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Schleifmaschine zum Schärfen von Werkzeugen, insbesondere Zahnradfräsern
Es ist eine Schleifmaschine zum Schärfen von Werkzeugen, und zwar Zahnradfräsern,
bekannt, die mit einem am Maschinengestell angeordneten, das Werkzeug tragenden
Halter und mit einem pendelnd gelagerten Schleifkopf ausgerüstet ist, in dem eine
kegelförmige Schleifscheibe mit ihrer Umlaufachse in einem spitzen Winkel zur Pendelachse
gelagert ist. Der Schleifkopf hat einen Pendelantrieb, der die kegelige Flanke der
Schleifscheibe in einer zur Pendelachse rechtwinkligen Ebene über das Werkstück
führt.
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Auch die Erfindung bezieht sich auf eine solche Schleifmaschine. Während
bei der bekannten Maschine der Schleifkopf zur Ausführung seiner Pendelbewegung
auf einem Schlitten gelagert ist, ist erfindungsgemäß der Schleifkopf pendelnd auf
einem Drehteil gelagert, der am Maschinengestell um eine senkrecht zur Pendeachse
verlaufende Schwenkachse einstellbar ist. Durch diese Ausgestaltung wird ein wesentlicher
Fortschritt erzielt. Dieser besteht darin, daß sich die Schleifebene, d. h. die
infolge der Pendelbewegung von der kegelförmigen Schleifflanke beschriebene Ebene,
entweder waagerecht oder in jeden gewünschten Winkel zur Waagerechten einstellen
läßt. Man kann daher den seitlichen Brustwinkel des am Werkzeug zu schleifenden
Messers bequem einstellen und bequem ablesen. Dieser seitliche Brustwinkel, nämlich
die Neigung der Schleifebene, läßt sich unmittelbar an dem Drehteil ablesen.
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Die bekannte Maschine gestattet eine so einfache Einstellung und Ablesung
des Winkels nicht. Dort ist es zu diesem Zweck erforderlich, den das Werkzeug tragenden
Halter durch Verschieben seines Schaftes in dem Schlitz aufwärts oder abwärts zu
verstellen. Bei dieser Anordnung ist eine unmittelbare Angabe des Brustwinkels nicht
möglich. Ein weiterer Nachteil der bekannten Anordnung liegt darin, daß, wenn man
Messerköpfe mit entgegengesetzter Umlaufrichtung schleifen will, man hierzu den
Halter, der das Schneidwerkzeug trägt, seitlich auf dem Unterteil verschieben muß,
und zwar um eine recht erhebliche Strecke, die mindestens dem Durchmesser des größten
zu schleifenden Messerkopfes entspricht. Beim Gegenstand der Erfindung ist es zu
diesem Zweck nur nötig, den Drehteil um 180° um seine Schwenkachse zu verdrehen.
Eine seitliche Verstellung ist dann nur in dem geringen Maße erforderlich, das zum
Ausgleich des Unterschiedes zwischen den Radien größerer und kleinerer Messerköpfe
dient. Die Maschine nach der Erfindung läßt sich daher wesentlich gedrängter und
starrer ausbilden.
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Vorzugsweise liegt die Schwenkachse mit großer Annäherung in der zur
Pendelachse rechtwinkligen Bewegungsebene der Schleifscheibenflanke. Das bietet
den Vorteil, daß, wenn man zur Änderung des seitlichen Brustwinkels des zu schleifenden
Werkzeuges den Drehteil um die Schwenkachse verstellt, dabei keine senkrechte Verstellung
des den Drehteil tragenden Schlittens auf dem Ständer der Maschine erforderlich
wird. Vielmehr wird die Lage der Schwenkachse zur Schleifebene durch das Abrichtwerkzeug
stets aufrechterhalten.
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Vorzugsweise ist der Pendelantrieb am Drehteil selbst angeordnet.
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Die bekannte Maschine hat einen Antrieb, der im Verlauf der Pendelbewegungen
den Schleifkopf längs der Pendelachse vorschiebt und ihn periodisch längs der Pendelachse
in seine Ausgangslage zurückführt. Ein solcher Antrieb wird zweckmäßig auch bei
der Maschine nach der Erfindung vorgesehen. In diesem Falle ist der Antrieb zweckmäßig
in dem Drehteil selbst angeordnet.
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An Hand eines Ausführungsbeispiels wird nun die Erfindung im Zusammenhang
mit an sich nicht zur Erfindung gehörenden Gegenständen näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Grundriß der Maschine, die zum Schärfen eines eingesetzten Stirnmesserkopfes
eingerichtet ist, Fig. 2 einen Aufriß der Maschine, Fig. 3 den etwa nach der Linie
3-3 der Fig. 1 verlaufenden Teilschnitt durch den Schleifkopf und die
zugehörigen
Teile der Maschine, wobei der obere Teil dieser Figur etwa nach der Linie 3-3 der
Fig. 4 verläuft, Fig. 4 eine Ansicht des Drehteils für den Schleifkopf nach Entfernung
der einen Deckelplatte, wobei die Ansicht in der Richtung der in Fig. 3 angegebenen
Pfeile 4-4 gesehen ist, Fig. 5, 6 und 7 Teilschnitte nach den Ebenen 5-5, 6-6 und
7-7 der Fig.3, wobei die Schnittebene der Fig. 7 nach der Linie 7-7 der Fig. 8 verläuft,
Fig. 8 einen Schnitt längs der verschiedenen, durch die Linie 8-8 der Fig. 7 angedeuteten
Schnittebenen, Fig. 9 eine senkrechte Schnittansicht des das Werkzeug aufnehmenden
Spindelkopfes nach der Schnittebene, die in den Fig. 1 und 12 durch die Linien 9-9
angedeutet ist, Fig. 10 einen Querschnitt durch den Griff zum Ausrücken der Sperrklinke
nach der Linie 10-10 der Fig. 9, Fig. 11 einen in Achsenrichtung verlaufenden Teilschnitt
nach der Linie 11-11 der Fig. 10, Fig. 12 eine in teilweise senkrechtem Schnitt
gehaltene Seitenansicht des Spindelstocks für das zu schleifende Werkzeug und der
zugehörigen Teile der Maschine, Fig. 13 einen Teilschnitt nach der Linie 13-13 der
Fig. 12, Fig. 14 ein Schema zur Darstellung des zeitlichen Verlaufs der verschiedenen
durch Schubkurven herbeigeführten Bewegungen des Schleifkopfes, Fig. 15 einen Teilgrundriß
der Maschine bei der Einstellung zum Schärfen eines eingespannten Scheibenfräsers,
Fig. 16 einen Teilschnitt der Einrichtung zum Festklemmen der verschiebbaren Grundplatte,
Fig. 17 einen Teilschnitt durch einen mit Flüssigkeitsdämpfung ausgerüsteten Anschlag,
