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Schuhfördervorrichtung mit Spanns chlitten für Leistenträger auf einer
endlosen Förderbahn Die Erfindung bezieht sich auf eine Schuhfördervorrichtung zum
selbsttätigen Heranführen von aufgeleisteten Schuhen an eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen,
so daß hierbei die Schuhe, die auf von Spannschlitten getragenen Leisten aufgezogen
sind, von einer Beschickungsstelle nacheinander zu verschiedenen Maschinen und von
diesen wieder zurück zur Beschickungsstelle befördert werden. Diese Fördervorrichtung
verwendet zu dem genannten Zweck außer den Leistenträger-Spannschlitten, welche
mit Paßgliedern versehen sind, die mit Paßflächen einer Paßfläche der Leisten zusammenwirken,
einen Antriebsriemen mit Lagerung sowie eine endlose Förderbahn mit Gestell.
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Zuführvorrichtungen zum Heranführen von aufgeleisteten Schuhen an
aufeinanderfolgende Arbeitsstellen sind bereits bekannt. Solche Zuführvorrichtungen
sind auch schon mit Spannschlitten für auf - Leisten aufgezogene Schuhe versehen.
Ferner ist es bekannt, Spannschlitten mit Einstellmitteln zu versehen, die mit einem
am Leisten angebrachten Einstellteil zusammenwirken, um den Leisten auf dem Spannschlitten
festzuhalten und um den Leisten bemöglich des Spannschlittens einzustellen. Jedoch
sind diese Einstellmittel bisher nicht so ausgebildet gewesen, daß sie, wenn eine
Einstellung für die Aufnahme eines rechten oder eines linken Leistens vorgenommen
worden war, das Aufsetzen eines linken oder eines rechten Leistens verhindern. Außerdem
sind die bekannten Einstellmittel nicht umkehrbar, so daß kein wahlweises Einstellen
der Leisten für das Bearbeiten der Schuhspitze oder aber der Schuhferse erfolgen
kann.
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Erfindungsgemäß ist demgegenüber vorgesehen, daß die Paßglieder jedes
Spannschlittens zum wahlweisen Aufsetzen rechter oder linker Leisten auswechselbar
sowie zum wahlweisen Verschwenken des Leistens zwecks Bearbeitens des Spitzenteiles
oder des Fersenteiles des Schuhwerks umkehrbar sind.
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Auf diese Weise ist es möglich, die zu bearbeitenden Schuhe genau
in der für das Bearbeiten erwünschten Stellung an die Werkzeuge einer jeden Maschine
heranzuführen.
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Vorzugsweise sind die Paßflächen der Leisten gruppenweise an den
Außenseiten einer auf dem jeweiligen Leisten befestigten Paßplatte ausgebildet,
so daß die Paßflächengruppen in bezug auf den Leisten seitlich gegeneinander versetzt
und durch Schrägflächen, deren Zweck im folgenden noch erläutert werden wird, miteinander
verbunden sind. Die Paßplatten an rechten und linken Leisten sind hierbei gleich
mit der Ausnahme, daß sie auf dem rechten Leisten mit einer Seite und auf dem linken
Leisten mit der anderen Seite nach oben befestigt werden.
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Unabhängig davon, ob es sich um einen rechten oder einen linken Leisten
handelt, wird dabei eine Gruppe voll Paßflächen symmetrisch zur Mittellinie oder
Drehachse des Leistens, die andere Paßflächengruppe dagegen symmetrisch zur Mittellinie
der Unterseite des Fersenteiles angeordnet.
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Wenn nun gemäß der Erfindung die an den Spannschlitten vorgesehenen
Paß mi ttel aus auswechselbaren Gliedern unterschiedlicher Größe bestehen und so
gestaltet sind, daß durch ihr einmaliges Auswechseln gegeneinander im Spannschlitten
dieser nach Belieben zu einem rechten oder linken Spannschlitten (d. h. zu einem
Spannschlitten, der jeweils nur einen passenden Leisten aufnehmen kann) gestaltet
werden kann, und wenn durch eine weitere Umstellung der Paßglieder an den Spannschlitten
dieselben so angeordnet werden, daß sie entweder mit der einen oder anderen Paßflächengruppe
zusammenwirken, so daß die Leisten auf den Spannschlitten derart eingestellt werden,
daß ein auf den Leisten aufgezogener Schuh entweder einer Bearbeitung am Vorderteil
oder am Fersenteil unterzogen werden kann, dann ist es möglich, durch dieses unterschiedliche
Anbringen der Paß glieder auf den Spannschlitten entweder einen rechten oder einen
linken Leisten aufnehmen zu können, und zwar so, daß jeder Leisten in bezug zum
Spannschlitten in zwei bestimmten Stellung aufgespannt werden kann.
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Auf Grund der sich aus einer versetzten Anordnung der Paßflächen
und der zwischen ihnen verlaufenden Schrägflächen ergebenden unsymmetrischen Form
der Paßplatte wird das Aufsetzen von nicht passenden Leisten auf die Spannschlitten
verhindert, weil die Paßglieder der Spannschlitten und die auf dem jeweiligen Leisten
befestigte Paßplatte nicht ineinander passen. Dieses selektive Zusammenpassen von
Leisten und Spannschlitten wird in Verbindung mit einer noch zu beschreibenden Steuervorrichtung
dazu verwendet, das richtige Aufsetzen der Leisten auf die Spannschlitten zu gewährleisten
und es zu einer Vorbedingung für das Auslösen der Steuervorrichtung zu machen, welch
letztere in jedem Falle in Tätigkeit treten muß, damit der Spannschlitten seine
Bewegung auf der Förderbahn der Schuhfertigungseinrichtung beginnen kann.
