DE1071410B - Schädlingsbekämpfungsmittel. 31I. 5. 57. V. St. Amerika - Google Patents
Schädlingsbekämpfungsmittel. 31I. 5. 57. V. St. AmerikaInfo
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Description
DEUTSCHES
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
XJND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 17. DEZEMBER 1959
Aus der USA.-Patentschrift 2 526 660 ist die Verwendung
von Capryldinitrophenylcrotonat als Schädlingsbekämpfungsmittel
auf Pflanzen bekannt. Diese Verbindung ist wirksam zur Bekämpfung von Milben und
Pilzen auf Pflanzen und zeigt keine ernstliche Phytotoxizität,
wenn sie sorgfältig hergestellt und in niedrigen
Konzentrationen benutzt wiÄ Der Erfolg hängt aber
offenbar von der Einteilung eines bestimmten Gleichgewichts
von Faktoren ab, wie Größe, Art und Stellung der Alkylgruppe und jot dem jeweilig angewandten
Säurerest. Die Wirksaplceit verändert sich ziemlich
plötzlich bei Abweichungen von diesen Faktoren.
Gegenstand der Erfindung ist die Anwendung von Dinitrophenyl-4-pentenoaten, welche am Ring außer den
zwei Nitrogruppen noch einen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis 10, vorzugsweise 5 bis 9 Kohlenstoffatomen tragen,
als Schädlingsbekämpfungsmittel. Diese Nitrophenylester zeigen eine starke fungicide, miticide und insecticide
Wirksamkeit bei einer im Vergleich zu anderen Nitrophenolderivaten
nur schwachen Phytotoxizität. »0
Diese neuen Ester hängen in ihrer Wirksamkeit nicht von der Form, Größe und Stellung des Kohlenwasserstoffsubstituenten
ab und sind nicht auf ganz bestimmte Alkylsubstituenten oder überhaupt auf eine Alkylgruppe
beschränkt, sofern der Substituent nur mindestens 4 Kohlenstoffatome
enthält. Nach der Erfindung kann jedes mit einem Kohlenwasserstoffrest substituierte Dinitrophenyl
innerhalb der im vorstehenden Absatz angegebenen Grenzen angewandt werden.
Der Kohlenwasserstoffsubstituent kann ein Alkylrest
sein, vorzugsweise der Butyl-, tert.-Butyl·, Amyl-, Isoamyl-.tert.-Amyl-,
Hexyl-, 2-Äthylbutyl-, Heptyl-,Octyl-,
2-Octyl-, Nonyl-, 3,5,5-Trimethylhexyl- oder Decylrest.
Er kann aber ebenso ein Cycloalkylrest sein, wie der Cyclohexyl-, Methylcyclohexyl·, Trimethykyclohexylrest,
oder ein Arylrest, wie der Phenyl- oder Methylphenylrest, oder ein Aralkylrest, wie der Benzyl- oder Methylbenzylrest.
Dieser Substituent befindet sich an einem nicht durch eine Nitrogruppe besetzten Kohlenstoffatom des
Ringes. Es. ist überraschend, daß sowohl die Wirksamkeit wie die sichere Anwendbarkeit der neuen Verbindungen
innerhalb der angegebenen Grenzen weniger von Form und Größe der Substituenten abhängig ist als bei den
bisher für diesen Zweck empfohlenen substituierten Dinitrophenylestern. Dies ist möglicherweise auf ein besonderes
Gleichgewicht zurückzuführen, das an der verhältnismäßigen Leichtigkeit erkennbar ist, mit der diese
Ester hydrolysieren. Das Gleichgewicht ist offensichtlich bedingt durch den Pentensäurerest und die Anwesenheit
von mindestens drei Ringsubstituenten, nämlich zwei Nitrogruppen und einer Kohlenwasserstoffgruppe der
angegebenen allgemeinen Definition.
