DE1059972B - Schaltungsanordnung fuer einen elektronischen Waehler, z. B. fuer Umsteuervorgaenge in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer einen elektronischen Waehler, z. B. fuer Umsteuervorgaenge in Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
DEUTSCHES
Gegenstand des Hauptpatentes 1 028 623 ist ein elektronischer Wähler, der z. B. für Umsteuervorgänge in
Fernmeldeanlagen verwendet werden kann. Solche Umsteuervorgänge sind bei der Fernwahl von Bedeutung,
bei der mehrere Verbindungswege in wählbarer Reihenfolge zur Verfugung stehen. Zur Auswahl des
zu benutzenden Weges sind Umsteuerwähler für die selbsttätige Umweglenkung vorgesehen.
Der im Hauptpatent angegebene elektronische Umsteuerwähler hat mehrere Eingänge und Ausgänge. Die
Eingänge sind über elektronische Schaltmittel mit den Ausgängen verbunden. Das Freisein bzw. Besetztsein
eines Ausganges wird durch ein bestimmtes Freipotential kenntlich gemacht. Dieser Wähler ist in der Weise
aufgebaut, daß die Eingänge des Wählers sowohl mit jeweils zugeordneten Wählerausgängen über einen
elektronischen Schalter als auch über Koppelgleichrichter entsprechender Durchlaßrichtung mit den elektronischen
Schaltern anderer Ausgänge stufenweise in wählbarer Folge gekoppelt sind. Dadurch wird bei
Kennzeichnung eines bestimmten Einganges dieser bei Freisein des zugeordneten Wählerausganges auf diesen
geleitet und bei Besetztsein des zugeordneten Wählerausganges auf den nächsten freien Ausgang umgeleitet.
Um hochahmige Eingänge des Wählers zu erzielen, wird vor die ursprünglichen Wählereingänge jeweils
eine Verstärkerstufe vorgeschaltet.
Bei diesem Wähler wird im gegebenen Fall der elektronische
Schalter einer bestimmten Stufe durch eine Kennzeichnungsspannung beeinflußt, die über die erwähnten
Koppelgleichrichter zugeführt wird. Diese Koppelgleichrichter sind jeweils über mehrere Stufen
des Wählers in Reihe geschaltet. Die Koppelgleichrichter werden bei der Beeinflussung des elektronischen
Schalters der betrachteten bestimmten Stufe durch die Kennzeichnungsspannung in Durchlaßrichtung beansprucht.
Dabei ist es unvermeidlich, daß ein, wenn auch geringer Spannungsabfall an den Koppelgleichrichtern
auftritt, wodurch die Höhe der Kennzeichnungsspannung hinter den Koppelgleichrichterri
niedriger als vor ihnen ist. Es ist daher nicht ohne weiteres möglich. Wähler aufzubauen, bei denen beliebig
viele derartige Koppelgleichrichter in Reihe geschaltet sind. Es darf also nur eine begrenzte Zähl von
Koppelgleichrichtern in Reihe geschaltet sein. Deshalb kann eine Umweglenküng unter Berücksichtigung von
beliebig' vielen Stufen des Wählers nicht vorgesehen
werden. . . .
Aufgabe der Erfindung ist es,: diese Einschränkung
zu vermeiden und die Anwendungsfähigkeit der Wähler in vorteilhafter Weise zu erweitern. Dies wird
dadurch erreicht, daß den Koppelgleichrichtern zugeordnete S'chaltmittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe
der Spannungsabfall kompensiert wird, der an -den Schaltungsanordnung
für einen elektronischen Wähler,
z.B. für Umsteuervorgänge in Fernmelde-r insbesondere Fernsprechanlagen
Zusatz zum Patent 1 028 623
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
ls Berlin und München,
ls Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Peter Gerke, München-Solln,
und Dipl.-Ing. Heinz-Ortwin Renner, München,
sind als Erfinder genannt worden
Koppelgleichrichtern bei Beanspruchung in Durchlaßrichtung durch eine Kennzeichnungsspannung auftritt.
Auf diese Weise kann z. B. eine Umweglenkung unter Berücksichtigung von beliebig vielen möglichen Verbindungswegen
stattfinden. -
Bei den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen werden als den Koppelgleichrichtern zugeordnete
Schaltmittel Kompensationsschalter verwendet, die in Reihe mit den betreffenden Koppelgleichrichtern
liegen und welche, wenn an ihren Eingängen die Kennzeichnungsspannung auftritt, eine damit
gleichartige und mindestens um den Betrag des Spannungsabfalls größere Ausgangsspannung an ihren Ausgängen
abgeben. . ,..-...
Fig. 1 zeigt die Prinzipschaltung für ein Ausr führungsbeispiel eines ■ elektronischen: Wählers- gemäß
dem Hauptpatent,. der" keinen Kompensationsschalter.
hat; .
- . Fig· 2 und 3- zeigen zwei Prinzipschaltungen für
elektronische Wähler mit Kompensationsschaltertf, und
Fig. 4 und 5 zeigen vollständige Schaltungen für je eine Stufe dieser beiden elektronischen Wähler, wobei
zu ihrem Aufbau Transistoren verwendet sind.
Es wird nun zunächst der Aufbau und die Arbeitsweise
des in Fig. 1 dargestellten elektronischen Wählers beschrieben. Dieser Wähler entspricht unter anderem
dem in Fig. 2 des Hauptpatentes dargestellten-Wähler.'
