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DE1059940B - Wismut-Tellur-Thermoelement zur elektrothermischen Kaelteerzeugung - Google Patents

Wismut-Tellur-Thermoelement zur elektrothermischen Kaelteerzeugung

Info

Publication number
DE1059940B
DE1059940B DET13931A DET0013931A DE1059940B DE 1059940 B DE1059940 B DE 1059940B DE T13931 A DET13931 A DE T13931A DE T0013931 A DET0013931 A DE T0013931A DE 1059940 B DE1059940 B DE 1059940B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thermocouple
cold
leg
negative
legs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET13931A
Other languages
English (en)
Inventor
Yoshio Suge
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TOHO DENTAN KK
Original Assignee
TOHO DENTAN KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TOHO DENTAN KK filed Critical TOHO DENTAN KK
Publication of DE1059940B publication Critical patent/DE1059940B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N10/00Thermoelectric devices comprising a junction of dissimilar materials, i.e. devices exhibiting Seebeck or Peltier effects
    • H10N10/80Constructional details
    • H10N10/85Thermoelectric active materials
    • H10N10/851Thermoelectric active materials comprising inorganic compositions
    • H10N10/852Thermoelectric active materials comprising inorganic compositions comprising tellurium, selenium or sulfur

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Wismut -Tellur -Thermoelement zur elektrothermischen Kälteerzeugung Es ist entsprechend der Theorie der elektrothermischen Kälteerzeugung nach Altenkirch bekannt, daß gewisse, aus einem negativen und einem positiven Schenkel zusammengesetzte Elemente bei Stromdurchfluß eine Abkühlung zeigen. Die maximale Abkühlung, die Kälteleistung und das Wärmeverhältnis wächst mit steigendem Peltier-Koeffizienten und nach der 1. Thomsonschen Gleichung proportional zur differentiellen Thermokraft. Sowohl die maximale Abkühlung wie die Kälteleistung ergeben sich aus einer Energiebilanz, in der auf der einen Seite die Peltier-Kälte, auf der anderen Seite die Joulesche Wärme und der Wärmefluß von der warmen zur kalten Lötstelle durch die Thermoelementschenkel stehen. Daraus folgt, daß diese Schenkel zur Verminderung der Jouleschen Wärme einen geringen spezifischen Widerstand (Ohm cm) haben sollen. Wegen der Wärmezufuhr ist jedoch eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit (Watt/ cm Grad) erwünscht. Diese beiden Größen stehen wiederum durch das Wiedemann-Franzsche Gesetz miteinander in Verbindung. Die kritische Abkühlung und die maximale Kälteleistung sind von der effektiven Thermokraft der verwendeten Thermoelementkombination abhängig. Eine Übersicht über die bisher mit verschiedenen Thermoelementkombinationen erreichten Thermokräfte gibt die nachfolgende Aufstellung:
    38 Sb/62 Te-63 Pb/37 Te .............. 143 V/Grad
    38 Sb/62 Te-61,9 Pb/38,1 Te ........... 142 V/Grad
    41,72 Zn/58,28 Sb-63 Pb/37 Te ......... 137 V/Grad
    41,72 Zn/58,28 Sb-61,9 Pb/38,1 Te ...... 136 V/Grad
    41,72 Zn/58,28 Sb-64 Pb/36 Te ......... 133 V/Grad
    Diese Kombinationen würden einstufig eine maximale Temperaturdifferenz von 22 bis 25° C zulassen. Als die beste bekannte Kombination wird angesehen:
    1 Bi/99 Te-52 Bi/58 Te
    34,94 Zn/65,06 Sb -91 Bi/Sb
    Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun ein Wismut-Tellur-Thermoelement vorgeschla@en, dessen Werte noch bedeutend günstiger liegen a@@ diejenigen der bekannten Elemente.
