DE1072430B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGE SCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
DBP 1072 430 kl. 46f 8/01
24. A U G U S T 1957
31.DEZEMBER 195? 15. JUNI 1960
STIMMT ÜBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT 1 072 430 (B«807 In/16f)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere
für Gasturbinen, die ein Regelventil in der Brennstoffzuführungsleitung sowie Vorrichtungen, die auf verschiedenartige
Stör-, Führungs- und Regelgrößen zum Verstellen des Regelventils ansprechen, und ein
Planetenradgetriebe zur Bildung einer resultierenden Stellkraft für das Regelventil aus den verschiedenartigen
Größen aufweist.
Bei Strahltriebwerken ist eine Regeleinrichtung bekannt, bei der ein Differentialgetriebe, das zwei
Einläßräder, die durch die entsprechende Regelgrößen betätigt werden, aufweist und dessen Auslaßglied
unmittelbar auf das Regelglied für die Brennstoffzuführung einwirkt. Bei einer dieser bekannten Einrichtungen
weist das Differentialgetriebe zwei Räder auf, die in Abhängigkeit von der Maschinendrehzahl
und der Luftgeschwindigkeit im Verdichter angetrieben werden, wobei das Abtriebsrad des Differentialgetriebes
auf das Brennstoffzuflußventil einwirkt, so däß das Verhältnis der Drehzahl zu der Luftgeschwindigkeit
aufrechterhalten bleibt.
Es ist auch schon bekanntgeworden, eine Anzahl von Nocken zu verwenden, um einen vorher festgelegten
Brennstoffzufluß während des Laufes der Maschine zu erhalten. Durch die Verwendung einer
Mehrzahl von Nocken hat sich jedoch eine komplizierte Bauart ergeben, so daß die Aufgabe besteht,
eine wesentliche Vereinfachung einer derartigen Regeleinrichtung zu erzielen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß ein Rad des Planetengctriebes als Steuernocken
ausgebildet ist und eine Mehrzahl von Steuerflächen aufweist, auf denen ein Hebelgestänge aufliegt,
welches das Regelventil verstellt.
Hierdurch wird erreicht, daß nur ein einziger Steuernocken vorgesehen zu werden braucht, der drei
Nockenflächen für die Beschleunigung, die Verzögerung und den gleichbleibenden Betriebszustand
aufweist. Dieses Nockenglied bildet einen Teil des Planetenradgetriebes, das irgendein von der Drehzahl
der Maschine angetriebenes Glied und noch irgendein anderes Element, das von irgendeinem anderen Parameter
der Maschine beeinflußt wird, aufweist.
Weiterhin sieht die Ernndurig vor, das Ringrad des PJanetengetriebes mit der Reglerwelle zu verbinden,
die durch eine von den drehzahlabhängigen Fliehgewichten betätigte Vorrichtung verdreht wird.
Weitere Eigenschaften und Einzelheiten der Erfindurig ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
und den Zeichnungen. Es zeigt
Fig. 1 eine schem&tische Darstellung der Brennstoffdosiervörrichtun'g gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 eine !perspektivische Darstellung einer Einzel-Regelvorrichtung
für Verbrennungskraftmaschinen,
insbesondere Gasturbinen
für Verbrennungskraftmaschinen,
insbesondere Gasturbinen
Patentiert für:
lo Bendix Aviation Corporation,
New York, N.Y. (V.St.A.)
New York, N.Y. (V.St.A.)
