DE1069333B - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE1069333B DE1069333B DENDAT1069333D DE1069333DA DE1069333B DE 1069333 B DE1069333 B DE 1069333B DE NDAT1069333 D DENDAT1069333 D DE NDAT1069333D DE 1069333D A DE1069333D A DE 1069333DA DE 1069333 B DE1069333 B DE 1069333B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- factor
- column
- phase
- solvent
- fraction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Landscapes
- Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
- Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
- Compounds Of Unknown Constitution (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung antibiotischer Faktoren, die unter anderem in
einem als--E 12^9 bezeichneten antibiotischen Stoff enthalten sind, wobei bestimmte Faktoren daraus in gereinigter
Form erhalten werden.
Im Patent 1 037 069 wird die Erzeugung des neuen Antibiotikums E 129 beschrieben, das durch Züchtung
von Streptomyces ostreogriseus (NCIB 8792, NRRL 2558) auf oder in einem geeigneten Medium gebildet
wird.
Es besteht offenbar aus einer Reihe von Faktoren, von denen einige auch in früher isolierten anderen
Antibiotika vorkommen. E 129 enthält in der Hauptsache drei Faktoren, nämlich die Faktoren A, B und Z.
Hiervon sind die Faktoren A und Z identisch mit den von W.D. Celmer undB. A. Sobinals PA114Aund
PA 114 B bezeichneten Faktoren (Antibiotics Annual, 1955-56, S.437). Der Faktor B ist jedoch eine neue
Verbindung und in Patent 1 037 070 beschrieben.
In der Literatur ist angegeben, daß die Faktoren PA 114 A und PA 114 B (Faktor A bzw. Z) gegen
verschiedene pathogene Bakterien synergistisch wirken. In Patent 1 049 542 wurde gezeigt, daß der neue
FaktorB ebenfalls synergistisch mit PA114B (Z) wirkt, da Gemische der Faktoren B und Z eine größere
antibiotische Wirkung zeigen als entsprechende Gemische aus den Faktoren A und Z, was sich beispielsweise
bei Schutztesten an der Maus ergab.
Die Darstellung der Faktoren A, B und Z in reiner Form aus rohem E 129 ist in hohem Grade erstrebenswert,
um die Zubereitung von Gemischen der reinen Faktoren mit einstellbarer antibiotischer Aktivität zu
ermöglichen und synergistische Gemische mit optimaler Aktivität herzustellen. Die Durchführung der
Trennung der verschiedenen Faktoren hat sich jedoch bisher als schwierig erwiesen. Es wurden für die technische
Durchführung wenig geeignete Arbeitsweisen angewandt.
Es wurde nun gefunden, daß die verschiedenen, in rohem E 129 vorhandenen Faktoren und insbesondere
die E 129-Faktoren A, B und Z leicht voneinander getrennt und in wenigstens teilweise gereinigter Form
erhalten werden können, wenn man zwei ader mehrere dieser Faktoren enthaltende Gemische unter bestimmten,
im folgenden beschriebenen Bedingungen der Verteilungschromatographie unterwirft.
Bei der praktischen Durchführung der Verteilungschromatographie wird eine als statische Phase bezeichnete
flüssige Phase an einem Adsorptionsmittel adsorbiert, wonach das die statische Phase enthaltende Adsorbens
mit einer weiteren flüssigen, als mobile Phase bezeichneten Phase eluiert wird, die im allgemeinen
wenigstens teilweise mit der statischen Phase nicht mischbar ist. Das Adsorptionsmittel adsorbiert im all-
Verfahren zur Abtrennung
der antibiotisch wirksamen Faktoren A, B und bzw. oder Z aus rohem E 129
der antibiotisch wirksamen Faktoren A, B und bzw. oder Z aus rohem E 129
Anmelder:
Glaxo Laboratories Limited,
Greenford, Middlesex (Großbritannien)
Glaxo Laboratories Limited,
Greenford, Middlesex (Großbritannien)
Vertreter:
Dr. F. Zumstein, Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Ε. Assmann und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. September 1957
Großbritannien vom 20. September 1957
Ernest Lester Smith, North Harrow, Middlesex,
Harold Cullen Shaw, Penn, Buckinghamshire,
und Karl Heinz Fantes, Bushey, Hertfordshire,
(Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
Harold Cullen Shaw, Penn, Buckinghamshire,
und Karl Heinz Fantes, Bushey, Hertfordshire,
(Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
gemeinen die zu trennenden Substanzen nicht, wie dies bei der Adsorptionschromatographie der Fall ist, sondern
wirkt als Träger für die statische flüssige Phase Tatsächlich soll das Adsorbens vorzugsweise nur gelinge oder gar keine adsorptiven Eigenschaften für
die Komponenten des zu trennenden Gemisches aufweisen. Die Trennung der Bestandteile des Gemisches
erfolgt daher durch Austausch zwischen den zwei flüssigen Phasen.
