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DE1066680B - Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten

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Publication number
DE1066680B
DE1066680B DENDAT1066680D DE1066680DA DE1066680B DE 1066680 B DE1066680 B DE 1066680B DE NDAT1066680 D DENDAT1066680 D DE NDAT1066680D DE 1066680D A DE1066680D A DE 1066680DA DE 1066680 B DE1066680 B DE 1066680B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling
azo
amino
diphenyl
diazo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1066680D
Other languages
English (en)
Inventor
Basel und Dr. Henri Streiff Birsfelden Dr. Hans Gärtner (Schweiz)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Publication date
Publication of DE1066680B publication Critical patent/DE1066680B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B41/00Special methods of performing the coupling reaction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

DEUTSCHES
I INTERNAT. KL. C 09 b
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT 1066 680
C 14475 IVb/22a
ANMELDETAG: 2.MÄRZ1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 8. O KTO B E R 1959
Es ist bekannt, daß bei der normalen wäßrigen Kupplung von Diazoverbindungen ohne wasserlöslichmachende Gruppen mit Azokomponenten, die ebenfalls keine wasserlöslichmachenden Gruppen aufweisen, sehr oft bezüglich Ausbeute, Reinheit oder Farbton ungleichmäßige Resultäte erhalten werden. Man ist in manchen Fällen genötigt, die Kupplung z. B. in sehr verdünnter Lösung durchzuführen, was technisch nachteilig ist. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, der Lösung der Azokomponente bzw. dem Reaktionsgemisch Netz- und Dispergiermittel, Schutzkolloide und/oder ähnlich wirkende Mittel zuzusetzen.
Ferner kann man feststellen, daß Diazoverbindungen ohne löslichmachende Gruppen mit zweifach kuppelnden Azokomponenten ohne löslichmachende Gruppen (wobei hier allgemein die phenolischen, kupplungsbedingenden Hydroxylgruppen nicht als löslichmachende Gruppen betrachtet werden, weil ihre Wirkung im Azopigment verlorengeht) nach den üblichen Methoden kaum zu zweifacher Kupplung zu bringen sind.
Die Erfindung hat unter anderem zum Ziel, diesen Übelständen abzuhelfen.
Es wurde gefunden, daß Azopigmente aus Diazoverbindungen und Azokomponenten, die beide von SuIfonsäuregruppen frei, in vorteilhafter Weise hergestellt werden können, wenn man die Kupplung praktisch wasserfrei in Gegenwart organischer Verdünnungsmittel in konzentriertem Reaktionsansatz unter mechanischer Durchmischung durchführt.
Zur Herstellung der Reaktionsansätze können zweckmäßig solche Diazoverbindungen verwendet werden, die leicht direkt isoliert werden können, wie das Sulfat des a-Diazoanthrachinons. Bei diesen und anderen schwerlöslichen Salzen oder Doppelsalzen von Diazoverbindungen, die als feuchte Preßkuchen anfallen, kann durch Zusatz von wasserbindenden Stoffen der restliche Wassergehalt entfernt werden. Als solche schwerlösliche Salze von Diazoverbindungen kommen beispielsweise die Salze mit Naphthalinmono- und -disulfonsäuren, z. B. der Naphthalin-1-sulfonsäure und der Naphthalin-l,5-disulfonsäure, in Betracht und als Doppelsalze z. B. die längst bekannten Zinkchloriddoppelsalze. Zur Entfernung des restlichen Wassergehaltes können in allen Fällen mit Vorteil entwässerte oder teilentwässerte anorganische Salze von wasserbindendem Charakter, wie Aluminiumsulfat, verwendet werden. Die Herstellung solcher
Cl
Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten
>— NH- OC- H2C-OC-Anmelder: CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36, Neuer Wall 10
Beanspruchte Priorität: Schweiz vom 7. März 1956
Dr. Hans Gärtner, Basel,
und Dr. Henri Streiff, Birsfelden (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
trockener und relativ stabiler Diazoverbindung ist allgemein bekannt und bedarf keiner besonderen Erläuterung.
Die Azokomponenten können im allgemeinen ohne Schwierigkeiten in wasserfreier Form hergestellt werden. Sie können beispielsweise eine kupplungsfähige Ketomethylengruppe in einer offenen Kette enthalten, wie dies bei den Acylacetylverbindungen, z. B. den Acetoacetyl- oder Benzoylacetylverbindungen der Fall ist, oder eine kupplungsfähige Ketomethylenverbindung kann auch in einem heterocyclischen Ring vorhanden sein, z. B. einem Pyrazolonring oder in einem Barbitursäurering. Eine wichtige Gruppe von Azokomponenten weist die 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäuregruppierung auf. Allgemein können mit Vorteil solche Diazo- und Azokomponenten verwendet werden, wie sie bei der sogenannten Eisfarbenherstellung gebräuchlich sind.
