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DE1061914B - Verfahren zur Ausloesung von Kernreaktionen zwischen ionisierten Teilchenstroemen im Vakuum - Google Patents

Verfahren zur Ausloesung von Kernreaktionen zwischen ionisierten Teilchenstroemen im Vakuum

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Publication number
DE1061914B
DE1061914B DEL25302A DEL0025302A DE1061914B DE 1061914 B DE1061914 B DE 1061914B DE L25302 A DEL25302 A DE L25302A DE L0025302 A DEL0025302 A DE L0025302A DE 1061914 B DE1061914 B DE 1061914B
Authority
DE
Germany
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reaction
trajectory
following
particles
arrangement
Prior art date
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Application number
DEL25302A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Publication date
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Publication of DE1061914B publication Critical patent/DE1061914B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05HPLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
    • H05H1/00Generating plasma; Handling plasma
    • H05H1/02Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zur Auslösung von Kernreaktionen zwischen ionisierten Teilchenströmen im Vakuum Es ist bekannt, daß die Reaktionen leichter Atomkerne exoterm sind und daß sich aus diesen Reaktionen Energie gewinnen läßt. Zwischen den Kernen sind jedoch abstoßende Coulombkräfte vorhanden, so daß sie sich bei gewöhnlicher Temperatur niemals genügend nähern, um miteinander reagieren zu können. Um nun eine Reaktion zwischen zwei Kernen auszulösen, muß daher mindestens einer der reagierenden Kerne elektrisch beschleunigt werden, so daß er den Coulombwall durchdringen kann, oder die Kerne müssen auf eine genügend hohe, für eine Kernreaktion ausreichende Temperatur gebracht werden.
  • Die für die Beschleunigung aufzuwendende Energie ist bei vielen Reaktionen größenordnungsmäßig 100mal kleiner als die freiwerdende Energie. Einer technischen Ausnutzung stand aber bisher entgegen, daß man etwa 10 000 Teilchen beschleunigen mußte, um beim Auftreffen auf ein Target eine Kernreaktion hervorzurufen, womit die insgesamt gewonnene Energie ungefähr 100mal kleiner wird als die aufgewandte. Der Energieverlust ist dabei im wesentlichen durch Wechselwirkung mit den Elektronen oder in anderen Worten vorwiegend durch die Ionisation der Teilchen in einem Target bedingt. Es ist daher zweckmäßig, die Reaktion zwischen ionisierten Teilchen ablaufen zu lassen. Diese Tatsache ist seit längerem bekannt, und von ihr ist auch bereits in einer Anordnung zur Herbeiführung von Kernreaktionen Gebrauch gemacht, in welcher Teilchen gleicher oder verschiedener Art zum gleichzeitigen Umlauf auf einer Bahn in verschiedener Richtung gebracht werden, damit sie auf einer langen Wegstrecke Gelegenheit zum Zusammenstoß haben, wodurch die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer Kernreaktion erhöht wird.
  • Man kann nun die überwindung des Coulombwalles beim Zusammenstoß zweier Kerne weiterhin dadurch unterstützen, daß man von der anziehenden Wirkung zweier parallel gerichteter Stromfäden Gebrauch macht. Bei dieser anziehenden Wirkung besteht kein Unterschied, ob es sich um Ströme in metallischen Leitern oder um Ströme von Teilchen handelt. Diese Kraftwirkung hängt aufs engste mit dem Vorhandensein der Lorentzkraft zusammen, die auf ein sich in einem Magnetfeld bewegendes Teilchen eine Kraft ausübt, die auf der Bewegungsrichtung und auf dem Magnetfeld senkrecht steht. Bei extrem starken Strömen verursacht sie den sogenannten Pinch-Effekt, der sich in einer Kontraktion der Strombahn äußert. Der Charakter der Lorentzkraft ist unabhängig davon, ob die Teilchengeschwindigkeiten klein sind gegenüber der Lichtgeschwindigkeit oder nicht, lediglich die quantitativen Verhältnisse ändern sich infolge der relativistischen Massenveränderlichkeit etwas. Bei dem vorliegenden Verfahren zur Auslösung von Kernreaktionen zwischen ionisierten Teilchenströmen im Vakuum wird von dieser anziehenden Wirkung von parallel gerichteten Stromfäden aufeinander in der Weise Gebrauch gemacht, daß erfindungsgemäß derartige Ströme, bestehend aus Teilchen mit vorzugsweise verschiedenem in gleicher Richtung eine Reaktionszone mit einer für die Auslösung von Kernreaktionen hinreichenden Differenzgeschwindigkeit durchlaufen. Dabei wird erreicht, daß die abstoßenden Coulombkräfte zumindesten teilweise durch die magnetischen Kräfte kompensiert werden, womit die Streuung wesentlich verringert wird. Es wird also der Nachteil des oben beschriebenen vorbekannten Verfahrens vermieden, daß die Wirkung der Coulombkräfte durch die abstoßenden Kräfte zwischen antiparallelen Stromfäden noch erhöht wird, was eine Streuung der Teilchen und eine erhebliche Verminderung der Reaktionswahrscheinlichkeit verursacht.
