DE523816C - Einrichtung zur selektiven Verstaerkung von Wechselstroemen - Google Patents
Einrichtung zur selektiven Verstaerkung von WechselstroemenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Einrichtung gemäß Patent 522 579, und zwar
für den Fall einer mehrstufigen, insbesondere zweistufigen Verstärkung. Das Problem, zu
verhindern, daß der vom Wechselfeld in der Drehspule der ersten Stufe induzierte, verstärkte
Strom in den Eingangskreis (Fernleitung) hineinkommt, bzw. zu verhindern, daß bei mehrstufiger Anordnung der in den Drehspulen
einer Verstärkerstufe fließende verstärkte Strom auf die Drehspule der vorhergehenden
Stufen irgendwelche Kraftwirkung ausübt und somit auf die Bewegung der Drehspulen
derselben Einfluß nimmt, wird gemäß der vorliegenden Verbesserung in einfacherer
und vorteilhafterer Weise gelöst. Gegenüber der Anbringung einer Trommel an der Achse
des beweglichen Systems gemäß dem Hauptpatent ist es nach vorliegender Verbesserung
nicht mehr nötig, das Trägheitsmoment des beweglichen Systems durch die Anbringung einer
weiteren Masse zu vergrößern, wodurch bei gleicher aufgewendeter Leistung für die Erregung
des Wechselfeldes eine Erhöhung der erreichbaren Telegraphiergeschwindigkeit erzielt
wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß zwei oder mehrere Verstärkerrelais mit in einem Wechselfelde
beweglichen Windungssystemen vorgesehen sind und erfindungsgemäß Schaltung und Größenverhältnisse der Schaltelemente so gewählt
sind, daß der Eingangskreis nur einen Strom in der Größenordnung des unverstärkten
Stromes führt, indem die von den Drehspulen der einzelnen Stufen herrührenden Anteile des
verstärkten Stromes, die in den Eingangskreis abfließen, einander im wesentlichen aufheben.
Für zweistufige Verstärkung ist die Anordnung derart getroffen, daß die Phasenverschiebung
zwischen dem Wechselfeld der zweiten Verstärkerstufe und dem Wechselfeld der ersten
Verstärkerstufe so gewählt ist, daß der infolge Ablenkung der beweglichen Spule der zweiten
Stufe in der beweglichen Spule der ersten Stufe auftretende Strom in seiner Phase gegen das
Wechselfeld der ersten Verstärkerstufe um 90 ° verschoben ist und daher keinen Einfluß auf die
Bewegung der Drehspule der ersten Verstärkerstufe ausübt.
Dies tritt dann ein, wenn das Feld der zweiten Verstärkerstufe gegen das Feld der ersten Stufe
um einen Winkel nacheilt, der gleich ist 180° weniger dem Nacheilungswinkel jenes Teilstromes,
der infolge einer in der Drehspule der ersten Stufe wirksamen elektromotorischen
Kraft in der Drehspule der zweiten Stufe fließt, gegen diese elektromotorische Kraft.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1
das Schaubild einer Anlage für den Empfang
einer Frequenz bei Tonfrequenztelegraphie, die
Abb. 2 ist ein Ersatzschaltbild für den einen Satz des Systems, Abb. 3 ist ein Vektordiagramm,
die Abb. 4, 5 und 6 zeigen die in den drei Zweigen eines Satzes fließenden Ströme in
Vektordarstellung, die Abb. 7 ist eine konstruktive Darstellung des Doppekelais in teilweise
geschnittener Vorderansicht, und Abb. 8 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht dieses Doppelrelais.
In Abb. ι ist 1 die Fernleitung; die Induktivität
2 und der Kondensator 3 sind auf die zu empfangende Frequenz abgestimmt und bewirken,
daß die Energie je einer Frequenz im wesentlichen nur in die dazugehörige Empfangsanordnung
hineinkommt und sich nicht auf alle an der Leitung liegenden anderen Empfangsanordnungen, die für den Empfang
der übrigen Frequenzen bestimmt sind, gleichmäßig verteilt.