Die neuen Schädlingsbekämpfungsmittel nach der Erfindung entsprechen der allgemeinen Formel
SAädlingsbekämpfungsmittel
Anmelder: ,
Rohm & Haas Company, Philadelphia, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. Dr. jur. H. Mediger, Patentanwalt,
München 9, Aggensteinstr. 13
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 1. Juni 1956 ,
Roderick Charles Cary, Bristol, Pa. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
NO2
Il
OCCH8CH8CH=CH8
Darin ist von den beiden Substituenten R1 und R8 jeweils
der eine eine Nitrogruppe und der andere eine Alkylgruppe mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Cyclohexyl-, Phenyl-
oder Benzylgruppe. i
Die Herstellung von Dinitroderivaten von mit Kohlenwasserstoffresten
substituierten Phenolen ist bekannt. In den meisten Fällen können die Phenole in Essigsäure
mit Salpetersäure bei mäßigen oder niedrigen Temperaturen zur Reaktion gebracht werden. In einigen Fällen
wird das Phenol besser nitriert, indem man es zunächst mit Schwefelsäure und dann mit Salpetersäure odter einem
löslichen Nitrat behandelt. Soweit das mit Kohlenwasserstoffresten substituierte Dinitrophenyl fest ist, läßt es sich
durch Umkristallisieren reinigen.
Die Phenole können mit einem Alkalimetall in Alkahmetallphenolate
übergeführt werden, die sich mit 4-Pentenoylbromid oder -chlorid gut umsetzen lassen. Die Umsetzung
erfolgt in einem inerten organischen Lösungsmittel, z. B. einem niedrigsiedenden Naphtha bei 10 oder 80° C
oder höher. Die Lösung des Reaktionsproduktes in Lösungsmittel wird mit Wasser behandelt, mit einer
alkalischen Lösung gewaschen und durch Erhitzen vom Lösungsmittel befreit, wobei als Rückstand technisches
kohlenwasserstoffsubstituiertes Dinitrophenyl-4-pe|ntenoat
erhalten wird. ;
ψ9 689/554
3 4
Ein anderer Weg zur Herstellung der Ester der Erfin- mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, wie Aceton, ge-
dutig besteht in der Umsetzung des kohlenwasserstoff- löst werden, worauf die Lösung mit Wasser \'erdünnt
substituierten Dinitrophcnols mit einem tertiären Amin, wird. Im allgemeinen kann ein emulgierbares Konzentrat
z. B. Triäthanolamin, Benzyldimethylamin, Pyridin, Tri- hergestellt werden, indem man einen Wirkstoff nach der
äthylamin usw., in Gegenwart eines inerten organischen 5 Erfindung in einem Lösungsmittel, wie Toluol, Xylol oder
Lösungsmittels, wie Naphtha oder Toluol, und anschlie- einem aromatischen Naphtha, in Anwesenheit eines
Bender Behandlung mit 4-Pentenoxylchlorid oder -bromid lösungsmittellöslichen Emulgators auflöst. Typische emul-
bei Temperaturen, die zu Beginn bei 20 bis 50° C liegen, gierbare Konzentrate enthalten 20 bis 25 Prozent eines
dann bis 160° C ansteigen und schließlich wieder auf 20 Wirkstoffs nach der Erfindung urid 2 bis S Prozent eines
bis 100° C zurückgehen. io Netzmittels, wie Octylphenoxypolyäthoxyätlianol oder
Die Darstellung der Ester ist nicht Gegenstand der ein vergleichbares Polyäthoxyäthanolderivat, und CaI-
Erfindung. ciumdodecylbenzolsulfonat oder Calciumdioctylsulfosuc-
