- und F-Leitungen gebracht werden. Die
Kerne der Anordnung nach Fig. 1 werden in den einen Remanenzzustand durch positive, übereinstimmende
Ströme in der X- und F-Wicklung versetzt, von denen jeder geringer als die Koerzitivkraft ist. Das heißt,
die Größe jedes der X- oder F-Ströme allein reicht nicht zur Überwindung der Koerzitivkraft aus, aber
zusammen überschreiten sie diese. Bei der vorliegenden Darstellung rufen positive, den X- und F-Wicklungen
zugeführte Ströme bei dem dargestellten Wicklungssinn eine positive magnetomotorische Kraft hervor,
die größer als die Koerzitivkraft ist und welche die im durch Punkt E der Fig. 3 gekennzeichneten
Nullzustande befindlichen Kerne in den durch Punkte
dargestellten Remanenzzustand versetzt. Die Flußrichtung innerhalb eines Kerns ist entgegengesetzt
dem Uhrzeigersinn für eine binäre Eins und im Uhrzeigersinn für eine binäre Null, wie es durch die Pfeile
ao in Fig. 2 gezeigt ist.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist Wicklung 42 auf Kern 43 eine Eingangswicklung. Die Wicklungen 44
und 45 sind Ausgangs- und Schubwicklungen. Ein der Eingangswicklung 42 zugeführter Impuls in der durch
die Pfeilspitze dargestellten Richtung ruft eine magnetomotorische Kraft im Magnetkern 43 hervor,
die den Kern in Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn magnetisiert und den Eins-Zustand darstellt.
Die Zuführung eines Stromimpulses in der Wicklung 45 in der durch die Pfeilspitze angedeuteten
Richtung bewirkt einen magnetischen Fluß im Uhrzeigersinn, der den Nullzustand darstellt. Ein
Wechsel vom Eins-Zustand in den Null-Zustand induziert eine Spannung in der Ausgangswicklung 44, die
einem Übertragungsstromkreis aufgedrückt wird, wie er in dem gestrichelt gezeichneten Block 228 in Fig. 1
gezeigt ist. Wenn der Kern 43 in Fig. 2 bei Eintreffen eines Schubimpulses in der Wicklung 45 sich im Nullzustande
befindet, wird eine vernachlässigbar kleine Spannung in der Ausgangswicklung 44 induziert, da
der Magnetisierungszustand des Kerns vom Punkt £ nach Punkt Ό und zurück wechselt.
Zur Beschreibung der Wirkungsweise des Übertragungskreises 228 wird auf Fig. 1 Bezug genommen.
Eine in Wicklung 34 induzierte positive Spannung beim Wechsel des Kerns 26 vom Eins- in den NuIl-Zustand
wird durch Diode 31 geleitet und lädt Kondensator 36 positiv gegenüber Erde auf. Der Entladungsweg des Kondensators 36 geht über Spule 32, Wider-
stand 33 und Wicklung 35 nach Erde, da ja Diode 31 eine Entladung des positiv geladenen Kondensators
über Wicklung 34 verhindert. Die im Kern 27 durch den in Wicklung 35 fließenden Entladungsstrom hervorgerufene
magnetomotorische Kraft ist groß genug, den Zustand des Kerns 27 vom Zustande des Punktes E
in Fig. 3 in den des Punktes C zu ändern, der nach Aufhören der magnetomotorischen Kraft den Kern 27
im durch Punkt A gekennzeichneten Zustande beläßt. Wie man sieht, baut bei Wechsel des Kerns 26 vom
Eins- in den Null-Zustand der Übertragungskreis 28 im Kern 27 den Eins-Zustand auf. Wenn sich Kern 26
im durch Punkt B dargestellten Null-Zustand befindet, wird bei Eintreffen eines positiven Impulses in der
Schubwicklung 37 eine sehr kleine negative Spannung in der Ausgangswicklung 34 induziert, die durch
Diode 31 gehindert wird, eine gegenüber Erde negative Aufladung des Kondensators 36 und eine negative
magnetomotorische Kraft im Kern 27 durch den Entladungsstrom hervorzurufen. Auf diese Weise verhütet
der Übertragungskreis 228 das Entstehen einer
magnetomotorischen Kraft im Kern 27, wenn Kern 26 sich bei Auftreten eines Schubimpulses in der
Wicklung 37 im Null-Zustand befindet. Kurz gesagt verursacht die Zuführung eines Schubimpulses an ein
Magnetkernschubregister, daß alle Kerne den binären S Null-Zustand annehmen. Wenn ein Kern sich zuvor
im Eins-Zustand befindet, wird ein Eingangsimpuls durch den Übertragungskreis der Eingangswicklung
des folgenden Kreises zugeführt, der eine positive magnetomotorische Kraft in diesem Kerne aufbaut
und ihn in den Eins-Zustand versetzt. Befindet sich ein Kern zuvor im Null-Zustand, wird kein Eingangsimpuls von der Eingangswicklung des folgenden Kerns
empfangen, und dieser verbleibt, nachdem er vorher durch den Schubimpuls in den Null-Zustand versetzt
war, in diesem.
