DE1059641B - Vorrichtung zum Betrieb von Laufwagen fuer Schienen- oder Kabelkrane - Google Patents
Vorrichtung zum Betrieb von Laufwagen fuer Schienen- oder KabelkraneInfo
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- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
- B66C21/00—Cable cranes, i.e. comprising hoisting devices running on aerial cable-ways
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- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G23/00—Forestry
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- B66C2700/01—General aspects of mobile cranes, overhead travelling cranes, gantry cranes, loading bridges, cranes for building ships on slipways, cranes for foundries or cranes for public works
- B66C2700/011—Cable cranes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betrieb von Laufwagen für Schienen- oder Kabelkrane,
bei denen der Laufwagen von zwei Drahtseilen mit an je einer Antriebsvorrichtung angeschlossenen Winden
in entgegengesetzten Richtungen bewegt wird.
Es ist bekannt, bei Antrieben für mehrere Bewegungen von Kranen, Fördervorrichtungen u. dgl.
Flüssigkeitsgetriebe vorzusehen, bei denen die Flüssigkeitsmotoren unabhängig voneinander regelbar sind.
Es ist ferner eine Greiferwinde bekannt, bei der die Hubtrommel und die Haltetrommel von je einem
Flüssigkeitsmotor angetrieben werden.
Diese bekannten A^orrichtungen sind jedoch für den Zweck der Erfindung ungeeignet.
Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß die l>eiden Antriebs vorrichtungen aus mit den Winden
dauernd mechanisch gekuppelten, volumetrischen Flüssigkeitsmotoren bestehen, die derart hydraulisch miteinander
und mit einer gemeinsamen Speisepumpe über Ventilvorrichtungen mit verschiedenen Schalt-Stellungen
für die beiden Laufrichtungen verbunden sind, daß in jeder dieser Schaltstellungen beide Antriebsvorrichtungen
unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes ein Drehmoment in einziehender Richtung
auf die jeweiligen Winden ausüben, daß aber je nach der Schaltstellung die eine oder die andere Antriebsvorrichtung
die stärkere Wirkung ausübt und dadurch bei Förderung längs der Strecke die schwächere
Antriebsvorrichtung über die Winden und Seile rückwärts antreibt, so daß diese einen Flüssigkeitsstrom
durch die stärkere Antriebsvorrichtung in speisender Richtung hindurchtreibt.
In zweckmäßiger weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß die eine Antriebsvorrichtung
von zwei Flüssigkeitsmotoren gebildet ist, die mit der gleichen Winde mechanisch gekuppelt
und zusammen stärker als die andere Antriebsvorrichtung ist, von denen der eine aber schwächer
als die letztere ist, während der andere Aiotor so ausgebildet ist, daß er wahlweise hydraulisch für
additive Zusammenwirkung mit dem ersteren oder für Kurzschluß geschaltet werden kann, so daß jeweils die
eine oder die andere Antriebsvorrichtung mit der größten Leistung arbeitet.
Hierbei ist es vorteilhaft, daß das Verhältnis der Leistung der stärkeren Antriebsvorrichtung zu derjenigen
der schwächeren, in Durchströmungsmenge pro Längeneinheit des Einziehens gemessen, ungefähr
die gleiche ist, unabhängig davon, welche der beiden Antriebsvorrichtungen für die größte und. welche für
die kleinste Leistung geschaltet ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind in an sich bekannter Weise die Seile mit dem Lastträger
belastet, so daß die Höhe des letzteren über dem Vorrichtung zum Betrieb
von Laufwagen
für Schienen- oder Kabelkrane
von Laufwagen
für Schienen- oder Kabelkrane
Anmelder:
Botolv Larsen, Voss (Norwegen)
Botolv Larsen, Voss (Norwegen)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Busse, Patentanwalt,
Osnabrück, Moser Str. 20/24
Osnabrück, Moser Str. 20/24
Beanspruchte Priorität:
Norwegen vom 21. November 1955
Norwegen vom 21. November 1955
Botolv Larsen, Voss (Norwegen),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Boden an einer beliebigen Stelle der Fahrstrecke mit der gesamten abgewickelten Länge der Seile sich verändert.
