DE1061595B - Auswechselbarer Behaelter fuer das kontinuierliche Bandbeizen - Google Patents
Auswechselbarer Behaelter fuer das kontinuierliche BandbeizenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Die Erfindung betrifft Beliälter, Iu denen Flüssigkeiten,
insbesondere Säuren, eum Beiden von metallischen
Gegenständen oder auch Flüssigkeiten znm Neutralisieren oder Spillen enthalten sind.
Zu diesem Zweck sind Behälter verschiedener Konstruktion
bekanntgeworden, die aus Keramik, Beton, Stahlbeton oder Stahl beateben, wekhe"~unier anderem
mit säurchestitwiigcn keramischen Auskleidungen
gegen den Angriff von Säuren geschützt werden. Die
Form dieser Behälter ist in der Draufsicht l«w. im
horizontalen Schnitt rechteckig, rund oder oval. Welche
Form jeweils zu vrihten ist, richtet sich nach den Abmessungen
des na bciüctidcn oder zu «pulenden Gutes.
Die Behälter werden wegen der grollen Abmessungen im allgemeine» ortsfest ausgeführt und er füllen so
auch ihren Zweck.
Nun ist es vielfach wünschenswert, hei der Beizbchandlung
von z. B. StahlMndcm im kontinuierlichen
Durchlaufverfahren diese Behälter wesentlich langer xu machen» als bister üblich. Ferner ist es wünschenswert,
die Behälter nicht mehr ortsfest auszuführen,
weil die Reparatur eines solchen Behälters während der Betrieben kaum durchführbar ist, ohne die vor
oder hinter dem reparaturbedürftigen Behälter befindlichen Einrichtungen der kontinuierlichen BeiKtrcckc
gleichfalls autter lic trieb zu setzen.
Da die Reparatur eines solchen Behälters selir zeitraubend
ist, ergehen sich bei der ortsfesten Anordnung lang andauernde Betriebsunterbrechungen, die oft in
keinem Verhältnis zur unter Umstanden gcringfii|jigen
Ursache der Autkrbetriebnahmc stehen.
Bei kontinuierlichen Bckstreckcn wäre es somit
wünschenswert, einen schadhaften Behälter gegen einen anderen rasch auswechseln zu kömicn, um die
Reparatur außerhalb der Gcjamtanlage, ohne deren
Betrieb zu stören, vornehmen zu können.
Pie bisher bekannten Behälter sind aber im allgemeinen
m> sehwer, daß sie, wenn überhaupt, nur unter großen
Schwierigkeiten !«weg! werden kötiivcn, Die vcr·
liältnismätiig empfindliche säurefeste Auskleidung wird
dabei fast immer beschädigt, so daß zu der eigentlichen Reparatur noch eine vollkommen neue säurefeste Auskleidung
erforderlich wird.
Ziel der Erfindung ist es, diese Mängel zu liehcben.
Es wird deshalb crfindungsgemäü vorgeschlagen,
eincii Bdiälter zu schaffen, der verhältnismäßig leicht
and dal>ci ckxh so verwindungs- und biegesteif ist, ri.ill
er mit den üblichen Mitteln, z. B. Kranen, ortsbeweglich
ist, ohne daß dabei die Auskleidung beschädigt wird. Ein solcher Behälter kann, falls eine Reparatur notwendig
wird» aus der Gcs.'imtaiilagc entfernt und durch
einen hereitgchaltcncn Reservebehälter für die Zeit der Reparatur ersetzt werden.
