DE1058713B - Verfahren zum Festlegen von Falten bei Vorhaengen od. dgl. - Google Patents
Verfahren zum Festlegen von Falten bei Vorhaengen od. dgl.Info
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Festlegen von Falten bei Gardinen, Stores, Vorhängen
od. dgl. und hat sich die Aufgabe gestellt, auf besonders einfache und schnelle Art und Weise den
bei Fensterdekorationen üblichen Faltenwurf herzustellen.
Um die Faltenbildung bei zuziehbaren Stores und Vorhängen zu bewirken, ist es bisher bekannt, an der
oberen, mit einem Gardinenband verstärkten Randkante derselben, die Falten durch Nadeln zu stecken,
damit die Gardinen nicht in einer glatten Bahn vor dem Fenster hängen, sondern durch die gesteckten
Falten in ihrer Längsrichtung arkaden-, bogen- oder schlangenlinienförmig verlaufen, wodurch sich dann
im zusammengezogenen Zustand gleichmäßig aussehende, nebeneinander angeordnete, senkrecht verlaufende
Falten bilden. Damit auch im auseinandergezogenen Zustande der Vorhänge gleichmäßig nebeneinanderliegende
Bogen gebildet werden, werden nicht nur am oberen Randes des Vorhanges die erforderliehen
Falten gesteckt, sondern auch in der Nähe der unteren Vorhangkante an den Bogenenden die Stoffteile
zusammengesteckt, um, in senkrechter Richtung gesehen, einen möglichst gleichmäßigen Abstand voneinander
aufweisende Bogenausbildung des Vorhanges zu erhalten.
Neben dem Nachteil, daß beim Zusammenstecken der Falten für den Steckvorgang der Nadeln viel Zeit
beansprucht wird, macht sich noch der Übelstand bemerkbar, daß die mit einer Hand eingesteckten Nadeln
sehr leicht in die Finger der anderen Hand stechen und Verletzungen hervorrufen. Besonders nachteilig
wirkt sich aus, daß auch im fertigdekorierten Zustand der Vorhänge die Nadeln noch nach außen sichtbar
sind, so daß die auf solche Art gesteckten Falten mehr wie ein Provisorium aussehen und einen schlechten
Anblick bieten. Zudem muß sehr stark darauf geachtet werden, daß als Nadelmaterial nur rostfreier Stahl
Verwendung findet, da sonst durch die dauernde Feuchtigkeit in der Luft sich an den Nadeln Rost
bildet, der Flecken in den Gardinenstoffen verursacht, die nicht mehr zu entfernen sind und weiterhin die
im Laufe der Zeit sich ausbildende Rostnarbe beim Herausziehen der Nadeln vor dem Waschen der Vorhangstoffe
die Stoffe verletzt und beschädigt. Es sind schon Gardinentragbänder bekannt, die aus steifem
Material gefertigt sind und in Abständen voneinander angeordnete, in Bandquerrichtung verlaufende Einschnitte
aufweisen, die bewirken, daß sich' bei dem Anziehen des das Tragband durchsetzenden Zugbandes
im oberen Randbereich der Gardine scharf ausgeprägte, in eine Spitze auslaufende kleine Kräuself alten bilden,
deren Tiefe jedoch nur gering sein kann, da andernfalls die freien Faltenspitzen nach unten durchhängen,
Verfahren zum Festlegen von Falten
bei Vorhängen od. dgl.
bei Vorhängen od. dgl.
Anmelder:
Fa. August Bünger,
Wuppertal-Oberbarmen
Wuppertal-Oberbarmen
August Bünger, Haßlinghausen über Gevelsberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
so daß die Unterkante der Gardine bzw. des Vorhanges, in waagerechter Richtung gesehen, nicht
geradlinig, sondern wellenförmig verläuft. Ein dekorativ wirkender Faltenwurf mit ausreichend weiten
Falten kann hierdurch jedoch nicht erzielt werden.
Alle diese Nachteile sollen in einfacher Weise durch die vorliegende Erfindung dadurch verhindert werden,
daß ein Verfahren zum Festlegen der Falten vorgeschlagen wird, bei dem die zu Falten bzw. Bogen gelegten
Stoff teile durch Kleben miteinander verbunden werden. Eine solche Verbindung hat den Vorteil, daß
eine Befestigung der Falten in wesentlich kürzerer Zeit und auf wesentlich sauberer Art und Weise als
bisher ermöglicht wird. Vor allen Dingen wird hierdurch die Gefahr ausgeschlossen, daß sich unter den
nichtrostenden Nadeln versehentlich einige Nadeln aus rostendem Material befinden, die dann zum Faltenstecken
benutzt werden, ohne daß dieser Fehler zunächst bemerkt wird, da die nichtrostenden sowie auch
die rostenden Nadeln einander ähnlich sehen und kaum zu unterscheiden sind. Erst später stellt sich
dann durch die sich bildenden Rostnarben und -flecken heraus, daß falsche Nadeln Verwendung gefunden
haben. Der so entstandene Schaden ist dann aber nicht mehr zu beheben.