der die Lage bestimmt, in welche der Schleifkopf für die Teilbewegung ausgeschwenkt
wird, Fig. 18 ein elektrisches Schaltbild der Maschine, Fig. 19 einen Teilaufriß,
welcher in vergrößertem Maßstab die gegenseitige Lage der Schleifscheibe und des
zu schärfenden Werkzeugs gemäß Fig. 2 wiedergibt, Fig. 20 den dazugehörigen Teilgrundriß,
Fig. 21 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 19 bei einer etwas abgeänderten Ausführung
der Maschine. Ein Ständer 22 (Fig. 1 und 2), der auf dem Unterteil 21 ruht, hat
senkrechte Gleitbahnen 23 zur Aufnahme eines senkrecht verstellbaren Schlittens
24. Auf diesem Schlitten ist um eine waagerechte Achse 26 drehbar und einstellbar
ein Drehteil 25 angebracht, welcher mit einem Schwenklager mit der Achse 28 versehen
ist, welche die Achse 26 rechtwinklig schneidet. In diesem Schwenklager ist der
Schleifkopf 27 pendelnd gelagert. Der Schleifkopf trägt die Schleifspindel mit der
Schleifscheibe W, welche eine kegelförmige Schleiffläche hat. Die Achse der Schleifspindel
ist zur Pendelachse 28 in einem spitzen Winkel geneigt. Vermöge ihrer Pendelbewegung
überfährt die Schleifscheibe hin und her gehend die Brustfläche des jeweils zu schärfenden
Messers eines Messerkopfes C, der in die Maschine eingesetzt ist, wobei die Kegelfläche
der Schleifscheibe das Messer längs einer Ebene berührt, die rechtwinklig zur Achse
28 verläuft. Mit dieser Ebene fällt die Schwenkachse 26 des Drehteils 25 mit großer
Annäherung zusammen (vgl. Fig.3, 19 und 21). Von Zeit zu Zeit wird der Schleifkopf
mit Bezug auf Fig. 1 in Uhrzeigerrichtung so weit ausgeschwenkt, daß die Schleifscheibe
W von dem Messerkopf C freikommt und dessen Teilbewegung ermöglicht, durch welche
das nächste Messer in die Schleifstellung gelangt, um geschärft zu werden. Auch
kommt die Schleifscheibe dabei in den Bereich des Abrichtwerkzeuges. Dieses besteht
aus einem einen Abrichtdiamanten D tragenden Arm 29, der auf dem Drehteil 25 angeordnet
ist.
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Die Spindel, die den zu schärfenden Messerkopf C trägt, ist drehbar
in einem Spindelstock 31 gelagert, welcher um eine waagerechte Querachse 33 einstellbar
auf einem Drehteil 32 sitzt. Die Achse 33 schneidet die Spindelachse rechtwinklig.
Der Drehteil 32 ist um eine lotrechte Achse 35 einstellbar auf einem Querschlitten
34 gelagert. Die Achse 35 schneidet die Achse 33. Der Querschlitten ist in der Richtung
der Pfeile 36 auf einem Längsschlitten 37 geführt, der seinerseits in der Richtung
der Pfeile 38 längs einer Gleitbahn 39 auf dem Unterteil 21 verschoben werden kann.
Vermöge dieser Einstellmöglichkeiten, die für den Schleifkopf 27 und den Spindelstock
31 des zu schleifenden Werkzeugs vorgesehen sind, kann man entweder einen Stirnmesserkopf
C der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Art oder auch einen Scheibenfräser
C der in Fig. 15 gezeigten Art mit Hilfe der Schleifmaschine schärfen und
zu diesem Zweck in die richtige Stellung bringen, in welcher den Messern jeder gewünschte
Stirnwinkel und Brustwinkel durch die pendelnde Schleifscheibe W gegeben wird. Während
des Schleifens kann ein flüssiges Kühlmittel der Schleifscheibe zugeführt werden.
Diesem Zweck dient eine durch den Motor 41 angetriebene Pumpe 40, die das Schleifmittel
aus einem Vorratsraum 2.1 ansaugt und über Leitung 42, Kammer 43 und Leitung 44
einer Düse 45 zuführt, die den Kühlmittelstrom auf das zu schärfende Messer richtet.
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Der Schlitten 24 ist auf der Gleitbahn 23 des Ständers 22 mit Hilfe
einer Schraubspindel 46 (Fig. 3) auf und ab verstellbar. Diese Spindel verschraubt
sich in einer Mutter, welche am Schlitten befestigt ist, und ist im Ständer drehbar
gelagert. Sie läßt sich mit Hilfe eines mit einer Teilung versehenen Griffs 47 drehen.
In seiner eingestellten Lage wird der Schlitten an dem Ständer festgeklemmt. Dies
geschieht mit Hilfe einer nicht dargestellten Klemmschraube, welche die Leiste 48
festzieht. Die Einstellage des Schlittens wird durch eine Skala 49 angezeigt. Der
Drehteil 25 ist mit einem Lager 51 versehen, das in dem Schlitten 24 um die Achse
26 drehbar ist und durch Drehen einer Schnecke 52 eingestellt werden kann. Diese
Schnecke ist in dem Schlitten gelagert und kämmt mit einem am Lager 51 befestigten
Schneckenrad 53. Ist die Winkellage des Drehteils in dieser Weise eingestellt, wodurch
die Richtung der Pendelebene der Schleifscheibe W bestimmt wird, so kann der Drehteil
mit Hilfe einer Schraube 54 festgeklemmt werden. Um an den auf der Schnecke 52 angebrachten
Einstellgriff und einen auf der Klemmschraube 54 sitzenden Griff heranzukommen und
um auch zu anderen im Ständer 22 gelegenen Teilen Zugang zu gewinnen, muß man Türen
55 öffnen. Die Winkellage des Drehteils 25 wird durch eine Skala und einen Zeiger
50 angegeben, die auf dem Drehteil bzw. dem Schlitten 24 vorgesehen sind (Fig. 2
und 15).
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Die Schleifscheibe W sitzt auf der Läuferwelle eines im Schleifkopf
27 angeordneten Motors 56. Zur Kühlung des Motors ist der Schleifkopf außen mit
Kühlrippen versehen. Die Pendelbewegung des Schleifkopfes um die Achse 28 ist dadurch
ermöglicht, daß der Kopf mit beiderseitigen Zapfen 57 versehen ist, die in Lagern
58 des Drehteils 25 gelagert sind.
Bei seiner Pendelbewegung erfährt
der Kopf einen Vorschub längs der Achse 28, damit die Schleifscheibe bei jedesmaligem
Überfahren des zu schärfenden Werkzeugs einen Span abnehmen kann. Die Lager 58 sind
so bemessen, daß sie diese axiale Vorschubbewegung gestatten. Erteilt wird der Vorschub
dem Schleifkopf durch Wälzschublager 59 (Fig. 3), deren innere Laufringe an dem
einen Zapfen 57 des Schleifkopfes befestigt sind, während die äußeren Laufringe
fest an einem Vorschubschlitten 61 sitzen (Fig. 3 und 8). Dieser gleitet auf einer
im Drehteil 25 vorgesehenen Gleitbahn 62.