John Fred Kinney,. South Bend, Ind. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
heit der in Fig. 1 dargestellten Brennstoffdosiervorrichtung,
Fig. 3 eine schematische Teilansicht des in Fig. 2 dargestellten Drehzahlreglers,
Fig. 4 eine schematische Darstellung des in Fig. 4 . gezeigten Dosierventils,
Fig. S eine Kurvendarstellung, die die Betriebskennlinien der erfindungsgemäßen Brennstoffdosiervorrichtung
erläutert,
Fig. 6 eine abgewandelte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und
Fig. 7 eine noch weiter abgewandelte Ausführüngsform der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt eine Gasturbine 10 mit - einem Kompressor 12, welcher über die Antriebswelle 14 mit der Turbine 16 verbunden ist. Mehrere Brennkammern 18 sind jeweils mit einer Brennstoffdüse 20 versehen. Die Düsen 20 sind über Einzelleitungen 22 mit dem gemeinsamen Brennstoffverteilerrohr 24 verbunden. Der Brennstoff wird dem Brennstoffverteilerrohr 24 über ejne Brennstoffleitung 26 aus der Brennstoffdosiervorrichtung 28 zugeführt.. Zwischen der Brennstoffzuführleitung 32 und der mit der Brenn-Stoffdosiervorrichtung 28 verbundenen Brennstoffzuführleitung ist eine Brennstoffpumpe 30 angeordnet. Für die Brennstoffdosiervorrichtung 28 ist in an sich bekannter Weise eine Nebenschlußleitüng 36 vorgesehen. Die Brennstoffdosiervorrichtung 28 spricht
Die Fig. 1 zeigt eine Gasturbine 10 mit - einem Kompressor 12, welcher über die Antriebswelle 14 mit der Turbine 16 verbunden ist. Mehrere Brennkammern 18 sind jeweils mit einer Brennstoffdüse 20 versehen. Die Düsen 20 sind über Einzelleitungen 22 mit dem gemeinsamen Brennstoffverteilerrohr 24 verbunden. Der Brennstoff wird dem Brennstoffverteilerrohr 24 über ejne Brennstoffleitung 26 aus der Brennstoffdosiervorrichtung 28 zugeführt.. Zwischen der Brennstoffzuführleitung 32 und der mit der Brenn-Stoffdosiervorrichtung 28 verbundenen Brennstoffzuführleitung ist eine Brennstoffpumpe 30 angeordnet. Für die Brennstoffdosiervorrichtung 28 ist in an sich bekannter Weise eine Nebenschlußleitüng 36 vorgesehen. Die Brennstoffdosiervorrichtung 28 spricht
009 533/248
1
auf die Betriebsdrehzahl der Turbine 10 an, welche der Dosiervorrichtung 28 über eine Reglerwelle 38,
Getriebeelemente 39 und 41 mit einer Welle 40 übertragen wird, die mit den umlaufenden Teilen der Gasturbine
10 verbunden ist. Falls erwünscht, kann ein auf Druck oder Temperatur ansprechendes Meßglied
42 vorgesehen werden, welches über einen Anschluß oder eine Leitung 44 mit der Hauptbrennstoffdosiervorrichtung
28 verbunden ist. Mit der Brennstoffdosiervorrichtung 28 ist ferner über ein Gestänge 48
ein manuell bedienbarer Steuerdrosselhebel 46 verbunden.
Wie die Fig. 2 zeigt, ist das Temperatur- oder Druckmeßglied 42 je nachdem, welche Temperatur
oder welcher Druck für den Regelvorgang herangezogen werden soll, mit einem Reglerhebel 50 verbunden,
um ein Drosselnockenstück 52 in axialer Richtung einzustellen. Mit dem letztgenannten
Nockenstück 52 ist · ferner ein Kurbelarm 54 verbunden, welcher über ein Gestänge 48 mit dem ao
manuell bedienbaren Drosselhebel 46 verbunden ist. Ein Nockenfühlhebel 56 ist so angeordnet, daß er die
Lage eines frei laufenden Planetenrades 58, eines Planetengetriebes, welches aus einem äußeren Ringrad
60 und einem inneren Sonnenrad 62 besteht, einstellen kann. Das Sonnenrad 62 ist fest auf die Reglerwelle
64 aufgekeilt. Der Nockenfühlhebel 56 ist auf der Reglerwelle 64 frei drehbar gelagert. Ein auf die
Turbinendrehzahl ansprechendes Meßglied 66 ist mit einer Zahnstange 68 verbunden, welche über ein Ritzel
70 die Reglerwelle 64 in Abhängigkeit von der Arbeitsdrehzahl der Gasturbine 10 der Fig. 1 verdrehen
kann. Auf die Reglerwelle 64 ist ein Beschleunigernocken 69 aufgesetzt und so befestigt, daß
diese zusammen mit der Reglerwelle 64 verdreht werden kann. Das äußere Ringrad 60 trägt auf
seinem äußeren Umfang eine Mehrzahl von Nocken. Eine erste dieser Nockenflächen, die Beschleunigungsnockenfläche
72, wird mit dem Beschleunigernocken 69 zusammen verstellt, um die Brennstoffmenge zur
Turbine während des Beschleunigungsbetriebes zu regeln, so daß die Gestalt des Beschleunigernockens
69 diese Brennstoffmenge bestimmt. Eine zweite Nockenfläche, die Beharrungsnockenfläche 74, sorgt
für die Dosierung, der Brennstoffmenge zur Turbine während des Beharrungsbetriebes. 'Die Beharrungsnockenfläche
weist eine Steigung auf, die'die Steilheit der Übergangsbetriebskennlinie zwischen1 dem Beschleunigungsbetrieb
und dem Verzögerungsbetrieb und dem Beharrungsbetriebszustand bestimmt. Eine dritte Nockenfläche, die sogenannte Verzögerungsnockenfläche
76, die eine minimale Brennstoffmenge sicherstellt, legt die Brennstoffzufuhr zur Turbine
während des Verzögerungsbetriebes oder während des Betriebes bei minimalem . Brennstoffverbrauch fest.