Zu diesem Zweck wird die herkömmliche Behältcr-Auswechselbarer
Behälter
für das kontinuierliche Bandbeizen
für das kontinuierliche Bandbeizen
Anmelder:
Deutsche Edelstahlwerke
Deutsche Edelstahlwerke
Aktiengesellschaft,
Krefeld, Oberschlesiensir. 16
Krefeld, Oberschlesiensir. 16
FiLlz Haeleker, Krefold,
Ut als Erfindet genannt worden
Ut als Erfindet genannt worden
*» form mit rechteckigem oder quadratischem senkrechtem
Querschnitt verlassen und ein Behälter vorgeschlagen, weicher im senkrechten Schnitt eine kreJS-
oder ovalförmige Begrenzung aufweist. Hierbei können
auch Kreis· und Ovelform ineinander übergehen und
te Zwischcsiformen bilden.
Durch diese Qucrächmtt&forra wird der Behälter
vcrwindung&- und bicRcstcif, und diese Wirkung wird
noch dadurch unterstützt, dafl die Ränder durch Um·
bördeln oder Auischwcijking vcrstlrfet wcrdai. Die so
3» erhaltene Form des Behälters weist den Vorteil auf»
dali auf Aussteifungen in der Behiltcrlängsachsc verzichtet
werden kann, da das günstige Widerstandsmoment solche Längssteifen überflüssig macht. Ein
solcher BchSlter ist mit verhältnismäßig einfachen
U Mitteln van der Stelle zu bewegen, ohne daß die Gefahr
besteht, daß durch Zusammendrücken oder Ausknicken die vorhältrmmnfJii; dünne Aaskleidung, die dem
Schutz der eigentlichen BeMltetwandung gegen den
Korrosionsangriff der Flüssigkeit dient. Risse bekommt
oder sonstwie beschädigt bzw. zerstört wird.
Lediglich wenn die Behälter, wie dies beispielsweise
lici kontinuierlichen Bandbeizen erforderlich ist, eine
unverhältnismäßig große Länge aufweise, ist es notwendig,
einem seitlichen Ausbeulen durch außen angelegte Versteifungsrippen entgegenzuwirken. Im allgemein*»
genügen hierau Rippen aus hochkant gestelltem Blech. Bei größeren Abmessungen kamt es indes
auch zweckmäßig sein, die Rippen aus Winkel-, T- oder
DoppcM-Profilcn bcnsustclleri. Jc nach l-ängc des Hehätters
sind zwei oder auch mehrere sulclttr Versteifungsrippen
vorzusehen.
Mindestens zwei der Rippen werden mit radialen Versteifuj»g€ii versehen, die mit Nasen od. dgl. ausgerüstet
sind und m dazu dienen, den Behälter an das
Geschirr von einem oder mehreren Kranen anzuhängen und vom Ort seiner Aufstellung fortzubewegen. Der
Behälter wird infolge dieser Ausbildung der Rippen beim Anheben nicht zusammengedrückt, weil radiale
Kräfte auf die Behälterwandung nicht einwirken können. Die Angriffspunkte des Hebegeschirrs werden
so gewählt, daß keine Spannungen auf den Behälter übertragen werden und dieser beim Anheben nur eine
geringfügige, jedoch zu vernachlässigende Biegebeanspruchung in Längsrichtung erhält.
Wesentlich ist, daß ein solcher Behälter nicht mit der üblichen dickwandigen, gegen Korrosion schützenden
Auskleidung versehen wird, die üblicherweise in der Größenordnung von Dezimetern liegt, sondern mit
einer dünnen Auskleidung in der Größenordnung von Zentimetern, weil sonst trotz aller Maßnahmen der
Behälter selbst für kurze Transportwege, wie sie beim Auswechseln zu Reparaturzwecken notwendig werden,
zu schwer sein würde. Um der Auskleidung die notwendige Festigkeit zu verleihen, wird vorgeschlagen,
die Platten, vorzugsweise aus keramischem Werkstoff, der Schutzauskleidung gegen den versteiften Behälterrand
untereinander zu verspannen. Den Platten wird zu diesem Zweck die Form von Kreissegmenten erteilt.
Diese Verspannung erhöht gleichzeitig die mechanisehe Festigkeit des gesamten Behälters, weil hierdurch
das Widerstandsmoment in zweckmäßiger Weise vergrößert wird.
