DE1067468B - Elektronischer Fernschreiber zum Senden und Empfangen von Start Stop-Telegrafierzeichen - Google Patents
Elektronischer Fernschreiber zum Senden und Empfangen von Start Stop-TelegrafierzeichenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L17/00—Apparatus or local circuits for transmitting or receiving codes wherein each character is represented by the same number of equal-length code elements, e.g. Baudot code
-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Einrichtung, wie sie bei Start-Stöp-Fernschreibern
zum Senden und Empfangen der Telegrafierzeichen verwendet wird, und insbesondere auf Fernschreibgeräte,
bei welchen alle Elemente, außer den Organen zur Übersetzung der Telegrafierschritte und zum
Drucken der Zeichen, aus elektronischen Kreisen und Schaltungen bestehen.
Bei solchen Einrichtungen wird im allgemeinen jedes übertragene Telegrafierzeichen durch das Aussenden
einer Schrittfolge auf der Leitung dargestellt, wobei jeder Telegrafierschritt grundsätzlich dieselbe
Dauer aufweist.
Genauer genommen wird jedes übertragene Telegrafierzeichen in Form von Stromzuständen so dargestellt,
daß zuerst ein Anlaufschritt ausgesendet wird, der dazu dient, den Empfänger auszulösen und den
Bezugs- oder Nullpunkt für die Zeit festzulegen, worauf fünf vorher in einer Speichervorrichtung gespeicherte
Alphabetschritte, deren jeweiliger Zustand (Strom- oder Pausenschritt) von dem übertragenen
Telegrafierzeichen abhängt, sowie ein Sperrschritt ausgesendet wird. Der Sperrschritt kann dieselbe
Dauer als die anderen Schritte aufweisen, er kann aber im allgemeinen die gesamte Dauer bis zum Aussenden
des Anlaufschrittes des nächsten Schriftzeichens einnehmen. Die Bildung des zu übertragenden
Zeichens sowie seine Aussendung wird entweder durch das Drücken einer Taste einer Tastatur, die im Fernschreiber
eingebaut ist, oder von einem ,Codegebergerät (Namengeber, Lochstreifentaster) ausgelöst..
Im Falle einer Tastatur ist jede Taste mit einer Schaltvorrichtung verbunden, welche es ermöglicht,
die fünf Alphabetschritte festzulegen, welche den Teil der Fernschreibtastung darstellen, welcher dem übertragenen
Schriftzeichen eigen ist. Diese Schritte liegen zwischen dem Anlaufschritt und dem Sperrschritt.
Beim Empfang löst jeder Anlauf schritt, welcher den Alphabetschritten vorausgesendet wird, zunächst eine
Prüfvorrichtung aus, die die verschiedenen Telegrafierschritte prüft. Diese Prüfung erfolgt in der Mitte
jedes empfangenen Fernschreibschrittes. Je kürzer die · Dauer dieser Prüfung ist, desto größer ist die Toleranzspanne
des Empfängers. Die Gesamtheit der ■·-'" Schritte eines Zeichens wird dann entweder als elekirischer
oder als mechanischer Zustand festgelegt, wobei dieser Zustand als Bezugszustand für eine Druckvorrichtung
dient:
Bei der üblichen Betriebsart, im »Wechselverkehr«, d. h. wenn dasselbe Fernschreibgerät jeweils zum Aussenden
und zum Empfangen verwendet wird,'wird die Druckvorrichtung sowohl zum Drucken der ausgesandten
Schriftzeichen (Kontrolldruck) als auch zum Drucken der empfangenen Schriftzeichen verwendet. ■
zum Senden und Empfangen
von Start - Stop -Telegrafierzeichen
Anmelder:
Roger Sourgens, Bellevue,
und Raymond Chollet, Boissy-Saint-Leger
(Frankreich)
Vertreter: Dr. B. Quarder, Patentanwalt,
Stuttgart-O, Richard-Wagner-Str. 16
Stuttgart-O, Richard-Wagner-Str. 16
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 2. August 1956.
Frankreich vom 2. August 1956.
Roger Sourgens, Bellevue,
und Raymond Chollet, Boissy-Saint-Leger
und Raymond Chollet, Boissy-Saint-Leger
(Frankreich),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Die oben kurz beschriebene Einheit wird durch mechanische oder elektromechanische Vorrichtungen vervollständigt,
die verschiedene zweckmäßige oder unbedingt nötige lokale Funktionen verrichten, unter
welchen folgende erwähnt werden können: :
a) Ein Umschalter »Sendung—Empfang«, welcher die Übertragungsleitung je nachdem entweder mit den
Sendeelementen oder mit den Empfangselementen des Gerätes verbindet. Im allgemeinen ist dieser Umschalter
in Normalstellurig auf »Empfang«. Er wird bei Bedarf automatisch auf »Senden« umgelegt und so
lange wie nötig in dieser Stellung festgehalten. Im Falle der »Duplexe-Schaltung dient der »Sendung^
Empfänge-Umschalter dazu, die Druckvorrichtungen tweder an die Sendeorgane (Kontrolle) oder an die
Empfangsorgarie zu schalten.
b) Die Sperrung der nicht benötigten Tasten während
der Aussendung. Sobald eine Taste gedrückt ist; sind die anderen Tasten in der Ruhestellung gesperrt,
so daß die'ausgesandte Schrittfolge nicht verstümmelt
werden kann. ■.'.·'.:
c) Rufvorrichtung. Jedesmal wenn ein Fernschreibgerät die beiden Schrittfolgen »Zahlen-J«, die für den
Anruf dienen, empfängt, so wird ein Ruf kreis betätigt (mit einer Signallampe oder mit einem Wecker), der
909 639/133
nur durch Eingriff der Bedienungsperson auf den Anfangszustand
gebracht werden kann. __
d) Ein automatischer Namengeber. Jedesmal wenn ein Fernschreiber die doppelte Schrittfolge »Ziffern-D«
empfängt, soll er automatisch seinen Rufnamen aussenden, damit der Anrufende nachprüfen kann, wer
der Empfänger ist, selbst wenn die Bedienungsperson bei der Gegenstation nicht anwesend ist. Diese Aussendung
kann auch am eigenen Fernsprecher durch basis« genannten Generators aussenden und welche
ebenfalls die Tastschritte der empfangenen Zeichen in den Speichervorrichtungen speichert, um sie mittels
von Impulsen, die in der Mitte eines jeden Telegrafier-Schrittes von der Zeitbasis geliefert werden, zu prüfen.