Bei der Verteilungschromatographie verwendet man als statische flüssige Phase ein Gemisch aus Wasser
und einem mit Wasser mischbaren, im wesentlichen polaren, organichen Lösungsmittel und als mobile
Phase ein praktisch unpolares, mit Wasser nicht mischbares, organisches Lösungsmittel, um einen oder
mehrere dieser Faktoren aus diesem Gemisch abzutrennen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist einfach in der Durchführung und kann leicht in technischem Maßstab
angewandt werden.
Als das zu trennende antibiotische Gemisch kann zweckmäßigerweise rohes E 129 verwendet werden,
wie es direkt bei der Züchtung eines E 129 erzeugenden Stamms von Streptomyces ostreogriseus, wie sie
beispielsweise in Patent 1037 069 beschrieben ist, erhalten wird.
909 649/395
Es kann jedoch vorteilhaft sein, das antibiotische Gemisch einer Vorbehandlung zu unterwerfen, um wenigstens
einen Teil des gegebenenfalls darin enthaltenen Faktors A zu entfernen. Diese Vorbehandlung
läßt sich leicht durch Auflösen des antibiotischen Gemisches in einem Lösungsmittel erzielen, worin der
Faktor A weniger löslich ist als die anderen Faktoren, so daß er bevorzugt auskristallisiert. Ein geeignetes
Lösungsmittel ist Essigsäureäthylester, weshalb gemäß einer Ausführungsform der Erfindung als Ausgangsmaterial
für die Verteilungschromatographie rohes E 129 verwendet wird, das einer Behandlung
zum Entfernen wenigstens eines Teils des Faktors A unterworfen worden ist.
Ferner kann das erfindungsgemäß zu trennende antibiotische Gemisch einer Vorbehandlung zur Entfernung
wenigstens eines Teils des Faktors Z unterworfen werden. Dies kann man beispielsweise durch
Säureextraktion des Essigsäureäthylesterfiltrats erzielen, das man nach Entfernung von wenigstens einem
Teil des Faktors A in der oben 'beschriebenen Weise erhalten hat. Das Verfahren der Säureextraktion des
FaktorsZ ist in-der Patentanmeldung G 24565 IVa/30h beschrieben.
Durch Vorbehandlung des antibiotischen Gemisches zur Entfernung wenigstens eines Teils des Faktors A
und/oder des Faktors Z wird die Abtrennung des.'Faktors B durch anschließende Verteilungschromatographie
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erleichtert. Es wird daher als Ausgangsmaterial rohes E 129
bevorzugt verwendet, das entweder einer oder vorzugsweise beiden der oben beschriebenen Vorbehandlungen
zur Entfernung des Faktors A und/oder des Faktors Z unterworfen worden ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt verwendete Lösungsmittel für die mobile Phase sind
aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol und Toluol oder ein Gemisch dieser Lösungsmittel. Derartige
Lösungsmittel können mit einem oder mehreren Lösungsmitteln verdünnt werden, die ein geringes
Lösungsvermögen für die E 129-Faktoren aufweisen, z. B. Cyclahexan, Tetrachlorkohlenstoff oder ein höherer
Äther, wie Isopropyläther. Als mobile Phase eignen sich ferner Chloroform oder Easigsäureäthylester,
die mit einem Lösungsmittel mit geringem Lösungsvermögen, wie oben erwähnt, verdünnt sind. Bei der
praktischen Durchführung wird die mobile Phase vorzugsweise mit einem Lösungsmittel von niedrigem Lösungsvermögen
verdünnt, bis die Faktoren Z und A aus der Säule eluiert sind. Anschließend wird der
Faktor B mit unverdünntem Lösungsmittel eluiert.
