DE1072711B - Uberstnojnjausschalter, der durch einen Schnappvorgang ein- und ausgeschaltet wird - Google Patents
Uberstnojnjausschalter, der durch einen Schnappvorgang ein- und ausgeschaltet wirdInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Überstromausschalter, der durch einen Schnapp Vorgang· ein- und
ausgeschaltet wird und mit einem federvorgespannten Hebelsystem zum Öffnen und Schließen der Kontakte
ausgestattet ist.
Eine bekannte Schnellschaltvorrichtung der bezeichneten Art weist eine Schnapphebeleinrichtung
auf, die aus zwei schwenkbar miteinander verbundenen Hebeln besteht, auf die eine Federkraft einwirkt.
Das eine Ende dieser Schnapphebeleinrichtung ist mit dem beweglichen Kontaktglied und ihr anderes
Ende mit einem Stützglied verbunden, das auslösbar in seiner normalen Lage verriegelt ist. Solange das
Führungsglied in dieser Lage verriegelt ist, kann der Schnapphebel bei entsprechender Stellung des Betätigungshandgriffes
auf das bewegliche Kontaktglied eine schließende Kraft übertragen; wenn jedoch das
Stützglied beispielsweise für eine automatische Überstromauslösung entriegelt wird, springt es aus der
normalen Lage heraus, wodurch die eine Schließkraft übertragende Wirkung des Schnapphebels aufgehoben
wird. Die Schnappfeder kommt zur Wirkung und bewegt das bewegliche Kontaktglied in seine offene
Stellung. Um den Schalter nach einem solchen Öffnen abermals zu schließen, muß zunächst das Stützglied
erneut in seine verriegelte Stellung zurückgeführt werden, was durch ein Verlagern des Betätigungshandgriffes aus seiner Mittelstellung, die er bei einer
Selbstauslösung einnimmt, in seine offene Stellung geschieht. Erst dadurch wird der Kniehebel von
neuem in die Lage versetzt, eine Schließkraft zu übertragen. Dies bedeutet, daß der Schalter nach einer
Selbstauslösung nicht unmittelbar geschlossen werden kann und folglich nicht sofort wieder betriebsbereit
ist. Außerdem besteht bei dem bekannten Schalter durch die Verwendung eines einzigen Handgriffs zum
Öffnen und zum Schließen die Gefahr, daß er ungewollt oder fahrlässig geöffnet wird.
Das Ziel der Erfindung liegt in der Schaffung eines Schalters, der die genannten Nachteile der bisherigen
Schalter vermeidet und nach einer Selbstauslösung sofort wieder geschlossen werden kann, wobei er ein
schnelles und sicheres Ein- und Ausschalten mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit gestattet, und der
einmal eingeleitete Schaltvorgang von außen unbeeinflußbar abläuft.
Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch zwei jeweils zwischen zwei Endstellungen bewegliche
Schnapphebeleinrichtungen, von denen die erste mit dem Schaltglied verbunden ist, eine die beiden
Schnapphebeleinrichtungen verbindende Feder, ein Verriegelungsglied zum Verriegeln der ersten Schnapphebeleinrichtung
und zum Halten beider Schnapphebeleinrichtungen in ihrer ersten Stellung entgegen
Überstromaüsschalter,
der durch einen Schnappvorgang
ein- oder ausgeschaltet wird
Anmelder:
General Electric Comp.,
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Prinz
und Dr. rer. nat. G. Hauser, Patentanwälte,
München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 18. Oktober 1956
V. St. v. Amerika vom 18. Oktober 1956
William Walker Turner, Drexel HUl, Pa. (V. St. A,),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
der Kraft der gespannten Feder, wobei die Freigabe des Verriegelungsgliedes durch die Auslöseeinrichtung
der Feder gestattet, die " erste und die zweite Schnapphebeleinrichtung nacheinander in ihre zweite
Stellung zu bewegen und dabei das Schaltglied zu öffnen, eine Führung an der zweiten Schnapphebeleinrichtung,
die bewirkt, daß bei der Bewegung der zweiten Schnapphebeleinrichtung in ihre zweite Endstellung
das Verriegelungsglied die erste Schnapphebeleinrichtung verriegelt, und eine von den beiden
Schnapphebeleinrichtungen unabhängige Einrichtung zum Rückführen der zweiten Schnapphebeleinrichtung
in ihre erste Stellung, bei der die Feder die verriegelte erste Schnapphebeleinrichtung in ihre erste Stellung
zurückführt, um das Schaltglied zu schließen.