Zur Erläuterung des Aufzeichnungsvorganges sei angenommen, daß die Aufzeichnung der binären Zahl
1001 im Register 1 der Fig. 1 gewünscht werde. Alle Kerne im Register 1 befinden sich, wie vorausgesetzt,
vor dem Aufzeichnen im Null-Zustand. Die Leitungen 14, 17 und 18 empfangen gleichzeitig Stromimpulse,
die eine magnetomotorische Kraft in den Kernen 26 und 29 hervorrufen, die groß genug zum Wechsel des
Zustandes von Punkt E auf der Kurve der der Fig. 3 über Punkt C nach Punkt A sind. Die den Kernen 27
und 28 durch die Stromimpulse auf der Leitung 18 zugeführten magnetomotorischen Kräfte sind infolge
des Fehlens der Impulse auf den Leitungen 15 und 16 unzureichend, diese Kerne vom E- in den C-Zustand
zu bringen. Nach Aufhören der Impulse auf der Leitung 18 kehrt daher der Magnetisierungszustand dieser
Kerne nach Punkt E zurück. Infolgedessen bleiben die Kerne 27 und 28 im Zustande der binären Null,
während die Kerne 26 und 29 in den Zustand der binären Eins hinüberwechseln. Die binäre, in Register 1
durch Impulsbeschickung der Erregerleitungen 14 und 17 gleichzeitig mit der der Erregerwicklung 18 aufgezeichnete
Zahl 1001 kann in irgendeinem derRegister2 bis 4 durch Impulsgabe auf ihre entsprechende F-Leitung
gleichzeitig mit der auf die X-Erregerleitungen 14 und 17 aufgeschrieben werden.
Wenn eine Verschiebung der binären Zahl 1001 von Register 1 nach Kanal 1 gewünscht wird, werden vier
Schubimpulse auf die Schuberregerleitung 22 gegeben, da ja Register 1 vier Kerne lang ist. Die Schubwicklungen
37 bis 40 sind so auf die Kerne 26 bis 29 gewickelt, daß ein positiver, der Leitung 22 zugeführter
Schubimpuls eine negative magnetomotorische Kraft in den Kernen 26 bis 29 hervorruft, die zu einem
Wechsel des Magnetisierungszustandes aller Kerne von Zustand A der Fig. 3 zum Punkt E ausreicht. Infolgedessen
unterliegen die Kerne 26 und 29 bei Empfang des ersten Schubimpulses einem Wechsel des
Magnetisierungszustandes vom Punkt A zum Punkt D, und die Kerne 27 und 28 unterliegen einem Wechsel
vom Zustand E in den des Punktes D, von wo sie nach Aufhören der Impulse zum E-Zustand zurückkehren.
