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DE1060800B - Verfahren zur Abdichtung und Befestigung von Boeden - Google Patents

Verfahren zur Abdichtung und Befestigung von Boeden

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Publication number
DE1060800B
DE1060800B DEZ6045A DEZ0006045A DE1060800B DE 1060800 B DE1060800 B DE 1060800B DE Z6045 A DEZ6045 A DE Z6045A DE Z0006045 A DEZ0006045 A DE Z0006045A DE 1060800 B DE1060800 B DE 1060800B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
emulsion
bitumen
soil
waste liquor
floors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ6045A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Albert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Original Assignee
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zellsloff Fabrik Waldhof AG filed Critical Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Priority to DEZ6045A priority Critical patent/DE1060800B/de
Priority to CH5700258A priority patent/CH379412A/de
Priority to LU35882A priority patent/LU35882A1/de
Publication of DE1060800B publication Critical patent/DE1060800B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders
    • E01C7/22Binder incorporated in hot state, e.g. heated bitumen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/40Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing mixtures of inorganic and organic compounds
    • C09K17/48Organic compounds mixed with inorganic active ingredients, e.g. polymerisation catalysts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

  • Verfahren zur Abdichtung und Befestigung von Böden In der Technik besteht vielfach die Aufgabe, Böden abzudichten oder zu befestigen. Meist handelt es sich hierbei darum, daß der Boden wasserundurchlässig werden soll. Dies ist beispielsweise wichtig für den Straßenbau, da durch Eindringen von Wasser im Winter an Straßen erhebliche Frostschäden entstehen, oder auch für den Bau von Talsperren durch Aufschüttung, bei denen sowohl der Damm selbst als auch der Untergrund wasserdicht sein müssen. In anderen Fällen handelt es sich darum, Böden zu verfestigen, beispielsweise bei der Anlage von Rollbahnen auf Flugplätzen. Man hat bisher für diese Zwecke den Boden mit verschiedenen Mitteln abzudichten oder zu verfestigen versucht, beispielsweise auch mit Bitumenemulsionen. Man mußte diese, um überhaupt einen gewissen Effekt zu erzielen, in möglichst dichter Konsistenz in den Boden einbringen. Im Straßenbau war es hierfür üblich, das Profil auf die erforderliche Tiefe auszuschachten, in großen Mischmaschinen eine Mischung des zur Herstellung des Unterbaues verwendeten Rohmaterials mit der Bitumenemulsion herzustellen und diese Mischung alsdann in die Baugrube einzufüllen. Bei diesem Verfahren war es nun aber natürlich nicht möglich, die auf umständlichem Wege eingebrachte Emulsion wieder zu brechen, so daß der Effekt des Dichtungsmittels später oder früher wieder unwirksam gemacht wurde. Bei der Oberflächenbearbeitung von Böden, beispielsweise bei der Herstellung von Rollbahnen auf Flugplätzen, hat man daher auch schon versucht, an Stelle der Mischung des Bodens mit der Bitumenemulsion in einem besonderen Großmischer den Boden mit Hilfe von Bodenfräsen aufzulockern und mit der Emulsion zu mischen. In einem zweiten Arbeitsgang wurde dann ein Mittel zum Brechen der Emulsion auf demselben Wege eingemischt, beispielsweise bei Verwendung von Seifen als Emulgiermittel durch Einbringung von Kalksalzen.
  • Abgesehen davon, daß dies einen besonderen Arbeitsgang erfordert, zeigten diese Verfahren den großen Nachteil, daß bei der Einmischung der Kalksalze eine sofortige Ausfällung von Kalkseifen stattfand, wodurch die Brechung der Emulsion nur ungleichmäßig und unvollkommen erfolgte. Vor allem aber wurde durch die nochmalige Auflockerung und Durchmischung des Bodens gleichzeitig mit der Brechung der Emulsion die innige Verbindung zwischen den Einzelteilen des Bodens und des Dichtungsmittels, die für die Dichtungswirkung wesentlich ist, wieder zerstört.
  • Man hat sich daher bereits bemüht, elastische Abdichtungen unter Verwendung von Bitumenemulsionen vorzunehmen, wobei man die ein Dispergiermittel enthaltende Bitumenemulsion mit einem Koaguliermittel zusammenbrachte, das für eine Brechung der Emulsion an der gewünschten Stelle sorgte. Hierbei war es möglich, die Bitumenemulsion in verhältnismäßig einfacher Weise, beispielsweise mittels Sonden oder schmaler Gräben, in den Boden einzubringen, wobei die Dispergierwirkung des Emulgiermittels nach der Einbringung der Mischung in den Boden aufgehoben wurde und durch die erfolgende Koagulation die Abdichtung des Bodens erfolgte.