AIs Beispiele von Wirkstoffen nach der Erfindung cinat. Beispielsweise werden folgende Gemische angegeben:
werden genannt:
1. 2(6-Dinitro-4-cyclohexylphenyl-4-pentenoat, schwach- 1S 1 · ^Dinrtro-o-cyclohexylphenyM-pentenoat 5 Teile
gelbe Substanz vom Schmelzpunkt 74 bis 75° C1 Formaldehyd-naphthalinnatnumsulfonat .. 2 Teile
Verseifungszahl 324; deiner Geoigmton 85 Teile
2. 2,4-Dinitro-6-cyclohexylphenyl-4-pentenoat, . ^f^™6 * · ·;'; ;" ·';
8 2>lle
Schmelzpunkt 81,5 bis 82° C; 2· 2,4-Dinitr0-6-(2-octyl)-phenyl-4-pentenoat 25 Teile
3.2,4-Dinitro-6-methylheptylphenyl-4-pentenoat, ao Formaldehyd-naphthalmnatriurnsulfonat .. 1 Teil
rotes Öl· Octylphenoxypolyäthoxyäthanol 3 Teile
4.2,6-Dinitro-4-(l,l)3,3-tetramethylbutyl)-phenyl- Magnesiumcarbonat 5 Teile
4-pentenoat, rotes Öl; „ *°n · ·.····
&> Telle
5. 2,6-Dinitro-4-nonylphenyl-4-pentenoat, Öl; 3· ^o-Dinitro^-tert.-nonylphenyl-^pentenoat 24 Teile
6 Ddh a5 ^10171 TeiIe
y ^
6. Dinitrodecylphenyl-pentenoat, a5 ^10,1 ■ ·; .·. · ; 71 TeiIe
ÖL das vorwiegend aus dem 2,6-Dinitro-4-decyl-Iso- Emulgator aus Polyglycenn Ölsäure und
meren mit kleineren Mengen des 2,4-Dinitro-6-decyl- XT weniS Phthalsäureanhydrid . 3 Teile
Isomeren besteht; Nonylphenoxypolyäthoxyathanol 2 Teile
7.2,6-Dinrtro-4-tert.-butylphenyl-4-pentenoat, .
bernsteinfarbiges Öl· 3° Eln benetzbares Pulver oder eine Lösung wird in
8.2,6-DiiiitH)-4-tert.-a^ylptenyl-4-peiiteiiDat, öl; ^pritzbrühen angewandt die ungefähr 45 bis 900 g eines
9.2,4-Dinitro-6-phenylphenyl-4-pentenoat, Wirkstoffes nach der Erfindung auf 3781 Wasser entSchmelzpunkt
bei 55 bis 57° C. halten Einer der Vorteile der neuen Wirkstoffe besteht
dann, daß sie gegen Pilze auf Pflanzen in sehr niedrigen
Die geringe Phytotoxizität bei den Verbindungen nach 35 Konzentrationen wirksam sind und daß sie auch gegen
der Erfindung ist überraschend, da sehr nahe verwandte Milben in zwar etwas höheren, aber immer noch verVerbindungen,
wie beispielsweise das ebenfalls ölige hältnismäßig niedrigen Konzentrationen wirksam sind.
2,6-Dinitrophenyl-4-pentenoat, für Vertreter aller Pflan- Zweckmäßig werden sie in hohen Konzentrationen nicht
zentypen ausgesprochen phytotoxisch ist. angewandt, um unter allen Umständen und bei allen
Die Wirkstoffe nach der Erfindung werden mit inerten 40 Pflanzen phytotoxische Wirkungen mit Sicherheit aus-Trägerstoffen
oder Verdünnungsmitteln zu pesticiden zuschalten. Beispielsweise sollen Tomatensetzlinge nicht
Präparaten gemischt. Beispielsweise sind sie anwendbar mit Konzentrationen von 1 Prozent gespritzt werden,
in der Form von Stäuben oder Spritzmitteln. Unter normalen Bedingungen sind Anwendungsmengen
Stäube enthalten üblicherweise 1 bis 10 Prozent eines von 450 bis 900 g je 40,5 Ar oder darunter bei Gemüseoder
mehrerer Wirkstoffe nach der Erfindung. Dies kann 45 kulturen durchaus sicher. Man kann 2700 bis 3600 g je
der einzige Wirkstoffbestandteil des Präparats sein, man 40,5 Ar bei Obstbäumen anwenden, um eine sehr gründkann
aber dem Staub auch noch ein oder mehrere andere liehe Bekämpfung durchzuführen, und bleibt dabei
Schädlingsbekämpfungsmittel beimischen. Stäube können unter den üblichen, für das Spritzen von Obstbäumen