Wenn Kern 26 seinen Magnetisierungszustand ändert, erzeugt eine in Wicklung 34 induzierte in bezug auf
Erde positive Spannung einen Strom, der durch Diode 31 zum Kondensator 36 fließt, der gegenüber
Erde positiv ist. Der Kondensator 36 beginnt sich über Spule 32, Widerstand 33 und Wicklung 35 zu entladen,
sobald er durch den Strom von Wicklung 34 aufgeladen wird, wobei anfangs das Maß der Ladung
das der Entladung übersteigt. Der Kondensator 36 ist bei Beendigung des Schubimpulses genügend geladen,
so daß der Entladungsstrom durch Wicklung 35 zu einem Wechsel des Magnetisierungszustandes des
Kernes 27 von Punkt £ nach Punkte ausreicht. Der
erste der S chub wicklung 40 zugeführte Schubimpuls ändert den Magnetisierungszustand des Kernes 29 vom
Eins- in den Null-Zustand und ruft einen Impuls in der Ausgangswicklung 41 hervor, der dem Kanal 1
zugeleitet wird. Die Magnetkerne 26, 28 und 29 befinden
sich im Null-Zustand nach dem ersten Schubimpuls. Nach Beendigung des zweiten Schubimpulses
ist die binäre Eins in Kern 27 auf Kern 28 übertragen, und die anderen Kerne kehren in den Null-Zustand
zurück. Der dritte Schubimpuls überträgt die binäre Eins von Kern 28 auf Kern 29 und der vierte Impuls
in Form eines Impulses auf die Wicklung 41 des Kanals 1. Die Schuboperation ist nach dem vierten
Impuls beendet, und alle Kerne in Register 1 befinden sich im Null-Zustande.'
Die Anordnung der Magnetkernregister in einem Gestell nach Fig. 1 stellt ein System zur gleichzeitigen
Aufzeichnung und Verschiebung dar. Genauer gesagt, kann das Aufzeichnen in irgendeinem Magnetkernschubregister
stattfinden, während gleichzeitig in irgendeinem der übrigen Register ein Verschieben
stattfinden kann. Durch diese Gleichzeitigkeit der Operationen kann eine große Anzahl von Daten
schneller verarbeitet werden.
Zur Erläuterung des Steuerkreises zur Aufzeichnung und zum Verschieben in der Magnetkernanordnung
nach Fig. 1 wird auf Fig. 4 Bezug genommen. Eine übliche Eingangsanordnung 50, die eine Datenquelle
51., einen Kanalwähler 52 und eine Zeitimpulseinheit
53 enthält, ist eine mehrerer bekannter Möglichkeiten von Eingangsanordnungen, z. B. eine Magnettrommelanordnung,
ein Magnetband oder eine Kartenanordnung. Von ihr werden Impulse den Leitungen 54 bis
61 zugeführt. Eine Nachricht in Form von binären Zahlen wird durch Impulse dargestellt, die auf den
Leitungen 54 bis 57 den ein Register bildenden Kippschaltungen 62 bis 65 entsprechend zugeführt werden.
Eine binäre Eins wird durch einen positiven Impuls, eine binäre Null durch die Abwesenheit eines Impulses
dargestellt. Positive, den Leitungen 54 bis 57 zugeführte Impulse bewirken, daß die entsprechenden
Kippschaltungen 62 bis 65 positive Gleichstrompotentiale an die angeschlossenen Ausgangsleitungen 66 bis
69 und an die UND-Kreise 70 bis 73 legen. Wenn die Impulseinheit 53 einen Impuls auf der Leitung 61 an
die UND-Kreise 70 bis 73 gibt, wird ein zweiter mit dem Eingangsimpuls übereinstimmender Impuls in den
Augangsleitungen 74 bis 77 an die Erreger X 4 bis Xl
entsprechend gegeben. DieXl-bisZ4-Erreger wiederum
erzeugen Impulse auf den X-Erregerleitungen 14 bis 17, welche die Nachricht in der Magnetkernanordnung
der Fig. 1 aufzeichnen.