4 und 4' sind zwei Eingangstransformatoren, deren Primärwicklungen unter Vorschaltung
eines Kondensators 5 bzw. einer Induktivität 6 über die Reihenkombination 2, 3 an die Fernleitung
1 angeschlossen sind. Der Kondensator 5 und die Induktivität 6 dienen zur Zerlegung
des ankommenden Femstromes in zwei um 90 ° phasenverschobene Komponenten, indem
der kapazitive Widerstand des Kondensators 5 den auf die Primärseite reduzierten,
im wesentlichen Ohmschen Widerstand des am Transformator 4 hängenden Relaissatzes und
ebenso der induktive Widerstand der Spule 6 dem entsprechenden Ohmschen Widerstand des
am Transformator 4' hängenden zweitenRelaissatzes in seiner Größe gleichgemacht wird.
Dadurch wird erreicht, daß der Strom im Transformator 4 gegen die Spannung zwischen den
Punkten 7 und 8 um 45 ° voreilt, während der Strom im Transformator 4' gegen dieselbe Spannung
um 45 ° nacheilt.
An die Sekundärwicklungen der Transformatoren 4 und 4' sind zwei ganz gleiche Relaissätze
angeschlossen, um bei beliebiger Phasenlage des Fernstromes gegen das lokale Wechselfeld
immer eine Stromverstärkung zu erreichen. Bei Anordnung nur eines Satzes wäre eine Verstärkung
nur dann vorhanden, wenn die Phasenlage des Fernstromes mit der des Wechselfeldes
übereinstimmt. Da die beiden Sätze von um 90 ° phasenverschobenen Komponenten des
Fernstromes durchflossen sind, ist immer entweder in dem einen oder im anderen Satze eine
Verstärkung vorhanden, wie dies näher im Hauptpatent erläutert wurde. Im folgenden
soll nur einer der beiden Sätze beschrieben und angenommen werden, daß der Eingangsstrom
im Transformator 4 mit dem Wechselfelde der ersten Stufe in Phase sei.
Die Sekundärwicklung des Transformators 4 ist mit der Drehspule D1 der ersten Stufe über
einen Abgleichwiderstand 9 in Reihe geschaltet. Parallel zu dieser Reihenanordnung sind die
Drehspule D2 der zweiten Stufe ebenfalls mit einem Abgleichwiderstand 10 und die Primärwicklung
des Transformators 11 angeschlossen. Die Abgleichwiderstände 9 und 10 dienen dazu,
um den Widerstand des Zweiges D1 bzw. D2
auf den sich aus der Rechnung ergebenden Wert bringen zu können.
An der Sekundärspule des Transformators 11
liegt unter Vorschaltung eines Kondensators 12 eine in ihrer Schaltung an sich bekannte Brücke
13 von vier Trockengleichrichtern 14, welche
das Gleichstromrelais 15 speist. Der Zweck des Kondensators 12 ist die Erzeugung eines voreilenden Phasenwinkels im" Verbraucherzweig.
Zur Erzeugung der Wechselfelder für beide zweistufigen Relaissätze ist ein Wechselstromgenerator
17 bekannter Art vorgesehen, welcher am Stator zwei räumlich gegeneinander versetzte
Wicklungen 18 und 19 besitzt. Die Wicklung 18 speist über einen Kondensator 20 die
Feldspule F1, welche das Wechselfeld für die
Drehspulen D1 und D1 erzeugt und konstruktiv
mit diesen Drehspulen zu einem Doppelrelais F1 vereinigt ist. In analoger Weise speist
die Wicklung 19 über den Kondensator 21 die
Feldspule F2 des Doppelreläis V2. Die räumliche
Versetzung der Wicklungen 18 und 19 hat den Zweck, eine bestimmte, im folgenden näher
angegebene Phasenverschiebung zwischen den Wechselfeldern der ersten und zweiten Verstärkerstufe
zu erzeugen. Die Kondensatoren 20, 21 dienen zur Abstimmung des induktiven
Widerstandes der Feldspulen F1 und F2 auf die
Frequenz des Wechselstromgenerators 17, wodurch erreicht wird, daß dieser nur die Wirkleistung,
nicht aber die Scheinleistung zur Erzeugung des Feldes hergeben muß.
