DE1064121B - Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter Binaersignale - Google Patents
Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter BinaersignaleInfo
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Description
Nachrichten werden häufig in Form eines binären Codes übertragen, bei dem jeweils nur einer von zwei
möglichen Zuständen, z. B. Plus oder Minus oder eine von zwei Frequenzen, übertragen wird und bei dem
der Nachrichteninhalt durch zeitliche Aufeinanderfolge dieser beiden möglichen Zustände gegeben ist.
Bei derartigen Übertragungssystemen stellt die Amplitude der einzelnen Signalschritte kein Maß für
den Nachrichteninhalt dar.
Diese Art der Nachrichtenübertragung wird beispielsweise in der Telegraphic, bei der die Zeichen
zunächst durch Ein- und Ausschalten gewonnen werden, und insbesondere in der Fernschreibtechnik,
bei der dann unter anderem mit Frequenzumtastung gearbeitet wird, verwendet. Außerdem werden binäre
Signale gelegentlich in der Regelungstechnik und in der Technik der sogenannten Datenverarbeitungsmaschinen verwendet, indem bestimmte Werte über
— Wechselstromwege mit Hilfe der Frequenzumtastung übertragen werden.
In den Empfangsanlagen für diese Betriebsart der Nachrichtenübertragung werden mit Hilfe eines
Demodulators, ζ. Β. eines Diskriminators, die den einzelnen Betriebszuständen, z. B. Plus und Minus,
entsprechenden Werte aus den beiden auf dem Übertragungsweg vorkommenden Frequenzen wieder gewonnen.
Da in der Übertragungstechnik selbst sehr häufig von einem Übertragungsverfahren Gebrauch
gemacht wird, bei dem in der trägerfrequenten Übertragung der Träger selbst und ein Seitenband unterdrückt
werden, kommen innerhalb der Empfangsanordnung Frequenzverwerfungen vor, die die beiden
alternativ übertragenen Frequenzen in gleichem Maße beeinflussen. Da diese Frequenzverwerfungen verhältnismäßig
langsam und stetig erfolgen — sie werden durch eine ungenaue Abstimmung des dem
empfangenen Seitenband innerhalb des Empfängers wieder zugefügten Trägers verursacht — können sie
normalerweise nicht zur Verfälschung des Zeichens führen.
Beim Sender erfolgt an sich das Umschwingen von einer Frequenz auf die andere zeitlos, d. h., die zu
übertragenden Zeichen haben zunächst senkrechte Flanken. Im Übertragungsweg, und zwar schon beim
Sender und dann auch beim Empfänger, sind aber Filter für die einzelnen Nachrichtenkanäle vorhanden,
die die Flanken der einzelnen Zeichen mehr oder weniger abflachen. Werden die einzelnen Nachrichtenkanäle
sehr nahe nebeneinander angeordnet und müssen deshalb an die Selektivität der Filter große
Anforderungen gestellt werden, dann ist die Abflachung bekanntlich größer, als wenn der Abstand
zwischen den einzelnen Nachrichtenkanälen verhältnismäßig groß gehalten werden kann und die Filter mit
Schaltung zur Ausregelung
von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter
Binärsignale
von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter
Binärsignale
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Arnold Aulmann, Weßling (Obb.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer dementsprechend breiten Durchlaßkurve ausgerüstet werden können.
Dies sei an dem Diagramm nach Fig. 1 im einzelnen erläutert: Längs der Zeitachse t in Fig. 1 ist ein
Zeichen dargestellt, das wiederholt seine Polarität wechselt. Den einzelnen Polaritäten sind ganz bestimmte
Frequenzen zugeordnet, die über den Übertragungsweg geschickt werden und die innerhalb des
Empfängers wiederum mit Hilfe eines Diskriminators demoduliert und in entsprechende Gleichspannungen
übergeführt werden. Dem Nullpotential zwischen den beiden Endwerten soll dann die Frequenz f0 entsprechen.
