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DE1064925B - Verfahren zur Herstellung eines Katalysators fuer die Gewinnung von Elementarschwefel aus HS und/oder SO - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Katalysators fuer die Gewinnung von Elementarschwefel aus HS und/oder SO

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Publication number
DE1064925B
DE1064925B DEM31019A DEM0031019A DE1064925B DE 1064925 B DE1064925 B DE 1064925B DE M31019 A DEM31019 A DE M31019A DE M0031019 A DEM0031019 A DE M0031019A DE 1064925 B DE1064925 B DE 1064925B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
production
temperature
temperatures
hours
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM31019A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerd Roderburg
Dr Gerhard Steenken
Dr Wilhelm Thumm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH, Metallgesellschaft AG filed Critical Degussa GmbH
Priority to DEM31019A priority Critical patent/DE1064925B/de
Publication of DE1064925B publication Critical patent/DE1064925B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J21/00Catalysts comprising the elements, oxides, or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium, or hafnium
    • B01J21/02Boron or aluminium; Oxides or hydroxides thereof
    • B01J21/04Alumina
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/04Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides
    • C01B17/0404Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by processes comprising a dry catalytic conversion of hydrogen sulfide-containing gases, e.g. the Claus process
    • C01B17/0426Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by processes comprising a dry catalytic conversion of hydrogen sulfide-containing gases, e.g. the Claus process characterised by the catalytic conversion
    • C01B17/0434Catalyst compositions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Katalysators für die Gewinnung von Elementarschwefel aus H2 S und/oder S O2 In der chemischen Technik gibt es eine Vielzahl von Fällen, in denen gasförmige Schwefelverbindungen katalytisch umgesetzt werden müssen. Häufig handelt es sich darum, H2S- bzw. 5 O2-haltigeGase zu entschwefeln.
  • In diesem Falle werden die Gase bei erhöhter Temperatur über geeignete Katalysatoren geleitet, welche vor allem die Reaktion 2H2S + SO2 = 2H2O +3S katalysieren. Meist wird die Entfernung des Schwefels aus den Gasen mit der Gewinnung des so hergestellten Elementarschwefels gekoppelt. Auch die Herstellung von CS2 2 aus CH4 und Elementarschwefel gewinnt in letzter Zeit zunehmende Bedeutung.
  • In anderen Fällen, z. B. bei der Feinreinigung der Synthesegase der Fischer-Tropsch-Synthese oder der Reinigung der Abgase, die bei der Reduktion von SO2 mittels kohlenstoffhaltiger Reduktionsmittel anfallen, ist es notwendig, organische Schwefelverbindungen, vor allem COS und C52, die bei der üblichen Schwefelreinigung nicht erfaßt werden, vorher durch Spaltung mit Wasserdampf in H2S umzuwandeln.
  • Solche Umsetzungen werden bisher an mehr oder minder aktiven tonerdehaltigen Substanzenvorgenommen.
  • In großem Ausmaß wird als Katalysator Bauxit verwendet. Dessen Hauptvorteil beruht in seinem niedrigen Preis, sein wichtigster Nachteil in der verhältnismäßig niedrigen Aktivität. Auch verschiedene, durch Behandlung mit Wasserdampf, Erhitzung unter Druck oder im Vakuum, Tränken mit V2Os, Cr203 und anderen Schwermetalloxyden aktivierte Bauxite sind in Gebrauch.
  • Unaktivierter Bauxit springt erst bei einer Temperatur von über 300° C, meist über 400° C, und aktivierter Bauxit bei einer Temperatur von mindestens 200°C, meist über 280°C an.
