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DE1064121B - Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter Binaersignale - Google Patents

Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter Binaersignale

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Publication number
DE1064121B
DE1064121B DES52284A DES0052284A DE1064121B DE 1064121 B DE1064121 B DE 1064121B DE S52284 A DES52284 A DE S52284A DE S0052284 A DES0052284 A DE S0052284A DE 1064121 B DE1064121 B DE 1064121B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
control
discriminator
output
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES52284A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Arnold Aulmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES52284A priority Critical patent/DE1064121B/de
Priority to CH359156D priority patent/CH359156A/de
Priority to NL224782A priority patent/NL224782A/xx
Priority to BE564711A priority patent/BE564711A/xx
Priority to FR1191274D priority patent/FR1191274A/fr
Publication of DE1064121B publication Critical patent/DE1064121B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/10Frequency-modulated carrier systems, i.e. using frequency-shift keying
    • H04L27/14Demodulator circuits; Receiver circuits
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/10Frequency-modulated carrier systems, i.e. using frequency-shift keying
    • H04L27/16Frequency regulation arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Channel Selection Circuits, Automatic Tuning Circuits (AREA)

Description

Nachrichten werden häufig in Form eines binären Codes übertragen, bei dem jeweils nur einer von zwei möglichen Zuständen, z. B. Plus oder Minus oder eine von zwei Frequenzen, übertragen wird und bei dem der Nachrichteninhalt durch zeitliche Aufeinanderfolge dieser beiden möglichen Zustände gegeben ist. Bei derartigen Übertragungssystemen stellt die Amplitude der einzelnen Signalschritte kein Maß für den Nachrichteninhalt dar.
Diese Art der Nachrichtenübertragung wird beispielsweise in der Telegraphic, bei der die Zeichen zunächst durch Ein- und Ausschalten gewonnen werden, und insbesondere in der Fernschreibtechnik, bei der dann unter anderem mit Frequenzumtastung gearbeitet wird, verwendet. Außerdem werden binäre Signale gelegentlich in der Regelungstechnik und in der Technik der sogenannten Datenverarbeitungsmaschinen verwendet, indem bestimmte Werte über — Wechselstromwege mit Hilfe der Frequenzumtastung übertragen werden.
In den Empfangsanlagen für diese Betriebsart der Nachrichtenübertragung werden mit Hilfe eines Demodulators, ζ. Β. eines Diskriminators, die den einzelnen Betriebszuständen, z. B. Plus und Minus, entsprechenden Werte aus den beiden auf dem Übertragungsweg vorkommenden Frequenzen wieder gewonnen. Da in der Übertragungstechnik selbst sehr häufig von einem Übertragungsverfahren Gebrauch gemacht wird, bei dem in der trägerfrequenten Übertragung der Träger selbst und ein Seitenband unterdrückt werden, kommen innerhalb der Empfangsanordnung Frequenzverwerfungen vor, die die beiden alternativ übertragenen Frequenzen in gleichem Maße beeinflussen. Da diese Frequenzverwerfungen verhältnismäßig langsam und stetig erfolgen — sie werden durch eine ungenaue Abstimmung des dem empfangenen Seitenband innerhalb des Empfängers wieder zugefügten Trägers verursacht — können sie normalerweise nicht zur Verfälschung des Zeichens führen.
Beim Sender erfolgt an sich das Umschwingen von einer Frequenz auf die andere zeitlos, d. h., die zu übertragenden Zeichen haben zunächst senkrechte Flanken. Im Übertragungsweg, und zwar schon beim Sender und dann auch beim Empfänger, sind aber Filter für die einzelnen Nachrichtenkanäle vorhanden, die die Flanken der einzelnen Zeichen mehr oder weniger abflachen. Werden die einzelnen Nachrichtenkanäle sehr nahe nebeneinander angeordnet und müssen deshalb an die Selektivität der Filter große Anforderungen gestellt werden, dann ist die Abflachung bekanntlich größer, als wenn der Abstand zwischen den einzelnen Nachrichtenkanälen verhältnismäßig groß gehalten werden kann und die Filter mit Schaltung zur Ausregelung
von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter
Binärsignale
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Arnold Aulmann, Weßling (Obb.),
ist als Erfinder genannt worden
einer dementsprechend breiten Durchlaßkurve ausgerüstet werden können.