Infolge des runden und/oder ovalen Querschnittes ergeben sich gegenüber dem Nutzraum, der entsprechend
der Breite des im Durchlauf zu behandelnden Bandes rechteckigen Querschnitt aufweist, ausgebauchte
Toträume. Der nutzbare Raum wird von diesen ausgebauchten Räumen durch eingehängte oder
eingelegte Teile abgegrenzt. Notfalls können diese Teile aus dem Behälter entfernt werden, wenn eine
Ortsveränderung notwendig wird, um dadurch das Gewicht zu verringern. Der Zweck dieser Einlagen ist
der, die äußerst dünne Wandstärke der Auskleidung gegen Beschädigungen durch das Band zu schützen,
wenn dieses reißt, aus der Mitte auswandert od. dgl. m.
In den Zeichnungen sind bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungsgedankens beispielsweise dar
gestellt.
45
Abb. 1 zeigt einen senkrechten Längsschnitt;
Abb. 2 bis 5 sind senkrechte Querschnitte;
Abb. 2 a ist ein Teilschnitt des Randes.
Der Behälter 1 weist, wie insbesondere auch aus Abb. 2 ersichtlich, in der senkrechten Ebene einen
kreisförmigen Querschnitt auf, der dem Behälter bereits große Verwindungs- und Biegesteifigkeit vermittelt.
Das gleiche ist der Fall, wenn an Stelle des kreisförmigen Querschnittes ein ovaler Querschnitt
(Abb. 4) verwendet wird, der beispielsweise dadurch erzielt werden könnte, daß für den Bodenabschnitt ein
Kreis mit großem Durchmesser, für die Seitenwände Kreise mit geringem Durchmesser angewendet würden,
wobei die Kurvenformen kontinuierlich ineinander überzugehen hätten. Die Enden des Behälters
werden mit in sich gekrümmten Wänden 2 verschlossen, wozu in ganz besonders zweckmäßiger Weise Abschnitte
von üblichen Kesselboden verwendet werden können, die an die Enden angeschweißt werden.
Die Behälterränder sowohl an den Längswänden als auch an den Endwänden sind im gewählten Beispiel,
wie bei 3 angedeutet, umgebördelt und tragen zur Erzielung der Knick- und Verwindungssteifigkeit bei.
An Stelle einer Umbördelung kann auch ein Versteifungsrand ausgeschweißt werden. Eine solche Versteifung
könnte beispielsweise die in Abb. 2 a angedeutete Form aufweisen. An der Behälterwand 1 ist
am oberen Rand 4 eine kastenförmige Verstärkung 5 aus Blech angeschweißt, wobei der untere Teil bei 6
an der Behälterwand angeheftet ist.
Wie aus Abb. 1 ersichtlich, sind Winkelprofile 7 als
außen angesetzte Versteifungsrippen vorgesehen. Je nach Länge des Behälters können mehr oder weniger
solche Versteifungsrippen 7 vorgesehen werden. Auch andere Formen der Versteifungsrippen sind möglich,
so beispielsweise hochkant gestellte Bleche oder auch T- bzw. Doppel-T-Pronle.
Mindestens zwei dieser Versteifungsrippen sind, wie bei 8 angedeutet, mit radialen Versteifungen 9 versehen,
die außerdem Nasen 10 od. dgl. aufweisen, an denen das Traggeschirr 11 eines Kranes angreifen
kann (Abb. 3). Die Form dieser Rippen 8 stellt sicher, daß beim Anheben der Behälter nicht radial zusammengedrückt
werden kann.
