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DE1060372B - Verfahren zum Reinigen von Rohnaphthalin aus Steinkohlenteer in Gegenwart fester Katalysatoren - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Rohnaphthalin aus Steinkohlenteer in Gegenwart fester Katalysatoren

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Publication number
DE1060372B
DE1060372B DEK32251A DEK0032251A DE1060372B DE 1060372 B DE1060372 B DE 1060372B DE K32251 A DEK32251 A DE K32251A DE K0032251 A DEK0032251 A DE K0032251A DE 1060372 B DE1060372 B DE 1060372B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
naphthalene
catalyst
oxide
reactor
freezing point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK32251A
Other languages
English (en)
Inventor
Woodrow Ernest Kemp
Margaret Jean Waldron
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beazer East Inc
Original Assignee
Koppers Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koppers Co Inc filed Critical Koppers Co Inc
Publication of DE1060372B publication Critical patent/DE1060372B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Rohnaphthalin aus Steinkohlenteer in Gegenwart fester Katalysatoren Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf die Reinigung von Naphthalin, wie es bei der destruktiven Destillation von Kohle erhalten wird, insbesondere eines solchen bereits teilweise gereinigten Naphthalins, wobei die mit diesem Naphthalin vorkommenden Verunreinigungen bei erhöhten Temperaturen in Gegenwart eines festen Katalysators unter Bildung von Reaktionsprodukten von im wesentlichen kleinerem Molekulargewicht zersetzt werden, während das Naphthalin im wesentlichen unverändert bleibt, und das Naphthalin danach von den Reaktionsprodukten abgetrennt wird.
  • Technisch reines Naphthalin ist ein Naphthalin mit einem Erstarrungspunkt von 79,60 C, welches nur Spuren von Schwefelverbindungen, Cumarin und keine ungesättigten Kohlenwasserstoffe und keine Phenole oder Teerbasen enthält, ein weißes Aussehen besitzt und weiß über eine längere Zeit verbleibt. Normalerweise wird Naphthalin dieser Reinheit für die Herstellung von Farbstoffzwischenprodukten, wie z. B. Naphthole verlangt. Andererseits besteht für ein Naphthalin von einem Erstarrungspunkt bei 780 C eine beträchtliche Nachfrage für die Oxydation zu Phthalsäureanhydrid.
  • Naphthalin wird im allgemeinen bei der fraktionierten Destillation von Steinkohlenteer erhalten, welcher ein Nebenprodukt einer Verkokungsanlage sein kann. Die Beschaffenheit des Rohnaphthalins aus der Steinkohlenteerdestillation liegt zwischen der eines öligen halbfesten Produkts, dessen Erstarrungspunkt in der Nähe von 500 C sein kann, und der eines mehr oder weniger kristallinen festen Stoffs, dessen Erstarrungspunkt 770 C sein kann. Solches Rohnaphthalin enthält normalerweise als Verunreinigungen kleine Mengen von Tolunitril, Inden und Alkylindenen, Methyl- und Demithylcumarinen, Teersäuren, wie 2,4-und 2,6-Xylenol- und Äthylenphenole, Teerbasen, wie Nylidene und Toluidene, einige gesättigte Paraffine, Polyalkylbenzole und als Hauptverunreinigung Thionaphthen.
  • Rohes Naphthalin ist bisher durch Auswaschen mit Schwefelsäure, durch Umkristallisation und durch fraktionierte Destillation gereinigt worden. Waschen eines Naphtalins vom Erstarrungspunkt 780 C mit Schwefelsäure zur Herstellung eines Naphthalins mit Erstarrungspunkt 79,60 C weist eine Anzahl von Nachteilen insofern auf, daß ein solches Waschen eine beträchtliche Menge an Säureschlamm erzeugt, welcher einen erheblichen Anteil an Naphthalin aufweist, was einen Verlust an diesem Naphthalin darstellt, und insoweit, daß die konzentrierten Grade der für dieses Waschen verwendeten Schwefelsäure kostspielig und wegen ihrer stark korrodierenden Eigenschaften schwierig zu handhaben sind. Umkristallisation ist nicht zufriedenstellend insoweit gewesen, als es zahlreiche flache Pfannen erfordert, langwierig und mühsam ist und zu einem beträchtlichen Verlust von Naphthalin führt, wenn das Verfahren über eine längere Zeit ausgeführt wird. Fraktionierte Destillation ist nicht zufriedenstellend gewesen, weil die normalerweise im Naphthalin vorkommenden Verunreinigungen aus dem Steinkohlenteer schwierig aus dem Naphthalin abtrennbar sind und gewöhnlich mit dem Naphthalin während der Destillation übergehen.
  • Ein Ziel der Erfindung ist daher, ein neues Naphthalinreinigungsverfahren zu schaffen, welches zu einem Naphthalin mit einem hohen Reinheitsgrad führt und die erwähnten Schwierigkeiten der bisherigen Technik überwindet.
