DE1058102B - Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale - Google Patents
Einrichtung zum Durchschalten elektrischer WechselstromsignaleInfo
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Description
Bei den verschiedenen Einrichtungen mit logischen Elementen, wie etwa bei Elektronen-Rechenmaschinen
oderelektronischenFernsprechvermittlungseinrichtungen,
sind Signaldurchschaltvorrichtungen als Bausteinschaltungen
unerläßlich. Insbesondere im Falle von Elektronen-Rechenmaschinen od. dgl., bei denen parametrisch erregte
Resonatoren, sogenannte "Parametrons«, Verwendung finden, wird eine einfache Stromkreisschließ- und Unterbrechungsvorrichtung
ohne Verwendung von Vakuumröhren oder parametrisch erregter Resonatoren verlangt.
Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Durchschaltverfahren für elektrische Wechselstromsignale und eine
Vorrichtung, mit der das vorgenannte Ziel erreicht werden kann.
Hauptaufgabe der Erfindung ist, eine Schalteinrichtung für elektrische Signale zu schaffen, die im Aufbau verhältnismäßig
einfach ist. Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Schalteinrichtung zu schaffen, die sehr
sicher arbeitet und eine äußerst lange Lebensdauer besitzt. Ferner hat sich die Erfindung zur Aufgabe gestellt, eine
Wechselstromschalteinrichtung ohne Zeitverzögerung, wie sie ein mechanisches Relais oder ein parametrisch erregter
Resonator zwangsweise mit sich bringt, zu schaffen und diese Schalteinrichtung für elektronische Rechenmaschinen,
elektronische Fernsprechvermittlungseinrichtungen od. dgl. nutzbar machen.
Die erfindungsgemäße Schalteinrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale ist dadurch
gekennzeichnet, daß drei Magnetkerne mit jeweils derart untereinander verbundenen Eingangs-, Ausgangs- und
Steuerspulen vorhanden sind, daß einerseits die dem betreffenden Eingangsspulenstrom proportionalen, durch
ihn in den Ausgangsspulen erzeugten Spannungskomponenten sich einander aufheben, wenn keine magnetische
Felder durch die Steuerspulen den betreffenden Kernen auferlegt werden, und andererseits dem Eingangsspulenstrom
proportionale Spannungskomponenten zwischen den Anschlußklemmen der Ausgangsspulen
durch Störung des Gleichgewichtes der Kennlinien der Magnetkerne infolge deren Nichtlinearität erzeugt werden,
wenn unausgeglichene magnetische Felder in den Kernen durch Steuerströme erzeugt werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung mehrerer in den
schematischen Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele.
Fig. 1 und 2 zeigen ein Beispiel des Stromkreises nach der Erfindung;
Fig. 3,4,5,6 und 7 bringen in Schaltbildern Anwendungsbeispiele der Schaltung gemäß der Erfindung;
Fig. 8 veranschaulicht in Form von Blockdiagrammen beispielsweise solche Fälle, bei denen die Schaltung nach
der Erfindung in Stromkreisen mit parametrisch erregten Resonatoren angewendet ist.
Einrichtung zum Durchschalten
elektrischer Wechselstromsignale
elektrischer Wechselstromsignale
Anmelder:
Nippon Telegraph and Telephone
Public Corporation,
Tokio
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, München 5,
Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde,
und Dipl.-Ing. H. Bohr, München 5, Müllerstr. 31,
Patentanwälte
Wird einem Transformator mit einer Primär- und einer Sekundärwicklung sowie einem Kern mit Sättigungseigenschaften über die Primärwicklung ein sinusförmiger
Wechselstrom I zugeführt, so läßt sich die in der Sekundärwicklung induzierte Spannung durch folgende Gleichung
ausdrücken:
V = al + bl3 + el5
da die nichtlineare Hysteresiskurve des Kerns symmetrisch zum Koordinatenanfangspunkt verläuft und wenn man
die Hysteresisschleife für kleine / und V vernachlässigt. Berücksichtigt man ferner, daß für kleine I die einzelnen
Glieder der Gleichung (1) rasch abnehmen, so erhält man in erster Näherung
V = al + bls (2)
Gemäß Fig. 1 liegen beispielsweise die Wicklungen der Signal-Eingangsspule 11 und der Ausgangsspule 14 jeweils
in Serie auf drei kleinen ringförmigen Magnetkernen 1, 2 und 3 aus Ferrit und ebenso die Wicklung der Steuerspulen
12 und 13 jeweils in Reihe auf den Magnetkernen 1 und 2. Die Eingangsspule 11 und Ausgangsspule 14 besitzen
auf den Kernen 1 und 2 gleiche Windungsanzahl, und ihre Polaritäten liegen in gleicher Richtung. Wie in
der Zeichnung veranschaulicht, weist auf Kern 3 die Eingangsspule 11 die gleiche Windungsanzahl wie jeweils
auf Kern 1 und 2, in der Ausgangsspule 14 jedoch gegenüber Kern 1 bzw. 2 die doppelte Anzahl Windungen auf.