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Die Antriebe für die Pendel- und V orschubbewegung des Schleifkopfes
sind sämtlich im Drehteil 25 untergebracht, einschließlich des Antriebsmotors 63.
Die Welle dieses Motors treibt eine zu ihr gleichachsige Schnecke 64, die mit einem
Schneckenrad 65 (Fig.6) kämmt. Die Welle dieses Schneckenrades trägt ein Ritzel
66 (Fig. 3, 7 und 8), das verhältnismäßig lang bemessen ist. Dieses Ritzel kämmt
mit einem Zahnrad 67 auf einem Schubkurvenkörper 68, welcher drehbar, aber gegen
Verschiebung gesichert, auf einer Welle 69 befestigt ist, die parallel zur Achse
28 verläuft. Der Schubkurvenkörper 68 hat auf seinem Umfang eine ununterbrochene
Schubkurvennut 71, in welcher eine am Vorschubschlitten 61 gelagerte Nockenrolle
72 eingreift. Infolge entsprechender Gestalt dieser Schubkurvennut bewegt sich der
Vorschubschlitten bei jedem Umlauf des Schubkurvenkörpers langsam vorwärts (mit
Bezug auf die Fig. 2, 3 und 8 aufwärts), um die Schleifscheibe W in Richtung auf
das zu schärfende Werkzeug C vorzuschieben und dann gegen Ende des Umlaufs schnell
wieder in die Ausgangslage zurück. In der einen Stirnfläche des Schubkurvenkörpers
68 befindet sich eine Schubkurvennut 73, die einen kreisbogenförmigen Abschnitt
hat und diesem gegenüber bei 74 offen ist. In diese Nut greift eine Nockenrolle
75, welche exzentrisch auf einer kurzen Welle 76 sitzt. Diese läuft auf Wälzlagern
77 in einem Zahnsegment 78. Dieses Zahnsegment ist in dem Drehteil 25 um eine Achse
79 (Fig. 7) pendelnd gelagert und kämmt mit einem verzahnten Segment 81, das an
dem einen Schwenkzapfen 57 des Schleifkopfes befestigt ist. An der kurzen Welle
76 ist ein Ritzel 82 befestigt, welches über ein um die Achse 79 umlaufendes Zwischenrad
83 von einem Zahnrad 84 angetrieben wird. Dieses befindet sich auf derselben Welle
wie das Schneckenrad 65 und das verhältnismäßig lang bemessene Ritzel 66. Wenn nun
der Schubkurvenkörper 68 den Winkelbereich durchläuft, bei welchem sich die exzentrisch
gelagerte Nockenrolle 75 in dem kreisbogenförmigen Abschnitt der Schubkurvennut
73 befindet, dann hat der Antrieb der kurzen Welle 76 mittels des bereits erläuterten
Getriebes zur Folge, daß infolge der exzentrischen Lagerung der Nockenrolle 75 die
Welle 76 und das Zahnsegment 78 um die Achse 79 hin und her geschwenkt werden, wobei
sie für jeden Umlauf der kurzen Welle 76 eine Schwingung ausführen. Diese Schwingbewegung
wird über das Zahnsegment 81 auf den Schleifkopf 27 übertragen und führt dazu, daß
die Schleifscheibe W hin und her pendelnd die Stirnfläche des zu schärfenden Messers
des Messerkopfes überfährt. Wie bereits beschrieben, wird dabei die Schleifscheibe
allmählich längs der Achse 28 vorgeschoben, so daß sie bei jeder Pendelbewegung
einen Span von dem Messer abnimmt.
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Während die exzentrisch gelagerte Nockenwelle 75 in den Kreisbogenabschnitt
der Nut 73 eingreift, läuft eine Nockenrolle 86 auf einem kreisbogenförmigen Umfangsabschnitt
des verzahnten Segmentes 81 (Fig. 7). Die Nockenrolle 86 wird von einem unter Federdruck
stehenden Stößel 87 getragen, der in dem Drehteil 25 verschiebbar geführt ist. Ist
der Schubkurvenkörper 68 so weit umgelaufen, daß die exzentrisch gelagerte Nockenrolle
75 in den nichtkreisbogenförmigen Abschnitt der Schubkurvennut gelangt, dann erfährt
die mittlere Stellung der pendelnden Zahnsegmente eine Winkelverlagerung. Wenn schließlich
bei weiterem Umlauf des Schubkurvenkörpers dieser in die in Fig. 7 gezeigte Stellung
gelangt, dann haben sich die verzahnten Segmente so weit gedreht, daß die unter
Federspannung stehende Rolle 86 auf die Schrägfläche 88 des verzahnten Segments
81 ausläuft und daher auf dieses Segment ein Drehmoment in Uhrzeigerrichtung ausübt.
Dadurch wird das Segment 81 an einen Anschlag 89 angedrückt und die Schleifscheibe
W so weit ausgeschwenkt, daß sie von dem Werkzeug C freikommt und mit dem Diamanten
D abgezogen werden kann. Gegebenenfalls kann dabei das zu schärfende Werkzeug eine
Teildrehung erfahren. Bei dieser in Fig. 7 gezeigten Lage der Teile erfahren die
Segmente keine Schwingung durch die exzentrisch gelagerte Nockenrolle 75, weil diese
in dem entsprechend weit bemessenen offenen Ausschnitt 74 der Schubkurvennut leer
umläuft.
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Der Innenraum des Drehteils 25 ist mit Schmieröl gefüllt. Dieses Ö1
dient auch als Druckmittel, mit dessen Hilfe die Ausschwingung des Schleifkopfes
in die durch den Anschlag 89 bestimmte Lage zum Abziehen der Schleifscheibe und
Teilen des Werkzeugs hydraulisch gedämpft wird. Zu diesem Zweck wird der Anschlag
von einem durch eine Feder abgestützten Kolben 89 (Fig. 17) gebildet, der sich in
einer Bohrung des Drehteils um einen begrenzten Hub auf und ab verschieben und sich
an einen in den Drehteil eingeschraubten Stöpsel anlegen kann. In die zwischen dem
Kolben und dem Stöpsel gelegene Kammer hat das Ö1 durch ein Rückschlagventil 90
freien Zugang, wenn der Kolben durch seine Feder angehoben wird. Legt sich jedoch
beim Ausschwenken des Schleifkopfes durch die unter Federspannung stehende Rolle
86 das Zahnsegment 81 an den kolbenförmigen Anschlag 89 an, so daß sich dieser Anschlag
abwärts zu verschieben sucht, dann schließt sich das Rückschlagventil, und dann
kann das Ö1 nur gedrosselt durch eine an dem Ventilkörper 99 vorgesehene Drosselöffnung
entweichen. Für den Vorschub der Schleifscheibe beim Abziehen wird der Schubkurvenkörper
68 in Achsenrichtung verschoben, wobei er den Vorschubschlitten 61 samt dem Schleifkopf
27 mit der Schleifscheibe W mitnimmt. Dieser axiale Vorschub wird dadurch herbeigeführt,
daß die Welle 69 gedreht wird, auf welcher der Schubkurvenkörper drehbar ist. Diese
Welle ist in dem Drehteil 25 verschiebbar, aber gegen relative Drehung gesichert
angebracht. Sie ist mit einem Schneckenrad 91 verschraubt (Fig. 6 und 8), welches
gegen axiale Verschiebung im Drehteil gehalten wird. Eine mit diesem Schneckenrad
kämmende Schnecke 92 sitzt auf einer Welle 93, die an dem einen Ende ein Stirnrad
94 und an dem anderen Ende einen mit einer Teilung versehenen Einstellgriff 95 hat.