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Diese Steuereinrichtung ist so gestaltet, daß für ihr richtiges Arbeiten
das völlige Zusammenpassen von Leisten und Spannschlitten erforderlich ist, welches,
wie oben erwähnt, nicht ohne die Paarung des richtigen Leistens mit dem entsprechenden
Spannschlitten durchgeführt werden kann. Hierfür enthält diese Steuereinrichtung
ein im jeweiligen Spannschlitten nachgiebig gelagertes stiftförmiges Fühlerglied,
welches nur dann aus seiner Ruhestellung in die Arbeitsstellung bewegt wird, wenn
ein Leisten völlig mit dem entsprechenden Spannschlitten zusammen gepaßt worden
ist. Das richtige Arbeiten der Steuereinrichtung hängt somit nicht nur von der richtigen
Wahl von Leisten und Spannschlitten, sondern auch von deren völligem Zusammenpassen
ab. Ein besonderes Erfindungsmerkmal sieht daher vor, daß jeder Spannschlitten ein
iiber seine Oberseite vorstehendes und am Leisten dicht am Umfangteil der Paßplatte
nahe der Leistenzapfenhülse anliegendes Anschlagrad sowie einen nur bei richtigem
Aufsetzen eines passenden Leistens in Arbeitsstellung bewegbaren Fühlstift aufweist.
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In der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden Spannschlitten, die
zunickgeförderte Schuhe tragen, von einem Anschlag abgefangen, welcher auf die vorerwähnte
Steuereinrichtung anspricht und durch diese zurückgezogen wird, so daß er ein aus
einem rechten und einem linken Spannschlitten bestehendes Schlittenpaar von der
Beschickungsstelle freigibt, sobald beide Spannschlitten fertig bestückt sind, worauf
der Anschlag selbsttätig in seine Arbeitsstellung zurückgebracht wird, so daß er
den nächsten rechten Spannschlitten an der Beschickungsstelle auf der Förderbahn
abfängt. Es müssen zwar die Fühlglieder beider Spannschlitten in ihre Arbeitsstellung
gebracht werden, um die Steuereinrichtung zu betätigen, jedoch wird die Betätigung
dieser Einrichtung durch das Fühlglied des letzten der jeweils zu bestückenden beiden
Spannschlitten ausgelöst.
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Das Fiihlglied trägt nicht nur zur Betätigung der Steuereinrichtung
bei, sondern- bewirkt bei Annäherung eines Spannschlittens an die Beschickungsstelle
auch das teilweise Auswerfen des Leistens aus dem Spannschlitten, wobei das Fühlglied
mit einer Auswerfereinrichtung zusammenarbeitet, welche der Förderbahn zugeordnet
und in der Bahn des Fühlgliedes so angeordnet ist, daß sie auf dieses in der Art
eines Keiles einwirkt. Wenn daher das Fühlglied, nachdem es über den vorerwähnten
Auswerfer weggeglitten ist, in seine Ruhestellung gebracht wird, wird der auf dem
Spannschlitten befindliche Leisten aus seiner Verspannung mit auf dem Spannschlitten
vorgesehenen Spannmitteln, welche den Leisten unver-
rückbar in der richtigen Stellung
auf dem Spannschlitten festhalten, gelöst, nachdem der Leisten an der Beschickungsstelle
völlig auf den Spannschlitten aufgesetzt worden ist.
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Zum Antrieb für die Spannschlitten sind Mittel vorgesehen, durch
welche diese mit einem ständig laufenden Treibriemen verbunden oder aus ihrer antriebsmäßigen
Verbindung mit jenem gelöst werden, wobei die Antriebsmittel so gestaltet sind,
daß die Antriebskraft, die auf einen Spannschlitten ausgeübt wird, der aus irgendeinem
Grund zum Stillstand gekommen ist, während die Antriebsmittel sich noch im Eingriff
mit dem Treibriemen befinden, einen gewissen Sicherheitswert nicht übersteigt. Den
Antriebsmitteln eines jeden Spannschlittens sind spannschlittengesteuerte Mittel
zugeordnet, welche verhindern, daß ein Spannschlitten, der durch den vorhergehenden
Schlitten in seiner Bewegung aufgehalten wird, von letzterem zurückprallt. Diese
Mittel werden, wenn die Antriebsmittel eines beliebigen Spannschlittens mit dem
Treibriemen in Eingriff treten, selbsttätig ausgelöst, derartig, daß jeweils der
nachfolgende Spannschlitten freigegeben wird.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen. Es zeigt
Fig. 1 einen Teil der Schuhfördervorrichtung gemäß der Erfindung, in Draufsicht,
Fig. 2 eine Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung mit aufgesetzten Spannschlitten,
im Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 die Stirnansicht eines Teiles
der in Fig. 1. gezeigten Festhaltevorrichtung im Schnitt entlang der Linie 111-111
der Fig. 1, Fig. 4 eine schematische Darstellung der Steuereinrichtung für die Festhaltevorrichtung
mit den zugehörigen elektrischen Teilen und Anschlüssen, Fig. 5 einen Spannschlitten,
welcher, wie in Fig. 2 dargestellt, einen auf einen Leisten aufgezogenen Schuh aufnimmt,
in Draufsicht in vergrößertem Maßstab, Fig. 6 den in Fig. 5 gezeigten Spannschlitten
in Seitenansicht von rechts, Fig. 7 die Stirnansicht des in Fig. 5 dargestellten
Spannschlittens mit einem ganz auf den Spannschlitten aufgespannten Leisten, Fig.
8 den Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7, welcher das Verhältnis zwischen
der Paßplatte eines Leistens und dem Spannschlitten zeigt, und Fig. 9 eine schaubildliche
Ansicht eines Leistens mit einer zum Aufsetzen des Leistens auf einen Spannschlitten
dienenden Paßplatte.