Die Polaritäten der Ausgangsspule zur Eingangsspule sind auf dem Kern 3 einander entgegengerichtet, im Gegensatz
909 528/272
su denen des Kerns 1 und 2. Außerdem laufen die Steuerrtdckhmgen
12 und 13 zueinander in gleicher Richtung, and bezüglich des magnetischen Kerns 1 oder 2 besitzen
sie entgegengesetzte Richtungen gegen die Eingangs- und Ausgangswicklungen. Bezeichnet man nun den elektrischen
Strom, der in der Eingangsspule 11 fließt, mit I1 und die
slektrischen Ströme, die in den Steuerspulen 12 und 13 verlaufen, mit I2 und I3, so wird in der Ausgangsspule
des Magnetkerns 1 eine Spannung F1 induziert, die sich aus der Gleichung (2) ergibt zu:
V1 = U(I1-I9-
b (I1-
(3)
Gleichzeitig besitzen die Spannungen F2 und F3, die in
den Ausgangswicklungen der Magnetkerne 2 und 3 induziert werden, die Werte:
F2 = a (I1 + I2 + /3) + δ (I1 +12 ^13)3 (4)
F3 =-2 (α h+bl^) (5)
F3 =-2 (α h+bl^) (5)
Demgemäß läßt sich die Spannung F0, die an den Anschlußklemmen
der Ausgangswicklung 14 erscheint, durch folgende Gleichung ausdrücken:
^o = V1 + F2 + F3
F0 = δ (6 I1 12* -f 6 I113 2 + 12111213) (6)
F0 = δ (6 I1 12* -f 6 I113 2 + 12111213) (6)
Somit ergibt sich im Falle, daß I2 = —13 ist,
= 0
(7)
Wenn demgegenüber angenommen wird, daß I2 = I3
ist, erhält die Spannung F0 den Wert:
F0 = 24 b I1 13*
(8)
Die Frequenz der den Steuerspulen 12 und 13 zugeführten Ströme kann beliebig gewählt werden; es kann
auch ein Gleichstrom sein. Aus Gründen der Einfachheit ist es jedoch am zweckmäßigsten, die Frequenz gleich der
des Signalstromes I1 zu wählen. Wird die Ausgangsspannung
F0 über ein auf die Frequenz des Signalstromes I1
abgestimmtes Filter geleitet, so werden dadurch die sich aus dem Faktor I3 2 gemäß Gleichung (8) ergebenden Oberwellen
unterdrückt, und es ergibt sich Proportionalität zwischen I1 und F0.
Wenn also, wie vorstehend gezeigt, den beiden Steuerspulen 12 und 13 Steuerströme I2 und I3 gleicher Frequenz,
gleicher Wellenform und gleicher Phase zugeführt werden, dann werden die Eingangs- und Ausgangsspulen 11 und 14
zur Kopplung gebracht. Besitzen die beiden Steuerströme dagegen die Gegenphase, so wirdbewirkt, daß dieAusgangsspulen
14 von den Eingangsspulen 11 abgeschaltet werden. Die Steuerstromquelle kann also einfach aufgebaut sein.
Es ist aber auch möglich, das Koppeln und Ausschalten zwischen Eingangs- und Ausgangsspule durch Schließen
und Unterbrechen des Steuerstromkreises zu steuern, indem nur eine Steuerspule auf den Kern 1 und 2 gelegt wird.
