DE1073036B - Einrichtung zur Änderung der Schall abstrahlung in Geraten mit elektroaku stischer Tonwiedergabe - Google Patents
Einrichtung zur Änderung der Schall abstrahlung in Geraten mit elektroaku stischer TonwiedergabeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Änderung der Schallabstrahlung in Geräten mit elektroakustischer
Tonwiedergabe, insbesondere Rundfunk- oder Fernsehempfängern, Phonogeräten und Kombinationen vorgenannter Geräte, mit im wesentlichen
zur Frontseite hin abstrahlenden, im Abstand voneinander im Gerät oder außerhalb angebrachten
Lautsprechern mit Mitteln zum Umpolen der Lautsprecher.
Die raumklanggetreue Wiedergabe insbesondere von musikalischen Darbietungen durch elektroakustische
Wiedergabegeräte ist schon immer eine schwierige Aufgabe gewesen, wenn es galt, sie ohne
großen technischen Aufwand zu lösen. Der Mensch ist bekanntlich deshalb in der Lage, räumlich zu hören,
weil die Schallwellen aus dem Raum seine Ohren von verschiedenen Richtungen her und zu einem Teil mit
gewissen zeitlichen Verzögerungen treffen. Der räumliche Klangeindruck eines Orchesters im Konzertsaal
rührt von einer Vielzahl von über eine größere Fläche verteilten Schallquellen her, deren Schallwellen die
Ohren des Zuhörers teils direkt und teils über Reflexionen von den Wänden und sonstigen Einrichtungen
des Saales her treffen. Dabei kommen die reflektierten Schallwellen naturgemäß mit einer gewissen
zeitlichen Verzögerung bei den Ohren an, wodurch die Empfindung des räumlichen Klangeindruckes entsteht.
Es sind dann vorwiegend die mittleren und hohen Tonfrequenzen, die sowohl auf direktem Wege als auch
über den Umweg der Reflexionen zu den Ohren des Hörers gelangen. Eine elektroakustische Wiedergabeeinrichtung,
die einen vollkommen wirklichkeitsgetreuen Raumklang wiedergeben soll, muß demnach
so beschaffen sein, daß sie die Schallwellen vor allem von mehreren im Raum verteilten Stellen her aussendet
und dabei möglichst noch Schallwellenanteile aufweist, die besonders die mittleren und hohen Tonfrequenzen
entsprechend den Reflexionen im Konzertsaal zeitlich verzögert wiedergeben. Diese Forderungen
sind durchaus zu erfüllen, jedoch zur Zeit nur mit einem technischen Aufwand, der vor allem für
kleine und mittlere Heimgeräte relativ groß ist.
Die Bedingung, mehrere Schallwellen verteilt angeordnet vorzusehen, hat man in Heimempfängern dadurch
zu erfüllen versucht, daß man mehrere Lautsprecher an der Schallwand anbrachte und darüber
hinaus auch noch an den Seitenwänden des Gerätegehäuses solche, die bevorzugt mittlere und hohe Tonfrequenzen
abstrahlen. Diese seitlich angeordneten Lautsprecher sollen vornehmlich die Reflexionserscheinungen
im Bereich der mittleren und hohen Tonfrequenzen bringen und damit die zweite Bedingung
zur räumlichen Klangwiedergabe erfüllen. Da jedoch in normalen Wohnräumen die zahlreichen Reflexions-
Einrichtung zur Änderung
der Schallabstrahlung in Geräten
mit elektroakustischer Tonwiedergabe
Anmelder:
Norddeutsche Mende-Rundfunk K. G.,
Bremen-Hemelingen,
Diedrich -Wilkens - Str. 39-45
Diedrich -Wilkens - Str. 39-45
Dipl.-Ing. Gottfried Hentschel, Bremen-Lesum,
Fritz Trömel, Bremen-Hemelingen,
und Jürgen Thun, Bremen-Sebaldsbrück,
sind als Erfinder genannt worden
möglichkeiten eines Konzertsaales fehlen und insbesondere auch Gardinen und Vorhänge die Ausbreitung
von Reflexionen stark behindern, läßt der mit den erwähnten bekannten Anordnungen erzielbare Höreffekt
noch viele Wünsche hinsichtlich einer absolut raumklanggetreuen Wiedergabe offen.