  • Von hochaktiven Al2Os-Katalysatoren, die bereits bei Temperaturen von unter i50°C anspringen, sind bisher nur zwei Typen bekannt. Der eine ist ein verhältnismäßig rasch gefällter Gelkatalysator, der in Gestalt kleiner Würstchen auf den Markt kommt. Dieser Kontakt ist zwar aktiv genug, um bei Temperaturen unterhalb 200°C anzuspringen, hat aber neben dem Nachteil eines hohen Preises noch den Nachteil verhältnismäßig geringer Abrieb- und Druckfestigkeit. Er kann daher nicht ohne weiteres in hohe Türme gefüllt werden, sondern es sind besondere Zwischenböden mit ensprechend enger Spaltweite erforderlich, welche die Schichthöhe unterteilen.
  • Dadurch entstehen aber besondere Konstruktionsprobleme, da diese Apparaturen gegenüber Schwefel und Schwefelverbindungen bei Reaktionstemperatur beständig sein müssen.
  • Der zweite Typus ist eine unter anderen Fällungsbedingungen rasch gefällte pulverförmige Tonerde, die in erster Linie als Füllstoff mit Gummiverstärkereigen- schaften verwendet wird. Diese Tonerde kann praktisch nicht zu Formlingen verarbeitet werden. Es ist daher notwendig, sie in Wirbelschicht- oder Staubschwebeverfahren einzusetzen, was komplizierte Abscheidungsapparate erfordert und, wenn nicht besondere Mühe auf die Abscheidung des Katalysatorstaubes verwendet wird, stets die Gefahr eines durch Katalysator verunreinigten Schwefels mit den damit verbundenen Katalysatorverlusten mit sich bringt. Preßkörper aus diesem Katalysator mit genügend hoher Druckfestigkeit lassen sich nicht ohne starke Einbuße seiner Aktivität -herstellen. Werden hingegen aus ihn größere Stücke in der Weise hergestellt, daß der Katalysator unter Verwendung geeigneter Bindemittel auf eine Trägersubstanz gebracht wird, so werden Stücke erhalten, deren Leistung je Volumeinheit niedriger ist als die des unverdünnten Kontaktes und die außerdem dazu neigen, im Laufe des Betriebes in der Aktivität nachzulassen, weil der aktive Überzug im Laufe der Zeit mechanisch abgetragen wird.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren für die Herstellung eines im wesentlichen aus A1203 bestehenden Katalysators für die Gewinnung von Elementarschwefel aus H2S und/oder SO2 sowie aus den dabei anfallenden Nebenprodukten. Hierbei wird ein stückiger Katalysator erhalten, der im wesentlichen aus Aluminiumoxyd besteht, aber im Gegensatz zu den bekannten Aluminiumoxydkatalysatoren eine ganz besondere Textur aufweist.
  • Es wurde nun gefunden, daß ohne chemische Fållungsmittel ausschließlich durch innere Hydrolyse gefällte stückige, sehr feinporige aktivierte Tonerde mit einer Innenoberfläche von 100 bis 300 m2/g, einer ganz besonderen Textur und einer besonderen Häufigkeitsverteilung der Poren gerade für den Zweck der katalytischen Umsetzung von H2S und/oder SO2 eine ganz besonders hohe Aktivität besitzt und in sehr abrieb-und druckfesten Stücken hergestellt werden kann.
  • Die Häufigkeitsverteilung der Porenradien soll vor allem ein Maximum unter 20Â haben, und vorzugsweise werden solche Katalysatoren verwendet, deren Poren zu etwa 50°/0 und mehr einen Radius von etwa 17 bis 20Å haben. Die Porengrößenverteilungskurve eines erfindungsgemäß zu verwendenden Al2 03-Katalysators ist beispielsweise in der Kurve a der Abbildung dargestellt.
  • Zum Vergleich zeigt die Kurve 6 der Abbildung die Verteilungskurve eines bisher üblichen Katalysators.