  • Eine weitere Verminderung der Wirkung des Coulombwalles ist dadurch möglich, daß man zweckmäßig den ionisierten Teilchenströmen Elektronen zumischt.
  • Weiterhin ist es zweckmäßig, für die miteinander zur Reaktion zu bringenden Teilchen in sich geschlossene Bahnkurven zu wählen. Das Gebiet der Bahnkurve, in der die Teilchen miteinander reagieren können (Reaktionszone), kann sich dabei über die gesamte Bahnkurve oder auch nur über Teile der Bahnkurve erstrecken.
  • Längs der Bahnkurve werden die Teilchenströme teilweise durch elektrische Felder und/oder aber vorteilhaft auch durch magnetische Felder geführt. Dabei werden zweckmäßig annähernd homogene Magnetfelder oder aber auch günstigerweise solche Magnetfelder verwendet, deren Feldstärke sich mit dem Krümmungsradius der Bahnkurve ändert.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung soll an Hand der in den Fig. 1 bis 11 wiedergegebenen schematischen Ausführungsbeispiele näher erläutert werden, ohne damit jedoch die Erfindung auf die Ausführungsbeispiele beschränken zu wollen.
  • In Fig. 1 ist in nichtrelativistischer Näherung für ein homogenes Magnetfeld und für zwei Teilchenströme, bestehend aus Teilchen mit der Masse m1 bzw. m2 und mit der Ladung Z1 bzw. Z2, die Abhängigkeit des Krümmungsradius r von der Geschwindigkeit v von sich in diesem Magnetfeld mit der Geschwindigkeit v senkrecht zum Kraftfluß B des Magneten bewegenden Teilchen dargestellt. Man entnimmt der Fig. 1, daß für einen bestimmten Radius r beide Teilchenströme auf der gleichen Kreisbahn mit einer bestimmten Differenzgeschwindigkeit vd laufen. Der Radius, der beispielsweise in Fig.2 wiedergegebenen Teilchenbahnen wird so gewählt, daß die der Differenzgeschwindigkeit vd zwischen den Teilchenströmen mit verschiedenem entsprechende, für eine Kernreaktion verfügbare Differenzenergie, annähernd einer Resonanzenergie für eine Kernreaktion zwischen den Teilchen der verschiedenen Ströme entspricht.
  • Betrachtet man als Beispiel eine Reaktion zwischen Deuterium- und Tritiumkernen, so wird man beispielsweise eine derartige Differenzgeschwindigkeit wählen, daß eine Kernreaktion entsprechend dem bei 100 keV liegenden Resonanzmaximum des Wirkungsquerschnittes dieser Reaktion ermöglicht wird.
  • In dem vorstehend beschriebenen Beispiel hat die Reaktionszone die gleiche Gestalt wie die Bahnkurven der Teilchen, nämlich eine Kreisbahn. Die Teilchenströme werden dabei vorteilhaft, wie oben beschrieben, durch elektrische und/oder durch magnetische Felder auf der Bahnkurve geführt.
  • In Fig. 3 ist ein weiteres Beispiel für eine vorteilhafte Bahnkurve zur Durchführung des Verfahrens angegeben, dabei setzt sich die Reaktionszone, die hier ebenfalls mit der Bahnkurve der Teilchen übereinstimmt, aus zwei Halbkreisen 10, 11 und zwei Geraden 12, 13 zusammen.