Es ist einebekannteErscheinung, daß bei zwei an einer
kleinen Schallwand angebrachten Lautsprechern, wie sie durchweg in Heimempfängern eingebaut sind,
nicht der Eindruck zweier getrennter Schallquellen erweckt wird, sondern der einer einzigen, die in der
Mitte auf der Verbindungslinie zwischen den beiden Lautsprechermittelpunkten zu liegen scheint. Das ist
darauf zurückzuführen, daß naturgemäß die Anbringungsentfernung durch die Größe der Geräteschallwand
so begrenzt ist, daß der Höreindruck zweier räumlich voneinander entfernter Schallquellen nicht
auftreten kann. Um dieses Problem zu lösen, ohne dabei die Lautsprecher außerhalb des Gehäuses im
Raum verteilt anbringen zu müssen, ist es bereits bekanntgeworden, nebeneinander angeordnete Lautsprecher
so zu schalten, daß sie gegenphasig schwingen. Diese Maßnahme wurde speziell zur Beschallung
größerer Räume benutzt, um eine bei gleichphasigem Betrieb auftretende scharfe Bündelung bestimmter
Frequenzen zu unterbinden. Man bediente sich also bereits des gegenphasigen Betriebes von
Lautsprechern zur Verbesserung der Tonwiedergabe, obwohl dieser Betrieb wegen der damit möglicherweise
verbundenen Auslöschung gewisser Tonfrequenzen an sich einen Mangel für die Wiedegabequalität bedeuten
kann. Man kann ihn jedoch zum Vorteil nutzen, wenn
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man gewisse Schaltungs-und Anordnungbedingungen beachtet. Es muß vor allem vermieden werden, daß
gegenphasig laufende tiefe Frequenzen zusammentreffen, da in einem solchen Falle ein akustischer
Kurzschluß eintritt, durch den diese Frequenzen-mehr
oder minder geschwächt und unter Umständen sogar fast ganz aufgehoben werden können. Wenn man nun
unter Beachtung der akustischen Gesetze die Schalldruckkeulen für einen gegenphasigen Betrieb zweier
Lautsprecher oberhalb einer bestimmten Grenzfrequenz
konstruiert, so ergibt sich, daß die ursprünglich von dem scheinbaren Schallzentrum zwischen den Lautsprechern-
ausgehende' Schalldruckkeule durch Verschiebung der Maxima und Minima des resultierenden
Schalldruckes in zwei Keulen gespalten wird, die sich seitlich ausrichten. Danach werden die Ohren des
zwischen diesen Keulen vor dem betreffenden Gerät sitzenden Hörers gegenphasig mit Schallwellen beaufschlagt.
Der Hörer hat den Eindruck, als käme der Schall von der Seite, da bekanntlich der seitlich ein- ao
fallende Schall zunächst das eine Ohr und dann das andere Ohr nach Überwindung der Laufstrecke von
Ohr zu Ohr erreicht. Hierbei sind natürlich auch die Phasenlagen an beiden Ohren verschieden. Durch den
Eindruck weit seitlich angeordneter Schallquellen entsteht ein besonderer RaumklangefFekt. Bei einer bekannten
Einrichtung wird nun versucht, diesen sogenannten pseudostereophonen Effekt dadurch zu erreichen,
daß zwei oder mehrere im wesentlichen in einer Ebene angeordnete und gleichartige Lautsprecher
vorgesehen sind, die stets das gesamte Tonfrequenzgemisch zugeführt bekommen und bei denen die umzupolenden
Lautsprecher mit Hilfe entsprechender Schaltungsmittel so geschaltet sind, daß sie bei gegenphasigem
Betrieb die tiefen Frequenzen bis zu einer bestimmten Grenzfrequenz weiter in gleicher Phase
abstrahlen und nur die mittleren und hohen Tonfrequenzen in Gegenphase.