  • Gemäß der Erfindung wird rohes Naphthalin aus Steinkohlenteer in der Dampfphase in Abwesenheit von freiem Sauerstoff und ohne Zusatz anderer Gase mit einem Katalysator, welcher ein Oxyd eines Metalls aus der linken Spalte der Gruppe VI des Periodischen Systems auf Tonerde oder einem anderen geeigneten Träger enthält, bei einer Temperatur von 450 bis 8500 C, vorteilhafterweise von 450 bis 6000 C, während einer ausreichenden Zeit zusammengebracht, um die mit dem Naphthalin vorkommenden Verunreinigungen zu zerstören, so daß gereinigtes Naphthalin leicht von den Reaktionsprodukten durch fraktionierte Destillation oder Abkühlen oder Kondensieren abgetrennt werden kann. Berührungszeiten von twa 0,01 Sekunden bis l Minute sind zufriedenstelend, aber Berührungszeiten von 1 Sekunde bis 10 Se-Kunden sind erwünschter. Atmosphärischer, über- oder mteratmosphärischer Druck kann bei der Ausführung 1er Erfindung angewendet werden. Jedoch ist es vesentlich, Temperaturen unter 4500 C bei diesem Verfahren nicht anzuwenden, weil die mit dem Naph-:halin vorkommenden Verunreinigungen nicht ausreichend bei Temperaturen unter 4500 C zersetzt werlen. Es ist auch wesentlich, daß kein freien Sauerstoff nthaltendes Gas, wie Luft, in den mit dem Katalyautor zusammenzubringenden Rohnaphthalindämpfen vorhanden ist, weil sonst ein beträchtlicher Teil des Saphthalins zerstört wird.
  • Unter dem Namen »Autofining« ist ein Raffinationsverfahren für Erdöldestillate und deren Verarbei-:ungsprodukte auch für aromatenhaltige Ausgangsprodukte bekannt. Bei diesem Verfahren muß jedoch in wesentlicher Anteil an Naphthenen als Wasseritofflieferant zugegen sein, während das nach der Erindung allein beanspruchte Steinkohlenteer-Naphthain keine merklichen Anteile an Naphthenen enthält md keinen Wasserstoffzusatz vorsieht.
  • Bei einer Reinigung von Aromaten aus Steinkohenteer in Gegenwart von Katalysatoren, die als hyirierende »Druckraffination« bekanntgeworden ist, arbeitet man mit zugesetztem Wasserstoff unter Druck. Dabei kann leicht auch eine unerwünschte Hydrierung und Aufspaltung des zu gewinnenden -einen Endprodukts eintreten, was beim vorliegenden Verfahren vermieden wird.
  • Das neue Verfahren kaml allgemein verwendet werien, um Verunreinigungen aus einem Steinkohlenteer Rohnaphthalin zu entfernen. Aber um ein bei 780 C ;chmelzendes Naphthalin zu erhalten, sollte ein teilweise gereinigtes Naphthalinausgangsprodukt mit einem Erstarrungspunkt von etwa 680 C oder höher verwendet werden. Um ein technisch reines oder bei 790 C schmelzendes Naphthalin zu erhalten, sollte ein teilweise gereinigtes Naphthalin mit einem Erstarrungspunkt von mindestens 740 C verwendet werden.
  • Die vorhergehenden und die anderen Ziele und Vorteile der Erfindung werden noch besser aus der folgenden Beschreibung zusammen mit der Zeichnung hervorgehen, worin ein Beispiel einer Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung erläutert ist. Selbstverständlich dient die Zeichnung nur zur schematischen Erläuterung und nicht zur Begrenzung der Erfindung.
  • Nach der Zeichnung speist eine Pumpe 10 a das rohe Naphthalin unmittelbar von einer Destillationssäule oder von einem Lagerbehälter, solange wie das Naphthalin kein freien Sauerstoff enthaltendes Gas, wie Luft, enthält. durch Leitung 10 in die Schlange 11 des Wärmeaustauschers 12. Dieses unreine Naphthalin wird in dem Wärmeaustauscher 12 durch indirekten Wärmeaustausdi mit heißen Reaktionsgasen, wie im nachstehenden noch erörtert wird, vorgewärmt.
  • Wenn das unreine Naphthalin zum Wärmeaustauscher 12 unmittelbar von einer Destillationssäule geleitet wird. ist das Naphthalin normalerweise pechfrei.
  • Wenn jedoch das unreine Naphthalin auf Lager gewesen und infolgedessen der Luft für eine merkliche Zeit ausgesetzt gewesen ist, ist es vorteilhaft, dieses Naphthalin einer üblichen Entpechungsbehandlung vor dem Einspeisen des Naphthalins in den Wärmeaustauscher 12 zu unterwerfen. Diese Entpechungsbehandlung umfaßt im allgemeinen das Erwärmen des rohen Naphthalins in einem nicht dargestellten geeigneten Gefäß unter überatmosphärischem Druck auf eine erhöhte Temperatur, beispielsweise etwa 2500 C, Leiten des Naphthalins zu einer nicht dargestellten Expansionskammer, worin das erwärmte Naphthalin expandieren gelassen wird, und getrenntes Abziehen der Naphthalindämpfe aus dem oberen Teil der Kammer und des pechartigen Rückstandes vom Boden dieser Kammer.