Zweckmäßig haben die Antriebsvorrichtungen eine Schaltstellung, in der sie ein gleichzeitiges Einziehen
beider Seile zwecks Hebung einer Last bewirken, bis der Seilzug die Zugkraft der einen Antriebsvorrichtung
überwindet, wonach die stärkere Antriebsvorrichtung' den Wagen längs der Strecke entgegen dem
Widerstand der schwächeren zieht, die hierbei als Pumpe arbeitet.
Vorzugsweise verbindet dasjenige Seil, das mit der in dem genannten Schaltzustand stärkeren Antriebsvorrichtung
verbunden ist, gleichzeitig Wagen und Lastträger.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß, wenn die schwächere Antriebsvorrichtung anfängt als Pumpe
zu arbeiten, die Seilspannung genügend ist, um eine Last, für welche die Anlage berechnet ist, zum Wagen
gehoben zu halten.
Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit sieht vor, daß, wenn die schwächere Antriebsvorrichtung anfängt als
Pumpe zu arbeiten, die Seilspannung genügend ist, um einen zu fördernden Stamm o. dgl. teilweise vom
Boden gehoben zu halten, aber nicht, um denselben außer Berührung mit dem Boden und zum Wagen
hinaus zu heben, so daß, nachdem der Stamm am einen Ende angehoben ist, dieser am Boden entlang
geschleppt wird.
909 557/125
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Antriebsvorrichtung Schaltstellungen besitzen,
in denen die eine Vorrichtung, deren Seil unmittelbar mit dem Wagen verbunden ist, gesperrt ist,
während die anderen, deren Seil, Wagen und Lastträger verbindet, das Heben und Senken des Lastträgers
bewirken kann.
Noch ein Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das eine Seil von einem Ende der Fahrstrecke, an der
beide Winden angebracht sind, über eine Rolle am anderen Ende und zurück zum Wagen geführt ist, der
mit Laufrollen an demjenigen Teil des Seiles aufgehängt ist, der sich zwischen der Winde und der zuerst
genannten Rolle erstreckt.
Mehrere Ausführungsbeispiele und Anpassungsmöglichkeiten des Gegenstandes der Erfindung sind in
Zeichnungen dargestellt, es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Abbildung der Vorrichtung bei einer Anwendung zur Förderung von Holzstämmen
und mit besonderem Tragseil für den Laufwagen,
Fig. 2 ein Beispiel eines Schaltungsschemas für hydraulische Antriebsvorrichtungen mit Steuerventilen,
das für die Anordnung gemäß Fig. 1 und auch für diejenigen gemäß den folgenden Figuren benutzt
werden kann,
Fig. 3 eine schematische Darstellung entsprechend Fig. 1 für Verwendung der Anordnung ohne besonderes
Tragseil,
Fig. 4 eine abweichende Art der Lasthakenaufhängung in der Ausführung gemäß Fig. 3,
Fig. 5 das Schleppen eines Holzstammes mittels einer Vorrichtung gemäß Fig. 3,
Fig. 6 eine weitere abweichende Aufhängungsart, die sich zur Förderung besonders langer Gegenstände
bei Anwendung zweier Laufwagen eignet, in einer Ausführung, die im übrigen entsprechend Fig. 3 ausgebildet
sein kann.
In der Ausführung gemäß Fig. 1 ist die Anwendung der Vorrichtung für die Förderung von Holz-Stämmen
1 zu einem Stapelplatz 2 vorausgesetzt. 10 bezeichnet den Laufwagen, der mit einem Paar Rollen
15 an einem zwischen den Endpunkten der Förderstrecke ausgespannten Tragseil 16 aufgehängt ist.
Der Wagen 10 wird durch zwei Seile 5 bzw. 11 gezogen, von denen das letztere vom Lasthaken 14 aus
über eine Rolle am Wagen nach einer in der Nähe des Stapelplatzes 2 gelegenen Rolle 12 und von dort nach
unten bis zu einer Winde 4 geführt ist, während das Seil 5 am Wagen festgemacht und von dort nach einer
am entgegengesetzten Ende der Strecke bei 8 aufgehängten Rolle 9 sowie von dort zurück nach einer am
gleichen Block 6 wie die Rolle 12 gelagerten Rolle 7 und nach unten bis zu einer Winde 3 geführt ist.