Dies sei an dem Diagramm nach Fig. 1 im einzelnen erläutert: Längs der Zeitachse t in Fig. 1 ist ein Zeichen dargestellt, das wiederholt seine Polarität wechselt. Den einzelnen Polaritäten sind ganz bestimmte Frequenzen zugeordnet, die über den Übertragungsweg geschickt werden und die innerhalb des Empfängers wiederum mit Hilfe eines Diskriminators demoduliert und in entsprechende Gleichspannungen übergeführt werden. Dem Nullpotential zwischen den beiden Endwerten soll dann die Frequenz f0 entsprechen. Wenn nun am Ende der trägerfrequenten Übertragungsstrecke durch ungenaue Abstimmung des Empfängers die Frequenzen fl und /2 nicht mehr genau ihre Sollage haben, dann wird nach Demodulation mit Hilfe eines auf die Frequenz /0 abgestimmten Diskriminators ein Zeichen entstehen, das beispielsweise den strichlierten Verlauf hat. Solange die einzelnen Zeichen eine genau senkrechte Flanke besitzen, würde eine derartige, einer Gleichstromüberlagerung gleichkommende Verzerrung ohne Bedeutung sein, da bei einem Polaritäts-Umschlag eine Kippschaltung jeweils genau definiert umgesteuert würde. Da aber, wie ausgeführt, die Flanken der einzelnen Zeichen abgeflacht sind und außerdem im Regelfall die nachgeschaltete Empfangskippschaltung zur Umsteuerung einen ganz bestimmten Schwellwert benötigt, werden durch eine derartige Frequenzverwerfung und damit Verschiebung der demodulierten Zeichen Verzerrungen verursacht, die sich innerhalb des Empfängers, mit dem die Zeichen ausgewertet werden, störend bemerkbar machen.
In der Fig. 1 sind nach oben die Zeitenil und t2 dargestellt, zu denen ein Empfangsorgan, das bei den
909 609/320
Schnellwerten Sl und ^2 in der einen bzw. anderen Richtung anspricht, ausgelöst wird, wenn das Zeichen ohne Gleichstromüberlagerung empfangen wird. Nach unten hingegen sind die Zeiten f l'und t2' aufgetragen, die bei der Überlagerung eines positiven Gleichstromwertes von z.B. 25°/o der gesamten Amplitude erzeugt werden. Wie diese Zeitpunkte schon anschaulich ohne weiteres erkennen lassen, werden die positiven Stromschritte bei der Auswertung verlängert, während die negativen entsprechend verkürzt werden.
Berücksichtigt man, daß der Frequenzhub selbst im Vergleich zu der Frequenz des für die Übertragung verwendeten Trägers nur einen ganz geringen Bruchteil ausmacht, und berücksichtigt man, daß dieser Träger um einen in der gleichen Größenordnung liegenden Bruchteil beim Empfang abweichen kann, dann ergibt sich ohne weiteres, daß insbesondere dann, wenn die Zeichen in ihrer Flanke stark abgeflacht sind, beachtliche Verzerrungen nach der Demodulation in Kauf genommen werden müssen.
Gemäß der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, diese Frequenz Verwerfungen auszugleichen. Hierbei wird davon ausgegangen, daß der durch die Verzerrungen bedingte überlagerte Gleichstrommittelwert eliminiert und durch Gegenschaltung der eliminierten Spannung gegen die Empfangsspannung wieder herausgelöst wird, so daß mit der Empfangsanordnung auch bei stärkeren Frequenzverwerfungen völlig unverzerrte Zeichen gewonnen werden können.