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In Fig. 1 und 2 ist der die Beschickungsstelle umfassende Teil einer
Schuhfertigungseinrichtung dargestellt. Leisten L werden von und zur Beschickungsstelle
auf rechten und linken Spannschlitten ior und 101 befördert, welche auf einer Bahn
aus zwei Schienen 12 und 14 beweglich angeordnet sind, wobei die Schienen an der
Beschickungsstelle auf einem Untergestell 16 in entsprechendem Abstand voneinander
gelagert sind. Ein fortwährend umlaufender Antriebsriemen 18 mit einer Anzahl sich
von ihm aus nach oben und unten erstreckender Nasen 20 treibt die Spannschlitten
an, wobei der Riemen an der Beschikkungsstelle durch eine Reihe von drehbar am Untergestell
16 gelagerten Riemenscheiben 22 sowie durch einen Satz Rollen 24 geführt wird derart,
daß gegenüber einer jeden Riemenscheibe ein Satz Rollen 24 drehbar am Untergestell
16 gelagert ist.
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Jeder Spannschlitten ist mit vier Rädern 26 versehen, welche um senkrechte
Achsen frei drehbar angeordnet
sind und in V-förmigen, in den Schienen
12 und 14 ausgebildeten Nuten laufen. Aus dem oberen Teil des Spannschlittens ragt
ein Leistendorn 28 heraus, welcher in der üblicherweise im Fersenteil des Leistens
L vorgesehenen Hülse 30 (Fig. 9) aufgenommen wird, wobei, wie im folgenden noch
erläutert werden wird, jeweils der ganz auf den Spannschlitten aufgesetzte Leisten
sich auf diesem in einer bestimmten Lage befindet, ob es sich nun um einen rechten
oder einen linken Leisten handelt.
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Auf der Oberseite des Fersenteils des in den Zeichnungen dargestellten
Leistens L ist mittels der Hülse 30 und eines Stiftes 32 eine Paßplatte 34 befestigt,
an deren vorderem Ende eine Gruppe von Paßflächen 36 ausgebildet ist, welche in
bezug auf eine in Längsrichtung des Leistens durch die Achse der Hülse und die Mitte
des Zehenendes des Leistens verlaufende Mittellinie LCL symmetrisch angeordnet sind,
d. h. derart, daß die Flächen 36 auf jeder Seite des Leistens gleich weit von der
Mittellinie LCL entfernt sind, welch letztere der Drehachse des Leistens entspricht.
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Die Paßplatte ist ferner mit einer zweiten Gruppe von Paßflächen 38
versehen, welche in Seitenrichtung des Leistens gesehen gegenüber der Paßflächengruppe
36 seitlich versetzt und somit in bezug auf die Mittellinie LCL unsymmetrisch angeordnet
ist. Die Paßflächen 38 sind jedoch auf beiden Seiten in gleichmäßigem Abstand von
der Längsmittellinie HCL der Unterseite des Fersenteiles und symmetrisch zu dieser
angeordnet, wobei der Winkel, um den die beiden Paßflächengruppen 36, 38 seitlich
gegeneinander versetzt sind, dem Schwenkwinkel zwischen dem Vorderteil und dem Fersenteil
des Leistens entspricht. Auf beiden Seiten derPaßplatte sind Schrägflächen 40 vorgesehen,
welche in einem Winkel zu den Paßflächen 36 und 38 angeordnet sind und diese miteinander
verbinden. Der Zweck dieser Schrägflächen wird, ebenso wie der einer im hinteren
Ende der Platte ausgebildeten Nut 42, noch näher beschrieben werden.
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Wenn ein linker Leisten auf einen linken Spannschlitten 10l aufgesetzt
werden soll, wird der Dorn 28 in die Hülse 30 eingeführt und der Leisten nach unten
gedrückt, so daß die Paßplatte 34 (voll ausgezogene Linien in Fig. 8) auf dem oberen
Teil des Spannschlittens zwischen zwei Nasen 44 und 46 aufliegt, welche über die
Oberfläche des Spannschlittens hinausragen und an den Seiten desselben in gleichem
Abstand von der Mittellinie PCL des Spannschlittens befestigt sind. Die an der hinteren
Seite der Platte ausgebildete Nut42 wird mit einem Federbügel48 (Fig. 7) in Eingriff
gebracht, welcher am Spannschlitten befestigt ist und den ganz aufgesetzten Leisten
nachgiebig auf diesem festhält. Der Federbügel48 dient ferner noch dazu, den Leisten
sicher auf dem Spannschlitten festzuhalten, so daß, wenn Spannschlitten und Leisten
umgedreht werden, letzterer nicht vom Spannschlitten fallen kann.
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Wenn der Leisten ganz auf den Spannschlitten aufgesetzt wird, wird
hierdurch ein im Spannschlitten in senkrechter Richtung nachgiebig gelagerter Fühlstift
50, der normalerweise durch eine Feder 51 nach oben in eine Ruhestellung gedrückt
wird, in welcher sein oberes Ende aus der Oberseite des Spannschlittens herausragt,
nach unten in seine Arbeitsstellung bewegt, in welcher das untere Ende des Fühlstiftes
50 unten aus dem Spannschlitten herausragt, wie in Fig. 7 dargestellt.