Ausgehend von der geschlossenen Stellung des erfindungsgemäßen
Schalters bewirkt ein Auslösen des Verriegelungsgliedes die Freigabe des einen Endes
der ersten Schnapphebeleinrichtung, die dann unter der Wirkung der Schnapphebelfeder aus ihrer einen
Extremstellung in die andere umschnappt und dabei die Kontakte öffnet. Durch die mit dem Umschnappen
verbundene Verlagerung des Schwenkpunktes zwischen den die erste Schnapphebeleinrichtung bildenden
Hebeln! an dem auch das eine Ende der Schnapphebelfeder
befestigt ist, wird ein Umschnappen der zweiten Schnapphebeleinrichtung bewirkt, da die
Feder mit ihrem anderen Ende an dieser befestigt ist und die Wirkachse der Feder beim Umschnappen der
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ersten Schnapphebeleinrichtung den Schwenkpunkt
der zweiten Schnapphebeleinrichtung überstreicht. Dieses Umschnappen der zweiten Schnapphebeleinrichtung
führt zu einem erneuten Verriegeln des zu Anfang der Auslösebewegung freigegebenen Endes
der ersten Schnapphebeleinrichtung. Gleichzeitig wird auch das mit dem Kniehebel verbundene Ende
der Zugfeder auf einer Bahn verschoben, die mit jener Bahn allmählich konvergiert, auf der sich das andere
Ende der Feder bewegt. Diese Konvergenz dauert an, bis das Umschnappen der zweiten Schnapphebeleinrichtung
abgeschlossen ist. Die Zugfeder ist daher in der Lage, sich allmählich zu verkürzen und dadurch
die Energie für das Umschnappen der zweiten Schnapphebeleinrichtung zu liefern. Wenn man nun
die zweite Schnapphebeleinrichtung in ihre Ausgangsstellung zurückführt, nimmt dadurch die erste
Schnapphebeleinrichtung ebenfalls wieder ihre Ausgangsstellung ein, und die Kontakte werden geschlossen.
Der erfindungsgemäße Schalter befindet sich somit nach dem durch das Auslösen der Verriegelungseinrichtung
hervorgerufenen, nacheinander stattfindenden Schnappvorgang jeder der beiden Schnapphebeleinrichtungen
in einer Lage, in der er durch die Rückführung der zweiten Schnapphebeleinrichtung in ihre
Ausgangsstellung sofort wieder geschlossen werden kann. Dies ist für eine schnelle Betätigung des Schalters
ausschlaggebend. Die erfindungsgemäße Konstruktion gestattet auch die Verwendung getrennter,
voneinander unabhängiger Vorrichtungen zum handbetätigten Öffnen und Schließen des Schalters, wobei
der Schalthebel so ausgebildet werden kann, daß er nur ein Schließen des Schalters gestattet, so daß es
unmöglich ist, den Schalter ungewollt oder fahrlässig zu öffnen.
Eine beispielsweise Ausführung der Erfindung zeigt die Zeichnung. Darin ist
Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, zur Darstellung eines Üherstromschalters nach der Erfindung
bei geschlossener Stellung der Betätigungseinrichtung für den Überstromschalter,
Fig. la ein Schnitt entlang der Linie Ia-Iα der
Fig. 1,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, jedoch mit den Teilen der Einrichtung in einer Stellung, durch
welche dieselbe kurz nach dem Kippen gegen die geöffnete Stellung zu hindurchgehen,
Fig. 3 eine Darstellung der Einrichtung in vollständig geöffneter Stellung zu dem Zeitpunkt, in dem
die Rückführung der Einrichtung in die schaltbereite Stellung soeben eingeleitet wurde,
Fig. 4 eine Darstellung der Einrichtung in der vollständig geöffneten Stellung zu einem Zeitpunkt, in
dem die Rückführung der Einrichtung in die schaltbereite Stellung beendet ist, und
Fig. 5 ein Schnitt entlang der Linie 5-5 nach Fig. 4.
