DE1072659B - Mischschaltungsanordnung - Google Patents
MischschaltungsanordnungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mischschaltungsanordnung, bei der zwischen Anode und
Gitter einer selbstschwingenden Mischröhre ein auf die Oszillatorfrequenz abgestimmter Schwingungskreis angeordnet ist, der aus einer Spule und zwei 5
vorzugsweise kapazitiven, parallel liegenden Spannungsteilern besteht. Die Eingangsschwingungen werden
zwischen zwei gegeneinander abgeglichenen Anzapfungspunkten beider Spannungsteiler zugeführt.
Die Elektroden der schwingenden Mischröhre sind mit Punkten des zweiten Spannungsteilers verbunden.
Durch Abgleich der vorzugsweise aus Kondensatoren bestehenden Teilerimpedanzen kann in einfacher
Weise erreicht werden, daß die Oszillatorschwingungen von den Einspeisungspunkten der Hochfrequenz-Signalschwingungen
ferngehalten werden.
Eingehende Untersuchungen haben jedoch gezeigt, daß trotzdem eine Rückwirkung für die Hochf requenz-Signalschwingungen
eintritt. Diese werden nämlich in der Mischröhre mit verstärkt und treten dann in der
Brückenschaltung auf. Bekannte Anordnungen dieser Art sind für diese wieder eingespeisten Hochfreqenzschwingungen
nicht abgeglichen, so daß sie auf den Eingangskreis zurückwirken können und dort je nach
Phasenlage entweder eine Dämpfung oder eine Entdämpfung oder eine Beeinträchtigung der Resonanzkurve
hervorrufen können.
Bei einer Mischschaltungsanordnung, bei der zwischen Anode und Gitter einer selbstschwingenden
Mischröhre ein auf die Oszillatbrfrequenz abgestimmter Schwingungskreis angeordnet ist, bestehend aus
einer Spule, der ein erster und ein zweiter vorzugsweise kapazitiver Spannungsteiler parallel liegt, wobei
der zweite Spannungsteiler aus der Reihenschaltung einer ersten, zweiten, dritten und vierten Impedanz
besteht und die Eingangsschwingungen zwischen den gegeneinander abgeglichenen Anzapfpunkten beider
Spannungsteiler zugeführt werden, während die Anode der Röhre an den Verbindungspunkt der ersten
und der zweiten Impedanz und weitere Elektroden der Röhre an andere Punkte des' zweiten "Spannungsteilers
angeschlossen sind, werden die obenerwähnten Nachteile vermieden, und eine Rückwirkung der in
der Röhre verstärkten Hochfrequenzschwingungen auf den Eingangskreis wird unterbunden, wenn gemäß
der Erfindung die Kathode der Röhre R an den Verbindungspunkt der dritten Impedanz Z3 und der
vierten Impedanz Z4 und das Gitter an den äußeren Anschluß der vierten Impedanz Z4 des aus vier Impedanzen
Z1, Z2, Z3 und Z4 bestehenden zweiten Spannungsteilers
angeschlossen ist und wenn die Signalschwingungen zwischen dem Verbindungspunkt der
zweiten Impedanz und der dritten Impedanz einerseits und dem Anzapfpunkt des aus einer fünften Impe-Mischschaltungsanordxiung
Anmelder:
Philips Patentverwaltung G.m.b.H.,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Wilfried Aschermann, Hamburg-Harburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
danz Z5 und einer sechsten Impedanz Z6 bestehenden
ersten Spannungsteilers andererseits zugeführt werden und wenn wenigstens annähernd
ist {v = Brückenverhältnis).
Die Impedanzen werden vorzugsweise durch Kon-' densatoren gebildet, deren Impedanzwert bekanntlich
gleich dem Kehrwert des Produktes ω C aus der Kapazität
C und der Kreisfrequenz ω ist.