Die Arbeitsweise dieser Geräte ist aber nicht immer ganz zufriedenstellend. Damit nämlich die
Übertragungsgeschwindigkeit unabhängig von der Anschlaggeschwindigkeit beim Drucken bleibt, wäre
Drücken der Taste oder durch Betätigung eines io es nötig, daß die zu übertragenden Zeichen nachein·
Hebels ausgelöst werden, der üblicherweise mit
»HIER IST« beschriftet ist.
»HIER IST« beschriftet ist.
e) Die Kennzeichnung und Prüfung des Zustandes der Leitung. Unabhängig der oben beschriebenen
ander in zwei in Kaskaden geschaltete Speicherstufen gespeichert werden. Andererseits ist es nötig, daß die
Zeitbasis, damit sie gleichzeitig für das Aussenden und für den Empfang dienen kann, in beiden Fällen
Funktionen ist der Fernschreiber meist mit einem 15 einen verschiedenen Arbeitskreislauf aufweist. Wäh-Fernschaltkasten
verbunden, dessen Organe den Fern- rend der Übertragungskreislauf im allgemeinen 15O1 ms
schreiber vervollständigen und der dazu dient, Schaltsignale zu empfangen und auszusenden, insbesondere
die Signale, welche den Frei- oder Besetztzustand der
dauert, und zwar sechsmal 20 ms für den AnI aufschritt
und für die fünf Alphabetschritte und 30 ms für den Sperrschritt, soll der Empfangskreislauf
Telegrafenleitung, auf welcher die Verbindung über- 20 130 ms dauern, um eine eventuelle Distorsion des emptragen
wird, entsprechen. fangenen Zeichens zu berücksichtigen, wie in der
f) Eine Wiederholungsvorrichtung. Oft ist es Folge erklärt wird.
zweckmäßig (z. B. während der Justierung), daß der Die Erfindung besteht darin, daß die Periode die
Fernschreiber automatisch dasselbe Zeichen aussendet. Periode der Zeitbasis einen ersten Wert für das Sen-Üblicherweise
drückt die Bedienungsperson nachein- 25 den und einen zweiten, kürzeren Wert für den Empander
auf die Taste, welche dem gewünschten Zeichen fang liefert, wobei die Veränderung aus der einzigen
vorhandenen Periode der Zeitbasisschaltung durch die Anwendung desjenigen der binären Teiler bewirkt
wird, dessen Periode das Doppelte der Differenz zwischen dem besagten ersten Wert der Periode ist,
indem von dem Ausgange des Verteilers ein Rufsignal abhängig von einem Zustandswechsel des binären
Frequenzteilers abgeleitet wird.
Die Prüfung der Polarität der Telegrafierschritte
rend der Wartungsarbeiten) oder auch automatisch 35 soll in der Mitte dieser Schritte erfolgen, d. h. in den
erfolgen, wenn das Gerät nicht mehr empfangen kann Zeitpunkten 30, 50, 70 90 und 110 ms. Wenn aber der
(z.B. bei Papiermangel). fünfte Alphabetschritt ein negativer Stromschritt, ist,
h) Eine Testvorrichtung für den eigenen Schreiber. und da der Sperrschritt immer ein positiver Pausen-Diese
Vorrichtung dient dazu, die Betätigung der schritt ist, könnte der Stromanstieg im Zeitpunkt
Tastatur zu ermöglichen, um sie, ohne eigentliche 40 120 ms zwischen den beiden Schritten von der Zeit-Übertragung,
zu kontrollieren, wobei ein Anruf von basis als einAnlauf schritt gedeutet werden, wie, wenn
außen noch wahrgenommen wird. der Arbeitskreislauf nach 110 ms abgelaufen wäre.
i) Eine Farbrollensteuerung. Diese Vorrichtung Außerdem kann der Sperrschritt eine Distorsion
steuert die Farbe der Druckrolle in Abhängigkeit des erfahren, die fast 50°/o erreicht, so daß der Strom-Ursprungs
des gedruckten Textes, z.B.· Druck in 45 anstieg nicht mehr bei 120ms erfolgt, sondern fast
entspricht, und dann auf die Taste »Wiederholung« welche die automatische wiederholte Aussendung des
Zeichens bewirkt. Die Übertragung dauert, solange die Wiederholungstaste gedrückt bleibt.
g) Eine Sperrvorrichtung. Diese Vorrichtung hat den Zweck, die Inbetriebsetzung des Fernschreibgerätes
in gewissen Fällen zu unterbinden. Diese Vorrichtung kann von Hand betätigt werden (z. B. wäh-
schwarzer Farbe für den Empfang, Druck in roter Farbe für die ausgesandten Texte.
Es gibt heutzutage auf zahlreichen Telegrafenverbindungen mechanische Vorrichtungen, die alle obigen
Funktionen verrichten. Gewisse Funktionen, wie die Regelung der Bewegungen, ihre zeitliche Verteilung, die
Prüfung des Stromzeichens der Tastschritte, die Prüv fung der Schrittkombinationen usf., verlangen bei den ■
üblichen Betriebsgeschwindigkeiten und desto mehr noch bei höheren Geschwindigkeiten den Einsatz von
teueren, empfindlichen, sperrigen und oft lärmenden mechanischen Präzisionsvorrichtungen. Die Vergrößerung
der Betriebsgeschwindigkeit ist durch die Trägheit der mechanischen Bauteile begrenzt. Die Reibungen
verursachen einen verhältnismäßig raschen Verschleiß dieser Teile und begrenzen die Lebensdauer
solcher Apparate auf einen verhältnismäßig kleinen Wert.