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Auf Grund der Anordnung der Nasen 44 und 46 auf den Spannschlitten
kann jeder Spannschlitten nur entweder einen rechten oder einen linken Leisten für
eine
Vorderteil- oder Fersenteilbearbeitung aufnehmen, wobei die Nasen so angeordnet
sind, daß sie mit der Paßplatte in der Weise zusammenwirken, daß ein rechter Leisten
nicht auf einen linken Spannschlitten und ein linker Leisten nicht auf einen rechten
Spannschlitten aufgesetzt werden kann. Wie in Fig. 5 und 8 dargestellt, welche die
Anordnung der Nasen 44 und 46 auf einem linken Spannschlitten für eine Fersenteilbearbeitung
zeigen, ist zu diesem Zweck der über die Oberseite des Spannschlittens hinausragende
Teil der Nase 46 nur halb so lang als deren unterer Teil, welcher im Spannschlitten
aufgenommen wird, und auch nur halb so lang wie der entsprechende Teil der Nase
44. Die unteren Teile der Nasen sind von gleicher Länge und sind untereinander in
gleich großen Aussparungen auswechselbar, welche einander unmittelbar gegenüberliegend
in den Seiten des Spannschlittens ausgebildet sind. Durch Umstecken der Nasen aus
der in Fig. 5 dargestellten Anordnung jeweils auf die andere Seite des Spannschlittens
wird ein Spannschlitten zu einem rechten Spannschlitten umgewandelt, welcher für
die Aufnahme eines rechten Leistens für eine Fersenteilbearbeitung geeignet ist.
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Beim Aufsetzen eines linken Leistens auf einen linken Spannschlitten
wird die Paßflächengruppe 38 (voll ausgezogene Linien in Fig. 8) zwischen den Nasen
44 und 46 aufgenommen, wobei die kürzere Nase 46 auf der Seite der Paßplatte liegt,
die einen Vorsprung 53 aufweist. Da die Paßflächen 38 zur Mittellinie des Fersenteiles
des Leistens zentriert sind, wird somit ein linker Leisten in einer bestimmten Stellung
aufgenommen, wobei im vorliegenden Falle die Mittellinie HCL seines Fersenteiles
zwischen den Nasen 44 und 46 zentriert ist und mit der Mittellinie PCL des Spannschlittens
zusammenfällt. Es soll hier darauf hingewiesen werden, daß rechte und linke Leisten
die gleichen Paßplatten traufen, wobei diese Platten jeweils mit der einen oder
anderen Seite nach oben auf dem Leisten befestigt sind. Um eine Unterscheidung zwischen
rechten und linken Leisten zu ermöglichen, sei noch bemerkt, daß der bereits erwähnte
Vorsprung 53 sich, von oben gesehen, stets an der Innenseite des Leistens befindet.
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Es ist nunmehr ersichtlich, daß beim Aufsetzen eines rechten Leistens
der in Fig. 9 dargestellten Art auf einen linken Spannschlitten die Paß flächen
38 zwischen die Nasen 44 und 46 eingeführt werden könnten, wenn nicht, wie in Fig.
8 in gestrichelten Linien angedeutet, der Vorsprung 53 der Paßplatte am vorderen
Teil der längeren Nase 44 anstoßen und dadurch das völlige Aufsetzen des Leistens
auf den Spannschlitten verhinderte. Aus den gleichen Gründen kann ein linker Leisten
nicht ganz auf einen rechten Spannschlitten aufgesetzt werden, so daß also geeignete
Vorkehrungen getroffen sind, um das falsche Zusammenpassen von Leisten und Spannschlitten
zu verhindern. Hieraus ergibt sich, daß der Fühlstift 50 nicht in seine Arbeitsstellung
bewegt wird, wenn ein Leisten nicht ganz auf einen Spannschlitten aufgesetzt werden
kann.
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Als weitere Sicherung gegen fehlerhaftes Arbeiten des Fühlstiftes
ist jeder Spannschlitten mit einem Anschlag 52 versehen (Fig. 5 und 7). Dieser Anschlag
ist als Rad ausgebildet, welches drehbar an der Seite des Spannschlittens gelagert
ist, derart, daß es über dessen Oberfläche hinausragt und gegenüber derjenigen Seite
der Paßplatte angeordnet ist, an welcher diese den geringsten Abstand von der Achse
der Hülse 30 aufweist. Der Anschlag 52 verhindert somit nicht das völlige Aufsetzen
eines Leistens auf einen
passenden Spannschlitten, wenn der Leisten
sich in der richtigen Stellung befindet, d. h. wenn der Leisten so angeordnet ist,
daß seine Paßflächen mit den Nasen 44 und 46 fluchten. Wenn dagegen der Leisten
auf den Spannschlitten in irgendeiner anderen Stellung aufgesetzt wird, stößt der
Anschlag an der Paßplatte an und verhindert, daß der Leisten so weit nach unten
geführt wird, daß der Fühlstift niedergedrückt wird.
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Die Spannschlitten können so umgestaltet werden, daß sie Leisten
mit Schuhen aufnehmen können, an welchen eine Bearbeitung des Vorderteils ausgeführt
werden soll. Diese Umwandlung geschieht durch Umstellen der Nasen 44 und 46 derart,
daß sie mit den Paßflächen 36 zusammenarbeiten. So wird beispielsweise bei einem
für die Aufnahme eines rechten Leistens für eine Vorderteilbearbeitung geeigneten
Spannschlitten (wie in Fig. 2 dargestellt) die kürzere Nase 46 auf der linken Seite
angeordnet, wobei der oben über den Spannschlitten hinausragende Teil der Nase nach
vorn gerichtet ist. Die Nase 44 ist auf der rechten Seite des Spannschlittens angeordnet.
Durch weiteres Auswechseln der Nasen von einer Seite zur anderen wird der Spannschlitten
zu einem linken Spannschlitten für die Aufnahme eines linken Leistens umgewandelt,
welcher einen Schuh trägt, an dessen Vorderteil eine Bearbeitung vorgenommen werden
soll. Wenn somit Leisten auf rechten oder linken Spannschlitten aufgesetzt werden,
deren Nasen mit den Paßflächen 36 zusammenwirken, so fallen die Mittellinien LCL
der Leisten mit den MittellinienPCL der Spannschlitten zusammen, weil die Paßflächengruppen
36 an den rechten und linken Leisten in beiden Fällen zu den MittellinienLCL symmetrisch
oder zentriert sind.