In dieser Weise wird eine sogenannte doppelte Brückenschaltung gebildet, die sowohl für die Eingangsschwingungen
gegenüber dem Oszillatorkreis wie auch gegenüber den in der Mischröhre verstärkten
und der Anordnung wieder zugeführten Hochfrequenzschwingungen
abgeglichen ist, so daß der Eingangskreis völlig unbeeinflußt gehalten werden kann.
Es ist eine selbstschwingende Mischschaltungsanordnung mit kapazitiver Rückkopplung bekannt, bei
der die Verstärkerröhre angeschlossen ist an Anzapfungen eines aus vier Kondensatoren bestehenden
Spannungsteilers, dem der einerseits geerdete Oszillatorschwingungskreis parallel liegt. Hierbei wird:
durch kleine Teilkapazitäten zwischen den Röhrenelektroden und dem Schwingungskreis erreicht, daß
sich Änderungen der Röhrenkapazität weniger auf die Abstimmung des Oszillatorkreises auswirken
können; eine Brückenschaltung wird dabei nicht gebildet.
Auch ist eine selbstschwingende UKW-Mischstufe bekannt, bei der dem Oszillatorschwingungskreis ein
aus der Reihenschaltung von vier Kondensatoren bestehender Spannungsteiler parallel liegt, wobei die
Anode und das Gitter zwischen dem ersten und dem zweiten bzw. dem dritten und dem vierten Kondensator
angeschlossen sind und die Eingangsschwingungen zwischen dem zweiten und dem dritten Kondensator
und Erde zugeführt werden. Dabei liegt keine
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Brückenschaltung vor, insbesondere dienen die außen am Oszillatorschwingkreis "liegenden Kondensatoren
lediglich zur Gleichstromtrennung.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Ein Oszillatorschwingungskreis wird gebildet durch eine Induktivität L, die zum Zwecke der Abstimmung
der Oszillatorfrequenz ω veränderbar ist. Ihr liegt ein erster Spannungsteiler aus den Kondensatoren C5
und C6 parallel. Die Eingangsschwingungen werden von einem gegebenenfalls abstimmbaren Resonanzkreis
B der Mischschaltungsanordnung zwischen den Verbindungspunkten der Kondensatoren C5 und C6
bzw. C2 und C3 zugeführt.
Der SpuleL liegt außerdem ein zweiter Spannungsteiler
aus der Reihenschaltung von vier Kondensatoren C1, C2, C3 und C4 parallel. An den Verbindungspunkt
der Kondensatoren C1 und C2 ist die
Anode einer Verstärkerröhre R angeschlossen, deren Kathode am Verbindungspunkt der Kondensatoren C3
und C4 liegt. Das Gitter, das über einen Ableitwiderstand
G mit der Kathode in Verbindung steht, ist an den äußeren Anschluß des Kondensators C4 angeschaltet.
Im Anodenkreis der Röhre R liegt die Reihenschaltung eines Zwischenfrequenz-Ausgangsfilters F
und einer Speisebatterie B.
Wenn, wie oben angegeben, nach der Erfindung das Verhältnis ν der Impedanzen der Teilzweige gleichgemacht
ist, ergibt sich eine Doppelbrücke, bei der eine vollständige Entkopplung des Eingangskreises B
nicht nur von den Oszillatorschwingungen, sondern auch von den zwischen Anode und Kathode der
Röhre R auftretenden verstärkten Eingangsschwingungen auftritt. -
Für die Bemessung der Kapazitäten ist zu berücksichtigen, daß durch das Verhältnis der Impedanz Z4
des Kondensators C4 zur Impedanz Z2+Z3 der Reihenschaltung
der Kondensatoren C2 und C3 die Rückkopplungsspannung
für die Oszillatorröhre bestimmt wird.
Weiter soll die Anode der Röhre an einer möglichst niederohmigen Anzapfung des Oszillatorkreises liegen,
weil dann auch bei etwaigem Fehlabgleich — wie er z. B. durch Änderungen der Röhr en werte auftreten
kann — durch die große Impedanz Z1 des Kondensators
C1 nur geringe störende Rückwirkungen auf den Eingangskreis erhalten werden.
