DE1054625B - Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung schwerer Kohlenwasserstoffoele - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung schwerer KohlenwasserstoffoeleInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen mit einer thermischen Crackanlage vereinigten WirbelschichtreaktO'r
und insbesondere auf eine einheitliche Anlage zur Umwandlung schwerer Kohlenwasserstofföle,
die so gebaut ist, daß man hochwertige Produkte bei geringster Abscheidung von Koks und
anderen störenden Massen erhält sowie das entsprechende Verfahren zum Betrieb dieser Anlage.
Es wurden bereits Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung von Umsetzungen entwickelt, z. B.
zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen in leichtere Produkte durch Inberiihrungbringen der Beschickungen mit beweglichen oder in Wirbelschicht gehaltenen,
auf genügend hohe Temperaturen erwärmten Feststoffteilchen. Ein besonderes Beispiel eines solchen
Systems ist eine Wirbelschichtverkokungsanlage zur Umwandlung von schweren Kohlenwasserstoffölrückständen.
Bei Wirbelschichtverkokungsanlagen treten mehrere Schwierigkeiten auf, für deren Behebung verschiedene
Lösungen vorgeschlagen wurden, die jedoch nicht immer völlig ausreichten. So ist z. B. in einem Wirbelschichtverkoker
aus schweren ölrückständen hergestelltes Öl nicht immer als Ausgangsstoff für katalytische
Crackungen geeignet. Gasöl enthält häufig schwere Endfraktionen und große Mengen an Verunreinigungen,
die z. B. die nachfolgende Crackung mit empfindlichen Katalysatoren erschweren. Außerdem
besteht an den Auslaßstellen solcher Verkokungsanlagen eine starke Neigung zur Bildung von Ab-
Scheidungen kohlenstoffhaltiger Rückstände an den Wänden und in den nach außen führenden Leitungen.
Diese Abscheidungen sind äußerst hinderlich und erfordern häufig das Stillegen der Vorrichtung zwecks
Reinigung der verstopften Leitungen und Entfernung der Abscheidungen, was für den Betrieb und den
Durchsatz der Anlage sehr von Nachteil ist. Zur Behebung dieser Schwierigkeiten hat man schon verschiedene
Versuche mit unterschiedlichem Erfolg unternommen.
Erfindungsgemäß wird ein mit aufgewirbelten Feststoffen arbeitendes System, z. B. ein Wirbelschichtverkoker,
mit einer thermischen Crackanlage zu einer Einheit verbunden. Das hierbei zur Umwandlung
schwerer Kohlenwasserstofföle, die zur Bildung von störenden Kohlenwasserstoffabscheidungen neigen, in
leichtere Produkte angewandte Verfahren besteht darin, daß man die Öle in eine in Bewegung gehaltene
disperse Schicht aus heißen feinpulverigen Feststoffen zur wenigstens teilweisen Umwandlung der Öle in
Gasöldämpfe einführt, die so erhaltenen Gasöldämpfe durch eine disperse Phase- oberhalb dieser Feststoffschicht
abzieht und durch einen Auslaß in eine Gewinnungszone führt, wo Gasöl abgeschieden wird.
Verfahren und Vorrichtung
zur Umwandlung
schwerer Kohlenwasserstofföle
zur Umwandlung
schwerer Kohlenwasserstofföle
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N.J. (V.St.A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil und A. Hoeppener, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 25. April 1956
V. St. v. Amerika vom 25. April 1956
Das Besondere liegt dabei darin, daß man wenigstens einen Teil dieses Gasöls aus der Gewinnungszone durch eine außerhalb befindliche thermische
Crackzone leitet, und daß man wenigstens einen Teil dieser anderen Produkte wieder zurück in die disperse
Phase führt. Die in Bewegung gehaltene Schicht des Wirbelschichtreaktors kann dabei jeweils aus
heißen feinpulverigen und katalytisch inerten Koksteilchen bestehen oder auch aus feinpulverigen Teilchen
eines Crackkatalysators.