!•fachteilig an der bekannten Einrichtung ist vor
allem der erhebliche Aufwand zur Herbeiführung des angestrebten Raumklangeffektes. Zunächst werden
hier für ein diesbezügliches Wiedergabesystem zwei Breitbandlautsprecher verwendet. Damit sich nun bei
der Umschaltung dieser beiden Lautsprecher auf gegenphasigen Betrieb die tiefen Frequenzen nicht durch
akustischen Kurzschluß aufgeben, müssen außerdem noch zusätzlich einige Schaltungsmittel in Form eines
besonderen Kondensators sowie einer Hochtondrossel vorgesehen werden, wodurch der Schaltungsaufwand
weiter erhöht wird. Im Gegensatz dazu wird mit der Erfindung ein wesentlich einfacherer Weg zum Erreichen
des angestrebten Zieles beschritten, für den an Schaltungsmitteln im wesentlichen nur einer der bekannten
Umschalter zum Umpolen des oder der für den gegenphasigen Betrieb bestimmten Lautsprecher
vorgesehen zu werden braucht. Es hat sich nämlich auf Grund von Versuchen herausgestellt, daß der angestrebte
Raumklangeffekt dann besonders deutlich in Erscheinung tritt, wenn die Lautsprecher in einer ganz
bestimmten und vor allem auch in Heimempfängern realisierbaren Entfernung voneinander angebracht
werden. Die Lösung gemäß der Erfindung ist deshalb dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Anordnung aus
einer oder mehreren aus einem Breitbandlautsprecher und aus einem Mittel- und Hochtonlautsprecher bestehenden
Tonwiedergabegruppe oder -gruppen vorzugsweise der Mittel- und Hochtonlautsprecher vollständig
umpolbar geschaltet und im Abstand von etwa 30 bis 35 cm von Mitte zu Mitte gemessen vom
anderen Lautsprecher seiner Gruppe bzw. dem einer benachbarten Gruppe entfernt angeordnet ist. Dabei
sind gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die beiden Lautsprecher einer Tonwiedergabegruppe in
Parallel- oder Serienschaltung an den Ausgangsübertrager angeschlossen, und zwar über einen vor dem
umzupolenden Lautsprecher angeordneten, an sich bekannten Umschalter. Die Erfindung zeigt somit eine
einfache und billige Lösung zur Erzielung eines Raumklangeffektes, bei der mit einer an sich bekannten
Kombination von einem großen Breitbandlautsprecher mit einem Mittel- und Hochtonlautsprecher der gewünschte
Effekt beim Umpolen lediglich durch Einhalten eines ganz bestimmten, verhältnismäßig geringen
und auch in Heimgeräten leicht realisierbaren Einbauabstandes zwischen dem umpolbaren und dem
nicht umpolbaren Lautsprecher erzielt wird.