  • Teils suchte man diese Aufhebung der Dispergierwirkung durch gasförmige Substanzen, wie Schwefeldioxyd, Ammoniak usw., herbeizuführen, die nach Einbringung der Dispersion in den Boden gepumpt werden sollten. Dies bedingte jedoch einen zusätzlichen Arbeitsgang; zudem war die Anwendung der fraglichen Gase in den erforderlichen Mengen unter bei den hier in Rede stehenden Verwendungszwecken unpraktisch und unerwünscht, zumal es sich meist um recht aggressive Substanzen handelte. Man hatte daher auch schon den Bitumenemulsionen vor ihrer Einbringung in den Boden Koaguliermittel zugesetzt, die eine zeitlich gesteuerte Brechung der Emulsion herbeiführen sollten. Als solche Koaguliermittel wurden hydrolysierbare Ester, wie Methylformiat, oder auch öllösliche kationisch oberflächenaktive Stoffe von Molekulargewichten über 300, insbesondere organische Basen, wie quaternäre Ammoniumbasen oder primäre, sekundäre und tertiäre Amine, oder deren Salze verwendet. Einerseits handelt es sich hierbei jedoch meist um recht teure Substanzen, deren Anwendung auch in kleinen Verhältnissen bei den hier in Frage kommenden Mengen unerwünschte oder gar untragbare Kosten bereitete. Vor allem aber konnte der mit allen diesen bekannten Mitteln erzielte Effekt nicht befriedigen, so daß sich trotz der Bedeutung der zu lösenden Aufgabe keines dieser bekannten Mittel in die Praxis einführen konnte.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, Böden in einfacher und tatsächlich einwandfreier Weise unter Verwendung von Bitumenemulsionen abzudichten, die ein Emulgiermittel und eine die Koagulation fördernde Substanz enthalten, wenn man als Emulgiermittel Sulfitablauge aus der Zellstoffabrikation - und als die Koagulation fördernde Substanz ein Oxydationsmittel verwendet. Es ist hierdurch möglich, die Brechung der Emulsion zeitlich in gut beherrschbarer Weise zu steuern, wodurch eine einfache und trotzdem gleichmäßige Einbringung und Verteilung der Bitumenemulsion in den Boden und eine Verfestigung derselben in ihm unter Abdichtung des Bodens gewährleistet wird. Diese mit der Erfindung gegenüber allen bekannten Mitteln iiberraschenderweise erzielte überlegene Wirkung kommt dadurch zustande, daß hier ein doppelter Effekt auftritt; Einerseits wird die Emulgierwirkung der Ablauge durch das Oxydationsmittel aufgehoben, andererseits wird die Ablauge hierbei geliert. Dadurch wird nicht nur die Verfestigung der Emulsion in überraschend günstiger Weise gefördert, sondern zugleich wird die Masse des Dichtungsmittels um das Ablaugegel vermehrt. Hierdurch tritt nicht nur ein erheblich besserer Effekt ein, sondern es kann auch an Dichtungsmitteln gespart werden. Ferner und vor allem erhält die Dichtung auch eine gewisse Elastizität, wodurch sie gegen das Arbeiten des Bodens und gegen andere zerstörende Wirkungen widerstandsfähig wird. Durch die Erfindung werden also gleichzeitig mehrere unerwartete und besonders günstige Wirkungen erzielt, so daß die gestellte Aufgabe durch die Erfindung erstmalig einwandfrei gelöst wird.
  • Als Dichtungsmittel kommen beliebige Bitumenpräparate, wie Teere, Peche, Naturasphalte, destillierte, geblasene und verschnittene Bitumina, in Frage.
  • Die als Dispergiermittel verwendete Sulfitablauge kann beliebiger Natur und Herkunft sein. Beispielsweise kommt sowohl Nadelholz- als auch Laubholzsulfitablauge in Frage. Sie kann ungereinigt sein, kann aber auch durch Reinigungsmethoden von einem Teil ihrer kationischen Bestandteile, beispielsweise Kalk, oder anderen Stoffen befreit sein. Sie kann vergoren oder unvergoren sein. In manchen Fällen ist es zweckmäßig, Fraktionen von durch Fällung fraktionierter Sulfitablauge zu verwenden, Oft wird man zweckmäßig die Ablauge durch Eindampfen konzentrieren oder gar trocknen, was insbesondere ihren Versand erleichtert.
  • Erfindungsgemäß kommen als Zusätze zu der Emulsion beliebige Oxydationsmittel in Frage. Zweckmäßigerweise verwendet man-sechswertige Chromverbindungen, wie insbesondere Natriumbichromat.