Ein ähnlicher Griff 96 trägt ein Stirnritzel, das mit dem Stirnrad 94 kämmt. Man
kann daher entweder den Griff 95 oder den Griff 96 in derselben Richtung drehen,
je nachdem, welcher der beiden Griffe bequemer gelegen ist, um der Schleifscheibe
den zum Abziehen nötigen Vorschub zu erteilen. In diesem Zusammenhang sei darauf
hingewiesen, daß man je nach
der Einstellung des Drehteils entweder
den Griff 95 oder den Griff 96 vor sich hat. Es dient daher zur Vermeidung von Fehlbedienungen,
wenn man den Griff jeweils in derselben Richtung drehen kann.
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An dem einen der beiden Schwenkzapfen 57, der in Fig. 3 oben gelegen
ist, befinden sich Schubkurven 97 und 98, welche auf Grenzschalter 99 und 100 wirken,
die am Drehteil 25 angebracht sind. Der Schalter 99 hat für gewöhnlich geschlossene
Ruhekontakte, die ein Kupplungs-Bremsaggregat 102 steuern. Dieses ist zwischen der
Läuferwelle des Motors 63 und der Schnecke 64 eingeschaltet. Der Schalter 100 hat
Arbeitskontakte, die für gewöhnlich getrennt sind und Lampen 101 einschalten können,
welche anzeigen, daß sich der Schleifkopf in der Stellung zum Abziehen der Schleifscheibe
und zum Teilen des zu schärfenden Werkzeugs befindet. Die Stromzuführung zum Motor
56 und zu den Grenzschaltern 99 und 100 erfolgt durch Kabel 103 und 104, welche
mit Kabeln 105 und 106 verbunden sind, welche vom Motor 63 und dem Kupplungs-Bremsaggregat
102 herkommen. Die verbundenen Kabel sind zwischen dem Drehteil und dem Gestell
so lang bemessen, daß man den Drehteil um die Achse 26 um 360° drehen kann. Dabei
ist das Kabel 103 innerhalb des Zapfens 57 schraubenförmig verlegt, so daß es sich
bei der Pendelbewegung des Schleifkopfes leicht hinreichend biegen kann. Eine Verstellung
des Drehteils um mehr als etwa 360° ist durch Anschläge 107 und 108 verhindert,
die auf dem Lager 51 und dem Schlitten 24 vorgesehen sind. Der Anschlagkörper 108
ist bei 109 drehbar gelagert, so daß er eine begrenzte Schwingung zwischen festen
Anschlägen 111 ausführen kann. Durch die Schwingung des Anschlagkörpers 108 ist
die Möglichkeit gegeben, daß sich der Anschlag 107 um etwas mehr als 360° um die
Achse 26 dreht.
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Die Schubkurven 71 und 73 des Schubkurvenkörpers 68 sind am besten
so gestaltet, daß die von ihnen herbeigeführten Bewegungen, nämlich die Vorschubbewegung
und die Pendelbewegung des Schleifkopfes, in der in Fig. 14 schematisch wiedergegebenen
zeitlichen Beziehung zueinander stehen.
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Fig. 18 zeigt die elektrische Ausrüstung der Maschine. Zu dieser gehören
außer den bereits erwähnten Schaltelementen ein Schütz 112 zum Anschluß des Kühlmittelmotors
41 und des Schleifspindelmotors 56 an die Adern L1, L2 und L3 des Drehstromnetzes,
ferner ein Schütz 113 zum Anschluß des Getriebemotors 63 an das Netz, ein Umsteuerschütz
114 für den Motor 56, ein Gleichrichter 115 zum Erregen der Kupplungswicklung 116
und der Bremswicklung 117 des Aggregats 102 mit Gleichstrom, ein Schütz 118 für
das Aggregat 102 und eine Reihe von Druckknopfschaltern, nämlich Schalter 119 und
121 zum Anlassen und Stillsetzen der Motoren 41 und 56 für das Kühlmittel und die
Schleifspindel, Schalter 122 und 123 zum Anlassen und Stillsetzen des Getriebemotors
63 und ein Schalter 124 zum Einschalten des Vorschubes mittels der Kupplung.
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Wenn die Maschine zum Stillstand kommt, so nimmt der Schubkurvenkörper
68 diejenige Stellung ein, die in Fig. 14 links bei 0° wiedergegeben ist. Die Nockenrollen
in beiden Nuten 71 und 73 verlaufen in der Drehrichtung, so daß sie den Nockenrollen
keine Bewegung erteilen. Um die Maschine anzulassen, wird der Anlaßschalter 119
für den Schleifscheibenmotor vorübergehend geschlossen, wodurch ein Stromkreis von
der Netzleitung L1 über den Stillsetzschalter 121, den Anlaßschalter 119, die Leitung
125 und die Wicklung des Schaltschützes 112 zur Netzleitung L2 hergestellt wird.
Das Schaltschütz wird also erregt und setzt den Schleifscheibenmotor 56 in Gang,
und zwar in einer Umlaufrichtung, die durch den Umsteuerschalter 114 bestimmt wird.
Die Umlaufrichtung hängt dabei davon ab, in welcher Lage sich die Schneidkante des
zu schärfenden Werkzeugmessers zur Schleifscheibe befindet. Sobald das Schaltschütz
112 erregt ist, wird ein Haltestromkreis hergestellt, welcher den Anlaßschalter
119 kurzschließt und von dem Stillsetzschalter 121 über die Leitung 126 und einen
nunmehr geschlossenen Kontakt des Schaltschützes zu dessen Wicklung verläuft. Läßt
man den Drehknopfschalter 119 los, so daß sich seine Kontakte öffnen, so bleibt
dies daher ohne Wirkung, so daß der Schleifscheibenmotor weiterläuft, bis der Stillsetzschalter
121 geöffnet wird.
