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Rückspülbare Filteranlage und Verfahren zu ihrer Benutzung Die Erfindung
bezieht sich auf eine rückspülbare Filteranlage mit mehreren in Parallelschaltung
an die Zu- und Abflußleitung einzeln absperrbar angeschlossenen Filtern, bei der
die Filter durch Rückleiten des Filtrats durch die Filterfläche gereinigt werden
können.
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Man kennt Filteranlagen, bei denen die Filterflächen durch Druckschwankungen
oder Schwingungen der -Flüssigkeit -während des Betriebes gereinigt werden.
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Nach einem anderen Vorschlag wird eine gespeicherte Inge eines Reinfiltrats
- unter abnehmendem Druck um Reinigen eines Teils- der Filterfläche zurückgespült.
Demgegenüber steht -bei der Erfindung das zum küdspüfen dienende Reinfiltrat unter
-konstantem Druck und ist automatisch in seiner Menge regelbar begrenzt. Zur Erläuterung
sei die Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In diesem Ausführungsbeispiel
besteht die Filtereinrichtung aus drei Filtern 1, 2, 3. Ihre Zuflüsse sind in Parallelschaltung
mit der gemeinsamen Zuflußleitung verbunden, z. B. eines Schmierölsystems einer
Maschinenanlage. Die Abflußleitungen der Filter sind in Parallelschaltung an die
gemeinsame Rückflußleitung 6 des Schmierölsystems angeschlossen. Die Filter sind
ferner mit den Leitungen 7, 8, 9 mit dem Ablaß- oder Sammelbehältet 10 verbunden.
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Die Filter 1, 2, 3 sind gleichartig und bestehen aus einem Gehäuseia
mit einem Einlaß 11 und einem Auslaß 12, mit dem sie an die Zufluß- und Abflußleitungen
4 und 6 angeschlossen sind. In den Leitungen sind Ventile 13 und 14 für jedes Filter
vorgesehen.
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In dem Gehäuse 1 ist ein Filterelement 15 in Form eines Hohlzylinders
angeordnet, dessen Mantelfläche von der Innenwand des Gehäuses einen Abstand hat,
so daß die zu filternde Flüssigkeit das Filterelement umströmen und nach dem Durchtritt
durch das Filterelement durch den Auslaß 12 in die gemeinsame Abflußleitung 6 abfließen
kann. Jedes Filter ist ferner mit einer Ablaßöffnung 16 versehen, von der Ablaßleitungen
7, 8, 9 zu dem Rohr 17 führen, das abgedichtet durch den Deckel des Sammelbehälters
10 führt.
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Die Ventile 18, 18 cd, 18 b sind so eingerichtet, daß sie schnell
von der ganz geöffneten Stellung in die ganz geschlossene Stellung und umgekehrt
bewegt werden können.
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Das Rohr 17 erstreckt sich senkrecht nach unten in den Sammelbehälter
10 und endet dicht über seinem Boden. Der Deckel des Behälters ist mit einer Entlüftung
19 versehen, die durch ein Ventil 20 geschlossen werden kann. Ferner ist ein Druckmesser
21 auf dem Deckel des Behälters vorgesehen. Unten an dem Behälter 10 ist eine Entleerungsleitung
22 mit einem Ventil 23 angeschlossen, das z. B. mit einer Ölseparations- oder Reinigungsanlage
verbunden ist.
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Die Filteranlage ist so bemessen, daß der normale Olstrom wirksam
durch zwei Filter gereinigt werden kann, so daß das dritte Filter als Reserve dient
und nur in Benutzung genommen wird, wenn eines der anderen Filter eine Reinigung
erfordert. Angenommen, die Filter 1 und 2 werden benutzt und das Filter 3 steht
in Reserve, dann sind die Ventile 13, 14 der Filter 1 und 2 geöffnet und die des
Filters 3 geschlossen. Die Ventile 18, 18 cd, 18 b sind ebenfalls geschlossen und
trennen die Filter von dem Sammelbehälter 10. Ferner ist das Ventil 23 geschlossen,
während das Entlüftungsventil 20 offen ist, so daß Luft in den Behälter 10 eintritt
und dort Atmosphärendruck hervorruft.