Es sind auch schon elektronische Geräte zu diesem Zweck vorgeschlagen worden (siehe z. B. das französische
Patent 945 227 vom 16. April 1947 und das britische Patent 733 071 vom 6. März 1953), welche die
Telegrafierschritte eines zu übertragenden Zeichens in einer Speichervorrichtung speichern und diese Fernschreibschritte
nacheinander mit Hilfe eines »Zeitbei 130 ms.
Die Zeitbasis liefert:
Al — Korrekturimpulse, die so ausgelegt sind, daß beim Empfang der Arbeitskreislauf dreizehn
volle Schwingungen des Generators umfaßt, während er bei der Aussendung fünfzehn volle Schwingungen
zählt.
A 2 — das Steuersignal zur Austastung des Generators am Ende des Arbeitskreislaufes;
A3 — beim Empfang die Prüfimpulse in den Zeitpunkten, die der Mitte der ankommenden
Telegrafierschritte entsprechen und bei der Aussendung eine distorsionsarme Formgebung der abgehenden
■ Schritte;
A4 — die Steuerung, welche die Übertragung
der in einer primären Speicherstufe gespeicherten Auskünfte in eine sekundäre Speicherstufe besorgt,
wobei der Zeitpunkt dieser Übertragung ein anderer ist, je nachdem, ob es sich um einen
Sendungskreislauf oder um einen Empfangskreiskreislauf handelt;
A 5 — ein Steuersignal zur Betätigung der Auslösung des mechanischen Kreislaufes des Druckapparates;
A 6 — ein Steuersignal zur Anregung der
Elektromagnete des Druckwerkes unter bestimmten Vorbedingungen;
A7^-die Verzögerung der Aussendung der
eigenen Rufnummer während einer gewissen Anzahl von Kreisläufen;
A 8 — Impulse in gleichmäßigen Abständen, mit welchen man alle Signale, die nicht Start-Stop-Fernschreibsignale
sind, und insbesondere die Schaltsignale prüfen kann.
Die Vorrichtung wird nachstehend in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 a und 1 b zeigen eine schematische Darstellung
eines Fernschreibgerätes, das mit der erfindungsgemäßen Zeitbasis ausgerüstet ist;
Fig. 2 stellt ein detailliertes Schema des Teiles der Fig. 1 a dar, das sich auf die Zeitbasis bezieht.
Diese Zeitbasis umfaßt:
Einen gesperrten Generator 1 für 100 Hz, welcher eine sinusförmige Spannung zur Zeitteilung
liefert;
einen Amplitudenbegrenzer 2, der diese sinusförmige Spannung in eine Rechteckspannung umwandelt,
aus der kurze Impulse gevronnen werden können;
einen Impulsverstärker 3, der diese Impulse auf
einen genügenden Pegel bringt, um die nachgeschalteten Organe zu betätigen;
vier in Kaskade geschaltete binäre Frequenzteiler 4, 5, 6 und 7. Der erste Frequenzteiler 4
empfängt die vom Verstärker 3 gelieferten Impulse und kippt mit einer Frequenz von 50 Hz.
Der zweite Frequenzteiler 5 erhält die vom Frequenzteiler 4 stammenden Impulse und kippt mit
einer Frequenz von 25 Hz. Der dritte Frequenzteiler 6 erhält die Impulse von 5 und kippt mit
einer Frequenz von 12,5 Hz und der vierte Frequenzteiler 7 empfängt die Impulse von 6 und
kippt mit einer Frequenz von 6,25 Hz;
eine Matrizenschaltung 8 mit drei Eingängen, die die Impulse der Frequenzteiler 5, 6 und 7 erhält und die auf die acht Ausgänge die acht Kombinationen
der Schaltzustände der Frequenzteiler 5, 6 und 7 verteilt;
eine Verstärkereinheit 9 mit acht Matrizenverstärkern
9X bis 98, welche die Ausgangssignale der
Matrizenschaltung 8 verstärkt;
eine Kreislaufkorrekturschaltung, bestehend aus
der Anschluß leitung 0101, die vom Matrizenverstärker 98 im Zeitpunkt 140 ms jedes Kreislaufes
gesteuert wird und zur Kippschaltung des Frequenzteilers 4 führt. Diese Schaltung verkürzt die
. Dauer des Gesamtkreislaufes um 10 ms, so daß sie von 160 ms auf 150 ms herabgesetzt wird, was der'
Dauer eines Sendekreislaufes entspricht;
eine zweite Korrekturschaltung 10, welche vom Matrizenverstärker 97 gesteuert wird und zur binären Kippschaltung des Frequenzteilers 5 führt.
Durch diesen Kreis wird es möglich, jeweils beim Empfang die Dauer des Kreislaufes auf 130 ms
herabzusetzen. Es wird über die Verbindungsleitung 0103 gesteuert und besteht wesentlich aus
einem Stromtor, dessen Öffnung durch die zweite Sendung-Empfang-Kippschaltung 15χ über die
Verbindungsleitung 0104 gesteuert wird;
eine Austastvorrichtung 11, durch die der Generator
1 im geeigneten Augenblick erregt bzw. gesperrt werden kann. Diese Vorrichtung wird geöffnet
und der Generator 1 also angeregt, entweder durch den Empfangskippkreis für ankommende
Tastung 12 sobald der Anlauf schritt auf der Empfangsader
29 empfangen wird, oder durch die Sende-Empfang-Kippschaltung 14X über die Verbindungsleitung
0105, wenn ein Schriftzeichen durch die Tastatur 19 bzw. durch den Namengeber
222 ausgesendet werden soll. ■
Am Ende des Arbeitskreislaufes wird die Austastvorrichtung durch den Matrizenverstärker 98 über die
ίο Verbindungsleitung 0101 gesperrt, was den Oszillator 1
zum Stillstand bringt.
