DE1071135B - Zweikanal - Niederfrequenzverstärker mit Pegelbalancierung - Google Patents
Zweikanal - Niederfrequenzverstärker mit PegelbalancierungInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04S—STEREOPHONIC SYSTEMS
- H04S7/00—Indicating arrangements; Control arrangements, e.g. balance control
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, in einem Zweikanal-Niederfrequenzverstärker für stereophonische Wiedergabeanlagen,
neben dem für beide Kanäle gemeinsamen Lautstärkeregler, der im allgemeinen als Tandempotentiometer
ausgeführt wird, noch einen weiteren Regler vorzusehen, der zum Ausgleich von Verstärkungs- oder
Pegelunterschieden dient.
Die Ausführung eines solchen Reglers geschieht z. B.
in der Weise, daß einer der beiden getrennten Verstärker (Kanal 1) einen zusätzlichen Pegelregler erhält,
während die Verstärkung des anderen Verstärkers (Kanal 2) um einen festen Betrag durch einen Spannungsteiler
oder andere Maßnahmen reduziert wird. Mit dem zusätzlichen Regler im Kanal 1 kann dann
sowohl eine höhere als auch eine geringere Verstärkung gegenüber Kanal 2 eingestellt werden.
Bei einer anderen bekannten Anordnung zur Regelung des Verstärkungsverhältnisses beider Kanäle
wird in beiden Kanälen je ein zusätzlicher Pegel regler verwendet, die gegensiniiig veränderbar und gemeinsam
bedienbar sind. In der Mittelstellung der Regler sind die Verstärkungen in beiden Kanälen gleich. Bei
abweichender Einstellung der meistens als Tandempotentiometer ausgeführten Regler wird die Verstärkung
jeweils in einem Kanal vergrößert und zugleich im anderen Kanal vermindert. Gegenüber der zuerst
genannten Methode hat diese Anordnung den Vorteil, daß die insgesamt von beiden Verstärkern abgegebene
Leistung bei Betätigung des Ausgleichreglers infolge der differentiellen Wirkungsweise annähernd konstant
bleibt.
Beide Anordnungen haben den Nachteil, daß in beiden Verstärkerkanälen im Mittel ein zusätzlicher Verstärkungsverlust
in der Größenordnung von etwa 6 bis 10 db in Kauf genommen werden muß, um für alle
Fälle für die Pegelausgleichsregelung genügend Reserve zu haben. Dieser Verstärkungsverlust ist besonders
bei modernen Rundfunkempfängern der Mittelklasse, die für die Wiedergabe stereophon aufgenommener
Schallplatten eingerichtet werden, nicht tragbar, da der für die beiden getrennten Verstärkerkanäle
erforderliche Aufwand bereits so erheblich ist, daß ein weiterer Röhrenaufwand nicht in Frage kommt.
Ein anderer Nachteil der genannten bekannten Anordnungen liegt in der Notwendigkeit abgeschirmter
Zuleitungen für den oder die Pegelausgleichsregler. Das ist besonders schwerwiegend, weil diese Regler
im allgemeinen nicht in der Nähe des Lautstärkereglers angeordnet werden, sondern z. B. in der Schallwand
eines Rundfunkempfängers. Häufig ist auch eine Fernbedienung des Ausgleichsregler notwendig, da gerade
bei stereophonischeu Wiedergabeanlagen der Standpunkt
des Hörers für die von beiden Kanälen bzw. Lautsprechern subjektiv empfundene Lautstärke von
Zweikanal-Niederfrequenzverstärker
mit Pegelbalancierang
mit Pegelbalancierang
Anmelder:
Körting Radio Werke G.m.b.H.,
Grassau (Chiemgau)
Grassau (Chiemgau)
Dipl.-Phys. Dr. Waldemar Moortgat-Pick,
Grassau (Chiemgau),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
großem Einfluß ist. In diesen Fällen müssen die Ausgleichsregler zwangläufig niederohmig sein, damit
durch die abgeschirmten Leitungen keine Verminderung der hohen Frequenzen eintritt. Das zwingt bei
Anwendung der herkömmlichen Schaltungen zu Spezialanordnungen mit vermehrtem Röhrenaufwand.