  • Gemäß der Erfindung enthalten die thermoelektrischen Kontaktstellen positive Schenkel aus Bi2Te3, vermischt mit kleinen Mengen Verunreinigungen, z. B. Thallium, und negative Schenkel, bei denen das Verhältnis von Bi zu Te zwischen 1:1,75 und 1:2,5 (z. B. Bi4Te7 bis Bi2Te5) liegt, vermischt mit kleinen Mengen von Verunreinigungen.
  • In den Zeichnungen sind schematisch die Legierungsbereiche, die thermoelektrische Kraft h (V Grad-1), der spezifische elektrische Widerstand (Ohm cm) und die Wärmeleitfähigkeit (cal - cm-' - Grad-) veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 die Werte für einen Schenkel aus 40 Molprozent Bi und 60 Molprozent Te, verunreinigt mit Thallium, Fig. 2 die Werte für einen Schenkel aus 33 Molprozent Bi und 67 Molprozent Te, verunreinigt mit Quecksilber, Fig. 3 einen Schenkel aus 36 Molprozent Bi und 64 Molprozent Te, verunreinigt mit Quecksilber, Fig. 4 einen Schenkel aus 29 Molprozent Bi und 71 Molprozent Te, verunreinigt mit Quecksilber, Fig. 5 einen Schenkel aus 40 Molprozent Bi und 60 Molprozent Te, verunreinigt mit HgBr2, und Fig. 6 ein Diagramm, das die Abhängigkeit der thermoelektrischen Kraft h von dem Tellurgehalt in einer Bi-Te-Legierung veranschaulicht.
  • Entsprechend Fig.1 werden maximale Werte bei einem Gehalt von 0,6 Gewichtsprozent Thallium des Bi-Te-Schenkels (40:60) erreicht, nämlich h = 187 und z = 110 . 10-7. Die Wärmeleitfähigkeit dieses Schenkels ist 2,0.10-2.
  • Gemäß Fig.2 werden maximale Werte des Bi-Te-Schenkels (33:67) bei Beimischung von 0,2 Gewichtsprozent Hg, nämlich h = -186 und z = 226 ₧ 10-7, erzielt. Die Wärmeleitfähigkeit dieses Schenkels ist 1,9.10-2.
  • Gemäß Fig.5 werden maximale Werte des Bi-Te-Schenkels (40:60) bei Beimischung von 0,15 Gewichtsprozent Hg Br, erreicht, nämlich h = -169 und z = 240 10-7. Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 2,0 - 10-2 (0 bis 0,20/o HgBrz) und 2,2 - 10-2 (ab 0,30/o HgBrz). Gemäß der Erfindung können folgende Temperaturgefälle unter Zimmertemperatur (18° C) erzielt werden:
    Temperaturgefälle
    Positiver Negativer unter
    Schenkel Schenkel Zimmertemperatur
    (18°C)
    Bi2Te3 + Tl Bi1Te3 + Hg 46° C max.
    T1 = 0,6 Ge- Hg = 0,2 Ge-
    wichtsprozent wichtsprozent
    h = 187 h = -186 38° C min.
    = 1,6 ₧ 10-3 = 0,8 ₧ 10-3
    = 2,0 ₧ 10-2 = 1,9 . 10-2
    Bi2Te3 + T1 Bi2Te3 + HgBr2 45° C max.
    T1 = 0,6 Ge- HgBr2 = 0,15 Ge-
    wichtsprozent wichtsprozent
    h = 187 h = -169 37° C min.
    = 1,6 ₧ 10-3 = 0,6 ₧ 10-3
    = 2,0 ₧ 10-2 = 2,0 ₧ 10-2
    Die gemäß der Erfindung vorgeschlagenen Thermoelemente können, wie insbesondere Fig. 6 zeigt, je nach dem Anteil an Tellur sowohl als positive als auch als negative Schenkel dienen. Man erhält also einen positiven Halbleiter bei einer Zusammensetzung von etwa Bi2Te3 und einem negativen Halbleiter von einer Legierung, deren Zusammensetzung ungefähr Bi1Te, ist.
  • Die erzielbare thermoelektrische Kraft ist, wie die Figuren zeigen, von der Menge und der Art der zugegebenen Verunreinigung abhängig. Wenn dem positiven Bi2Te3- Schenkel Kupfer oder Silber zugegeben wird, wird die thermoelektrische Kraft bei etwa 0,20/, Verunreinigung Null. Bei darüberliegenden Konzentrationen an Kupfer oder Silber werden die Schenkel negativ, wobei sich eine maximale thermoelektrische Kraft bei 0,501, Verunreinigung ergibt. Es können im negativen Schenkel folgende Werte erzielt werden: h = -150 bis -200; = 2 10-3; = 2 ₧ 10-2 Durch Zugabe von Kupfer erhöht sich die Festigkeit des Materials.