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Nunmehr wird der Anlaßschalter 122 geschlossen, welcher den Motor
63 in Gang setzt und zu diesem Zweck das Schaltschütz 113 in folgendem Stromkreis
erregt: Netzleitung L1, Stillsetzschalter 121, Leitung 126, Kontakt des Schaltschützes
112, Leitung 125, Stillsetzschalter 123, Anlaßschalter 122, Leitung 127, Wicklung
des Schaltschützes 113, Leitung L2. Sobald das Schaltschütz 113 in diesem Stromkreis
erregt ist, wird parallel zum Anlaßschalter 122 ein Haltekreis hergestellt, so daß
man den Druckknopf des Schalters 122 loslassen kann, ohne daß das Öffnen dieses
Schalters eine störende Wirkung hat. Dieser Haltestromkreis verläuft vom Stillsetzschalter
123 über eine Leitung 128 und einen nunmehr geschlossenen Kontakt des Schaltschützes
113 zu dessen Wicklung. Der Motor 63 läuft also weiter, bis entweder der Stillsetzschalter
123 oder der Stillsetzschalter 121 geöffnet wird.
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Nunmehr kann man die Kupplungswicklung 116 erregen, damit das Aggregat
102 den Motor 63 mit der Antriebsschnecke 64 kuppelt. Zu diesem Zweck schließt man
den Vorschubanlaßschalter 124, wodurch folgender Stromkreis hergestellt wird: Netzleitung
L1, Stillsetzschalter 121, Leitung 126, Kontakt des Schützes 112, Leitung 125, Stillsetzschalter
123, Leitung 128, Kontakt des Schaltschützes 113, Leitung 127, Vorschubanlaßschalter
124, Leitung 129, Wicklung des Schaltschützes 118, Netzleitung L2. Das Schaltschütz
118 wird daher erregt, so daß sich seine Arbeitskontakte 131 und 132 schließen,
während sich seine Ruhekontakte 133 und 134 öffnen. Die Kupplungswicklung 116 wird
nun durch einen Stromkreis erregt, der von der positiven Klemme des Gleichrichters
115 über den Kontakt 132 und die Wicklung 116 zur negativen Klemme des Gleichrichters
verläuft.
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Der Antriebsmotor 63 setzt nunmehr den Nockenkörper 68 in Umlauf.
Die Schubkurven 71 und 73 verlaufen zunächst in Umlaufrichtung, bis die Stellung
135 (Fig. 14) erreicht wird. In diesem Zeitpunkt beginnt die Schubkurve 71 den Vorschubschlitten
61 von seiner am weitesten vorgeschobenen Lage (d. h. von der mit Bezug auf Fig.
3 höchsten Stellung aus) zurückzuziehen. Die Schubkurve 73 ergreift wiederum die
exzentrisch gelagerte Nockenrolle 75. Hat der Schubkurvenkörper die Winkelstellung
136 erreicht, so ist der Rückzug des Vorschubschlittens beendet, und es beginnt
seine Vorwärtsbewegung oder Vorschub seitens der Schubkurvennut 71. Die Schubkurvennut
73 hat nunmehr die Nockenrolle 75 auf dem umlaufenden Exzenter ergriffen, so daß
der Schleifkopf um die Achse 28 schwingt. Dabei hat die Schubkurvennut begonnen,
die exzentrisch gelagerte Nockenrolle mit Bezug auf Fig. 7 im Uhrzeigersinn um die
Achse 79 zu verschwenken, wodurch das hin
und her schwingende Schleifrad
W in Eingriff mit dem zu schärfenden Werkzeug C gebracht wird.
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Sobald der Schleifkopf weit genug verschwenkt ist, um den Vorsprung
des Nockens 97 vom Stößel des Grenzschalters 99 abzurücken, schließt sich dieser
und schließt dadurch einen Haltestromkreis, durch welchen der Vorschubanlaßschalter
124 kurzgeschlossen wird. Dieser Haltestromkreis verläuft von der Leitung 127 über
den Schalter 99 und den Kontakt 131 zur Wicklung des Relais 118. Ist der Haltestromkreis
hergestellt, so bleibt das Öffnen des Schalters 124 ohne Wirkung, und die Kupplungswicklung
116 bleibt so lange erregt, bis der Grenzschalter 99 oder einer der beiden Stillsetzschalter
121 und 123 später geöffnet wird.
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Wenn der umlaufende Nockenkörper 68 die Stellung 138 (Fig. 14) erreicht,
so ist die Vorschubbewegung des Schlittens 61 seitens der Schubkurve 71 weit genug
vorgeschritten, um jeden etwaigen Totgang in dem Vorschubantrieb aufzunehmen. Die
exzentrisch gelagerte Nockenrolle 75 greift in den kreisbogenförmigen Abschnitt
der Schubkurvennut 73, so daß die Schleifscheibe W hin und her schwingend die zu
schleifende Fläche des Werkzeugmessers überfährt. Der Vorschub der Schleifscheibe,
welcher durch die Nut 71 herbeigeführt wird, hält mit gleichbleibender Geschwindigkeit
an, bis der Nockenkörper die Winkelstellung 139 erreicht. Dann verlangsamt sich
der Vorschub und kommt bei der Winkelstellung 140 zum Stillstand, so daß die Scheifscheibe
mit den beiden letzten Schwingungen das zu schärfende Messer des Werkzeugs überfährt,
ohne dabei einen weiteren Vorschub zu erfahren. Erreicht der Nockenkörper die Stellung
141, so beginnt die Schubkurvennut 73 wiederum die exzentrisch gelagerte Nockenrolle
75 mit Bezug auf Fig. 7 um die Achse 79 im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken, wodurch
der von der schwingenden Schleifscheibe W bestrichene Bereich von dem geschärften
Werkzeugmesser fortbewegt wird. Bei der Winkelstellung 142 beginnt der in Umfangsrichtung
verlaufende Abschnitt der Schubkurvennut 73, so daß die in sie eingreifende Nockenrolle
in Ruhe verbleibt. Während dieser Ruhepause übernimmt die unter Federspannung stehende
Rolle 86 die Steuerung des Schleifkopfes und schwingt diesen bis in die Grenzstellung
aus, welche durch den Anschlag 89 bestimmt wird. Ist das geschehen, so erfolgt die
Teildrehung des Werkzeugs und das Abrichten der Schleifscheibe.
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Unmittelbar bevor der den Anschlag 89 bildende Kolben sich aufsetzt,
wird durch den Nocken 97 der Grenzschalter 99 geöffnet. Dieser schaltet das Schütz
118 ab und trennt dadurch den Stromkreis für die Kupplungswicklung 116 am Kontakt
132. Gleichzeitig wird die Bremswicklung 117 in einem Stromkreis erregt, der von
der positiven Klemme des Gleichrichters 115 über den Kontakt 134 und die Wicklung
117 zur negativen Klemme des Gleichrichters verläuft. Dementsprechend bremst also
das Aggregat 102 die Antriebsschnecke 64 ab und entkuppelt sie von dem Antriebsmotor
63. Ist die Schnecke zum Stillstand gelangt, so hat der Schubkurvenkörper 68 seine
volle Umdrehung beendet und befindet sich wieder in der Nullstellung. Das Arbeitsspiel
der Maschine ist damit abgeschlossen.