' Eine vorteilhafte Weiterentwicklung der Erfindung ist vor allem auch dann gegeben, wenn zwei oder mehrere Tonwiedergabegruppen zusammengestellt werden, wie es beispielsweise in Musiktruhen ausführbar ist, daneben aber auch in denjenigen Tischempfängern, bei denen außer den nach vorn gerichteten Lautsprechern auch noch solche angeordnet sind, die nach den Seiten hin oder schräg nach vorn abstrahlen. Dabei muß die Anordnung dann so getroffen und die Schaltung derart ausgeführt sein, daß sich die einzelnen Gruppen untereinander ergänzen bzw. wirkungsmäßig ineinandergreifen. Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen sind grundsätzlich zwei Lösungswege möglich. Man kann erfindungsgemäß einmal so verfahren, daß jeweils der oder die umpolbaren Lautsprecher der einen Gruppe dem oder den nicht umpolbaren Lautsprechern der anderen Gruppe benachbart liegend angeordnet sind, und zwar im gleichen Abstand, mit dem die Lautsprecher jeder Gruppe voneinander entfernt liegen. Die Anordnung kann aber auch so gewählt werden, daß bei zwei oder mehr Lautsprechergruppen die umpolbaren, bevorzugt mittlere und hohe Tonfrequenzen abstrahlenden Lautsprecher benachbart liegend und im gleichen Abstand angeordnet sind wie die Lautsprecher einer Gruppe untereinander. Zur Unterstützung der angestrebten Raumklangwirkung können außer den mit umpolbaren Lautsprechern versehenen und nach vorn abstrahlenden Tonwiedergabegruppen auch nach den Seiten hin gerichtete, nicht umpolbare Lautsprecher angeordnet sein, die wahlweise zu- oder abschaltbar sind.
' Eine vorteilhafte Weiterentwicklung der Erfindung ist vor allem auch dann gegeben, wenn zwei oder mehrere Tonwiedergabegruppen zusammengestellt werden, wie es beispielsweise in Musiktruhen ausführbar ist, daneben aber auch in denjenigen Tischempfängern, bei denen außer den nach vorn gerichteten Lautsprechern auch noch solche angeordnet sind, die nach den Seiten hin oder schräg nach vorn abstrahlen. Dabei muß die Anordnung dann so getroffen und die Schaltung derart ausgeführt sein, daß sich die einzelnen Gruppen untereinander ergänzen bzw. wirkungsmäßig ineinandergreifen. Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen sind grundsätzlich zwei Lösungswege möglich. Man kann erfindungsgemäß einmal so verfahren, daß jeweils der oder die umpolbaren Lautsprecher der einen Gruppe dem oder den nicht umpolbaren Lautsprechern der anderen Gruppe benachbart liegend angeordnet sind, und zwar im gleichen Abstand, mit dem die Lautsprecher jeder Gruppe voneinander entfernt liegen. Die Anordnung kann aber auch so gewählt werden, daß bei zwei oder mehr Lautsprechergruppen die umpolbaren, bevorzugt mittlere und hohe Tonfrequenzen abstrahlenden Lautsprecher benachbart liegend und im gleichen Abstand angeordnet sind wie die Lautsprecher einer Gruppe untereinander. Zur Unterstützung der angestrebten Raumklangwirkung können außer den mit umpolbaren Lautsprechern versehenen und nach vorn abstrahlenden Tonwiedergabegruppen auch nach den Seiten hin gerichtete, nicht umpolbare Lautsprecher angeordnet sein, die wahlweise zu- oder abschaltbar sind.
Weiterhin sind erfindungsgemäß Schaltmittel vorgesehen, mit deren Hilfe beim Umschalten auf gegenphasigen
Betrieb gleichzeitig die Lautstärke aller oder bevorzugt nur der in Gegenphase laufenden Tonfrequenzen in an sich bekannter Weise änderbar ist.
Mit dieser Schaltungsweise wird der angestrebte Raumklangeffekt in wirkungsvoller und besonders
deutlicher Weise hervorgehoben.
Zur Auslösung des RaumklangefFektes wird zweckmäßig ein Drucktastenschalter an sich bekannter Bauart
vorgesehen, der für sich allein an beliebiger Stelle oder in einer Reihe mit in bekannter Weise registerartig
aufgebauten Drucktastenschaltern angeordnet ist und dessen Drucktasten sich in Form, Größe oder
Farbe, gegebenenfalls auch durch eine Beleuchtung, von den übrigen Registertasten unterscheidet. Durch
die erfindungsgemäße Lösung des Problems der Erzeugung eines Raumklangeffektes wird ein maximaler
Wirkungsgrad mit einfachsten technischen Mitteln erzielt. Es bedarf an technischem und materiellem Aufwand lediglich der Einhaltung eines Lautsprecherabstandes
von Mitte zu Mitte in der Größßenordnung von etwa 30 · 35 cm sowie der Anordnung eines ein-
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fachen Umschalters zum Umpolen bestimmter Lautsprecher einer Tonwiedergabegruppe bzw. eines
Systems derartiger Gruppen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert.