  • Die erwärmten Naphthalindämpfe gehen durch Leitung 13 vom Wärmeaustauscher 12 in die Schlanges 14 eines anderen Wärmeaustauschers 15, worin das unreine Naphthalin noch weiter in indirektem Wärmeaustausch mit heißen Gasen aus der noch zu beschreibenden Katalysator-liegenerationsstufe erwärmt wird, und gehen dann durch Leitung 16 weiter zu einem Dreiwegeventil 17 mit Ventilteilen 18, 19 und 20.
  • Wenn Ventilteile 18 und 19 offen und Ventilteil 20 geschlossen ist, gehen die unreinen Naphthalindämpfe durch Leitungen 21 und 22 zum Reaktor 23. Wenn jedoch die Ventilteile 18 und 19 geschlossen und Ventilteil 20 offen ist, gehen die unreinen Naphthalindämpfe durch Leitungen 23 a und 25 zum Reaktor 26. Naturgemäß muß mindestens Ventilteil 58 oder 59 des Dreiwegeventils 24 in der Katalysatorregenerationsgasleitung auch geschlossen sein, um zu verhindern, daß diese Dämpfe zum katalytischen Reaktor 26 bzw. Reaktor 23 übergehen oder daß sie durch die Katalysatorregenerationsleitung herausgehen.
  • Im Reaktor 23 gehen die unreinen Naphthalindämpfe durch eine Katalysatorschicht, welche vorteilhafterweise aus Chrom-, Molybdän- oder Wolframoxyd auf aktivierter Tonerde als Träger besteht. Gemische dieser Metalloxyde auf Tonerdeträger können auch, wenn erwünscht, benutzt werden. Die Temperatur innerhalb des Reaktors 23 wird im allgemeinen auf 450 bis etwa 8500 C, vorteilhafterweise auf 450 bis etwa 6500 Cy gehalten. Der Reaktor 23 kann mittels jedes geeigneten Wärmemittels erhitzt werden, so z. B. durch einen diesen Reaktor umschließenden Mantel, durch den eine geeignete Heizflüssigkeit geleitet wird, deren Temperatur ausreichend hoch ist, um den Katalysator auf die gewünschte Reaktionstemperatur zu bringen.
  • Wenn die unreinen Naphthalindämpfe durch die Katalysatorschicht im Reaktor 23 gehen, werden die mit dem Naphthalin vergesellschafteten Verunreinigungen zu Produkten von beträchtlich niedrigerem Molekulargewicht zersetzt und dadurch leicht abtrennbar vom Naphthalin, welches im wesentlichen unverändert bleibt. Dies ist überraschend. Denn während Zersetzung gewöhnlich nur in beschränktem Ausmaße bei einer üblichen Dehydrierung stattfindet, bei welcher ein Dehydrierungskatalysator verwendet wird, werden bei dem neuen Verfahren die mit dem Naphthalin vergesellschafteten Verunreinigungen in kleinere Bruchstücke oder Teile in einem beträchtlich größeren Ausmaße zersetzt als bei der üblichen Dehydrierung.
  • Selbst hochmolekulare kondensierte Ringe enthaltende Verunreinigungen, wie Chinolin, Cumaron und Thionaphthen, werden völlig zersetzt, während im wesentlichen keine Zersetzung des Naphthalins stattfindet.
  • Unter den aus dieser Zersetzung isolierten Bruchstücken befinden sich Methan, Styrol, Toluol und Schwefelwasserstoff.
  • Die Dämpfe und Gase derReaktionsprodukte strömen vom Body des Reaktors 23 durch Leitungen 24 und 25 zu einem Dreiwegeventil 28 mit Ventilteilen 26, 27 und 29. Bei geöffneten Ventilteilen 26 und 27 und geschlossenem Ventilteil 29 gehen die herauskommenden gasförmigen Reaktionsprodukte durch Leitung 30 zum Wärmeaustauscher 12, um das hereinkommende unreine Naphthalin vorzuwärmen. Danach gehen die Reaktionsgase durch Leitung 31 zum Wärmeaustauscher 32, wo diese heißen Dämpfe ein hereinkommendes Gas für das noch zu beschreibende Regenerieren des Katalysators vorwärmen, und gehen dann durch Leitung 33 zu einem Dreiwegeventil 34 mit Ventilteilen 35, 36, 37. Ventil 34 kann die heißen Reaktionsprodukte entweder zu einer Fraktioniersäule 39 zur Zerlegung in eine leichte Fraktion, eine gereinigte Naphthalinfraktion und einen pechartigen Rückstand oder zu einem Kühler 47 und Abscheider 49 für die Abtrennung des flüssigen Naphthalins aus den verhältnismäßig niedrigmolekularen Reaktionsprodukten, wie Wasserstoff, Schwefelwasserstoff, leiten.