Ein Nockenfühlhebel 78 arbeitet über einen Zwischenhebel 80 mit einem Hilfsenergievorsteuer- oder Halbkugclventil
82 zusammen, um eine Betätigung des Brennstoffdosierventils 84 und damit die Brennstoffzufuhr
zur Turbine sicherzustellen. Die Steigung der Nockenzwischenfläche 74 kann genauso wie* die
Steigung der Beschleunigungsnockenfläche 72 und die der Verzögerungsnockenfläche 76 des Ringrades 60
zur Anpassung an verschiedene Turbinentypen.'oder zur Abwandlung der Betriebskennlinien irgendeiner
bestimmten Turbine durch eine Translationsbewegung des Nockenfühlhebels 78 in axialer Richtung entlang
dessen Führungswelle 86 mit Hilfe der einer Schraubenfeder 89 entgegenwirkenden Versteilschraube
87 eingestellt werden. In ähnlicher Weise kann für die 430
Beschleunigung an der Beschleunigernocke 69 ein Grundwert dadurch festgelegt werden, daß man den
Zwischenhebeieo mit Hilfe der Versteilschraube 91, welche der Feder 93 entgegenwirkt, in axialer Richtung
entlang der tragenden Welle 86 verschiebt.
Die Fig. 3 zeigt Einzelheiten des auf die Drehzahl ansprechenden Meßgliedes 66 der Fig. 2. Wie die
Fig. 3 zeigt, arbeitet die Zahnstange 68 über ein Ritzel 70 mit der Reglerwelle 64 zusammen. Ein drehzahlabhängig
verstellter Kolben 90 ist in einem Zylinder 92 geführt, welcher ein Strömungsmittel enthält,
dessen Druck durch ein Halbkugel- oder Hilfsenergievorsteuerventil 94 in Abhängigkeit von der Stellung
eines Hebels 96 eingestellt wird. Der Hebel 96, der bei 98 schwenkbar gelagert ist, wird seinerseits in
Abhängigkeit vom Ausgang einer drehzahlabhängigen Fliehkraftanordnung IOQ od. dgl. verstellt, welche
drehfest mit der Turbine 10 der Fig. 1 verbunden ist. Das Strömungsmittel wird über ein Hilfsenergiedruckreglervehtil
102 Vom Ausgang der Brennstoffpumpe 30, die der in Fig. 1 dargestellten Brennstoffpumpe
identisch ist, abgegriffen. Die Arbeitsweise des Hilfsenergiedruckreglerventils 102 zur Einstellung
eines Druckes Pr des Strömungsmittels in der Kammer 104 wird als allgemein bekannt vorausgesetzt. Die
Leitung 106 fördert das Strömungsmittel über die Drosselöffnung 108 zum Zylinder 92, um den drehzahlabhängig
verstellten Kolben 90 in Abhängigkeit von den Lageänderungen des Halbkugelventils und damit
über den Hebel 96 und die Fliehkraftgewichte 100 als Funktion der Turbinendrehzahl lagemäßig einzustellen.