  • Es ist z. B. möglich, solche Katalysatoren für die Umsetzung von gasförmigen Schwefelverbindungen zu elementarem Schwefel anzuwenden, die bereits bei Temperaturen unter 15000 bis herunter zu etwa 12000 anspringen, selbst wenn sehr große Brocken von etwa Faustgröße und darüber eingesetzt werden. Solche Katalysatoren können von vornherein stückig, d. h. ohne nachträgliche Stückigmachung und ohne die damit verbundene Beeinträchtigung ihrer Aktivität mit sehr hoher Druck- und Abriebfestigkeit hergestellt werden, so daß es möglich ist, sie in einem Turm ohne Zwischenböden einzusetzen.
  • Diese Kontakte katalysieren bei höheren Temperaturen (oberhalb 300° C) auch die Reaktionen 00S + H20 = C02 + H25 CS2 +2H20 = C02 +2R2S H25 = H2 + 5 Die Herstellung der erfindungsgemäß für die Umsetzung gasförmiger Schwefelverbindungen zu Schwefel verwendbaren Katalysatoren erfolgt in der Weise, daß aus Aluminatlaugen ein Tonerdehydrat (Hydrargillit) durch Zersetzung gemäß [A11° Al(OH)3 + OH' bei Temperaturen von 60 bis 100°C, vorzugsweise etwa bei 80°C, sehr langsam ausgeschieden wird. Die Wachstumsgeschwindigkeit der ausgeschiedenen Ablagerungen soll vorzugsweise in den Grenzen 10 bis 40 F/Std. liegen.
  • Solche Ausscheidungen werden anschließend durch Wärmebehandlung im trockenen Zustand aktiviert.
  • Die Aktivierung verläuft kontinuierlich in Abhängigkeit von der zugeführten Energie als Funktion von Zeit und Temperatur.
  • Bei einer Ofentemperatur von 350°C ist in Luft eine Aktivierungsdauer von etwa 12 bis 15 Stunden und bei 1100°C von etwa 1 Stunde in Abhängigkeit vom Durchsatz, der Korngröße und den Apparatekonstanten erforderlich. Die Aktivierung verläuft endotherm. Die Aktivierungsdauer und Temperatur müssen so aufeinander abgestimmt werden, daß das primär abgeschiedene Tonerdehydrat bis wenigstens zu Böhmit und höchstens zu y-Al2Os umgewandelt wird. Selbstverständlich ist eine Umwandlung zu Zwischenstufen, wie z. B. -AI203 ebenfalls möglich. Auch kann die Aktivierung so weit getrieben werden, daß neben y-Al203 bereits etwas Korund vorliegt, doch ist es empfehlenswert, die Korundbildung zu vermeiden, da der Korund selbst zwar noch immer ein ziemlich beträchtliches Adsorptionsvermögen hat, für die erfindungsgemäß zu katalysierenden Umsetzungen aber wenig aktiv ist. Je niedriger die Aktivierungstemperatur gehalten wird, desto mechanisch fester werden die erhaltenen Katalysatoren, doch ändert sich dabei ihre Selektivität. Für den Zweck der Herstellung von Katalysatoren für die Umsetzung von H25 und SO2 liegt die optimale Temperatur zwischen 350 und 550°C.
  • Für die Herstellung der erfindungsgemäß anzuwendenden Katalysatoren haben sich besonders solche Tonerdehydratausscheidungen als geeignet erwiesen, die durch geeignete Führung des Ausscheideprozesses (periodische Unterbrechung) einen schalenförmigen Aufbau besitzen.
  • Katalysatoren mit praktisch gleich guten Eigenschaften werden auch aus solchen Hydrargiliitausscheidungen hergestellt, die erheblich rascher gewachsen sind, etwa mit einer linearen Wachstumsgeschwindigkeit von 100 bis 400 {u/Std. In diesem Falle ist es notwendig, die feuchten Ausscheidungen vor der Aktivierung zu trocknen und zu härten. Diese Härtung kann bei beliebig niedrigen Temperaturen erfolgen, doch ist es zweckmäßig, Temperaturen von mindestens 15000 anzuwenden, weil sonst die anzuwendenden Trocknungszeiten zu lang werden.