Die Gesamtkapazität beider Zweige wird zusammen mit der Induktivität L durch die Oszillatorfrequenz ω
bestimmt.
. Die Aufteilung der Zweige ergibt sich insbesondere
daraus, daß die Übertragung der Eingangsspannung auf die Gitter-Kathoden-Strecke der Röhre R durch
die Impedanz Z4 des Kondensators C4 im Verhältnis
zur Impedanz Z3 + Z4 + Z6 der Reihenschaltung der
Kondensatoren C3, C4 und C6 bedingt wird. Es sollen
daher insbesondere die Impedanz Z6 des Kondensators C6 klein gehalten werden gegenüber der Impedanz
Z4 des Kondensators C4. Auch soll C3 merklich
größer sein als C4. Der Zweig der Kondensatoren C1
bis C4 soll somit eine verhältnismäßig hohe Impedanz aufweisen; dies wird jedoch einerseits durch die
Röhrenkapazitäten und den. Einfluß des Bandfilters F begrenzt,, wobei auch zu berücksichtigen ist, daß z. B.
die Gitter-Anoden-Kapazität der Röhre R über drei Spannungsteilerkapazitäten - C2, C3 und C4, hinweggreift
und so den Abgleich stören kann.
Auch ergeben sich bei .Verwendung eines hochohmigen zweiten Spannungsteilers C1, C2, C3, C4 durch
die angeschalteten Impedanzen mit niedrigeren Werten, ζ. B. die Gittereingangsimpedanz der Röhre, störende
Phasendrehungen.
Insbesondere bei hohen Frequenzen bereitet es vielfach
Schwierigkeiten, eine ausreichend starke Rückkopplung zu erzielen, um ein sicheres Schwingen des
Oszillators zu gewährleisten. Dann soll für die Oszillatorfrequenz die Ausgangsimpedanz der Oszillatorröhre
R möglichst groß sein, und auch das Verhältnis der Gitterwechselspannung (am Kondensator C4) zur
Anodenwechselspannung (an der Reihenschaltung der Kondensatoren C2 und C3) soll hoch sein. Dazu ist es
zweckmäßig, daß die Impedanz Z4 des Kondensators C4
merklich größer, vorzugsweise 2- bis 4,5- oder lOmal
so groß ist wie die Impedanz Z3 des Kondensators C3.
Eine noch stärkere Vergrößerung würde jedoch eine wesentliche Herabsetzung der Anodenimpedanz bringen,
da mit C4 auch C1 bzw. mit C3 auch C2 verändert
werden muß, um die obenerwähnte Abgleichbedingung für die Brücke zu erfüllen.
Zu diesem Zweck der Erzielung einer starken Rückkopplung soll auch das Brückenverhältnis ν etwa in
der Größenordnung von 1 liegen, z. B. 0,5 bis 2, vorzugsweise etwa 1, betragen.
Der Oszillatorschwingungskreis kann auch durch Verändern seiner kapazitiven Teilimpedanz abgestimmt werden. Dabei ist darauf zu achten, daß dei
Brückenabgleich erhalten bleibt; dies ist am einfachsten dann gewährleistet, wenn der Abstimmkondensator
der Spule L parallel geschaltet ist.
In der Schaltung kann der Erdpunkt grundsätzlich beliebig gewählt werden, zweckmäßig wird man die
Kathode der Röhre R auf Erdpotential legen.
Zwar ist die Mischschaltung mit einer Triodenröhre R erläutert und beschrieben worden. Es ist
selbstverständlich, daß statt dessen auch eine Mehrgitterröhre oder ein entsprechend wirkendes anderes
Verstärkungselement, z. B. ein Spitzentransistor oder Schichttransistor, in einer der bekannten Schaltungsarten
Anwendung finden kann. Da die Eigenschaften des Verstärkungselementes für die Erfindung
nicht wesentlich sind und insbesondere die Elektrodenimpedanzen in die Impedanzen des ersten Spannungsteilers
mit eingerechnet werden können, gehören auch alle derartigen Abwandlungen zur Erfindung.