Dem Hauptpatent entsprechende Wähler können jedoch auch anders· aufgebaut sein. Der.elektronische Wähler
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gemäß Fig. 1 hat drei gleichartige Wählerstufen. Der Wählereingang e 1 der ersten Stufe ist über den Verstärker
Vl mit dem KennzahlenpunktKPl verbunden,
von wo im gegebenen FaHnder Wählereingang e 1 zur
Anforderung eines Wähleräusganges durch eine Kennzeichnungsspannung ausgesteuert wird. Vom Verstärker
Vl gelangt dann eine bestimmte Kennzeichnungsspannung
zu dem elektronischen SchalterSIt und zum Koppelgleichrichter GIl dieser Wählerstufe.
Der elektronische SchalterSIt wird außerdem noch
von der zugehörigen Ausgangsmarkierader mit Hilfe des Kontaktes g 1 beeinflußt. Durch diesen Kontakt
wird gekennzeichnet, ob der Wählerstufenausgang frei oder belegt ist. Wenn der Wählerstufenausgang frei
ist, ist der Kontakt gl geschlossen, und es kann der
elektronische Schalter S Ii durch die über den Verstärker
Vl zugeführte Kennzeichnungsspannung in diejenige Schaltstellung gebracht werden, bei der er an
seinen Ausgang a I eine derartige Spannung abgibt, daß das dort angeschlossene Auswerteorgan E1 gesteuert
wird. Der elektronische Schalter SIt hat außerdem noch die Eigenschaft, daß in dieser Schaltstellung
sein Eingang derart beeinflußt wird, daß die dorthin gelieferte Kennzeichnungsspannung weitgehend
zusammenbricht. Infolgedessen wirkt sie sich in diesem Fall über den Koppelgleichrichter Gl 1, der durch sie
auf Durchlaß beansprucht .werden würde, nicht auf den an dem anderen Pol dieses Koppelgleichrichters
angeschlossenen elektronischen Schalters S2t der zweiten Wählerstufe aus. Wenn dagegen der Wählerstufenausgang
belegt und der Kontakt g 1 geöffnet ist, so kann der elektronische Schalter SIt nicht, wie vorher,
in die betreffende Schaltstellung gebracht werden. In diesem Fall wird die vom Verstärker Vl gelieferte
Kennzeichnungsspannung über den Koppelgleichrichter GIl zum elektronischen Schalter S2t der zweiten
Wählerstufe und eventuell auch zum elektronischen Schalter 6*31 der dritten Wählerstufe geleitet. Wenn
bei dem elektronischen Schalter 5* 21 der zugehörige
Kontakt g2 geschlossen ist, so kommt dieser in diejenige Schaltstellung, bei der das an ihn angeschlossene
Auswerteorgan E2 anspricht. Hierdurch wird der zum Kennzahlenpunkt KP 1 gehörende Wählereingang auf
den Ausgang der zweiten Wählerstufe geleitet. Wenn auch der Kontakt g 2 nicht geschlossen ist, so wird die
Durchlaßspannung über den Koppelgleichrichter Gl 2 zum elektronischen Schalter 6*21 der dritten Wählerstufe
geleitet, wo sich die entsprechenden Vorgänge wie vorher abspielen. Wenn ein elektronischer Schalter
über mehrere Koppelgleichrichter zum Ansprechen zu kommen hat, so kann, worauf bereits eingangs hingewiesen
wurde, der störende, aber zunächst unvermeidliche Spannungsabfall an diesen Koppelgleichrichtern
das Ansprechen verhindern.
Die einseitig gerichtete. Leitfähigkeit der Koppelgleichrichter
bewirkt, daß die Umsteuerung von Wählerausgängen auf Ausgänge .anderer Wählerstufen nur
in Richtung von der ersten Wählerstufe zur zweiten oder dritten, aber nicht in umgekehrter Richtung vor
sich gehen kann. Es ist also; für die Wählerstufen eine Umsteuerreihenfolge bestimmter Richtung vorhanden.
Die in der Schaltung vorhandenen Verstärker Vl, V2
oder VZ können auch eingespart werden, wenn bereits
von den Kennzahlenpunkten selber geeignete Spannungen zur Kennzeichnung zur Verfügung gestellt
werden. Dies gilt auch für die in den Fig. 2 und 3 angegebenen Verstärkerstufen.'
Die Fig. 2 zeigt die Schaltung eines elektronischen
Wählers, bei dem Kompeifsationsschalter verwendet
werden. Die KompensatiönSschalter sind hier den Eingängen
der "elektronischen Schalter in den einzelnen Wählerstufen vorgeschaltet. So ist in der ersten Wählerstufe
der Kompensationsschalter SIl dem elektronischen
Schalter SIt, in der zweiten Wählerstufe der
Kompensationsschalter S22 dem elektronischen Schalter ^21 vorgeschaltet usw. Bei jeder betreffenden
Wählerstufe ist der Koppelgleichrichter, der von der in der Umsteuerreihenfolge vorhergehenden Wählerstufe
herführt, am Eingang des Kompensationsschalters
ίο angeschlossen. So ist am Eingang des Kompensationsschalters £22 der zweiten Wählerstufe der von der
ersten Wählerstufe herführende Koppelgleichrichter GIl und am Eingang des Kompensationsschalters SZZ
der dritten Wählerstufe der von der zweiten Wählerstufe herführende Koppelgleichrichter Gl 2 angeschlossen.