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Wenn die Nasen 44 und 46, wie vorstehend beschrieben, angeordnet
sind, wird bei Verwendung der Paßflächen 36 ein falsches Zusammenfügen von Leisten
und Spannschlitten dadurch verhindert, daß der hintere Teil der Nase 44 an einem
Teil der Paßplatte 34 anstößt, welcher auf der dem Vorsprung 53 gegenüberliegenden
Seite von der Schrägfläche 40 begrenzt wird.
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Jeder Spannschlitten wird auf den Schienen 12 durch eine am Treibriemen
18 angeordnete Nase 20 angetrieben, wobei die antriebsmäßige Verbindung über einen
Mitnehmerfinger 62 erfolgt (Fig. 5, 6 und 7), welcher einem Bügel 63 angeordnet
ist, der seinerseits an einer im Spannschlitten frei drehbar gelagerten Welle 64
befestigt ist. Um den Mitnehmerfinger in der Bewegungsbahn der Nasen 20 zu halten,
wird der Bügel normalerweise durch eine Feder 65 nach unten gedrückt, welche um
die Welle 64 gewickelt ist, wobei ein Ende der Feder über den Bügel gebogen und
ihr anderes Ende im Spannschlitten verankert ist. Der Mitnehmerfinger ist auf einem
Stift 66 befestigt, welcher um eine senkrechte Achse drehbar am Bügel gelagert ist
und unter der Wirkung einer Feder 67 steht, derart, daß ein im oberen Ende des Stiftes
vorgesehener Querstift 68 gegen eine am Bügel ausgebildete Anschlagschulter 69 gedrückt
wird. Der Mitnehmerfinger wird somit nachgiebig in seiner Antriebsstellung senkrecht
zur Bahn der Nasen 20 gehalten. Das obere Ende der Feder 67 ist so am Bügel befestigt,
daß ihr unteres Ende das Bestreben hat, den Mitnehmerfinger 62 entgegen der Bewegungsrichtung
des Treibriemens 18 zu verschwenken, so daß, wenn der Antriebsdruck der Nase 20
auf den mit ihr im Eingriff stehenden Mitnehmerfinger die Spannung der Feder 67
aus irgendeinem Grunde über steigt, der Finger 62 nachgiebig ausweicht. Nachdem
der
Finger 62 aus seiner normalen Antriebsstellung verschwenkt worden ist, hebt das
nach außen gebogene Ende der Nase den Finger über das Ende der Nase hinweg. Hierauf
geht der Finger wieder nach unten, so daß er in die Bahn der nächsten Nase zu liegen
kommt, und der oben beschriebene Vorgang zwischen den Nasen und dem Mitnehmerfinger
wiederholt sich so lange, bis die Vorwärtsbewegung des Spannschlittens auf den Schienen
gehemmt wird.
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Zur Verwendung in Verbindung mit einem Ausgleichsplatz ist der Spannschlitten
mit einem zusätzlichen Mitnehmerfinger 70 versehen, welcher durch eine zusätzliche
Antriebskette 72 angetrieben wird.
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Dieser Finger wird durch einen Querstift 74, der durch eine Feder
78 in einer in einem Arm 76 ausgebildeten flachen Kerbe gehalten wird, nachgiebig
in seiner Arbeitsstellung gehalten. Die Feder 78 ist um einen Stift 79 gewickelt,
an welchem der Querstift und der Mitnehmerfinger befestigt sind. Es ist ersichtlich,
daß ein übermäßiger Antriebsdruck zwischen dem Finger 70 und der Kette 72 ein Verschwenken
des Fingers um die Achse des Stiftes 79 bewirkt, was dadurch möglich wird, daß der
Querstift 74 die im Arm 76 ausgebildete Kerbe verläßt. Der Arm ist auf einem im
Spannschlitten befestigten Bolzen 81 drehbar gelagert, wird durch eine Feder 82
nach unten gedrückt und kann angehoben werden, so daß der Finger 70 außer Eingriff
mit der Kette 72 gebracht wird.
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Das Anhalten und Freigeben der Spannschlitten an der Beschickungsstelle
erfolgt mittels eines Anschlages 83 (Fig. 1 und 3), welcher so auf einem waagerecht
beweglichen Schlitten 84 angeordnet ist, daß er normalerweise in der Bewegungsbahn
einer am Bügel 63 eines jeden Spannschlittens befestigten Ablenkplatte 86 liegt.
Wenn sich ein Spannschlitten dem in seiner Arbeitsstellung befindlichen Anschlag
83 nähert, wird die Platte 86 durch ein an ihr angreifendes, in einem Stück mit
dem Anschlag ausgebildetes Keilstück 88 nach oben abgelenkt, so daß der Mitnehmerfinger
62 aus der Bahn der Nasen 20 nach oben angehoben wird, wodurch die antriebsmäßige
Verbindung zwischen dem Spannschlitten und dem Treibriemen unterbrochen wird. Der
Spannschlitten bewegt sich hierauf unter der Wirkung seiner eigenen Massenträgheit
weiter, bis die Platte 86 am Anschlag 83 angreift, worauf eine bei 92 drehbar am
Anschlag 83 gelagerte, unter leichtem Federdruck etwas über das Keilstück 88 und
die Ablenkplatte 86 hinaus nach oben angehobene Sperrklinke 90 sich hinter der Ablenkplatte
nach oben bewegt und so ein Zurückprallen des Spannschlittens verhindert.