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In diesem Zeitpunkt schließt der Nocken 98 den für gewöhnlich offenen
Grenzschalter 100 und stellt dadurch einen Stromkreis her, durch welchen die Anzeigelampe
101 eingeschaltet wird. Dieser Stromkreis verläuft von der Leitung L1 über den Kontakt
133, den Grenzschalter 100 und der Anzeigelampe 101 zur Netzleitung L2. Man kann
nunmehr das Werkzeug C oder C weiterschalten, -um das nächste Messer in die Schleifstellung
zu bringen, oder man kann auch den Abrichtdiamanten D zum Abziehen der Schleifscheibe
W in Gang setzen oder auch beide Arbeiten ausführen. Alsdann wird das Arbeitsspiel
durch Schließen des Vorschubanlaßschalters 124 von neuem in Gang gesetzt. Sobald
der Schleifkopf die Stellung verläßt, bei welcher das Abrichten erfolgte, öffnet
sich natürlich der Grenzschalter 101 und schaltet die Anzeigelampe aus.
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Die das zu schleifende Werkzeug tragende Spindel 143 ist im Spindelstock
31 auf Wälzlagern 144 gelagert. Auf ihr ist eine Hauptteilscheibe 145 drehbar, deren
Umfang mit einer sehr großen Anzahl von Kerben 146 von genauer Winkellage versehen
ist. In jede dieser Kerben kann eine Steilklinke 147 eingreifen. An der Scheibe
146 ist bei 148 abnehmbar eine Blende 149 angeschraubt, die eine kleinere Zahl von
Kerben hat, welche der Zahl der Messer des jeweils zu schleifenden Werkzeugs entspricht.
Die Teilklinke kann nur in diejenigen Kerben der Teilscheibe eingreifen, die mit
Kerben der Blende zusammenfallen. Zum Schärfen von Werkzeugen mit einer verschiedenen
Anzahl von Messern dienen auswechselbare Blenden mit einer entsprechenden Anzahl
von Kerben.
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Auf der Spindel ist ferner eine Kupplungshälfte 151 mit Kupplungsklauen
152 drehbar gelagert. Die andere Kupplungshälfte wird von einem Handrad 153 mit
Kupplungsklauen auf seiner inneren Stirnfläche gebildet. Die Kupplungshälfte 151
ist bei 154 mit der Hauptteilscheibe 145 verstiftet. Das Handrad ist bei 157 an
der Spindel angeschraubt und durch einen Keil 155 gesichert, dessen Totgang durch
eine Schraube 156 aufgehoben ist. Löst man die Schraube 157, so wird die Kupplung
durch eine Druckfeder 158 ausgerückt, so daß man die Werkzeugspindel gegenüber der
Hauptteilscheibe 145 drehen und dadurch die abzuschleifende Fläche des nächsten
Messers ungefähr in die gewünschte Winkellage zur Spindel bringen kann. Die Teilklinke
147 ist an einer Welle 159 befestigt, die schwenkbar in einer Buchse 162 auf Lagern
161 läuft. Die Buchse wird von einem Schneckenradsegment 163 getragen. Dieses Segment
ist um die Spindelachse drehbar auf einem am Spindelstock 31 befestigten Ring 164
angebracht. Mit dem Segment kämmt eine Schnecke 165, die im Spindelstock drehbar
gelagert ist und durch einen Griff 166 gedreht werden kann. Um den Totgang zwischen
den Zähnen des Schneckenrades und der Schnecke aufzuheben, wirkt auf das Schneckenradsegment
ständig eine am Spindelstöckgehäuse 31 verankerte Schraubenfeder 167. Hat man das
Segment durch Drehen des Griffes 166 so eingestellt, daß dadurch das Werkzeug genau
in die gewünschte Lage gegenüber der Spindelachse gebracht ist, so kann man das
Segment am Spindelstockgehäuse festklemmen. Diesem Zweck dient eine Scheibe 168
(Fig. 13) und eine zugehörige Klemmschraube 169, welche durch einen Bogenschlitz
171 des Spindelstockgehäuses hindurchgeht und in das Segment eingeschraubt ist.
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Die Teilklinke 147 wird in die Kerbe der Teilscheibe durch einen unter
Federspannung stehenden Stößel 172 gedrückt, der von dem Segment 163 getragen wird.
Um die Klinke aus der Kerbe der Teilscheibe auszurücken, ist auf der Welle 159 ein
Griff 173 drehbar angebracht. Die Nabe dieses Griffes hat ein Loch 176, durch das
ein Zapfen 174 hindurchgeht,
welcher von einem Flansch 175 der Welle
159 getragen wird. An diesen Zapfen legt sich ein unter Federspannung stehender
Stößel 177, der von der Nabe getragen wird und daher den Griff mit Bezug auf Fig.
10 im Uhrzeigersinn in eine Grenzstellung zu drehen sucht, die sich ergibt, wenn
ein am Griff sitzender Zapfen 178 an der Stirnwand einer Aussparung 179 der Buchse
162 anliegt. Wie Fig. 11 zeigt, hat der Flansch 175 eine Öffnung 181, durch welche
der Zapfen 178 frei hindurchgeht.
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Will man das zu schärfende Werkzeug um eine Teilung weiterdrehen,
so dreht man hierzu zunächst mit einer Hand den Griff 173 mit Bezug auf Fig. 10
im Gegenuhrzeigersinn und mit Bezug auf Fig. 12 im Uhrzeigersinn, und zwar bis in
die durch den Zapfen 178 und den Anschlag 179 bestimmte Grenzstellung. Bei dieser
Drehung des Griffes 173 legt sich die Wandung der Öffnung 176 an den Zapfen 174
und bewirkt, daß sich die Welle 159 dreht und die Klinke 147 aus der Kerbe der Teilscheibe
145 ausklinkt. Dann dreht man mit der anderen Hand das Handrad 153 und mit ihm die
nunmehr ausgelöste Spindel 143. Alsbald nach Beginn dieser Drehung der Spindel läßt
man den Griff 173 los, so daß sich die Teilklinke unter der Wirkung ihres Federstößels
172 an den Umfang der Blende anlegt und schließlich in die nächste nicht abgeblendete
Kerbe der Teilscheibe einfällt. Sobald man den Griff 173 losläßt, wird er durch
die verhältnismäßig schwache Kraft des Federstößels 177 in die Grenzstellung zurückgeführt,
welche durch die Anlage des Zapfens 178 an der Wandung der Aussparung 179 bestimmt
ist. Der Griff wird also für gewöhnlich in seine Ruhelage zurückgestellt, bevor
die Klinke wiederum in eine Kerbe der Teilscheibe einfällt. Zum Ausheben der Klinke
braucht man also auf den Griff nur so viel Kraft aufzuwenden, als zum Überwinden
der Kraft nötig ist, die von der auf den Klinkeneinrückstöße1172 wirkenden Feder
ausgeübt wird. Denn diese Feder ist gewissermaßen mit der schwächeren Feder in Reihe
geschaltet, die auf den Stößel 177 wirkt, so daß sich die von den beiden Federn
erzeugten Kräfte nicht etwa addieren.