Außerdem ist jeweils der Koppelgleichrichter, der zur in der Umsteuerreihenfolge folgenden Wählerstufe
wegführt, am Verbindungspunkt zwischen, dem Ausgang des Kompensationsschalters und dem elektronischen
Schalter der betreffenden Wählerstufe angeschlossen. So ist am Ausgang des Kompensationsschalters S11 der Koppelgleichrichter Gl 1, am Ausgang
des Kompensationsschalters S 22 der Koppelgleichrichter G12 angeschlossen usw. Bei der Schaltung gemaß
Fig. 2 kompensieren die Kompensationsschalter den Spannungsabfall an den Koppelgleichrichtern, da
im gegebenen Fall die Kennzeichnungsspannung jeweils auf die Reihenschaltung eines Kompensationsschalters und eines Koppelgleichrichters einwirkt.
Außerdem werden hier die Kompensationsschalter zugleich vorteilhafterweise auch als Verstärker an den
einzelnen Wählerstufen mitbenutzt und erleichtern die Aussteuerung der elektronischen Schalter in diesen
Wählerstufen.
Der elektronische Wähler nach Fig. 2 arbeitet ganz analog zu dem in Fig. 1 dargestellten. Wenn z. B. vom
Kennzahlenpunkt KP 2 her der Eingang des elektronischen Schalters S2t der zweiten Wählerstufe des
elektronischen Wählers mit Kennzeichnungsspannung beaufschlagt wird, so gelangt, falls der Kontakt g2 geöffnet
ist und daher der elektronische Schalter 612 ί
nicht ansprechen kann, diese Spannung über den Koppelgleichrichter Gl 2 und den Kompensationsschalter 5 33 zum Eingang des elektronischen Schalters
5"3i. Der Spannungsabfall am Koppelgleichrichter
Gl 2 wird dabei durch den Kompensationsschalter S 33 kompensiert. Zur ersten Wählerstufe gelangt keine
Kennzeichnungsspannung, da der dort hinführende Koppelgleichrichter GIl in Sperrichtung beansprucht
wird. Wenn dagegen der Kontakt g 2 geschlossen ist, so spricht der elektronische Schalter S21 der zweiten
Wählerstufe an und verhindert unter anderem dadurch auch eine Weiterleitung der Kennzeichnungsspannung
zur dritten Wählerstufe. Bei anderen Betriebsfällen des Wählers spielen sich die Vorgänge entsprechend ab.
Die Fig. 3 zeigt eine andere Prinzipschaltung für einen elektronischen Wähler mit Kompensationsschaltern. Die Kompensationsschalter sind hier ebenfalls
in Reihe mit den Koppelgleichrichtern geschaltet, jedoch so, daß sie lediglich den Spannungsabfall an
den Koppelgleichrichtern kompensieren und auf die Verstärkung in den einzelnen Wählerstufea selber
keinen Einfluß haben. So ist der Kompensationsschalter 5121 in die Verbindungsleitung für den Kop-
pelgleichrichter Gl 1 der ersten Wählerstufe mit dem
Verstärker Vl und dem elektronischen Schalter 5" 1,
der Kompensationsschalter 6*231 in die Verbindungsleitung für den Köppelgleichrichter Gl 2 in der zweiten
Wählerstufe mit dem Verstärker V 2 und dem elektronischen Schalter S2 eingefügt usw. Als besondere
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Maßnahme ist'hier· ferner vorgesehen, daß die Aus-,
gangsmarkieradern mit Hilfe ihrer Kontaktegl, g2.
und g3 statt auf die elektronischen. Schalter in den Wählerstufen- nunmehr auf die Kompensationsschalter arbeiten.
Die Kontakte gl, §"2 und g3 sind daher an
die Kompensationsschalter 6" 121, 523f und 5 34 t angeschlossen. Die Kompensationsschalter müssen hier
noch besondere Eigenschaften haben. Sie dürfen nämlich ihre Ausgangsspannung nur dann abgeben, wenn. c,
bei der Wählerstufe, bei der der betreffende Koppelgleichrichter durch die Kennzeichnungsspannung beaufschlagt
wird, der Wählerstufenausgang besetzt ist. Außerdem muß dann die Kennzeichnungsspannung am
Eingang der Kompensationsschalter so weit zusammenbrechen, daß der elektronische Schalter der betreffenden
Wählerstufe nicht ansprechen kann, wodurch verhindert wird, daß ein Wählereingang auf den Ausgang
dieser Wählerstufe geleitet wird.
Die Vorgänge im elektronischen Wähler werden nun an Hand eines Betriebsfalles erläutert. Vom Kenn- ao
zahlenpunkt KP 2 gelangt eine Kennzeichnungsspannung auf den Eingang des elektronischen Schalters
S 2. An diesen Eingang sind zugleich der Koppelgleichrichter
Gl 1 und über den Kompensationsschalter t 5231 der Koppelgleichrichter Gl2 angeschlossen. Die
am Eingang des elektronischen Schalters S 2 auftretende Spannung hat eine derartige Polarität, daß
der Koppelgleichrichter GZ1 in Sperrichtung beansprucht
wird. Daher wird die erste Wählerstufe nicht beeinflußt. Wenn der Wählerausgang der zweiten
Wählerstufe frei ist, so hat der Kontakt g2 eine derartige Betriebslage, daß über die dort zugeführte
Spannung der Kompensationsschalter 5" 231 so beeinflußt
wird, daß er weiterhin nur diejenige Betriebslage einnimmt, in der er keine Ausgangsspannung abgibt.
Daher wird in diesem Fall die dritte Wählerstufe nicht beeinflußt. In der zweiten Wählerstufe kommt der elektronische
Schalter S2 in diejenige Betriebslage, bei der er eine Ausgangsspannung abgibt, unter deren Einfluß
das Auswerteorgan E 2 anspricht. Damit besteht eine Verbindung zwischen Eingang und Ausgang der
zweiten Wählerstufe.