Kanalwähler 52 gibt Impulse auf die beiden Leitungen 58 und 59, entweder Leitung 58 oder 59 oder
keine von beiden. In Abhängigkeit von der Kombination der empfangenen Impulse liefern die Kippschaltungen
75 und 76 wiederum verschiedene Kombinationen von Gleichstrompotentialen an die Entzifferungsmatrix
177. Für jede der Entzifferungsmatrix 177 zugeführte Kombination von Gleichstrompotentialen
wird eine andere der Ausgangsleitungen 78 bis 81 positiv gemacht. Alle übrigen Ausgangsleitungen
werden negativ gehalten. Die Gleichstrompegel an den Leitungen 78 bis 81 werden auf UND-Kreise 90 bis
93 gegeben. Sobald aber eine dieser Leitungen positiv
ist, schicken ihre entsprechenden UND-Kreise einen positiven Impuls zu einer entsprechenden Y-Erregerleitung
94 bis 97, die ihrerseits eine y-Erregerleitung
der Fig. 1 mit Impulsen beschickt. Auf diese Weise
7 8
dient der Kanalwähler 52 zur Auswahl des Registers, Aufzeichnungsimpuls wird nach Durchlaufen eines
in dem aufgezeichnet werden soll, und infolgedessen der UND-Kreise 90 bis 93 zu einem entsprechenden
des Kanals, der das Wort bei der Verschiebung emp- F-Erreger, wenn ein Wort aufgezeichnet wird, dem
fängt. unteren Eingangspol der entsprechenden Kippschal-
Die Zeitimpulseinheit 53 liefert einen Rückführungs- 5 tung zugeführt. Auf diese Weise wird die Kippschalimpuls
(reset pulse) an die Leitung 60 vor jedem Wort tung in den entgegengesetzten Leitungszustand verder
Datenquelle, der zur Rückführung der Kippschal- setzt.
tungen 62 bis 65, 75 und 76 in den Null-Zustand der Der Schub ist vollendet, wenn die Kippschaltungen
Leitung überführt. Wenn Impulse von der Datenquelle 100 bis 103 einen positiven Gleichstrompegel auf
51 eintreffen, werden die Kippschaltungen 62 bis 65 io ihren unteren Ausgangspolen gegenüber den UND-in
den einen Leitungszustand versetzt; andernfalls Kreisen 104 bis 107 entsprechend aufweisen. Schubverbleiben
sie im Null-Leitungszustand. Die Kipp- impulsgenerator 108 liefert positive Impulse auf Leischaltungen
75 und 76 werden in ähnlicher Weise mit tung 109 an die UND-Kreise 104 bis 107, welche, so-Impulsen
zur Erregung der Entzifferungsmatrix 177 bald sie durch die Steuerkippschaltungen dazu in die
beschickt. Die Impulseinheit 53 beliefert einen Auf- 15 Lage versetzt sind, die Impulse an die Schuberreger
zeichnungsimpuls an die Leitung 61, wenn die Auf- 110 bis 113 leitet. Für jeden empfangenen Impuls
zeichnung einer Wortmeldung in einem der Magnetkern- geben die Schuberreger 110 bis 113 einen Schubregister
der Fig. 1 gewünscht wird. Der Impuls auf impuls auf den Leitungen 22 bis 25 an die Schub-Leitung
61 wird den UND-Kreisen 70 bis 73 züge- wicklungen des entsprechenden Registers in Fig. 1
leitet, damit die Datenimpulse die mit den Leitungen ao weiter. Von den Zählern 115 bis 118 empfängt jeder
14 bis 17 verbundenen X-Erreger betätigen, sowie an so viele Schubimpulse von den entsprechenden UND-die
UND-Kreise 90 bis 93, damit einer der F-Erreger Kreisen 104 bis 107 wie er Kerne in dem Register hat,
betätigt wird, der das Aufzeichnungsregister auswählt. bevor sie einen Ausgangsimpuls an die oberen Ein-
Zur Erläuterung des Arbeitens der Steuerkreise gangsklemmen der entsprechenden Kippschaltungen
zum Aufzeichnen sei wieder angenommen, daß die »5 liefern. Ein Impuls von irgendeinem der Zähler 115
Aufzeichnung der binären Zahl 1001 im Register 1 der bis 118 setzt seine Kippschaltungen in den entgegen-Fig.
1 gewünscht werde. Die Zeitimpulseinheit 53 gesetzten Zustand, worauf die Aufzeichnung stattliefert
einen Impuls auf die Rückführungsleitung 60, finden kann. Die Zähler können von beliebiger Art
der die Kippschaltungen 62 bis 65, 75 und 76 in den sein.