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Um nach dem Schärfen des Werkzeugs die Genauigkeit der verschiedenen
Schneidkanten prüfen zu können und auch für andere Zwecke ist es mitunter erwünscht,
die Teilklinke in ausgerückter Lage festzustellen. Für diesen Zweck ist in der Nabe
des Griffes 173 ein unter Federspannung stehender Stößel 182 vorgesehen. Dreht man
den Griff mit Bezug auf Fig. 10 im Gegenuhrzeigersinn bis in seine Grenzstellung,
so kann der Stößel in eine Aussparung 183 der Buchse 162 einschnappen und in dieser
Lage so lange verbleiben, bis man ihn von Hand wieder herauszieht, wozu man einen
Griff 184 ergreift. Dieser Griff hat einen Vorsprung 185, der für gewöhnlich an
der Stirnfläche des Griffes 173 anliegt, um den Stößel aus der Aussparung 183 ausgerückt
zu halten. Dreht man aber den Griff 184, so daß der Vorsprung zu einer Kerbe 186
des Griffes ausgerichtet liegt, so fällt der Stößel in die Aussparung 183 das nächste
Mal ein, wenn man die Teilklinke durch Drehen des Griffes 173 aushebt. Wie Fig.
9 zeigt, geht der Stößel 182 durch ein verhältnismäßig großes Loch des Flansches
175 der Welle hindurch und stößt daher nicht an den Flansch an.
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Zu seiner Einstellung um die Achse 33 hat das Spindelstockgehäuse
31 zwei Zapfen 187, welche in dem Drehteil 32 gelagert sind. An dem einen
dieser beiden Zapfen ist ein Schneckenrad 188 befestigt. Die damit kämmende Einstellschnecke
189 ist im Drehteil gelagert und durch einen Griff 191 (Fig. 1) drehbar, sofern
zuvor ein Klemmhebel 192 gelöst ist. Wie Fig. 12 zeigt, ist dieser Hebel auf das
Ende des einen Zapfens 187 aufgeschraubt und klemmt mittels eines topfförmigen Teils
193 an dem Drehteil eine Scheibe 194 fest, die mit dem Zapfen durch einen Keil 195
verbunden ist. Auf der Scheibe und auf dem Drehteil sind Teilungen vorgesehen, an
denen man die Einstellungen des Spindelstocks um die Achse 33 ablesen kann.
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Man kann den Drehteil 32 um die senkrechte Achse 35 einstellen. Zu
diesem Zweck ist der Drehteil 32 um einen Zentrierzapfen 196 drehbar, der auf dem
Querschlitten 34 angeordnet ist. Zuvor muß man eine Mutter 197 lösen. Diese sitzt
auf einem Klemmbolzen, dessen Kopf in einem nicht näher gezeigten T-Schlitz verankert
ist, welcher sich längs des Unterteils 37 in der Richtung des Pfeiles 36 erstreckt.
Der Drehteil ist mit einem Zeiger 198 versehen, welcher auf einer Teilung des Querschlittens
spielt, um die Winkeleinstellung gegenüber der Achse 35 anzuzeigen. Es ist nun erwünscht,
daß man den Drehteil mit wenigen Griffen in die eine oder die andere zweier Lagen
bringen kann, die am häufigsten gebraucht werden. Es sind dies die in den Fig. 1
und 15 gezeigten Einstellungen. Um das zu ermöglichen, trägt der Drehteil einen
unter Federspannung stehenden Stößel 199, der in die eine oder die andere
zweier Aussparungen 201 des Querschlittens einfallen kann (Fig. 12). Den Stößel
kann man dadurch ausheben, daß man einen Hebel 202 dreht, dessen Welle einen exzentrischen
Zapfen 203 hat, der an dem Stößel angreift. Hat man den .Drehteil in die andere
Winkellage geschwenkt, so kann man den Hebel 202 wieder loslassen, so daß der Stößel
in die andere Aussparung einschnappt, sobald der Drehteil diese andere Winkelstellung
erreicht. Hat man die Klemmutter 197 gelöst, so kann man auch den Querschlitten
längs der Gleitbahn 204 des Unterteils 37 in der Richtung des Pfeiles 36 (Fig. 1)
verstellen. Zu diesem Zweck muß man einen Griff 205 drehen, der an einer Schraubspindel206
sitzt. Diese ist in dem Unterteil drehbar gelagert und in einen Ansatz 207 des Querschlittens
eingeschraubt. Die Einstellage des Querschlittens zeigen eine auf dem Unterteil
vorgesehene Teilung 208 und ein zugehöriger Zeiger an. Der Unterteil ist längs der
Gleitbahn 39 in der Richtung des Pfeiles 38 (Fig. 1) verstellbar. Diese Verstellung
erfolgt durch Drehen eines Handrades 211, das an einer Schraubspindel 212 befestigt
ist. Diese Schraubspindel ist im Gestell 21 drehbar gelagert und in einem Ansatz
213 des verschiebbaren Unterteils eingeschraubt. Die Einstellage des verschiebbaren
Unterteils wird durch einen Zeiger 214 auf einer am Gestell vorgesehenen Teilung
angezeigt. Ist die Einstellung ausgeführt, so wird der verschiebbare Unterteil am
Gestell durch Anheben eines Hebels 215 festgeklemmt (Fig. 2 und 16), dessen gabelförmiges
inneres Ende über einen Bolzen 216 greift, welcher in einer vom Gestell getragenen
Buchse 217 verschiebbar ist. Der am oberen Ende sitzende Kopf des Bolzens ist in
einem T-Schlitz des verschiebbaren Unterteils geführt. Dieser T-Schlitz verläuft
in der Richtung des Pfeiles 38 (Fig. 1). Am unteren Ende des Bolzens ist eine Mutter
218 befestigt. Hebt man den Hebel an, so wird diese Mutter von der Buchse 217 abgehoben,
wodurch der verschiebbare Unterteil gegen das Gestell gezogen wird. Durch die Reibung
wird der Hebel in der angehobenen Lage gehalten, bis man ihn von Hand löst. Ist
er
gelöst, so wird der Hebel auf dem Bolzen 216 durch Zapfen 219 festgehalten.