Wenn dagegen der Ausgang der zweiten Wählerstufe S 2 besetzt ist, hat der Kontakt g2 eine derartige
Betriebslage, daß über die durch ihn zugeführte Spannung der Kompensationsschalter 5" 231 so beeinflußt
wird, daß er in die Betriebslage kommen kann, in der er seine Ausgangsspanung abgibt. Wenn nun der Eingang
der zweiten Wählerstufe mit Kennzeichnungsspannung beaufschlagt wird, so gelangt vom Ausgang
des Kompensationsschalters über den Koppelgleichrichter Gl 2 dessen Ausgangsspannung zur dritten
Wählerstufe und ruft dort die entsprechenden Vorgänge wie in der zweiten Wählerstufe hervor. Gleichzeitig
bricht am Eingang des Kompensationsschalters S23 t infolge seiner Schalterfunktion die dort liegende-Kennzeichnungsspannung
zusammen. Dadurch wird verhindert, daß der elektronische Schalter 52 anspricht.
Bei dieser Schaltung verhindern die Koppelgleichrichter, daß die an den Eingängen der elektronischen
Schalter 6"2 und S3 gegebenenfalls auftretenden
Kennzeichnungsspannungen eine derartige Einwirkung auf die Kompensationsschalter haben, daß deren
Arbeitsweise gestört werden könnte. Wenn die Kornpensationsschalter selber so aufgebaut sind, daß keine
störenden Einwirkungen von einer in dier Umsteuerreihenfolge
nachfolgenden Wählerstufe auf die vorhergehende auftreten können- und daher ,λ auch,. , die· a?
Funktionen der Koppelgleichrichter mit übernehmen, kann man diese selbstverständlich durch, einen ein-,
fachen Leitungskurzschluß, ersetzen. ■
Die Fig. 4 und 5-zeigen Schaltungsbeispiele für elektronische Wähler, die entsprechend· den vorstehend be-.·
schriebenen Prinzipschaltungen aufgebaut sind und. bei denen zur Realisierung der Schalter Transistoren
verwendet sind. ---..-. .-*-.. - '..:,
Die Fig, 4 zeigt die dritte Stufe eines -elektronischen
Wählers, bei dem die Kompensationsschalter fürdie^ Kompensierungdes Spannungsabfalls und für die Verstärkung-
in den einzelnen Wählerstufen zugleich be-, nutzt werden. Diese Wählerstuf e enthält die pnp-Tran-sistoren
T 3, T331, T 332 und T 3 t.. Im Vergleich "zu.-der
Prinzipschaltung der Fig. 2 entspricht der Transistor T 3 dem Verstärker V 3, der Transistor T 331?
mit dem Transistor Γ 332 zusammen dem Kompen-?-
sationsschalter 533 und der TransistorT3t dem elektronischen
Schalter 531. Zur dritten Wählerstufe führt
der Koppelgleichrichter Gl 2, und von dort weg führt der Koppelgleichrichter G13. Die ■ Transistoren X3,
T 331 und T 332 sind in Emitterschaltung verwendet,
und in Kette geschaltet. Sie haben die Kollektqrwiderständei?32,
i?34 und R 35. Außerdem sind noch die
Basisvorwiderstände J? 31 und R 36 zur Zuführung von Basisvorspannungen vorgesehen. Der Widerstand i?_33-dient
zur richtigen Bemessung der/von der vorher-; gehenden Wählerstufe über den Koppelgleichrichter
Gl2 zugeführten Spannung.JDer Gleichrichter G'3 verhindert eine Ableitung diener Spannung über den
Transistor T 3, wenn dieser-leitend ist. Die Schaltung
für den Transistor T3t ist so ausgeführt, daß sie als
Koinzidenzschaltung wirkt und der Transistor leitend wird, wenn der Kontakt g 3 geschlossen ist, also der
Wählerstufenausgang frei ist und gleichzeitig am Kollektor des Transistors.T332, welcher den Ausgange
des Kompensationsschalters darstellt, die Ausgangsspannung auftritt. Der Transistor T3t hat den Basisvorwiderstand
R 37, an dessen freiem Ende entweder die über den Kontakt g 3 zugeführte Spannung —£76
oder die über den Widerstand R 39 zugeführte Spannung — E/l liegt. Am Emitter des Transistors T3t
sind noch der Emitterwiderstand R 38 und das Auswerteorgan £3 angeschlossen. Auf die Emitter,
Kollektoren und Basen der Transistoren arbeiten die Betriebsspannungen· —U1 bis -— U 6, von denen in
dieser Reihenfolge die folgende jeweils negativer gegen Masse als die vorhergehende ist. In der Fig. 4
ist auch ein zahlenmäßiges Beispiel dafür angegeben, wie groß diese Spannungen gemacht werden können.