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Wenn ein Spannschlitten auf diese Weise an der Beschickungsstelle
angehalten wird, so greift der Bügel 63 des nachfolgenden Spannschlittens an einem
am hinteren Ende des angehaltenen vorhergehenden Spannschlittens angeordneten Kurvenstück
93 an und gleitet auf diesem nach oben. Ein solches Kurvenstück 93 ist an jedem
Spannschlitten vorgesehen.
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Durch das Anheben des Bügels wird die Antriebsverbindung zwischen
dem jeweiligen Spannschlitten und dem Treibriemen unterbrochen. Das Zurückprallen
dieses Spannschlittens von dem vorangehenden Schlitten wird durch einen Haken 94
verhindert, welcher am vorangehenden Spannschlitten angeordnet ist und beim Anheben
des Bügels 63 des nachfolgenden Schlittens gesenkt wurde, so daß er sich nahe dem
Kurvenstück 93 desselben befindet. Der Haken 94 eines jeden Spannschlittens ist
drehbar auf der Welle 64. gelagert und wird durch eine Feder 95 nach unten
in
Richtung des Kurvenstückes gedrückt. Ein mit einer Bohrung zur Aufnahme der Welle
64 versehener Nabenteil des Hakens ist mit einem Schlitz versehen, welcher mit einem
gewissen Totgang einen Stift 96 (Fig. 6) aufnimmt, wobei die Anordnung von Stift
und Schlitz so getroffen ist, daß der Haken zwangläufig angehoben und nachgiebig
gesenkt wird, wenn der Bügel gesenkt bzw. angehoben wird. Wenn somit ein Spannschlitten
an der Beschickungsstelle angehalten wird, wird durch Eingreifen des nachfolgenden
Spannschlittens in den vorhergehenden jeweils die Antriebsverbindung zwischen dem
nachfolgenden Spannschlitten und dem Treibriemen unterbrochen; dabei wird das Zurückprallen
vom vorangehenden Spannschlitten durch den an diesem angeordneten Haken 94 verhindert.
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In einer Reihe auf der Förderbahn angeordneter Spannschlitten ist
jeweils jeder zweite Schlitten ein rechter Spannschlitten 10r (Fig. 2), während
die dazwischenliegenden Schlitten linke Spannschlitten 101 sind. Der Anschlag 83
mit der Steuereinrichtung ist daher so angeordnet, daß der an der Beschickungsstelle
angehaltene Spannschlitten jeweils ein rechter Spannschlitten ist. Außerdem werden
der vorangehende rechte Spannschlitten und der diesem - nachfolgende linke Spannschlitten
kurz nacheinander an der B eschickungsstelle freigegeben. Die Freigabe eines Spannschlittenpaares
an der Beschickungsstelle ermöglicht eine Vorwärtsbewegung sämtlicher folgender
Spannschlitten, bis -sie durch den Anschlag 83 angehalten werden, welcher so rechtzeitig
in seine Arbeitsstellung zurückgebracht worden ist, daß er an der Bcschickungsstelle
den ersten rechten Spannschlitten anhält, welcher auf den linken Spannschlitten
des soeben freigegebenen Schlittenpaares folgt.
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Im allgemeinen werden sämtliche die Beschickungsstelle erreichenden
Spannschlitten Schuhe tragen, an denen bereits sämtliche Arbeitsgänge der Schuhfertigungseinrichtung
ausgeführt worden sind, so daß der diese bedienende Arbeiter lediglich die bearbeiteten
Schuhe gegen zu bearbeitende Schuhe auszuwechseln braucht. Um diese Arbeit zu erleichtern,
werden die Leisten selbsttätig teilweise aus den Spannschlitten ausgeworfen, und
zwar unmittelbar, bevor diese die Beschickungsstelle erreichen. Zu diesem Zweck
ist im Untergestell 16 ein Auswerferrad 98 (Fig. 1 und 2) drehbar gelagert, dessen
oberer Teil in der Bahn der unteren Enden der Fühlstifte 50 derart angeordnet ist,
daß der obere Umfang des Rades auf die Bahn der Fühlstifte zuläuft und, während
sie über das Rad weggleiten, ihr Anheben in die Ruhestellung bewirkt, wodurch jeder
Leisten zwangläufig aus seiner Verspannung mit dem Federbügel 48 gelöst wird. Letzterer
ist so kräftig ausgebildet, daß das Abnehmen eines Leistens vom Spannschlitten von
Hand Schwierigkeiten bereitet.
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Wenn an der Beschickungsstelle ein rechter Leisten ganz auf einen
rechten Spannschlitten 10r aufgesetzt wird, senkt der Fühlstift 50 einen Arm 100,
der schwenkbar an einem Bock 102 gelagert ist, welcher seinerseits an einem am Untergestell
16 angeordneten Mikroschalter M-2 befestigt ist. Der Arm 100 betätigt somit den
Mikroschalter, um einen Teil eines Stromkreises C-1 (Fig. 4) zu schließen. In diesem
Stromkreis ist eine SchaltspuleK-1 angeordnet, die, wenn sie erregt wird, das Erregen
einer Spule S-1 zur Folge hat, mittels welcher der Schlitten 84 so betätigt wird,
daß der Anschlag 83 von der an ihm angreifenden Ablenkplatte 86 zurückgezogen wird.
Wenn an der Beschickungsstelle ein linker Leisten auf einen linken
Spannschlitten
10l aufgesetzt wird, wird der Fühlstift 50 dieses Spannschlittens gesenkt und drückt
dabei einen Arm 104 (Fig. 1 und 2) nieder, welcher drehbar an einem Bock 106 gelagert
ist, der seinerseits an einem am Untergestell 16 angeordneten Mikroschalter M-1
befestigt ist. Durch das Senken des Armes 104 wird der Mikroschalter M-1 geschlossen,
so daß bei geschlossenem- Mikroschalter M-2 der Stromkreis C-1 (Fig. 4) geschlossen
wird, wodurch die Spule K-1 erregt wird. Hierauf werden zwei normalerweise offene
Schaltkontakte K-1 a und K-l b geschlossen, von denen der erstere mit einem normalerweise
geschlossenen Mikroschalter M-3 in einem Haltestromkreis C-2 für die Spule K-1 angeordnet
ist.