Nach dem vorliegenden Verfahren können auch solche Azopigmente hergestellt werden, die durch zweifache Kupplung unter Verwendung doppelt kuppelnder Azokomponenten herzustellen sind. Solche Azokomponenten können ebenfalls den obenerwähnten Gruppen angehören, wie 4,4'-(Acetoacetylamino)-3,3'-dimethyl-l,l'-diphenyl, Terephthaloyldiessigsäure-di-(o-chlorphenylamid) der Formel
Cl
4,4'-Di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l ,1 '-diphenyl und die entsprechenden in 3,3'-Stellung durch Chloratome der Methoxygruppen substituierten Produkte, 1,5-Di-(2'-oxy-
>— CO —CH2-CO —HN-<^ >
3' - naphthoylamino) - aminonaphthalin, 1,4 - Di - (2' - oxycarbazol-3'-carboylamino)-benzol und 4,4'-Di-(3"-oxydiphenylenoxyd-2"-carboylamino)-l ,1 '-diphenyl.
909 637/332
3 4
Zur Herstellung der Reaktionsansätze kann beispiels- Zur Herstellung der /^-Modifikation werden die Farbweise eine Azokomponente ohne Sulfonsäuregruppen mit stoffe, z. B. wie dies für einen einzigen Farbstoff in der einem organischen Lösungsmittel wie Pyridin, Äthylen- USA.-Patentschrift 2 687 410 beschrieben ist, vorzugsglykol, Polyäthylenglykol oder deren Äther, Dimethyl- weise in der Wärme mit organischen Lösungsmitteln formamid, Chlorbenzol oder o-Dichlorbenzol versetzt 5 behandelt. Als brauchbare Lösungsmittel sind vor allem werden, bis eine schwer knetbare oder leicht knetbare hochsiedende organische Flüssigkeiten zu erwähnen, die Masse entsteht. Falls das Lösungsmittel nicht selbst den verschiedensten Körperklassen, wie der Klasse der säurebindende Eigenschaften hat, kann ein solches Amide, Amine, Ester oder Lactone, Kohlenwasserstoffe, Mittel, z. B. Natriumacetat, ein Alkalihydroxyd, ein Halogen- oder Nitrokohlenwasserstoffe, angehören und Erdalkalihydroxyd oder eine andere, zweckmäßig nicht io auch mit Wasser mischbar sein können. Mit Vorteil Schaum erzeugende alkalische Substanz zugefügt werden. verwendet man aromatische Lösungsmittel, wie Anilin, Durch Zugabe von stabilisierter Diazoverbindung kann Xylol, vorzugsweise aber Nitrobenzole, Mono-, Di- oder dann die Kupplung in Gang gesetzt werden, wobei Trichlorbenzole, a-Chlornaphthalin oder deren Gemische, zweckmäßig durch weitere Zugabe eines Lösungsmittels Die Behandlung der Farbstoffe mit den angegebenen dafür gesorgt wird, daß der Reaktionsansatz stets knetbar 15 Lösungsmitteln wird vorzugsweise in der Wärme, im bleibt. allgemeinen oberhalb 1000C1 vorgenommen. Die Menge
Unter Verwendung eines an sich nicht säurebindenden der zu verwendenden Lösungsmittel kann zwischen sehr
Mittels wie Äthylenglykol kann auch eine Mischung von weiten Grenzen variiert werden. Man kann gegebenenfalls
Azokomponente und stabilisierter Diazoverbindung zu soviel Lösungsmittel verwenden, daß der Farbstoff in
einem knetbaren Ansatz verarbeitet werden. Die Kupp- 20 Lösung geht, einige Zeit, gegebenenfalls bis zur voll-
lung kann in diesem Falle durch langsame Zugabe eines ständigen Auflösung des Farbstoffes auf die gewünschte
säurebindenden Mittels, z. B. eines Alkalihydroxydes, in Temperatur, meist zwischen 110 und etwa 18O0C,
Gang gesetzt werden. Bei dieser Arbeitsweise ändert sich nötigenfalls unter Druck, erwärmen und erkalten lassen,
im Laufe der Reaktion das Knetvolumen nur wenig. Im Regelfalle genügt aber zur Durchführung der Um-
Die Kupplung wird zweckmäßig bei relativ niedrigen 2$ lagerung ein Erhitzen mit einer sehr geringen Menge
Temperaturen von etwa 10 bis 30° C durchgeführt; zu einer aromatischen Verbindung, wie Nitrobenzol, o-Di-
diesem Zwecke wird die Knetapparatur mit Vorteil chlorbenzol oder a-Chlornaphthalin, während kurzer Zeit,
intensiv, z. B. mit Hilfe von Eiswasser, gekühlt, da durch Eine größere Menge des Lösungsmittels kann verwendet
die aufgewendete Knetarbeit Wärme erzeugt wird, die werden, falls eine gewisse Reinigungswirkung angestrebt
bei ungenügender Ableitung die Temperatur stark erhöhen 30 wird,
würde. Die Aufarbeitung der so erhaltenen Pigmente erfolgt
Die mechanische Behandlung kann gemäß vorliegendem nach an sich bekannten Methoden durch Entfernung des
Verfahren auf Apparaten bekannter Konstruktion durch- verwendeten Lösungsmittels, z. B. durch Zentrifugieren,
geführt werden, die für die intensive mechanische Abdestillieren oder Auswaschen oder durch einfaches
Bearbeitung relativ zäher Medien eingerichtet sind, wie 35 Filtrieren. Die so erhaltenen Pigmente können in an-
Mischwerken, Walzenstühlen und insbesondere Knet- organischen oder organischen Medien, in Massen bzw.