Es wird nun die Arbeitsweise dieser Wählerstufe bei den beiden Betriebsfällen beschrieben. Zunächst
möge der Wählerstufe vom Kennzahlenpunkt KP 3 eine Kennzeichnungsspannung zugeführt werden, um
eine leitfähige Verbindung zwischen dem Eingang und dem Ausgang dieser Wählerstufe zu bekommen. Im
Ruhezustand der Wählerstufe ist nun der Kontakt k 3, der für diesen Zweck vorgesehen ist, geöffnet. Daher
ist der Transistor Γ 3 unter dem Einfluß der auf ihn
einwirkenden Betriebsspannungen — U 2, —{75 und
— U 6 leitend, da seine Basis negativer als sein Emitter
ist. Seine Emitterspannung —U2 wirkt deshalb über
seinen Kollektor auf die Basis des angekoppelten Transistors T 331 ein, an dessen Emitter die Spannung
— i/3 liegt und dessen Kollektor unter dem Einfluß
der Spannung ^U5 steht. Seine Basis- ist daher
positiver als sein Emitter, und er ist daher gesperrt. Der Emitter des Transistors Γ 332 liegt an "der Spannung
—1/4. Sein Kollektor liegt über den Kollektorwiderstand
R 35 an der Spannung — E/6. Seine Basis
steht unter dem Einfluß der Kollektorspannung des
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Transistors T 331. Diese ist negativer als die Emitterspannung
— [74 des Transistors T 332, und daher ist dieser leitend. Am Kollektor des Transistors TZt liegt
daher die Spannung —[74. Die gleiche Spannung wirkt über den Widerstand R 38 auf seinen Emitter
ein. Zwischen seinem Emitter und seinem Kollektor liegt daher kein Spannungsgefälle, und der Transistor
TZt ist daher nicht leitend. Das Auswerteorgan BZ wird in diesem Fall nicht zum Ansprechen gebracht.
Nunmehr möge der Kontakt k 3 geschlossen werden, wodurch sich die Massespannung als Kennzeichnungsspannung auf die Basis des Transistors TZ auswirkt
und wodurch dieser gesperrt wird. Daher wird seine Kollektorspannung negativer und wird auch negativer
als die Emitterspannung des an ihm mit seiner Basis angeschlossenen Transistors T 331, der daher nunmehr
leitend wird. Dessen Kollektorspannung wird daher positiver, wodurch der Transistor Γ 332 gesperrt wird.
Auf den Kollektor des Transistors TZt wirkt nunmehr über den Widerstand R35 die Spannung — [76
ein. Bei geeigneter Basisspannung kann daher der Transistor TZt leitend werden. Wenn der Ausgang
dieser Wählerstufe frei ist, so wirkt sich auf die Basis des Transistors TZt die Spannung — i/6 aus, da dann
der Kontakt g Z geschlossen ist, und der Transistor TZt wird leitend, wodurch dem Auswerteorgan E 3
eine um so viel negativere Spannung als zuvor zugeführt wird, daß es anspricht. Durch das Leitendwerden
des Transistors TZt wird fernerhin bewirkt, daß, wenn der Transistor T 332 gesperrt ist, dem
Koppelgleichrichter Gl Z eine weniger negative Spannung zugeführt wird, als wenn der Transistor TZt
ebenfalls gesperrt ist. Der Koppelgleichrichter Gl 3 wird nämlich nunmehr von einem Abgriff des aus den
Widerständen R35 und RZB bestehenden Spannungsteilers
gespeist, dessen Widerstände R 35 und i?38 durch den leitenden Transistor TZt verbunden sind.
Der Spannungsteiler liegt zwischen den Spannungen
— [76 und der nur wenig negativen Spannung — [74. Die dem Koppelgleichrichter GlZ jetzt zugeführte
Spannung ist wesentlich weniger negativ als die Spannung — [76 und kann eine folgende Wählerstufe nicht
beeinflussen.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß es besonders vorteilhaft ist, an den Emitter des Transistors TZt
einen weiteren Transistor in Emitterschaltung mit seiher Basis als Verstärkerstufe anzuschließen. Man
kann dann dessen Betriebsspannungen so einstellen, daß er auch leitend wird, wenn der Transistor TZt
leitend wird. In diesem Zustand gleicht sich seine Basisspannung seiner Emitterspannung an, die wesentlich
weniger negativ als die Spannung — [7 6 gewählt Werden kann. Diese Spannung wird dann über die
leitende Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors TZt und über den Gleichrichter GlZ der nächsten
Wählerstufe zugeführt. Da sie wesentlich weniger negativ als die Spannung — [76 ist, kann sie diese jedoch
nicht beeinflussen.
Wenn der Ausgang der Wählerstufe dagegen besetzt ist, so ist der Kontakt gZ geöffnet, und auf die Basis
wirkt sich die gegen die Emitterspannung -Ui positivere
Spannung—Ui aus. In diesem Fall kann der
Transistor TZt nicht leitend werden. Gleichzeitig wirkt sich über den Widerstand R 35 die Spannung
— [76 auf den Koppelgleichrichter GlZ und auf die
dort weiterhin angeschlossene folgende Wählerstufe aus, ohne daß eine Spannungsanhebung über den Transistor
TZt und den Widerstand R38 erfolgt. Diesmal
kann die folgende Wählerstufe beeinflußt werden.
Die in der Umsteuerreihenfolge folgende Wählerstufe ist nun genauso aufgebaut wie die in Fig. 4 dargestellte
Wählerstufe. Es kann daher, um die Auswirkung der Zuleitung der negativen Kennzeichnungsspannung
über den Koppelgleichrichter Gl Z zu err' kennen, dementsprechend angenommen werden, daß
der durch keine andere Kennzeichnungsspannung beaufschlagten Wählerstufe der Schaltung gemäß Fig. 4
über den Koppelgleichrichter G12 dieselbe Spannung
ίο zugeführt wird. Der Transistor TZ ist im Ruhezustand
und daher leitend, und der Transistor T331 ist zunächst
gesperrt. Über den Koppelgleichrichter Gl 2 wird durch die zugeführte negative Kennzeichnungsspannung die Basis um so viel negativer gemacht, daß
sie negativer als seine Emitterspannung wird, so daß der Transistor T 331 leitend wird. Der Gleichrichter
G 3 wird in Sperrichtung beansprucht und verhindert dabei, daß die über den Koppelgleichrichter Gl 2 zugeführte
Spannung durch die am Emitter des leitenden Transistors TZ liegende, weniger negative Spannung
— [72 unterdrückt wird. Die angeschlossenen Transistoren T332 und TZt ändern nun ebenfalls ihre
Betriebslage, und das Auswerteorgan E Z spricht an, sofern der Wählerstufenausgang frei ist. Wenn er nicht
frei ist, so wird über den Koppelgleichrichter Gl Z die nächste dort angeschlossene Wählerstufe in entsprechender
Weise beeinflußt. In ganz analoger Weise spielen sich die anderen Betriebsfälle bei einem derartigen
elektronischen Wähler mit Transistoren ab.