Die statische Phase besteht vorzugsweise aus einem Gemisch ausWasser und einem niederen 1- oder 2wertigen
Alkohol, z. B. Methylalkohol, Äthylalkohol, Äthylenglykol oder Propylenglykol. Hiervon sind
Methyl- und Äthylalkohol bevorzugt. Ein als statische Phase besonders geeignetes Lösungsmittel besteht
aus Methanol und Wasser in den Verhältnissen von 2:1 bis 1:2, vorzugsweise etwa 3 Teile Methylalkohol
auf 2 Teile Wasser. Im allgemeinen hat sich gezeigt, daß die Trennung der E 129-Faktoren bei den niederen
Methylalkoholkonzentrationen besser verläuft, jedoch ist die Kapazität der chromatographischen
Säule dann geringer als bei höheren Methylalkoholkonzentrationen. 6g
Als festen adsorbierenden Träger für die statische Phase kann man jede geeignete poröse Festsubstanz
verwenden, die keine wesentlichen adsorptiven Eigenschaften für die antibiotischen Faktoren aufweist. Zur
Zeit wird Kieselgur bevorzugt, doch stellen auch ge-
pulverte Cellulose, Stärke und Siliciumdioxyd sehr befriedigende Adsorpentien dar.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die statische Phase mit dem Trägerfeststoff
vermischt und die mobile Phase zur Trennung der vorhandenen Faktoren verwendet. Das Mengenverhältnis
von statischer Phase zu Trägerfeststoff hängt von der Menge an statischer Phase ab, die die
Festsubstanz aufnehmen kann. Kieselgur beispielsweise nimmt im allgemeinen etwa das Doppelte seines
eigenen Gewichtes an statischer Phase auf. Es hat sich gezeigt, daß ein Verhältnis von statischer Phase zu
Kieselgur von 6 bis 3 Teilen, vorzugsweise 5 Teilen der ersteren zu 4 Teilen des letzteren, bezogen auf das
Gewicht, zweckmäßig ist.
Nach dem Vermischen der statischen Phase mit der Trägerfestsubstanz wird in der Praxis meistens eine
Säule hergestellt, durch die die mobile Phase geleitet werden kann. Das zu behandelnde Ausgangsmaterial
kann entweder in der mobilen oder der statischen Phase gelöst werden, vorzugsweise wird es jedoch in
der statischen Phase gelöst, da diese ein besseres Lösungsmittel für E 129 darstellt. So hat es sich als
zweckmäßig erwiesen, eine gesättigte Lösung von E 129 in der statischen Phase zuzubereiten, die dann
mit der Trägerfestsubstanz vermischt wird. Dieses Gemisch wird dann auf das obere Ende der Säule aufgebracht
und die mobile Phase wird hindurchgeleitet. Die Höhe dieses E 129 enthaltenden Teils der Säule
soll vorzugsweise die Hälfte der Gesamtlänge der Säule nicht übersteigen und vorzugsweise nicht mehr
als das 0,8fache der Länge des Restes der Säule betragen.
Mit fortschreitender Entwicklung der Säule erfolgt die Trennung der verschiedenen Faktoren. Es sei darauf
hingewiesen, daß die Reihenfolge, in der die drei E 129-Faktoren A, B und Z wandern, folgende ist:
Z, A, B, wobei der Faktor Z am schnellsten wandert. Die Faktoren können getrennt aus verschiedenen Fraktionen
des Eluats oder etwas weniger gut durch Ausschneiden der Säulenabschnitte, die die jeweiligen
Faktoren enthalten und Extraktion dieser Abschnitte gewonnen werden.
Das nacheinander erfolgende Austreten der Faktoren kann verfolgt werden, indem man jeweils das Gewicht
des beim Verdampfen gleicher Anteile des Eluats erhaltenen Rückstands bestimmt oder, zweckmäßiger,
durch Tüpfelversuche mit Ferrichloridlösung, die nahezu augenblicklich eine rotbraune Färbung mit
Faktor Z und eine Grünfärbung mit den Faktoren A und B ergibt.
Bei der im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugten Arbeitsmethode wird die Säule zunächst
mit einem Cyclohexan-Benzol-Gemisch (z. B. 3 :5) zur Entfernung des Faktors Z, dem der Faktor A
folgt und dann mit Benzol allein zur Entfernung des Faktors B entwickelt.
Die Faktor-A-Fraktion kann, falls erwünscht, weiter gereinigt werden, beispielsweise durch Kristallisation,
vorzugsweise aus Essigsäureäthylester.
Die Faktor-Z-Fraktion kann, falls erwünscht, durch Kristallisation aus Methanol oder Äthanol entweder
direkt oder nach einer wie in der Patentanmeldung G 24565 IVa/30h beschriebenen Extraktion mit Säure
gereinigt werden.
Die Faktor-B-Fraktion kann, falls erwünscht, durch Wiederholung der Verteilungschromatognaphie weiter
gereinigt werden.