apparaten vom System Werner—Pfleiderer. Präparaten aus verschiedenen Kunststoffen, wie PoIy-
Nach erfolgter Kupplungsreaktion kann die Kupplungs- vinylchloridfolien, Lacken, Spinnmassen, verteilt werden,
masse zwecks Entfernung der für die Kupplung züge- Sie ergeben wertvolle Färbungen, die in manchen Fällen
setzten Hilfsmittel, wie Pyridin, sowie der entstehenden 40 koloristisch wertvollere Farbtöne und bessere Echtheiten
Nebenprodukte, z. B. Salze, mit Wasser, sauren und/oder als diejenigen aufweisen, die man mit entsprechenden,
alkalischen Mitteln behandelt werden. nicht behandelten Farbstoffen erhalten kann.
Das vorliegende Verfahren eignet sich — wie eingangs In den nachfolgenden Beispielen bedeuten, sofern
erwähnt — dazu, auf sehr geringem Raum und unter nichts anderes angegeben wird, die Teile Gewichtsteile,
Aufwendung minimaler Mengen an Lösungsmittel, wie 45 die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen
sie zur Erzielung einer knetbaren Masse notwendig sind, sind in Celsiusgraden angegeben. 1 Mol bedeutet, wie
alle Monoazopigmente ohne Sulfonsäuregruppen in ein- allgemein üblich, die dem Molekulargewicht entsprechende
fächer und rascher Arbeitsweise herzustellen. Die Kupp- Anzahl Gramm,
lung verläuft im allgemeinen sehr rasch. Es können z. B. Beispiel 1
auch Azofarbstoffe hergestellt werden, die noch eine freie 50
Carboxylgruppe aufweisen und die als Zwischenprodukte Ein kleiner Knetapparat nach Werner—Pfleiderer
dienen, in denen die Carbonsäuregruppe in die Carbon- wird beschickt mit 0,05 Mol 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-
säurehalogenidgruppe umgewandelt wird, um hierauf zu 3"-naphthoylamino)-l,l'-diphenyl und 20 ecm Pyridin.
Endprodukten, z. B. Arylamiden oder Estern, verarbeitet Es bildet sich eine plastische, ziemlich harte Masse, die
zu werden. 55 x/2 Stunde lang geknetet wird, wobei der Kneter durch
Ferner ist es nach dem vorliegenden Verfahren möglich, eine aufgelegte Glasplatte verschlossen und durch in
auf andere Weise schwer oder nur unvollständig oder seinem Doppelmantel zirkulierendes Eiswasser gekühlt
unzuverlässig durchführbare Kupplungen mit guten wird.