Diese Sperrung wird ebenfalls durch die Prüfvorrichtung 24^^ zur Prüfung des Signals für Gesprächsschluß über die Verbindungsleitung 0106 bewirkt.
Die Anlage, in welcher diese Zeitbasis verwendet wird, umfaßt (Fig. 1 a und Ib):
A — eine Prüf einheit, welche die unter A3 erwähnten Prüf impulse in eine primäre Speicherstufe überträgt oder nicht, je nachdem ob die
empfangenen Telegrafierschritte Stromschritte oder Pausenschritte sind;
B — eine erste Speichereinrichtung 14, die dazu
dient, die Gesamtheit des Telegrafierzeichens zu
speichern, wobei die Telegrafierschritte entweder von der Prüfeinheit, beim Empfang, oder von der
Tastatur bzw. vom Namengeber, oder von einem angebauten Lochstreifensender, geliefert werden.
Außerdem wird die Unterscheidung des Ursprungs der gespeicherten Telegrafierschritte automatisch
durch eine geeignete Wahl vorrichtung besorgt;
C — eine Auslösevorrichtung oder erste Rückstellvorrichtung
18, die dazu dient, die zuvor in der ersten Speicherstufe gespeicherten Teleg'rafierzeichen
in eine zweite Speicherstufe zu übertragen, wobei diese Übertragung in einem verschiedenen
Zeitpunkt des Arbeitskreislaufes erfolgt, je nachdem, ob es sich um einen Sendungs- bzw. Empfangskreislauf handelt, wobei die Wahl dieses
Zeitpunktes durch die im vorigen Abschnitt er1 wähnte Wahl vorrichtung und eine ähnliche in der
zweiten Speicherstufe eingebaute Vorrichtung erfolgt;
D — eine zweite Speicherstufe 15 zum provisorischen Einspeichern der Gesamtheit des Telegra-:
fierzeichens, die den zuvor in der ersten Speicherstufe gespeicherten Zeichen entsprechen, wobei
diese Speicherstufe noch eine, Ursprungswahlvorrichtung
umfaßt, die ähnlich der Wahlvorrichtung der ersten Speicherstüfe ist und welche die Ur-Sprungsangabe,
die von dieser geliefert wird, aufspeichert ; :
E — eine Auslösevorrichtung oder zweite Rückstellvorrichtung
25, die dazu: dient, die in der
zweiten Speicherstufe gespeicherten Angaben nach einer vorbestimmten Verzögerung, die groß genug
ist, um die Aufschreibung durch die Druckvorrichtung
sicherzustellen, zu löschen; F — eine Verstärkereinheit 16 zur Versorgung'
der Elektromagnete zur Steuerung der Schienen
der Druckvorrichtung, welche dazu dient, den Elektromagneten eine genügende Leistung für
einen einwandfreien Betrieb zu liefern;
G ■— Steuermagnete 17, welche die Angaben,
die vom oben erwähnten elektronischen Teil der Anlage geliefert werden, in mechanische Zustände
umwandeln;
H-— eine Tasteinheit 19, welche zugleich das
Anschlagen einer Taste kennzeichnet (in anderen
Worten den Sendezustand kennzeichnet) und die angeschlagene Taste durch Aussendung der he-
treffenden Schrittfolge bezeichnet; die verschiedenen entsprechenden Schritte werden der ersten
Speicherstufe zugeführt, wobei die Betätigung der Tastatur im übrigen unwirksam wird, wenn die
Tasteinheit das der angeschlagenen Taste entsprechende Zeichen nicht übertragen kann bzw.
darf, und wobei noch die Tastatur andrerseits zwei Spezialtasten umfaßt, wovon eine die automatische
Wiederholung des der gedrückten Taste entsprechenden Zeichens ermöglicht und die andere die
selbsttätige Aussendung des eigenen Rufnamens durch den Namengeber auslöst;
I — eine Übertragungsvorrichtung 20, welche das Senderelais betätigt, und zwar einerseits in
Abhängigkeit der Zeit und andrerseits in Abhängigkeit der in der sekundären Speichervorrichtung
15 gespeicherten Telegrafierschritte unter dem Einfluß von Hilfsvorrichtungen, welche den Zustand
der Leitung und gewisse Betriebszustände angeben;
J — eine Leitungsprüfvorrichtung 21, welche die üblichen Schaltsignale prüft, sie durch Schaltzustände
darstellt und weiterleitet, und welche im eigenen Fernschreiber die verschiedenen Vorrichtungen
steuert, die bei Änderung des Schaltzustandes der,Leitung ansprechen sollen, und zwar
der Motor 22 und die Meldeleuchte 23.
Die Einzelheiten der Stromkreise der Fig. 1 a, die sich auf die Zeitbasis beziehen, sind in der Fig. 2 dargestellt.
Die Einzelheiten der Stromkreise der Fig. 1 a, die sich auf die Zeitbasis beziehen, sind in der Fig. 2 dargestellt.
Al — Der gesperrte Generator 1 besteht aus einem
Übergangs- oder Flächentransistor 101, dessen Emitter- und Kollektorkreise über einen auf die Frequenz
100 Hz abgestimmten Übertrager 102 gekoppelt sind. A 2 — Die von diesem Generator gelieferte sinusförmige
Spannung steuert den Amplitudenbegrenzer 2, über die Basis des Flächentransistors 201, der als
stark gesättigter Verstärker in Emitter-Basis-Schaltung aufgebaut ist. Am Kollektor dieses Transistors
erhält man eine Rechteckspannung, welche über den Kondensator 302 differenziert wird, um eine Serie
kurzer, abwechselnd positiver und negativer Impulse zu bekommen, deren Zeitpunkt mit dem steilen Anstieg
bzw. Abfall der Rechteckspannung zusammenfallen. ...