  • Um die gasförmigen heißen Reaktionsprodukte unmittelbar zur Fraktioniersäule 39 zu führen, werden Ventilteile 35 und 36 des Dreiwegeventils 34 geöffnet und Ventilteil 37 geschlossen, so daß die gasförmigen Reaktionsprodukte durch Leitung 38 zum mittleren Teil der Fraktioniersäule strömen. Eine leichte Fraktion wird oben durch Leitung 40 entfernt, welche vorteilhafterweise mit einem Kühler 41 versehen ist. Gereinigtes Naphthalin, welches sehr oft bereits technisch rein ist, wird durch Leitung 42 entfernt und vorteilhafterweise durch einen Kühler 43 zum Kondensieren des Naphthalins geleitet. Eine Bodenfraktion, gewöhnlich aus Pech oder pechartigem Material, wird durch Leitung 44 entfernt und vorteilhafterweise durch einen Kühler 45 geleitet. Fraktioniersäule 39 kann mit einer Blasenfalle ausgerüstet oder mit beliebigem geeignetem Füllmaterial versehen sein.
  • Um die gasförmigen heißen Reaktionsprodukte zu einem Kühler 47 und Abscheider 49 zu leiten, werden Ventilteile 36 und 37 des Dreiwegeventils 34 geöffnet und Ventilteil 35 geschlossen, so daß die gasförmigen Reaktionsprodukte durch Leitung 46 zum Kühler 47 strömen. Die gekühlten Reaktionsprodukte gehen dann durch Leitung 48 zu einem Abscheider 49, wo sich das gereinigte flüssige Naphthalin von gasförmigen Verunreinigungen abtrennt. Das gereinigte Naphthalin wird durch Leitung 50 abgezogen, und die gasförmigen Verunreinigungen, wie Wasserstoff, Methan, Schwefelwasserstoff, werden durch Leitung 52 abgezogen. Das gereinigte Naphthalin aus Leitung 50 hat gewöhnlich einen Erstarrungspunkt oberhalb 780 C, aber gewöhnlich ist es nicht technisch rein.
  • Dieses Naphthalin kann als solches verkauft oder es kann weiter verbessert und gereinigt werden, indem es in Chargen- oder in kontinuierlichen Verdampfern verdampft und mittels einer geeigneten Fraktioniersäule, z. B. Fraktioniersäule 39, fraktioniert wird.
  • Während des Durchgangs der unreinen Naphthalindämpfe durch den Reaktor 23 wird bei der Zersetzung der Verunreinigungen Kohlenstoff auf dem Katalysator niedergeschlagen. Das Durchleiten der unreinen Naphthalindämpfe durch den Katalysator muß daher zeitweilig unterbrochen werden, wenn die Aktivität des Katalysators infolge der Kohleausscheidung abnimmt, um den Katalysator zu regenerieren.
  • Zu diesem Zweck wird der Durchgang der unreinen Naphthalindämpfe durch den Reaktor unterbrochen.
  • Dann wird als Regenerierungsgas ein freien Sauerstoff enthaltendes Gas, z. B. Luft, oder auch gewünschtenfalls Wasserdampf durch Leitung 51 in die Schlange 52 des Wärmeaustauschers 32 geleitet und dort durch indirekten Wärmeaustausch mit heißen Reaktionsprodukten aus dem katalytischen Reaktor vorgewärmt, wie bereits beschrieben. Darauf geht das erhitzte Regenerierungsgas durch Leitung 53 zur Schlange 54 des WärmeaustauscheEs 55, um noch wei ter durch indirekten Wärmeaustausch mit heißen gasförmigen Produkten aus der katalytischen Regenerationsstufe erhitzt zu werden, und geht dann durch Leitung 56 zu einem Dreiwegeventil 24 mit Ventilteilen57, 58 und 59. VentilteileS7 und 58 sind geöffnet, und Ventilteil 59 ist geschlossen, so daß das vorerhitzte Regenerierungsgas durch Leitungen 60 und 22 und durch die Katalysatorschicht des Reaktors 23 hindurchgeht. Da der Katalysator innerhalb des Reaktors 23 stetig auf eine Temperatur innerhalb des obigen Temperaturbereiches erhitzt wird, bewirkt der Durchgang dieses vorerwärmten Regenerierungsgases durch den Katalysator das Verbrennen oder Entfernen des ausgeschiedenen Kohlenstoffs vom Katalysator.
  • Die gasförmigen Verbrennungsprodukte aus dem Reaktor 23 gehen durch Leitungen 24 a und 61 zu einem Dreiwegeventil 62 mit Ventilteilen 63, 64, 65. Ventilteil 26 des Dreiwegeventils 28 ist geschlossen, um zu verhüten, daß diese gasförmigen Verbrennungsprodukte durch die Leitungen für die Reaktionsprodukte hindurchgehen. Bei geöffneten Ventilteilen 63 und 64 des Dreiwegeventils 62 und geschlossenem Ventilteil 65 gehen die gasförmigen Verbrennungsprodukte durch Leitung 66 zum Wärmeaustauscher 15, um eine hereinkommende unreine Naphthalinfraktion, wie bereits beschrieben, vorzuerwärmen. Danach gehen diese gasförmigen Verbrennungsprodukte durch Leitung 67 zum Wärmeaustauscher 55, um das freien Sauerstoff enthaltende Gas bzw. den Wasserdampf für die Katalysatorregeneration vorzuerhitzen, und werden dann durch Leitung 68 abgeblasen. Sobald die austretenden Verbrennungsgase das Fehlen von Kohlendioxyd anzeigen, können Ventilteile 57,58, 63 und 64 geschlossen und Ventilteile 18, 19, 26 und 27 geöffnet werden und unreine Naphthalindämpfe wieder in den Reaktor geleitet werden, bis dieser Katalysator wieder eine Regenerierung nötig hat.