Es ist bereits bekannt, einen Gleichstrommittelwert unmittelbar aus den empfangenen Zeichen zu eliminieren und für derartige Regelzwecke zu verwenden. Die bekannte Anordnung arbeitet mit einer Gleichrichtergegentaktschaltung, bei der über mehrere Zeichen der Gleichstrommittelwert integriert und entsprechend wieder zugefügt wird. Die bekannte Anordnung wird und muß aber immer dann versagen, wenn eines der beiden Kriterien längere Zeit übertragen wird. So kann die bekannte Anordnung z. B. bei der Übermittlung von Fernschreibtext durchaus Verzerrungen, die durch Gleichstromüberlagerung bzw. Gleichstromunterdrückung zustande kommen, ausregeln. Die Anordnung versagt aber dann vollkommen, wenn über dieselbe Fernschreibleitung ein Dauerton, z. B. Dauerzeichenstrom oder Dauertrennstrom, gesendet wird, da in diesem Fall die Regelanordnung das Nullpotential auf den Amplitudenwert dieses Dauerstromzustandes hin regelt. Der Einsatz eines neuen Zeichens muß dann verzerrt erfolgen, da sich erst ein entsprechender Gleichstrommittelwert aus einer Mehrzahl von Stromschritten bilden muß. Mit der Empfangsanordnung nach der Erfindung sollen diese Nachteile vermieden werden, und es wird auch die Aufgabe gelöst, Frequenzverwerfungen und damit Gleichstromüberlagerung der demodulierten Zeichen bei einem Dauerstromzustand auszugleichen und auszuregeln.
Es ist weiter bekannt, bei einer Anordnung zum Empfang von frequenzmodulierten Binärsignalen mit einem Betriebsdiskriminator die Ausgangsspannung dieses Diskriminators mit der Ausgangs spannung eines Hilfsdiskriminators zu überlagern und einem Differenzierübertrager zuzuführen. Bei plötzlicher Abweichung der Frequenz von der Sollage entstehen bei jedem Zeichenwechsel Amplitudenänderungen der an den Differenzierübertrager gelangenden Diskriminatorausgangsspannungen. Die durch die sprunghafte Amplitudenänderung im Differenzierübertrager hervorgerufene plötzliche Änderung des Magnetflusses bewirkt die Induktion einer Spannung, die zur Zurück-
regelung der Frequenzfehler ausnutzbar ist. Bei einem Dauerzustand (Dauertrenn- oder Dauerzeichenstrom; kann aber eine stetig abweichende Frequenz nicht zurückgeregelt werden, da eine langsame Amplitudenänderung und eine langsame Magnetflußänderung keine Regelspannung induziert.
Die Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter Binärsignale — vorzugsweise Telegraphie-(Fernschreib-) Zeichen — arbeitet ebenso wie bekannte Anordnungen mit einer bistabilen Empfangsstufe, welche mit der einen Ausgangsspannung eines Doppeldiskriminators, dem die empfangenen Zeichen zugeführt werden, in einen der beiden stabilen Betriebszustände geschaltet wird und dessen andere Ausgangsspannung zur Ausregelung der Frequenzfehler herangezogen wird. Erfindungsgemäß wird der anderen Ausgangsspannung des Doppeldiskriminators eine durch die bistabile Empfangsstufe in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung entgegengeschaltet und die Differenz dieser Spannungen als Maß für den Frequenzfehler zur Ausregelung, vorzugsweise durch Beeinflussung der Steuerschwelle der bistabilen Empfangsstufe, herangezogen.
Bei der Empfangsanordnung nach der Erfindung wird also eine in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung bereitgestellt, die den beiden Werten der Diskriminatorsollausgangsspannung für die beiden alternativ zu empfangenden Frequenzen entspricht.
Abhängig von der Stellung der bistabilen Empfangsstufe wird nun gemäß der Erfindung immer eine dieser Spannungen, und zwar die in der Polarität gerade geeignete Spannung der zweiten Ausgangsspannung des Diskriminators entgegengeschaltet.