Weiterhin wird vermieden, daß vor allen Dingen bei sehr empfindlichen Stores oder beispielweise Vorhängen
aus Seidenstoffen der Stoff durch die Nadelstiche verletzt wird.
Das Kleben der Stoffteile kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Bei gewöhnlichen Stoffen aus
Baumwolle, Seide od. dgl. wird ein zweckmäßig schnell trocknender, sofort bindender, klarsichtiger Klebstoff
benutzt, durch den die Stoff teile miteinander verbunden werden. Bei den heute oft üblichen Fasern aus
Kunststoffen, beispielsweise aus der Gruppe der Polyamide oder der auf Polyesterbasis hergestellten Kunst-
909 529/21
Claims (5)
- stoffasern kann als Klebstoff auch ein Lösungsmittel Verwendung finden, durch welches die Fasern an ihrer Oberfläche· angelöst werden, so daß nach Zusammendrücken der angelösten Faserteile sich dieselben miteinander durch Kleben verbinden.Je nach Art der zur Verwendung gelangenden Dekorationen ist es erwünscht, daß die Falten beim Waschen wieder voneinander gelöst werden. Zu diesem Zweck wird dann ein Kleber verwandt, der beim Waschvorgang gelöst wird, so daß sich die Falten selbständig lösen und auseinandergezogen werden können.Das Zusammenlegen und Befestigen der Falten erfolgt nun derart, daß der vorteilhafterweise in eine Tube abgefüllte Klebstoff aus einer kleinen öffnung derselben heraus auf die sich gegenüberliegenden und miteinander zu befestigenden Stoffteile des Vorhangoder Gardinenstoffes durch Auspressen aus der Tube aufgetragen und anschließend die Stoffteile gegeneinander gedrückt werden, wobei der Kleber sofort nach dem Gegeneinanderdrücken der Stoffteile so abbindet, daß sich die in eine Falte gelegten Stoffteile nicht mehr auseinanderbewegen, so daß sofort mit der Bildung der nächsten Falte begonnen werden kann, und in sehr schneller Art und Weise die Falten fortlaufend gelegt und festgelegt werden können.Die Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellte Ausführungsform beschränkt. Es sind natürlich noch weitere Abwandlungen möglich, ohne hierbei den Erfindungsgedanken' zu verlassen. iBeispiels 1Weise kann der Klebstoff auch entsprechend der Farbe des zur Verwendung gelangenden Vorhang, oder Gardinenstoffes gefärbt sein, vor allem, wenn es sich um netzartig ausgebildete, eine Durchsicht gestattende Gardinenstoffe handelt. Weiterhin kann der Klebstoff bzw. das Lösungsmittel noch auf andere Art undWeise als durch Tuben auf den Stoff aufgetragen werden. Ebenso kann das Kleben der Falten bei mit Kunststoff asern versehenen Stoffen auch mittels durch Bügeln od. dgl. erzeugter Wärme erfolgen, wie es an sich schon zur Befestigung von Gardinentragband an Vorhängen aus Kunststoffolien bekannt ist.Patentansprüche-.ίο 1. Verfahren zum Festlegen von Falten bei Gardinen, Stores, Vorhängen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die zu Falten gelegten Stoffteile durch Kleben miteinander verbunden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffteile durch einen schnell trocknenden, sofort bindenden, klarsichtigen Klebstoff verbunden werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fasern aus Kunststoff die Stoffteile durch Anlösen der Fasern miteinander verklebt werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoff teile mittels eines durch Waschen löslichen Klebstoffes miteinander verklebt werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Verwendung gelangende Klebstoff bzw. das Lösungsmittel mittels eines nachgiebige Wandungen aufweisenden Behälters auf die zu verbindenden Stoffteile aufgetragen wird." In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 302 630;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 718 698.© 909 529/21 5.59
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB42667A DE1058713B (de) | 1956-11-30 | 1956-11-30 | Verfahren zum Festlegen von Falten bei Vorhaengen od. dgl. |
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| DE (1) | DE1058713B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232323B (de) * | 1960-10-27 | 1967-01-12 | Vorwerk & Sohn | Tragband mit Klebeschicht zum Befestigen an Vorhaengen, Gardinen od. dgl. aus Kunststoffolie |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2302630A (en) * | 1940-10-11 | 1942-11-17 | Hess Alexander Mcdonald | Pleating of drapes, etc. |
| DE1718698U (de) * | 1955-12-29 | 1956-03-15 | David Beckmannshagen Band Und | Gardinenband. |
-
1956
- 1956-11-30 DE DEB42667A patent/DE1058713B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2302630A (en) * | 1940-10-11 | 1942-11-17 | Hess Alexander Mcdonald | Pleating of drapes, etc. |
| DE1718698U (de) * | 1955-12-29 | 1956-03-15 | David Beckmannshagen Band Und | Gardinenband. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232323B (de) * | 1960-10-27 | 1967-01-12 | Vorwerk & Sohn | Tragband mit Klebeschicht zum Befestigen an Vorhaengen, Gardinen od. dgl. aus Kunststoffolie |
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