Ausbeuten und gut reproduzierbar durchzuführen. Bei laufendem Knetapparat und unter dauerndem
Soweit nach dem vorliegenden Verfahren unmittelbar 60 Kühlen mit Eiswasser werden nun im Laufe von 11Z2 Stun-
die gewünschten Pigmente entstehen, liegen sie in den in kleinen Anteilen zur Knetmasse eingestreut:
manchen Fällen in einer für Pigmentzwecke ungünstigen 0,1 Mol diazotiertes l-Amino-3-chlorbenzol in Form des
oder sogar praktisch nicht brauchbaren Form vor, die Zinkchloriddoppelsalzes, das durch Zufügen von ent-
durch ihr charakteristisches Röntgendiagramm gekenn- wässertem Aluminiumsulfat auf einen Gehalt von 42,7 °/0,
zeichnet ist. Diese Form der Farbstoffe, die im folgenden 65 berechnet auf freie Base, eingestellt worden ist. Die
α-Form genannt werden soll, kann in an sich bekannter Kupplung erfolgt nach jeder Zugabe von Diazoverbindung
Weise in eine als Pigmentfarbstoff durchaus brauchbare sehr rasch und ohne daß eine Stickstoffentwicklung in
Form übergeführt werden, die im folgenden /J-Form der Masse beobachtet werden kann. Erst nachdem etwa
genannt wird, welch letztere ein in typischer Weise 90°/0 der Gesamtmenge der Diazoverbindung zugefügt
verändertes Röntgendiagramm liefert. 70 sind, kann nach jeder weiteren Zugabe während weniger
5 6
Minuten ein kleiner Überschuß an Diazoverbindung in der die Aufarbeitung günstigere, weichere Form gebracht
Knetmasse nachgewiesen werden. Während der Zugabe und anschließend in Wasser aufgenommen. Durch
der Diazoverbindung wird mit fortschreitender Färb- heißes Ausziehen, zuerst mit verdünnter Mineralsäure
Stoffbildung die Knetmasse trockener und härter. Durch und hierauf mit verdünnter Natriumhydroxydlösung
allmähliche Zugabe von insgesamt 40 ecm Pyridin wäh- 5 werden dem Pigment sodann alle fremden Materialien
rend der Kupplung wird erreicht, daß die Knetmasse entzogen (Pyridin, Pyridinchlorhydrat, anorganische
stets eine zähplastische, ziemlich harte und für die Salze). Nach dem Trocknen bei 90 bis 1000C im Vakuum
Erzielung einer intensiven Knetwirkung geeignete Kon- erhält man ein scharlachrotes Pigment, das, unter dem
sistenz aufweist. Nach der letzten Zugabe von Diazo- Mikroskop betrachtet, aus gelborangen Aggregaten von
verbindung wird noch 1I2 Stunde weitergeknetet. Während io bis zu etwa 2 μ Durchmesser ohne erkennbare kristalline
des ganzen Prozesses beträgt die Temperatur in der Form besteht. In Polyvinylchloridfolien eingewalzt,
Knetmasse etwa 20° C. erhält man kräftige orange Töne von mäßiger Lichtecht-
Die Knetmasse wird der Reihe nach in Wasser, 2n- heit.
Salzsäure und O,2n-Natriumhydroxydlösung angerührt, Durch Erhitzen dieses orangen Pigments, in z. B.
dazwischen jeweils filtriert und mit heißem Wasser nach- 15 o-Dichlorbenzol, auf etwa 140 bis 170°C findet, auch in
gewaschen und der am Schluß erhaltene Filterkuchen im Suspension, rasch und mikroskopisch leicht verfolgbar,
Vakuum bei 70" C getrocknet und pulverisiert. Man erhält Umwandlung zu einem in langen, hellroten Nadeln
etwa 38 g der α-Form des Disazofarbstoffes. kristallisierenden Pigment statt; das Erhitzen mit dem
Die so erhaltene α-Form des Farbstoffes ist ein im organischen Lösungsmittel bewirkt gleichzeitig eine Aspekt hochrotes Pulver, bestehend aus unregelmäßig 20 weitgehende Verbesserung der Lösungsmittel- und der geformten Blättchen mit oranger Durchsichtsfarbe im Migrationsechtheit. Das kristallisierte Pigment färbt Mikroskop. Beim Einwalzen in Polyvinylchlorid wird Polyvinylchloridfolien in lichtechten, scharlachroten eine in Aufsicht und Durchsicht orangefarbene Folie Tönen, und es weist ein vom orangefärbenden Kupplungserhalten mit schlechter Migrationsechtheit. pigment verschiedenes Röntgenspektrum auf.
1 g des erhaltenen Pulvers wird mit 100 ecm o-Dichlor- 25 Im obengenannten Beispiel wird die während der
benzol 5 Minuten zum Sieden erhitzt und langsam ab- Kupplung eintretende Vertrocknung der Knetmasse
kühlen gelassen. Die entstehende, feinkristalline Aus- und der Übergang in ein nicht mehr knetbares pulveriges
scheidung wird abfiltriert, mit Methanol gewaschen, ge- Produkt durch Zusatz von weiterem Pyridin verhindert;
trocknet und pulverisiert. Die /9-Form des Farbstoffes versucht man dagegen, die Knetkonsistenz durch Zusatz
zeigt als Pulver im Aspekt eine sehr ähnliche Farbe wie 30 geringer Mengen Wasser aufrechtzuerhalten, so erhält
die α-Form, besteht jedoch aus schön ausgebildeten, man wohl wieder eine knetbare homogene Masse, die
feinen Kristallnadeln mit violettroter Durchsichtsfarbe. aber keine innere Zähigkeit besitzt. Als Folge davon
Beim Einwalzen der /?-Form in Polyvinylchlorid wird eine bleibt die weitere Aufnahme von Diazoverbindung
Folie erhalten, die eine scharlachrote Aufsichtsfarbe und praktisch stehen, und die Kupplung kann nicht zu Ende
eine violettrote Durchsichtsfarbe zeigt und eine gute 35 geführt werden. Dagegen kann die Knetkonsistenz ohne
Migrationsechtheit aufweist. Die Rontgendiagramme der Nachteil mit neutral reagierenden und sich an der
α- und /}-Form sind verschieden. Reaktion nicht beteiligenden Verbindungen aufrecht-
An Stelle von o-Dichlorbenzol kann ebenfalls mit erhalten werden, wie mit Glykolen, Alkyläthern des MonoErfolg Nitrobenzol, Trichlorbenzol oder α-Chlornaph- oder Diäthylenglykols, Diacetonalkohol, Dimethylformthalin verwendet werden. 40 amid.