Wenn nun am Ende der trägerfrequenten Übertragungsstrecke durch ungenaue Abstimmung des
Empfängers die Frequenzen fl und /2 nicht mehr genau ihre Sollage haben, dann wird nach Demodulation
mit Hilfe eines auf die Frequenz /0 abgestimmten Diskriminators ein Zeichen entstehen, das beispielsweise
den strichlierten Verlauf hat. Solange die einzelnen Zeichen eine genau senkrechte Flanke besitzen,
würde eine derartige, einer Gleichstromüberlagerung gleichkommende Verzerrung ohne Bedeutung
sein, da bei einem Polaritäts-Umschlag eine Kippschaltung jeweils genau definiert umgesteuert würde.
Da aber, wie ausgeführt, die Flanken der einzelnen Zeichen abgeflacht sind und außerdem im Regelfall
die nachgeschaltete Empfangskippschaltung zur Umsteuerung einen ganz bestimmten Schwellwert benötigt,
werden durch eine derartige Frequenzverwerfung und damit Verschiebung der demodulierten
Zeichen Verzerrungen verursacht, die sich innerhalb des Empfängers, mit dem die Zeichen ausgewertet
werden, störend bemerkbar machen.
In der Fig. 1 sind nach oben die Zeitenil und t2 dargestellt, zu denen ein Empfangsorgan, das bei den
909 609/320
Schnellwerten Sl und ^2 in der einen bzw. anderen Richtung anspricht, ausgelöst wird, wenn das Zeichen
ohne Gleichstromüberlagerung empfangen wird. Nach unten hingegen sind die Zeiten f l'und t2' aufgetragen,
die bei der Überlagerung eines positiven Gleichstromwertes von z.B. 25°/o der gesamten Amplitude erzeugt
werden. Wie diese Zeitpunkte schon anschaulich ohne weiteres erkennen lassen, werden die positiven Stromschritte
bei der Auswertung verlängert, während die negativen entsprechend verkürzt werden.
Berücksichtigt man, daß der Frequenzhub selbst im Vergleich zu der Frequenz des für die Übertragung
verwendeten Trägers nur einen ganz geringen Bruchteil ausmacht, und berücksichtigt man, daß dieser
Träger um einen in der gleichen Größenordnung liegenden Bruchteil beim Empfang abweichen kann,
dann ergibt sich ohne weiteres, daß insbesondere dann, wenn die Zeichen in ihrer Flanke stark abgeflacht sind,
beachtliche Verzerrungen nach der Demodulation in Kauf genommen werden müssen.
Gemäß der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, diese Frequenz Verwerfungen auszugleichen.
Hierbei wird davon ausgegangen, daß der durch die Verzerrungen bedingte überlagerte Gleichstrommittelwert
eliminiert und durch Gegenschaltung der eliminierten Spannung gegen die Empfangsspannung
wieder herausgelöst wird, so daß mit der Empfangsanordnung auch bei stärkeren Frequenzverwerfungen
völlig unverzerrte Zeichen gewonnen werden können.
Es ist bereits bekannt, einen Gleichstrommittelwert unmittelbar aus den empfangenen Zeichen zu eliminieren
und für derartige Regelzwecke zu verwenden. Die bekannte Anordnung arbeitet mit einer Gleichrichtergegentaktschaltung,
bei der über mehrere Zeichen der Gleichstrommittelwert integriert und entsprechend wieder zugefügt wird. Die bekannte
Anordnung wird und muß aber immer dann versagen, wenn eines der beiden Kriterien längere Zeit übertragen
wird. So kann die bekannte Anordnung z. B. bei der Übermittlung von Fernschreibtext durchaus
Verzerrungen, die durch Gleichstromüberlagerung bzw. Gleichstromunterdrückung zustande kommen,
ausregeln. Die Anordnung versagt aber dann vollkommen, wenn über dieselbe Fernschreibleitung ein
Dauerton, z. B. Dauerzeichenstrom oder Dauertrennstrom, gesendet wird, da in diesem Fall die Regelanordnung
das Nullpotential auf den Amplitudenwert dieses Dauerstromzustandes hin regelt. Der Einsatz
eines neuen Zeichens muß dann verzerrt erfolgen, da sich erst ein entsprechender Gleichstrommittelwert aus
einer Mehrzahl von Stromschritten bilden muß. Mit der Empfangsanordnung nach der Erfindung sollen
diese Nachteile vermieden werden, und es wird auch die Aufgabe gelöst, Frequenzverwerfungen und damit
Gleichstromüberlagerung der demodulierten Zeichen bei einem Dauerstromzustand auszugleichen und auszuregeln.