Die Fig. 5 zeigt die dritte Stufe und einen Teil der
'"·'· vierten Stufe eines elektronischen Wählers, bei dem die Verstärkerwirkung der Kompensationsschalter nur
für die Kompensierung des Spannungsabfalls an den Koppelgleichrichtern ausgenutzt wird und bei dem die
zu den Ausgangsmarkieradern gehörenden Kontakte an die Kompensationsschalter statt an die elektronischen
Schalter in den Wählerstufen angeschlossen sind. Bei dieser Wählerstufe ist kein Verstärker vorgesehen,
der den Verstärkern Vl, V2, VZ .. . bei den
anderen Wählern entspräche. Zur dritten Wählerstufe gehören die pnp-Transistoren TZ, TZiIt und TZ42t.
Im Vergleich zu der Prinzipschaltung der Fig. 3 entsprechen der Transistor TZ dem elektronischen
Schalter SZ und die beiden Transistoren T3411 und
T342i dem Kompensationsschalter SZit. Von der
zweiten Wählerstufe her führt der Koppelgleichrichter Gl 2 zur dritten Wählerstufe, und von dort führt der
Koppelgleichrichter GlZ zur vierten Wählerstufe hin. Der Transistor T 3 wird in Emitterschaltung verwendet
und ebenso der Transistor T 342 £. Sie haben die Kollektorwiderstände R 38 und i?34. Außerdem sind
bei ihnen noch die Basisvorwiderstände RZ7 und RZZ zur Zuführung von Basisvorspannungen vorgesehen.
Die Schaltung für den Transistor T3411 ist so ausgeführt,
daß sie als Koinzidenzschaltung wirkt und der ■ Transistor leitend wird, wenn der Umschaltekontakt:
§■3 in der Ruhelage ist. Dies ist der Fall, wenn der
Wählerstufenausgang frei ist und wenn gleichzeitig an
seiner Basis, welche den Eingang des Kompensationsschalters
darstellt, die Kennzeichnungsspannung ätif-
' tritt. Der Transistor T 3411 hat den Kollektorwiderstand
2? 31. Am Emitter sind die Widerstände R 35 und i?36 angeschlossen. Über den Widerstand R 36 und
und den Kontakt g Z wird seine Emitterspannung nach Maßgabe der Betriebszustände des Ausgangs der
dritten" Wählerstufe (also ob frei oder besetzt) angelegt. Die Basis des Transistors T 3421 ist über den.
Widerstand R 32 an den Transistor T341f angekoppelt.
Um das Zusammenarbeiten der dritten Wählerstufe mit der vierten Wählerstufe verdeutlichen
zu können, ist noch von der vierten Wählerstufe der Transistor T4 mit seinen Widerständen R47 und 2? 48
dargestellt. Auf die Emitter, Kollektoren und Basen der Transistoren arbeiten die Betriebsspannungen
— U2, — {73, —{74 und —U6, die denen bei der
Schaltung gemäß Fig. 4 entsprechen. Bei dieser Schaltung wird das Kennzeichnungspotential von den Kennzahlenpunkten
über Widerstände geliefert. Bei dem Kennzahlenpunkt ifP 3 ist das der Widerstand R 39,
und beim Kennzahlenpunkt KP 4 ist dies dies der Widerstand R 49.
Es wird nun die Arbeitsweise dieser Wählerstufe bei verschiedenen Betriebsfällen beschrieben. Zunächst
möge der dritten Wählerstufe nur vom Kennzahlenpunkt KP 3 her die Kennzeichnungsspannung zügeführt
werden, d. h. daß der Wählereingang der dritten Wählerstufe einen Wählerausgang anfordert, damit
der Ausgang einer Wählerstufe auf diesen Wählereingang leitend verbunden wird. Diese Spannung wird
dadurch zugeleitet, daß der Umschaltekontakt k 3 in ao seine Arbeitslage kommt. Hierdurch wird statt Masse
nunmehr die dagegen negative Spannung — U 6 über den Widerstand R 39 an die Basen der Transistoren
T 3 und T341i gelegt. Im Ruhezustand bewirkt die
über den Widerstand R37 zugeführte Spannung — U2,
daß die Transistoren T 3 und Γ341ί gesperrt sind, da
in diesem Falle ihre Basisspannungen nicht negativer als ihre Emitterspannungen sind. Der Transistor
T342i ist in diesem Betriebszustand der elektrischen
Schaltvorrichtung leitend, da seine Basis an einem Abgriff des aus den Widerständen i?31-7?32-i?33 bestehenden
Spannungsteilers angeschlossen ist, der zwischen Masse und der Spannung — U 6 liegt und so
bemessen ist, daß die Basis eine Spannung abgreift, die negativer als seine Emitterspannung — U 2 ist. Am
Kollektor des Transistors T 3421 liegt, wenn dieser
Transistor leitend ist, etwa seine Emitterspannung
— U2. Diese Spannung ist nicht negativ genug, um
über den dort angeschlossenen Koppelgleichrichter Gl 3 die folgende Wählerstufe mit dem Transistor T 4 usw.
zu beeinflussen. Einwirkungen von dieser Wählerstufe auf den Transistor T342i werden durch die sich gegebenenfalls
auswirkende Sperreigenschaft des Koppelgleichrichters Gl 3 vermieden. Es möge nun, wie bereits
erwähnt, die Spannung — {76 vom KennzahlenpunktKP3
her über den Widerstand R 39 auf die Transistoren T 3 und T 3411 einwirken. Dies kann sich
verschieden auswirken, je nachdem, ob der Ausgang dieser dritten Wählerstufe frei oder besetzt und demnach
der Umschaltkontakt g3 in Ruhelage oder Arbeitslage ist.