' A3—: Diese Wechselimpulse werden der Basis eines als gesperrten Verstärker geschalteten Transistors 301 zugeführt. Nur die negativen Impulse haben eine Auswirkung, sie öffnen den Transistor 301 und geben auf dem Kollektor dieses Transistors positive Impulse, welche dem Zeitpunkt der negativen Impulse am Eingang entsprechen. ■ -
' A3—: Diese Wechselimpulse werden der Basis eines als gesperrten Verstärker geschalteten Transistors 301 zugeführt. Nur die negativen Impulse haben eine Auswirkung, sie öffnen den Transistor 301 und geben auf dem Kollektor dieses Transistors positive Impulse, welche dem Zeitpunkt der negativen Impulse am Eingang entsprechen. ■ -
A 4 — Diese positiven Impulse werden ihrerseits
über die Gleichrichter 403 und 404 und die Kondensatoren 405 und 406 an die Basis der beiden Flächentransistoren
z. B. der Type pnp 401 und 402 geleitet, die in einer herkömmlichen Eccle-Jordan-Kippschaltung,
welche den wesentlichen Teil des Frequenzteilers 4 darstellt, geschaltet sind. Wenn man an einem
bestimmten Zeitpunkt annimmt, daß der Transistor 402 geöffnet ist, ist das Spannungspotential an dessen
Kollektor fast gleich Nufl. Es folgt daraus, daß die
Spannung an der Basis des Transistors 401 ebenfalls gleich Null ist. Dieser Transistor ist infolgedessen
gesperrt and das Potential seines Kollektors hat einen starken negativen Wert. Es folgt daraus, daß das
Potential der Basis des Transistors 402 auch einen stark negativen Wert hat, so daß dieser Transistor in
geöffneter Stellung verharrt. Diese Schaltstellurig ist
also stabil.
Ein ähnlicher Schluß zeigt, daß es einen zweiten stabilen Zustand gibt, der symmetrisch zum ersten ist
und einer schwachen Vorspannung des Kollektors des Transistors 401 und einer starken negativen Vorspan-
.5 nung des Kollektors des Transistors 402 entspricht.
Die Spannungen, die vom Impulsverstärker 3 geliefert werden, werden wie oben gesagt, gleichzeitig
der Basis der beiden Flächentransistoren 401 und 402 über die Kristalldioden 403 und 404 zugeführt. Da die
ίο beiden Transistoren 401 und 402 in einer Kippschaltung
geschaltet sind, ist eine der Dioden 403 bzw. 404 gesperrt, während die andere den Strom durchläßt.
Wenn z. B. der Transistor 401 gesperrt ist, ist das Potential seiner Basis fast gleich Null. Die Diode 403;
die mit der Basis dieses Transistors verbunden ist, ist also in Durchlaßrichtung. Auf dem Transistor 402
sind die Spannungen umgepolt, und die entsprechende Diode 404 ist also gesperrt.
Auf diese Weise kann der gleichzeitig den beiden Basen zugeführte Impuls die Basis des Transistors
402 nicht erreichen, während er die Basis des Transistors 401 erreicht. Dieser positive Impuls polt die
Basis um. Das Potential des entsprechenden Kollektors wird stark negativ, was das Umkippen der Spannungen
bewirkt.
Der binäre Kippkreis nimmt einen elektrischen Zustand an, der dem vorhergehenden spiegelgleich ist.
Unter diesen Bedingungen ist jetzt die Basis des Transistors 402 empfangsbereit wie zuvor die Basis
des Transistors 401. Beim nächsten Impuls wird der Steuerimpuls der Kippschaltung von dem Transistor
402 empfangen, und die beiden Transistoren nehmen ihren elektrischen Anfangszustand wieder ein. Das
Spiel wiederholt sich — bei jedem Impuls kippt der elektrische Zustand von dem einen stabilen Zustand
auf den anderen. An der Ausgangsklemme 407 dieses Frequenzteilers erhält man also rechteckige Signale,
deren Frequenz genau der Hälfte der Wiederholungsfrequenz der Steuerimpulse entspricht. Wenn der
Generator geöffnet ist, ist diese Wiederholungsfrequenz der Steuerimpulse gleich der Frequenz des
Generators, d. h. 100 Hz, in andern Worten, die Wiederholungsperiode der Steuerimpulse ist gleich
einem halben Schritt. Am Ausgang 407 des ersten
Frequenzteilers 4 ist also die durch 2 dividierte Frequenz gleich 50 Hz, so daß die Periode gleich einem
Schritt ist.
Die Impulse des Frequenzteilers 4 steuern ihrerseits den Frequenzteiler 5, dessen Arbeitsweise ähnlich der
5P Arbeitsweise des Frequenzteilers 4 ist. Am Ausgang
dieses Frequenzteilers 5 erhält man mit einer Frequenz von 25 Hz Impulse, die dem Frequenzteiler 6 zugeführt
werden, als eine Periode von zwei Schritten. Am Ausgang des Frequenzteilers 6 erhält man mit
der Frequenz von 12,5 Hz Impulse, die dann dem letzten Frequenzteiler 7 zugeführt werden. Dieser
kippt periodisch mit einer Frequenz von 6,25 Hz also
mit einer Periode von vier Schritten. :
Wenn keine Korrektur angebracht würde, wäre die Dauer der kompletten Periode der Kippschaltung T
= 160 ms. Um aber mit den üblichen Betriebs-
1000 ms
6,25
6,25
normen in Übereinstimmung zu bleiben, ist es zweckmäßig, die ganze Periode durch eine an den Frequenz-
teiler 4 angebrachte Korrektur, sie bei einem Sendespiel auf 150 mm herabzusetzen und durch eine
zusätzlich am Frequenzteiler 5 angebrachte Korrektur
bei einem Empfangsspiel auf 130 mm herabzusetzen. A 5 — Die . Rechteckspannungen am Ausgang der
Frequenzteiler 5, 6 und 7 werden auf die acht.-. Schie-
nen 801 bis 808 der Mätrizenschaltung 8 über, einen
Satz von Widerständen 809 bis 832 verteilt, so daß man so die acht mit den drei binären Frequenzteilern
5, 6 und 7 möglichen Verbindungen durch ein Potentialmaximum auf einer einzigen der acht Schienen
801 bis 808 darstellen kann.