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Während des normalen Betriebs fließt die zu filternde Flüssigkeit,
z.B. Öl, durch die Zuflußleitung4 über die Eintrittsleitung 11 in das Filter und
tritt durch die Filterelemente 15, die in bekannter Weise Schmutz, Schlamm oder
andere mitgerissene Fremdstoffe zurückhalten. Die gefilterte Flüssigkeit fließt
dann durch den Auslaß 12 in die gemeinsame Abflußleitung 6.
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Soll ein Filterelement gereinigt werden, z. B.
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Filter 1, so wird das Reservefilter 3 durch Öffnen der Ventile 13,
14 in Betrieb genommen. Dann werden das Einlaßventil 13 des Filters 1 und das Luftventil
20 des Behälters 10 geschlossen. Da die Filter 2 und 3 weiter mit der gemeinsamen
Abflußleitung 6 verbunden sind, fließt Öl weiter in die Abflußleitung 6, in der
ein
Druck herrscht, der nterklich höher als der Atmosphärendruck
ist. Wird nun das Schnellöffenventil 18 plötzlich in seine ganz geöffnete Stellung
gebracht, so findet ein plötzlicher Rückfluß von Öl aus der Abflußleitung 6 in das
Filter 1 statt, da in dem Behälter 10 Atmosphärendruck~ herrscht. Das Reinfiltrat
strömt entgegengesetzt zu der normalen Durchflußrichtung nach außen durch die Wände
des Filterelementes 15 hindurch, reinigt dies rund fließt durch die Leitung 7 in
den Behälter 10 ab.
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Das Volumen des Abflußbehälters 10 ist so groß, daß die zum Reinigen
des Filters erforderliche Ölmenge den Behälter nicht ganz ausfüllt. Da das Luftventil
20 geschlossen wird, bevor die Reinigung begonnen wird, wird die anfänglich unter
Atmosphärendruck stehende Luft in dem oberen Teil des Behälters 10 durch die einströmende
Flüssigkeit komprimiert.
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Wenn der Behälter ziemlich gefüllt ist, wird die Luft auf einen Druck
komprimiert sein, der etwa der der Abflußleitung gleich ist. Dann wird der Rückfluß
des Öls infolge des Gleichgewichtes der Drücke automatisch aufhören. Dabei sei bemerkt,
daß die eingeschlossene Luft als ein Polster wirkt, so daß der Rückfluß der Flüssigkeit
ohne einen unerwünschten Stoß aufhört. Sieht man einen Behälter von geeigneter Größe
vor, so kann die Reinigung des Filters mit einem Minimum von rückfließendem Filtrat
vollständig durchgeführt werden.
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Nach der Reinigung kann das Filter 1 wieder in Betrieb genommen werden,
indem man das Ventil 18 schließt und das Einlaßventil 13 wieder öffnet. Ein wesentlicher
Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die vom verschmutzten Filter gelösten Fremdstoffe
nicht in die Zuflußleitung zurückgeführt werden, sondern in einen besonderen Abflußbehälter
entleert und dadurch aus dem Umlaufsystem entfernt werden.
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Bei passender Gelegenheit wird das Öl in dem Abflußbehälter an eine
Separations- oder Reinigungs-
anlage abgegeben, indem man das Entleerungsventil 13
und auch das Luftventil 20 öffnet, wenn der Abfluß des Öls den Druck in dem Abflußbehälter
auf den Atmosphärendruck herabgesetzt hat.
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Die Erfindung zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau und durch
leichte Bedienbarkeit aus. Sie ermöglicht eine Reinigung der Filterflächen, bei
der die dazu benötigte Flüssigkeitsmenge automatisch begrenzt ist.
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PATENTANSPROCHE: 1. Rückspülbare Filteranlage mit mehreren in Parallelschaltung
an die Zu- und Abflußleitungen der Flüssigkeit einzeln absperrbar angeschlossenen
Filtern, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrflüssigkeitsseiten der Filter (1, 2,
3) über je ein Schnellöffenventil (18, 18a, 18 b) zu einer gemeinsamen Leitung (17)
zusammengefaßt sind, welche bis in die Nähe des Bodens eines Sammelbehälters (10)
geführt ist, der über ein Ventil (19, 20) mit der Atmosphäre verbunden werden kann.