DE1063592B - Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon und Diisobutylketon - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon und DiisobutylketonInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C29/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
- C07C29/132—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group
- C07C29/136—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH
- C07C29/143—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of ketones
- C07C29/145—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of ketones with hydrogen or hydrogen-containing gases
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C49/00—Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
- C07C49/04—Saturated compounds containing keto groups bound to acyclic carbon atoms
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Description
C O 7C *5/ 37 OH
DEUTSCHES
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT! 20. AU G U ST 1 9 5 9
Bekanntermaßen wird Methylisobutylketon im
technischen Maßstab über die Zwischenstufen von Aceton, Diacetonalkohol und Mesityloxyd aus Isopropanol
hergestellt, lsopropanol wird durch Dehydrierung in Aceton übergeführt:
H3C CHOH CH3
H3C -CO CH3 + H2
Dann wird das Aceton mittels Alkali zum Diacetonalkohol kondensiert:
H3C OH
2H,C-CO-CH,
X-CH2CO-CH,
In einer dritten Stufe erfolgt die Dehydratisierung zum Mesityloxyd:
H3C.
H3C7
H3C.
H3C.
OH
: C -CH, -CO CH,
: C -CH, -CO CH,
> ,C-CH-CO-CH3 + H2O
H3C7
Das ungesättigte Keton Mesityloxyd wird schließlich durch einen Hydrierungskatalysator in das gesättigte
Methylisobutylketon verwandelt:
H3C
H3C s
H3C s
>·
H3C
H3C
= CHCO-CH3 + H8
^CH-CHs-CO-CH3
Weiter ist es möglich, Methylisobutylketon an einem aus metallischem Kupfer und Magnesiumoxyd bestehenden
Kontakt, der aus Kupferoxyd und Magnesit gewonnen werden kann, unter Zugabe von Wasserstoff
aus Aceton bei 180 bis 300° C herzustellen.
Ferner ist ein Verfahren bekanntgeworden, Ketone, wie Aceton, Methylisobutylketon, Diisibutylketon
oder Mesityloxyd, aus sekundären Alkoholen bei höheren Temperaturen bis zu 500° C an verschiedenen
Mischkontakten, etwa aus Chrom, Zink, Kupfer, Magnesium und Cadmium, herzustellen; jedoch hat
dieses bekannte Verfahren den Nachteil, daß als Nebenprodukt undefinierbare öle entstehen, die den
Katalysator nach relativ kurzer Zeit unbrauchbar machen.
Verfahren zur Herstellung
von Methylisobutylketon
und Diisobutylketon
Anmelder:
Knapsack-Griesheim Aktiengesellschaft,
Knapsack bei Köln
Knapsack bei Köln
Dr. Wolfgang Opitz, Knapsack bei Köln,
und Werner Urbanski, Köln-Bickendorf,
sind als Erfinder genannt worden
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, höhere Alkohole sowie die diesen entsprechenden Aldehyde
oder Ketone aus niedrigeren Alkoholen an einem Mischkontakt in einer Operation herzustellen. Der bei diesem
bekannten Verfahren verwendete Katalysator besteht aus zwei Komponenten, von denen die eine Komponente
hydrierend sowie dehydrierend und die andere wasserabspaltend wirkt. Dieser Katalysator besitzt
die Eigenschaft, nicht nur die Kohlenstoff-Doppelverhindung
des gebildeten ungesättigten Aldehyds oder Ketons, sondern auch die Carbonylbindung zu hydrieren,
so daß ein Gemisch von Aldehyden und Alkoholen oder Ketonen und Alkoholen entsteht.
Da Methylisobutylketon und Diisobutylketon ausgezeichnete Lösungsmittel ei genschaften unter anderem
für Kunststoffe und Polymerisate besitzen, bestand die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, diese
Substanzen ohne störende Nebenprodukte und in möglichst einem Arbeitsgang herzustellen.
Dies wurde erreicht durch die Einwirkung eines aus drei Komponenten bestehenden Mischkontaktes auf
lsopropanol. Dehydrierung, Kondensation, Dehydratisierung und Hydrierung werden dabei in bekannter
Weise bei gewöhnlichem Druck und erhöhter Temperatur zugleich bewirkt. Der Kontakt hat die Eigenschaft,
vornehmlich die Kohlenstoff-Doppelbindung und nicht die Carbonylbindung zu hydrieren, so daß
er die Bildung entsprechender Alkohole vermeidet und nur die Ketone erzeugt werden. Dieser Mischkontakt
besteht aus einer Mischung von Kupferoxyd, Magnesiumoxyd und Bimsmehl. Die Oxyde werden in einem
Verhältnis von vorzugsweise CuO: MgO wie 3:2 verwendet.