Zunächst werden die Vorgänge in der Schaltung beschrieben, die auftreten, wenn der Ausgang frei und
der Umschaltekontakt g 3 in der Ruhelage ist. Der Transistor Γ 341 ί ist mit seinem Emitter an den Spannungsteiler
R35-R36 angeschlossen, der in diesem Zustand der Schaltung zwischen den Spannungen
— U3 und — (76 liegt, womit am Emitter eine Spannung
liegt, die negativer als die Spannung — U 3 ist. Der Spannungsteiler R35-R36 ist nun so zu bemessen,
daß die Emitterspannung des Transistors T341i noch
merklich negativer als die Spannung —{74 ist. Sie muß so negativ sein, daß die bei den verschiedenen
Betriebsfällen an der Basis des Transistors T 3411 auftretenden
Spannungen positiver als diese Emitterspannung sind, damit der Transistor T341i in jedem Fall
gesperrt bleibt. Dies läßt sich durch entsprechende Bemessung des Spannungsteilers i? 35-2? 36 sicher erreichen.
Am Emitter des Transistors T 3 dagegen liegt die Spannung — C/4. Der Transistor T 3 ist im Ruhezustand
der Schaltung gesperrt. Wenn der Kontakt kZ in die Arbeitslage kommt, wirkt sich über ihn und
über den Widerstand 2? 39 die Spannung — ?76 auf die
Transistoren T3 und T341i aus. Deren Basen liegen
dann nämlich an dem Mittelabgriff des Spannungsteilers 2? 39-2? 37, der zwischen den Spannungen — i72
und —1/6 liegt. Dieser Spannungsteiler ist so zu bemessen,
daß die dort in diesem Betriebsfall abgegriffene Spannung negativer als die Emitterspannung
— C/4 des Transistors T 3 und positiver als die
Emitterspannung des Transistors Γ 341 ί ist. Daher
wird durch die dort abgegriffene Spannung nur der Transistor T 3 leitend gemacht.
Durch die damit verknüpfte Spannungsänderung an seinem Kollektor spricht das dort angeschlossene Auswerteorgan
E 3 an und bewirkt damit die leitende Verbindung zwischen dem Eingang dieser Wählerstufe
und dem zugehörigen Wählerstufenausgang. Ein Umsteuervorgang findet nicht statt, da der Transistor
T 3411 in seiner Ruhelage bleibt.
Es wird nun der Betriebsfall betrachtet, bei dem der Ausgang der Wählerstufe besetzt ist und der Kontakt
g3 Masse statt der Spannung— {76 an den Widerstand
2? 36 anlegt. Dadurch wird die Emitterspannung im Vergleich zu dem vorher betrachteten Betriebsfall
wesentlich positiver. Sie ist auch positiver als seine Kollektorspannung. Wenn der Umschaltekontakt k 3
in der Arbeitslage ist, so wirkt sich die Spannung
— {76 auf den Transistor T341i über den Widerstand
2? 39 diesmal so aus, daß er leitend wird, da seine Basisspannung negativer als seine Emitterspannung
ist. Die Spannung an seinem Kollektor wird infolgedessen positiver, da in seinem leitenden Zustand die
positivere Emitterspannung sich nunmehr auch auf den Kollektor auswirkt. Damit erhält aber auch die
über den Widerstand R 32 angekoppelte Basis des Transistors T 3421 eine positivere Spannung. Bei geeigneter
Dimensionierung der in diesem Zusammenhang wirksamen Widerstände 2? 31, 2? 32 und .R 33
wird diese Basisspannung positiver als die betreffende Emitterspannung, so daß der Transistor Γ 342 ί nunmehr
gesperrt wird. Dadurch wird seine Kollektorspannung negativer, da der Kollektor nunmehr nur noch
unter dem Einfluß der über den Kollektorwiderstand 7? 34 zugeführten Spannung — i76 steht. Die vom
Kollektor über den Koppelgleichrichter Gl 3 der vierten Wählerstufe zugeführte Spannung ist dann so
negativ, daß sie sich genauso wie die vom zugehörigen Kennzahlenpunkt KP 4 gegebenenfalls zugeführte
Spannung—{76 auswirken kann. Es wird daher in diesem Falle eine Umsteuerung von der dritten auf die
folgende angeschlossene Wählerstufe durch den elektronischen Wähler bewirkt.