Mittels einer Gleichstromquelle 23 wird über Drosselspulen 24, 25 in der Feldspule F1 bzw-. F2
dem Wechselstrom noch ein Gleichstrom überlagert, der ein Gleichfeld erzeugt; dieses Gleichfeld
hat den Zweck, die Bewegung der Drehspulen zu dämpfen, indem diese bei jeder Bewegung
Kraftlinien dieses Feldes schneiden. Eine Richtkraft erzeugt dieses Feld nicht, da
bei abgelenkter, stillstehender Drehspule vom Gleichfelde in ihr keine Spannung induziert
wird.
Die Wirkungsweise der Schaltanordnung gemäß Abb. ι wird im folgenden an Hand der
Abb. 2 bis 6 näher beschrieben:
Reduziert man sämtliche Widerstände beim Transformator 4 auf die Sekundärseite und
beim Transformator 11 auf die Primärseite, so ergibt sich für den Drehspulenkreis des einen
zweistufigen Relaissatzes die in Abb. 2 dargestellte
Ersatzschaltung. Es sind drei parallel geschaltete Stromzweige mit den Scheinwiderständen
X1, X2, X& vorhanden. Der Schein-
widerstand Z1 des ersten Zweiges setzt sich zusammen
aus dem auf die Sekundärseite des Transformators 4 reduzierten Widerstand der Fernleitung, dem Scheinwiderstand der Dreh-SpUIeD1
und dem Abgleichwiderstand 9; der Scheinwiderstand Z2 des zweiten Zweiges setzt
sich zusammen aus dem Scheinwiderstand der Drehspule D2 der zweiten Stufe und dem Abgleichwiderstand
10; der Scheinwiderstand X3 ist gleich dem auf die Primärseite des Transformators
11 reduzierten Scheinwiderstand des Verbrauchers 15 und des Kondensators 12. Die
Werte dieser drei Scheinwiderstände X1, Z2, X3
werden so gewählt, daß die Größen- und Phasen-Verhältnisse der auftretenden Ströme sich gemäß
den Vektordiagrammen nach den Abb. 3 bis 6 ergeben. Für die Wahl der Widerstände gelten
folgende drei Gesichtspunkte:
1. Das Verhältnis des Ohmschen Widerstandes zum induktiven Widerstand des Systems
X1, X2, X3, bezogen auf eine in der Drehspule
D1 der ersten Stufe wirksame elektromotorische Kraft, ebenso wie das analoge Verhältnis,
bezogen auf eine in der Drehspule D2 wirksame elektromotorische Kraft, ist dem gewählten
Stromverstärkungsfaktor pro Stufe gleichzumachen.
2. Der Phasenwinkel φ12 (Abb. 3) zwischen
der vom Felde O1 in der Drehspule D1 erzeugten
Spannung und dem von dieser Spannung im Zweige X2 erzeugten Teilstrom J12 muß so gewählt
werden, daß dieser Strom in seiner Phasenlage im wesentlichen mit dem Wechselfelde
Φ2 der zweiten Stufe übereinstimmt, damit eine möglichst große Kraftwirkung und Ablenkung
der Drehspule D2 der zweiten Stufe hervorgerufen wird.
3. Der vom Wechselfelde der ersten Stufe in der zugehörigen Drehspule erzeugte Strom J11
soll seiner Größe nach mit dem in der ersten Drehspule fließenden Stromanteil J21 des vom
Wechselfelde der zweiten Stufe in der dazugehörigen Drehspule erzeugten Stromes J22
gleichgemacht werden.
Ein Beispiel von bestimmten Zahlenwerten der Scheinwiderstände, welche den obigen Anforderungen
genügen und für einen Stromverstärkungsfaktor = 5 pro Stufe errechnet worden sind, ist folgendes:
Z1 = 32,6 + / 8,2 Ohm
X2 = 10 -f- 7 8,2 Ohm
X3 — 10 — / 8,2 Ohm.