Das Verfahren der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß ein nach an sich bekannten Mff
herstellbarer und regenerierbarer Mischkontakt, zweckmäßig
in Form von Preßlingen, verwendet wird, der CuO, MgO und Bimsstaub im Verhältnis von etwa
5:3:2 enthält.
Besonders vorteilhaft hat sich ein Mischkontakt erwiesen, der etwa 48,4% CuO, 34,60Zo MgO und
17°/o Bimsstaub enthält. Der verwendete Bimsstaub besteht seinerseits vorzugsweise aus etwa 20,1%
Aluminiumoxyd, 55,5% Kieselsäure und 12% Alkalioxyd. Das Kupferoxyd erfüllt die Aufgabe der Dehydrierung
und Hydrierung; das Magnesiumoxyd als alkalische Komponente bewirkt neben seiner Eigenschaft,
Wasserstoff anzulagern und abzuspalten, die Kondensation und hat im Verein mit dem Bimsmehl
eine dehydratisierende Eigenschaft.
Der Mischkontakt kann durch Vermengen der Oxyde oder durch gemeinsames Fällen aus den betreffenden
Salzen gewonnen werden.
Das Kontaktgemisch wird zweckmäßig mittels einer etwa 0,5%igen Lösung von Methylcellulose in Wasser
angefeuchtet und zu Formungen gepreßt. Die Methylcelluloselosung
dient als Bindemittel, um dem Preßling Anriebfestigkeit zu geben. Da sie beim Glühen
verbrennt, verleiht sie dem Kontakt eine große Porosität. Die gepreßten Formlinge werden 24 Stunden
lang bei 100° C getrocknet und anschließend 2 Stunden bei 600° C gebrannt. Der Mischkontakt kann auch
tablettiert oder auf einen Träger, z. B. Bims, aufgetragen werden.
Die Aktivierung des Kontaktes erfolgt durch Behandeln mit Wasserdampf bei 400 bis 500° C und
anschließende Reduktion mit Wasserstoff bei 200 bis 300° C.
Als Ausgangsmaterial für die Umsetzung von Isopropanol
zu Methylisobutylketon und Diisobutylketon wird ein möglichst hochprozentiges Isopropanol verwendet,
da mit zunehmendem Wassergehalt die dehydratisierende Wirkung des Kontaktes und demzufolge
die Bildung von Methylisobutylketon und Diisobutylketon herabgesetzt wird. Eine lange Verweilzcit am
Kontakt ist für die Bildung der beiden Stoffe von Vorteil. Am günstigsten hat sich eine Kontaktbelastung
an Isopropanol von einem Zehntel bis ein Achte) des Kontaktvolumens ergeben. Die optimale Reaktionstemperatur liegt zwischen 250 bis 300° C.
Das angewendete Isopropanol wird zu 94 bis 97% umgesetzt, und zwar werden neben Methylisobutylketon
und Diisobutylketon Aceton und geringe Mengen höhersiedender Anteile erhalten. Zu Anfang der
Reaktion ist die Methylisobutylketon- und Diisobutylketonbildung
besonders bevorzugt. Sie wird mit zunehmender Betriebsdauer bei gleichzeitigem Anstieg
der Acetonbildung zurückgedrängt. Ebenfalls verschiebt sich mit zunehmender Betriebsdauer die Bildung
von Diisobutylketon zugunsten der des Methylisobutylketons.
Nach erfolgter Regeneration des Kontaktes wiederholt sich derselbe Vorgang, so daß je nach dem Zeitpunkt
der Regeneration Aceton, Methylisobutylketon und Diisobutylketon in den gewünschten Mengenverhältnisscn
hergestellt werden können.
Die Regeneration des Kontaktes erfolgt mittels Luft,
Wasserdampf und Wasserstoff. Zunächst wird der Kontakt bei 200 bis 250° C mit Luft, gegebenenfalls
unter Zugabe von Stickstoff, langsam oxydiert, anschließend bei 400 bis 500° C nachoxydiert und mit
Wasserdampf bei 400 bis 500° C behandelt. Danach erfolgt die Reduktion mit Wasserdampf bei 200 bis
300° C.