Der in Fig. 1 dargestellte Überstromschalter ist mit einem beweglichen Kontaktstück 12 ausgestattet,
das um einen in zweckmäßiger Weise an einer Grundplatte 14 angebrachten ortsfesten Schwenkzapfen 13
schwenkbar gelagert ist. Mit dem beweglichen Kontaktstück 12 wirkt ein im allgemeinen ortsfestes Kontaktstück
15 zusammen, das an einem ortsfesten Schwenkzapfen 16, der in zweckmäßiger Weise an der
Grundplatte 14 angebracht ist, um einen geringen Winkel schwenkbar ist. Eine Druckfeder 17 drückt
das ortsfeste Kontaktstück 15 in Kontaktberührung mit dem beweglichen Kontaktstück 12 und sichert die
Schleifwirkung zwischen den beiden Kontaktstücken in bekannter Weise. Der Stromkreis durch den Schalter
führt von einer Klemme 18 durch die zusammenwirkenden Kontaktstücke 15 und 12 zu einer entgegengesetzten
Klemme 19.
Mit dem beweglichen Kontaktstück 12 ist eine Schnapphebeleinrichtung 20 gekoppelt, der aus zwei
Kniehebelgliedern 21 und 22 besteht, die an einem Gelenk 23 schwenkbar miteinander verbunden sind.
Die Schnapphebeleinrichtung 20 ist an einem ihrer Enden mittels eines Schwenkzapfens 24, der sich zwisehen
dem Kniehebelgelenk 21 und dem beweglichen Kontaktglied befindet, mit dem beweglichen Kontaktstück
12 schwenkbar verbunden. Das andere Kniehebelglied 22 trägt einen Führungszapfen 26, der in
einem Führungsschlitz 28 im ortsfesten Rahmenglied 29 gleiten kann. Im geschlossenen Zustand des Schalters
nach Fig. 1 ist der Führungszapfen 26 am unteren Ende des Schlitzes 28 mittels einer zweckmäßigen
Verriegelungseinrichtung 30 in auslösbarer Weise festgehalten.
Jedes der Kniehebelglieder besteht aus zwei im Abstand
voneinander angeordneten Teilen, zwischen denen sich die einzelnen Schwenkzapfen in seitlicher
Richtung erstrecken. Zum Beispiel zeigt Fig. 1 a den Führungszapfen 26, der sich in der Querrichtung zwisehen
den im Abstand voneinander angeordneten Teilen des Kniehebelgliedes 22 erstreckt. Aus der
gleichen Figur ist ersichtlich, daß das Rahmenglied 29 ein in zweckmäßiger Weise am Rahmen werk 31
befestigtes U-förmiges Glied ist, wobei das Rahmenwerk 31 seinerseits an der Grundplatte 14 befestigt ist.
Die Verriegelungseinrichtung 30 besteht aus einem Riegel 32, der bei 33 schwenkbar am Rahmenwerk 31
montiert ist und von einer kleinen Rückführfeder 34
gegen den Uhrzeigersinn gedrängt wird. Das obere Ende des Riegels 32 ist mit einer Kerbe zur Aufnahme
des Führungsstiftes 26 ausgestattet und hält diesen am unteren Ende des Schlitzes 28, solange der Riegel 32
in der in Fig. 1 gezeigten Stellung gehalten wird. Um den Riegel 32 auslösbar in der Stellung nach Fig. 1
zu halten, ist ein Sperriegel 36 vorgesehen, der bei 37 schwenkbar montiert ist. Der Sperriegel 36 wird
mittels einer Feder 38, die bestrebt ist, ihn entgegen dem Uhrzeigersinn an den Anschlag 39 zu drängen,
in die Verriegelungsstellung nach Fig. 1 gedrückt.
Der Sperriegel 36 kann entweder von Hand oder in bekannter Weise elektrisch betätigt werden, um den
Schalter auszulösen. Ein Ausschalten von Hand wird ermöglicht durch eine im Rahmenwerk 31 verschiebbar
angebrachte Auslösestange 40, an derem äußerem Ende ein Druckknopf 42 befestigt ist. Die Auslösestange
40 wird mittels einer Druckfeder 41 in die normale Stellung nach Fig. 1 gedrückt. Wenn der Druckknopf
42 gedrückt wird, stößt das rechte Ende der Auslösestange gegen den Sperriegel 36, bewegt diesen
im Uhrzeigersinn und bewirkt ein Entriegeln oder Auslösen des Schalters. Zum elektrischen Auslösen
des Schalters wird ein Auslöser 43 verwendet, der den Sperriegel aus seiner verriegelten Stellung nach Fig. 1
nach rechts verschiebt.