Wenn diese Ausgangsspannung den Sollwert erreicht hat, entsteht als Summe, z. B. an einem Abflachkondensator, das Potential »0«. Weicht die Ausgangsspannung des Diskriminators hingegen um einen bestimmten Wert vom Sollwert ab, dann entsteht an demselben Kondensator eine durch die Differenz der konstanten Gleichspannung und der Diskriminatorau sgangs spannung bedingte Regelspannung. Diese Regelspannung hat gemäß der Erfindung für die beiden möglichen Zeichenarten jeweils das gleiche Vorzeichen und die gleiche Größe. Die erste Bedingung wird durch das Bereitstellen einer in der Polarität umgeschalteten konstanten Gleichspannung erfüllt, während die zweite Bedingung dadurch erfüllt ist, daß der Frequenzhub der beiden empfangenen Frequenzen auch bei Frequenzverwerfungen jeweils gleichbleibt.
Die in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung wird in besonders vorteilhafter Weise einem einzigen Spannungsteiler entnommen, dessen Widerstandsanordnung so von der bistabilen Empfangsstufe belastet wird, daß an einem Abgriffspunkt die in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung entsteht. Diese Maßnahme ermöglicht es mit geringem Aufwand, abhängig von dem Schaltzustand der Empfangsstufe jeweils eine Vergleichsspannung der Diskriminatorausgangsspannung entgegenzusetzen, ohne daß eigene Schaltglieder od. dgl. geöffnet und geschlossen werden müssen.
Einzelheiten der Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden an Hand des in der Fig. 2 der Zeichnung dargestellten Schaltungsbeispiels erläutert.
Die in dieser Figur wiedergegebene Schaltung zeigt eine vollständige Demodulationsanordnung, der über die Eingangsklemmen K1 zwei alternativ zu empfan-
genae Frequenzen zugeführt werden und von deren Ausgangsklemmen K 2 dann Gleichstromschritte, also z. B. Fernschreibzeichen in Form von Doppelstromzeichen, abgenommen werden können. Diese Doppelstromzeichen können dann beispielsweise auf die Teilnehmerleitung oder unmittelbar an einen Empfänger gegeben werden.
Eingangsseitig enthält die Schaltungsanordnung einen Begrenzer B3 der die Amplitude der empfangenen Frequenz auf einen bestimmten Wert begrenzt. Außerdem kann in oder bei der Begrenzeranordnung auch ein Verstärkerglied vorgesehen sein. Die aus dem Begrenzer mit einer definierten Amplitude abzunehmende Frequenz wird dann einem Diskriminator D zugeführt. Dieser Parallelkreisdiskriminator enthält an seinem Ausgang zwei Paare von Phasendemodulationsschaltungen Gl bis G4, welche je für sich die gegeneinander phasenverschobenen Wechselspannungen verschieden gepolt und in Reihe geschaltet erhalten, und daraus als Differenzgleichspannungen die Ausgangsspannungen I und II erzeugen. Die Schaltung ist so aufgebaut, daß immer zwei gleich große Ausgangs spannungen gewonnen werden, von denen die eine, und zwar die Ausgangsspannung I, normal als S teuer spannung verwendet wird, während die andere zur Erzeugung der Regelspannung dient. Die zwischen den beiden Spannungen notwendige Potentialtrennung ist durch die getrennten Wicklungen erreicht.
Die Empfangsschaltung enthält außerdem einen Empfangskippkreis, bestehend aus den beiden Transistoren Tr 1 und Tr 2, die mit Hilfe von Widerständen zu einer bistabilen Kippschaltung zusammengeschaltet sind. In den Kollektorkreisen dieser beiden Transistoren ist ein polarisiertes Empfangsrelais ER vorgesehen, mit dessen Anker er der Gleichstromausgangskreis entsprechend gesteuert wird.