Beispiel 3 Beispiel 2
Werden im eiswassergekühlten Doppelmuldenkneter
In einem z. B. durch zirkulierendes Eiswasser ge- 59,3 Teile 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-kühlten und mit einem geeigneten Ventilationssystem 45 Ι,Γ-diphenyl und die 8 Teile NaOH enthaltende Menge verbundenen Doppelmuldenkneter bekannter Bauart 90- bis 95°/oiges, pulverisiertes Ätznatron mit der zur aus korrosionsbeständigem Material, z. B. Chromnickel- Erzielung guter Knetkonsistenz benötigten Menge Monostabil, werden 59,3 Teile 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-3"- butyläther des Diäthylenglykols vorgeknetet, so erhält naphthoylamino)-l,l'-diphenyl mit der zur Erzielung man eine homogene zähe Knetmasse, in welcher die einer guten Knetkonsistenz benötigten Menge Pyridin 50 Azokomponente teilweise bis vollständig als Naphtholat so lange vorgeknetet, bis eine homogene Knetmasse vorliegt. Beim Einstreuen von trockenem Zinkchloriderhalten wird. Hierauf wird in kleinen Portionen das doppelsalz der Diazoverbindung aus 25,5 Teilen 1-Aminoaus 25,5 Teilen 1-Amino-3-chlorbenzol durch Diazotierung 3-chlorbenzol in kleinen Portionen wird durch Zugeben und Überführung der Diazoverbindung in das Zink- von weiterem Monobutyläther des Diäthylenglykols chloriddoppelsalz erhaltene, mit teilentwässertem Alu- 55 unter ständiger Eiswasserzirkulation die gute Knetminiumsulfat getrocknete Produkt eingestreut. Zur konsistenz aufrechterhalten. Durch Probeentnahmen Aufrechterhaltung der Knetkonsistenz wird gleichzeitig wird die Aufnahme der Diazoverbindung ständig verfolgt, in dem Maße weiteres Pyridin zugetropft, daß die Knet- Je nach Azidität des Diazosalzes muß man im Verlaufe masse ständig zusammenhängend und auch so zähe wie der Kupplung noch eine geringe Menge pulverisiertes möglich bleibt. Durch intensive Kühlung des Kneters 60 Ätznatron einstreuen, um bis zur beendeten Kupplung wird dafür gesorgt, daß die Innentemperatur nicht über eine neutrale bis schwach brillantgelbalkalische Reaktion 3O0C steigt. Die Aufnahme der Diazoverbindung erfolgt aufrechtzuerhalten.
sehr rasch; sie kann leicht durch Tüpfeln auf Filterpapier, Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches geschieht
nach Verreiben einer Probe der Knetmasse mit Wasser, wie im vorigen Beispiel und ergibt ein identisches,
mit einer Lösung von 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfon- 65 orangefärbendes Pigment, und daraus erhält man durch
saurem Natrium verfolgt werden. Die Kupplung ist Erhitzen mit o-Dichlorbenzol das entsprechende kri-
wenige Minuten nach der letzten Zugabe des Diazosalzes stallisierte scharlachrotfärbende Pigment,
beendet. Gleiche Ergebnisse werden erhalten, wenn im vor-
Durch langsame Zugabe von wenig Wasser wird die liegenden Beispiel statt Ätznatron die äquimolekulare
Knetmasse in eine für die Entleerung des Kneters und für 70 Menge Ätzkali eingesetzt wird.
7 8
Ebenfalls ohne Einfluß bleibt der Ersatz des oben sehr schwach brillantgelbalkalisch bleibt. Der Verbrauch
verwendeten Monobutyläthers des Diäthylenglykols an Ätzkali richtet sich zum Teil nach der Azidität des
durch ähnliche, an der Reaktion unbeteiligte, neutral verwendeten Diazosalzes. Mit fortschreitender Kupplung
reagierende Verdünnungsmittel wie andere Äther des wird durch Zusatz von weiterem Äthylenglykol die Knet-
Diäthylenglykols, Äthylenglykol, Polyäthylenglykole, 5 konsistenz soweit als nötig aufrechterhalten. Die Auf-
Monoäthyläther des Glykols, o-Dichlorbenzol, Dimethyl- arbeitung der Knetmasse erfolgt wie in den voraus-
formamid; falls dabei ein mit Wasser nicht mischbares gehenden Beispielen und führt zu identischen Pigmenten.