  • Wenn atmosphärische Luft als das freien Sauerstoff enthaltende Gas für die Katalysatorregeneration verwendet wird, wird ein inertes Gas, wie Stickstoff oder Kohlendioxyd, oder Wasserdampf vorteilhafterweise mit der Luft vor dem Regenerieren des Katalysators vermischt, um so die Verbrennung des ausgeschiedenen Kohlenstoffs zu regeln, da diese Verbrennung die Temperatur des Katalysators im Reaktor erhöht.
  • Temperaturen über etwa 8500 C können den Katalysator schmelzen, erweichen oder in anderer nachteiliger Weise beeinträchtigen; daher sollte übermäßiges Steigen der Temperatur sorgfältig vermieden werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein anderer, dem Reaktor 23 gleicher Reaktor 26 in paralleler Anordnung mit dem Reaktor 23 vorgesehen, so daß eine unreine Naphthalinfraktion mit dem Katalysator in dem einen Reaktor zusammengebracht werden kann, während der Katalysator im anderen Reaktor regeneriert wird, und umgekehrt, um so eine im wesentlichen kontinuierliche Reinigung der unreinen Naphthalinfraktion zu ermöglichen. Während daher der verschmutzte Katalysator im Reaktor 23 durch Zusammenbringen dieses Katalysators mit freien Sauerstoff enthaltendem Gas bzw. Wasserdampf, wie vorher beschrieben, regeneriert wird, können Ventilteile 18 und 20 des Dreiwegeventils 17 geöffnet und Ventilteil 19 geschlossen werden, so daß vorerhitzte unreine Naphthalindämpfe aus Leitung 16 durch Leitung 23a und 25 zum Reaktor 26 zur Zersetzung der Verunreinigungen geleitet werden. Bei geschlossenem Ventilteil 65 des Dreiwegeventils 62 und geöffneten Ventilteilen 29 und 27 des Dreiwegeventils 8, während Ventilteil 26 geschlossen ist, gehen die teaktionsprndukte aus Reaktor 26 durch Leitungen 0, 71 und 30 zu Wärmeaustauscher 12 und 32 und danach entweder zur Fraktioniersäule 39 oder zum kühler 47 und Abscheider 49.
  • Wenn nach einer gewissen Betriebsdauer die Regenerierung des Katalysators im Reaktor 26 erforderich wird. so wird diese in sinngemäß gleicher Weilse, rie zuvor für den Katalysator im Reaktor 23 bechriehen und wie aus der Zeichnung unmittelbar zu entnehmen, durchgeführt. Das unreine Naphthalin vird währenddessen, wie oben beschrieben, durch den etzt regenerierten Katalysator im Reaktor 23 geleitet.
  • Obwohl nur zwei Reaktoren 23 und 26 dargestellt sind, ist es selbstverständlich möglich, daß eine Mehr-:ahl dieser Reaktoren in Parallelschaltung angeordnet ein kann mit abwechselnder Betätigung zum Reinigen ;on Naphthalin und Regenerieren. Synchronisierung ler Dreiwegeventile kann auf elektronischem Wege der durch andere geeignete AIittel bewerkstelligt werden.
  • Ein Naphthalin hoher Reinheit mit Erstarrungsfunkt 790 C oder technisch reines Naphthalin kann Erhalten werden, wenn die unreinen Naphthalindämpfe n den Reaktor während t/2 Stunde oder weniger einströmen gelassen werden. Aber wenn das Zusammen-Dringen des Katalysators mit unreinem Naphthaliniampf wesentlich länger als 2/2 Stunde fortgesetzt wird, verringert der auf dem Katalysator ausgeschieleine Kohlenstoff dessen Aktivität so weit, daß der Erstarrungspunkt des Naphthalins auf unter 790 C fällt. Wenn der Katalysator mit unreinen Naphthalindämpfen während einer wesentlich größeren Zeit als t/2 Stunde in Berührung gehalten wird, wird auch die Regenerationszeit in entsprechender Weise verlängert.
  • Eine übliche Behandlung im Katalysatorfließbett kann in den Reaktoren 23 und 26 an Stelle einer ruhenden Katalysatorschicht angewendet werden.
  • Sollte eine solche sich bewegende Katalysatorschicht benutzt werden, so kann die Reaktionsdauer mit unreinem Naphthalin auf eine größere Zeit als die erwähnte 1/2 Stunde ausgedehnt werden, da der Katalysator im Fließbett sich leichter regenerieren läßt.