  • Beispielsweise genügt bei einer Härtungstemperatur von 200°C für faustgroße Stücke eine Behandlungsdauer von 3 bis 4 Stunden, während bei einer Härtungstemperatur von 6000 eine Behandlungsdauer von mehreren Wochen erforderlich ist.
  • Solche verhältnismäßig rasch gewachsenen und vor der Aktivierung gehärteten Ablagerungen haben noch den weiteren Vorteil, daß ihr Kristallgitter mehr Störungen aufweist als die ganz langsam mit einer Wachstumsgeschwindigkeit von 10 bis 40 p/Std. gewachsenen Ablagerungen und demgemäß aktiver sind. Ihre Aktivierung kann daher auch bei tieferer Temperatur erfolgen, es genügen im allgemeinen Temperaturen von 350 bis 50000.
  • Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäß einzusetzenden Katalysatoren sind an Hand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele schematisch und beispielsweise näher erläutert.
  • Ausführungsbeispiel 1 3. 10 1 einer Lösung von 110 g Al2 08/1, vorliegend als Natriumaluminat, werden bei 8000 so langsam ausschließlich durch Rühren und ohne Säurezugabe hydrolytisch zersetzt und periodisch erneuert, daß sich nach 10 Tagen 140 bis 300 g einer zusammenhängenden Tonerdehydratablagerung bilden. Diese Ablagerung wird bei 700°C 1 Stunde lang aktiviert. Die Abriebfestigkeit wurde in der Weise bestimmt, daß 100 g von 4 bis 8 mm Korngröße in eine Dose DIN 94 eingefüllt wurden und die Dose 1 Stunde mit 53 Umdr./Min. rotiert wurde. Anschließend wurde durch ein Maschensieb mit 16 Maschen/cm2 mit 1,5 mm lichter Maschenweite ab gesiebt und der durch das Sieb hindurchgehende Anteil als Abriebverlust gemessen. Die als Staub abgesiebten Gewichtsverluste sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
    1 Stunde | 2 Stunden | 3 Stunden 4 Stunden
    4,2g l 1,0g 0,4g 0,35g
    Der so hergestellte Katalysator zeigt in dem mit CuK,-Strahlung aufgenommenen Debye - Scherrer- Diagramm sowohl die Linien des Böhmits als auch die des y-Al2 O3 sowie eine auffällige Linie bei # = 21,3 i 0,1°.
  • Die Porenweitenverteilung des Katalysators ist aus der Kurve a der Abbildung ersichtlich. In dieser stellt die Abszisse den Porenradius, gemessen in Å, dar, während die Ordinate eine Größe ist, welche der Häufigkeit des entsprechenden Porenradius proportional ist.
  • 600 cm3 des auf diese Weise hergestellten Katalysators mit einer Stückgröße von 20 bis 30 mm wurde in ein Reaktionsgefäß eingebracht und dort bei einer Temperatur von 130 bis 1500 C mit 160 Nl/Std. eines Gases der folgenden Zusammensetzung beaufschlagt: 4,5 0/o H2 5, 2,5°/o SO2, 17,0°/o H2O, 12,0°/o CO2, 64,0°/o N2 Das das Reaktionsgefäß verlassende Endgas hatte nach 3 Stunden einen Restgehalt von weniger als 0,05 0/o H2 5 und 0,21 °/o SO2 Nach 15 Stunden Betriebsdauer war der H2S-Gehalt des Endgases auf OJ32°/o H2 5 und der SO2-Gehalt auf 0,40 °/0 angestiegen.
  • Danach erfolgte eine Regenerierung des Kontaktes durch Behandlung mit 90 Nljstd. heißer Ölverbrennungsgase mit einem Sauerstoffgehalt von etwa 10/o und einer Temperatur von 470° C während 10 Stunden. Die heißen Regenerationsgase wurden durch den Kontakt von oben nach unten geleitet. Die Austrittstemperatur der heißen Regenerationsgase stieg im Laufe von 10 Stunden von 140 auf 320°C an.