Die Beschickung für die thermische Craclianlage kann außer dem in dem Wirbelschichtverkoker erzeugten
Gasöl oder einem Teil davon, oder neben nicht umgewandelten Fraktionen davon gegebenenfalls
noch Zusätze anderer Öle enthalten. Wenn z. B. das zu behandelnde schwere Kohlenwasserstofföl ein
schweres Rückstandsöl ist, kann man es unter Berührung mit der Wirbelschicht aus katalytisch inerten
Verkokungsteilen in einer Verkokungszone verkoken, das erhaltene und in die außerhalb liegende thermische
Crackzone geleitete Gasöl noch mit von außen zugeführtem, niedrigersiedendem Öl als das ursprüngliche
Rückstandsöl vermischen und die übrigen Produkte der thermischen Crackung, die in die disperse Phase
der Verkokungszone zurückgeführt werden, zusammen mit Dämpfen aus der Verkokungszone einer Fraktionierzone
zuführen.
Das Gasöl wird mit oder ohne solche Zusätze in der thermischen Crackanlage bei entsprechend hohen
809' 789/45»
Temperaturen zersetzt, um eine ausreichende thermische Crackung zu erreichen, jedoch nicht bei solchen
Temperaturen, bei denen größere Mengen von Koks oder anderen festen Rückständen entstehen. Die
in der thermischen Crackanlage erhaltenen Produkte werden dann in die Zone oberhalb der im Reaktor
befindlichen Wirbelschicht, d. h. in die offene oder disperse Phase des Reaktors eingeführt. Gegebenenfalls
kann auch noch Wasserdampf zusammen mit den thermisch gecrackten Dämpfen dort eingeführt werden.
Durch dieses System werden der dispersen Phase des Reaktors wesentliche Wärmemengen zugeführt,
und der Dampfdruck der normalerweise aus der Wirbelschicht austretenden Produkte und damit die
Gefahr von Produktkondensationen an den Kesselwänden und den Innenflächen der Anlage wird wesentlich
vermindert. Hieraus ergibt sich, daß die die Wirbelschicht verlassenden Produkte, z. B. die Umwandlungsprodukte
einer Verkokung, erheblich wärmer nach oben abziehen. Weitere spontane Umsetzungen,
die zur Bildung von nachteiligen kohlenstoffhaltigen Ablagerungen führen können, werden jedoch
weitgehend vermieden. Durch die Vermeidung von Flüssigkeitskondensationen an den Gefäßoberflächen
wird die Hauptursache für die Bildung störender Ab- a5 Scheidungen beseitigt, und die Vorrichtung, einschließlich
der Zyklone und Auslaßleitungen, bleibt praktisch frei von kohlenstoffhaltigen Abscheidungen. Auch
wird durch die Einführung von zusätzlicher Wärme zu den ausströmenden Dämpfen deren Fraktionierung
erleichtert und eine bessere Trennung von Rohbenzin, Gasöl und schweren Rückständen usw. möglich. Die
erhaltenen Produkte sind deshalb von besserer Beschaffenheit. Die Mengen der nachteiligen Rückstände
und Abscheidungen werden in den leichteren Produkten, d. h. in den bei der Verkokung erhaltenen
Rohbenzinen und Gasölen bis zu einem Endsiedepunkt von etwa 540 bis 600° C entsprechend einer
Destillatmenge von 80% im Bereich von 455 bis 510° C für über 205° C siedende Gasöle auf ein
Mindestmaß herabgesetzt. Die unerwünschten schweren Fraktionen lassen sich auf diese Weise in einer
Bodenfraktion anreichern, die entweder als solche abgezogen oder zur weiteren Zersetzung wieder dem
Wirbelschichtverkoker zugeführt wird.