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, die erwähnten antibiotischen Fak-
toren in weitgehend reiner Form und praktisch vollständig voneinander getrennt zu erhalten. Das Verfahren
eignet sich besonders zur Erzielung von praktisch reinem Faktor B, der bisher nicht in einfacher
Weise rein erhalten werden konnte.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Das Lösungsmittelsystem wurde in folgendem Verhältnis angesetzt: Benzol 12,5 — Cyclohexan 7,5
(mobile Phase) — Methanol 12 — Wasser 8 (statische Phase). 40g säuregewaschenes Kieselgur als Träger
mit einem Gehalt von 60 ml der statischen Phase wurden in eine Säule von 3,0 cm Durchmesser eingefüllt
und ergaben eine Höhe von 27 cm.
3 g rohes E 129 wurden in 21 ml warmer wäßriger Phase (40° C) gelöst und auf 15 g Kieselgur als Träger
aufgebracht, die eingefüllt wurden und eine Höhe von 10 cm ergaben.
Die obere Phase des oben angegebenen Systems wurde durch die Säule geleitet, bis der Ferrichlorid-Tüpfeltest
keine rotbraune Farbe mehr ergab. Dieser Teil des Eluats enthielt den Faktor Z. Gewicht dieser
Fraktion = 662 mg.
Die spektroskopische Analyse ergab, daß hiervon 270 mg reiner Faktor Z waren.
Die Entwicklung mit der Lösungsmittelphase wurde fortgesetzt, und die Gegenwart von Faktor A in dem
Eluat wurde durch die sich mit Ferrichloridlösurug ergebende grüne Farbe verfolgt. Sobald diese Probe
negativ war, enthielt das durchgegangene Eluatvolumen den gesamten vorhandenen Faktor A und das
Gewicht dieser Fraktion betrug 1,43 g. Eine quantitative Ferrdchloridbestimmung ergab ein Gewicht von
1,18 g Faktor A.
Dann wurde mit wäßriger Phase gesättigtes Benzol zur Entwicklung der Säule verwendet, bis mit Ferrichloridlösung
keine Grünfärbung mehr auftrat. Diese Fraktion wog 806 mg, wovon 720 mg reiner Faktor B
waren.
Das vollständige Auswaschen der Säule mit Methanol ergab einen Rückstand von 80 mg.
Es wurde das gleiche Lösungsmittelsystem verwendet, wie es in Beispiel 1 beschrieben wurde. 21 g rohes
E 129 wurden in 270 ml heißem Essigsäureäthylester gelöst. Beim Abkühlen kristallisierten 4,7 g Faktor A
aus, die entfernt wurden; die Mutterlauge wurde zur 5" Trookne eingedampft. Es wurde eine Säule aus 380 g
Kieselgur als Träger mit einem Gehalt von 475 ml wäßriger Phase hergestellt, deren Durchmesser 7,6 cm
und deren Höhe 38 cm betrug.
16 g Festsubstanz aus der Essigsäureäthylesterlösung wurden erneut in 150 ml wäßriger Phase gelöst
und auf 100 g Kieselgur aufgebracht. Dieses Material wurde auf das obere Ende der vorher hergestellten
Säule gegeben und ergab eine Höhe von 9 cm.
Die Lösungsmittelphase wurde durch die Säule geleitet, bis mit Fernichlorid keine Rotfärbung mehr
auftrat.
Gewicht der Fraktion = 4,06 g, wovon. 2,5 g durch speiktroskopische Analyse als reiner FaktorZ nachgewiesen
wurden.
Dann wurde mit Lösungsmittelphase weiterentwikkelt, bis mit Ferrichlorid keine Grünfärbung mehr
auftrat.
Gewicht der Fraktion = 4,96 g, wovon 3,0 g aus Faktor A bestanden, ro
Zur Elution der B-Fraktion der Säule wurde Benzol verwendet, wobei man 5,8 g Substanz erhielt. Der Faktor-B-Gehalt
dieser Fraktion wurde quantitativ zu 4,1 g ermittelt.
Als Lösungsmiittelsystem wurde Benzol 20 (mobile Phase) — Methanol 12 — Wasser 8 (statische Phase)
verwendet.