Verdünnungsmittel gewählt wird, so kann die Auf- Mit gleichem Erfolg kann statt dem oben verwendeten
arbeitung dadurch erleichtert werden, daß die Knetmasse Ätzkali auch Ätznatron verwendet werden; ebenso kann
zunächst mit einem organischen wasserlöslichen Produkt, to das Äthylenglykol als Kupplungsmedium auch durch
wie Äthanol, extrahiert wird. ähnliche, neutral reagierende und an der Reaktion
Wie im Beispiel 2 kann die Knetkonsistenz im Ver- unbeteiligte Verbindungen, wie Polyäthylenglykole, Di-
laufe der Kupplung auch in diesem Falle nicht durch methylformamid, Monoalkyläther des Diäthylenglykols
Zusatz von Wasser aufrechterhalten werden, sondern nur oder den Monoäthyläther des Glykols, ersetzt werden,
z. B. durch Verbindungen von der Art der im vorstehenden 15
Abschnitt genannten und als Knetmedien geeigneten Beispiel ο
Verdünnungsmittel. In einem mit zirkulierendem Eiswasser gekühlten
Beisoiel 4 Doppelmuldenkneter werden 59,3 Teile 3,3'-Dichlor-
^ 4,4'-di-(2"-oxy-3"-napthoylamino)-l,l '-diphenyl und die
Im Doppelmuldenkneter werden unter Eiswasser- 20 8 Teile NaOH enthaltende Menge 90- bis 95%iges, kühlung 59,3 Teile 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naph- pulverisiertes Ätznatron mit der nötigen Menge Wasser thoylamino)-l,l'-diphenyl und 41 Teile pulverisiertes, zu einem gelben, schwach feuchten Pulver verknetet, wasserfreies Natriumacetat mit der nötigen Menge Anschließend wird das Zinkchloriddoppelsalz der Diazoo-Dichlorbenzol in eine homogene feste Knetmasse verbindung aus 25,5 Teilen l-Amino-3-chlorbenzol in übergeführt. Dann wird langsam das trockene Zink- 35 kleinen Portionen eingetragen. Durch weitere Zusätze chloriddoppelsalz der Diazoverbindung aus 25,5 Teilen von pulverisiertem Ätznatron wird ständig eine schwach l-Amino-3-chlorbenzol eingestreut. Durch Zugabe von brillantgelbalkalische Reaktion aufrechterhalten; ebenso weiterem o-Dichlorbenzol wird für gleichbleibend gute sorgt man durch Zusetzen geringer Mengen Wasser dafür, Knetkonsistenz gesorgt, wobei auch die während der daß die Knetmasse stets feucht pulverig bleibt. Im Gegen-Kupplung freigesetzte Essigsäure zum Teil als Knet- 30 satz zu den vorangehenden Beispielen erfolgt die Aufmedium wirkt. nähme der Diazoverbindung bedeutend langsamer, und
Die Aufarbeitung der Knetmasse nach beendeter es wird schließlich ein Stadium erreicht, in welchem keine
Kupplung kann auf zweierlei Arten erfolgen: weitere Kupplung mehr stattfindet.
Durch aufeinanderfolgendes Extrahieren mit Alkohol, Wird das Reaktionsgemisch trotzdem aufgearbeitet,
verdünnter Mineralsäure und verdünnter Natrium- 35 so erhält man nach dem Extrahieren der überschüssigen
hydroxydlösung, gefolgt von heißer Umlagerung der Diazoverbindung mit kaltem Wasser und der anderen
orangen Modifikation, wird das gleiche kristallisierte, Begleitstoffe mit heißer verdünnter Mineralsäure und
scharlachrote Pigment erhalten, wie es in den voran- heißer verdünnter Natriumhydroxydlösung ein PoIy-
gehenden Beispielen beschrieben worden ist. vinylchloridfolie orangefärbendes Produkt, ähnlich den
Andererseits kann man durch direktes Erhitzen im 40 in den vorangehenden Beispielen genannten. Durch
Kneter oder, nach vorangehender Entfernung aus dem Erhitzen in o-Dichlorbenzol kann aber daraus nur eine
Kneter, in einem anderen Gefäß, mit oder ohne Ver- bedeutend geringere Menge an kristallisiertem Pigment
dünnung durch zusätzliches o-Dichlorbenzol, die Modi- (scharlachrot auf Polyvinylchlorid) gewonnen werden, als
fikationsänderung durchführen, wobei ein mit dem obigen dies aus Kupplungen in Gegenwart organischer Medien
und den früher erwähnten scharlachroten, kristallisierten 45 möglich ist.