  • Der nach der Erfindung verwendete Katalysator besteht aus einem geringeren Anteil eines Oxyds eines Aletalls aus der linken Spalte der Gruppe VI des Periodischen Systems, insbesondere aus Chrom-, Molybdän- oder Wolfranioxyd oder einem Gemisch dieser Oxyde, auf einem größeren Anteil aus Tonerde, vorteilhafterweise aktivierter Tonerde, als Träger. Vorteilhafterweise besteht er aus 5 bis 25 Gewichtsprozent dieser Oxyde und aus 75 bis 95 Gewiditsprozent Tonerde. Ein bevorzugter Katalysator besteht aus 5 Gewiciitsprozent Chrom-. LIolybdäll- oder Wolframoxyd und 95 Gewichtsprozent aktivierter Tonerde als Träger und aus einer ausreichenden NIenge eines Alkalioxyds. z. B. Kaliumoxid oder Natriumoxyd, bezogen auf das Gewicht dieses Katalysators, um die kohlenstoft-hildende Neigung dieses Katalysators bei der Reaktionstemperatur zu verringern. Es ist vorteilhaft, etwa 2 Gewichtsprozent Alkalioxyd, bezogen auf das Katalysatorgewicht, zu verwenden.
  • Der Katalysator kann - wie an sich bekannt -durch Sättigen von Tonerdekörnchen oder -kügelchen, vorteilhafterweise aus aktivierter Tonerde. mit wäßrigen Lösungen einer wasserlöslidien Verbindung eines Metalls der Gruppe VI, wie z. B. einer wasserlöslichen Chrom- oder Molybdänverbindung, welche gewünschtenfalls auch ein Alkalihydroxyd, z. B. Kaliumhvdroxyd, geeigneter Konzentration enthält, in Abhängigkeit von dem gewünschten Chrom- oder Molybdänoxydgehalt -und dem gewünschten Alkali oxydgehalt des Katalysators, hergestellt werden. Die erhaltenen Katalysatorkügelchen werden dann bei 5500 C calciniert. Das Alkalihydroxyd kann als Lösung zum Katalysator während dessen Herstellung zugesetzt werden, und zwar durch Eintauchen des vorbereiteten Katalysators in eine Alkalihydroxydlösung geeigneter Konzentration und anschließendes Erwärmen des Katalysators, beispielsweise auf 5500 C.
  • Der Katalysator kann auch durch Vermischen der gefällten Oxyde der Metalle der Gruppe VI, wie z. B. der Oxyde von Chrom und Molybdän, mit dem ausgefällten Tonerdegel, Calcinieren dieses Gemisches bei einer Temperatur von etwa 5500 C und anschließendes Uberführen des Katalysators in die Form von Kügelchen, wie bekannt, hergestellt werden.
  • Um einen Wolframoxydkatalysator herzustellen, wird eine heiße Suspension von Ammoniumwolframat auf kleine Kügelchen oder Teilchen aus Tonerde, z B. aktivierter Tonerde, gesprüht, welche dann beträchtlich über 1000 C erhitzt werden. Nach dem Aufsprühen können die überzogenen Kügelchen an der Luft bei erhöhter Temperatur, z. B. bei etwa 4000 C. während mehrerer Stunden geröstet werden. Statt dessen kann feinverteiltes Wolframoxyd mechanisch mit Tonerdekügelchen entweder in nassem oder trokkenem Zustand vermengt werden. Ein eine Mischung aus Molybdän-, Chrom- und Wolframoxyd enthaltende der Katalysator kann auch durch dieses mechanische Vermengen hergestellt werden.
  • Andere geeignete Verfahren zur Herstellung des Katalysators für die Erfindung werden dem Fachmann bekannt sein.
  • Die folgenden Beispiele sind als erläuternd, aber nicht als beschränkend gedacht. Prozentsätze sind gewichtsmäßige, wenn nichts anderes gesagt ist, und das verwendete Naphthalin stammt aus Steinkohlenteer.
  • Beispiel 1 Dämpfe einer Fraktion aus destilliertem Naphthalin mit Erstarrungspunkt 750 C werden über einen Katalysator aus 5 0/o Molybdänoxyd auf Tonerde geleitet. Die Temperatur an der Katalysatoroberflädie war 700 bis 7500 C und der Durchsatz 0.4 Volumen flüssiges Naphthalin pro Volumen des Katalysators und Stunde. Das während der ersten drei Betriebsstunden gereinigte Naphthalin hatte einen Erstarrungspunkt von 78,90 C.
  • Beispiel 2 Unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1, aber mit Chromoxyd statt Molybdänoxyd als Katalysator. hatte das Naphthalin einen Erstarrungspunkt von 78,170 C nach 3lhstündigem Betrieb.
  • Beispiel 3 Ein Katalysator, im wesentlichen gleich dem im Beispiel 2 verwendeten, wurde mit einer Lösung von Kaliumhydroxyd (2 g K OH auf 100 g Katalysator) behandelt. Der Katalysator wurde dann bei 5500 C während 2 Stunden geröstet. Dämpfe einer Fraktion aus destilliertem Naphthalin mit Erstarrungspunkt von 750 C wurden dann iiber den so behandelten Katalysator geleitet, wobei die Temperatur an der Katalysatoroberfläche 700 bis 7500 C und der Durchsatz 0,4 Volumen flüssiges Naphthalin pro Volumen Katalysator und Stunde war. Das während 5stündigem Betrieb gewonnene Naphthalin hatte einen Erstarrungspunkt von 78,450 C.