hergestellt werden, indem man einen Wirkstoff nach der geltenden Bedingungen immer noch innerhalb der Sicher-Erfindiing
oder eine Lösung desselben in einem flüchtigen 50 heitsgrenzen. Bei Temperaturen oberhalb etwa 32° C
inerten Lösungsmittel mit einem oder mehreren fein- werden die Wirkstoffe zweckmäßig nicht angewandt,
gemahlenen Trägerstoffen, wie Ton, Kieselgur, Pyro- Die kohlenwasserstoffsubstituierten Dinitrophenyl-4-phyllit,
Talkum oder Walnußschalenmehl oder Gemischen pentenoate der Erfindung sind insbesondere brauchbar
solcher Feststoffe, mischt. Dabei kann ein Dispersions- für die Bekämpfung von Meltau auf Obstbäumen,
mittel, z.B, Natriumligninsulfonat oder das Formaldehyd- 55 Gemüsekulturen, Feldfrüchten, Ziersträuchern und
Naphthalinnatriumsulfonat-Kondensat, angewandt wer- Pflanzen. Zur Bekämpfung von pulvrigem Mehltau auf
den. Bohnenpflanzen, deren erste Blätter dreiviertel entfaltet Benetzbare Pulver lassen sich in der gleichen Weise waren, wurden Lösungen des Wirkstoffs in Aceton,
herstellen, nur wird eine größere Menge Wirkstoff ange- verdünnt mit Wasser zu Konzentrationen von 56 g,
wandt und zusätzlich ein Netzmittel einverleibt. Üblicher- 60 28 g, 14 g, 7 g je 3781 Spritzbrühe, gespritzt. Nachdem
weise enthält ein benetzbares Pulver mindestens 20 bis Spritzen ließ man die Pflanzen trocknen und impfte
25 Prozent des Wirkstoffs nach der Erfindung, 1 bis sie dann mit einer Suspension von Fungus-Sporen, die
2 Prozent Dispersionsmittel, 1 bis 3 Prozent eines Netz- 25000 Sporen je ecm enthielt. Nach 14 Tagen Aufenthalt
mittels, z. B. Alkylphenoxypolyäthoxyäthanol, Natrium- im Gewächshaus wurde die Zahl der Schädlinge bestimmt,
alkylbenzolsulfat oder Natriumlaurylsulfat, während der 65 Eine ausgezeichnete Bekämpfung des Meltaus ergab sich,
Rest aus einem oder mehreren feingemahlenen Feststoffen berechnet auf 3781 Spritzbrühe bei Konzentrationen
besteht. Die benetzbaren Pulver werden üblicherweise von 26 bis 28 g der 4-Pentenoatester von 2,6-Dinitromit
Wasser verdünnt und in Spritzbrühen angewandt. 4-tert.-octylphenyl, 2,4-Dinitro-6-(2-octyl)-phenol,2,6-Di-Die
Wirkstoffe nach der Erfindung lassen sich auch in nitro-4-tert.-butylphenol, 2,6-Dinitro-4-tert.-amylphenol,
Lösung anwenden. Zu diesem Zweck können sie in einem 70 2,4-Dinitro-6-cyclohexylphenol, 2,4-Dinitro-6-phenvl-
phenol und gemischten Dinitromethylheptylphenolen. Bei Konzentrationen von 14 bis 7 g in 3781 wurden noch
sehr gute bis gute Resultate erzielt. Die Ester mit der
tert.-Butylgruppe erwiesen sich als weniger wirksam,
aber ebenfalls frei von Pflanzenschädigungen. Die Ergebnisse mit 2,6-Dinitro-4-cyclohexylphenyl-4-pentenoat
waren ausgezeichnet mit 56 g und sehr gut mit 28 g, 14 g und 7 g je 378 1 Spritzbrühe. Bei keinem der Versuche
war eine Pflanzenschädigung festzustellen.
Ein Vergleichsversuch mit 2,4-Dinitrophenyl-4-pentenoat
ergab keine Wirksamkeit gegen die Schädlinge und schwere Pflanzenschädigungen bei allen Verdünnungen,
völliges Eingehen der Pflanzen bei einer Konzentration von 56 g je 3781.