In Fig. 1 ist schematisch ein Gerätegehäuse 1 dargestellt, an dessen Schallwand 2 zwei Lautsprecher
angebracht sind. Mit 4 ist ein normaler Lautsprecher bezeichnet, der Tiefen, Mitten und Höhen wiedergibt,
und mit 3 ein einfacher Mittel- und Hochtonlautsprecher, von dem in der Regel die Bässe durch eine
Weiche oder eine Sperre, beispielsweise einen Kondensator, ferngehalten sind. Diese Lautsprecher sind
nun in einem ganz bestimmten Abstand voneinander angeordnet, und zwar entspricht dieser Abstand der
Wellenlänge XT der . dem Gehörschwerpunkt am
nächsten liegenden Tonfrequenzen, vorzugsweise einer solchen von annähernd 1000 Hz. Der Abstand liegt
somit in der Größenordnung von ungefähr 33 cm. Schwingen die beiden Lautsprecher 3 und 4 in gleicher
Phase, so bildet sich für eine annähernd, im Gehörschwerpunkt befindliche Tonfrequenz eine Schalldruckkurve
aus, die ungefähr die Form der mit 5 bezeichneten, ausgezogen gezeichneten Keule besitzt. Wirddann
der Mittel- und Hochtonlautsprecher 3 umgepolt,' so schwingt er in Gegenphase zum Lautsprecher 4. Die
Maxima und Minima der Schalldruckkurve verschieben sich dann derart, daß eine Kurve entsprechend
der strichliert gezeichneten Form entsteht und die, wie aus der Darstellung ersichtlich ist, zwei nach den
Seiten hin gerichtete Keulen 6 a und 6 b bildet.
Die Zeichnung läßt erkennen, daß bei gleichphasigem Betrieb der Hörer nur eine Schallquelle
wahrzunehmen glaubt, die zwischen den Laut-Sprechern 3 und 4 zu liegen scheint, während durch
das Auftreten der Keulen 6 a und 6fe bei gegenphasigem
Betrieb der Hörer den Eindruck gewinnt, den Schall von seitlichen Schallquellen zu hören.
In Fig. 2 ist eine Anordnung gezeigt, wie sie insbesondere für Musiktruhen oder vom Gerät getrennt
aufgestellte Lautsprechergehäuse oder auch für reine Phonovitrinen ausgeführt werden kann. Hier sind
Lautsprechergruppen gemäß den in Fig. 1 dargestellten auf einer gemeinsamen Schallwand 7 angeordnet.
Dabei hat die Gruppe 8, 9 von der Gruppe 10, 11 denselben
Abstand wie die Lautsprecher der einzelnen Gruppen untereinander, nämlich den Abstand A7- von
etwa 33 cm. Sie sind untereinander so geschaltet, daß die Lautsprecher 8 und 10 umpolbar und die Laut-Sprecher
9 und 11 nicht umpolbar sind. Dadurch ergänzen sich die Gruppen untereinander so, daß kein
akustischer Kurzschluß zwischen den tiefen Frequenzen der Lautsprecher 9 und 11 entsteht, aber ein
wirksamer, über eine große Fläche verteilter Raumklangeffekt. Ähnlich wirkt die Anordnung nach Fig. 3.
Dort sind die Lautsprecher 12 und 13 schräg in den Ecken des Gehäuses 14 angeordnet, das sowohl ein
Truhengehäuse als auch das Gehäuse eines großen Tischgerätes sein kann. Dabei sind die Lautsprecher
12 und 16 umpolbar geschaltet. Auch hier ist von Lautsprechermitte zu Lautsprechermitte auf den Abstand
XT zu achten.
