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DE1709393A1 - Verfahren zur festigung und abdichtung nichtkompakter materien, insbesondere wasserfuehrender erdmassen durch injektion - Google Patents

Verfahren zur festigung und abdichtung nichtkompakter materien, insbesondere wasserfuehrender erdmassen durch injektion

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Publication number
DE1709393A1
DE1709393A1 DE19651709393 DE1709393A DE1709393A1 DE 1709393 A1 DE1709393 A1 DE 1709393A1 DE 19651709393 DE19651709393 DE 19651709393 DE 1709393 A DE1709393 A DE 1709393A DE 1709393 A1 DE1709393 A1 DE 1709393A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
emulsion
coagulation
solution
bitumen
compact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651709393
Other languages
English (en)
Inventor
Ivo Hofbauer
Josef Novak
Gustav Dr Ing Sebor
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCHDRUZENI KAMENOUHELNYCH DOLU
Original Assignee
SCHDRUZENI KAMENOUHELNYCH DOLU
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SCHDRUZENI KAMENOUHELNYCH DOLU filed Critical SCHDRUZENI KAMENOUHELNYCH DOLU
Publication of DE1709393A1 publication Critical patent/DE1709393A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/001Improving soil or rock, e.g. by freezing; Injections
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/14Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing organic compounds only
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D19/00Keeping dry foundation sites or other areas in the ground
    • E02D19/06Restraining of underground water
    • E02D19/12Restraining of underground water by damming or interrupting the passage of underground water
    • E02D19/18Restraining of underground water by damming or interrupting the passage of underground water by making use of sealing aprons, e.g. diaphragms made from bituminous or clay material
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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    • E02D3/12Consolidating by placing solidifying or pore-filling substances in the soil

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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Consolidation Of Soil By Introduction Of Solidifying Substances Into Soil (AREA)

Description

S Hannover, Abbestr. 20, Tel 83 4530 Dr.J/A
Aktenzeichen: P 17 09 393-5-25
Anmelder : odruzeni...
Mein Zeichen: 9820 A
Verfahren zur Festigung und Abdichtung nichtkompakter f
Materien, insbesondere wasserführender Erdmassen durch
Injektion
Der Kampf gegen das Vordringen aggressiven Wassers bei der Durchkreuzung wasserführender Erdmassen, gegen Undichtigkeit und geringe Tragfestigkeit dieserErdmassen, gegen Schwimmsand und quellende Tone bildet bei dem Ausbau und (| bei der Erhaltung von Grubenbauten ein schwieriges techni- ι sches Problem. Das gilt überhaupt im allgemeinen von Injektionen nichtkompakter Materien zum Zwecke ihrer Festigung.
Eines dieser Mittel, das zur Festigung der Erdmassen führt und das -hinwirken von aggressivem Wasser auf die Grubenausbauten verhindert, ist die Injektion, die durch geeignete Stoffe in Losungen oder Suspensionen unter Druck durchgeführt wird.
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Am meisten wird die Injektion mit einer ouspension von Zement in Wasser angewendet. Auf diese Art ist es aber nur möglich Schotter und gröberen Jand, wo der Kapillarwiderstand überwunden werden kann, erfolgreich abzudichten. Sind aber bei der Injektion mit Zementsuspension oder Zementmörtel die Hohlräume nicht genügend groß, so bilden die Zementkörner eine Membrane, die ein weiteres Vcfflringen des Injektionsmaterials in die Erdmassen verhindert.
Bei diesem Vorgang ist daher große Aufmerksamkeit der Korn-P größe des Sandgemenges und dem Koeffizienten Wasser zu ^ widmen, denn von der Zusammensetzung der suspension hängt der Erstarrungsprozess und die Festigkeit des Betons ah. Eine weitere Bedingung für eine erfolgreiche Injektion mit der Zementsuspension ist die Geschwindigkeit des strömenden Grundwassers, die nur max. 0,1 cm/sek. betragen darf; bei einer größeren Geschwindigkeit des strömenden Wassers findet die Koagulation der Zementsuspension nicht statt. Die Grenze der Verwendbarkeit der Injektion mit Zementsuspension liegt bei 5 P& des Grundwassers. Die Zementsuspension ist auch nicht bei Auftreten von aggressiven Wassers anwendbar, denn durch Einfluß desselben wird der
* Zement angegriffen und mit der Zeit zerfällt derselbe, was wieder das Durchsickern des Wassers in die Grubenaus-
* bauten zur l?olge hat.