X3 — 10 — / 8,2 Ohm.
Allgemein kommt man durch obige Bedingungen auf solche Werte der Scheinwiderstände,
daß die Bliiyikomponenten derselben ungefähr gleiche Größe haben und die Blindkomponente
im ersten und zweiten Zweig induktiv, im dritten Zweig dagegen kapazitiv ist.
Im Zweige X1 sind die Spannungen ex und ep
wirksam, wobei ex die vom Wechselfeld der ersten
Stufe in der dazugehörigen Drehspule induzierte Spannung und ep die an der Sekundärwicklung
des Transformators 4 auftretende Eingangsspannung ist. Im zweiten Zweige X2 ist die vom
Wechselfeld der zweiten Stufe in der dazugehörigen Drehspule induzierte Spannung e2
wirksam.
In Abb. 3 ist das Vektordiagramm für das vorgenannte Beispiel dargestellt. Φ1 ist das
Wechselfeld der ersten Stufe, ]ρ ist der ankommende Fern- bzw. Auslösestrom, der in
Phase mit Φ1 angenommen wurde. Für den Fall, als der Auslösestrom nicht in Phase mit
dem Wechselfeld ist, tritt der zweite Relaissatz in Funktion. Es ist daher hinreichend, nur den
Fall zu betrachten, daß der Fernstrom mit dem Wechselfeld Φλ in Phase ist.
Jp zerlegt sich in zwei Komponenten Jp2
und —Jp3, die im Zweige X2 bzw. Z3 abfließen.
Die positiven Stromrichtungen in den drei Zweigen des Systems nach Abb. 2 sind, wie
die vollausgezogenen Pfeile andeuten, gewählt. Gemäß dieser Festlegung der positiven Stromrichtungen
zerlegt sich ein positiver Strom, der im Zweige Z1 fließt, in eine Komponente im
Zweige Z2, die positiv zu zählen ist, und in eine negativ zu zählende Komponente im Zweige Z3.
Aus diesem Grunde wurde die zweite Komponente des Fernstromes negativ bezeichnet.
Jp ruft eine Ablenkung der Drehspule D1
hervor, wobei in ihr vom Wechselfelde Φχ eine
der Ablenkung proportionale Spannung ex induziert
wird. Diese Spannung ex ist gegen das erzeugende Wechselfeld um 90 ° in der Phase
nacheilend. Durch die Spannung ex wird in der Drehspule D1 ein Strom J11 hervorgerufen,
welcher gegen die Spannung ex um den Winkel 9J1 nacheilt. Die Drehspule D1 wird so lange
abgelenkt, bis die Resultierende der Ströme Jp und J11 senkrecht zu Φχ ist, das heißt in die
Richtung von ex fällt; dann ist keine Kraftwirkung
auf die Drehspule mehr vorhanden, und sie bleibt in dieser Stelle im Gleichgewicht.
Der Winkel ^1 ergibt sich aus den angegebenen
Zahlenwerten der Scheinwiderstände Z1, Z2, Z3,
so daß cotg 9J1 = 5 ist, womit eine fünffache
Verstärkung des Fernstromes in der ersten Stufe gegeben ist.
Der Strom /u zerlegt sich in den beiden Zweigen Z2 und Z3 in die Komponenten J12
und —/13, wobei der Winkel zwischen ex und
J12 mit 9?12 bezeichnet werden soll. Die Resultierende
der Ströme /12 und Jp2 erzeugt eine
Ablenkung der Drehspule D2 der zweiten Stufe, und hierbei wird von dem Wechselfelde Φ2 in
ihr eine dieser Ablenkung proportionale Spannung e2 hervorgerufen. Die Spannung e2 ist
gegen das Wechselfeld Φζ in der Phase um 90 °
nacheilend und erzeugt in der Drehspule D2 einen Strom /22, der um den Winkel q>2 der
Spannung e2 nacheilt. Die Ablenkung erfolgt
wieder so weit, bis die Resultierende /2nw de
Ströme J22, J12 und Jf2 dem Felde Φ2 um 90
nacheilt, wodurch die Kraftwirkung auf die Drehspule D2 Null wird und die Drehspule in
dieser Stellung daher im Gleichgewicht ist. Der Winkel φ2 ergibt sich aus den Zahlenwerten
für die Scheinwiderstände gleich groß wie der Winkel <plt so daß cotg φ2 = cotg 9J1 und auch
der Verstärkungsfaktor der zweiten Stufe = 5 ίο wird.