Fig. 4 zeigt ein Schaltschema der erfindungsgemäßen Einrichtung. Am Ausgangsübertrager 17
liegt der Tiefen, Mitten und Höhen abstrahlende Lautsprecher 18 und der Mittel- und Hochtonlautsprecher
19, und zwar in Parallelschaltung. Vor den
Lautsprecher 19 ist ein Umschalter 20 gelegt, mit dem dieser Lautsprecher wahlweise umgepolt werden kann.
Strichliert sind noch Lautsprecher 18 α und 19 a dargestellt,
so daß sich damit eine Schaltung ergeben würde, wie sie für Anordnungen gemäß Fig. 2 und 3
verwendbar ist.
Als Umschalter 20 ist hier ein an sich bekannter Drucktastenschalter verwendet, der zweckmäßig mit
den Klangregeltasten in einer Reihe angeordnet ist, so wie es die Zeichnung der Fig. 5 zeigt, der aber auch
an jeder anderen beliebigen Stelle der Gerätefront angeordnet sein kann. In der Darstellung ist die Umpoltaste
21 in der Mitte eines Tastenregisters angebracht und dabei hinsichtlich ihrer Größe so ausgebildet, daß
sie sich deutlich von den Klangregeltasten 22 abhebt. Die Taste 21 wird vorteilhaft mit einer sinnfälligen
Beschriftung versehen oder auch entsprechend auffällig gefärbt oder besser noch durch eine besondere
Beleuchtung kenntlich gemacht.
In Fig. 6 ist noch ein Schaltschema dargestellt, wie es für die Umpolung ganzer Lautsprechergruppen angewendet
werden kann. Hier wird beim Betätigen des Umschalters 23 die ganze Gruppe 24, 25 umgepolt,
während die Gruppe 26, 27 in gleicher Phase weiterschwingt. Bei einer solchen Anordnung muß jedoch
darauf geachtet werden, daß die tiefe Frequenzen wiedergebenden Lautsprecher 24 und 26 möglichst am
äußersten Ende der Schallwand angeordnet werden.
Fig. 7 zeigt schließlich im Schema ein Ausführungsbeispiel für eine Schaltungsweise, mit der beim Umschalten
auf gegenphasigen Betrieb die Lautstärke aller oder nur der für die Phasendrehung bevorzugten
Tonfrequenzen mit an sich bekannten Mitteln angehoben oder abgesenkt wird. Das kann, wie beispielsweise
in der Darstellung gezeigt ist, so ausgeführt werden, daß mit dem Schalter 28 für die Umschaltung
auf gegenphasigen Betrieb ein Schalter 29 gekuppelt ist, durch den an sich bekannte, lautstärkerändernde
Schaltungsteile über Leitungen a-a und b-b dann eingeschaltet werden, wenn die Drucktaste 30 in Pfeilrichtung
gedrückt wird. Mit dem Schalter 29 können auch an Stelle der lautstärkeändernden Schaltungsteile
nach den Seiten hin abstrahlende, nicht umpolbare Lautsprecher zu- oder abgeschaltet werden. Es können
mit diesem Schalter 29 auch Schaltungselemente eingeschaltet werden, die gleichzeitig mit dem Umpolen
beispielsweise Klangfarben, Klangspektren oder sonstige Klangeffekte ändern.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:. 1. Einrichtung zur Änderung der Schallabstrahlung in Geräten mit elektroakustischer Tonwiedergabe, insbesondere Rundfunk- oder Fernsehempfängern, Phonogeräten und Kombinationen vorgenannter Geräte, mit im wesentlichen zur Frontseite hin abstrahlenden, im Abstand voneinander im Gerät oder außerhalb desselben angebrachten Lautsprechern mit Mitteln zum Umpolen der Lautsprecher, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Anordnung aus einer oder mehreren aus einem Breitbandlautsprecher und aus einem Mittel- und Hochtonlautsprecher bestehenden Tonwiedergabegruppe oder -gruppen vorzugsweise der Mittel- und Hochtonlautsprecher vollständig umpolbar geschaltet und im Abstand von etwa 30 bis 35 cm von Mitte zu Mitte gemessen vom anderen Lautsprecher seiner Gruppe bzw. dem einer benachbarten Gruppe entfernt angeordnet ist.