  • Doch auch vierwertige Bleiverbindungen oder Perverbindungen, beispielsweise Persulfate und Permanganate, sind geeignet. Sowohl die Menge der auf die Einheit Boden zu verwendenden Bitumenemulsion als auch die mengenmäßige Zusammensetzung derselben sind in weiten Grenzen variierbar. Die Menge der Emulsion hängt von verschiedenen Faktoren, wie der Beschaffenheit des Bodens, insbesondere der Korngröße, beim Talsperrenbau auch von dem hydrostatischen Druck, dem der gedichtete Boden ausgesetzt wird, ab. In den meisten Fällen sind Zusätze zwischen 5 und 20 °/o ausreichend. Unter günstigen Verhältnissen kommt man eventuell auch mit geringeren Mengen aus. Nach oben hin setzen die Kosten einem beliebig hohen Zusatz eine Grenze.
  • Auch beim Zusatz der Sulfitablauge zu dem Bitu men wird man sich bemühen, mit möglichst geringen Mengen auszukommen. Im iibrigen richten sich diese nach der Art des Bitumens und der Sulfitablauge so- wie nach den sonstigen Gegebenheiten des Einzelfalles.
  • Im allgemeinen kommen Mengen zwischen 5 und 50°/o, berechnet als Ablauge Trockensubstanz je Gewichtseinheit Bitumen, in Frage. In den meisten Allen sind Zusätze zwischen 10- und 30v'/o zweckmäßig.
  • Zur zeitlichen Steuerung der Brechung der Emulsion kann man, unter Berücksichtigung der Art der Sulfitablauge und des Oxydationsmittels, von der Wahl des Verhältnisses dieser beiden ausgehen. Bei Verwendung von Oxydationsmitteln, die im sauren Bereich reagieren, wie sechswertigen Chromverbindungen, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, den zeitlichen Ablauf der Reaktion durch die vorherige Einstellung des p-Wertes zu steuern. Zweckmäßig setzt man hierzu- der Emulsion zu einem bestimmten Zeitpunkt vor ihrer Anwendung das Oxydationsmittel und die erforderliche Menge einer Säure oder eines sauren Salzes zu.
  • Man hat es in der Hand, durch geeignete Wahl der Zusammensetzung der verwendeten Mischung unter Mitberücksichtigung physikalischer Faktoren, wie der herrschenden Temperatur, die Zeit der Brechung der Emulsion in bestimmten Grenzen zu variieren und danach den Zeitpunkt der Herstellung bzw. Anwendung der Emulsion zu bestimmen, den man entsprechend dem Zeitpunkt der gewünschten Verfestigung des Dichtungsmittels wählt. Dieser wiederum richtet sich nach der Tiefe der Einbringung und damit nach der Dauer des Einführungsvorganges, nach etwaiger Wasserführung des zu behandelnden Bodens und nach den übrigen Umständen des Einzelfalles.
  • Durch die Erfindung gelingt -es, in einfacher und zuverlässiger Weise Böden derart abzudichten, daß der mit einfachen Mitteln eingebrachte Dichtungsstoff eine einwandfreie Verfestigung des Bodens herbeiführt und nicht wieder durch Sickerwasser und ähnliche Einflüsse entfernt werden kann.
  • Sowohl bei der Oberflächenbehandlung von Böden, beispielsweise bei der Anlage von Flugplatz-Rollbahnen, als auch bei der Herstellung von Straßenunterbauten kann erfindungsgemäß die vor ihrer Anwendung entsprechend eingestellte Bitumenemulsion in einfacher Weise, sei es mittels einer Bodenfräse oder auch einer gesonderten Mischanlage, in den Boden eingebracht werden, ohne daß es erforderlich ist, durch zusätzliche Arbeitsgänge für eine Brechung der Emulsion zu sorgen oder sich gar mit dem späteren Unwirksamwerden des Dichtungsmittels abfinden zu müssen. Durch das Oxydationsmittel tritt in verhältnismäßig kurzer, vorher einstellbarer Zeit eine Gelierung der Sulfitablauge ein, wobei diese zum großen Teil wasserunlöslich wird. Hierdurch verliert sie ihre Dispergierwirkung, und das Bitumen haftet an der Stelle im Boden, an die es beim Einbringen der Emulsion gelangte, also in gleichmäßiger Verteilung.