Der Strom J22 zerlegt sich in die beiden Komponenten
J21 und /23, welche im Zweige X1 bzw.
X3 fließen. Der Winkel zwischen e2 und J21 ist
in jedem Falle gleich dem Winkel <p12 zwischen
ex und J12. Der Winkel β zwischen den beiden
Wechselfeldern Φχ und Φ2 ist so gewählt, daß
ß + 9?i2 — 1^o ° wird. Hierdurch ist, wie aus
Abb. 3 ersichtlich, erreicht, daß J21 senkrecht
zu Φχ wird und daher keine Kraftwirkung auf
die Drehspule der ersten Stufe ausübt. Die Drehspule der ersten Stufe wird daher in ihrer
Bewegung von der Rückwirkung der zweiten Stufe in keiner Weise beeinflußt. Wie man
sieht, ergibt sich J21 entgegengesetzt gleich der
Resultierenden von Jp und J11, so daß der
Zweig X1, in dem auch die Fernleitung liegt, stromlos wird.
In den Abb. 4, 5 und 6 sind nochmals die Ströme in den drei Zweigen X1, X2, X3 gesondert
herausgezeichnet. In Abb. 4 sind die in.X1 fließenden Ströme nach Größe und Richtung
dargestellt, und man sieht, daß die Resultierende J1 ns der drei Ströme Null ergibt.
In Abb. 5 und 6 sind in analoger Weise die in den Zweigen X2 und X3 fließenden Ströme nach
Größe und Richtung gezeichnet. Wie man sieht, sind die resultierenden Ströme J2n-S und J3 res
in beiden Zweigen gleich groß und von gleicher Richtung, wie dies auch der Fall sein muß, wenn
der Zweig X1 stromlos werden soll.
Die resultierende Stromverstärkung der zweistufigen Anordnung ergibt sich aus dem Verhältnis
/3 res '. Jf, welche nach dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel den Wert 80 : 5 = 16 besitzt. Da die Verstärkung pro Stufe gleich
5 war, würde man als resultierende Verstärkung 5 X 5 = 25 erwarten. Ein Verlust entsteht aber
dadurch, daß der verstärkte Strom in der ersten Stufe nur in seinem Teile J12 in die Drehspule
der zweiten Stufe hineinkommt, während der Teil /13 direkt durch den Verbraucher abfließt
und daher unverstärkt bleibt.
Der verstärkte Strom Järes wird durch die
Gleichrichteranordnung 13 gleichgerichtet und dem Gleichstromrelais 15 in Form von Gleichstromenergie
zugeführt. Da beide Relaissätze auf dasselbe Gleichstromrelais 15 arbeiten, so
wird bei jeder beliebigen Phasenlage des ankömmenden Fernstromes im Gleichstromrelais
15 ein verstärkter Strom fließen.
Ist die Frequenz des Femstromes von der des Wechselfeldes der ersten Stufe verschieden, so
wird bis zu einer gewissen Differenz der Frequenzen,
die ungefähr gleich ist der Eigenschwingungszahl der Drehspulen, eine pendelnde Bewegung der Drehspule mit dieser Differenzfrequenz
und ungeschwächter Amplitude erfolgen, so daß im Verbraucher praktisch derselbe verstärkte Strom auftritt. Ist die ankommende
Frequenz außerhalb dieser sögenannten Lochbreite, so werden die Winkelausschläge der Drehspule wegen ihrer Trägheit
und damit auch der verstärkte Strom sehr rasch auf sehr kleine Beträge sinken, so daß sie im
Gleichstromrelais keine Wirkung mehr hervorrufen können. Die Steilheit, mit der die Verstärkung
außerhalb der Lochbreite fällt, ist, wie nachgewiesen werden kann, bei zweistufiger Anordnung
bedeutend größer als bei einstufiger Anordnung.