Eine weitere Art der Injektion ist die mit Tixotroper Suspensionen, die, solange sie sich nicht absetzen, flüssig sind, Nach dem Absetzen gehen sie in die gelartige Prom über. Zum Abdichten der Erdmassen benütz t man einerseits fein gemahlenen Ton, bei dem die Korngröße kleiner als beim Zement ist,
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andererseits eine Suspension von Bentonit, der mit Wasser vermischt sein Volumen um ein Vielfaches vergrößert. Diese Art setzt jedoch begrenzte hydrogeolofilsche Bedingungen voraus· Auch die Zeitdauer des Erstarrens des injektierten Materiales ist lang.
Bei der chemiechen Injektion benützt man Lösungen von alkalischen Silikaten, die schon in kürzester Zeit Gele bilden. Diese Art ist aber nur zum Abdichten von kleineren Hohlräumen bei geringem Wasserzufluss anwendbar, denn das bei der öilikation der Erdmassen gebildete Kalziumsilikat 'M ist in Wasser nicht vollständig unlöslich, nie i?olge davon ist, daß sich der Wasserzufluß mit der Zeit erneuert, so daß * der Zweck der Injektion vereitelt ist.
Außer Hineralstoffen werden zum Abdichten des durchsickernden Wassers auch bitumniöse otoffe verwendet, die nach dem Erstarren oder Koagulieren die Poren ausfüllen und auch gegen aggressives Grubenwasser widerstandsfähig sind.
Bei der Injektion mit heißem Bitumen oder Pech ist es wichtig, daß die Masse dünnflüssig ist und daß sich dieselbe % gut in die Poren der Erdmassen einpressen läßt. Das Bi- i
turnen wird deshalb ober Tage in zu diesem Zwecke besonders hergerichtete Einrichtungen auf eine Temperatur nach Art des Bitumens, von 120°ö bis 2000O erhitzt und in dünnflüssigem Zustand unter Druck mit Druckpumpen in das Bohrloch eingepreßt» Damit das geschmolzene Bitumen bis zuii Augenulick des Einpressens in dieErdmassen genügend flüssig bleibt, ist es bei größeren Tiefen nötig, die ganze Druckgarnitur d.i. Rohrleitungen, Pumpe und Bohrlöcher auf
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die nötige Temperatur elektrisch oder mit; heißem Heizöl o.a. zu erhitzen. Diese Art, die durch die daher gebrauchten Einrichtungen und Art der Durchführung technisch sehr anspruchsvoll ist und auch hohe Kosten verursacht, ist bei größerem Zufluss von Grubenwasser ungeeignet. Das heiße Bitumen oder das Pech erstarrt sofort bei der Berührung mit Wasser, so daß es unmittelbar hinter der Grubenmauer einen Stopfen bilden kann, der ein weiteres Vordringen des Bitumens in die Poren der Erdmassen verhindert. Hierzu kommt noch, daß sich bei der Berührung des heißen Bitu^mens mit Wasser in den Hohlräumen oder Poren der Erdmassen Wasserdampf entwickelt, der durch seinen Druck eine Vergrößerung der bestehenden evtl. neue Hisse verursachen kann. Zu einem verhältnismäßg schnellen Erstarren des Bitumens führt auch, ohne Gegenwart von Wasser, nur die Berührung mit dem Gestein.
Der Aktionsradius der Injektion ist deshalb verhältnismäßig klein und eine zusammenhängende Imprägnierung der Erdmassen resp. ein Ausfüllen weitentfernterer Poren mit heißem Bitumen ist unverläßlich und unkontrollierbar.
In manchen Fällen wurde deshalb zur Injektion Tixotrope Bitumensuspension verwendet, die bei normaler Temperatur ein teigähnliches Aussehen hat. Die Suspension von verschiedener Konsistenz wird durch Mechanisches Vermischen des geschmolzenen Bitumen in Kalk - oder Tonteig hergestellt.
Bitumensuspensionen werden auch manchmal dem Zementgemenge zugesetzt, um die Widerstandsfähigkeit des Injektionsmateriales gegen aggressive Grubenwässer zu erhöhen. Die Nachteile der Zementation sind durch die Zugabe der Bitumensuspension damit aber nicht beseitigt.