Die Winden 3 und 4 werden über eine in Zusammenhang mit Fig. 3 näher beschriebene hydraulische
Einrichtung, beispielsweise vom Motor eines bei 18 in Fig. 1 angedeuteten Kraftwagens, angetrieben, auf
dem die Winden mit Antriebsvorrichtungen angebracht sein können, und der gegebenenfalls dazu benutzt
werden kann, die ganze Anlage von einer Stelle zur anderen zu befördern.
Wie in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet, ist die Windentrommel 4 an eine aus zwei Flüssigkeitsmotoren
25 und 26 bestehende hydraulische Antriebsvorrichtung und die Trommel 3 an eine aus einem Flüssigkeitsmotor
27 bestehende Antriebsvorrichtung angeschlossen. Die Motoren 25, 26 und 27 weisen eine
umlaufende volumetrische Bauart auf und können nach Bedarf als Motoren oder Pumpen und mit Flüs-
sigkeitsströmung in der einen oder der anderen Richtung arbeiten. In der Figur sind die Richtungen der
Flüssigkeitsströmung bei Einziehen der jeweiligen Seile 11 und 5 durch Pfeile angemerkt. Die volumetrische
Leistung dieser Motoren, gerechnet in Durchströmungsmenge pro Längeneinheit des Einziehens,
sollte in einem gewissen gegenseitigen Verhältnis stehen, was in verschiedener Weise durch Anwendung
verschiedener Trommeldurchmesser, Übersetzungsverhältnisse zwischen Antriebsvorrichtung und Trommel
und so weiter, bewerkstelligt werden kann. Indessen wird der Einfachheit halber angenommen, daß die
Trommeln 3 und 4 den gleichen Durchmesser besitzen und von den zugeordneten Flüssigkeitsmotoren mit
dem gleichen Übersetzungsverhältnis angetrieben werden, so daß die durchströmende Menge pro Längeneinheit
des Einziehens sich wie die bei gegebener Drehzahl in Durchströmungsmenge pro Zeiteinheit gemessenen
volumetrischen Leistung der Motoren oder, mit anderen Worten, wie die unter der Wirkung eines
gegebenen Druckes von den Flüssigkeitsmotoren entwickelten Drehmomente verhalten. Insbesondere ist
die volumetrische Leistung des Motors 26 kleiner als diejenige des Motors 27, jedoch vorzugsweise größer
als die Hälfte, während die Leistung des Motors 25, der stärker als der Motor 26 sein kann, zuzüglich der
Leistung des Motors 26 größer ist als diejenige des Motors 27. Die Summe der Leistungen der Motoren
25 und 26 zur Leistung des Motors 27 wie diese letztere Leistung zu derjenigen des Motors 26 verhält
sich beispielsweise 3:2. Zum Beispiel können die folgenden Durchströmungsmengen, pro Trommelumlauf
angenommen werden: Für den Motor 25=75 cm3, für den Motor 26=60 cm3 und für den Motor 27
=90 cm3.
Der Antrieb der Flüssigkeitsmotoren 25, 26, 27 erfolgt von einer volumetrischen Pumpe 28, beispielsweise
ebenfalls einer Zahnradpumpe, aus, die an eine mechanische Antriebsquelle 19, beispielsweise den
Kraftwagenmotor angekuppelt ist, und wird mittels zweier Ventile 29 und 30 gesteuert, die mit je einem
Drehschieber 41 bzw. 49 mit Hebel 42 bzw. 50 versehen sind.
Die Pumpe28 pumpt Flüssigkeit, beispielsweise Öl, aus einem Sumpf 31 durch eine Leitung 32 an eine
mittige Eintrittsstelle 40 des Ventils 29. Vom Ventil 29 gehen eine Rückleitung 33 zum Sumpf 31, eine
Leitung 38 zum Motor 27 und zwei Leitungen 36 und 37 ab, die miteinander parallel geschaltet sind und teils
zum Motor 26 und teils durch eine Leitung 39 zu einer mittigen Eintrittsstelle 48 des Ventils 30 führen.
Die Motoren 26 und 27 haben beide Ablaufleitungen zum Sumpf 31, während beide Seiten des Motors 25
durch Leitungen 53 bzw. 54 mit dem Ventil 30 verbunden sind. Vom Ventil 30 führt eine Ablaufleitung
55 zum Sumpf.