Nach dem in der Abb. 7 und 8 dargestellten konstruktiven Ausführungsbeispiel eines Doppelrelais
gemäß der Erfindung ist ein rahmenförmiger lameliierter Eisenkern 31 vorgesehen,
der in der Mitte zwei Polansätze 32 besitzt. Zwischen den Polen 32 sind die Drehspulen D
und D' um horizontale Achsen 33 in einem Lagerrahmen 34 leicht drehbar gelagert. Zur
Erzielung eines möglichst kleinen Luftspaltes, um einen möglichst geringen Magnetisierungsstrom
aufwenden zu müssen, befindet sich im Innern der Drehspule je ein magnetisches Schlußjoch 35 bzw. 35' aus lameliiertem Eisen,
welches gleichfalls vom Lagerrahmen 34 getragen wird. Der Lagerrahmen 34 kann aus Messing
oder einem anderen unmagnetischen Material hergestellt sein und ist seinerseits an dem
Magnetkern 31 in den Punkten 36 befestigt. Die Feldwicklung F ist gleichmäßig in zwei Hälften
geteilt und um beide Pole 32 gelegt.
Die Wirkungsweise des vorstehend beschriebenen Doppelrelais ist an Hand der zu Abb. 1
gegebenen Erläuterungen ohne weiters verständlich.
Auf die vorgeschilderte Weise können in konstruktiv sehr einfacher Art die zwei Drehspulen
der beiden parallel liegenden Relaissätze in einem und demselben Magnetfeld angeordnet
werden. Zu beachten ist hierbei, daß die tatsächlich auftretenden Ausschlagwinkel der Drehspulen
nur sehr geringe sind, so daß zu beiden Seiten der Mittellage nur geringer Raum für die
Ausschwingung der Spulen benötigt wird. Damit zwischen den Drehspulen D, D' möglichst keine
magnetische Kopplung entsteht, ist zwischen den beiden Jochen 35 und 35' ein verhältnismäßig
großer Abstand gewählt.
Claims (12)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur selektiven Verstärkung von Wechselströmen nach Patent 522 579, wobei zwei oder mehrere Verstärkerrelaismit in einem Wechselfelde beweglichen Windungssystemen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltung und Größenverhältnisse der Schaltelemente so gewählt sind, daß der Eingangsstromkreis (z. B. Eingangstransformator 4, 4') nur einen Strom in der Größenordnung des unverstärkten Stromes führt, indem die von den Drehspulen (D1, D2) der einzelnen Stufen herrührenden >o Anteile (J11, J21) des verstärkten Stromes, die in den Eingangskreis abfließen, einander im wesentlichen aufheben.
- 2. Einrichtung nach Anspruch ι für zweistufige Verstärkung, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung (ß) zwischen dem Wechselfeld (Φ2) der zweiten Verstärkerstufe und dem Wechselfeld (Φχ) der ersten Verstärkerstufe so gewählt ist, daß der infolge Ablenkung der beweglichen Spule (D2)ao der zweiten Stufe in der beweglichen Spule (D1) der ersten Stufe auftretende Strom (J21) in seiner Phase gegen das Wechselfeld der ersten Verstärkerstufe um 90 ° verschoben ist und daher keinen Einfluß auf " die Bewegung der Drehspule der ersten Verstärkerstufe ausübt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Feld (Φ2) der zweiten Verstärkerstufe gegen das Feld (Φχ) der ersten Stufe um einen Winkel (ß) nacheilt, der gleich ist 180 ° weniger dem Nacheilungswinkel (9J12) jenes Teilstromes (J12), der infolge einer in der Drehspule der ersten Stufe wirksamen elektromotorischen Kraft (^1) in der Drehspule (D2) der zweiten Stufe fließt, gegen diese elektromotorische Kraft (et).