Es sind zwar schon Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffölen bekanntgeworden, bei
denen Crack- und Verkokungsstufen miteinander vereinigt werden. Diese bekanntgewordenen Verfahren
unterscheiden sich jedoch von dem vorliegenden in mehrfacher Hinsicht.
Das eine dieser bekannten Verfahren betrifft eine Wirbelschichtverkokung, bei der jedoch nicht diese
Verkokung zusammen mit einer thermischen Crackzone zur Spaltung des Gasöls vorgesehen ist; und
ebenso fehlt bei diesem Verfahren die Rückleitung der Dämpfe von der thermischen Crackung nach der dispersen
Phase des Wirbelschichtverkokers, die für das vorliegende Verfahren bezeichnend ist.
Ein anderes Verfahren betrifft die Fraktionierung eines Öles zur Gewinnung eines Gasöls und einer
Rückstandsfraktion, die katalytisch« Crackung des Gasöls und die Wirbelschichrverkokung der Rückstände
sowie die Vereinigung der dabei entstehenden dampfförmigen Produkte von der Crackung und der
Verkokung mit anschließender Fraktionierung der Gemische unter Gewinnung eines Motortreibstoffes, einer
neuen Gasölfraktion und einer neuen Rückstandsfraktion, wobei die letztere wieder in die Verkokungszone
zurückkehren kann.
Es wird bei diesem Verfahren nichts über eine thermische Crackung für die Behandlung von Gasöl gesagt,
das aus der Verkokung stammt oder über die Behandlung von Produkten aus einer katalytischen
Crackungszone; außerdem ist bei diesem bekannten Verfaliren die ganze Reihenfolge der Arbeitsstufen
völlig verschieden als von derjenigen im vorliegenden Fall.
Schließlich ist auch noch ein Verfahren zur Verkokung eines Rückstandsöls in Gegenwart inerter Teilchen
vorgeschlagen worden, wobei die Dampf produkte in eine Wasclizone geleitet und die Produktdämpfe in
einer katalytischen Umwandlungszone behandelt werden. Wenn hierbei auch auf die Wirbelschichrverkokung
eine Crackung folgt, so handelt es sich doch bei der letzteren um eine katalytische Crackung und nicht
um eine thermische, wie bei der vorliegenden Erfindung, und außerdem fehlt dabei die Vorschrift, die
Gasöldämpfe aus der thermischen Crackzone an eine bestimmte Stelle der ersten Reaktionszone zurückzuleiten.
Gerade diese Maßnahmen sind aber für den Erfolg der vorliegenden Erfindung von entscheidender
Bedeutung.
Die Vereinigung der thermischen Crackanlage mit einem Wirbelschichtverkoker, aus dem z. B. die bei
der Verkokung erhaltenen1 Gasöldämpfe der Crackanlage zuströmen, ist nur eine Anwendungsmöglichkeit
der Erfindung. Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist die Vereinigung einer thermischen
Crackanlage, wie im folgenden noch ausführlicher beschrieben wird, mit einer üblichen katalytischen
Wirbelschichtcrackaalage. Bei dieser Zusammenstellung von Anlagen und Verfahren werden die Produkte
der thermischen Crackanlage in die verdünnte Phase des katalytischen Crackreaktors geführt. Dadurch
wird nicht nur die oft auftretende Neigung zu Koksabscheidungen in der Vorrichtung vermindert, sondern
es wird auch eine günstige thermische Nachcrackung der aus der katalytischen Crackzone austretenden
Dämpfe erreicht.
Die der thermischen Crackanlage zugeführten Dämpfe können in diesem Falle neben den obenerwähnten,
aus der Verkokung stammenden Gasöldämpf en z. B. noch ein Umlaufgas aus der katalytischen
Crackanlage enthalten oder auch ein katalytisch erhaltenes Rohbenzin oder sogar eine von außen zugeführte
Beschickung, z. B. leichtes oder schweres unbehandeltes Rohbenzin. Bei einem solchen System hat man
einen großen Spielraum zwischen der katalytischen oder thermischen Crackung. Das Verhältnis der verschiedenen
Ausgangsstoffe zueinander kann je nach den besonderen Erfordernissen der Raffination und
den jeweiligen Ausgangsölen sehr stark schwanken.