500 g rohe E 129 wurden in 4000 ml heißem Essigsäureäthylester gelöst und ergaben nach Abkühlen und
Filtrieren 125 g rohen Faktor A. Die Mutterlaugen wurden dreimal mit je 1000 ml n/2-Salzsäure extrahiert,
wobei man 79 g Faktor Z als Ausbeute erhielt. Die Rückstände der Essigsäureäthylesterlösungen
wogen 240 g und wurden in 1000 ml wäßriger Phase gelöst, die von 800 g Kieselgur adsorbiert wurden.
Dieses Präparat wurde auf eine vorher zubereitete Säule von etwa 15,2 cm Durchmesser aufgebracht, die
aus 2 kg Kieselgur als Träger und 2,5 1 wäßriger Phase bestand.
Die Säule wurde mit Benzol allein entwickelt.
Die Gegenwart von FaktorA in dem ersten Eluat ergab sich aus Tüpfelproben mit Ferrichlorid, und sobald
die Intensität der Grünfärbung geringer wurde, wurde angenommen, daß die folgenden Eluate den
Faktor B enthielten.
Einzelne Volumina des Benzoleluats wurden entnommen und einzeln behandelt. Jedes Volumen wurde
weitgehend eingeengt und mit Petroläther (Siedebereich 40 bis 60° C) gefällt. Nach dem Abfiltrieren,
Trocknen und Wiegen wurden in aliquoten Anteilen Bestimmungen mit Ferrichlorid durchgeführt.
| Volumen | Gewicht | Reinheit | |
| 1. | 81 | 49 g | 60% |
| 2. | 71 | 30 g | 75% |
| 3. | 91 | 36 g | 85% |
| 4. | 91 | 20 g | 85% |
| 5. | 35 1 | 34 g | 73% |
Als Lösungsmittelsystem wurde verwendet: Toluol 12,5 — Cyclohexan 7,5 (mobile Phase) — Äthanol 12
—· Wasser 8 (statische Phase). 20 g Kieselgur als Träger für 25 ml wäßrige Phase wurden in eine Säule von
2,4 cm Durchmesser zu einer Höhe von 19 cm gepackt.
lOö mg rohes E 129 wurden in 5 ml wäßriger Phase gelöst und zu 4 g Kieselgur als Träger gegeben. Dieses
Präparat wurde auf die Säule aufgebracht und ergab eine Höhe von 4 cm.
Es wurde mit Lösungsmittelphase entwickelt, wobei man annahm, daß die ersten 150 ml den Faktor Z enthielten.
Gewicht der Fraktion — 19 mg. Die spektroskopische Analyse ergab die Gegenwart von 9 mg Faktor Z.
Die weitere Entwicklung mit mobiler Phase wurde fortgesetzt, bis mit Ferrichloridlosung keine Grünfärbting
mehr auftrat. Dieses Eluat ergab 49 mgr wovon 38,5 mg Faktor A waren. Dann wurde mit wäßriger
Phase gesättigtes Toluol zur Elution des Faktors B aus der Säule verwendet. Diese 33 mg wiegende Fraktion
enthielt nach der Berechnung 22 mg reinen Faktor B.
28 g CelMösepttlver (Standardsorte) als Träger für 35 ml wäßrige Phase (12 CH3OH : 8 H2O) wurden
Claims (18)
1. Verfahren zur Abtrennung der antibiotisch ■ wirksamen Faktoren A, B und/oder Z aus rohem
E 129, das zwei oder mehrere dieser Faktoren enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man das rohe
E 129 der Verteilungschromatographie unter Verwendung eines Gemisches aus Wasser und einem
mit Wasser mischbaren, im wesentlichen polaren organischen Lösungsmittel als statischer flüssiger
Phase und einem praktisch unpolaren, mit Wasser
nicht mischbaren organischen Lösungsmittel als mobiler Phase unterwirft.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoff ein bei der
Züchtung eines E 129 erzeugenden Stamms von Streptomyces ostreogriseus erhaltenes rohes E 129
verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoff rohes E 129
verwendet, aus dem wenigstens ein Teil des vorhandenen Faktors A entfernt worden ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den Faktor A durch Behandlung
des rohen E 129 mit einem Faktor A bevorzugt lösenden Lösungsmittel entfernt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als den Faktor A bevorzugt
lösendes Lösungsmittel Essigsäureäthylester verwendet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoff
rohes E 129 verwendet, aus dem wenigstens 1 Teil des vorhandenen Faktors Z entfernt worden
ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Faktor Z durch Säureextraktion
entfernt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man rohes E 129, aus dem wenigstens
ein Teil des Faktors A durch Behandlung mit Essigsäureäthylester entfernt worden ist, zur Entfernung
des Faktors Z der Säureextraktion unterwirft.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete
mobile Phase eines oder mehrere aromatische Kohlenwasserstoff lösungsmittel, Chloroform
oder Essigsäureäthylester enthält. (
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man als KohlenwasserstofElösungsmittel