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Der letztgenannte Schaltkontakt K-1 b befindet sich zusammen mit der
Spule S-1 in einem Stromkreis C-3.
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Auf diese Weise wird der Anschlag 83 in seine Ruhestellung zurückgezogen
und die Freigabe der Spannschlitten aus der Beschickungsstelle bewirkt. Beim Zurückziehen
des Anschlages 83 kann der Bügel 63 des vorangehenden rechten Spannschlittens nach
unten fallen und der ihm zugeordnete Mitnehmerfinger 62 mit dem Treibriemen in Eingriff
treten. Gleichzeitig mit dem Herabfallen des-Bügels wird der Haken 94 dieses Spannschlittens
vom Bügel des nachfolgenden Spannschlittens abgehoben, so daß sich der vorangehende
Schlitten frei weiterbewegen kann. Wenn sich das Kurvenstück 93 des vorangehenden
Spannschlittens von dem Bügel 63 des nachfolgenden Spannschlittens entfernt, tritt
letzterer wiederum mit dem Treibriemen in Eingriff, während seine Verbindung mit
dem nachfolgenden Spannschlitten gelöst wird.
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Der gleiche Vorgang spielt sich nacheinander bei sämtlichen Spannschlitten
ab, welche sich hinter der Reihe der vorher angehaltenen Spannschlitten befinden.
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Jeder rechte Spannschlitten ist an seiner Vorderseite mit einem Schaltfinger
108 (Fig. 2) versehen, wobei diese Finger an allen rechten Spannschlitten in gleicher
Höhe angeordnet sind. Jeder linke Spannschlitten ist mit einem gleichartigen Schaltfinger
110 versehen, wobei diese Finger bei allen linken Spannschlitten in einer anderen
gemeinsamen Ebene angeordnet sind, welche höher liegt als die Ebene der Finger 108.
In Höhe der Finger 110 der linken Spannschlitten ist an der äußeren Schiene 14 ein
Arm 112 (Fig. 1) schwenkbar gelagert, welcher den Mikroschalter M-3 betätigt. Wenn
ein Spaunschlittenpaar die Beschickungsstelle verläßt, so läuft der nachfolgende
linke Spannschlitten am Arm 112 vorbei und öffnet über diesen den Mikroschalter
M-3, wodurch der Haltestromkreis C-2 (Fig. 4) der Spule K-1 unterbrochen wird. Die
Spule K-1 wird hierauf stromlos, der Schaltkontakt K-1 b wird geöffnet, und die
Spule S-1 wird ebenfalls stromlos. Nunmehr kehrt der Schlitten 84 (Fig. 1) unter
der Kraft der auf ihn wirkenden Feder in seine~ Arbeitsstellung zurück, und zwar
so rechtzeitig, daß er den nächsten Spannschlitten, welcher ein rechter Spannschlitten
ist, anhält.
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Nachdem somit ein Paar neu bestückter Spannschlitten die Beschickungsstelle
verlassen hat, wird das nächste Spannschlittenpaar, welches Leisten trägt, die durch
das Rad 98 und die FühlstifteSO bereits teilweise ausgeworfen worden sind, an der
Beschickungsstelle angehalten.
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Die verschiedenen Teile der vorstehend beschriebenen Vorrichtung
arbeiten wie folgt zusammen: Jeder Leisten besitzt eine Paßplatte 34 mit den beiden
in gleichem Abstand angeordneten Paßflächengruppen 36, 38, die mit den in den Zeichnungen
dargestellten
Nasen 44 und 46 in jeder von vier verschiedenen Stellungen
zusammenwirken, um den Leisten in der gewünschten Stellung festzulegen, wobei es
sich um rechte oder linke Leisten handeln und an dem auf dem Leisten befindlichen
Schuh der Vorderteil oder der Fersenteil bearbeitet werden kann. Die seitliche Versetzung
der Paßflächengruppen 36, 38 gegeneinander, zusammen mit den sich zwischen ihnen
erstreckenden Schrägflächen 40, verleiht der Oberfläche der Paßplatte eine unsymmetrische
Form. Auf Grund dieser Form und der Gestalt der Nasen 44 und 46 stoßen gewisse Teile
der Nasen und der Platte eines Leistens, welcher auf einen bestimmten Spannschlitte
n nicht paßt, so aneinander an, daß das völlige Aufsetzen eines solchen Leistens
auf den betreffenden Spannschlitten verhindert wird.
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Ein auf einen Spannschlitten passender Leisten wird jedoch ganz auf
ersteren aufgesetzt, indem er so weit nach unten gedrückt wird, daß die Paßplatte
auf der Oberseite des Spannschlittens aufliegt, wobei der Leisten in dieser bestimmten
Lage mit Bezug auf den Spannschlitten durch den nachgiebigen Bügel 48 gehalten wird
welcher in die Kerbe 42 eingreift. Es ist somit Vorkehrung getroffen, daß der Leisten
nicht vom Spannschlitten fallen kann, wenn letzterer umgedreht wird. Außerdem kann
sich der Leisten auch nicht unter der Einwirkung des Fühlstiftes 50 heben.