Bei der thermischen Crackung leitet man das Gasöl und/oder die anderen, thermisch zu crackenden Produkte
durch beheizte Leitungen oder Rohrschlangen, deren Auslaßtemperatur 510 bis 650° C und mehr beträgt.
Höhere Temperaturen führen zur verstärkten Bildung ungesättigter Produkte und ergeben ferner
mehr Koks. Die zulässige Höchsttemperatur hängt deshalb von der gewünschten Art und den Ausbeuten
der verschiedenen Produkte ab. Im allgemeinen arbeitet man bei Temperaturen unter 650° C, falls nicht die
Herstellung großer Mengen an ungesättigten Produkten, Gas und Koks erwünscht ist. Der bei dieser thermischen
Crackung angewandte Druck kann stark schwanken, z. B. zwischen 1,4 und 21 atü. Die thermische
Crackanlage kann übliche Rohrschlangen, Leitungen, Behälter u. dgl. enthalten. Im vorliegenden
Fall ist ein einfaches Röhrensystem zu bevorzugen.
Zur Beheizung kann man einen unabhängigen Ofen oder eine Heizvorrichtung oder auch eine Rohrschlange
benutzen, die sich in der Wirbelschichtzone der Feststoffteilchen eines Wirbelschicht-Verkokungsbrenners
oder eines Regenerators für das katalytische System befindet. Die Cracksysteme können auch aus mehreren
Einheiten bestehen, was die Reinigung und Entkokung des einen Systems erlaubt, während das andere in
Betrieb ist.
Der Hauptvorteil besteht in der Verringerung der ι Neigung zur Koksbildung, d. h. zur Bildung von
Koksabscheidungen im oberen Wirbelschichtteil und in den Abzugsleitungen des Systems, durch Zuführung
thermisch gecrackter Produkte, in wirtschaftlichen und verfahrenstechnischen Vorteilen durch Vereini- i,
gung einer thermischen Crackung mit anderen Verfahren, z. B. der Verkokung und/oder katalytischen
Crackung in einer Wirbelschicht; und der Verbesserung der Fraktionierung der aus einem Wirbelschichtsystem
erhaltenen Produkte durch Zufuhr von Wärme in Form heißer Dämpfe von thermisch gecrackten
Produkten, die aus einem gesonderten thermischen System stammen.
DieZeichnung zeigt schematisch und im Aufriß eine Vereinigung einer mit aufgewirbelten Feststoffen
arbeitenden Anlage und einer thermischen Crackanlage.
Die Haupteinheiten sind ein Wirbelschichtreaktor 11, ein Brenner oder Regenerator 13 und ein Ofen 15,
der eine thermische Crackanlage oder ein Rohrschlangensystem 17 enthält.