Die Fig. 4 zeigt im einzelnen das in der Fig. 2 dargestellte Dosierventil 84. Der Zwischenhebel 80 sorgt
für eine Verstellung des Hilfsenergievorsteuer- oder Halbkugelventils 82 gemäß den Offenbarungen der
Fig. 2. Das Hilfskrafthalbkugelventil 82 stellt den Strömungsmitteldruck innerhalb der Strömungsmittelkammer
110 und damit die Lage des Dosierventilkörpers 112 gegenüber der umgebenden Ventilhülse
114 entgegen der Druckkraft der Feder 115 ein. Der unter Pumpenauslaßdruck Px stehende Brennstoff wird
von der Brennstoffpumpe 30 über die Leitung 34 und über die Steueröffnungen zwischen dem Ventilkörper
112 und der Ventilhülse 114 zugeführt, um das Dosierventil über die Leitung 26 zu verlassen, von wo aus
das Brennstoffverteilerrohr 24 und die in Fig. 1 dargestellten Brennstoffdüsen versorgt werden. Das
unter dem Druck Pr stehende Hilfsenergieströmungsmittel wird von der in Verbindung mit Fig. 3 beschriebenen
Leitung 106 abgezweigt und über den Leitungsabzweig 116 und die Drosselöffnung 118 in
die Strömungsmittelkammer 110 eingespeist, so daß die von dem Zwischenhebel 80 und der mit dem
Zwischenhebel 80 verbundenen manuell einstellbaren Stellschraube 120 festgelegte Lage des Halbkugelventilkörpers
82 den Strömungsmitteldruck in der Strömungsmittelkammer 110 urid damit auch die
axiale Lage des Dosierventilkörpers 112 bestimmt, wodurch dann letztlich die Brennstoffmenge zur
Leitung 26 und zur Gasturbine 10 festgelegt wird. Die durch Verdrehen bestimmbare Lage des Dosierventilkörpers
112 kann als Funktion des Kompressorauslaßdruckes oder einer sonstigen geeigneten
Turbinenbetriebsgröße über die Zahnstange 111, das Ritzel 113 und die Ventilverstellvorrichtung 117 verstellt
werden, wenn dies erwünscht ist.
Die Fig. 5 zeigt eine Kurvendarstellung, in der der Brennstofffluß zur Turbine (Ordinate) als Funktion
der Turbinendrehzahl (Abszisse) aufgetragen ist. Die
oberste Kurve 124 gibt die Brennstoffmenge beim Beschleunigungsbetrieb der Turbine wieder. Die mittlere
Kurve 126 entspricht dem Beharrungsbetrieb der Turbine, und die untere Kurve 128 gibt den Verzögerungsbetrieb
an. Der erfindungsgemäße Turbinenregler sorgt durch Einwirkung der Beschleunigungsnockenfläche
72 des äußeren Ringrades 60 auf den Nockenfühler 78 und den Zwischenhebel 80 im
Zusammenwirken mit dem Beschleunigernocken 69 für eine Einstellung der Brennstoffmenge zur Maschine
in Abhängigkeit von der Turbinendrehzahl, wie es die Beschleunigungskurve 124 zeigt. Hierbei bewirkt
die Beschleunigungsnockenfläche 72, daß der Nockenfühlerhebel 81 des Zwischenhebels 80 während
des Beschleunigungsvorganges der Turbine 10 auf den Beschleunigungsbrennstoffreglernocken 69 zur Anlage
kommt. Die dem Bcharrungszustand entsprechende Nockenfläche 74 des äußeren Ringrades 60 leistet die
Reglerarbeit zwischen der Beschleunigungskurve 124 und der Verzögerungskurve 128 gemäß der Beharrungskurve
126. Hierbei bestimmt die Gestalt der Nockenfläche 74 die Steigung der Übergangskurven
zwischen den Reglerkurven 124 und 128 der Fig. 5. Diese Steigung kann im wesentlichen verändert
werden zwischen einem Zustand bei konstanter Drehzahl, bei dem die Reglerübergangskurve im wesentlichen
vertikal verläuft gemäß der Linie A-C, und einer geringeren Neigung, wie sie durch die Linie D-E
angegeben ist. Wenn eine solche Änderung erwünscht ist, kann man das Ringrad 60 des Getriebes mit Hilfe
der Stellschraube.61 der Fig. 2 oder den Nockenfühlhebel 78 entlang der tragenden Welle 86 mit Hilfe
der Verstellmutter 87 in axialer Richtung versetzen. Die Nockenfläche 76 des Ringrades 60 sorgt dafür,
daß der Turbine 10 in Ubereinstimmung mit der Verzögerungskurve 128 eine minimale Brennstoffmenge
zugeführt wird.