Null-Zustand versetzt. Sodann werden die Leitungen 3° Wird angenommen, daß die binäre Zahl 1001 in
54 und 57 durch die Datenquelle mit Impulsen be- Register 1 aufgezeichnet wird, so wird der Aufzeichschickt,
welche die Kippschaltungen 62 und 65 in den nungsimpuls vom UND-Kreis 90 dem unteren Ein-Null-Zustand
versetzen. Die Kippschaltungen 63 und gangspol der Kippschaltung 100 gleichzeitig mit dem
64 verbleiben im Null-Zustand. Der Kanalwähler 52 Erreger F 4 zugeführt. Infolgedessen ändert die Kipperregt
die Leitungen 58 und 59 in einer Weise, daß die 35 schaltung 100 ihren Zustand und liefert kein positives
Kippschaltungen 75 und 76 so geschaltet werden, daß Gleichstrompotential mehr von dem oberen Ausgangsdie
Entzifferungsmatrix die Ausgangsleitung 78 po- pol an den UND-Kreis 90, sondern von dem unteren
sitiv macht. Die Kippschaltungen 62 und 65 befinden Ausgangspol an den UND-Kreis 104. Dieser liefert
sich im Null-Zustande und versehen die UND-Kreise die Impulse von dem frei laufenden Schubgenerator
70 und 73 mit positiven Gleichstrompegeln, während 40 108 an den Schuberreger 110 und an den Zähler 115.
die UND-Kreise 71 und 72 mit negativen Gleichstrom- Sobald vier Impulse den UND-Kreis 104 passiert
pegeln versehen werden, da ja die Kippschaltungen 63 haben, ist das Register 1 geleert, und ein positiver
und 64 keine positiven Eingangsimpulse auf den Lei- Impuls wird dem oberen Eingangspol der Kippschaltungen
55 und 56 empfangen. Die Einheit 53 liefert tung 100 vom Ausgang des Zählers 115 zugeleitet,
nunmehr einen Aufzeichnungsimpuls an die Auf- 45 Hierauf wechselt Kippschaltung 100 in den entgegenzeichnungsleitung
61, der über die UND-Kreise 70 gesetzten Zustand über und stellt einen positiven
und 73 zu dem X4- und ZI-Erreger geleitet wird. Gleichstrompegel am UND-Kreis 90 her. Da ja der
Diese wiederum erzeugen Aufzeichnungsimpulse auf UND-Kreis 104 durch einen negativen Gleichstromden
Ausgangsleitungen 14 und 17 der Fig. 1. Der pegel außer Betrieb gesetzt ist, passieren nunmehr
Aufzeichnungsimpuls auf Leitung 61 wird über den 50 keine Impulse mehr vom Schubgenerator 108, aber der
UND-Kreis 90 geleitet, der zuvor durch einen posi- UND-Kreis 90 ist- in die Lage versetzt, einen Auftiven
Gleichstrompegel auf Leitung 78 (der zusätzliche zeichnungsimpuls durchzulassen, wenn die Wahl-Gleichstrompegeleingang
2 an UND-Kreis 90 wird in leitung 78 durch die Entzifferungsmatrix 77 erregt diesem Zeitpunkte als positiv angenommen) dem wird und ein Aufzeichnungsimpuls der Leitung 61 zu-F4-Erreger
angepaßt wurde, welcher einen Impuls 55 geführt wird. Wenn ein weiterer Aufzeichnungsimpuls
auf Leitung 18 liefert, der alle Kerne in Register 1 empfangen wird und ein weiteres Wort im Register 1
durchläuft. Sodann wird die binäre Zahl 1001, wie aufgezeichnet wird, kehrt die Kippschaltung 100 ihren
vorher erklärt, in dem Register 1 der Fig. 1 aufge- Durchlaßzustand wieder um. Hierdurch wird der
zeichnet. Die Einheit 53 wiederum versieht die Rück- UND-Kreis 90 durch einen negativen Gleichstromstelleitung
60 mit Impulsen, und der Aufzeichnungs- 60 pegel von dem oberen Ausgangspol der Kippschaltung
Vorgang beginnt wieder von vorn. Für die Erläuterung 100 außer Betrieb gesetzt, und der UND-Kreis 104
der Schubsteuerkreise wird auf den linken Teil der wird durch einen positiven Gleichstrompegel von dem