  • Beispiel 4 Aus Pfannen gewonnenes Naphthalin mit Erstarrungspunkt von 77,80 C wurde in Dampfphase über einen Katalysator geleitet, welcher aus zusammen ausgefälltem Tonerde-Molybdänoxyd (100/o Molybdänoxyd) bestand und mit 20/0 K OH, wie im Beispiel 2, alkalisiert worden war. Die Temperatur an der Katalysatoroberfläche war 750 bis 800 C und der Durchsatz 0,5 Volumen flüssiges Naphthalin pro Volumen Katalysator und Stunde. Das Naphthalin aus den drei ersten Stunden des Betriebs hatte einen Erstarrungspunkt von 79,230 C. Fraktionieren dieses Produkts ergab 75 ovo eines phenolfreien Naphthalins mit einem Erstarrungspunkt oberhalb 79,60 C.
  • Beispiel 5 Der Katalysator aus dem Versuch des Beispiels 4, dessen Oberfläche mit Kohlenstoff überzogen war, wurde mit einer Mischung aus Luft und Wasserdampf bei der Arbeitstemperatur des Beispieles 4 während 2 Stunden regeneriert. Danach wurde dieser Katalysator 3 Stunden im Betrieb mit unreinen Naphthalindämpfen und den Arbeitsbedingungen des Beispiels 4 benutzt, es wurde ein Naphthalin mit Erstarrungspunkt 78,860 C erhalten.
  • Beispiel 6 Ein durch gleichzeitiges Ausfällen von Chromoxyd und Tonerde hergestellter Katalysator (50/0 Chromoxyd), alkalisiert mit 2 O/o KOH und bei 5500 C während 20 Stunden geröstet, ergab ein Naphthalin mit Erstarrungspunkt 79,170 C nach 3stündigem Betrieb, wenn unter den Bedingungen des Beispiels 1 gearbeitet wurde. Das eingespeiste Naphthalin hatte einen Erstarrungspunkt von 77,80 C.
  • Beispiel 7 Der Katalysator aus Beispiel 6 wurde mit Luft bei 750 bis 8000 C während 2 Stunden regeneriert. Wenn dann damit Naphthalindämpfe unter den Arbeitsbedingungen des Beispiels 6 zusammengebracht wurde, so hatte das in den drei ersten Stunden gewonnene Naphthalin einen Erstarrungspunkt von 78,970 C.
  • Beispiel 8 Der Katalysator aus Beispiel 7 wurde an der Luft bei 6000 C während 20 Stunden erhitzt und dann mit Naphthalindämpfen unter den Arbeitsbedingungen des Beispiels 7 zusammengebracht; das so in den drei ersten Betriebsstunden erzeugte Naphthalin hatte einen Erstarrungspunkt von 79,250 C.
  • Beispiel 9 Dämpfe von Naphthalin mit einem Erstarrungspunkt von 680 C wurden über einen durch gleichzeitiges Ausfällen von Molybdänoxyd-Tonerde gewonnenen Katalysator (5 0/o Molybdänoxyd) bei 750 bis 8000 C und einem Durchsatz von 0,3 Volumen flüssigem Naphthalin pro Volumen Katalysator und Stunde geleitet. Das in den zwei ersten Betriebsstunden erzeugte Naphthalin hatte einen Erstarrungspunkt von 78,160 C.
  • Beispiel 10 Naphthalin vom Erstarrungspunkt 77,80 C wurde in der Dampfphase über einen Katalysator, welcher aus 10 0/o Chromoxyd auf aktivierter Tonerde bestand, bei einem Durchsatz von 0,35 Volumen flüssigem Naphthalin pro Volumen Katalysator und Stunde und bei einer Temperatur von 725 bis 7750 C geleitet. Das erzeugte Naphthalin hatte einen Erstarrungspunkt von 79,90 C während der ersten halben Betriebsstunde.
  • Beispiel 11 Dämpfe von Naphthalin mit einem Erstarrungspunkt von 74,50 C wurden über einen Katalysator auf aktivierter Tonerde, imprägniert mit 5 0/o Wolframoxyd, unter den Arbeitsbedingungen des Beispiels 10 geleitet. Das erzeugte Naphthalin hatte aus der ersten halben Betriebsstunde einen Erstarrungspunkt von 79,880 C.
  • Beispiel 12 Naphthalin vom Erstarrungspunkt 760 C wurde in der Dampfphase über einen Katalysator aus aktivierter Tonerde, imprägniert mit je 20/0 Molybdän-, Wolfram- und Chromoxyd, unter den Arbeitsbedingungen des Beispiels 10 geleitet. Das erzeugte Naphthalin hatte aus der ersten halben Betriebsstunde einen Erstarrungspunkt von 79,30 C.
