DE1069738B - - Google Patents
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/7015—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein elektrischer Druckgasschalter, bestehend aus einem festen und
einem beweglichen Kontakt, einer Zuleitung für den Blasstrom an die Kontakte, welche mit einer Quelle
für ein unter Druck stehendes Gas verbunden ist, einem an den Kontakten angeordneten Lichtbogenschacht
zur Aufnahme des Lichtbogens und zum Ausblasen der Lichtbogenprodukte sowie einem den beweglichen
Kontakt umgebenden, in der Blasstromleitung angeordneten Blasstromteiler, der die Blasstromleitung
bei geschlossener Schalterstellung vollkommen schließt.
Es sind elektrische Hochspannungsschalter mit Lichtbogenlöschung bekannt, bei denen ein Druckluftkanal
in eine Lichtbogenlöschdüse mündet. Bei geschlossener Stellung des Schalters schließt der bewegliche
Kontakt jedoch nicht die Blasstromleitung, sondern umströmt den Kontaktstift. Auch wird der Blasstrom
nicht geteilt, sondern umhüllt während der Dauer der Löschung den festen Kontakt, um hierdurch
ein Ausbrechen des Lichtbogens zu verhindern.
Andere bekannte Hochspannungsschalter mit Lichtbogenlöschung arbeiten mit entgegengesetzt gerichteten
Beblasungsteilströmen, die in Richtung des festen Kontaktes aus dem Löschkopf abgeführt werden, und
zwar derart, daß das Druckmittel unter einem Winkel zur freien Lufttrennstrecke des Schalters aus dem
Löschkopf austritt. Der bewegliche Kontakt ist hierbei als stiftförmiger Hohlkontakt ausgebildet, durch
den ein Teil des Blasstroms abfließt.
Bei anderen bekannten Druckluftschaltern sind die die Druckluft aufteilenden leitenden Organe becherförmig
ausgebildet und ineinandergeschachtelt, so daß sie gleichzeitig einen kapazitiven Spannungsteiler
bilden, während das Druckmittel durch einzelne Kanäle strömt, die schmal im Verhältnis zu ihrer
Länge sind, um eine möglichst wirbelfreie Strömung zu erzeugen. Zwar treffen die Teilblasströme in entgegengesetzter
Richtung zusammen, jedoch schließt der bewegliche Kontakt die Blasstromleitung bei geschlossenem
Kontakt nicht ab.
Andere bekannte Druckgasschalter mit freier Lufttrennstrecke zwischen den beiden Leistungskontakten
verwenden zwei hohle Schaltkontakte, durch welche die Schaltprodukte aus der Schaltstrecke zwischen den
Kontaktenden abgeführt werden. Der Blasstrom verläßt daher den Schalter in zu seiner Eintrittsrichtung
entgegengesetzter Richtung.
Ausgehend von diesen bekannten Vorrichtungen bezweckt die Erfindung die Schaffung eines elektrischen
Schalters mit Lichtbogenlöschung, bei dem der Blasstrom in zwei Teile unterteilt wird, um den bei der
Kontakttrennung entstehenden Lichtbogen zu zerkleinern, und bei dem zusätzlich die Führung des
Elektrischer Schalter
mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas
mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas
Anmelder:
Allis-Chalmers Manufacturing Company, West Allisf Wis. (V. St. A.)
Allis-Chalmers Manufacturing Company, West Allisf Wis. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. K.-A. Brose, Patentanwalt,
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 17. Januar 1956
Joseph Maria Ramrath, Mattapan1 Mass. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Blasstroms so eingerichtet ist, daß der zerteilte Lichtbogen in kürzester Zeit zwischen die Aufspaltplatten
gebracht wird und somit die Bildung eines hohen Lichtbogens vermieden wird. Erfindungsgemäß wird
dies dadurch erreicht, daß der Blasstromteiler aus einem Kopfstück mit einem Kanal für einen durch
den Blasstromteiler gehenden Strom von Druckgas sowie zwei den beweglichen Kontakt eng umschließenden
Schenkeln besteht. Zur Ablenkung des zerteilten Lichtbogens auf die Ablenkplatten wird daher ferner
vorgeschlagen, daß der Kanal bei geöffneter Schalterstellung einen weiteren Strom von Druckgas in die
beiden hinter dem Blasstromteiler konvergierenden Druckgaskanäle leitet. Auf diese Weise wird erreicht,
daß die Durchschlagfestigkeit des beim öffnen des Schalters gebildeten Zwischenraums durch eine besondere
Führung des Blasstroms erhöht wird, ohne daß eine Druckerhöhung des Gases der Beblasung erforderlich
ist.
Die Erfindung geht aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichungen hervor. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Stromschalters mit Gas- oder Flüssigkeitsblasung nach der Erfindung
teilweise im Schnitt,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1.
Der Kreuzstrom-Luftblasschalter, von dem die Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel zeigt, weist gegeneinander bewegliche
Kontakte für den Lichtbogen auf, und zwar einen festen Fingerkontakt 7 und einen messerartigen
schwenkbaren Kontakt 8. Der feste Kontakt kann in bekannter Weise eine Vielzahl stromführender Kon-
909 650/395
takte und einen Kontakt für den Lichtbogen haben und ist mit einer Leitungsklemme9 des Schalters elektrisch
leitend verbunden. Der bewegliche messerartige Kontakt ist mit der anderen Leitungsklemme 10 verbunden.