  • Aus dem Kontakt liefen 75 g Schwefel flüssig ab, während 123 g dampfförmig mitgeführt und in einem Kondensator niedergeschlagen wurden.
  • Nach Abkühlung des so regenerierten Kontaktes auf 1400 C folgte eine neue Arbeitsperiode von 15 Stunden Dauer mit praktisch den gleichen Ergebnissen.
  • Ausführungsbeispiel 2 Die gleiche Lösung wie im Beispiel 1 wurde ebenfalls bei 80°C in der Weise periodisch zersetzt und erneuert, daß sich nach 10 Tagen 950 g einer zusammenhängenden Tonerdehydratablagerung bildeten. Diese Ablagerung wurde anschließend bei 1800 C 2 Stunden lang getrocknet, anschließend zu Stücken zerkleinert und hierauf bei 550° C 1 Stunde lang aktiviert. Der aktivierte Katalysator zeigte in dem mit CuKa-Strahlung aufgenommenen Debye-Scherrer-Diagramm ebenfalls außer den Böhmit- und Gammalinien auch die Linie # = 21,3 i 0,1°.
  • Der Kontakt wurde in der gleichen Weise wie im Ausführungsbeispiel 1 durch Beaufschlagung mit H2S-und 5 O2-haltigem Gas geprüft und ergab im wesentlichen die gleichen Resultate.
  • Ausführungsbeispiel 3 Aus der gleichen Lösung wie in den Ausführungsbeispielen 1 und 2 wurde bei etwa 60° C durch verhältnis- mäßig schnelles Rühren im Laufe von 10 Tagen eine zusammenhängende Tonerdehydratablagerung mit einem verhältnismäßig hohen Gehalt an Alkali (4,5 °/0, berechnet als Na2O, bezogen auf Trockensubstanz) ausgeschieden.
  • Der Abscheideprozeß wurde alle 2,5 Tage dadurch unterbrochen, daß die an A1203 verarmte Lösung abgehebert und durch konzentriertere ersetzt wurde.
  • Aus der zusammenhängenden Ablagerung konnte durch 2stündiges Härten bei 1800 C und anschließendes Zerkleinern zu Stücken passender Größe und lstündiges Aktivieren bei 440° C ein Katalysator mit praktisch gleichen Eigenschaften, wie im Ausführungsbeispiel 2 beschrieben, erhalten werden.
  • Auch eine geringfügige Unterschreitung der Abscheidetemperatur von 60° C änderte nichts an den Eigenschaften des erhaltenen Produktes.
  • PATENTANSPROCHE 1. Verfahren für die Herstellung eines im wesentlichen aus A13 O3 bestehenden Katalysators für die Gewinnung von Elementarschwefel aus H2S und/oder S O2 sowie aus den dabei anfallenden Nebenprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß aus Aluminatlauge ausschließlich durch Rühren ohne Säurezugabe bei Temperaturen von etwa 60 bis 1000 C Hydrarglllit mit einer linearen Wachstumsgeschwindigkeit von 10 bis 40 und 100 bis 400 ,u/Std. abgeschieden und anschließend bei Temperaturen von 250 bis 1100°C so aktiviert wird, daß wenigstens ein Teil des Aluminiumoxydes bis mindestens zum Böhmit und höchstens zum y-Al203 umgewandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausscheidungsprozeß zur Erzielung eines schichtförmigen Aufbaus der Tonerdehydratablagerung periodisch unterbrochen wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Wachstumsgeschwihdigkeit von 100 bis 400 p/Std. abgeschiedene Hydrargillitablagerungen vor der Aktivierung durch Trocknung gehärtet werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung bei Temperaturen von 350 bis 550°C erfolgt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausscheidung der Tonerdehydratablagerungen bei Temperaturen von 50 bis 1000 C, vorzugsweise bei 800 C, erfolgt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 733 060.
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