Das Ziel der Erfindung Hegt darin, die angeführten
Nachteile zu vermeiden und dennoch eine wirksame, auch für eine Fernbedienung gut geeignete Schaltung
anzugeben. Die erfindungsgemäße Lösung geht von dem Gedanken aus, daß in dem modernen Niederfrequenzverstärker
der Rundfunkempfänger zur Verminderung des Klirrfaktors und zur Korrektur des Frequenzganges
eine Gegenkopplung angewandt wird. Zum Ausgleich von Verstärkungs- bzw. Pegelunterschieden
genügt bereits eine geringe, gegensinnige Veränderung des Gegenkopplungsgrades in beiden Kanälen,
was auf die übrigen erwünschten Funktionen der Gegenkopplung praktisch ohne merkbaren Einfluß
bleibt.
Die Schaltung nach dem Erfindungsgedanken kommt in einem Zweikanal-Niederfrequenzverstärker mit
Pegelbalancierung für stereophonische Zwecke mit zwei getrennten Verstärkern 1, 2 und zwei getrennten,
im Eingang eines jeden Verstärkers angeordneten Lautstärkereglern 3, 4, die mechanisch gekuppelt oder
als ein Tandempotentiometer ausgeführt sind, und deren Fußpunkte in bekannter Weise zur Erzielung einer für
jeden \Terstärker getrennt wirksamen Gegenkopplung
an dem Abgriff eines über den Ausgangsklemmen des zugehörigen Verstärkers liegenden Spannungsteilers
5, 6, 7, 8 angeschlossen sind, zur Anwendung. Erfindungsgemäß sind die beiden Widerstände 6, 8, die als
Querwiderstäude der für die Gegenkopplung vorgesehenen
Ausgangsspannungsteiler wirken, zum Zweck
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einer Änderung des Pegelverhältnisses bzw. zum Ausgleich von Verstärkungs- oder Pegelunterschieden der
beiden Verstärker gegensinnig regelbar, und die Regelung beider Widerstände erfolgt mit einem gemeinsamen
Bedienungsknopf.
Im praktischen Fall liegen die Gegenkoppluugspannungsteiler
über den Sekundärwicklungen der Ausgangsübertrager. Die regelbaren Querwiderstände
liegen in der Größenordnung von 100 bis 500 Ohm. Es können daher relativ lange, unabgeschirmte Verbindungsleitungen
benutzt werden, was besonders für eine Fernbedienung wesentlich ist. Erfindungsgemäß werden
die beiden gegensinnig regelbaren Widerstände zweckmäßig als Tandempotentiometer ausgeführt.
Abb. 1 zeigt ein Beispiel der erfindungsgemäßen Schaltung in halbschematischer Darstellung mit den beiden
Verstärkern 1 und 2, dem Tandemlautstärkeregler 3 bis 4 und dem Tandempotentiometer 6 bis 8 für die
Pegelverhältnisregelung. 5 und 7 sind die Längswiderstände der beiden Gegenkopplungsspannungsteiler.
Eine Weiterbildung des Erfindungsgedankens liegt darin, daß die beiden gegensinnig regelbaren Widerstände
als ein einziges Potentiometer 9 ausgeführt werden, wie Abb. 2 zeigt. Die übrigen Bezeichnungen
stimmen mit denjenigen der Abb. 1 überein. Die Anordnung nach Abb. 2 ist im allgemeinen vorzuziehen.
da das Einzelpotentiometer billiger ist als ein Tandempotentiometer.
Nach einem weiteren Erfindungsgedanken ist es ferner zweckmäßig, in Reihe mit beiden gegensinnig regelbaren
Widerständen zwei feste Widerstände 10, 11 zu schalten, um den Regelbereich für die Änderung des
Pegelverhältnisses auf einen zweckmäßigen Wert zu begrenzen. Eine entsprechende Schaltung zeigt Abb. 3.
Hier kommen zugleich die im Rundfunkempfänger übliche frequenzabhängige Gegenkopplung mit den
Hochpaßgliedern 12, 15 und den Tiefpaßgliedern 13, 14. 16, 17 sowie die für eine physiologisch richtige
Lautstärkeregelung gebräuchlichen Netzwerke 18. 19, 20 und 21, 22, 23 und zwei angezapfte Potentiometers,
4 zur Anwendung. Die übrigen Bezeichnungen stimmen mit demjenigen der Abb. 2 überein.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltung nach Abb. 3 ergibt sich, wenn die auszugleichenden
Pegelunterschiede beider Kanäle, wie es häufig der Fall ist, vorwiegend durch Gleichlauffehler
des Tandemlautstärkereglers 3,4 bedingt sind. Bei Betätigung des erfindungsgemäßen Reglers 9 erfolgt in
Verbindung mit der durch die frequenzabhängige Gegenkopplung und die Netzwerke 18, 19, 20, 21, 22, 23
gegebenen physiologischen Lautstärkeregelung auch eine weitgehend physiologisch richtige Pegelausgleichsregelung.