Es ist weiter bekannt, bei einer Anordnung zum Empfang von frequenzmodulierten Binärsignalen mit
einem Betriebsdiskriminator die Ausgangsspannung dieses Diskriminators mit der Ausgangs spannung
eines Hilfsdiskriminators zu überlagern und einem Differenzierübertrager zuzuführen. Bei plötzlicher
Abweichung der Frequenz von der Sollage entstehen bei jedem Zeichenwechsel Amplitudenänderungen der
an den Differenzierübertrager gelangenden Diskriminatorausgangsspannungen. Die durch die sprunghafte
Amplitudenänderung im Differenzierübertrager hervorgerufene plötzliche Änderung des Magnetflusses
bewirkt die Induktion einer Spannung, die zur Zurück-
regelung der Frequenzfehler ausnutzbar ist. Bei einem Dauerzustand (Dauertrenn- oder Dauerzeichenstrom;
kann aber eine stetig abweichende Frequenz nicht zurückgeregelt werden, da eine langsame Amplitudenänderung
und eine langsame Magnetflußänderung keine Regelspannung induziert.
Die Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter
Binärsignale — vorzugsweise Telegraphie-(Fernschreib-) Zeichen — arbeitet ebenso wie
bekannte Anordnungen mit einer bistabilen Empfangsstufe, welche mit der einen Ausgangsspannung eines
Doppeldiskriminators, dem die empfangenen Zeichen zugeführt werden, in einen der beiden stabilen Betriebszustände
geschaltet wird und dessen andere Ausgangsspannung zur Ausregelung der Frequenzfehler herangezogen wird. Erfindungsgemäß wird der
anderen Ausgangsspannung des Doppeldiskriminators eine durch die bistabile Empfangsstufe in der Polarität
umgeschaltete konstante Gleichspannung entgegengeschaltet und die Differenz dieser Spannungen als
Maß für den Frequenzfehler zur Ausregelung, vorzugsweise durch Beeinflussung der Steuerschwelle der
bistabilen Empfangsstufe, herangezogen.
Bei der Empfangsanordnung nach der Erfindung wird also eine in der Polarität umgeschaltete konstante
Gleichspannung bereitgestellt, die den beiden Werten der Diskriminatorsollausgangsspannung für die beiden
alternativ zu empfangenden Frequenzen entspricht.
Abhängig von der Stellung der bistabilen Empfangsstufe wird nun gemäß der Erfindung immer eine
dieser Spannungen, und zwar die in der Polarität gerade geeignete Spannung der zweiten Ausgangsspannung des Diskriminators entgegengeschaltet.
Wenn diese Ausgangsspannung den Sollwert erreicht hat, entsteht als Summe, z. B. an einem Abflachkondensator,
das Potential »0«. Weicht die Ausgangsspannung des Diskriminators hingegen um einen
bestimmten Wert vom Sollwert ab, dann entsteht an demselben Kondensator eine durch die Differenz der
konstanten Gleichspannung und der Diskriminatorau sgangs spannung bedingte Regelspannung. Diese
Regelspannung hat gemäß der Erfindung für die beiden möglichen Zeichenarten jeweils das gleiche
Vorzeichen und die gleiche Größe. Die erste Bedingung wird durch das Bereitstellen einer in der Polarität
umgeschalteten konstanten Gleichspannung erfüllt, während die zweite Bedingung dadurch erfüllt
ist, daß der Frequenzhub der beiden empfangenen Frequenzen auch bei Frequenzverwerfungen jeweils
gleichbleibt.