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lautsprecher einer Tonwiedergabegruppe in Parallel- oder Serien-schaltung an den Ausgangsübertrager über einen vor dem umzupolenden Lautsprecher angeordneten, an sich bekannten Umschalter (20) angeschlossen sind.3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusammenstellen von zwei oder mehreren Lautsprechergruppen die Anordnung der Lautsprecher so getroffen ist, daß jeweils der oder die umpolbaren Lautsprecher der einen Gruppe dem oder den nicht umpolbaren Lautsprechern der anderen Gruppe benachbart liegend angeordnet sind, und zwar im gleichen Abstand, mit dem die Lautsprecher jeder Gruppe voneinander entfernt liegen.4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Anordnung von zwei oder mehr Lautsprechergruppen die umpolbaren, bevorzugt mittlere und hohe Tonfrequenzen abstrahlenden Lautsprecher benachbart liegend und in gleichem Abstand angeordnet sind wie die Laut-Sprecher einer Gruppe untereinander.5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel vorgesehen sind,mit deren Hilfe beim Umschalten auf gegenphasigen Betrieb gleichzeitig die Lautstärke aller oder bevorzugt nur der in Gegenphase laufenden Tonfrequenzen in an sich bekannter Weise änderbar ist.6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lautsprecherumpolung ein Drucktastenschalter (21) an sich bekannter Bauart vorgesehen ist, der für sich allein an beliebiger Stelle oder in einer Reihe mit in bekannter Weise registerartig aufgebauten Drucktastenschaltern (22) angeordnet ist und dessen Drucktaste sich in Form, Größe oder Farbe, gegebenenfalls auch durch eine Beleuchtung, von den übrigen Registertasten unterscheidet.7. Einrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die gleichen oder weitere Kontakte neben der Lautstärke beim Umpolen auch Klangfarben, Klangspektren oder sonstige Klangeffekte mit änderbar sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
»Funk-Technik«, 1957, Nr. 14, S. 464/465.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen909 709/327 1.60
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1073036B true DE1073036B (de) | 1960-01-14 |
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ID=597384
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1073036D Pending DE1073036B (de) | Einrichtung zur Änderung der Schall abstrahlung in Geraten mit elektroaku stischer Tonwiedergabe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1073036B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3093702A (en) * | 1960-09-23 | 1963-06-11 | Hammond Organ Co | Multiple zone stereophonic effect for electric organs |
| DE2902819C2 (de) * | 1979-01-25 | 1988-09-08 | Gorenje Vertriebs-Gmbh, 8000 Muenchen | Lautsprecheranordnung und Schaltung zur Raumklangerzeugung |
| EP2081402A3 (de) * | 1999-07-22 | 2010-07-14 | Alan Brock Adamson | Axial ausbreitende Mittel- und Hochfrequenzlautsprechersysteme |
-
0
- DE DENDAT1073036D patent/DE1073036B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3093702A (en) * | 1960-09-23 | 1963-06-11 | Hammond Organ Co | Multiple zone stereophonic effect for electric organs |
| DE2902819C2 (de) * | 1979-01-25 | 1988-09-08 | Gorenje Vertriebs-Gmbh, 8000 Muenchen | Lautsprecheranordnung und Schaltung zur Raumklangerzeugung |
| EP2081402A3 (de) * | 1999-07-22 | 2010-07-14 | Alan Brock Adamson | Axial ausbreitende Mittel- und Hochfrequenzlautsprechersysteme |
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