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Schließlich wird durch das völlige Aufsetzen eines Leistens auf einen
passenden Spannschlitten der Fühlstift 50 aus seiner Ruhestellung in seine Arbeitsstellung
gebracht, wobei, wie oben erläutert, ein derartiges Bewegen des Fühlstiftes nicht
möglich ist, wenn versucht wird, einen Leisten auf einen nicht passenden Spannschlitten
aufzusetzen.
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Eine Sicherung gegen unrichtiges Arbeiten des Fühlstiftes durch einen
Leisten, der so auf den Spannschlitten aufgesetzt wird, daß er in seiner Ausfluchtung
wesentlich von den Nasen 44 und 46 abweicht, wird durch das Anschlagrad 52 gebildet,
welches den Leisten daran hindert, den Fiihlstift zu bewegen, wenn er nicht im wesentlichen
zwischen die Nasen des Spannschlittens hineinpaßt.
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Es sei nun angenommen, daß ein Spannschlittenpaar an der Beschickungsstelle
zum Laden bereitsteht, wobei der rechte Spannschlitten durch den Anschlag 83 und
jeder der nachfolgenden Spannschlitten jeweils durch den vorhergehenden angehalten
ist. Nach dem Bestücken des zweiten Schlittens des an der Beschickungsstelle befindlichen
Spannschlittenpaares wird, unabhängig davon, ob es sich um den rechten oder den
linken Spannschlitten handelt, der Stromkreis C-1 durch die Mikroschalter M-1 und
M-2 geschlossen und der Anschlag 83 von der Ablenkplatte 86 des rechten Spannschlittens
zurückgezogen, wodurch der Bügel 63 dieses Spannschlittens nach unten fallen kann
und dieser Spannschlitten mit dem Treibriemen 18 verbunden wird. Beim Herabfallen
des Bügels 63 des vorangehenden rechten Schlittens wird dessen Haken 94 vom Bügel
des nachfolgenden linken Spannschlittens abgehoben, so daß sich der vorangehende
rechte Spannschlitten auf den Schienen 12 und 14 frei vorwärtsbewegen kann. Wenn
der rechte Spannschlitten die Beschickungsstelle verläßt, entfernt sich sein Kurvenstück
93 von dem Bügel 63 des nachfolgenden linken Spannschlittens und bewirkt die Verbindung
des letzteren mit dem Treibriemen, wodurch der linke Spannschlitten in geringem
Abstand vom rechten Spannschlitten auf den Schienen 12 und 14 vorwärts bewegt wird.
In gleicher Weise werden die restlichen Spannschlitten, die hinter der Beschickungsstelle
angehalten
worden sind, mit dem Treibriemen verbunden und nacheinander zur Beschickungsstelle
gefördert.
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Kurz nachdem der linke Spannschlitten begonnen hat, die Beschickungsstelle
zu verlassen, greift sein Schaltfinger 110 am Arm 112 an, wodurch der Mikroschalter
M-3 geöffnet und der Anschlag 83 freigegeben wird, so daß er rechtzeitig genug in
seine Arbeitsstellung zurückkehren kann, um den nächsten Spannschlitten, bei dem
es sich um einen rechten Spannschlitten handelt, an der Beschickungsstelle abzufangen.
Dieser rechte Spannschlitten wird durch Anheben seines Bügels 63 aus der antriebsmäßigen
Verbindung mit dem Treibriemen gelöst, während sein Haken 94 gesenkt wird, so daß
er mit seinem Kurvenstück93 in Eingriff tritt oder sich in dessen unmittelbarer
Nähe befindet, um den Bügel 63 des nachfolgenden linken Spannschlittens zu erfassen.
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Wenn dieser linke Spannschlitten an der Beschickungsstelle ankommt,
wird sein Bügel 63 durch Angreifen am Kurvenstück 93 des vorhergehenden Spannschlittens
angehoben, wodurch die Antriebsverbindung zwischen dem linken Spannschlitten und
dem Treibriemen unterbrochen wird. Der Bügel 63 des linken Spannschlittens wird
ferner vom Haken 94 des vorhergehenden Spannschlittens erfaßt, wodurch ein Zurückprallen
des linken Spannschlittens verhindert wird. Die restlichen Spannschlitten der sich
in Richtung auf die Beschickungsstelle vorwärtsbewegenden Schlittenreihe werden
in gleicher Weise einer nach dem anderen angehalten, wobei jeder Spannschlitten
durch den Haken 94 des vorhergehenden Schlittens erfaßt und festgehalten wird. Somit
wird für jedes Schlittenpaar, das an der Beschickungsstelle freigegeben wird, ein
anderes Paar Spannschlitten in die B eschickungsstelle gefördert.
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Bei der Annäherung an die Beschickungsstelle läuft jeder Spannschlitten
über das Auswerferrad 98, das, wenn der Fühlstift 50 an ihm angreift, diesen in
seine Ruhestellung anhebt, wobei der Federbügel 48 den Leisten freigibt, so daß
dieser durch den die Vorrichtung bedienenden Arbeiter leicht vom Spannschlitten
abgenommen werden kann.
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PATENTANSPROCHE 1. Fördervorrichtung zum selbsttätigen Heranführen
von aufgeleisteten Schuhen an eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen, bestehend aus
mit Paßgliedern versehenen Spannschlitten für Leistenträger, wobei die Paßglieder
mit Paßflächen einer Paßplatte der Leisten zusammenwirken, einem Antriebsriemen
mit Lagerung sowie aus einer endlosen Förderbahn mit Gestell, dadurch gekennzeichnet,
daß die Paßglieder (44 und 46) jedes Spannschlittens (10r und 101) zum wahlweisen
Aufsetzen rechter oder linker Leisten auswechselbar sowie zum wahlweisen Verschwenken
des Leistens zwecks Bearbeitens des Spitzenteiles oder des Fersenteiles des Schuhwerks
umkehrbar sind (Fig. 8).