Die aus den TransistorenTrl und Tr 2 gebildete Kippschaltung steuert einen Spannungsteiler, der aus den Widerständen W 1 bis W 5 besteht. Der Widerstand W 5 ist hierbei im Kollektorkreis des Transistors Tri angeordnet. Die Widerstände des Spannungsteilers sind so aufeinander abgestimmt, daß in der einen Lage der bistabilen Kippschaltung, also beispielsweise, wenn der TransistorTrl Strom führt und der Transistor Tr 2 gesperrt ist, an dem Abgriffpunkt zwischen den Widerständen W 3 und W<k ein definiertes positives Potential vorhanden ist, das in seiner Größe der am Diskriminatorausgang II auftretenden Spannung, jedoch mit entgegengesetztem Vorzeichen, entspricht. Bei dem andern möglichen Zustand der bistabilen Kippschaltung hingegen tritt an demselben Punkt eine gleich große Spannung mit entgegengesetztem, also negativem Vorzeichen auf. Insgesamt ist also der Spannungsteiler so gewählt, daß die abgegriffene Spannung immer der Diskriminatorausgangsspannung I nach Polarität und Sollgröße, bei un verzerr tem Zeichenempfang, entspricht. Diese Spannungsteilerausgangsspannung wird nun der Ausgangsspannung des Diskriminatorausganges II ι entgegengeschaltet. An dem Kondensator C entsteht dann eine Differenzspannung zwischen diesen beiden Spannungen, d. h., am Kondensator C liegt keine Spannung, solange die empfangenen Frequenzen genau ihre Sollage zu der durch den Diskriminator ein- ι gestellten Mittenfrequenz haben.
Weichen die empfangenen Frequenzen hingegen von ihrer Sollage ab, so ändert sich die Diskriminatorausgangsspannung, während die durch den Spannungsteiler festgelegte Vergleichsspannung konstant bleibt, ο
und an dem Kondensator C entsteht eine Differenz-Spannung, die für die beiden möglichen Stromschritte, also bei Trenn- und Zeichenlage gleich groß ist und daher für Regelzwecke verwendet werden kann. Zur Erläuterung der Wirkungsweise wird ein Zahlenbeispiel gegeben. Es sei angenommen, daß die Ausgangsspannung des Diskriminators zwischen + 0,5 V und —0,5 V wechseln soll. Der Spannungsteiler ist dann so ausgelegt, daß immer dann, wenn to am Punkt a des Ausganges I des Diskriminators eine Spannung von +0,5V gegenüber dem Punkt & und am Punkt c des Ausganges II eine Spannung von —0,5 V gegenüber dem Punkt d auftreten, an dem Punkt zwischen dem Widerstand W3 und WA ein Potential von ebenfalls +0,5 V liegt. Bei einem Frequenzwechsel am Eingang des Diskriminators ändert sich dann die Ausgangspolarität des Diskriminators auf —0,5 V bzw. +0,5 V. Hierdurch wird über den Transistor Tr 3 die bistabile Ausgangskippschaltung umgesteuert, und dementsprechend entsteht auch am Spannungsteiler eine Spannung von —0,5 V. In jedem Falle ist erreicht, daß durch die Gegenschaltung der beiden Spannungen an dem Kondensator C kein Potential auftritt, so daß auch bei einer z5 Umsteuerung der Umschaltvorgang des Transistors Tr 3 nicht beeinflußt wird.
Verschiebt sich aber beispielsweise bei Empfang der dem Trennstromzustand zugeordneten Frequenz nun durch eine Frequenzverwerfung die Ausgangsspannung auf —0,6 V, dann würde der Transistor Tr 3, wie an Hand der Fig. 1 bereits erläutert wurde, von einer Umsteuerung eines positiven Ausgangspotentials zum negativen Ausgangspotential früher und bei der umgekehrten Steuerung später ausgesteuert werden. Der Erfolg davon wäre auch eine entsprechende zeitlich verschobene Steuerung der Ausgangskippschaltung und die Wiedergabe von verzerrten Gleichstromzeichen an den Ausgangsklemmen K 2.