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung (ß) zwischen den Wechselfeldern (Φν Φ2) der beiden Stufen in einem Wechselstromgenerator (17) durch räumliche Versetzung zweier Wicklungen (18, 19) um den entsprechenden Winkel erzeugt wird.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangsstromquelle und Drehspule (D1) der ersten Stufe evtl. unter Zwischenschaltung eines Transformators (4) in Reihe geschaltet sind und zu dieser Reihenanordnung sowohl die Drehspule (Z)2) der zweiten Stufe als auch der Verbraucher, letzterer evtl. unter Zwischenschaltung eines Transformators (11), parallel geschaltet sind (Abb. i).
- 6. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände (Z1, Z2, X3) der drei parallel geschalteten Stromzweige so gewählt sind, daß der vom Wechselfelde der ersten Stufe in der zugehörigen Drehspule (D1) erzeugte Strom (J11) seiner Größe nach ungefähr gleich ist dem in der ersten Drehspule fließenden Stromanteil (J21) des vom Wechselfeld der zweiten Stufe in der dazugehörigen Drehspule (D2) erzeugten Stromes (J22, Abb. 3).
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände (X1, X2, X3) der drei parallel geschalteten Stromzweige so gewählt sind, daß der vom Wechselfeld der ersten Stufe in der Drehspule (D2) der zweiten Stufe erzeugte Strom (J12) in seiner Phasenlage ungefähr mit der des Wechselfeldes der zweiten Stufe übereinstimmt (Abb. 3).
- 8. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Ohmschen Widerstandes zum induktiven Widerstand des Systems (Z1, Z2, Z3), bezogen auf eine in der Drehspule (D1) der ersten Stufe wirksame elektromotorische Kraft, ebenso wie das Verhältnis des Ohmsehen Widerstandes zum induktiven Widerstand des Systems (X11X21X3), bezogen auf eine in der Drehspule (D2) der zweiten Stufe wirksame elektromotorische Kraft, dem gewählten Stromverstärkungsfaktor pro Stufe gleichgemacht wird.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheinwiderstand (Z3) des Verbraucherzweiges eine kapazitive Blindkomponente besitzt, während die beiden Scheinwiderstände (Z1, Z2) der anderen Zweige induktive Blindkomponenten besitzen.
- 10. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Dämpfung der Bewegung der Drehspulen dem Wechselfelde der Verstärkerrelais ein Gleichfeld überlagert ist.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Stufe zwei Drehspulen (D1, D1' bzw. D2, D2') angeordnet sind, wobei die beiden Drehspulen der ersten Stufe von zwei gegeneinander um etwa 90 ° phasenverschobenen Komponenten des Fernstromes durchflossen werden, während die dazugehörigen Wechselfelder je einer Stufe gleichphasig sind.
- 12. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Drehspulen (D11D1 bzw. D2, D2) jeeiner Stufe im gleichen tio Wechselfelde liegen und konstruktiv zu einem Relais vereinigt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW82423D DE522579C (de) | 1929-04-20 | 1929-04-20 | Selektiver Relaisverstaerker mit einer in einem Wechselfelde bestimmter Frequenz beweglichen Wicklung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE523816C true DE523816C (de) | 1932-01-11 |
Family
ID=7611483
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW82423D Expired DE522579C (de) | 1929-04-20 | 1929-04-20 | Selektiver Relaisverstaerker mit einer in einem Wechselfelde bestimmter Frequenz beweglichen Wicklung |
| DE1930523816D Expired DE523816C (de) | 1929-04-20 | 1930-01-28 | Einrichtung zur selektiven Verstaerkung von Wechselstroemen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW82423D Expired DE522579C (de) | 1929-04-20 | 1929-04-20 | Selektiver Relaisverstaerker mit einer in einem Wechselfelde bestimmter Frequenz beweglichen Wicklung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE522579C (de) |
-
1929
- 1929-04-20 DE DEW82423D patent/DE522579C/de not_active Expired
-
1930
- 1930-01-28 DE DE1930523816D patent/DE523816C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE522579C (de) | 1931-11-10 |
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