Wie vorstehend erwähnt, hat die Vorrichtung nach der Erfindung eine geeignete Eingangswicklung, Ausgangswicklung
und Steuerwicklung auf den drei magnetischen Kernen. Falls kein von der Steuerwicklung herrührendes
Magnetfeld vorhanden ist, wirken die dem Eingangsstrom proportionalen Komponenten der in der Ausgangsspule
über die verschiedenen Magnetkerne induzierten Ausgangsspannung gegeneinander. Falls aber durch die Steuerspule
ein Wechselmagnetfeld erzeugt wird, ergibt sich infolge der nichtlinearen Kennlinie des Magnetkerns eine dem
Eingangsstrom proportionale Ausgangsspannung in der Grundfrequenz des Eingangsstromes, gegebenenfalls mit
einem geringen Anteil, der einer Oberwelle des Eingangsstromes proportional ist. Bei der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung
wird also eine dem Eingangsstrom der Spule 11 proportionale Ausgangsspannung nur dann erzeugt, wenn
das Magnetfeld infolge des Stromes in der Steuerspule vorliegt, wie aus Gleichung (8) auch zu ersehen ist.
Sind aber beispielsweise gemäß Fig. 2 die Magnetkernel
und 2 zwar genauso wie in Fig. 1 und auch die Polaritäten der Eingangs- und Ausgangsspule des Magnetkernes 3 die
gleichen wie in Fig. 1, jedoch die Windungsanzahl der Eingangsspule des Kerns 3 doppelt so groß wie die der
Kerne 1 und 2 und die Windungszahlen der Ausgangswicklung auf den drei Magnetkernen gleich, so ist, falls
der Strom I2 der Steuerspule 12 und der Strom I3 der
Spule 13 der Beziehung I2 = —13 entsprechen, die Ausgangsspannung
F0 als Funktion des Eingangsstroms I1
durch den Wert
V0=-6 b I1* (9)
und, falls I2 = I3 ist, durch den Ausdruck
F0:= 24 6J1V-OiJ1* (10)
Diese durch die Gleichungen (9) und (10) gegebenen
ao unterschiedlichen Ausgangsspannungen lassen sich, wie weiter unten gezeigt wird, für einen besonderen AnwendungsfalldererfindungsgemäßenSchaltungsanordnung
in vorteilhafter Weise verwerten.
Fig. 3 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Einrichtung gemäß der Erfindung, bei dem ein bestimmtes von zwei
Eingangssignalen ausgewählt und mit dem Ausgangsstromkreis gekoppelt wird. Die Schalteinrichtung, die aus
den Magnetkernen 1, 2 und 3 besteht, hat hierbei den völlig gleichen Stromkreis wie in Fig. 1, und die Steuerspulen
12 und 13 der Schalteinrichtung, die aus den magnetischen Kernen Γ, 2' und 3' gebildet ist, weisen auf
dem Magnetkern 1 und 2 jeweils umgekehrte Richtung auf. Außerdem sind auf den Magnetkernen 1 und 2 die
Steuerspulen 12 und 13 in umgekehrter Richtung gegenüber den Eingangs- und Ausgangswicklungen 11 und 14
gewicklet. Die Ausgangsspule 14 und die Steuerspulen 12 und 13 verbinden zwei Satz Schaltelemente, die aus den
magnetischen Kernen 1,2 und 3 einerseits und 1', 2' und 3' andererseits bestehen, zu einer kombinierten Schalteinrichtung.
Wenn nun Wechselsteuerströme gleicher Phase den Anschlußklemmen T1 und T2 der Steuerspule
zugeführt werden, wird die Signalquelle e durch die Magnetkerne 1, 2 und 3 mit der Ausgangsspule 14 gekoppelt.
Nimmt man an, daß die Wechselsteuerströme
4-5 eine Gegenphase besitzen, wird die Signalquelle e1 durch
die Magnetkerne Γ, 2' und 3' mit der Ausgangswicklung 14 gekoppelt. Demgemäß kann entsprechend dem wahlweisen
Umschalten das Signal der beiden Signalquellen β und e' von den Ausgangsspulenklemmen OP abgegriffen
werden.