Claims (9)
1. Mischschaltungsanordnung, bei der zwischen Anode und Gitter einer selbstschwingenden Mischröhre
ein auf die Oszillatorfrequenz abgestimmter Schwingungskreis angeordnet ist, bestehend aus
einer Spule, der ein erster und ein zweiter vorzugsweise kapazitiver Spannungsteiler parallel
liegt, wobei der zweite Spannungsteiler aus der Reihenschaltung einer ersten, zweiten, dritten und
vierten Impedanz besteht und die Eingangsschwingungen zwischen den gegeneinander abgeglichenen
Anzapfpunkten beider Spannungsteiler zugeführt werden, während die Anode der Röhre an den
Verbindungspunkt der ersten und der zweiten Impedanz und weitere Elektroden der Röhre an
andere Punkte des zweiten Spannungsteilers angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kathode der Röhre [R) an den Verbindungspunkt der dritten Impedanz Z3 (C3) und der vierten
Impedanz Z4 (C4) und das Gitter an den äußeren
Anschluß der vierten Impedanz Z4 (C4) des aus
vier Impedanzen Z1, Z2, Z3 und Z4 bestehenden
zweiten Spannungsteilers angeschlossen ist, daß die Signalschwingungen zwischen dem Verbin-
dungspunkt der zweiten Impedanz (C2) und der
dritten Impedanz (C3) einerseits und dem Anzapfpunkt
des aus einer fünften Impedanz Z5 (C5) und
einer sechsten Impedanz Z6 (C6) bestehenden ersten
Spannungsteilers andererseits zugeführt werden und daß wenigstens annähernd
ist. ίο
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungskreis
durch Verändern der Induktivität (L) abstimmbar ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungskreis
durch Verändern eines der Induktivität parallel liegenden Kondensators abstimmbar ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die sechste Impedanz (C6) des ersten Spannungsteilers klein ist gegenüber der vierten Impedanz
(C4) des zweiten Spannungsteilers.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die sechste Impedanz (C6) des ersten Spannungs-
teilers niedrig ist im Verhältnis zur Reihenschaltung
der dritten und vierten Impedanz (C3 und C4)
des zweiten Spannungsteilers.
6. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Werte der zweiten und dritten Impedanz (C2 und C3) verhältnismäßig niedrig sind im Vergleich
zur ersten Impedanz (C1).
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die vierte Impedanz (C4) merklich größer, vorzugsweise 2- bis 4,5mal so groß ist wie die dritte
Impedanz (C3).
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Brückenverhältnis (v) in der Größenordnung 1 liegt.
9. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zwischenfrequenz-Ausgangsfilter (F) zwischen Anode und Kathode der Röhre (R) angeschlossen
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 739 095;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 006 904.
Deutsche Patentschrift Nr. 739 095;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 006 904.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 708/201 12.59
Publications (1)
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| DE1072659B true DE1072659B (de) | 1960-01-07 |
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| DE (1) | DE1072659B (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE739095C (de) * | 1932-04-16 | 1944-01-19 | Opta Radio Ag | Mischroehrenschaltung fuer UEberlagerungsempfaenger |
| DE1006904B (de) * | 1952-12-27 | 1957-04-25 | Telefunken Gmbh | Mischstufe eines UEberlagerungsempfaengers fuer den UKW-Bereich |
-
0
- DE DENDAT1072659D patent/DE1072659B/de active Pending
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE739095C (de) * | 1932-04-16 | 1944-01-19 | Opta Radio Ag | Mischroehrenschaltung fuer UEberlagerungsempfaenger |
| DE1006904B (de) * | 1952-12-27 | 1957-04-25 | Telefunken Gmbh | Mischstufe eines UEberlagerungsempfaengers fuer den UKW-Bereich |
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