Bei Sprüh versuchen an Bohnenpflanzen, die von Tetranychus bimaculatus befallen waren, wurden die
Ergebnisse 24 Stunden nach der Sprühung erzielt. Man erhielt eine Abtötung von 100 Prozent mit 2,6-Dinitro-4-tert.-octylphenyl-4-pentenoat
bei Verdünnungen von 1 :1600,89 Prozent Abtötung bei 1: 3200 und 77 Prozent
Abtötung bei 1: 6400. Mit 2,4-Dinitro-6-phenyl phenyl-4-pentenoat
wurden hundertprozentige Abtötungen erzielt bei Verdünnungen 1:1600 und 1: 3200, fünfundneunzigprozentige
Abtötungen 1:6400. Hundertprozentige Abtötungen wurden in Verdünnungen von
1:6400 oder hohen Konzentrationen erzielt mit 2,6-Dinitro^tert.-butylphenyl-^.o-Dinitro^-tert.-amylphenyl-,
2,4-Dinitro-6-(2-octyl)-phenyl- und 2,4-Dinitro-6-cyclohexylphenyl-4-pentenoat.
Die Wirkstoffe nach der Erfindung sind besonders gut anwendbar gegen Podosphaera leucotricha auf Äpfel-,
Birnen- und Quittenbäumen; Podosphaera oxyacanthae auf Äpfel-, Aprikosen-, Kirsch-, Pfirsisch- und Birnbäumen,
Erysiphe graminis auf Getreide und Gräsern, wie Gerste, Hafer, Roggen, Weizen und Rasengräsern;
Erysiphe cichoracearum auf Kürbis, Endivien- und Kopfsalat, Chrysanthemen, Cosmeen, Dahlien, Delphinium,
Malven und Phlox, Microsphaera euonymi auf Euonymus;
Uncinula necator auf Reben; Sphaerotheca humuli auf Hopfen, Brombeeren, Ackerbeeren, Himbeeren, Erdbeeren,
Rosen usw.; Erysiphe polygon; auf Gemüsen, wie Bohnen, Erbsen, Rettich, Rübchen, und Blumen, wie Astern,
Akelei, Dahlien, Delphinium, Hortensien und Pfingstrosen; Microsphaera alni auf Heidelbeeren, Preiselbeeren,
Pecannüssen, Haselnüssen, Trompetenbäumen, gemeinem Hartriegel, Ulmen, Stechpalmen, Magnolien, Liguster,
Flieder, Erlen und Schneeball; Phyllactinia corylea auf Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Himbeeren,
Eschen, Berberitzen, Holzäpfeln, gemeinem Hartriegel und Haselnüssen; Oidium tabaci auf Tabak
oder Oidium tingitanium auf Citrusfrüchten.
Der Verdünnungsgrad der Wirkstoffe und die Menge der Anwendung zur Erreichung optimaler Ergebnisse
ist auf die jeweilige Pflanzenkultur und den jeweiligen
ίο Schädling abzustimmen. Im allgemeinen werden 56 bis
112 g je 3781 für Obst- und Nußbäume, 46 bis 112 g auf
Kürbisse, Pflanzen und Blumen und 56 bis 453 g auf Pflanzen in Baumschulen angewandt. Die Wirkstoffe
nach der Erfindung wirken sowohl prophylaktisch wie
»5 auch zur Bekämpfung bei bereits eingetretenem Befall.
Eine interessante Eigenschaft der Wirkstoffe nach der
Erfindung liegt in ihrer baktericiden Wirkung. Gegen
Salmonella typhosa besitzen sie einen Phenol-Koeffizienten
von über 1, für 2,4-Dinitro-6-caprylphenyl-4-pentenoat
ao ergibt sich ein Phenol-Koeffizient von 1,7, Das entsprechende
Crotonat zeigt dagegen, wenn !Überhaupt, einen Phenol-Koeffizienten unter 1. Gegen Micrococcus
pyogenes var. aureus hat 2,4-Dinitro-6-caprylphenyl-4-pentenoat
einen Phenol-Koeffizienten von 2,3.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Anwendung von Verbindungen der Formel
NOa οR1-( >—OCCH8CH2CH=CH2worin von den Substituenten R, und R2 jeweils der eine eine Nitrogruppe und der andere einen Alkylrest mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen, einen Cyclohexyl-, Phenyl- oder Benzylrest darstellt, als Schädlingsbekämpfungsmittel, insbesondere gegen Meltau.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 526 660;
Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, Bd. 7, 1951, S. 892 bis 901.90» 689/554 12.59
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