Die in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung wird in besonders vorteilhafter Weise
einem einzigen Spannungsteiler entnommen, dessen Widerstandsanordnung so von der bistabilen Empfangsstufe
belastet wird, daß an einem Abgriffspunkt die in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung
entsteht. Diese Maßnahme ermöglicht es mit geringem Aufwand, abhängig von dem Schaltzustand
der Empfangsstufe jeweils eine Vergleichsspannung der Diskriminatorausgangsspannung entgegenzusetzen,
ohne daß eigene Schaltglieder od. dgl. geöffnet und geschlossen werden müssen.
Einzelheiten der Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden an Hand des in der
Fig. 2 der Zeichnung dargestellten Schaltungsbeispiels erläutert.
Die in dieser Figur wiedergegebene Schaltung zeigt eine vollständige Demodulationsanordnung, der über
die Eingangsklemmen K1 zwei alternativ zu empfan-
genae Frequenzen zugeführt werden und von deren Ausgangsklemmen K 2 dann Gleichstromschritte, also
z. B. Fernschreibzeichen in Form von Doppelstromzeichen, abgenommen werden können. Diese Doppelstromzeichen
können dann beispielsweise auf die Teilnehmerleitung oder unmittelbar an einen Empfänger
gegeben werden.
Eingangsseitig enthält die Schaltungsanordnung einen Begrenzer B3 der die Amplitude der empfangenen
Frequenz auf einen bestimmten Wert begrenzt. Außerdem kann in oder bei der Begrenzeranordnung
auch ein Verstärkerglied vorgesehen sein. Die aus dem Begrenzer mit einer definierten Amplitude abzunehmende
Frequenz wird dann einem Diskriminator D zugeführt. Dieser Parallelkreisdiskriminator enthält
an seinem Ausgang zwei Paare von Phasendemodulationsschaltungen Gl bis G4, welche je für sich die
gegeneinander phasenverschobenen Wechselspannungen verschieden gepolt und in Reihe geschaltet erhalten,
und daraus als Differenzgleichspannungen die Ausgangsspannungen I und II erzeugen. Die Schaltung
ist so aufgebaut, daß immer zwei gleich große Ausgangs spannungen gewonnen werden, von denen
die eine, und zwar die Ausgangsspannung I, normal als S teuer spannung verwendet wird, während die
andere zur Erzeugung der Regelspannung dient. Die zwischen den beiden Spannungen notwendige Potentialtrennung
ist durch die getrennten Wicklungen erreicht.
Die Empfangsschaltung enthält außerdem einen Empfangskippkreis, bestehend aus den beiden Transistoren
Tr 1 und Tr 2, die mit Hilfe von Widerständen zu einer bistabilen Kippschaltung zusammengeschaltet
sind. In den Kollektorkreisen dieser beiden Transistoren ist ein polarisiertes Empfangsrelais ER vorgesehen,
mit dessen Anker er der Gleichstromausgangskreis entsprechend gesteuert wird.
Die aus den TransistorenTrl und Tr 2 gebildete Kippschaltung steuert einen Spannungsteiler, der aus
den Widerständen W 1 bis W 5 besteht. Der Widerstand W 5 ist hierbei im Kollektorkreis des Transistors
Tri angeordnet. Die Widerstände des Spannungsteilers sind so aufeinander abgestimmt, daß in
der einen Lage der bistabilen Kippschaltung, also beispielsweise, wenn der TransistorTrl Strom führt
und der Transistor Tr 2 gesperrt ist, an dem Abgriffpunkt zwischen den Widerständen W 3 und W<k ein
definiertes positives Potential vorhanden ist, das in seiner Größe der am Diskriminatorausgang II auftretenden
Spannung, jedoch mit entgegengesetztem Vorzeichen, entspricht. Bei dem andern möglichen
Zustand der bistabilen Kippschaltung hingegen tritt an demselben Punkt eine gleich große Spannung mit
entgegengesetztem, also negativem Vorzeichen auf. Insgesamt ist also der Spannungsteiler so gewählt,
daß die abgegriffene Spannung immer der Diskriminatorausgangsspannung I nach Polarität und Sollgröße,
bei un verzerr tem Zeichenempfang, entspricht. Diese Spannungsteilerausgangsspannung wird nun der
Ausgangsspannung des Diskriminatorausganges II ι entgegengeschaltet. An dem Kondensator C entsteht
dann eine Differenzspannung zwischen diesen beiden Spannungen, d. h., am Kondensator C liegt keine
Spannung, solange die empfangenen Frequenzen genau ihre Sollage zu der durch den Diskriminator ein- ι
gestellten Mittenfrequenz haben.