Obgleich Stromschalter nach Art des in den Zeichnungen dargestellten Schalters mehrere Pole
haben, nämlich einen für jede Phase eines Mehrphasenstromes, ist in den Zeichnungen nur ein Pol dargestellt
und wird der Schalter so beschrieben, als wenn es ein einpoliger Schalter wäre.
Der bewegliche Kontakt 8 ist zum öffnen und Schließen der Kontakte mit Hilfe einer Verbindungsstange 11 in geeigneter Weise mit einer nicht dargestellten
Bedienungseinrichtung verbunden. Um den beim öffnen der unter Strom stehenden Kontakte entstehenden
Lichtbogen zu löschen, ist bei den Kontakten ein isolierender Lichtbogenlöschschacht 12 so angeordnet,
daß der Lichtbogen am Schachtanfang direkt gegen eine Gasstromzuleitung 13 gezogen wird. Diese
Zuleitung 13 ist in geeigneter Weise über ein nicht dargestelltes Ventil mit einem Erzeuger eines komprimierten
Mediums, wie z. B. einer Druckluftquelle, verbunden, die beispielsweise einen nicht dargestellten
Vorratsbehälter und einen Kompressor aufweist.
Der Lichtbogenlöschschacht kann beispielsweise einen Zwillingskanal 14 bilden, der aus einem ersten
Blaskanal 15 zum Unterbrechen verhältnismäßig hoher Ströme und einem zweiten Blaskanal 16 zum Unterbrechen
verhältnismäßig niederer Ströme besteht.
Erfindungsgemäß ist ein aus Isoliermaterial bestehender Blasstromteiler 19 in der Blasmediumzuleitung
13 angeordnet, um den Blasstrom dort zu zerteilen, wo er in hoch konzentrierter Form von der Zuleitung
13 in die Lichtbogenkammer gelangt, die dazu vorgesehen ist, den Lichtbogen nach seiner Entstehung
aufzunehmen. Die Lichtbogenkammer weist mehrere Lichtbogenaufspaltplatten 20 auf, die zwischen
den Lichtbogenkontakten quer zur Längsachse des Lichtbogens angeordnet sind. Wenn sich der Lichtbogen
dehnt, so wird er um die Lichtbogenaufspalt- oder -schneidplatten 20 gebogen und durch die Kraft
des Blasstromes zwischen die Platten 20 in enge Spalte gedrückt, wo er durch die Kühlwirkung der
Seitenwände und die Zersetzung der Platten, die Löschgase erzeugen, Wärmeenergie verliert.
Der Blasstromteiler 19 hat U-förmige stromlinienförmige Gestalt und zwei Schenkel 22 und 23, die
durch ein gerundetes Kopfstück 24 verbunden sind. Die Schenkel 22 und 23 sind so angeordnet, daß sie
den beweglichen Kontakt 8 im wesentlichen umgeben, wenn er beim öffnen des Schalters durch die Zuleitung
13 hindurchtritt. Die Schenkel 22 und 23 des Blasstromteilers erstrecken sich längs der Längsachse der
Zuleitung 13 und liegen mit dem freien Ende an der Lichtbogenentstehungszone. Das Kopfstück 24 des
Blasstromteilers 19 ist mit einem Durchlaßkanal 25 für das Blasmedium versehen, der sich in der Längsrichtung
der Zuleitung 13 erstreckt. Der Durchlaßkanal 25 leitet einen Teil des Blasmediums, das durch
den Blasstromteiler 19 zwischen dessen Schenkeln 22, 23 und dem beweglichen Kontakt 8 hindurchströmt.
Der Blasstromteiler 19 kann unmittelbar unter einer von der Zuleitung 13 in der Lichtbogenentstehungszone
gebildeten Düse 26 angeordnet werden.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist der Blasstromteiler 19 konzentrisch in der Zuleitung 13 angeordnet, und
zwar so, daß er das Blasmedium, das von der Lichtbogenentstehungszone abwärts durch die Zuleitung 13
zuströmt, in mindestens zwei Ströme teilt und diese Ströme durch den Lichtbogen und die Lichtbogenent-
stehungszone in entgegengesetzte Richtungen leitet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, bilden die Schenkel des
Blasstromteilers 19 zwischeneinander einen Steuerkanal 27, der das bewegliche sichelförmige Kontaktmesser
8 aufnimmt und das Entweichen der Preßluft und Lichtbogenprodukte in die Blaskanäle 15 und 16
steuert.
Eine Nebenelektrode 28, die beispielsweise aus einer Wolframlegierung besteht, kann rechtwinklig zum
Lichtbogenweg an der Einströmseite der Düse 26 angebracht sein. Die Nebenelektrode 28, die aus aerodynamischen
Gründen runde Form haben kann, ist mit einem niederohmigen Dämpfungswiderstand 29 verbunden,
der an der Außenseite der Unterbrechungskammer angeordnet ist. Das eine Ende des Dämpfungswiderstandes
29 ist mit dem festen Kontakt 7 und das andere Ende mit der Nebenelektrode 28 verbunden.