Die Schaltung nach Fig. 4 vermag die gleiche Aufgabe zu erfüllen wie die der Fig. 3 und besitzt einen letzterer
sehr ähnlichen Aufbau, jedoch mit der Abweichung, daß die Magnetkerne 3 und 3' der Fig. 3 in Fig. 4 in einem
Stück in Form des Magnetkerns 3" vorgesehen sind. Wenn hierbei die Ströme I2 und I3 der Steuerspulen 12 und 13 in
der Beziehung I2 = —13 zueinander stehen, so ergibt die
Ausgangsspannung F0 in Abhängigkeit der Signalströme I1
und J1' der Signalquellen e und e' den Wert
F0 = 24 OJ1V-6 δ (1',I1 2+I111'2) (11)
Falls demgegenüber
I2 = I3 ist, wird
6. F0 = 24 6 J1' I3* - 6 b (I1' I1 2 + I111'2) (12)
6. F0 = 24 6 J1' I3* - 6 b (I1' I1 2 + I111'2) (12)
Da das jeweils zweite Glied dieser Gleichungen (11) und
(12) gegenüber dem jeweils ersteren klein ist, kann es vernachlässigt werden, d. h., an den Ausgangsklemmen
OP kann entweder eine dem Eingangsstrom I1 (F0 = 24 δ I1 I3 2) oder dem Eingangsstrom J1'
(F0 = 24 b I1 I3 2) proportionale Spannung abgenommen
werden, je nachdem, ob J2 = —13 oder I2 = J3 ist.
Da die Stromkreise gemäß Fig. 3 und 4 umkehrbar sind, ist es auch möglich, den Klemmen OP eine Eingangsspannung zuzuführen und diese entweder üb~r die Spulen
11 oder 11' abzunehmen.
Wenn weiterhin eine beliebige Anzahl Eingangskreise gewählt und diese mit einem gemeinsamen Ausgangskreis
gekoppelt werden und somit das Eingangssignal der gemeinsamen Ausgangsklemme entnommen werden kann,
so wird, wie in Fig. 5 gezeigt ist, jede Signalquelle mit der
Schalteinrichtung gekoppelt, die die Magnetkerne 1, 2 und 3, Y, 2' und 3' usw. umfaßt, wobei die Magnetkerne
jeweils in Dreiergruppen zusammengefaßt sind. Steuerwicklungen sind ebenfalls in gleicher Anzahl vorgesehen
und mit 15,16 und 17 ... usw. bezeichnet. Entsprechend dem Signal, das jeweils an den Steuerklemmen T1, T2 usw.
liegt, werden Steuerströme zugeführt, nachdem diese in dem Stromkreis C in geeigneter Weise kombiniert worden
sind. Beispielsweise erzeugt mittels eines Vielfachvergabelungsstromkreises zwischen jeder Gruppe des
ersten Magnetkernes 1,1', 1" ... und der zweiten Magnetkerne2,2',2"
... der N Gruppen Magnetkerne gewöhnlich nur eine Gruppe das Steuerfeld, während bei den übrigen
(N — 1) Gruppen die magnetischen Steuerfelder einander entgegenwirken oder sehr gering sind. Deshalb wird also
nur,Jein einziges Signal mit der Ausgangsspiüe 14 gekoppelt.
Die Magnetkerne 3, 3', 3" ... können dadurch in ihrer Anzahl verringert werden, indem sie in geeigneter Weise
wie im Falle der Fig. 4 zusammengefaßt werden.