Weichen die empfangenen Frequenzen hingegen von ihrer Sollage ab, so ändert sich die Diskriminatorausgangsspannung,
während die durch den Spannungsteiler festgelegte Vergleichsspannung konstant bleibt, ο
und an dem Kondensator C entsteht eine Differenz-Spannung, die für die beiden möglichen Stromschritte,
also bei Trenn- und Zeichenlage gleich groß ist und daher für Regelzwecke verwendet werden kann.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise wird ein Zahlenbeispiel gegeben. Es sei angenommen, daß die
Ausgangsspannung des Diskriminators zwischen + 0,5 V und —0,5 V wechseln soll. Der Spannungsteiler
ist dann so ausgelegt, daß immer dann, wenn to am Punkt a des Ausganges I des Diskriminators eine
Spannung von +0,5V gegenüber dem Punkt & und am Punkt c des Ausganges II eine Spannung von
—0,5 V gegenüber dem Punkt d auftreten, an dem Punkt zwischen dem Widerstand W3 und WA ein
Potential von ebenfalls +0,5 V liegt. Bei einem Frequenzwechsel am Eingang des Diskriminators
ändert sich dann die Ausgangspolarität des Diskriminators auf —0,5 V bzw. +0,5 V. Hierdurch wird
über den Transistor Tr 3 die bistabile Ausgangskippschaltung umgesteuert, und dementsprechend entsteht
auch am Spannungsteiler eine Spannung von —0,5 V. In jedem Falle ist erreicht, daß durch die Gegenschaltung
der beiden Spannungen an dem Kondensator C kein Potential auftritt, so daß auch bei einer
z5 Umsteuerung der Umschaltvorgang des Transistors Tr 3 nicht beeinflußt wird.
Verschiebt sich aber beispielsweise bei Empfang der dem Trennstromzustand zugeordneten Frequenz
nun durch eine Frequenzverwerfung die Ausgangsspannung auf —0,6 V, dann würde der Transistor Tr 3,
wie an Hand der Fig. 1 bereits erläutert wurde, von einer Umsteuerung eines positiven Ausgangspotentials
zum negativen Ausgangspotential früher und bei der umgekehrten Steuerung später ausgesteuert werden.
Der Erfolg davon wäre auch eine entsprechende zeitlich verschobene Steuerung der Ausgangskippschaltung
und die Wiedergabe von verzerrten Gleichstromzeichen an den Ausgangsklemmen K 2.
Wenn aber tatsächlich durch eine Frequenzverwerfung am Ausgang I des Diskriminators eine Spannung
von z. B. —0,6 V auftritt, dann ist die Folge davon, daß der Kondensator C, da ja nunmehr am Ausgang II
ebenfalls +0,6 V liegen, während als Vergleichsspannung an dem Spannungsteiler nur —0,5 V zur
1.5 Verfügung stehen, auf +0,1 V aufgeladen wird. Bei Umsteuerung, also sobald am Diskriminator beim
Auftreten der anderen entsprechend verworfenen Frequenz +0,4 V auftreten, wird nun, da der Kondensator
C während des Umschwingvorganges sein ;o Potential festhält, an dem Transistor selbst wiederum
0,5 V zwischen Emitter und Basis als Steuerspannung wirksam. Nach dem Umsteuervorgang sind wiederum
die +0,5 V des Spannungsteilers den —0,4 V des Ausgangs II des Diskriminators so entgegengeschaltet,
,5 daß am Kondensator wiederum +0,1 V auftreten. Auch beim nächsten Umsteuervorgang werden diese
+ 0,1 V wieder derart wirksam, daß die Umsteuerung des Transistors Tr 3 praktisch mit 0,5 V erfolgt, so
daß also eine Verzerrung durch die Demodulation ο selbst nicht zustande kommen kann.