Pigmenten identisches Pigment erhalten wird, dem nach- Ebenso unbefriedigend verläuft die Kupplung in
träglich durch alkoholische und wäßrige Extraktion wäßrigem Medium, wenn an Stelle von Ätznatron z. B.
die begleitenden Fremdmaterialien entzogen werden andere Ätzalkalien verwendet werden; das gleiche gilt
können. auch für die Kupplung in Gegenwart von überschüssigem
Im obigen Beispiel kann mit gleichem Erfolg das 50 Alkaliacetat oder -formiat, sogar bei Temperaturerhöhung
verwendete Natriumacetat durch äquimolekulare Mengen auf 50° C.
anderer Alkaliacetate oder durch Alkaliformiate ersetzt In der nachstehenden Tabelle sind weitere Kombiwerden, nationsmöglichkeiten aufgeführt; die, zweckmäßig nach
Ebenso können auch andere neutral reagierende und einer der unter Beispielen 1 bis 5 angegebenen Methoden,
an der Reaktion unbeteiligte Verbindungen, wie Mono- 55 zu Pigmenten führen, welche, in vielen Fällen erst nach
alkyläther des Diäthylenglykols, Monoäthyläther des Modifikationsänderung durch Erhitzen in z. B. o-Dichlor-
Glykols, Diacetonalkohol, Dimethylformamid, an Stelle benzol, brauchbare Pigmente des angeführten Farbtones
von o-Dichlorbenzol eingesetzt werden. ergeben. Die Art der Stabilisierung der Diazoverbindung
. . spielt dabei nur insofern eine gewisse Rolle, als die
Beispiel 5 6o Azidität des Diazosalzes bei allen Kupplungen ohne über-
In einem mit zirkulierendem Eiswasser gekühlten schüssiges Pyridin selbstverständlich die benötigten
Doppelmuldenkneter werden 59,3 Teile 3,3'-Dichlor- Mengen an Ätzalkalien bzw. an Alkaliacetaten oder
4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l,l'-diphenyl und -formiaten und damit unter Umständen auch die Kon-
das trockene Zinkchloriddoppelsalz der Diazoverbindung sistenz der Knetmasse beeinflußt (z. B. in Fällen, in denen
von 25,5 Teilen l-Amino-3-chlorbenzol mit der benötigten 65 während der Kupplung organische Säuren freigesetzt
Menge Äthylenglykol zu einer homogenen Masse vor- werden).
geknetet. In sehr kleinen Portionen wird hierauf fein- Bei der Kupplung von Diazosalzen auf nur einmal
pulverisiertes Ätzkali mit einem Gehalt von etwa 90 bis kuppelnde Azokomponenten werden selbstverständlich
95 °/0 KOH so langsam eingestreut, daß die an einer mit äquimolekulare Mengen an Diazosalz und Azokomponente
Wasser verdünnten Probe feststellbare Reaktion stets 70 eingesetzt.
ίο
Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, unterliegt die Azokomponente keiner weiteren Beschränkung außer der Freiheit von Sulfonsäuregruppen, da nach diesem vorliegenden Verfahren nicht nur Pigmente selbst erzeugt werden können, sondern vielmehr auch Zwischenprodukte
für Azofarbstoffe und Pigmente; durch entsprechende Aufarbeitung des Kupplungsgemisches muß den Löslichkeiten des Knetmediums und der Bei- und Endprodukte Rechnung getragen werden.
Diazosalz Diazo Art der Azokomponente desgl. Farbton in Pigment
komponente Stabilisierung Polyvinylchloridiolie aus
1-Amino- Zinkchlorid 2-(2'-Oxy-3'-naphthoylamino)-anthrachinon o-DichlorbenzoI
3-chlorbenzol doppelsalz Terephthaloyl-diessigsäure-di-(o-chlorphenylamid) 3-(2'-Oxy-3'-naphthoylamino)-pyren Rohprodukt Gelb
1-Amino desgl.
1 2-chlorbenzol desgl. 4,4'-Di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l,l'-diphenyl Gelb Grünstichig-
1-Amino- desgl. gelb
2 2-methyl- desgl. Grünstichig- Grünstichig-
5-chlorbenzol 3,3'-Dimethyl-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoyl- gelb gelb
3 1-Amino- Sulfat amino)-l ,1 '-diphenyl Grünstichig-
anthrachinon desgl. 3,3'-Dimethyl-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)- gelb Gelb
1-Amino- Zinkchlorid- 1,1'-diphenyl
4 3-chlorbenzol doppelsalz Terephthaloyl-diessigsäure-di-(2,4-dimethoxy- Gelb Gelb
desgl. desgl. 5-chlorphenylamid)
5 Terephthaloyl-diessigsäure-di-(2-methoxy-4-chlor- 4,4'-Di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l ,1 '-diphenyl Gelb Grünstichig-
l-Amino-2-me- Naphthalin- 5-methylphenylamid) gelb
6 thyl-5-nitro- 1,5-disulfon 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-naphthoyl-amino)- l,5-Di-(2'-oxy-3'-naphthoylamino)-naphthalin Grünstichig- Orange
benzol säure 1,1'-diphenyl 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)- gelb
7 desgl. desgl. 1,1-diphenyl Orange
desgl. desgl. 4,4'-Di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l ,1 '-diphenyl Scharlachrot
3,3'-Dimethoxy-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoyl- Rotbraun
8 l-Amino-3- Zinkchlorid amino)-l ,1'-diphenyl 2-(2'-Oxy-3'-naphthoylamino)-chrysen Scharlachrot
9 chlorbenzol doppelsalz 4,4'-Di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l ,1 '-diphenyl Orangebraun Orangerot
1 -Amino- Zinkchlorid
10 2-methyl- doppelsalz 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-3"-napthoylamino)- Orangerot Scharlach
5-chlorbenzol 1,1 '-diphenyl
11 1-Amino-
2-methyl-
3-chlorbenzol
desgl. Scharlach
desgl. Orangerot
1 -Amino- desgl.