Eine geeignete Beschickung, z. B. schwere Erdölrückstände, wird dem System durch eine Einlaßstelle
21 und ein Speichergefäß 23 zugeführt. Von dort gelangt sie abwärts durch die Leitung 27 zu einer Pumpe
25 und weiter durch die Leitung 29 in eine Schicht aufgewirbelter Feststoffe, z. B. feinverteilten Erdölkoks,
der vor seinem Eintritt in den Reaktor 11 entsprechend vorgewärmt worden ist. Für die Verkokung
eines solchen Brennstoffes hält man die Temperatur der Koksteilchen in dem Reaktor vorzugsweise zwischen
485 und 620° C Die Beschickung wird in der Wirbelschicht des Reaktors zweckmäßig durch Düsen
verteilt, die hier nicht gezeigt, aber in der Technik wohlbekannt sind. Die durch die Zersetzung der Beschickung
erhaltenen; Dämpfe durchqueren die Grenzfläche 31 zwischen der Wirbelschicht und der über ihr
liegenden dispersen Zone und gelangen von da in eine Gas-Feststoff-Trennvorrichtung, z. B. einen Cyclon 33,
aus dem die Feststoffe vorzugsweise durch ein Tauchrohr 35 zurückrieseln, während die Dämpfe durch die
Leitung 37 nach oben in eine Waschvorrichtung 39 ziehen, die mit geeigneten. Prallwänden 41 ausgerüstet
ist. Der Wäscher kann, muß aber nicht über dem Reaktionsbehälter angebracht sein. Die gewaschenen
Dämpfe strömen aufwärts an einer Reihe von Prallwänden vorbei in einen Fraktionierturm 43, der vorzugsweise
unmittelbar oberhalb des Wäschers angebracht ist, sich jedoch auch in einer anderen geeigneten
Lage befinden kann. Hier werden die Dämpfe in ι Verkokungs-Rohbenzin und Gase fraktioniert, die
nach oben durch die Leitung 45 abziehen. Eine flüssige Fraktion, z. B. ein Gasöl, wird durch die Leitung 47
und schwere Rückstände über die Leitung 49 und die Pumpe 51 weggeführt. Die letzteren können teilweise (
durch die mit entsprechenden Ventilen versehenen Leitungen 53, 55 und 57 zu der Verkokungsschicht zurückfließen,
während ein Teil durch die Leitung 59 als Produkt abgezogen werden kann. Vorzugsweise wird
wenigstens ein Teil der schweren Rückstände durch
die Leitung 61 und den Wärmeaustauscher 63 in die Leitung 65 und zurück in den Wäscher geführt. Diese
Öle fördern die Beseitigung mitgerissener schwerer Rückstände und fester Bestandteile aus dem Wäscher.
Gegebenenfalls kann der Wärmeaustauscher 63 auch durch eine Leitung 67 umgangen werden.
Ein Teil des schweren Kreislaufstroms kann durch die Leitung 69 in die Beschickungsleitung 27 geleitet
und zur weiteren Verarbeitung mit frischer Be-Schickung in den Verkoker eingeführt werden.
Heiße aufgewirbelte Feststoffteilchen werden in den oberen Teil der im Reaktor befindlichen Wirbelschicht
durch eine Leitung 71, die sie von einem Brenner oder Regenerator 13 herbeitransportiert, eingeführt. Verbrauchte
Feststoffteilchen können aus dem Reaktor durch die Leitung 73 für aufgewirbelte Feststoffe zu
dem Brenner oder Regenerator geführt werden. Ein Teil der rückgeführten Feststoffteilchen kann von dem
Brenner durch Leitung 75 zu einer Abschreckungs-Windsichtungsanlage 77 geleitet werden. Hier wird
der Koks zur Abkühlung mit Wasser oder mit Wasser und Wasserdampf besprüht, und die von dem Gasstrom
mitgeführten feineren Teilchen werden durch die Leitung 79 in den Brenner oder Regenerator zu;
rückgeführt. Wasser wird durch die Leitung 81 zugeführt, und die in dem Kühl- und Windsichtungssystem
abgetrennten gröberen Teilchen können durch die Leitung 83 zur Auslaßleitung 85 geführt werden. Ein die
Entfernung des Koksproduktes fördernder Luftstrom kann durch die Leitung 87 eingeführt werden.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung dient vorzugsweise für die industrielle Verkokung von Ölen.
Erfindungsgemäß fließt der in der Nähe des Bodens der Fraktionierzone 43 durch die Leitung 47 abgezogene
Gasölstrom vo-rzugsweise in einen Zwischenbehälter 91 oder eine andere entsprechende Vorrichtung.