Das erfindungsgemäße. Verfahren ermöglicht eine wirtschaftlich und technisch vorteilhafte Herstellung
von Methylisobutylketon und Diisobutylketon infolge langer Lebensdauer und hohen Umsatzes des verwendeten
Katalysators.
35
Verwendet wurden 2,1 1 des oben beschriebenen Kontaktes, der aus 48,4% CuO, 34,6«/0 MgO und
17% Bimsstaub bestand, in Form von Preßlingen der Korngröße von 3 bis 6 mm Durchmesser.
Als Ausgangsmaterial diente 99%iges Isopropanol.
| Betriebs dauer |
Temperatur | Umsatz | Ausbeute in Molprozcnt (bezogen auf umgesetzes Isopropanol) an | Düsobutylketon | Aceton | insgesamt |
| nach Stunden |
0C | Ge-w-iditsprozcnt | Methyl isobutylketon |
65,8 | 9,0 | 94.4 |
| 16 | 250 | ■ 98.0 | 19,6 | 14,9 | 50,5 | 95,5 |
| 72 | 250 | 94,0 | 30,1 | 11,5 | 51,1 | 97,6 |
| 136 | 260 | 95,0 | 35,0 | 7,4 | 62,2 | 98,7 |
| 312 | 260 | 94,0 | 29,1 | 4,4 | 68,1 | 99.0 |
| 952 | 270 | 93,8 | 26.5 |
Nach"984 Betriebsstunden ergaben sich im Durchschnitt
I 93,9 I 29,2 | 10,4 | 58,5
98,1
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon und Diisobutylketon durch Einwirkung
eines Mischkontaktes auf Isopropanol bei normalem Druck und Temperaturen von 250 bis 300° C,
dadurch gekennzeichnet, daß ein nach an sich bekannten Methoden herstellbarer und regenerierbarer Mischkontakt, zweckmäßig in Form von
Preßlingen, verwendet wird, der CuO, MgO und Bimsstaub im Verhältnis von etwa 5:3:2 enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischkontakt etwa 48,4% CuO-34,6%
MgO und 17% Bimsstaub enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß der in dem zu verwendenden
Mischkontakt enthaltene Bimsstaub aus etwa 20,1% Aluminiumoxyd, 55,5% Kieselsäure und
12% Alkalioxyd besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Katalysator verwendet
wird, der mit Mcthylcelluloselösung als Bindemittel hergestellt wurde.
5 6
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch Voroxydation bei 200 bis 250° C, dann unter
gekennzeichnet, daß der Katalysator durch Be- Nachoxydation bei 400 bis 500° C, weiter unter
handeln mit Wasserdampf bei erhöhter Tempera- Wasserdampfbehandlung bei 400 bis 500° C und
tür, vorzugsweise bei 400 bis 500° C, und durch schließlich unter Reduktion mit Wasserstoff bei
anschließende Reduktion mit Wasserstoff bei 200 5 200 bis 300° C regeneriert wird.
bis 300° C aktiviert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Katalysator mittels Luft In Betracht gezogene Druckschriften:
oder Luft und Stickstoff zunächst unter langsamer Deutsche Patentschrift Nr. 627 676.
© 909 «OS/427 8. 59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK21268A DE1063592B (de) | 1954-02-25 | 1954-02-25 | Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon und Diisobutylketon |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK21268A DE1063592B (de) | 1954-02-25 | 1954-02-25 | Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon und Diisobutylketon |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1063592B true DE1063592B (de) | 1959-08-20 |
Family
ID=7216145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK21268A Pending DE1063592B (de) | 1954-02-25 | 1954-02-25 | Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon und Diisobutylketon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063592B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232942B (de) * | 1963-10-30 | 1967-01-26 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung hoeherer Ketone |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE627676C (de) * | 1928-11-09 | 1936-03-21 | Edgar Neumann | Verfahren zur Herstellung hoeherer Alkohole, Aldehyde und Ketone aus niederen-Alkoholen |
-
1954
- 1954-02-25 DE DEK21268A patent/DE1063592B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE627676C (de) * | 1928-11-09 | 1936-03-21 | Edgar Neumann | Verfahren zur Herstellung hoeherer Alkohole, Aldehyde und Ketone aus niederen-Alkoholen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232942B (de) * | 1963-10-30 | 1967-01-26 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung hoeherer Ketone |
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