In der dargestellten Lage des Hebels 42 öffnet der Drehschieber 41 des Ventils 29 eine Verbindung vom
Eintritt 40 zum Ablauf 33, sperrt aber die Leitungen 36, 37 und 38, so daß die Pumpe 28 leer arbeitet.
Wird der Hebel 42 nach rechts geschwenkt, wird der Schieber 41 die Ablaufleitung 33 drosseln und die
Leitung 36 öffnen. Wird der Hebel aus der dargestellten Lage aus nach links verschwenkt, wird er
ebenfalls die Ablaufleitung 33 drosseln und gleichzeitig die Leitungen 37 und 38 öffnen. Wenn der
Hebel 50 in der dargestellten Lage steht, wird der Drehschieber 49 des Ventils 30 die Verbindung der
Eintrittsstelle 48 mit den Leitungen 53, 54 und 55 sperren, während diese durch das Ventil miteinander
ι uoy 04
verbunden sind. Wird der Hebel nach links verschwenkt, wird das Ventil die Verbindung zwischen
Eintrittsstelle 48 und Leitung 53 öffnen, während die Verbindung der letzteren mit den Leitungen 54 und
55 gedrosselt wird. Andererseits wird der Schieber 49 beim Verschwenken des Hebels 50 nach rechts die
V erbindung der Leitung 54 mit den Leitungen 53 und 55 drosseln, aber die Verbindung der Eintrittsstelle
48 mit der Leitung 54 öffnen.
Man kann sich nun vorstellen, daß der Wagen 10 am unteren Endpunkt 6 der Fahrstrecke steht und leer
aufwärts längs der Strecke bis an eine beliebige Stelle fahren soll, um eine Last 1 zu holen. Nachdem die
Pumpe 28 an den Motor 19 angekuppelt und mit den Ventilen in den dargestellten Lagen angefahren ist, *5
so daß sie leer läuft, wird der Hebel 42 nach links verschwenkt. Durch die Drosselung des Austrittes 33
entsteht im Inneren des Ventils ein Druck, der durch die Leitungen 37 und 38 den Motoren 26 bzw. 27 zugeführt
wird, die sodann anlaufen, um die Seile 11 bzw. 5 einzuziehen, wobei der Motor 26 den Motor 25
mitnimmt, der jetzt als Pumpe leer läuft, da sein Kreislauf durch das Ventil 30 kurzgeschlossen ist.
Durch das Einziehen wird die gesamte abgewicktelte Länge der Seile verkürzt, so daß der Haken 14 aufwärts
gezogen wird, bis er am Wagen 10 gesperrt wird. Hierdurch werden die Seile gespannt, die nunmehr
miteinander eine Schleife mit dem Wagen als Verbindungsglied bilden, bis die Zugkraft der Seile
dem Drehmoment der schwächeren Antriebsvorrichtung, d. h. in diesem Falle dem Moment des Motors
26, entspricht. Dieses Moment ist selbstverständlich seinerseits vom Druck im Ventil 29 abhängig, so daß
die Spannung mit dem Hebel 42 eingestellt werden kann. Nunmehr wird der Motor 27 durch die Seilschleife
den Motor 26 mit umgekehrtem Drehsinn und mit unverändertem Moment und damit unveränderter
Seilspannung mitziehen. Da die Motoren 26 und 27 jetzt synchron laufen, wird der Strom vom Motor
durch die Leitung 37 sich zum Strom aus der Leitung 32 im Ventil 29 addieren und mit diesem Strom zusammen
über die Leitung 38 durch den Motor 27 hindurchgepreßt werden, gegebenenfalls mit einer Abzweigung
durch die Leitung 33, wenn diese nicht völlig gesperrt ist. Der Motor 27 wird somit unter Beibehaltung
desselben Drehmomentes auf eine größere Geschwindigkeit hinaufgetrieben, wobei die Bremsleistung
des Motors 26 rückgewonnen wird. Der Wagen wird an der Fahrstrecke entlang mit einer Kraft aufwärts
gezogen, die der Differenz der Drehmomenteder Motoren 27 und 26 entspricht. Da die erhöhte Geschwindigkeit
des Aiotors 27 einen vergrößerten Flüssigkeitsstrom rückwärts durch den Motor 26 bewirkt,
setzt sich die Beschleunigung des Systems fort, bis die Differenz der Ströme der Motoren 27 und 26 dem zugeführten
Strom (gegebenenfalls abzüglich eines Leckstromes in der gedrosselten Leitung) entspricht. Das
bedeutet in dem gewählten Beispiel, daß der Strom durch den Motor 27 dreimal so groß als der zugeführte
Strom durch die Leitung 32 wird, während er anfangs, als die Motoren 26 und 27 parallel arbeiteten,
nur drei Fünftel des zugeführten Stromes war; mit anderen Worten, die Geschwindigkeit ist bei gesperrtem
Austritt 33 verfünffacht.