Liegt z. B. der Schleifer des Potentiometers 3 (Tandempotentiometer 3 und 4) elektrisch näher an Erde
als der Schleifer des Potentiometers 4, so werden durch die Wirkung der Netzwerke 18, 19, 20, 21, 22, 23 und
der frequenzabhängigen Gegenkopplung die mittleren Frequenzen im Kanal 1 relativ stärker, dagegen im
Kanal 2 relativ weniger geschwächt. Beim Ausgleich der Pegel mit Hilfe des Reglers 9 wird aber die Gegenkopplung
zwangläufig im Kanal 1 vermindert und im Kanal 2 verstärkt, so daß die mittleren Frequenzen im
Kanal 1 relativ angehoben und im Kanal 2 relativ geschwächt
werden. Damit erfolgt außer dem Pegelausgleich auch ein Ausgleich des Frequenzganges. Bei
günstiger Bemessung gestatten die festen Widerstände
ίο 10. 11 diesbezüglich eine näherungsweise Anpassung
an die optimalen Verhältnisse — neben der Festlegung des sinnvollen Regelbereichs des Reglers 9. In der
Praxis haben die festen Widerstände 10 und 11 (z.B. je 50 Ohm) etwa */» des Wertes des in der Mittelstellung
des Reglern 9 gegebenen gesamten Spannungsteilerquerwiderstandes
(z.B. je 150 Ohm), so daß das Potentiometer 9 dann z. B. den Wert von 200 Ohm bekommt.
Claims (4)
1. Zweikanal - Niederfrequenzverstärker mit Pegelbalancierung für stereophony sehe Zwecke
mit zwei getrennten Verstärkern (1, 2) und zwei getrennten, im Eingang eines jeden Verstärkers
angeordneten Lautstärkereglern (3, 4), die mechanisch gekuppelt oder als ein Tandempotentiometer
ausgeführt sind, und deren Fußpunkte in bekannter Weise zur Erzielung einer für jeden Verstärker
getrennt wirksamen Gegenkopplung an dem Abgriff eines über den Ausgangsklemmen des zugehörigen
Verstärkers liegenden Spannungsteilers (5, 6, 7, 8) angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Widerstände (6, 8), die als Ouerwiderstände der für die Gegenkopplung
vorgesehenen Ausgangsspannungsteiler wirken, zum Zweck einer Änderung des Pegelverhältnisses
bzw. zum Ausgleich von Verstärkungs- oder Pegelunterschieden der beiden Verstärker gegensinnig
regelbar sind und daß die Regelung beider Widerstände mit einem gemeinsamen Bedienungsknopf
erfolgt.
2. Zweikanal-Niederfrequenzverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden gegensinnig regelbaren Widerstände als ein Tandempotentiometer (6, 8) ausgeführt sind.
3. Zweikanal-Niederfrequenzverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
gegensinnig regelbaren Widerstände als ein einziges Potentiometer (9) ausgeführt sind, dessen
Schleifer an Masse liegt.
4. Zweikanal-Niederfrequenzverstärker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mit den beiden gegensinnig regelbaren Widerständen zur Begrenzung des
Regelbereichs je ein fester Widerstand in Reihe geschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
G 909 689/404 12. 59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1071135B true DE1071135B (de) | 1959-12-17 |
Family
ID=595889
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1071135D Pending DE1071135B (de) | Zweikanal - Niederfrequenzverstärker mit Pegelbalancierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1071135B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1137767B (de) * | 1960-07-11 | 1962-10-11 | Philips Nv | Akustische Balance-Einstellung bei einer Vorrichtung fuer stereophonische Wiedergabe |
-
0
- DE DENDAT1071135D patent/DE1071135B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1137767B (de) * | 1960-07-11 | 1962-10-11 | Philips Nv | Akustische Balance-Einstellung bei einer Vorrichtung fuer stereophonische Wiedergabe |
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