Wenn aber tatsächlich durch eine Frequenzverwerfung am Ausgang I des Diskriminators eine Spannung von z. B. —0,6 V auftritt, dann ist die Folge davon, daß der Kondensator C, da ja nunmehr am Ausgang II ebenfalls +0,6 V liegen, während als Vergleichsspannung an dem Spannungsteiler nur —0,5 V zur 1.5 Verfügung stehen, auf +0,1 V aufgeladen wird. Bei Umsteuerung, also sobald am Diskriminator beim Auftreten der anderen entsprechend verworfenen Frequenz +0,4 V auftreten, wird nun, da der Kondensator C während des Umschwingvorganges sein ;o Potential festhält, an dem Transistor selbst wiederum 0,5 V zwischen Emitter und Basis als Steuerspannung wirksam. Nach dem Umsteuervorgang sind wiederum die +0,5 V des Spannungsteilers den —0,4 V des Ausgangs II des Diskriminators so entgegengeschaltet, ,5 daß am Kondensator wiederum +0,1 V auftreten. Auch beim nächsten Umsteuervorgang werden diese + 0,1 V wieder derart wirksam, daß die Umsteuerung des Transistors Tr 3 praktisch mit 0,5 V erfolgt, so daß also eine Verzerrung durch die Demodulation ο selbst nicht zustande kommen kann.
Wie das erläuterte Beispiel zeigt, werden also die Schwankungen der Frequenzlage ausgeregelt. Berücksichtigt man, daß die durch Frequenzverwerfung auftretenden Schwankungen nur verhältnismäßig langsam und stetig zustande kommen, da sie vom Wandern eines Generators infolge von Temperatureinflüssen verursacht sind, dann ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Anordnung präzise arbeitet. Als Schwankungen bleiben dann lediglich die kurzen Einschwingvorgänge übrig, die besonders bei geringen

Claims (10)

Kanalbandbreiten stärkere Abweichungen der Zeichenkurven von der Rechteckform bewirken. Diese Schwankungen müssen durch eine Siebung unterdrückt werden. Diese Siebung ist bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel durch den Kondensator C gegeben. Sie ist auch deshalb besonders zu empfehlen, da die beiden Diskriminatorausgangsspannungen gleich groß und gegensinnig in Reihe geschaltet sind. Würde der Siebkondensator fehlen, dann würde die Steuerspannung für die Ausgangskippschaltung gleich der aus dem Diskriminator entnommenen Teilspannung sein, und der veränderliche Anteil aus dem Diskriminator wäre gleich Null. Erst durch den Siebkondensator mit seiner Zeitkonstante kann die eine Steuerspannung aus dem Diskriminator sich auf die Steuerung aus- *5 wirken. Wie das Ausführungsbeispiel gezeigt hat, entsteht an dem Kondensator C eine der Frequenzverwerfung am Eingang entsprechende Regelspannung. Selbstverständlich ist es denkbar, diese Regelspannung anzuzeigen, um Rückschlüsse auf die Eigenschaften der Übertragungsleitung und des Empfängers ziehen zu können. Zu diesem Zweck kann beispielsweise, wie in Fig. 2 angedeutet, ein Meßgerät M vorgesehen sein. Außerdem kann natürlich diese Spannung am Kondensator C auch zur Verstimmung der Schwingkreise innerhalb des Diskriminators z. B. mit einer Reaktanzröhre verwendet werden, um die Mittenfrequenz zwischen den beiden empfangenen Frequenzen dem jeweiligen Abwandern dieser Frequenzen entsprechend nachzuregeln. Die dargestellte Schaltung, bei der abhängig von der Ladung des Kondensators die Steuerung der Kippschaltung verursacht wird, hat jedoch den Vorzug der Einfachheit. Es kann sich mitunter empfehlen, für die Erzeugung der Regelspannung und der Steuerspannung für das Ausgangsrelais zwei getrennte Kippschaltungen vorzusehen. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, die Kippschaltung, die zur Steuerung des Spannungsteilers, also zur Erzeugung der Regelspannung, dient, ohne Berücksichtigung der Regelgröße zu steuern. Dies heißt Iiei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wäre ein Steuertransistor für diese Kippschaltung unmittelbar zwischen den Punkten a und b des Ausganges I anzuschließen, also unter Ausschaltung des Kondensators C. In dem Steuerkreis für die Kippschaltung, die das Ausgangsrelais steuert, muß jedoch die Regelspannung wirksam gemacht werden. Eine derartige Entkopplung zwischen Ausgangskippschaltung und Steuerkippschaltung hat den wesentlichen Vorteil, daß Rückwirkungen der Arbeitsweise des Ausgangskreises auf den Spannungsteiler vollkommen wegfallen. Die Verwendung einer bistabilen Kippschaltung sowie eines Ausgangsrelais und eines Transistors zur Steuerung dieser Kippschaltung wurde lediglich als Schaltungsbeispiel erwähnt. Selbstverständlich können natürlich auch andere bistabile Empfangsschaltungen, z. B. aus Röhren od. dgl., mit oder ohne Verwendung eines Relais, verwendet werden. Patentansprüche:
1. Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter Binärsignale — vorzugsweise Telegraphic- (Fernschreib-) Zeichen — mit einer bistabilen Empfangsstufe, welche mit der einen Ausgangsspannung eines Doppeldiskriminators, dem die empfangenen Zeichen zugeführt werden, m einender beiden stabilen Betriebszuständegeschaltet wird und dessen andere Ausgangsspannung zur Ausregeluiig der Frequenzfehler herangezogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der anderen Ausgangsspannung des Doppeldiskriminators eine durch die bistabile Empfangsstufe in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung entgegengeschaltet und die Differenz dieser Spannungen als Maß für den Frequenzfehler zur Ausregelung, vorzugsweise durch Beeinflussung der Steuerschwelle der bistabilen Empfangsstufe, herangezogen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig vom Schaltzustand der bistabilen Empfangsstufe die Widerstandsanordnung eines Spannungsteilers so belastet wird, daß an einem Abgriffspunkt die in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung abgreifbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bistabile Empfangsstufe aus einer bistabilen Kippschaltung, die ihrerseits ein Empfangsrelais steuert, aufgebaut ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer aus Transistoren, vorzugsweise Flächentransistoren, aufgebauten bistabilen Kippschaltung.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Widerstände des zur Erzeugung der Vergleichsspannung verwendeten Spannungsteilers im Stromkreis eines der zum Aufbau der bistabilen Kippschaltung verwendeten Transistoren angeordnet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus entgegengeschalteter Gleichspannung und zweiter Ausgangsspannung des Doppeldiskriminators gewonnene Differenzspannung als Regelspannung an einem Kondensator abgreifbar ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch Wahl der Kapazität des Regelkondensators die Zeitkonstante des Stromkreises, in dem der Kondensator angeordnet ist, größer als die Umschwingzeit der Stromschritte gemacht ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß von der ersten Diskriminatorausgangsspannung parallel zwei Kippschaltungen gesteuert werden, von denen die eine zur Erzeugung der Gleichstromzeichen und die andere zur Umschaltung der Gleichspannung, insbesondere durch Steuerung des Spannungsteilers, verwendet ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschaltung, die zur Erzeugung der Gleichstromzeichen verwendet ist, auch zur Erzeugung der Gleichspannung von der ersten Aus gangs spannung des Doppeldiskriminators beaufschlagt wird.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelspannung zur Anzeige und/oder zu weiteren Regelzwecken, z. B. zur Nachstimmung des Diskriminators, herangezogen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 339 851.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 609/320 8.59
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BE564711A BE564711A (de) 1957-02-11 1958-02-11
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2339851A (en) * 1941-05-28 1944-01-25 Rca Corp Automatic tuning control

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