Es ist nun noch zu zeigen, daß durch das Leitendwerden des Transistors T3411, was ja zugleich bedeutet,
daß der Kompensationsschalter anspricht, verhindert wird, daß der Transistor T 3 leitend wird,
damit die Eindeutigkeit des Umsteuervorganges gewahrt ist. Andernfalls würde nämlich ein Eingang des
Wählers zugleich auf mehrere Ausgänge in verschiedenen Wählerstufen geleitet werden. Es stellt sich nun
durch das Leitendwerden des Transistors T 3411 an
seiner Basis etwa dieselbe Spannung ein, wie sie an seinem Emitter vorhanden ist. Diese Spannung liegt
zwischen Masse und der Spannung — ?73 und ist daher wesentlich weniger negativ als die Spannung—!76,
welche gegebenenfalls auf den Transistor T 3 über den Widerstand R39 einwirkt. Sie ist sogar positiv gegen
die an dem Emitter des Transistors T 3 liegende Spannung — Γ74 und bewirkt daher, daß der Transistor T 3
909 558/96
nicht leitend werden kann. Damit ist der gewünschte Effekt erzielt. Man kann diesen Effekt "auch so beschreiben,
daß man angibt, daß die von dem Kennzahlenpunkt
gelieferte Kennzeichnungsspannung wegen Belastung durch den Transistor T341 f im leitenden
Zustand so weitgehend zusammenbricht, daß sie nicht mehr den Transistor T 3 in seinen leitenden Zustand
bringen kann.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung für einen elektronischen Wähler, bei dem die Eingänge sowohl mit jeweils
zugeordneten Wählerausgängen über einen elektronischen Schalter als auch über Koppelgleichrichter
entsprechender Durchlaßrichtung mit den elektronischen Schaltern anderer Ausgänge stufenweise in
wählbarer Folge derart gekoppelt sind, daß bei Kennzeichnung eines bestimmten Einganges dieser
bei Freisein des zugeordneten Wählerausganges auf diesen geleitet wird und bei Besetztsein des zugeordneten
Wählerausganges auf den nächsten freien Wählerausgang umgeleitet wird, z. B. für
Umsteuervorgänge in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, nach Patent 1 028 623, dadurch
gekennzeichnet, daß den Koppelgleichrichtern (G/1... G/4) zugeordnete Schaltmittel (SIl...
S4A, Fig. 2; S 12 t... S 34 t, Fig. 3) vorgesehen
sind, mit deren Hilfe der Spannungsabfall kompensiert wird, der an den Koppelgleichrichtern
(G/ 1... Gl4) bei Beanspruchung in Durchlaßrichtung
durch eine Durchlaßspannung auftritt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als den Koppelgleichrichtern
(G/1 ... Gl4) zugeordnete Schaltmittel in
Reihe mit den betreffenden Koppelgleichrichtern (G/1 . . . G/4) liegende Kompensationsschalter
(SH, S 22 ...; S 12 t, S 23 t. ..) vorgesehen sind, welche bei Vorhandensein einer Kennzeichnungsspannung an ihren Eingängen eine damit gleich-
artige und mindestens um den Betrag des Spannungsabfalls größere Ausgangsspannung an ihren
Ausgängen abgeben.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsschalter
(SIl, S22, S33, 544; Fig. 2) den Eingängen der elektronischen Schalter (SIt, S2t,
S3t, Sit) in den Wählerstufen vorgeschaltet sind
und daß bei jeder betreffenden Wählerstufe der von der jeweils in der Umsteuerreihenfolge vorhergehenden
Wählerstufe herführende Koppelgleichrichter (G/2) am Eingang des zugehörigen Kompensationsschalters
(S 33) und der zur in der Umsteuerreihenfolge folgenden Wählerstufe wegführende
Koppelgleichrichter (G/3) am Verbindungspunkt zwischen dem Ausgang des Kompensationsschalters (S33) und dem elektronischen Schalter
(5"3i). der betreffenden Wähler stufe angeschlossen
ist, wodurch der Kompensationsschalter (S 33) zugleich auch als Verstärker in der Wählerstufe mitbenutzt
wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsschalter (.S 33) durch Hintereinanderschaltung
zweier Transistoren (T 331, Γ 332; Fig. 4) in Emitterschaltung gebildet wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Koppelgleichrichtern
(G/1... G/3; Fig. 3) solche Kompensationsschalter (S 12 t, S23t, S3At) vorgeschaltet sind, welche
ihre Ausgangsspannung nur dann abgeben, wenn bei der Wählerstufe, deren betreffender Koppelgleichrichter
(GH) beaufschlagt wird, der Wählerausgang besetzt ist, und daß die Kennzeichnungsspannung am Eingang des Kompensationsschalters
(S 12 t), wenn dieser die Ausgangsspannung abgibt, infolge dieser Schalter funktion so weit zusammenbricht,
daß der elektronische Schalter (S 1) der betreffenden Wählerstufe nicht ansprechen
kann,- wodurch verhindert wird, daß ein Wählereingang
auf den Ausgang dieser Wählerstufe geleitet wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsschalter durch einen in Koinzidenzschaltung betriebenen
ersten Transistor (T 3411; Fig. 5), der
bei Koinzidenz zwischen dem Auftreten von Kennzeichnungsspannung und Besetztsein des zugehörigen
Wählerausganges in eine bestimmte Betriebslage kommt, und einen zweiten Transistor (T 342 i)
in Emitterschaltung gebildet wird, der an die Ausgangselektrode (Kollektor) des ersten Transistors
(T 34Ii) angekoppelt ist und der im Koinzidenzfall so gesteuert wird, daß er die vorgesehene Ausgangsspannung
des Kompensationsschalters (5"34f;
Fig. 3) abgibt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Transistor
(T34Ii) einen Emitter- und einen Kollektorwiderstand
(R 35, R 31) hat, daß an seiner Basis der Eingang der die Kennzeichnungsspannung liefernden
Wählerstufe, an seinen Emitter über einen entsprechenden Widerstand (R36) der Ausgang der
zugehörigen Wählerstufe (Kontakt g 3) und an seinen 'Kollektor der zweite Transistor (T 342 i)
angekoppelt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 558/96 6.59
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