Nachstehend werden nun praktische Anwendungsmöglichkeiten der Schalteinrichtung gemäß der Erfindung
als Beispiele beschrieben. Zu dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel wurde gesagt, daß die Ausgangsspannung entsprechend
der Polarität der Ströme J2 und I3 der Steuerspulen
12 und 13 durch die Gleichungen (9) und (10) angegeben ist. Wenn nun angenommen wird, daß der
Eingangssignalstrom I1 und die Steuerströme J2 und J3
die gleiche Frequenz besitzen und in Sinuswellenform in Phase oder Gegenphase vorliegen, so lassen sie sich
durch folgende beiden Formeln ausdrücken:
J1 = A1 sin ω t (13)
I2 = ± I3 = ± A3 sin cot (14)
Unter der Annahme, daß J2 entweder gleich + J3 oder
gleich — J3 ist, lauten die Gleichungen (9) und (10)
für I2=-I3:
V0 = ObA1 3 sin3 ω t
= — 4,5 M1 3 sin cot + 1,5 M1 3 sin 3 ω t (15)
und für I2 = I3:
F0 = 18 M1^3 2 sin ω t — 6 bAxAz 2 sin 3 ω t
— 4,5 M1 3 sin ω t -f-1,5 M1 3 sin 3 co t
= 4,5 M1 (4 ^t8 2 — A1 2) sin ω t
— 1,5 M1 (4 A3 2 — A1 2) sin 3 ω t (16)
Wenn hierbei die dritte harmonische Welle mittels eines Filters wie etwa eines Resonanzkreises gesperrt
wird, besitzt die Ausgangsspannung den Wert
F0= -4,5 M1 3 sin ω t (17)
F0 = 4,5 bAx (4 ^3 2 - ^1 2) sin ω t (18)
Wie klar aus den vorstehenden Gleichungen (17) und (18) hervorgeht, wird unter der Annahme, daß
\2A3\>\Ar in dem in Fig. 2 gezeigten Stromkreis ist,
die Phase der Ausgangsspannung zur Gegenphase, die zu dieser um 180° abweicht. Wenn nun angenommen wird,
daß die Phase des Signalstromes J1 beispielsweise 0 ist
und sowohl J2 als auch J3 entweder 0- oder π-Phase besitzen,
so wird die Phase der Ausgangsspannung 0, wie aus Gleichung (18) zu ersehen ist. Wenn nur einer der
Steuerströme π- oder O-Phase aufweist und der andsre
gegenphasig ist, dann erhält die Ausgangsspannung die Phase π, wie aus Gleichung (17) errechnet werden kann.
Wenn demgegenüber J1 die Phase π hat und wenn die
Phasen von J2 und J3 beide 0 oder π sind, dann erhält
die Ausgangsspannung die Phase π. Wenn im Gegensatz
ίο hierzu der eine Steuerstrom die Phase 0 oder π hat und
der andere gegenphasig ist, dann wird die Phase der Ausgangsspannung 0. Wenn daher bei der Steuereinrichtung
der Fig. 2 angenommen wird, daß der Eingangssignalstrom J1 und der Steuerspulenstrom J2 und J3 eine Sinuswelle
gleicher Frequenz ist, und ferner angenommen wird, daß die Ströme die beiden binären Zahlen 0 und 1 bilden,
dargestellt durch die beiden Phasen 0 und Tt, dann zeigt die Phase der Ausgangsspannung die logische Summe der
drei durch die Ströme J1, J2 und J3 gegebenen Zahlen an.
Das bedeutet, daß die Steuereinrichtung nach Fig. 2 als eine Addiervorrichtung für binäre Zahlen benutzt werden
kann.
Wenn zwischen die Amplitude A1 des Stromes J1 und
der Amplitude A3 des Stromes J2 oder J3 die folgende Beziehung
gegeben ist
YT- A3 = A1
(19)
dann ist die Amplitude der Ausgangsspannung, die durch die Gleichungen (17) und (18) gegeben ist, stets gleich.
Die Anzahl der Windungen der Eingangswicklung auf den Magnetkernen 1, 2 und 3 braucht nicht immer im
Verhältnis 1:1:2 zu stehen. Es genügt, daß die Polarität der Ausgansgspannung, die J1 proportional ist, in
den beiden Fällen entgegengesetzt ist, in denen J2 und J3
einmal in Phase, einmal in Gegenphase ist.
Es sei nun angenommen, daß in einem Stromkreis gemäß Fig. 3 die Anschlußklemme T2 des Steuerstromkreises
12 mit der Signalquelle e verbunden wird, so daß der Signal-Eingangsstrom J1 durch die Steuerspulen 12
fließt. Der Strom J3, der in der Steuerspule 13 fließt, sei
eine Sinuswelle, die bei gleicher Frequenz entweder in Phase oder Gegenphase zu J1 liegt. Wenn nun die Phasen
von J1 und von J3 gegeneinander um 180° verschoben sind,
dann hat die Ausgangsspannung, die in der Ausgangsspule erzeugt wird, eine Phase, die der Phase des Stromes J1'
der Eingangsspule 11' entspricht. Wenn aber J1 und J3 in
Phase sind, dann entspricht die Phase der Ausgangsspannung der Phase von J1. Wenn also J1' immer in
O-Phase festgehalten wird und wenn J1 und J3 gegenphasig
sind, dann hat auch der Ausgang O-Phass, d. h. daß zwischen <?' und OP Kopplung besteht. Besitzen dagegen
J1 und J3 gleiche Phase und zugleich O-Phase, dann
hat der Ausgang auch diesmal O-Phase, aber es besteht diesmal Kopplung zwischen e und OP.