Die Schnapphebeleinrichtung 20 wird mittels einer Schnapphebelzugfeder 50 in ihrer gestreckten Stellung
nach Fig. 1 gehalten. Das eine Ende der Zugfeder 50 ist mit dem Gelenk 23 der Schnapphebeleinrichtung
und ihr anderes Ende mittels des Zapfens 51 mit einem Betätigungsglied 52 verbunden, das um
einen ortsfesten Zapfen 53 schwenkbar gelagert ist. In der in Fig. 1 dargestellten Stellung bewirkt die
Zugfeder 50, daß das Kniehebelglied 22 am Anschlag 55 anliegt, der vom Betätigungsglied 52 getragen ist,
so daß die Schnapphebeleinrichtung 20 in gestreckter
Stellung gehalten ist. Die Zugfeder 50 bewirkt in der Stellung nach Fig. 1 ferner, daß das Betätigungsglied
52 im Uhrzeigersinn um seinen Schwenkpunkt 53 in die Anlagestellung an der oberen Wand des U-förmigen
Rahmengliedes 29 gedrängt wird. Auf diese Weise wirkt die Zugfeder 50 mit dem Rahmenglied 29 zusammen
und hält das Betätigungsglied 52 in der Stellung nach Fig. 1.
Eine Bewegung des Sperriegels 36 aus seiner Stellung unterhalb des Riegels 32 hat zur Folge, daß
dieser nunmehr eine Drehbewegung um seinen eigenen Schwenkpunkt 33 im Uhrzeigersinn ausführen kann
und somit den Führungsstift 26 zur Bewegung in seinem Führungsschlitz 28 freigibt. Wenn der Führungszapfen
26 freigegeben ist, kommt die vorgespannte Zugfeder 50, unterstützt von der Kontaktfeder
17 und von magnetischen Kräften, die bestrebt sind, die Kontaktstücke 12 und 15 zu trennen, zur Wirkung
und treibt den Führungsstift 26 entlang des Schlitzes 28 aufwärts. Die kleine Rückführfeder 34 am Riegel ao
32 setzt dieser Aufwärtsbewegung des Führungsstiftes 26 nur einen vernachlässigbaren Widerstand entgegen.
Diese Aufwärtsbewegung des Führungsstiftes 26 hat zur Folge, daß das Kniehebelglied 22 um den Anschlag
55 im Uhrzeigersinn gedreht wird und somit die Kniehebelglieder 22 und 21 aus ihrer aufeinander ausgerichteten
Stellung bewegt werden, so daß die Schnapphebeleinrichtung 20 geknickt wird. Dadurch kann die
Zugfeder die Trennung der Kontaktstücke einleiten.
Wenn dieser Vorgang bis zu dem in Fig. 2 dargestellten Stadium fortgeschritten ist, hat der Führungsstift 26 die Wirkachse der spannungsfrei werdenden
Zugfeder 50 überschritten und ist am oberen Ende des
Führungsschlitzes 28 zum Stillstand gekommen. Die Zugfeder 50, die sich fortschreitend entspannt, bewirkt
dann ein Schwenken des Kniehebelgliedes 22 im Uhrzeigersinn um die Achse des Führungsstiftes 26 auf
die in Fig. 3 dargestellte Stellung hin. Hierdurch wird das bewegliche Kontaktstück 12 weiter geöffnet, bis
es schließlich, zum Anschlag am Anschlagglied 57 kommend, seine vollständig geöffnete Stellung erreicht.
In dem Maße, in dem das Kniehebelglied 22 sich in die Stellung nach Fig. 3 bewegt, wird die Wirkachse
der Zugfeder 50 von einer Seite des Schwenkzapfens 53 für das Betätigungsglied 52 nach der anderen Seite
desselben verschoben. Wenn dies eintritt, beginnt die Zugfeder das Betätigungsglied 52 um seinen Schwenkpunkt
53 und durch die in Fig. 3 gezeigte Stellung zu schwenken. Diese Bewegung des Betätigungsgliedes
gegen den Uhrzeigersinn schreitet fort, bis das Betätigungsglied
die endgültige oder wieder schaltbereite Stellung nach Fig. 4 erreicht hat.