  • Beispiel 13 Destilliertes Naphthalin vom Erstarrungspunkt 770 C und 3,00/0 Thionaphthen enthaltend, wurde über einen Katalysator aus gleichzeitig aufgefälltem Molybdänoxyd-Tonerde (17 0/o Molybdänoxyd) bei einer Temperatur von 450 bis 4750 C und einem Durchsatz von 1,2 Volumen pro Volumen Katalysator und Stunde geleitet. 90 Gewichtsprozent des eingespeisten Materials wurden mit einem Erstarrungspunkt von 78,80 C und einem Thionaphthengshalt von 1,80/o während der ersten halben Betriebsstunde gewonnen.
  • Beispiel 14 Das gleiche Naphthalin wie im Beispiel 13 wurde mit einem Durchsatz von 2,4 Volumen pro Volumen Katalysator und Stunde über den gleichen Katalysator bei einer Temperatur von 6100 C geleitet. Das Produkt aus den ersten 10 Betriebsminuten ergab eine Ausbeute von 77,2o mit Erstarrungspunkt 79,5°C und Thionaphthengehalt von 0,7. In den folgenden 10 Minuten wurden 87,2 0/o gewonnen mit einem Erstarrungszeitpunkt von 78,50 C und 2,3 0/o Thionaphthen. Während der dritten 10 Minuten Betriebszeit war die Wiedergewinnung 91,20/0, Erstarrungspunkt 78,20 C und Thionaphthengehalt 2,8 O/o.
  • Beispiel 15 Es wurde unter den gleichen Arbeitsbedingungen wie im Beispiel 14 mit dem Zusatz von 5 Volumen pro Volumen Naphthalindampf pro Minute an Luft gearbeitet. Die Wiedergewinnung während der ersten 10 Minuten war 75 O/o, Erstarrungspunkt 78,90 C und Thionaphthengehalt 2,4°/o und in den nächsten 10 Minuten 780/0, Erstarrungspunkt 78,50 C, Thionaphthengehalt 2,8 0/o.
  • Beispiel 16 Unter Anwendung der gleichen Betriebsbedingungen wie bei Beispiel 14 wurde vorher der Katalysator mit vorerhitztem Wasserstoff mit einer Geschwindigkeit von 5 Volumen pro Volumen Katalysator und Minute während 10 Minuten vor dem Einspeisen der Naphthalindämpfe behandelt. Die Ausbeuten, Erstarrungspunkte und Thionaphthengehalte während der ersten drei aufeinanderfolgenden 10-Minuten-Perioden finden sich nachstehend.
    Minuten
    0 bis 10 110 bis 20 1 20 bis 30
    Ausbeute............... 84,9 87,9 92,5
    Erstarrungspunkt ...... 79,2 78,5 78,2
    Thionaphthengehalt, °/o . . 0,49 2,3 2,9
    Ein Vergleich von Beispiel 14, 15 und 16 offenbart ein weiteres neues Merkmal der Erfindung, nämlich daß die Reinheit und Ausbeute an Naphthalin verbessert wird, wenn der oxydische Katalysator der Erfindung mit Wasserstoff vorbehandelt oder teilweise reduziert wird.
  • PATENTANSPR1YCHE 1. Verfahren zum Reinigen von aus Steinkohlenleer gewonnenem Rohnaphthalin in Gegenwart fester Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß Rohnaphthalin in Dampfform in Abwesenheit von freiem Sauerstoff und ohne Zusatz anderer Gase mit einem Katalysator, welcher ein Oxyd eines NIetalls der linken Spalte der Gruppe VI des Periodischen Systems auf Tonerde als Träger enthält, bei einer Temperatur von 450 bis etwa 8500 C während einer für die Aufspaltung und Zersetzung der Verunreinigungen ausreichenden Berührungszeit zusammengebracht wird, während dabei das Naphthalin im wesentlichen unverändert bleibt, und daß das gereinigte Naphthalin aus den Reaktionsprodukten gewonnen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Reaktionstemperaturen von 450 bis 6000 C angewandt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus 5 bis 25 0/o des Oxyds eines Metalls aus der linken Spalte der Gruppe VI des Periodischen Systems auf 95 bis 75 O/o Tonerde als Träger besteht.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Berührungszeit von 0,01 Sekunden bis 1 Minute, vorzugsweise 1 bis 10 Sekunden, eingehalten wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator ein Alkalioxyd zum Verringern der Kohleabscheidung enthält.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalioxyd Kaliumoxyd ist.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenbringen von Naphthalin mit dem Katalysator fortgesetzt wird, bis die Aktivität des Katalysators sich infolge der Abscheidung von Kohlenstoff darauf wesentlich verringert hat, daß danach der Katalysator von der Naphthalinzufuhr abgeschaltet und regeneriert wird, daß das Verfahren mit dem regenerierten Katalysator wie zuvor fortgesetzt wird und aus der Mischung der Reaktionsprodukte durch fraktionierte Destillation gereinigtes Naphthalin abgetrennt wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator mit Wasserstoff bei 450 bis 8500 C vorbehandelt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 809 812; britische Patentschriften Nr. 663 038, 669 553, 692 098, 706 493; USA.-Patentschrift Nr. 2 739 132.
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