Fig. 4 Bezug genommen. Kippschaltungen (flip-flops) unteren Ausgangspol der Kippschaltung 100 in Be-100
bis 103 leiten eine positive Gleichstromspannung trieb gesetzt. Die Schuboperation beginnt wieder in
auf ihren oberen Ausgängen den UND-Kreisen 90 bis 65 Register 1. Die Steuerkippschaltungen 101 bis 103 und
93 entsprechend zu, sobald die entsprechenden Re- ihre angeschlossenen Kreise steuern die Register 2
gister 1 bis 4 frei sind. Ein Wort kann in ein Re- bis 4 in Fig. 1 in gleicher Weise. Bemerkenswertergister
nur dann eingetragen werden, wenn seine Kipp- weise findet die Schuboperation automatisch unmittelschaltung
ein positives Gleichstrompotential auf den bar nach der Aufzeichnung eines Wortes statt, so daß
seinen F-Erreger versorgenden UND-Kreis gibt. Der 70 die UND-Kreise 90 bis 93 nach Vollendung des Schubes
in den Zustand versetzt sind, daß sie in den entsprechenden
Registern eine Aufzeichnung gestatten. Es ist
weiterhin bemerkenswert, daß der Schub von einem Register verhindert wird, sobald in diesem eine Aufzeichnung
stattfindet und umgekehrt. Obgleich die Aufzeichnung nur in einem Register in einem gegebenen
Augenblick stattfinden kann, kann der Schub in demselben Augenblick in einem oder allen übrigen
Registern stattfinden.
Für die Beschreibung eines Erregerkreises, der als X, Y oder Schuberreger verwendet werden kann, wird
auf Fig. 5 verwiesen. Bei einer als Tetrode angeschlossenen Pentode 120 ist das Bremsgitter 121 über Widerstände
123 mit der Anode 122 verbunden. Eine positive Spannungsquelle ist über Widerstand 124 und
Spule 125 an die Anode 122 angeschlossen. Steuergitter 126 liegt über dem Widerstand 127 an einer
Spannungsquelle von +10 oder -30VoIt. Widerstand
128 zwischen Schirmgitter 129 und einer Spannungsquelle von +150VoIt und Kondensator 130
zwischen Schirmgitter 128 und Erde dienen als Entkopplungskreise. Kathode 131 ist geerdet. Die Widerstände
123,124 und 127 dienen als Strombegrenzungswiderstände.
Die nomalerweise durch die —30-Volt-Vorspannung nichtleitend gemachte Röhre 120 leitet,
wenn eine Aufzeichnung oder ein Schub stattfindet. Ein positiver 10-Volt-Impuls an das Steuergitter 126
erzeugt einen Stromimpuls in den Schub- oder Aufzeichnungsleitungen
der Fig. 1 in der durch die Pfeile auf diesen Leitungen angedeuteten Richtung. Es ist
festzustellen, daß Wicklung 125 die Aufzeichnungsoder Schubwicklungen der Fig. 1 darstellt und daß
Widerstand 124 in der unteren rechten Ecke der Fig. 1 als mit einer positiven 250-Volt-Spannung verbunden
gezeigt ist. Wenn die Schaltung nach Fig. 5 als Schuber reger verwendet wird, ist die Windungszahl
in Wicklung 125 viel größer als bei einem X- oder F-Erreger. Auf jeden Fall dient die Schaltung
nach Fig. 5 als Stromquelle mit unendlichem Widerstand für Impulse konstanter Amplitude.
Das Charakteristikum des konstanten Stromes der Schaltung in Fig. 5 ist wesentlich zur Verhütung unerwünschter
Spannungsschwankungen durch Spannungen, die in den Aufzeichnungs- oder Schubkreisen
infolge ihrer Lage auf Fluß änderungen unterworfenen Magnetkernen hervorgerufen werden. Die durch induzierte
Spannungen hervorgerufenen Spannungen können eine beabsichtigte Operation verhindern oder eine
unbeabsichtigte Wirkung hervorrufen.