Beim Durchwandern der Stellung nach Fig. 3 gegen die Stellung nach Fig. 4 zu erfaßt das Betätigungsglied 52 den Führungsstift 26 und treibt ihn in dem
Schlitz 28 nach unten. Wenn der Führungsstift das untere Ende des Schlitzes 28 erreicht, steht er wieder
mit dem ausgekerbten Teil des Riegels 32 in Deckung und gestattet dem Riegel, unter der Wirkung seiner
kleinen Rückstellfeder 34 seine Verriegelungsstellung wieder einzunehmen. Wenn dies geschieht, fällt der
Sperriegel 36 hinter den Riegel 32 und hält diesen sowie den Führungsstift in deren verriegelter Stellung
nach Fig. 4. Die Einrichtung ist dann wieder schaltbereit eingestellt.
Die oben beschriebene Antriebswirkung zwischen dem Betätigungsglied 52 und dem Führungsstift 26
erfolgt über eine Nockenfläche 60, die an der unteren Seite des Betätigungsgliedes 52 vorgesehen ist. Diese
Nockenfläche 60 und der Führungsschlitz 28 sind so geformt, daß bei der zwangläufigen Abwärtsbewegung
des Führungsstiftes 26 durch die Nockenfläche 60 das Kniehebelgelenk 23 auf einer Bahn verschoben wird, die
mit der Bahn, entlang der sich der Zapfen 51 des Betätigungsgliedes 52 bewegt, allmählich zusammenläuft.
Mit anderen Worten: In dem Maße, in dem das Betätigungsglied 52 über die Stellung nach Fig. 3 in die
Stellung nach Fig. 4 wandert, nimmt der Abstand zwischen dem Zapfen 51 und dem Kniehebelgelenk 23
ab. Dies ist insofern wichtig, als die beiden Enden der Zugfeder 50 mit diesen beiden Zapfen 51 und 23
verbunden sind. Da der Abstand zwischen den beiden Enden der Zugfeder 50 fortschreitend abnimmt, entspannt
sich die Feder während der ganzen Rückführbewegung des Betätigungsgliedes 52, und es ist daher
die Feder 50 allein fähig, das äußere Ende der Schnapphebeleinrichtung 20 in ihre verriegelte Stellung
nach Fig. 4 zurückzuführen. Es sind also zur Einleitung dieses Vorganges keine zusätzlichen Rückführfedern
notwendig, wie dies bisher der Fall war.
Wenn der Mechanismus in die Stellung nach Fig. 4 zurückgeführt ist, ist die Schnapphebeleinrichtung 20
fähig, auf das bewegliche Kontaktstück 12 eine Schließkraft zu übertragen, da das äußere Ende 26
der Schnapphebeleinrichtung in einer ortsfesten Stellung verriegelt ist. Das Schließen des Stromkreises
wird lediglich durch ein Schwenken des Betätigungsgliedes 52 im Uhrzeigersinn um seinen Schwenkpunkt
53 aus der Stellung nach Fig. 4 in die Stellung nach Fig. 1 bewirkt. Dadurch wird der Zapfen 51 aufwärts
bewegt und die Wirkachse der Feder 50 bis zum Führungsstift 26 und dann nach oberhalb desselben verschoben.
Während sich die Wirkachse der Feder 50 zum Führungsstift 26 aufwärts bewegt, wird die Feder
50 gespannt. Wenn jedoch die Wirkachse der Feder sich oberhalb des Führungsstiftes 26 befindet, ist die
Feder frei und kann sich schnell entspannen. Beim Entspannen hebt die Feder das Gelenk 23 der Schnapphebeleinrichtung
20 schnell an, streckt sie und zwingt das bewegliche Kontaktglied 12 dazu, sich schnell in
die Einschaltstellung nach Fig. 1 zu bewegen. In dem Maße, in dem das Kniegelenk von der Feder 50 angehoben
wird, verschiebt es die Wirkachse der Feder 50 nach oberhalb des Schwenkpunktes 53 des Betätigungsgliedes 52. Wenn dies eintritt, vollendet die Feder 50
die Aufwärtsbewegung des Betätigungsgliedes 52 und hält dieses anschließend in Anschlagstellung an der
oberen Wand des Rahmengliedes 29, wie Fig. 1 zeigt. Zum Anheben des Betätigungsgliedes 52 zwecks
Herbeiführens des beschriebenen Einschaltvorganges ist eine Handgriffeinrichtung 65 vorgesehen, die mit
einem erweiterten Teil des Zapfens 51 am Betätigungsglied 52 zusammenwirkt. Wie Fig. 1 zeigt, besteht die
Handgriffeinrichtung 65 aus einer Welle 66, die in einer ortsfesten Frontplatte 67 gelagert ist. Am äußeren
Ende der Welle 66 ist ein Handgriff 68 verankert, durch den eine beschränkte Schwenkung der Welle 66
herbeigeführt werden kann. Am inneren Ende der Welle 66 ist eine Kurbel 70 verankert, die an ihrem
äußeren Ende einen axial ausragenden Kurbelzapfen 71 mit einer losen Wälzrolle 72 trägt.