Der Wagen fährt also jetzt nach links in Fig. 1, während die Geschwindigkeit mit dem Hebel 42 geregelt
werden kann. Wenn er an der gewünschten Stelle angelangt ist, wird der Hebel 42 in die Mittellage gebracht,
so daß die Kreisläufe durch die Motoren 26 und 27 gesperrt werden und der Wagen anhält und
festgehalten wird. Es wird zunächst vorausgesetzt, daß der Lasthaken 14 so schwer ist, daß er unter Überwindung
des Gewichtes des Seiles 11 in der betreffenden Stellung des Wagens absinken kann, und das Absenken
des Hakens kann dann wie folgt erfolgen:
Der Hebel 50 wird nach rechts geführt, so daß die Verbindung des Einlaufes 48 mit der Leitung 54 geöffnet
und die Verbindung der Leitung 54 mit den Leitungen 53 und 55 gedrosselt wird. Solange die
letztere Verbindung nicht ganz gesperrt ist, werden dadurch Kreisläufe durch die Motoren 25 bzw. 26 und
das Ventil 30 zustande gebracht, so daß beide Motoren unter dem Einfluß des durch die Schwere des Lasthakens
verursachten Seilzuges in abwickelndem Sinne umlaufen können, indem sie jetzt als Pumpen arbeiten.
Indessen kann das Absenken auch in der folgenden Weise beschleunigt werden:
Man führt den Hebel 50 ganz nach rechts, so daß die Verbindung der Leitungen 53, 55 mit der Leitung
54 gesperrt wird. Unter dem Einfluß des Seilzuges wird der Motor 25 bestrebt sein als Pumpe zu arbeiten, aber beide Motoren werden dadurch gesperrt, daß
sie mechanisch gekuppelt sind und verschiedene volumetrische Leistungen haben, so daß der Motor 26 den
Strom, den der Motor 25 hindurchzuzwingen sucht, nicht aufnehmen kann. Schwenkt man aber jetzt den
Hebel 42 nach rechts, so werden die Motoren 25 und 26 durch die Leitungen 36 von der Pumpe 28 unter
Druck gesetzt und bekommen Flüssigkeit von dieser zugeführt. Unter dem Einfluß von Seilzug und Flüssigkeitsdruck
wird dadurch der Motor 25 in abwinkelndem Sinne angefahren, und der schwächere Motor
26 wird gezwungen, als Pumpe zu arbeiten, und zwar in einem Kreislauf durch die Leitung 39, Einlauf
48, Leitung 54, Motor 25, Leitung 53, Leitung 55
zurück zum Motor 26. Die Trommel 4 wird dadurch bis zu einer Drehzahl beschleunigt, bei der die Differenz
der Ströme durch die Motoren 25 und 26 dem von der Pumpe 28 durch die Leitung 36 zugeführten
Zuschuß entspricht, der mittels des Hebels 42 leicht geregelt werden kann, um die Abwickelgeschwindigkeit
des Seiles 11 einzustellen. Hierbei wird der Wagen die ganze Zeit still gehalten, indem die Trommel 3
des Seiles 5 vom Motor 27 festgehalten wird, dessen Kreislauf am Drehschieber 41 gesperrt ist.