Die Fig. 6 zeigt eine Schnittansicht einer abgewandelten Ausführungsform des äußeren Ringrades
60 der Fig. 2. Die Abwandlung besteht darin, daß an einer Kante oder Seite des Ringrades 60 eine Nockenfläche
130 vorgesehen ist, die die axiale Abmessung des Ringrades verändert, um eine axiale Translationsbewegung des Ringrades 60 als Funktion der
manuellen Drosselbewegung und der Temperatur- oder Druckvoreinstellung vorzunehmen, wie sie zuvor
durch den Drosselhebel und den Grundwerteinstellnocken 52 berücksichtigt wurden. Bei der in Fig. 6
dargestellten Anordnung ist die Nockenvorrichtung 52 nicht vorgesehen, und es ist der manuell bedienbare
Drosselhebel, wie dargestellt, unmittelbar mit dem Nockenfühlhebel 56 verbunden, welcher einen
Arm 132 aufweist, der mit der Nockenfläche 130 zusammenarbeitet, um das Ringrad 60 entlang der
tragenden Reglerwelle 64 in axialer Richtung zu verschieben.
Hierbei hat entsprechend den Kurven der Fig. 5 die Leerlaufübergangskurve F-G normalerweise angenähert
dieselbe Steigung wie die Übergangskurve D-E, doch kann es erwünscht sein, die Leerlaufübergangskurve
F-G durch eine entsprechende Gestaltgebung einer der Seiten- oder Stirnflächen des Planetengetrieber
ingrades 60 steiler zu gestalten; wie es die Fig. 6 zeigt. Auf diese Weise läßt sich eine Leerlaufüb.ergangskurve
erzielen, wie sie in der Fig. 5 durch die Linie G-H angegeben ist.
In der Fig. 7 sind einige der möglichen Wege dargestellt, in der die verschiedenen Temperatur- und
Druckgrundwerte bei dem erfindungsgemäßen Regler eingestellt werden können. Das Meßglied 134 kann
verwendet werden, um einen Temperatur- und/oder Druckgründwert einzuspeisen, wobei dann die
tragende Welle 64 so verschoben wird, daß sowohl tür die Nocken des Ringrades 60 als auch für den Beschleunigungsnocken
69 eine Voreinstellung erfolgt. Die Temperatur- und/oder Druckvoreinstellung kann
auch am Nockenfühlerhebel 78 mit Hilfe des Meßgliedes 136 vorgenommen werden. Ferner kann die
Temperatur- und/oder Druckvoreinstellung am Nockenfühlerhebel 80 mit Hilfe des Meßgliedes 138
erfolgen. Beim erfindungsgemäßen Regler läßt sich eine beachtliche Anzahl von Grundwert-Voreinstellvorrichtungen
vorsehen, indem man einzelne der dargestellten Meßglieder 134, 136 und 138 vorsieht oder
einzelne von ihnen fortläßt.
Wenn beispielsweise eine Tempcraturgrundeinstel-Iung mit Hilfe des Meßgliedes 134 für die Nocken des
Ringrades 60 und den Beschleunigungsnocken 69 vorgenommen wird, kann eine Druckvoreinstellung als
Sekundäreinstellung vorgenommen werden mit Hilfe des Meßgliedes 136 und/oder Meßglied 138, die dann
auf beide oder jeweils einen der Nockenfühlhebel 78 und 80 einwirken, wie es im Einzelfall erwünscht ist.
Der erfindungsgemäße Regler dosiert die Brennstoffmenge zur Turbine- sowohl für die Beschleunigung,
für den Beharrungszustand als auch für den Verzögerungsbetrieb mit einer einzigen hilfsenergiebetriebenen,
von der Drehzahlmessung abhängigen Stellvorrichtung 66. Die Vorrichtung 66 spricht auf
die Betriebsdrehzahl der Turbine 10 an und verdreht über die Zahnstange 68 und das Ritzel 70 die Reglerwelle
64 als Funktion der Turbinendrehzahl. Die Drehbewegung der Reglerwelle 64 wird über das
Sonnenrad 62 dazu herangezogen, über das leer laufende Planetenrad 58 das äußere Ringrad 60 als
Funktion der Turbinendrehzahl zu verdrehen. Es versteht sich, daß das äußere Ringrad 60, welches die
Nockenflächen für den Ubergangsbetrieb aufweist, drehbar auf der Reglerwelle 64 gelagert ist und sich
in einem geeigneten Lager 65 relativ zur Reglerwellc verdrehen kann. Das leer laufende Planetenrad 58 ist
am Nockenfühlerhebel 56 befestigt und wird einerseits durch diesen über das Drosselnockenstück 52 als
Funktion der gewählten Einstellung des Drosselhebels' 46 verstellt und andererseits auch als Funktion einer
zuvor ausgewählten Turbinentemperatur, beispielsweise der Einlaßtemperatur der Turbine, oder eines
zuvor ausgewählten Turbinendruckes, beispielsweise dem Einlaßdruck der Turbine, wie es für den
speziellen Regelvorgang erwünscht, ist. Es kann aber auch der Kompressorauslaßdruck, die Kompressorauslaßtemperatur
oder irgendein Zwischendruck oder irgendeine Zwischentemperatur herangezogen werden,
welche das Meßglied 42 der Fig. 1 erfaßt. Der Ausgang des Temperatur- oder Druckmeßgliedes 42 wird
über den Hebel 50 dazu herangezogen, das Drosselnockenstück 52 in axialer Richtung einzustellen.