In der schaltbereiten Stellung nach Fig. 4 und 5 befindet sich der Zapfen 51 des Betätigungsgliedes unmittelbar
oberhalb der Kurbelrolle72. Wird der Handgriff 68 in Richtung des Pfeiles C in Fig. 5 betätigt, so
wird die Welle 66 in Drehung versetzt und mittels der Kurbelteile 70 und 71 die Rolle 72 angehoben. Die
Rolle 72 kommt ihrerseits mit dem Zapfen 51 zum Anschlag, hebt das Betätigungsglied 52 an und bewirkt
das Schließen des Schalters in der oben beschriebenen
Weise. Da die Zugfeder 50 das Betätigungsglied in der Stellung nach Fig. 1 hält, kann die Handgriffeinrichtung
65 in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt werden, ohne daß das Betätigungsglied oder
ein anderer Teil des Schaltermechanismus in Mitleidenschaft gezogen wird. Fig. 1 zeigt die Handgriffeinrichtung
nach der Rückführbewegung. Da die Handgriff einrichtung 65 unabhängig von dem Betätigungsglied
52 in ihre Normalstellung zurückgeführt werden kann, kann die Handgriffeinrichtung das Betätigungsglied
nicht senken.
Durch die Anordnung des Betätigungsgliedes 52 und der Handgriffeinrichtung 65 als trennbare Bauteile,
die miteinander durch einen nur in der einen Antriebsrichtung wirksamen Antrieb verbunden sind,
der den Handgriff nur für die Mitnahme des Betätigungsgliedes 52 in der Einschaltrichtung des Schalters
geeignet macht, werden unerwünschte Unregelmäßigkeiten in der Ausschaltgeschwindigkeit beseitigt,
die bei bisherigen Schaltern unvermeidbar waren. De Rückführung der Handgriffeinrichtung in
ihre NOrmalstellung nach Fig. 1 zieht das Betätigungsglied 52 nicht in Mitleidenschaft, da dieses durch die
Zugfeder 50 in seiner oberen Stellung gehalten bleibt. Ein Gehäuse 75 umschließt die Einrichtung und macht
das Betätigungsglied 52 für die Betätigung von außen
durch andere Mittel als die Handgriffeinrichtung 65 unzugänglich. Das Betätigungsglied 52 kann also aus
seiner Stellung nach Fig. 1 in die nach Fig. 4 nur durch ein Auslösen des Schalters in der bereits beschriebenen
Weise übergeführt werden. Der Schalter kann also nur durch Ausklinken des Führungsstiftes
26 geöffnet werden. Dieses Ausklinken oder Auslösen wird von außerhalb der Frontplatte 67 in der beschriebenen
Weise durch Betätigung des Druckknopfes 42 herbeigeführt.
Es ist ersichtlich, daß der offenbarte Schaltermechanismus fähig ist, in die offene Stellung auch dann zu
gelangen, wenn der handbetätigte Kurbelzapfen 71, 72
sich in der obersten Stellung befindet, da der Mechanismus bei entriegeltem Führungsstift 26 sich aus der
Stellung nach Fig. 1 in die offene Stellung nach Fig. 3 frei bewegen kann, auch wenn die Rolle 72 eine Abwärtsbewegung
des Betätigungsgliedes an der Stellung nach Fig. 3 vorbei blockieren könnte. Auf diese
Weise ist der Mechanismus gegen unerwünschte mechanische Auslösung gesichert.