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Zur Injektion kann man in vereinzelten Fällen auch Bitumensuspension unverinischt verwenden. In solchen Fällen müssen aber die Hohlräume und Poren der Erdmassen wenigstens eine Zeit lang wasserfrei sein, denn der Koagulationsprozess ist bei diesem Material erst nach vollkommenem Verdunsten des Wassers beendet. Solange das in der Suspension enthaltene Wasser nicht verdunstet, was mehrere Stunden erfcniert, ist der Prozess reversibel, d.h. der ZufIusb des Grubenwassers würde vor der Beendigung der Koagulation der Bitumensuspension dieselbe aus den Hdiräumen und Poren der Erdmassen ausschwemmen.
Bekannt geworden ist auch das in der USA Patentschrift 2 JOO 325 beschriebene Verfahren. Dieses beruht in einer Impregnation der Unterlagen, gegebenenfalls der Massen durch oleophiles Kolloid in Gegenwart eines Lösungsmittels, welches mit dem oleophile Kolloid vereinigt wird, wobei dieses anschwillt und im Verlauf der Einführung in ein oleophobes Kolloid übergeht, welches auf der behandelten Oberfläche einen oleophoben -^iIm bildet. Anspruch 3 ist dann identisch mit Anspruch 2.
Im angegebenen Falle geht es also um eine Phaseänderung eines lyophilen Kolloxdes in ein oleophoben Kolloid bei Bildung eines oleophoben Filmes, welcher eine Isolationsschicht auf der behandelten Oberfläche bildet.
Diese Isolation ist nicht sehr dauerhaft, weil es bei einer chemischen Gleichgewichtsstörung zu einer Inversion des lyophoben Kolloides in lyophiles Kolloid kommen kann, gegebenenfalls zu seiner Verflüssigung.
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Die Nachteile der bisher bekannten Insektionsverfahren xür das Abdichten und die Festigung der Erdmassen resp. nichtkompakter Materien beseitigt das Verfahren nach der Abfindung bei welchen in die Hohlräume und Poren der Erdmassen fein verteiltes Bitumen in -^'orin einer Emulsion unter Druck gepreßt wird und auf die mit Elektrolyten eingewirkt wird. Die Koagulation dieser Bitumenemulsion, die zur Emulgierung die nötige Menge aktiver Stoffe enthält, verläuft durch die Einwirkung des Fällmittels (Elektrolyt) in entsprechender Konzentration sofort und ist zum Unterschiede von der lang andauernden, sukzessiven Koagulation der Bitumensus— pension ein nicht rückgängiger Prozess. Das aus der Emulsion abgespaltene Bitumen kann daher sofort mit wasser in Berührung kommen, ohne daß die Kompaktheit der injektierten Materie durch zufällige Einwirkung von Wasser angegriffen wird.
Zur Erhöhung der Plastizität des Injektionsmateriales kann man der Bitumenemulsion mit Vorteil natürlichen oder synthetischen Kautschuk in Form von Laüics zusetzen.
Der Koagulierte Bitumenkautschuk ist vollständig widerstandsfähig auch gegen hoch aggressives Wasser mit Gehalt an Sulfaten, freiem Kohlendioxyd, Chlor u.a.
Zur Verfestigung derErdmassen kann mnn auch Bitumen Laticesemulsion mit einer entsprechenden Dauer der Brechungszeit mit Zugabe von Füllmi teln, wie z.B. fein gemahlenes Kaolin, Kalkpulver, gemahlener Schiefer, Flugasche, faserförmigem oder fein gemahlenem Asbest, zerriebene oder gemahlene plastische Massen und Tone, Bentonit u.a. verwen-
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den. Von den plastischen Massen sind namentlich zerriebenes oder gemahlenes PVO und PE am geeignetsten.
Die Eigenschaften der Bitumen resp. Bitumen - Laticesemulsionen ohne oder mit Zugabe von Füllmitteln und die Möglichkeit ihrer augenblicklichen, nicht rückgängig zu machenden Koagulation ermöglichen die Verwendung dieser Erfindung auch bei großen Zufluß von aggressiven Grubenwasser, wie z.B. bei dem Ausfüllen von Kavernen, die sich hinter dem Grubenausbau infolge von iVasserdurchbrüchen u.a. bilden können.