  • In dem in Fig.4 angegebenen Beispiel hat die Reaktionszone 20 die Gestalt einer Geraden, während die Teilchenbahnen sich jeweils unterschiedlich für Teilchen mit verschiedenem und/oder verschiedener Geschwindigkeit zur Bahnkurve I, bestehend aus den Halbkreisen 21, 22 und den Geraden 23, 20, bzw. zur Bahnkurve II, bestehend aus den Halbkreisen 31, 32 und den geraden Stücken 33 und 20, zusammensetzen. In diesem Fall macht die Reaktionszone 20 nur einen Teil der Bahnkurve I bzw. II aus. Die Differenzgeschwindigkeit ist ferner nicht derart gewählt, daß sich die Teilchenströme aus den Teilen 21, 31 bzw. 22, 32, die beispielsweise in einem annähernd homogenen Magnetfeld liegen, auf einer Kurve mit dem gleichen Krümmungsradius bewegen.
  • Auf den Geraden 23 bzw. 33 der Bahnkurven sind Mittel, beispielsweise Elektroden 42, 43, 44, 45 zur Nachbeschleunigung oder Bremsung der Teilchenströme vorgesehen, durch welche erzwungen wird, daß die Energie der miteinander zur Reaktion zu bringenden Teilchen auf einem gewünschten Differenzwert gehalten wird. - Zur Erläuterung dient die Fig. 9, in der die Anzahl N der Teilchen in Abhängigkeit von ihrer kinetischen Energie E dargestellt ist. Für eine monoergetische Verteilung erhält man jeweils eine Gerade 51 bzw. 52. Auf Grund der Wechselwirkungen der Teilchen wird sich jedoch nach einer gewissen Zeit die Gerade 51 bzw. 52 in eine glockenartige Kurve 53, 54 verbreitern, während durch die Wechselwirkungen der Teilchen mit verschiedener Geschwindigkeit bewirkt wird, daß sich die Schwerpunkte der Kurve 53 bzw. 54 einander nähern. Zur Vermeidung dieses Effektes werden, wie vorstehend beschrieben, beispielsweise Elektroden zur Nachbeschleunigung oder Bremsung der Teilchenströme vorgesehen.
  • Es ist zweckmäßig, eine Anordnung derart zu treffen, daß durch die bei den Kernreaktionen entstehenden Reaktionsprodukte weitere -sekundäre-Kernreaktionen ausgelöst werden. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise bei der in Fig.4 dargestellten Ausführungsform des Verfahrens die Reaktionszone 20 mit einem Mantel 60 umgeben, in dem sich beispielsweise in gelöster Form Uran oder Thorium befindet, so daß als sekundäre Kernreaktionen Kernspaltungen hervorgerufen und / oder Kernumwandlungen erzwungen werden, bei denen insbesondere spaltbare Kerne entstehen.
  • Es ist vorteilhaft, große Teilchenströme bei dem vorliegenden Verfahren anzuwenden, damit in einer gegebenen Zeit möglichst viele Teilchen miteinander reagieren. Daher werden insbesondere bei dem vorstehend-_beschriebenen Verfahren die ionisierten Teilchen in eine zu der Bahnkurve, in der die Reaktionszone liegt (Reaktionsbahnkurve) annnähernd parallel liegenden Bahnkurve eingeschossen. Als Einschußdauer wird dabei die etwa gleich der einem Umlauf entsprechende Zeit gewählt. Ferner ist es günstig, die Teilchen auf zwei symmetrisch zur Reaktionsbahnkurve liegende Bahnkurven einzuschießen. Auf Grund ihrer magnetischen Wechselwirkungen werden sich dann die Einschußbahnkurven zu einer Bahnkurve zusammenziehen. Auf diese Weise wird erreicht, daß in der Reaktionsbahnkurve ein kontinuierlicher Strom fließen kann und daß durch die für die Einschußbahnen vorgesehenen Hilfsfelder die Teilchenströme in der Reaktionsbahnkurve praktisch nicht gestört werden.
  • Das Einschußverfahren der vorliegenden Art wird in den Fig. 5 bis 8 näher erläutert.