  • Zudem hat die Erfindung in diesen Fällen den Vorteil, daß beim Walzen der gedichteten Bodenschicht infolge der Brechung der Emulsion das Wasser derselben hinausgepreßt wird. Es kann also schnellstens ablaufen oder entfernt werden, während man bei den bisher bekannten Verfahren warten mußte, bis es verdunstet war, was natürlich längere Zeit dauerte. Durch die Erfindung wird der Boden so dicht, daß Regenwasser oder Sickerwasser nicht eindringen kann, wodurch beispielsweise Frostschäden im Winter verhindert werden. In vielen Fällen kann man die Erfindung mit Vorteil auch so anwenden, daß man die Bitumenemulsion mit geeigneter Konsistenz durch Sonden in den Boden einpreßt. Dieses Verfahren ist beispielsweise in Fällen angebracht, wo eine Straße auf sandigem Untergrund verlegt werden soll. Hier läßt sich der Kies oder Sand ohne komplizierte und teure Ausschachtungsarbeiten durch die Erfindung abdichten und verfestigen, wodurch gleichzeitig die erforderliche Höhe für den eigentlichen Straßenunterbau verringert wird.
  • Eine besonders wichtige und vorteilhafte Anwendung findet die Erfindung beim Bau von Talsperren durch Schüttung. Ein Hauptproblem war hierbei bisher stets die erforderliche Abdichtung der Bauten, und zwar sowohl des Talsperrendammes selbst als auch des Untergrundes. Ein Vorteil geschütteter Talsperren gegenüber massiven Sperrmauern besteht darin, daß man nicht bis auf gewachsenen Fels zu gründen braucht. Dieser Vorteil ging bisher bei den bekannten Verfahren zum wesentlichen Teil dadurch wieder verloren, daß man, um ein Durchsickern des unter Druck stehenden Sperrenwassers unter dem Sperrdamm zu verhindern, in den Grund einen bis auf den gewachsenen Fels reichenden Graben ausschachten mußte, der mit Ton oder ähnlichem dichtem Material gefüllt wurde und der so breit sein mußte, daß er dem hydrostatischen Druck des Staues standhielt und überdies auch durch das Arbeiten des Bodens unter dem Sperrdamm nicht beeinträchtigt wurde. Eine unelastische Abdichtung, etwa durch Zement, ist in diesen Fällen nämlich nicht möglich, da der Boden unter dem Damm arbeitet und durch die hierbei auftretenden gewaltigen Kräfte einen derartigen Bau wieder zerstören würde.
  • Man ist daher gezwungen, die Bodenabdichtung mit elastischen Mitteln vorzunehmen.
  • Durch die Erfindung läßt sich nun die Abdichtung des Untergrundes in viel einfacherer Weise vornehmen. Es genügt, einen verhältnismäßig schmalen Graben auszuheben, von dem aus die Bitumenemulsion in den Boden eingebracht wird, wo sie durch Brechung der Emulsion erhärtet und hierbei den Boden zugleich abdichtet und verfestigt. Am einfachsten geschieht dies, indem man den Graben mit einem Gemisch von Sand und Emulsion füllt. In manchen Fällen ist es jedoch auch möglich, die Emulsion mit Hilfe von Sonden in den Boden einzubringen. In ähnlicher einfacher Weise kann auch der Sperrdamm selbst abgedichtet werden. Hierbei erzielt man durch die Erfindung zugleich den Vorteil, daß die Abdichtung in einer elastischen Weise erfolgt und infolgedessen durch das Arbeiten des Bodens keinen Schaden erleidet.
  • PATENTANSPOCHE: 1. Verfahren zum zeitlich steuerbaren Abdichten und Verfestigen von Böden mit Bitumenemulsionen, die ein Emulgiermittel und eine die Koagulation fördernde Substanz enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man als Emulgiermittel Sulfitablauge und als die Koagulation fördernde Substanz ein Oxydationsmittel anwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt der Bitumenemulsion an 5 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 10 bis 30 Gewichtsprozent Sulfitablauge, als Trockensubstanz berechnet und auf das Bituinengewicht bezogen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxydationsmittel eine Verbindung des sechswertigen Chroms, vorzugsweise Natriumbichromat, verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bitumenemulsion eine Säure oder ein saures Salz zugesetzt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 301 826, 455 520, 612 494; USA.-Patentschrift Nr. 2378 235.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE455520C (de) * 1924-05-20 1928-02-03 Otto Faust Dr Verfahren zur Herstellung kolloider Loesungen
DE612494C (de) * 1931-10-28 1935-04-25 Bataafsche Petroleum Verfahren zum Dichtmachen oder Verfestigen von durchlaessigen oder losen Bodenschichten, wie Sandboeden, und sonstigen poroesen Massen
US2378235A (en) * 1942-09-15 1945-06-12 Shell Dev Process for ground fixation

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