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Man kann also mit Hilfe der beschriebenen Einstellungen entweder einen
Messerkopf C oder einen Messerkopf C in der Maschine einspannen und in jede
gewünschte Stellung gegenüber der Schleifscheibe W bringen. und zwar durch Verschiebung
in Richtung der Pfeile 36 und 38 und durch Drehung um die Achsen 33 und 35. Die
Verstellung in der dritten Richtung, nämlich senkrecht, erfolgt durch Verschieben
des Schlittens 24 auf der Gleitbahn 23, wie beschrieben. Um zwischen dem Werkzeugspindelstock
und dem Schleifkopf den Platz zu schaffen, der zum Aufspannen des Werkzeugs auf
der Spindel 143 und zum Ausspannen des geschärften Werkzeugs gebraucht wird, muß
man den verschiebbaren Unterteil zurückziehen, was in einfachster Weise durch Lösen
des Hebels 215 und Drehen des Handrades 211 erfolgen kann, ohne. daß dadurch die
anderen Einstellungen beeinflußt würden.
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Jedesmal, wenn man den Messerkopf von neuem geschärft hat, dreht man
ihn gewöhnlich um seine Achse um einen kleinen Winkel, wodurch die Messer um die
Stärke des abgeschliffenen Spans vorgeschoben werden. So kann man z. B. zum Schärfen
eines Messerkopfes C so vorgehen, daß man zunächst sämtliche Messer schruppt, dann
den Messerkopf durch Drehen des Griffes 166 um einen kleinen Winkel verdreht und
dadurch die Brustflächen der Messer um ein Hundertstelmillimeter oder etwas mehr
oder weniger vorschiebt, worauf sämtliche Messer mit Hilfe der Schleifscheibe geschlichtet
werden. Man kann aber bei der beschriebenen Maschine auch noch anders vorgehen,
um die Messer des Messerkopfes nach jedesmaligem Schärfen weiter vorzuschieben.
Man kann nämlich hierzu die Schleifscheibe W durch Drehen des Griffes 47 geradlinig
in Richtung auf das zu schärfende Werkzeug vorschieben. Durch das erste Verfahren
wird erreicht, daß die Brustfläche jedes Messers bei jedem Schärfvorgang genau radial
abgeschliffen wird. Bei dem zweiten Verfahren hingegen verlaufen nacheinander die
abgeschliffenen Brustflächen der Messer in parallelen Ebenen.
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Braucht man die Maschine nur zum- Schärfen von Messerköpfen ein und
derselben Art, so kann man sie erheblich einfacher ausgestalten, da sich dann manche
Einstellungsmöglichkeiten erübrigen. Verwendet man die Maschine z. B. ausschließlich
zum Schärfen von Scheibenfräsern C (Fig. 15), dann kann der Spindelstock 31 zur
Aufnahme der Werkzeugspindel fest auf dem verschiebbaren Unterteil 37 in der in
Fig. 15 dargestellten Lage angebracht sein. Die Einstellungen um die Achsen 33 und
35 und in der Richtung des Pfeiles 36 (Fig. 1 und 2) fallen dann fort.
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Der Winkel zwischen der Umlaufachse der Schleifscheibe W (Fig. 19)
und der Achse 28 ist mit A bezeichnet, während der Rand der Schleifscheibe, im Gegensatz
zur Kante der Schleiffläche, mit E bezeichnet ist. In den Fig. 19 und 20 ist der
Rand E in derjenigen Lage in ausgezogenen Linien wiedergegeben, in welcher sich
die Schleifscheibe in der Mitte ihrer Pendelbewegung befindet, d. h. in der Lage,
in der ihre Achse in der gemeinsamen Ebene der Achse 26 des Drehteils und der Pendelachse
28 gelegen ist. Beim Ausschwingen der Schleifscheibe um die Achse 28 in ihre dem
Abrichten dienende Lage erfährt auch die Ebene der Kante E eine Verschwenkung um
die Achse 26, mit dem Ergebnis, daß, wenn die Messer des Werkzeugs sehr dicht nebeneinanderstehen,
die Schleifscheibenkante an das Messer anstößt, das neben dem jeweils geschärften
Messer liegt. In Fig. 20 ist die Kante E bei ihrer Pendelbewegung um die Achse 28
in derjenigen Stellung E' wiedergegeben, in der die Schleifscheibe am leichtesten
an das Messer anstoßen kann, das sich unmittelbar unter dem geschärften Messer befindet.
Um das zu verhindern, kann man in den Fällen, in denen man Messerköpfe von sehr
eng zusammenstehenden Messern schärfen will, den Durchmesser der Schleifscheibe
W verringern oder den Winkel A herabsetzen. Fig. 21 läßt erkennen, was durch Herabsetzung
dieses Winkels auf das Maß A' erreicht wird, das die Hälfte des in Fig. 19 gezeigten
Winkels A beträgt. Hierbei stößt die Schleifscheibe nicht mehr an, selbst wenn sie
in die ungünstigste Stellung gelangt, in welcher sich ihr Rand E in der Lage E"
befindet. Um die Stärke der Schleifscheibe durch das wiederholte Abziehen nicht
zu verringern und um eine große Lebensdauer der Schleifscheibe zu erreichen, wird
diese am besten tellerförmig ausgestaltet, so daß ihr axialer Querschnitt die in
Fig. 21 rechts gezeigte Gestalt erhält.
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Der das Abrichtwerkzeug tragende Arm 29 (Fig. 1, 5 und 15) ist schwingend
in einem Gehäuse 223 gelagert. Mit Hilfe eines Griffs 228 kann man dafür sorgen,
daß der Abrichtdiamant D die abzurichtende Schleifscheibe W in einer Ebene überfährt,
die lotrecht zur Achse 28 verläuft. Es ist dies die Ebene, in der die Schleifscheibe
zur Anlage an dem zu schleifenden Werkzeug gelangt. Damit man Schleifscheiben W
von verschiedenem Durchmesser aufspannen kann, ist das Gehäuse 223 längs einer Gleitbahn
223' einstellbar, die senkrecht zur Achse 28 verläuft.
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Unter gewissen Umständen kann es erwünscht sein, sämtliche Messer
des Messerkopfes der Reihe nach abzuschruppen, und zwar ein oder mehrere Male. Das
gilt z. B. für den Fall, in welchem die Schneidkanten der Messer schartig geworden
sind und man daher eine so starke Werkstoffschicht abschleifen muß, daß die Scharten
verschwinden. Erst wenn das geschehen ist, werden die Messer nacheinander geschlichtet.
Nach dem Schruppen sämtlicher Messer kann man das zu schärfende Werkzeug ein wenig
drehen, um beim nachfolgenden Schlichten eine dünne Werkstoffschicht abschleifen
zu können. Diese Drehung erfolgt nach Lösen der Klemme 169 mit Hilfe des Griffes
166.