Zur Erläuterung des Effektes, der eine beabsichtigte Operation zu verhindern sucht, sei angenommen, daß
eine Eins in Kern 28 in Fig. 1 eingetragen werde, daß Kern 140 sich im Null-Zustand befinde und daß die
Kerne 141 und 142 einen Wechsel vom Null- in den Eins-Zustand durch Übertragung von Einsen von den
Kernen 143 und 144 unterliegen, so daß ein Strom in der Erregerleitung 16 entgegen der Pfeilrichtung erzeugt
wird. Wenn diese Vorgänge gleichzeitig stattfinden, erzeugen die Aufzeichnungsströme in den Leitungen
16 und 18 in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung eine magnetomotorische Kraft in Kern 28
entgegen dem Uhrzeigersinn mit der Tendenz, eine Eins zu schreiben. Außerdem sucht eine durch den
S chub Vorgang in den Kernen 141 und 142 in der Leitung 16 induzierte Störspannung einen Strom in der
Aufzeichnungsleitung 16 entgegengesetzt den Pfeilspitzen zu erzeugen, die dem die Eins in Kern 28
schreibenden Strom entgegenwirkt. Es besteht hierdurch die Möglichkeit, daß der tatsächliche Strom in
der Aufzeichnungsleitung 16 zur Erzeugung der notwendigen magnetomotorischen Kraft nicht ausreicht,
zusammen mit der durch Leitung 18 hervorgerufenen magnetomotorischen Kraft die Magnetisierung des
Kerns 28 in den durch Punkt A in Fig. 3 angezeigten Eins-Zustand zu ändern. Unter denselben Bedingungen
sei angenommen, daß die Kerne 141 und 142 durch die Schuboperation einem Wechsel in ihrem Magnetisierungszustande
unterliegen, so daß ein Strom in der Aufzeichnungsleitung 16 in Pfeilrichtung entsteht.
Der tatsächliche Strom in der Aufzeichnungsleitung 16 ist nun die Kombination des durch die X3-Erregerleitung
(Fig. 4) erzeugten und des·· durch die Schuboperation in den Kernen 141 und 142 induzierten
Stromes. Das Ergebnis ist eine dem Kern 28 zugeführte magnetomotorische Kraft, die größer ist als es
zum Wechsel in den Eins-Zustand erforderlich ist. Es besteht nun die Möglichkeit, daß die durch den Strom
in Leitung 26 im Kern· 140 erzeugte magnetomotorische Kraft zu einem Wechsel der Magnetisierung des Kerns
140 vom Null- in den Eins-Zustand ausreicht. Damit ist die Möglichkeit zu der Einleitung einer unbeabsichtigten
Operation gegeben.
Die Möglichkeit zur Einleitung einer unbeabsichtigten Operation wird durch die Verwendung eines
,-Generators· mit unendlichem Widerstand und konstantem
Strom der in Fig. 5 gezeigten Art als X1 Y oder Schuberreger ausgeschaltet.
Alle in den Schubleitungen durch die Aufzeichnungsleitungsströme
induzierten Spannungen sowie alle in den Aufzeichnungsleitungen durch die Schubleitungsströme
induzierten Spannungen werden durch eine solche hohe Impedanz unterdrückt, so daß sich
vernachlässigbare zusätzliche Ströme ergeben. Infolgedessen wird die Operation der einen Leitung nicht
mehr durch die der anderen gestört.
Auf dem Gebiete der Geschäftsrechenmaschinen, wo große Mengen von Daten verwendet werden, ist
Geschwindigkeit von besonderer Bedeutung. Optimale Geschwindigkeit wird bei der vorliegenden Anordnung
erzielt, wenn die ankommenden Daten in der Form von binären Zahlen von der Datenquelle 51 mit vorbestimmten
Adressen ankommen, die folgend sich ändern. Das heißt, die ersten vier ankommenden Worte
werden in Register 1 bis 4 aufgezeichnet, und da ja die Register durch die Schuboperationen unmittelbar nach
dem Aufzeichnen geleert werden, werden die nächsten vier ankommenden Worte ebenfalls in den Registern 1
bis 4 entsprechend aufgezeichnet. Deshalb muß die Magnetkernanordnung der Fig. 1 eine genügend große
Anzahl von Registern enthalten, so daß, wenn die aufeinanderfolgenden
zum letzten Register fortgeschoben sind, das erste Register frei ist. Mit anderen Worten
ist die Anzahl der Register durch das Maß bestimmt, mit dem Imformationen durch die Datenquelle 51 zugeführt
werden und mit dem der Schub stattfindet.