  • Ebenfalls durch Zugabe von Zinn, Cadmium, Quecksilber oder anderer Verbindungen dieser Gruppe wird der h-Wert gesenkt, und zwar bei Zinn am schwächsten und bei Quecksilber am stärksten. Bei höheren Prozentsätzen dieser Verbindungen, beispielsweise bei 20/, Cadmium, werden die Elemente in negative Elemente umgewandelt. Bei Zugabe von Gallium, Indium, Thallium oder anderer Verbindungen dieser Gruppe wird die thermoelektrische Kraft erhöht. Ga erhöht allerdings den Widerstand, während T1 den Widerstand eher verringert. Folgende Werte wurden erzielt
    Die Zugabe von T1 ist dementsprechend sehr günstig. C, Si, Ge, Sn, Tb oder andere Elemente dieser Gruppe verringern den Wert von h. Sn verändert das Vorzeichen von h bei einem Gehalt in der Größenordnung von 10/,. Sb verringert den Wert von h, während Bi den Wert von h erhöht.
  • Von der Gruppe S, Se, Te verringern Se und Te den Wert von h. Die Zugabe von S ist nicht wünschenswert, weil es den Widerstand erhöht.
  • Von den Elementen der Gruppe Cl, Br, J usw. bewirkt Jod einen Umschlag zum negativen Element bei ungefähr 0,5 % mit h = -100, o = 0,8 ₧ 10-3. An Stelle eines mit J verunreinigten Bi2Te3- Negativschenkels wird jedoch besser ein Bi2Te2- Schenkel verwendet.
  • Nickel bewirkt eine Verringerung des h-Wertes, ändert aber das Vorzeichen nicht.
  • In ähnlicher Weise wurde Verunreinigung für den negativen Schenkel erprobt. Es zeigte sich dabei, daß am günstigsten Quecksilber verwendet wird. Durch Zugabe von 0,07 % Quecksilber zu Bi1Te2 wird h = -160 und = 0,8 ₧ 10-3 erzielt gegenüber h = -140 und O = 1 ₧ 10-3 für Bi1Te2 allein.
  • Die günstigste Kombination ist also Thallium für den positiven Bi2Te3- Schenkel und Quecksilber für den negativen Bi1Te2- Schenkel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wismut-Tellur-Thermoelement zur elektrothermischen Kälteerzeugung, dadurch gekennzeichnet, daß die thermoelektrischen Kontaktstellen positive Schenkel aus Bi2Te3, vermischt mit kleinen Mengen Verunreinigungen, z. B. Thallium, und negative Schenkel, bei denen das Verhältnis von Bi: Te zwischen 1:1,75 und 1:2,5 (z. B. Bi4Te, bis Bi2Te5) liegt, vermischt mit kleinen Mengen von Verunreinigungen, enthalten. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 277624, 280696, 872 210, 906 813; Zeitschrift »Kältetechnik«, 1953, Heft 6, S. 150 bis 157; Zeitschrift »Die Kälte«, 1957, Heft 1, S. 3 bis 10.
DET13931A 1956-07-31 1957-07-27 Wismut-Tellur-Thermoelement zur elektrothermischen Kaelteerzeugung Pending DE1059940B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1059940X 1956-07-31

Publications (1)

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DE1059940B true DE1059940B (de) 1959-06-25

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ID=14422258

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET13931A Pending DE1059940B (de) 1956-07-31 1957-07-27 Wismut-Tellur-Thermoelement zur elektrothermischen Kaelteerzeugung

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DE (1) DE1059940B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1162436B (de) * 1959-07-13 1964-02-06 Western Electric Co Thermoelektrische Anordnung

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE280696C (de) * 1912-04-03
DE277624C (de) *
DE872210C (de) * 1949-03-25 1953-03-30 Siemens Ag Anordnung zur Waermefoerderung mittels Thermoelementen, insbesondere zur elektrothermischen Kaelteerzeugung
DE906813C (de) * 1951-11-03 1954-03-18 Siemens Ag Thermoelement, insbesondere zur elektrothermischen Kaelteerzeugung

Patent Citations (4)

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