  • In Fig. 5 ist in Draufsicht eine kreisförmige Einschußbahn dargestellt, während in Fig.6 ein Querschnitt durch eine Einschußbahn gezeigt ist. Wie ersichtlich hat die Einschußbahn 100 eine kreisförmige Gestalt, in die von einer Quelle 110 emittierte, durch Elektroden 111 auf eine gewünschte Energie vorbeschleunigten Teilchen eingeschossen werden, dabei erfolgt die Einlenkung in die Einschußbahnkurve 100 durch Elektroden 120, 121, 122. Die zweite unterhalb der Kurve 100 liegende Einschußbahnkurve sowie die Reaktionsbahnkurve sind in Fig. 6 nicht dargestellt.
  • Die Einschußdauer wird etwa so groß gewählt, bis die Teilchen sich den Elektroden wieder nähern. In diesem Fall werden die Hilfsfelder für das Einlenken der Teilchen abgeschaltet und gewartet, bis die Einschußbahnkurven sich auf eine zwischen diesen liegenden Reaktionsbahnkurve zusammengezogen haben. Das Zusammenziehen kann durch Hilfsfelder verstärkt werden, die zweckmäßig nur so lange betrieben werden, bis sich ein genügend großer Strom in der Reaktionsbahnkurve ausgebildet hat.
  • In Fig.7 und 8 sind Beispiele für eine derartige Anordnung dargestellt. Diese bestehen beispielsweise aus parallel verlaufenden, aus einem leitenden Material bestehenden Elektroden 140, 141, 142, 143, die oberhalb und unterhalb der Reaktionsbahnkurve 150 sowie der Einschußbahnen 151, 152, bzw. in der Ebene der Reaktionsbahnkurve 150 angeordnet sind.
  • Bei dem in Fig.8 dargestellten Ausführungsbeispiel haben die Hilfselektroden die Gestalt eines toroidförmigen Rohres 144, dessen Gefäßwandungen elektrisch leitend sind.
  • Die von nicht dargestellten Strom- oder Spannungsquellen auf den Elektroden 140 bis 144 bzw. 145 erzeugten Felder bzw. Ströme werden in einigen Fällen während des gesamten Betriebes aufrechterhalten, während in anderen Fällen diese nur beim Anfahren der Anordnung verwendet werden, nämlich so lange, bis der Hauptteilchenstrom einen derart großen Wert erreicht hat, daß das von diesem erzeugte magnetische Feld für eine Anziehung der auf den Einschußbahnkurven laufenden Teilchen genügend groß ist.
  • Bei einem anderen zweckmäßigen Einschußverfahren werden die Teilchen spiralförmig in die Reaktionsbahn eingeschossen, dabei hat die Einschußspirale für den ersten Umlauf eine derartige Steigung, daß die Hilfsfelder für den Einlenkmechanismus des Teilchenstrahls in die Einschußbahnkurve auf diesen nicht mehr störend wirken. Auch in diesem Fall wird ein Zusammenziehen des Stromes in der Reaktionsbahnkurve durch die magnetischen Kräfte von den in dieser Bahnkurve fließenden Teilchenströmen bewirkt. Es ist zweckmäßig, symmetrische Einschußanordnungen, beispielsweise zwei übereinander angeordnete Einschußbahnen, deren Spiralen entgegengesetzte Steigungen haben, vorzusehen.
  • In Fig. 10 ist eine solche Anordnung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt, bei der beispielsweise in der Reaktionsbahnkurve ein pulsierender Strom fließt. Die miteinander zur Reaktion zu bringenden Teilchen werden von zwei nicht dargestellten Beschleunigungsanlagen unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Einschußverfahrens zur Erzeugung hoher Vakuumströme in die entsprechenden Bahnkurven, die in einem evakuierten Raume 200 liegen, derart eingeschossen, daß diese auf den Bahnkurven I und II im gleichen Sinne umlaufen, dabei werden sie in den gekrümmten Teilen der Bahnkurve, nämlich den Halbkreisen 21, 22, 31, 32 durch in der Figur nicht dargestellte, annähernd homogene Magnetfelder geführt werden. Die Einschußbahnen für die geladenen Teilchen sind unter Verwendung entsprechender elektronenoptischer Hilfseinrichtungen, wie auch beispielsweise die Pumpstutzen 210 und 211 der Vakuumanlage, gewinkelt ausgeführt, so daß ein Austreten von hochbeschleunigten Teilchen aus einer die Anordnung umgebenden, im Ausführungsbeispiel nicht dargestellten Abschirmung weitgehend unterdrückt wird.