Als !Fällmittel werden gewöhnlich Lösungen ent lic her Salze der zwei - oder dreiwertigen Elemente verwendet z.B. Kalziumchlorid oder Aluminiumsulfat. Zur Koagulation der schnell brechenden Bitumen oder Bitumenlaticesemulsion genügt manchmal auch nur Grubenwasser mit hohem Gehalt an Mineralsalzen.
Ein weiterer Vorteil dieser Erfindung besteht darin, daß die Brechungszeit der Bitumen oder Bitumen - Laticesemulsion durch die Art und Menge der Emulgatoren geregelt wer- . ^ den kann. Zum Dispergieren derBitumen bzw. Kautschukmasse ™ werden z.B. Naphtenseife, Kalium - oder Natriumhydroxyd- \
lauge, Lösungen von Natriumsilikat, Montanwachs, Kasein und weitere verwendet.
Hoher Grad der Dispersion des Bitumen evtl. des Kautschuks ermöglicht ein Eindringen der Emulsion in die feinsten Foren und Risse der Erdmassen. Die Möglichkeit der Eegu-
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lierung der Brechungezeit derEmulsion sichert eine gute Durchimprägnierung sowie auch die Ausfüllung der Hohlräume und Foren der Epdmassen auch in beträchtlichen Entfernungen und in großem Umkreis z.B. bis IO bis 20 und mehr Metern rom Injektion«ortθ entfernt· Zur Druckinjektion verwendet man geeignet angepaßte Kolbenpumpen mit oder ohne Membranen oder Schneckenpumpen oder ähnliche, die Materie in die Hohlräume und Foren der Erdmassen mit Hilfe einer Injektionenadel pressen.
Sie Injektionsnadel in bekannter einfacherAusführung kann dort angewendet werden, wo es sich um die Injektion von nichtkompakten Erdmassen mit stark mineralisiertem beträchtlichen Wasserzufluss handelt, das die Emulsion in erforderlicher Zeit in ihre Grundbestandteile spaltet d.i. Bitumen bzw. BitumenKautschuk mit oder ohne füllmittel und in das Emulgierungswaaser.
Für diesen Fall verwendet man zur Injektion Pumpen mit oder ohne Membranen, die Emulsion aus dem Vorratsbehälter saugen und unter bestimmten Druck in die Injektionsnadel pressen. Dieser Druck beträgt z.B. in wasserführenden Erd-
* massen 4-8 atü, kann aber auch bis 40 atü erreichen. Sind für die Injektion zur Spaltung der Emulsion durch
" Grubenwasser mit hohem Mineralgehalt keine Voraussetzungen gegeben, so ist es nötig, zur Brechung derEmulsion ein eigens dafür vorbereitetes Fällmittel zu benützen. Zu diesem Zweck werden ia gemessener Entfernung voneinander zwei einfache Nadeln normaler Type eingesetzt, wobei durch die eine die Emulsion und durch die andere das Fällmittel in die nichtkompakten Erdmassen gedrückt wird·
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£ine wesentliche Verbesserung des Insektionsverlaufes erzielt nan bei Verwendung einer Doppelinjektionenadel erfindungsgemäß, die das Fressen derEmulsion und des Fällmittels in die nichtkompakten E dmassen gleichzeitig oder in beliebig gewählten, voneinander unabhängigen Zeiträumen ermöglicht. Durch diese Verbesserung erhöht sich ungewöhnlich die Operationsaöglichkeit bei der Injektion bei Fällen von Havarie u.a. Auf der Zeichnung ist ein Beispiel so einer erfindungsfeemäßen Injektionsnadel abgebildet.
Me Doppelinjektionsnadel besteht im Grunde aus zwei inein- μ ander gesohobene Röhren. Durch die Imjektionsröhre 1 fließt die Emulsion, evtl. mit Kautschuklaticeszugabe und füll- "
mittel· Sie endet mit einer Schraubenmutter 2, welche Dichtungsgumiiisoheiben 3 festhält, die durch da» äußere Rohr zusammengedrückt werden· Dieses äußere Rohr ist mit Flügelschraube 5 versehen, mit deren Hilfe die Gummischeiben zusammengedrückt werden. Durch diesen Druck auf die Gummischeiben vergrößert sich ihr Durchmesser. Dadurch wird eine vollkommene Abdichtung des Bohrloches erziel;. uad das auch im Verlaufe der Injektion bei hohem Drucke· Ins Innere der Röhre 1 reicht eine Röhre 6 für das fällmittel, die am Ende mit einem Rückschlagventil versehen , ist UBd in die Imjektionsröhre so eingeschoben ist, daß %
es mit «einem mit Ventil νeraehernen Side aus dieser Röhre j
herausragt.