Wie das erläuterte Beispiel zeigt, werden also die Schwankungen der Frequenzlage ausgeregelt. Berücksichtigt
man, daß die durch Frequenzverwerfung auftretenden Schwankungen nur verhältnismäßig
langsam und stetig zustande kommen, da sie vom Wandern eines Generators infolge von Temperatureinflüssen
verursacht sind, dann ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Anordnung präzise arbeitet. Als
Schwankungen bleiben dann lediglich die kurzen Einschwingvorgänge übrig, die besonders bei geringen
Claims (10)
1. Schaltung zur Ausregelung von Frequenzfehlern bei einer Anordnung zum Empfang frequenzmodulierter
Binärsignale — vorzugsweise Telegraphic- (Fernschreib-) Zeichen — mit einer
bistabilen Empfangsstufe, welche mit der einen Ausgangsspannung eines Doppeldiskriminators,
dem die empfangenen Zeichen zugeführt werden, m einender beiden stabilen Betriebszuständegeschaltet
wird und dessen andere Ausgangsspannung zur Ausregeluiig der Frequenzfehler herangezogen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der anderen Ausgangsspannung des Doppeldiskriminators eine
durch die bistabile Empfangsstufe in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung entgegengeschaltet
und die Differenz dieser Spannungen als Maß für den Frequenzfehler zur Ausregelung,
vorzugsweise durch Beeinflussung der Steuerschwelle der bistabilen Empfangsstufe, herangezogen
ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig vom Schaltzustand der
bistabilen Empfangsstufe die Widerstandsanordnung eines Spannungsteilers so belastet wird, daß
an einem Abgriffspunkt die in der Polarität umgeschaltete konstante Gleichspannung abgreifbar
ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bistabile Empfangsstufe
aus einer bistabilen Kippschaltung, die ihrerseits ein Empfangsrelais steuert, aufgebaut ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer aus Transistoren,
vorzugsweise Flächentransistoren, aufgebauten bistabilen Kippschaltung.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Widerstände
des zur Erzeugung der Vergleichsspannung verwendeten Spannungsteilers im Stromkreis eines
der zum Aufbau der bistabilen Kippschaltung verwendeten Transistoren angeordnet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus entgegengeschalteter
Gleichspannung und zweiter Ausgangsspannung des Doppeldiskriminators gewonnene Differenzspannung
als Regelspannung an einem Kondensator abgreifbar ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch Wahl der Kapazität des
Regelkondensators die Zeitkonstante des Stromkreises, in dem der Kondensator angeordnet ist,
größer als die Umschwingzeit der Stromschritte gemacht ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß von der ersten Diskriminatorausgangsspannung
parallel zwei Kippschaltungen gesteuert werden, von denen die eine zur Erzeugung der Gleichstromzeichen und die
andere zur Umschaltung der Gleichspannung, insbesondere durch Steuerung des Spannungsteilers,
verwendet ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschaltung,
die zur Erzeugung der Gleichstromzeichen verwendet ist, auch zur Erzeugung der Gleichspannung
von der ersten Aus gangs spannung des Doppeldiskriminators beaufschlagt wird.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelspannung
zur Anzeige und/oder zu weiteren Regelzwecken, z. B. zur Nachstimmung des Diskriminators,
herangezogen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 339 851.
USA.-Patentschrift Nr. 2 339 851.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 609/320 8.59
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