  • Die Teilchen, die in der Reaktionszone 20 entsprechend dem an Hand der Fig. 4 erläuterten Verfahren miteinander reagieren, durchlaufen die Reaktionszone 20 in gleicher Richtung und werden nach dem Durchlaufen der Teile 22 bzw. 32 der Bahnkurve von Elektroden 42 bis 45, die von nicht dargestellten Wechselspannungsquellen gespeist werden, bei jedem Umlauf phasenfokussiert. Der Betrieb der Anordnung wird derart ausgeführt, daß sich jeweils in der Reaktionszone 20 Impulse von Teilchen mit einer vorgegebenen, für eine Kernreaktion hinreichenden bzw. gewünschten Geschwindigkeit durchdringen. Die bei einer Kernreaktion in der Reaktionszone 20 entstehenden Reaktionsprodukte werden dann an die Wandungen des zylindrischen Reaktionsgefäßes 26, das vorteilhaft Lamellen 27 (Fig. 11) hat, geschleudert und bleiben in diesen unter Abgabe ihrer Energie im wesentlichen stecken. Die in dem Reaktionsgefäß 26 erzeugte Wärme wird durch ein Kühlmittel 220 abgeführt, welches durch eine Pumpe 221, zweckmäßig unter Zwischenschaltung eines Wärmeaustauschers 222, umgepumpt wird.
  • Es ist, günstig, für den Mantel zum mindesten für das Reaktionsgefäß 26 ein solches Material zu wählen, daß im Fall einer Reaktion z. B. zwischen Deuterium und Tritium eine Neutronenvervielfachung, hervorgerufen durch sekundäre Kernreaktionen, ermöglicht wird. Dies wird unter anderem durch die Verwendung von Materialien, welche (n, 2n)-Reaktionen gestatten, erreicht.
  • Es ist ferner günstig, das Reaktionsgefäß 26 mit einem Material zu umgeben, in dem durch sekundäre Reaktionen die Energieausbeute erhöht wird. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise dem Kühlmittel 220 spaltbare oder Brutmaterialien zufügen.
  • Die vorstehend beschriebenen Verfahren und die vorstehend beschriebenen Anordnungen eignen sich für verschiedene Kernreaktionen und sind nicht auf die beispielsweise angeführte Reaktion zwischen Deuterium und Tritium beschränkt. So sind beispielsweise Lithium und Wasserstoff zwei Teilchenarten, für die das obengenannte Verfahren ebenfalls vorteilhaft ausgeführt werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRGCHE: 1. Verfahren zur Auslösung von Kernreaktionen zwischen ionisierten Teilchenströmen im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, daß Ströme, bestehend aus Teilchen mit vorwiegend verschiedenem in gleicher Richtung eine Reaktionszone mit einer für die Auslösung von Kernreaktionen hinreichenden Differenzgeschwindigkeit durchlaufen. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den ionisierten Teilchenströmen Elektronen beigemischt werden. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnkurve von Teilchen mit gleichem in sich geschlossen ist. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionszone sich über die gesamte oder nur über Teile der Bahnkurve erstreckt. 5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch eine derartige Wahl der Differenzgeschwindigkeit zwischenTeilchenströmen mit verschiedenem daß die entsprechend dieser Differenzgeschwindigkeit für eine Kernreaktion verfügbare Energie annähernd einer Resonanzenergie für eine Kernreaktion zwischen den Teilchen der verschiedenen Ströme entspricht. 6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchenströme teilweise auf ihre Bahnkurve durch elektrische und/oder magnetische Felder geführt werden. 7. Anordnung zur Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Verwendung annähernd homogener Magnetfelder. B. Anordnung zur Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Verwendung von Magnetfeldern, deren Feldstärke sich mit dem Krümmungsradius - bezogen auf die Bahnkurve bzw. Bahnkurven der Teilchenströme - ändert. 9. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchenströme auf der Bahn nachbeschleunigt oder gebremst werden. 10. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß durch die bei den Kernreaktionen zwischen den Teilchenströmen mit verschiedenem entstehenden Reaktionsprodukte weitere - sekundäre - Kernreaktionen ausgelöst werden. 11. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als sekundäre Kernreaktion vorwiegend Kernspaltungen hervorgerufen werden. 12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als sekundäre Kernreaktionen vorwiegend Kernumwandlungen hervorgerufen werden, bei denen insbesondere spaltbare Kerne entstehen. 13. Verfahren zur Erzeugung großer Vakuumströme nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die ionisierten Teilchen auf eine zur Reaktionsbahnkurve annähernd parallelen Bahnkurve eingeschossen werden. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Einschußdauer etwa die gleich der einem Umlauf entsprechenden Zeit gewählt wird. 15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen auf zwei symmetrisch zur Reaktionsbahnkurve liegende Bahnkurven eingeschossen werden. 16. Verfahren nach Anspruch 13 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Hilfsfelder vorgesehen sind, durch welche ein Zusammenziehen der Einschußkurven auf die Reaktionsbahnkurve verstärkt wird. 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsfelder nur so lange betrieben werden, bis sich ein genügend großer Strom in der Reaktionshahnkurve ausgebildet hat. 18. Verfahren nach Anspruch 13 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen in die Reaktionsbahnkurve spiralförmig eingeschossen werden. 19. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß für den ersten Umlauf die Einschußspirale eine derartige Steigung aufweist, daß die Hilfsfeder für den Einlenkmechanismus des Teilchenstrahles in der Einschußbahnkurve diese nicht mehr störend wirken. 20. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionsbahnkurve der Strom kontinuierlich fließen wird. 21. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionsbahnkurve ein pulsierender Strom fließen wird. 22. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, insbesondere nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Nachbeschleunigung bzw. zur Bremsung der Teilchen außerhalb der Reaktionszone angeordnet sind. 23. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Beschleunigungsanlagen zur Beschleunigung von elektrisch geladenen Teilchen vorgesehen sind, die die geladenen Teilchen in ein evakuiertes Gefäß derart einschießen, daß diese auf einer Bahnkurve im gleichen Sinne umlaufen, und daß Mittel vorgesehen sind, welche die geladenen Teilchen auf einer vorgegebenen Bahnkurve führen. 24. Anordnung nach Anspruch 23, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich der evakuierte Raum in den gekrümmten Teilen der Bahnkurve zwischen den Polen eines Magneten befindet. 25. Anordnung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschußbahn für die geladenen Teilchen gewinkelt ist. 26. Anordnung nach Anspruch 23 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der die Reaktionszone umgebende Teil des evakuierten Gefäßes Lamellen hat. 27. Anordnung nach Anspruch 23 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch die Verwendung eines solchen Mantelmaterials, zumindest für den die Reaktionszone umgebenden Teil des evakuierten Gefäßes, daß eine Neutronenvervielfachung, hervorgerufen durch sekundäre Reaktionen zu erreichen ist. 28. Anordnung nach Anspruch 27, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Materials, welches (n,21z)-Reaktionen gestattet. 29. Anordnung nach Anspruch 23 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erhöhung der Energieausbeute durch sekundäre Reaktion das Reaktionsgefäß durch ein Material aus spaltbarem oder Brutmaterial umgeben ist. 30. Anordnung nach Anspruch 23 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch eine zylindrische Gestalt des Reaktionsgefäßes. 31. Anordnung nach Anspruch 23 oder einem der folgenden, insbesondere zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Bahnkurve verlaufende, aus einem leitenden Material bestehende Elektroden vorgesehen sind. 32. Anordnung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden oberhalb und unterhalb der Reaktionsbahnkurve sowie der Einschußbahnen liegen. 33. Anordnung nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Elektroden in der Ebene des Hauptteilchenstromes vorgesehen sind. 34. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 31, insbesondere zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch die Verwendung eines toroidförmigen Rohres, dessen Gefäßwandung elektrisch leitend ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 876 279; Pohl, Einführung in die Elektrizitätslehre, 1944, 10. und 11. Auflage, S. 87/ß9, 190; Becker, Theorie der Elektrizität, 1933, 6. Auflage, Bd. II, S. 51; G r i m s e h 1, Lehrbuch der Physik, 1936, 7. Auflage, Bd. II, Teil.
  2. 2, S. 405/406.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE876279C (de) * 1943-09-08 1953-05-11 Brown Ag Anordnung zur Herbeifuehrung von Kernreaktionen

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DE876279C (de) * 1943-09-08 1953-05-11 Brown Ag Anordnung zur Herbeifuehrung von Kernreaktionen

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