Benzol oder Toluol verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 9 ader 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die mobile Phase mit
einem Lösungsmittel mit geringem Lösungsvermögen für die E 129-Faktoren verdünnt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel mit geringem
Lösungsvermögen Cyclohexan, Tetrachlorkohlenstoff oder einen höheren Äther verwendet.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete
statische Phase ein Gemisch aus Wasser und einem oder mehreren niederen 1- oder 2wertigen
Alkoholen enthält.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete statische Phase
aus Methylalkohol und Wasser in einem Verhältnis von 2 :1 bis 1 :2 besteht.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Träger für die statische Phase ein Adsorptionsmittel verwendet, das praktisch kein Adsorptionsvermögen für die Faktoren A, B oder Z aufweist.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man als Adsorptionsmittel Kieselgur,
gepulverte Cellulose, Stärke oder Siliciumdioxyd verwendet.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß man das rohe
E 129 in der statischen Phase löst.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Abtrennung in einer Chromatographiersäule durchführt und zunächst mit einer mobilen Phase aus
Cyclohexan und Benzol und dann mit Benzol allein entwickelt.
©. 909 649/395 11.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069333B true DE1069333B (de) | 1959-11-19 |
Family
ID=594479
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069333D Pending DE1069333B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1069333B (de) |
-
0
- DE DENDAT1069333D patent/DE1069333B/de active Pending
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2753478A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von flavanol- oligomeren | |
| DE2124023C3 (de) | Verfahren zur selektiven Gewinnung von Vinblastin, Vinleurosin und Vincristin oder von deren Sulfaten | |
| DE1069333B (de) | ||
| DE2652380A1 (de) | Verfahren zur isolation von uteroevakuierenden substanzen aus der zoapatlepflanze | |
| DE1618948A1 (de) | Verfahren zur Herstellung herzwirksamer Praeparate | |
| DE69213886T2 (de) | Pflanzliches antineoplastisches chemotherapeutikum, mit hoher selektivitaet und sehr reduzierter toxizitaet, und verfahren zur herstellung | |
| DE925374C (de) | Verfahren zur Gewinnung reiner Lipoide | |
| DE859352C (de) | Verfahren zur Reinigung der Vitamine der B-Gruppe | |
| WO1991009035A1 (de) | Verfahren zur umwandlung von allo-isomeren der pentacyclischen oxindolalkaloide mit der formel c21h24n2o¿4? | |
| AT220291B (de) | Verfahren zum Abtrennen von Kanamycin A aus Gemischen | |
| DE946005C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Vitamin B und anderen LLD- und APF-aktiven Substanzen | |
| DE925064C (de) | Verfahren zur Trennung der Komponenten des Actinomycins C | |
| CH647533A5 (de) | Cundurango-glycosid-verbindungen, verfahren zu ihrer herstellung sowie diese verbindungen enthaltende tumorbekaempfende mittel. | |
| DE890265C (de) | Verfahren zur Herstellung eines neuen anti-perniziosa-anaemischen Faktors | |
| DE940423C (de) | Verfahren zur Reinigung von Vitamin B enthaltenden Konzentraten | |
| DE383480C (de) | Verfahren zur Darstellung eines hochkonzentrierten, die Gesamtglykoside der Digitalisblaetter enthaltenden trockenen Digitalisextrakts | |
| DE922373C (de) | Verfahren zur Gewinnung eines kristallisierten herzwirksamen Glykosids aus Digitalisblaettern | |
| DE1445626A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Alkaloiden | |
| DE951162C (de) | Reinigung und Trennung von Vitaminen der B-Gruppe durch Adsorptionschromatographie | |
| DE1049542B (de) | ||
| AT261109B (de) | Verfahren zur Gewinnung von therapeutisch wirksamen Verbindungen aus Valerianaceae | |
| DE2432526C3 (de) | Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen | |
| DE659882C (de) | Verfahren zum Abtrennen des antirachitischen Vitamins aus Naturstoffen | |
| DE1140315B (de) | Verfahren zur Herstellung von Digitoxin-Gitaloxin-Mischkristallisaten | |
| DE1120634B (de) | Verfahren zur Trennung einer Mischung aus 2 oder mehreren Faktoren der Ostreogrycin-Gruppe |