12 2-chlorbenzol desgl. Orangerot Orange
1 -Amino- Braunorange
13 2-methyl- desgl. Orange
14 4-chlorbenzol Braunorange Scharlachrot
desgl.
15 desgl. Scharlachrot
1 -Amino- Violettrot
2-carbonsäure- Naphthalin-
16 methylester- 1-sulfonsäure Violettrot Braunorange
5-chlorbenzol
17 1-Amino- Braunorange
anthrachinon Sulfat
desgl. Rot
1-Amino- desgl.
18 2-methoxy- Zinkchlorid Scharlachrot Braunrot
4-chlor- doppelsalz Blaustichig-
19 5-methylbenzol Braunrot rot
20 1-Amino- Blaustichig-
2-methoxy- Zinkchlorid rot
4-chlor- doppelsalz Violett
5-methylbenzol
21 Violett
909 537/332
Diaz<
Diazo
komponente
11 Azokomponente 12 on in
„hloridfolie
Pigment
aus
o-Dichlorbenzol
1-Amino-
2-methyl-
5-chlorbenzol
>salz
Art der
Stabilisierung
l,4-Di-(N-methyl-2'-oxycarbazol-3'-carboylamino)-
benzol
Färbt
Polyvinyl
Rohprodukt
Braun
22 1-Amino-
2-methyl-
4-chlorbenzol
Zinkchlorid
doppelsalz
l,4-Di-(2'-oxycarbazol-3'-carboylamino)-benzol Rotbraun Braun
23 desgl. desgl. 1 -(3'-oxydiphenylenoxyd-2'-carboylamino) -
2,5-dimethoxybenzol
Rotbraun
24 desgl. desgl. 4,4'-Di-(3"-oxydiphenylenoxyd-2"-carboylamino)-
1,1 '-diphenyl
Gelbbraun Gelbbraun
25 desgl. desgl. 4,4'-Di-(2"-oxyfluoren-3"-carboylamino)-
1,1 '-diphenyl
Gelbbraun Braun
26 1-Amino-
3-chlorbenzol
desgl. 3-Oxydiphenylenoxyd-2-carbonsäure Braun produkt
27 3-Methoxy-
4-amino-
l,l'-diphenyl-
amin
desgl. 4,4'-Di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-l ,1 '-diphenyl Zwischen Blau
28 3-Methoxy-
4-amino-
l.l'-diphenyl-
amin
Chlorhydrat 3,3'-Dichlor-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-
1,1 '-diphenyl
Blau Rotstichig
blau
29 desgl. Chlorhydrat 3,3'-Dimethyl-4,4'-di-(2"-oxy-3"-naphthoylamino)-
1,1'-diphenyl
Rotstichig
blau
Marineblau
30 1-Amino-
2-methoxy-
5-nitrobenzol
desgl. 3,3'-Dimethyl-4,4'-di-(2"-oxy-4"-methyl-
1 "-benzoylamino)-l ,1 '-diphenyl
Marineblau Tiefbraun
31 Zinkchlorid
doppelsalz
Braun

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten aus Diazoverbindungen und Azokomponenten, die von Sulfonsäuregruppen frei sind, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kupplung in einem praktisch wasserfreien Medium unter Zusatz organischer Lösungsmittel in konzentriertem Reaktionsansatz unter intensiver mechanischer Durchmischung durchführt und gegebenenfalls die erhaltenen Pigmente in bekannter Weise durch eine Wärmebehandlungmit hochsiedenden organischen Lösungsmitteln umlagert.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in einem zur Behandlung zäher
Medien eingerichteten Apparat, insbesondere einem Knetapparat, arbeitet.
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Diazoverbindungen in stabilisierter, entwässerter Form verwendet.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als organisches Lösungsmittel Pyridin verwendet.
5. Verwendung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Disazopigmenten aus einer zweimal kuppelnden Azokomponente.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 687 410.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind drei Substanzproben mit Verzeichnis ausgelegt worden.
© 909 637/332 9.
DENDAT1066680D Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten Pending DE1066680B (de)

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