So weist z. B. die Schiene 801 dieses kennzeichnende
Potentialmaximum auf, wenn die Frequenzteiler 5, 6 und 7 alle ihre oberen Transistoren in Durchlaßstellung
"haben (Kollektoren mit dem höchsten Potential-■wert).
Die Schiene 802 weist dieses charakteristische
Potentialmaximum auf, wenn die Frequenzteiler 6 und 7 im selben Zustand sind wie oben, wahrend der
binäre Frequenzteiler 5 seinen unteren Transistor in Durchlaßstellung hat.
Die verschiedenen Schienen 801 bis 808 werden so
nacheinander das charakteristische Potentialmaximum aufweisen in Abhängigkeit der Zustandsänderungen
der Frequenzteiler 5, 6 und 7, welche die Matrize
steuern. Es sei nebenbei bemerkt, daß mit der verwendeten Schaltung das höchste Potential, das sich
auf einer der Schienen bildet, als Kennzeichen für die Schrittzählung gilt; man könnte aber mit einer geeigneten
Schaltung das Potentialminimuni als Kennzeichen wählen, wobei man genau dasselbe Ergebnis
erhalten würde.
A 6 — Alle Schienen 801 bis 808 sind je mit einem
entsprechenden gesättigten Verstärker 9t bis 98 verbunden.
Diese Verstärker sind so geschaltet, daß sie ausschließlich auf das charakteristische Potentialmaximum
der entsprechenden Schiene ansprechen. Wenn dieses Potential sich an der Schiene ausbildet, wird
der entsprechende Transistor gesperrt, und sein Kollektor, der keinen Strom mehr liefert, nimmt einen
stark negativen Wert an.
Die gewählte Schaltung ist schließlich so ausgelegt,
daß jeder der Kollektoren der Verstärker 9χ bis 98 der
Reihe nach (und in der Reihenfolge der Bezifferung) für die Dauer eines Fernschreibschrittes einen stark
negativen Wert einnimmt.
Wenn man von den Korrekturvorrichtungen absieht, hätte so der Verstärker 9χ eine stark negative
Spannung am Kollektor, vom Anfang des Kreislaufes an, während der ersten 20 ms.
Die Verstärker 92 bis 98 hätten dann der Reihe nach
eine stark negative Kollektorspannung bzw. von 20 bis 40, von 40 bis 60, von 60 bis 80, von 80 bis 100,
von 100 bis 120, von 120 bis 140 und von 140 bis 160 ms, nach dem Anfang des Kreislaufes, den man
als Bezugszeitpunkt für die Zeitzählung nimmt.
A 7 — In der Tat wird aber diese zeitliche Verteilung durch den Eingriff der Korrektürvorrichtungen
abgeändert.
Der Grundsatz dieses Eingriffes besteht darin, daß eine Halbwelle des binären Frequenzteilers, dessen
Periode gleich der doppelten Dauer ist, um die der Kreislauf gekürzt werden soll, auf eine Mindestdauer
beschränkt wird, indem man diesen Frequenzteiler sofort nach der Zustandsänderung durch die Rückkopplung
einer nachgeschalteten Stufe zurückkippen läßt, die durch diese Zustandsänderung betätigt wird.
Um den Kreislauf um 10 ms zu kürzen und seine Dauer von 160 auf 150 ms herabzusetzen, wird eine
erste Korrektur von einem am Ende des Kreislaufes am Verstärker 98 abgegriffenen Impuls gebracht, der
immer und in allen Fällen über einen Phasenumkehrtransistor 408 dem binären Frequenzteiler 4 zugeführt
wird, dessen Periode 20 ms beträgt.
A 8 — Ausschließlich beim Empfang wird ein zweites Korrektürsignal am Verstärker 97 abgegriffen und
dem binären Frequenzteiler 5 zugeführt, und zwar über das Stromtor 10, welches die Korrektur gegebenenfalls
unterbindet. Diese Torschaltung besteht aus einem Transistor 1002, der einerseits durch den
Verstärker 97 und andererseits durch einen von einer
Sende-Empfangs-Kippschältüng, die zu der sekundären Speichervorrichtung 15 gehört, gesteuerten
Tränsistörenverstärker lOOl gesteuert wird.
Jeder von diesen beiden Kanälen kann allein und unabhängig von dem anderen den Transistor 1002 der
Torschaltung 10 in Sperr'stellung halten, unbeachtet
der Polarität des anderen Kanals. Unter diesen Bedingungen kann die negative Rechteckspännung, die
vom Verstärker 97 geliefert wird, den Transistor
1002 nur dann freigeben, wenn die Sende-Empfängs-Kippschaltung
der sekundären Speichervorrichtung 15
sich in dem der ÄusSendung entsprechenden Zustand befindet, was den zweiten Kanal, welcher den Transistor
1002 der Torschaltung 10 durch den Verstärker 1001 sperrte, freigibt.