Wenn der Haken 14 beim Nachlassen des Seiles 11 bis auf die gewünschte Länge abgesenkt ist, wird der
Hebel 42 in die Mittellage gestellt und der Hebel 50 nach links hinübergeschlagen, wodurch beide Seile
wieder festgehalten sind. Die Last wird befestigt, und zum Aufziehen kann man jetzt, wenn man wünscht,
daß der Laufwagen dabei stillstehen soll, den Hebel 42 nach rechts verschwenken, wodurch die Motoren
25 und 26 in einziehendem Sinne in Parallelschaltung arbeiten, bis sich der Haken dem Wagen nähert, wonach
der Hebel 42 nach links hinübergeschwenkt wird, worauf alle drei Motoren 25, 26 und 27 in Parallelschaltung
in einziehender Richtung arbeiten werden. Oder man kann bereits von Anfang an den Hebel 42
nach links stellen, so daß alle Motoren auf einmal zu arbeiten anfangen. Der Flüssigkeitsstrom wird sich
jetzt auf die Motoren 25, 26 und 27 in dem Verhältnis 2V2:2 :3 verteilen, so daß das Heben des Hakens zum
Wagen hinauf mit niedriger, mittels des Hebels 42 abgepaßter Geschwindigkeit erfolgt, wenn durch das
Anschlagen des Hakens gegen den Wagen die Seile gespannt werden, werden die Motoren 25 und 26
durch Übertragung der Zugkraft der Trommel 4 durch die Seile 11 und 5 zur Trommel 3 den Motor 27 zwingen,
als Pumpe rückwärts umzulaufen. Der Wagen 10
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Betrieb von Laufwagen für Schienen- oder Kabelkrane, bei denen der Laufwagen
von zwei Seilen mit an je einer Antriebsvorrichtung angeschlossenen Winden in entgegengesetzten
Richtungen bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebsvorrichtungen
(25. 26 bzw. 27) aus mit den Winden (3, 4) dauernd mechanisch gekuppelten, volumetrischen
Flüssigkeitsmotoren bestehen, die derart hydraulisch miteinander und mit einer gemeinsamen
Speisepumpe (28) über Ventilvorrichtungen (29, 30) mit verschiedenen Schaltstellungen für die
beiden Laufrichtungen verbunden sind, daß in jeder dieser Schaltstellungen beide Antriebsvorrichtungen
unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes ein Drehmoment in einziehender Richtung
auf die jeweiligen Winden ausüben, daß aber je nach der Schaltstellung die eine oder die andere
Antriebsvorrichtung die stärkere Wirkung ausübt und dadurch bei Förderung längs der Strecke die
schwächere Antriebsvorrichtung über die Winden und Seile (5, 11) rückwärts antreibt, so daß diese
einen Flüssigkeitsstrom durch die stärkere Antriebsvorrichtung in speisenderRichtung hindurchtreibt.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Antriebsvorrichtung
von zwei Flüssigkeitsmotoren (25, 26) gebildet ist, die mit der gleichen Winde (4) mechanisch gekuppelt
und zusammen stärker als die andere Antriebsvorrichtung (27) ist,, von denen der eine (26)
aber schwächer als die letztere ist, während der andere Motor (25) so ausgebildet ist, daß er wahlweise
hydraulisch für additive Zusammenwirkung mit dem ersteren (26) oder für, Kurzschluß geschaltet
werden kann, so daß jeweils die eine oder die andere Antriebsvorrichtung mit der größten
Leistung arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO1059641X | 1955-11-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1059641B true DE1059641B (de) | 1959-06-18 |
Family
ID=19908048
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL26192A Pending DE1059641B (de) | 1955-11-21 | 1956-11-13 | Vorrichtung zum Betrieb von Laufwagen fuer Schienen- oder Kabelkrane |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1059641B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007019597A1 (de) * | 2005-08-18 | 2007-02-22 | Gebrüder Ladstätter Keg | Laufwagen für seilkran |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE250919C (de) * | ||||
| DE838947C (de) * | 1948-10-02 | 1952-05-15 | Otto Ballert | Fahrbarer Eisenbahndrehkran |
| DE876596C (de) * | 1941-05-18 | 1953-05-15 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Greiferwinde |
-
1956
- 1956-11-13 DE DEL26192A patent/DE1059641B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE250919C (de) * | ||||
| DE876596C (de) * | 1941-05-18 | 1953-05-15 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Greiferwinde |
| DE838947C (de) * | 1948-10-02 | 1952-05-15 | Otto Ballert | Fahrbarer Eisenbahndrehkran |
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