Claims (1)
- Patentansprüche:I. Überstromausschalter, der durch einen Schnappvorgang ein- und ausgeschaltet wird und mit einem federvorgespannten Hebelsystem zum Öffnen und Schließen der Kontakte ausgestattet ist, gekennzeichnet durch zwei jeweils zwischen zwei Endstellungen bewegliche Schnapphebeleinrichtungen (20, 20; 52), von denen die erste (20) mit dem Schaltglied (12) verbunden ist, eine die beiden Schnapphebeleinrichtungen verbindende Feder (50), ein Verriegelungsglied (32) zum Verriegeln der ersten Schnapphebeleinrichtung (20) und zum Halten beider Schnapphebeleinrichtungen in ihrer ersten Stellung entgegen der Kraft der gespannten Feder (50), wobei die Freigabe des Verriegelungsgliedes (32) durch die Auslöseeinrichtung (36) der Feder (50) gestattet, die erste und die zweite Schnapphebeleinrichtung nacheinander in ihre zweite Stellung zu bewegen und dabei das Schaltglied (12) zu öffnen, eine Führung (60) an der zweiten Schnapphebeleinrichtung (20., 52), die bewirkt, daß bei der Bewegung der zweiten Schnapphebeleinrichtung in ihre zweiteίο Endstellung- das Verriegelungsglied (32) die erste Schnapphebeleinrichtung (20) verriegelt, und eine von den beiden Schnapphebeleinrichtungen unabhängige Einrichtung (65) zum Rückführen der zweiten Schnapphebeleinrichtung (20, 52) in ihre erste Stellung, bei der die Feder (50) die verriegelte erste Schnapphebeleinrichtung (20) in ihre erste Stellung zurückführt, um das Schaltglied (12) zu schließen.
2. Überstromausschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schnapphebeleinrichtung (20) zwei Glieder (21,22) umfaßt, die miteinander gelenkig verbunden sind, von denen das äußere Ende des einen Gliedes (21) mit dem Schaltglied (12) verbunden ist, das äußere Ende des anderen Gliedes (22) mit einem mit dem Verriegelungsglied (32) zusammenwirkenden Stift (26) ausgestattet ist und das eine Ende der Feder (50) an dem die beiden Glieder (21, 22) verbindenden Gelenk (23) angreift.3. Überstromausschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem zweiten Glied (22) der ersten Schnapphebeleinrichtung (20) vorgesehene Stift (26) in einer Führung (28) beweglich ist, deren Enden zu Anschlägen zum Begrenzen der Bewegungsbahn des Gliedes ausgebildet sind.4. Überstromausschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schnapphebeleinrichtung (20, 52) mit einem drehbeweglich angebrachten Winkelhebelglied (52) ausgestattet ist, mit dessen freiem Ende das andere Ende der Feder (50) verbunden ist.5. Überstromausschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Winkelhebelglied (52) eine Nockenfläche (60) vorgesehen ist, an der der Führungsstift (26) während der Bewegung des Winkelhebelgliedes (52) in seine zweite Stellung anliegt, um eine Verriegelung durch das \7"erriegelungsglied (32) zu gestatten.6. Überstromausschalter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die unabhängige Einrichtung (65) zum Rückführen der zweiten Schnapphebeleinrichtung (20, 52) einen drehbaren Handgriff (68) zum Drehen eines Kurbelarmes(70) enthält, der das Winkelhebelglied (52) in eine Stellung bringt, in der die vorgespannte Feder (50) die erste und zweite Schnapphebeleinrichtung in ihre Ausgangsstellungen führt, um das Schaltglied zu schließen.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift K 22575 VIIIb/21 c (bekanntgemacht am 26. 4. 1956).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE1072711B true DE1072711B (de) | 1960-01-07 |
Family
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| DENDAT1072711D Pending DE1072711B (de) | 1956-10-18 | Uberstnojnjausschalter, der durch einen Schnappvorgang ein- und ausgeschaltet wird |
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| FR (1) | FR1184814A (de) |
| GB (1) | GB819697A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129223B (de) * | 1961-02-09 | 1962-05-10 | Continental Elektro Ind Ag | Schaltschloss fuer elektrische Schalter, insbesondere Leitungsschutzschalter |
| DE1168538B (de) | 1959-06-25 | 1964-04-23 | Westinghouse Electric Corp | Schliessfederantrieb fuer elektrische Schalter |
| DE1254219B (de) * | 1964-02-06 | 1967-11-16 | Continental Elektro Ind Ag | Schnappschaltwerk fuer elektrische Schalter |
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