Diese doppelte Bedingung wird also nur während der Durchlaßdauer des Verstärkers 97 erfüllt, wenn
zudem noch der Kreislauf ein Empfangskreisläüf ist. In diesem Falle liefert der Transistor 1002 der Torschaltung
10 einen rechteckigen Stfomschritt, den man mit Hilfe einer Kapazität 1003 ableitet. Von den beiden Impulsen, die man so erhält, wird nur der positive, welcher dem Stromabfall entspricht, an den
binären Frequenzteiler 5, dessen Periode 40 ms beträgt,
über die Kristalldiode 1004 geleitet.
Diese zweite Korrektur, die nur bei einem Empfangskreislauf verwendet wird, Setzt die Dauer dieses
Kreislaufes von 150 auf 13Öms herab, da sie diesen
Kreislauf um 20 ms kürzt, wie weiter oben beschrieben
wurde.
A 9 —Die Sperrvorrichtung Il steuert einen Transistor 103, dessen Emitter-Kollektor-Kreis parallel
zu einem Schwingkreis geschältet ist. Dieser Transistor ist normalerweise in Durchlaßstellung, da er über
die Widerstände 104 und 1101 an der Basis Strom erhält. Unter diesen Bedingungen ist der Wechselstromwiderstand
Emitter—Kollektor sehr schwach, wodurch die Schwingungen derart gedämpft werden,
daß praktisch keine Schwingungen möglich sind. Die Freigabe des Generators wird durch Unterbindung
des Stromes aus der Basis des Sperrtransistors 103 bewirkt, was eine sehr starke Erhöhung des Wechselstromwiderstandes
zwischen Emitter und Kollektor zur Folge hat.
Man kann mehrere Fälle in bezug auf die Auslösung des Generators betrachten:
A 9 1 — Empfang eines Signals auf der Übertra-,
gungsleitung. Die Empfangskippschaltung 12, welche
den Anlaßschritt empfängt, gibt den Hilfssperrtransistor 1102 frei, der die Versorgung des Basiskreises
des Sperrtransistors 103 kurzschließt.
A 9 2 — Aussendung eines Zeichens auf der Leitung.
Sobald ein Zeichen zur Aussendung in der ersten Speicherstufe 14 eingespeichert wird, kippt die
erste Sende-Empfangs-Kippschaltung H1, .was den
Hilfssperrtransistor 1103 freigibt, der, wie der Transistor 1102 im vorigen Absatz A 9.1, die Versorgung
des Basiskreises des Sperrtransistors kurzschließt.
In den beiden Fällen wird der Generator freigegeben,
und die Schwingungen werden angeregt, so daß das charakteristische Kennzeichen (Spannungsmaximum)
der Reihe nach an allen Schienen 801 bis 808 der Matrize erscheint. Dadurch werden die Matrizen-
909 639/133
I 067
verstärker der Reihe nach betätigt; die Kollektoren werden der Reihe nach für die Dauer eines Schrittes.,
der zwei vollen Schwingungen des Oszillators 1 entspricht, negativ. ■
Das Ende der Schrittfolge wird durch das Erschei- ·. nen einer stark negativen Spannung am Kollektor des
Matrizenverstärkers 98 gekennzeichnet. Man wird bemerken,
daß der Kollektor des Matrizenverstärkers 98 positiv wird, sobald die Matrize ihre Ruhestellung
verläßt. Dadurch wird die Stromversorgung der Basis des Sperrtransistors 103 über die beiden Transistoren
1104 und 1105. kurzgeschlossen, so daß der Generator (nach Verschwinden des Zeichens, das seine Öffnung
bewirkt hat) weiter offen bleibt, bis zum Augenblick, wo nach einem ganzen Kreislauf der Matrize der
Kollektor des Matrizenverstärkers 98 stark negativ wird. Der Kurzschluß, der bisher über die Transistoren
1102 und 1103 auf der Basis, des Sperrtransistors 103 aufrechtgehalten wurde, verschwindet, was einen
Zusammenbruch des Widerstandes zwischen Emitter und Kollektor bewirkt und infolgedessen die Sperrung
des Generators 101.
Die Schaltung des Generators und der Hilfskreise ist so ausgelegt, daß die Sperrung des Generators in
dem Augenblicke erfolgt, wo die an die Basis des Amplitudenbegrenzers 201 zugeführte Schwingung
ihre Symmetrieachse erreicht. Die Schaltung ist außerdem so ausgelegt, daß die Öffnung von derselben
Phasenlage ausgeht. Der Generator gibt also bei. jedem Kreislauf eine runde Zahl von Perioden. Außerdem
sind die Koppelkreise so berechnet, daß die Amplitude für eine beliebige Schwingung unabhängig von ihrer
Ordnungszahl konstant bleibt.
Der Übergang des Oszillators von der Sperrstellung in die Arbeitsstellung und umgekehrt, erfolgt schließ-Hch
ohne merkliche Anschwingvorgänge.
Außerdem kann der Hilfssperrtransistor 103 auch über die Prüfvorrichtung zum Aufprüfen der Ader 24
in Sperrstellung gehalten werden. Diese Vorkehrung bezweckt die Sperrung des Oszillators, wenn der
Empfangskanal nicht belegt ist.
Claims (5)
1. Elektronischer Fernschreiber zum Senden und Empfangen von Start-Stop-Telegrafierzeichen
mit η-Schritten und mit einer Zeitbasisschaltung aus einem Oszillator mit nachgeschalteten binären ^
Frequenzteilern, die sowohl zum Senden wie auch i zum Empfangen benutzt und von einem gesende- .'5P
ten oder einem empfangenen Anlaufschritt ausgelöst wird mit einem Verteiler und zugehörigen
Schaltelementen, dadurch gekennzeichnet, daß die' Periode der Zeitbasis einen ersten Wert für das !