Bei der Durchführung der Injektion wird gewöhnlich so verfahren, daß mit der Druckpumpe mit oder ohne Membrane in die Doppelnadel zuerst Emulsion bei geschlossener Röhre für dasFällmittel gedrückt wird. Erst nach der Druckimprägnierung und Ausfüllen der Hohlräume und Poren der nicht-
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koapakten Erdmassen mit Emulsion, wird diese durch das Fällmittel gespalten, welch letzteres in die geöffnete Röhre mit Rückschlagventil aus dem Druckbehälter bei geschlossenem Zufluß der Emulsion gepreßt wird.
Es ist aber auch möglich, in die Erdmassen oder andere nichtkompakte Massen Emulsion gleichzeitig mit dem Fällmittel zu pressen. In Ausnahmefällen kann auch umgekehrt verfahren werden und zwar so, daß man die zu injektierende Materie zuerst mit dem fällmittel sättigt und erst dann in dieselbe die Emulsion einpreßt· Der richtige technologische Verlauf wird durch die hydrogeologischen Verhältnisse der zu injektierenden nichtkompakten Erdmassen bestimmt·
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Claims (1)

  1. * lilt
    Patentanwalt *t 28.6.1972
    . Phy$. Dr. Weither Junius j,
    annover AM* 20 TL 13 46» *
    Hannover, AM**. 20, TeL 13 46»
    Aktenzeichen: P 17 09 393.5-23 Anmelder : Sdruzeni... Hein Zeichen: 9820 A
    Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Injektion nichtkompakter Materien ins-
    besonders wasserführender Erdmassen zum Zwecke ihrer I
    Festigung und Abdichtung
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in die angeführten Materien eine unter de« Einfluß des Fällmittels zerfallende Bitumenemulsion Gedrückt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß in die nichtkompakten Materien die Bitumenemulsion und das Fällmittel gleichzeitig gepreßt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Fällmittel erst nach der Sättigung der nichtkompakten Massen mit Bitumenemulsion gedrückt wird.
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    Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Bitumenemulsion in die nichtkompakten Lassen
    gedruckt wird, die mit einer jjösung gesättip^t ist, die
    den Charakter eines Fällmittel hat.
    5. Veri'ahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
    daß man eine Teer- oder Bitumenemulsion mit Zusatz von Kautschuklatices verwendet.
    P o. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet,
    daß man eine Emulsion verwendet, die Beimischungen von mineralen Fällmitteln, besonders Kalkstaub, gemahlener Kaolin oder ocniefer, Flugasche von den Rauchgasen, faserigem oder fein gemaüenem Asbest, gemahlenem Ton und besonders Bentonit enthalt.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5 oder 6, dadurch gekenneeichnet,
    daß man eine Emulsion verwendet, die organische Füllmitt-1, namentlich Polyvinehlorid, Polyethylen oder Polyamid enthält.
    8. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
    daß auf die in die nichtkompakten Materien gedruckte Emulsion Wasser mit hohem Gehalte an Mineralien einwirkt.
    3 O 9 8 2 1 Ϊ® 3 B B -3-
    9. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7> dadurch gekennzeic linet,
    daß zur Koagulation eine Lösung von Kalziumchlorid verwendet wirl.
    10. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7i dadurch gekennzeichnet,
    daß zur Koagulation eine Lösung von Aluminiumsulfat verv/endet wird.
    IL. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7>
    dadurch gekennzeichnet, ™
    daß zur Koagulation eine Lösung von KaLziuaiacebab verwendet wird.
    12. Verfahron nach irg ndeinem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
    daß zur Koagulation eine Lösung von Kaiziumnitrat verwendet wird.
    13. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7j ί
    dadurch gekennzeichnet, > i
    daß zur Koagulation eine LSsung von Natriumchlorid verwendet wird.
    Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
    daß zur Koagulation eine Lösung von Kaliumchlorid verwendet wird.
    309821/0358
    If
    L e e r s e ι \ ο
    i »
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