Ein derartiger Behälter ist nicht immer notwendig, jedoch im allgemeinen zweckmäßig. Von hier gelangt
das Gasöl durch die Leitung 93 zu einer Pumpe 95, die es unter genügendem Druck durch die Leitung 97 in
die thermische Crackanlage 17 fördert, deren Druck auf der Auslaßseite 1,4 bis 21 atü beträgt. Von außen
zugeführtes weiteres Beschickungsöl, z. B. Gasöl, Umlauföl aus einer katalytischen Crackvorrichtung, gecracktes
oder unbehandeltes Rohbenzin oder Gemische davon, können ferner durch die Leitung 99 in den
Zwischenbehälter geleitet werden. Entstehende Dämpfe aus dem Zwischenbehälter können durch die Leitung
101 in den Verkoker zurückströmen. Gegebenenfalls kann man auch andere Seitenströme aus dem Fraktionierungssystem
abziehen. Gesonderte Vorrichtungen für derartige Ableitungen können in Verbindung mit
dem Turm an geeigneter Stelle vorgesehen sein; jedoch wird zweckmäßig ein Teil des Stromes aus einer
dieser Verbindungen zum Turm vorzugsweise durch die Leitung 105 und die Pumpe 107 nach der Leitung
109, dem Wärmeaustauscher III und der Einlaßleitung 113 zur Regelung des Wärmebedarfs und zur Aufrechterhaltung
des Rückflusses zu einer höheren Stelle > im Fraktionierturm zurückgeführt. Ein Teil dieses im
Kreislauf geführten Öls kann durch die Leitung 115 in die Waschzone fließen. Auch einen Teil des oben
abgezogenen, kondensierten, bei der Verkokung erhaltenen Rohbenzins kann man über die Pumpe 139
; und die Leitung 151 zur zusätzlichen Steuerung der Bedingungen im oberen Teil des Turms in diesen zurückführen.
Die durch die Leitung 47 zum Zwischenbehälter 91 geführte Gasölfraktion führt man mit solcher Geschwindigkeit
durch die thermische Crackanlage, daß
Claims (4)
1. Verfahren zur Umwandlung schwerer Kohlenwasserstofföle, die zur Bildung von störenden
kohlenstoffhaltigen Abscheidungen neigen, in leichtere Produkte, durch Einführung des Öls in eine
in Bewegung gehaltene disperse Schicht aus heißen feinpulvrigen Feststoffen zur wenigstens teilweisen
Umwandlung der Öle in Gasöldämpfe, Abziehen der so- erhaltenen Gasöldämpfe durch eine disperse
Phase oberhalb dieser Feststoffschicht und durch einen Auslaß in eine Gewinnungszone, wo Gasöl
abgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß man wenigstens einen Teil dieses Gasöls aus der
Gewinnungszone durch eine außerhalb befindliche thermische Crackzone leitet und daß man wenigstens
einen Teil der in der Crackzone erzeugten Produkte wieder zurück in die disperse Phase
führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die in Bewegung gehaltene
Schicht heiße Feststoffteilchen aus katalytisch inerten Koksteilchen verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die in Bewegung gehaltene
Schicht feinpulverige Feststoffteilchen aus einem Cradikatalysator verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das schwere Kohlenwasserstofföl
ein schweres Rückstandsöl ist und daß man es in Berührung mit der Wirbelschicht aus katalytisch
inerten Verkokungsteilchen in einer Verkokungszone verkokt, daß man das erhaltene und
in die außerhalb liegende thermische Crackzone geleitete Gasöl noch mit von außen zugeführtem,
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US803104XA | 1956-04-25 | 1956-04-25 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1054625B true DE1054625B (de) | 1959-04-09 |
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Family Applications (1)
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| GB (1) | GB803104A (de) |
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Citations (5)
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1957
- 1957-04-01 GB GB10545/57A patent/GB803104A/en not_active Expired
- 1957-04-18 DE DEE14016A patent/DE1054625B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB803104A (en) | 1958-10-15 |
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