Wenn es erwünscht ist, kann die Getriebeanordnung mit den Zahnrädern 58, 60 und 62 unter Federvorspannung
verzahnt sein, um einen toten Gang auszuschalten und eine Berührung zwischen dem Nockenfühlerhebel
56 und dem Nockenstück 52 sicherzustellen.-Die Federvorspannung kann beispielsweise
in das System eingebracht werden, indem man eine Torsionsfeder 63 zwischen der Reglerwelle 64 und
dem Nockenfühlerhebel 56 vorsieht. Es versteht sich, daß die Druck- oder Temperaturgrundwerteinstellung
des Reglers durch eine axiale Translation des Drosselnockenstückes 52 erfolgt, während die Einstellung
durch den manuell bedienbaren Drosselhebel 46
Claims (7)
1. Regelvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere für Gasturbinen, die ein
Regelventil in der Brennstoffzuführungsleitung sowie Vorrichtungen, die auf verschiedenartige
Stör-, Führungs- und Regelgrößen zum Verstellen des Regelventils ansprechen, und ein Planetenradgetriebe
zur Bildung einer resultierenden Stellkraft für das Regelventil aus den. verschiedenartigen
Größen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rad des Planetengetriebes als Steuernocken
(60). ausgebildet ist und eine Mehrzahl von Steuerflächen (72, 74, 76) aufweist, auf denen ein
Hebelgestänge (78, 80) aufliegt, welches das Regelventil (84) verstellt.
2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rad (62) des Planetengetriebes
mit der Reglerwelle (64) verbunden ist, die durch eine von den drehzahlabhängigen Fliehgewichten
(100) betätigte Vorrichtung (66) verdreht wird.
3. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rad (58) des Planetengetriebes
mittels Handhebels (46) verschwenkbar ist.
4. Regelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das von Hand verschwenkbare
Rad (58) des Planetengetriebes mittels eines Druck- oder Temperaturmeßgerätes (42) verschwenkbar
ist.
5. Regelvorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, gekennzeichnet durch einen von Hand (46) und vom
Druck- oder Temperaturmeßgerät axial und tangential einstellbaren Nocken (52) zum Verschwenken
des Rades (58) des Planetengetriebes.
6. Regelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das als Steuernocken ausgebildete Rad (60) des Planetengetriebes mittels einer Einstellvorrichtung
(61) in axialer Richtung auf seiner Welle (64) verstellbar ist.
7. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Nocken (60, 69)
aufliegenden Enden der Hebel (78, 80) des Hebelgestänges axial zum Steuernocken (60) mittels der
Druck- oder Temperaturmeßgeräte (136, 138) verstellbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 268 941;
britische Patentschriften Nr. 741 352, 609 682.
Schweizerische Patentschrift Nr. 268 941;
britische Patentschriften Nr. 741 352, 609 682.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
β SOS 707/91 12.59 (009 553/248 6.60)
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1072430B true DE1072430B (de) |
Family
ID=596897
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1072430D Pending DE1072430B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1072430B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1185864B (de) * | 1959-05-20 | 1965-01-21 | Avco Corp Eine Nach Den Gesetz | Vorrichtung zur gesteuerten Verzoegerung eines Gasturbinen-Triebwerks |
| DE1239139B (de) | 1961-03-07 | 1967-04-20 | Dowty Fuel Syst Ltd | Gasturbinentriebwerk, dessen Verdichter verstellbare Antriebslcitschaufeln aufweist |
| DE1299944B (de) * | 1962-01-30 | 1969-07-24 | Rolls Royce | Brennstoffversorgungsvorrichtung an einem Gasturbinentriebwerk fuer Flugzeuge |
| DE2827581A1 (de) * | 1977-07-22 | 1979-02-01 | Gen Electric | Mit einer hilfssteuereinrichtung versehene steuereinrichtung fuer ein gasturbinentriebwerk |
-
0
- DE DENDAT1072430D patent/DE1072430B/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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