Der beschriebene Apparat ist auch als elektronische Sortieranordnung vorteilhaft. Hierbei empfängt die
Anordnung Worte von der Datenquelle 51, die mit vorbezeichneten Anschriften eintreffen. Zum Beispiel
können Informationsworte, für die Kanäle 2, 5, 3 und 1 bestimmt, ankommen, die zur Vollendung des Aufzeichnungsvorganges
jedes Wortes nacheinander in der angegebenen Weise verschoben werden. Nimmt man an, daß zwei Worte an das Register 1 adressiert sind,
so wird das zweite Wort nicht empfangen, bis das erste Wort aufgezeichnet und verschoben ist. Eine
Operation dieser Art kann mit einer Informationsquelle erhalten werden, die aus einer Magnettrommel
besteht. Jedes Wort und die zugehörige Kanalanschrift, die auf der Trommel gespeichert sind, ergo? 709/242
scheinen an den Leitungen 54 bis 59 der Fig. 4 wieder,
bis das Wort in der Kernanordnung aufgezeichnet ist. Das Wort und die zugehörige Adresse können von der
Trommel durch Steuerung eines Impulses im Ausgang eines der UND-Kreise 90 bis 93 gelöscht werden.
Obgleich vier Register mit je vier Kernen dargestellt und beschrieben sind, kann die Zahl der Register
und Kerne in jedem Register entsprechend den Anforderungen der besonderen Anordnung geändert
werden.
Claims (5)
1. Anordnung zur Speicherung von in Parallelform eingegebenen und in Serienform zu entnehmenden
Angaben mittels aus bistabilen Magnetkernen aufgebauten Schubregistern, dadurch, gekennzeichnet,
daß mehrere Schubregister (1, 2, 3, 4) vorgesehen sind, deren einzelne Speicherelemente (bistabile
Magnetkerne 26, 27, 28,29), je zwei nach
Art einer Matrix zeilen- und spaltenweise verbundene Eingangswicklungen (z. B. 14,18; 15,19)
aufweisen und daß der das Register (z. B. 1) auswählende Steuerimpuls (z. B. von der UND-Schaltung
90 auf Leitung 18) die Zuführung einer der Anzahl der Speicherelemente (Magnetkerne), des
Registers entsprechenden Anzahl von Schubimpulsen in das ausgewählte Register bewirkt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Register von der UND-
Schaltung (90) auswählende Steuerimpuls eine als Schalter wirkende Kippschaltung (100) einschaltet,
die Schubimpulse der Impulsquelle (108) zu dem Register (1) überträgt, bis das Zählwerk (115)
nach einer der Anzahl der Speicherkerne entsprechenden Anzahl von Schubimpulsen die Kippschaltung·
(100) ausschaltet.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschaltung (100)
in ihrem eingeschalteten Zustand die Eingabe in das Register mittels einer UND-Schaltung (100)
verhindert.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne (z. B. 26 bis
29) jeder Zeile ein Register (z.B. 1) bilden und die Ausgangswicklung (z. B. 34) der Kerne jeweils
mit der Eingangswicklung (z. B. 35) des nächstfolgenden Kernes über Schaltglieder (31, 32, 33,
36) verbunden ist.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenzeichnet, daß die Speisung der zeilen-
und spaltenweise verbundenen Teile der Eingangswicklungen über Verstärker (Fig. 5) erfolgt, die
einen konstanten Strom bei sehr großem innerem Widerstand liefern.
In Betracht gezogene Druckschriften:
RCA-Review, 1952, S. 183 bis 201;
Bell Syst. Tech. Journal, 1951, S. 588 bis 625.
RCA-Review, 1952, S. 183 bis 201;
Bell Syst. Tech. Journal, 1951, S. 588 bis 625.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 709/242 1.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US432146A US2884621A (en) | 1954-05-25 | 1954-05-25 | Magnetic system |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1073223B true DE1073223B (de) | 1960-01-14 |
Family
ID=23714948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1073223D Pending DE1073223B (de) | 1954-05-25 | Anordnung zur Speicherung von An gaben |
Country Status (5)
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|---|---|
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| DE (1) | DE1073223B (de) |
| FR (1) | FR1141402A (de) |
| GB (1) | GB773457A (de) |
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1955
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