Senden und einen zweiten, kürzeren Wert für den Empfang liefert, wobei die Veränderung aus der
■ einzigen vorhandenen Periode der Zeitbasisschaltung durch die Anwendung desjenigen der binären
Teiler bewirkt wird, dessen Periode das Doppelte der Differenz zwischen dem besagten ersten Wert
der Periode und dem besagten zweiten Wert der
Periode ist, indem von dem Ausgange des Verteilers ein Rufsignal abhängig von einem Zustandswechsel
des binären Frequenzteilers abgeleitet wird.
2. Elektronischer Fernschreiber gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Periode
der Zeitbasis beim Senden eine Dauer von η + 2,5 Telegrafierschritten und beim Empfang eine Dauer
von η -f- 1,5 Telegrafierschritten aufweist.
3. Elektronischer Fernschreiber gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung
der Periode der gemeinsamen Zeitbasis dadurch erhalten wird, daß man dem Kippkreis (5)
der Zeitbasis (1 bis 7) ein von dem Verteiler (8) geliefertes und von dem Verstärker (97) verstärk^
tes Signal zuführt, und zwar über ein Stromtor (10) in Abhängigkeit eines elektronischen Sende-Empfangs-Kippkreises,
der zu einer sekundären Speicherstufe (15) gehört.
4. Elektronischer Fernschreiber gemäß Anspruch 1, in welchem die Zeitbasis einen Generator
(1) umfaßt, dessen Frequenz 100 Hz beträgt, dessen Periode also einem halben Telegrafierschritt
entspricht, und welchem vier binäre Frequenzteiler (4 bis 7) nachgeschaltet sind, welche Rechteckströme
geben, deren Perioden einem, zwei/ vier und acht Telegrafierschritten entsprechen, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Kürzung der Dauer des Kreislaufes der Zeitbasis um eine beliebige Anzahl
von halben Telegrafierschritten am Eingang des Frequenzteilers, dessen Periode gleich der Anzahl
der Telegrafierschritte ist, oder nacheinander an den Eingängen der Frequenzteiler, deren Periodensumme
gleich der Anzahl der Telegrafierschritte ist, ein oder mehrere am Ausgang des Verteilers
abgegriffene und von den Verstärkern der Verstärkerstufe
(9) verstärkte Signale zuführt, welche den oder die Frequenzteiler sofort nach ihrer
Zustandsänderung in ihre Ausgangslage zurückrufen, so daß die Dauer des gesamten Kreislaufes
um eine halbe Periode von jedem dieser Frequenzteiler gekürzt wird.
5. Elektronischer Fernschreiber gemäß Anspruch 1, in welchem die Zeitbasis einen Oszillator
(1) umfaßt, der eine Frequenz von 100 Hz und
■ also eine Periode von 10 ms aufweist und dem
vier binäre Frequenzteiler (4 bis 7) nachgeschaltet sind, welche rechteckige Signale liefern, die eine
Periode von 20, 40,-80 und 16O1 ms aufweisen, dadurch
gekennzeichnet, daß, um den Sendekreislauf um eine gegebene Dauer von ■ 101 ms und den
Empfangskreislauf um eine verschiedene Dauer von 30 ms zu kürzen, in, beiden Fällen am Eingang
des Frequenzteilers (4) mit einer Periode von 20 ms ein vom Verteiler (8) abgegriffenes und vom
Verstärker (98) verstärktes Signal zugeführt wird und zusätzlich im Falle des Empfangs am Eingang
des Frequenzteilers (5) mit einer Periode von 40 ms ein zweites, vom Ausgang des Verteilers (8)
abgegriffenes und vom Verstärker (97) verstärktes Signal zuführt, wobei jedes dieser Signale den betreffenden Frequenzteiler sofort nach seiner Zustandsänderung
zurückruft, so daß der gesamte Kreislauf um eine halbe Periode des zurückgestellten
Frequenzteilers gekürzt wird.
. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 639/133 10.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1157132T | 1956-08-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1067468B true DE1067468B (de) | 1959-10-22 |
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ID=9650410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1067468D Pending DE1067468B (de) | 1956-08-02 | Elektronischer Fernschreiber zum Senden und Empfangen von Start Stop-Telegrafierzeichen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2897258A (de) |
| DE (1) | DE1067468B (de) |
| FR (1) | FR1157132A (de) |
| GB (1) | GB833811A (de) |
| NL (2) | NL219571A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1276081B (de) * | 1963-10-02 | 1968-08-29 | Werner Schmidt | Kombinierte Sende- und Empfangsschaltung fuer elektronische Fernschreiber zum wechselseitigen Erzeugen und Aussenden oder Empfangen und Auswerten von binaeren Fernschreibcodezeichen |
| DE1299686B (de) * | 1960-09-14 | 1969-07-24 | Evelynes Claude De | Sende- und Empfangs-Codierungs- bzw. -Decodierungsschaltung fuer Fernschreibmaschinen |
-
0
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- NL NL122126D patent/NL122126C/xx active
- NL NL219571D patent/NL219571A/xx unknown
-
1956
- 1956-08-02 FR FR1157132D patent/FR1157132A/fr not_active Expired
-
1957
- 1957-08-01 US US675730A patent/US2897258A/en not_active Expired - Lifetime
- 1957-08-02 GB GB24504/57A patent/GB833811A/en not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1299686B (de) * | 1960-09-14 | 1969-07-24 | Evelynes Claude De | Sende- und Empfangs-Codierungs- bzw. -Decodierungsschaltung fuer Fernschreibmaschinen |
| DE1276081B (de) * | 1963-10-02 | 1968-08-29 | Werner Schmidt | Kombinierte Sende- und Empfangsschaltung fuer elektronische Fernschreiber zum wechselseitigen Erzeugen und Aussenden oder Empfangen und Auswerten von binaeren Fernschreibcodezeichen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB833811A (en) | 1960-04-27 |
| NL219571A (de) | |
| NL122126C (de) | |
| US2897258A (en) | 1959-07-28 |
| FR1157132A (fr) | 1958-05-27 |
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