Wenn der Lichtbogen gegen die Nebenelektrode 28 geblasen wird, so wird der Lichtbogenstrom
über den Dämpfungswiderstand 29 geleitet, wodurch, wie bekannt ist, das Wiederaufleben der Spannung des
Lichtbogens verzögert und die Trennfähigkeit der Schaltvorrichtung gesteigert wird.
Wie aus der Zeichnung und insbesondere aus der Stromlinienform des Blasstromteilers hervorgeht,
wird die Blasluft auf ihrem Weg zu der Lichtbogenentstehungszone mit einem Minimum an Turbulenz,
aber in der Lichtbogenzone selbst mit einem Maximum an Turbulenz geleitet. Der Blasstromteiler 19 umschließt
das bewegliche Kontaktmesser 8 und hält die Blasluft von dem festen Kontaktfinger fern. Die Wirbelung
in der Lichtbogenzone wird dadurch erreicht, daß die Blasluft in zwei entgegengesetzten Strömen in
die Lichtbogenzone geleitet wird. Der Lichtbogen wird in die Auf einanderprallzone dieser beiden Ströme
gezogen, wodurch ein Maximum an Wirbelung in der Lichtbogenzündzone verursacht wird.
Die Blasluft sollte vor dem Eintritt in die Lichtbogenzone möglichst wenig freie Ionen und Elektronen
enthalten. Dadurch, daß die Luft in zwei Strömen um die stromlinienförmige Kontaktmesserhülle in die
Lichtbogenzone gebracht wird, wird eine Überstrahlung durch den Lichtbogen wirksam abgeschirmt und
Thermoionisation vermieden und frische nicht verunreinigte Blasluft gewährleistet.
Wenn eine Lichtbogenunterbrechung bei einem frühen Nullstrom stattgefunden hat, so muß in der
Lichtbogenzone sofort eine hohe Durchschlagsfestigkeit durch die Blasluft erzeugt werden, und Lichtbogenprodukte
dürfen durch ihre Anwesenheit das dielektrische Feld nicht beeinträchtigen. Sie müssen
schnell entfernt werden. Dadurch, daß der Lichtbogen an die Abströmseite einer Expansionsdüse gezogen
wird, werden die gasförmigen Leiter leicht und mit großer Geschwindigkeit in den Kühlungsteil gebracht,
wodurch die dielektrische Feldstärke der Lichtbogenzone erhalten bleibt und das Auftreten von Nachzündungen,
die durch schnelles Ansteigen der wiederauflebenden Spannung entstehen, wirksam vermieden
wird.
Der Luftstrom sollte den Lichtbogen plötzlich, mit großer Heftigkeit gleich nach seiner Entstehung angreifen,
um das Aufkommen von Lichtbogenenergie zu reduzieren. Dies wird dadurch erreicht, daß das
Kontaktmesser 8 die gesamte öffnung der Düse 26 ausfüllt, bis sich der Lichtbogen gebildet hat. Indiesem
Augenblick wird ein kleiner Teil der Düse 26 durch das Kontaktmesser 8 geöffnet, und die komprimierte
Luft schießt plötzlich und mit großer Kraft auf den beginnenden Lichtbogen. Die Blasluft wirkt in dem
Claims (2)
1. Elektrischer Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas, bestehend aus einem festen und
einem beweglichen Kontakt, einer Zuleitung für den Blasstrom an die Kontakte, welche mit einer
Quelle für das unter Druck stehende Gas verbun-
den ist, einem an den Kontakten angeordneten Lichtbogenschacht zur Aufnahme des Lichtbogens
und zum Ausblasen der Lichtbogenprodukte sowie einem den beweglichen Kontakt umgebenden, in
der Blasstromleitung angeordneten Blasstromteiler, der die Blasstromleitung bei geschlossener Schalterstellung
vollkommen schließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Blasstromteiler (19) aus einem
Kopfstück mit einem Kanal (25) für einen durch den Blasstromteiler (19) gehenden Strom von
Druckgas sowie zwei den beweglichen Kontakt (8) eng umschließenden Schenkeln (22, 23) besteht.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (25) bei geöffneter Schalterstellung
einen weiteren Strom von Druckgas in die beiden hinter dem Blasstromteiler (19) konvergierenden
Druckgaskanäle leitet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 621 518, 629 420,
192, 901 201, 908 878, 909 216, 919 655;
USA.-Patentschriften Nr. 2 526 387, 2 708 699.
Deutsche Patentschriften Nr. 621 518, 629 420,
192, 901 201, 908 878, 909 216, 919 655;
USA.-Patentschriften Nr. 2 526 387, 2 708 699.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 650/395 11.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US559674A US2829221A (en) | 1956-01-17 | 1956-01-17 | Circuit breaker employing opposed fluid blasts |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069738B true DE1069738B (de) | 1959-11-26 |
Family
ID=24234555
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069738D Pending DE1069738B (de) | 1956-01-17 |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1069738B (de) |
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