Wenn ebenso J1' immer die jz-Phase annimmt und sowohl
J1 als auch J3 O-Phase haben, dann hat der Ausgang
ebenfalls O-Phase, da Kopplung zwischen e und OP besteht.
Daher hat dieser Stromkreis, wenn angenommen wird, daß J1 und J3 z. B. zwei logische Zahlen eines Binär-Phasensignals
sind, die Funktion eines »ODER«r- oder
eines "UND«-Stromkreises oder eines logischen Produktstromkreises für diese. Indem die Phase von J1' um 180°
verschoben wird, kann eine Umwandlung des -ODER«-
Stromkreises in einen _>> UND «--Stromkreis sehr leicht ausgeführt
werden. Es ist zweckmäßig, die Ausgangsamplitude immer stabil zu halten. Bei der Schaltung der
Fig. 3 ist es sehr einfach, durch Umwandlung des Stromkreises den in Fig. 6 und 7 gezeigten Stromkreis zu
erhalten, indem die Klemme T2 mit der Signalqueile e varbunden
ist. Weiterhin können die Kerne 3 und 3' voll-
Claims (3)
1. Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale, dadurch gekennzeichnet, daß
drei Magnetkerne mit jeweils derart untereinander verbundenen Eingangs-, Ausgangs- und Steuerspulen
vorhanden sind, daß einerseits die dem betreffenden Eingangsspulenstrom proportionalen, durch ihn in
den Ausgangsspulen erzeugten Spannungskomponenten sich einander aufheben, wenn keine magnetischen
Felder durch die Steuerspulen den betreffenden Kernen auferlegt werden, und andererseits dem Eingangsspulenstrom
proportionale Spannungskomponenten zwischen den Anschlußklemmen der Ausgangsspulen
durch Störung des Gleichgewichtes der Kennlinien der Magnetkerne infolge deren Nichtlinearität
erzeugt werden, wenn unausgeglichene magnetische Felder in den Kernen durch Steuerströme erzeugt
werden.
2. Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingangs- und Ausgangsspulen auf allen drei Magnetkernen aufgewickelt und miteinander
gekoppelt sind, die Steuerspulen dagegen nur auf zwei der drei Magnetkerne in Reihe liegen
und ferner die Eingangs- und Ausgangsspulen der letzteren beiden Kerne gleichgerichtete Polarität, die
des dritten Kerns demgegenüber entgegengesetzt gerichtete Polarität aufweisen und schließlich die Windungsanzahl
des dritten Kerns gleich bzw. doppelt der Windungsanzahl der beiden ersten Kerne ist.
3. Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Magnetkerne verhältnismäßig klein und ringförmig gehalten sind und aus Ferrit
oder dergleichen Werkstoff bestehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 909 52Ä/272 5.59
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL210378D NL210378A (de) | 1956-09-01 | ||
| DEN12670A DE1058102B (de) | 1956-09-01 | 1956-09-01 | Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale |
| FR1165417D FR1165417A (fr) | 1956-09-01 | 1956-10-02 | Système de commutation de signaux électriques |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN12670A DE1058102B (de) | 1956-09-01 | 1956-09-01 | Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1058102B true DE1058102B (de) | 1959-05-27 |
Family
ID=7339618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN12670A Pending DE1058102B (de) | 1956-09-01 | 1956-09-01 | Einrichtung zum Durchschalten elektrischer Wechselstromsignale |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1058102B (de) |
| FR (1) | FR1165417A (de) |
| NL (1) | NL210378A (de) |
-
0
- NL NL210378D patent/NL210378A/xx unknown
-
1956
- 1956-09-01 DE DEN12670A patent/DE1058102B/de active Pending
- 1956-10-02 FR FR1165417D patent/FR1165417A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL210378A (de) | |
| FR1165417A (fr) | 1958-10-24 |
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