Die Auskleidung des Behälters besteht, wie in Abb. 2 angedeutet, aus einzelnen Segmentsteinen 12,
die, wie bei 13 angedeutet, gegen die "VeTsTäfkung 5
sowie gegeneinander verspannt sind. In an sich bekannter Weise wird für die Auskleidung ein Aufbau
gewählt, der aus einer aufgespritzten gummiähnlichen säurefesten Schicht besteht, auf die die Segmentsteine
aufgekittet werden. Auf die erste Schicht aeF Steine
oder Platten wird wiederum eine Kittschicht aufgebracht und sodann die nächste SchichT~äufgelegt und
verspannt.
Der Behälter gemäß der Erfindung ist infolge des gewählten Aufbaues derart verwindungs- und biegesteif,
daß er auf drei Betonblöcke 14 gelagert und von seinem Standort ohne Beschädigung zu einem Ort
transportiert werden kann, wo eine Reparatur ohne Störung der gesamten Bandbeizanlage möglich ist.
Das kontinuierlich durch den Behälter hindurchlaufende zu beizende Band nutzt nur einen Raum aus, der
rechteckigen Querschnitt hat, wie in Abb. 5 bei 15 angedeutet. Es besteht aber die Gefahr, daß das kontinuierlich
laufende Band aus der Achsmitte abwandert oder daß es reißt und infolgedessen mit dem ausgebauchten
Boden 16 oder den ausgebauchten Seitenwänden 17 in Berührung gerät, was zu einer Zerstörung
der Auskleidung führen kann. Diese ungenutzten Räume in den Ausbauchungen werden durch eingelegte
oder eingehängte Teile 18 gegen den eigentlichen Behandlungsraum 15 abgegrenzt. Diese Teile 18 in Form
von Balken, Streifen od. dgl., die bei 19 gegeneinander verstrebt werden, können aus rost- oder säurebeständigem
Stahl, Holz oder noch zweckmäßiger aus einem Kunststoff, beispielsweise Polyvinylchlorid, hergestellt
sein. Die Teile können entweder lose eingehängt bzw. eingelegt sein; es ist aber auch möglich, sie gleichzeitig
mit der keramischen Auskleidung anzubringen und in dieser zu verankern.
Claims (7)
1. Auswechselbarer, im horizontalen Schnitt ein langgestrecktes Rechteck bildender, mit korrosionsfester,
vornehmlich keramischer Auskleidung versehener Behälter für das kontinuierliche Bandbeizen,
gekennzeichnet durch eine im vertikalen Schnitt kreisförmige und/oder ovale Begrenzung
sowie durch Umbördelungen oder Anschweißungen von verstärkten Rändern.
2. Behälter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch außen angelegte Versteifungsrippen.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen aus hochkant gestelltem
Blech bestehen.
4. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippen aus Winkel-, T- oder Doppel-T-Profilen
bestehen.
5. Behälter nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Rippen radiale
Versteifungen aufweisen, die, mit Nasen od. dgl. versehen, dem Anhängen an Hebevorrichtungen
dienen.
6. Behälter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus dünnen kreissegmentartigen
Platten, vorzugsweise aus keramischem Werkstoff, der Schutzauskleidung gegen den versteiften
Behälterrand untereinander verspannt sind.
7. Behälter nach Anspruch 1 bis 6rUa3urch gekennzeichnet,
daß der nutzbare Behälterraum durch eingehängte oder eingelegte Teile gegenüber den
ausgebauchten Räumen abgegrenzt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Vogel, Otto, »Handbuchder Metallbeizerei«, 1951, Bd. II, S. 96.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 577/400 7.59
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED22622A DE1061595B (de) | 1956-03-24 | 1956-03-24 | Auswechselbarer Behaelter fuer das kontinuierliche Bandbeizen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED22622A DE1061595B (de) | 1956-03-24 | 1956-03-24 | Auswechselbarer Behaelter fuer das kontinuierliche Bandbeizen |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1061595B true DE1061595B (de) | 1959-07-16 |
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|---|---|
| DE (1) | DE1061595B (de) |
-
1956
- 1956-03-24 DE DED22622A patent/DE1061595B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
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