DE1052033B - Verfahren und Vorrichtung zum Hydroformieren - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum HydroformierenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Freihalten von Dampfwärmeaustauschern von unerwünschten
Ablagerungen beim katalytischen Reformieren.
Bei der Herstellung von Benzin hoher Octanzahl durch katalytisches Reformieren und Hydroformieren
von Schwerbenzin ist es üblich, die Wärme aus den die Reaktionskammer verlassenden Reformatdämpfen
durch indirekten Wärmeaustausch mit der Schwerbenzinbeschickung und bzw. oder dem wasserstoffhaltigen
Gas zurückzugewinnen. Bei einem Hydroformierverfahren unter Verwendung derartiger Wärmeaustauscher
wurde beobachtet, daß sich gewisse Wärmeaustauscher durch Abscheidung von Ablagerungen
verstopfen. Man hat verschiedene Verfahren vorgeschlagen, um die Wärmeaustauscherröhren von
derartigen Ablagerungen zu reinigen; diese Verfahren haben sich jedoch für Dampfwärmeaustauscher als
unzulänglich erwiesen. Die Erfindung wird nachstehend in Anwendung auf ein Wirbelschichthydroformierverfahren
mit pulverförmigem Katalysator beschrieben. Sie ist jedoch nicht hierauf beschränkt und
kann auch bei anderen Verfahren angewandt werden, l>ei denen aus der Reaktionskammer ausströmende
heiße Ref ormatproduktdämpfe zum indirekten Wärmeaustausch mit der Schwerbenzinbeschickung oder
einem wasserstoffhaltigen Gas dienen, oder bei anderen Hydroformierverfahren, bei denen Katalysatorstaub
von den über Kopf abströmenden Hydroformatdämpfen mitgeführt wird und die Dämpfe zum indirekten
Wärmeaustausch mit der Schwerbenzinbeschickung und bzw. oder dem Kreislaufgas oder
einem wasserstoffhaltigen Gas durch Wärmeaustauscher geleitet werden.
In einem Falle, in dem mit mehreren Wärmeaustauschern gearbeitet wurde, stellte sich heraus, daß in
den letztstufigen kühleren Wärmeaustauschern ein schlechterer Wärmeaustausch und ein höherer Druckabfall
stattfand. Dies war anscheinend auf eine Verstopfung der Wärmeaustauschröhren durch in den
Hydroformatdämpfen enthaltene Stoffe zurückzuführen. Es wurde nun gefunden, daß man durch Einführung
eines flüssigen Lösungsmittels oder einer Waschflüssigkeit in die Hydroformatdämpfe unmittelbar vor
den letztstufigen Wärmeaustauschern die Ablagerungen entfernen und den Wärmeaustausch verbessern 4-5
kann.
Es ist bekannt, daß Erdöldestillate, wie Benzin, Leuchtöl und Gasöl, insbesondere wenn sie reich an
Naphthenen und Aromaten sind, ein gutes Lösungsvermögen besitzen und zum Lösen verschiedener
organischer Ablagerungen verwendet werden können.
Der Erfindung liegt jedoch das besondere Problem zugrunde, die sich beim Hydroformierverfahren in
den Röhren der kühleren Wärmeaustauscher absetzen-Verfahren und Vorrichtung
zum Hydroformieren
zum Hydroformieren
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: E. Maemecke, Berlin-Lichterfelde West,
und Dr. W. Kühl, Hamburg 36, Esplanade 36 a,
P atentanwälte
und Dr. W. Kühl, Hamburg 36, Esplanade 36 a,
P atentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 10. Mai 1956
V. St. v. Amerika vom 10. Mai 1956
den Ablagerungen, die wahrscheinlich aus einem Gemisch von teerartigen Polymerisaten und Katalysatorteilchen
bestehen, während des Betriebes derart auszuwaschen, daß das Verfahren und die Strömung
des Hydroformats durch die Wärmeaustauscherröhren nicht unterbrochen zu werden braucht. Dies erfolgt
erfindungsgemäß durch Einführung eines flüssigen Kohlenwasserstoffgemisches in den Strom der dampfförmigen
Hydroformierungsprodukte an der Stelle, an welcher der gasförmige Produktstrom in den mit
Ablagerungen vollgesetzten Wärmeaustauscher eintritt. Die Lösungswirkung der flüssigen Kohlenwasserstoffe
auf das teerartige Polymerisat in Verbindung mit der starken Durchwirbelung durch die
nachströmenden gasförmigen Produkte hat eine Lockerung der Ablagerungen von den Wandungen der
Wärmeaustauscherröhren zur Folge, und die hierbei entstehende Aufschlämmung wird aus dem Wärmeaustauscher
herausgeblasen.
Als bevorzugtes Lösungsmittel dient ein verhältnismäßig hochsiedendes Polymeres, das bei dem Hydroformierverfahren gewonnen wird, und man verwendet
eine ausreichende Menge des Polymeren, um die Temperatur des erfindungsgemäß zu behandelnden Wärmeaustauschers
so weit herabzusetzen, daß das Polymere mit den Ablagerungen in flüssiger Form in Berührung
kommt. Die Ablagerungen in den Röhren des Wärmeaustauschers werden gelockert oder erweicht und
durch die durch den Wärmeaustauscher strömenden Hydroformatdämpfe und Gase aus demselben heraus-
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geblasen. Die Behandlung mit dem flüssigen Lösungsmittel findet nur zeitweilig je nach Bedarf und ohne
Unterbrechung des Hydroformierverfahrens statt.
Man kann auch andere flüssige Lösungsmittel verwenden; das flüssige Polymere wird jedoch bevorzugt,
da es einen hohen Aromatengehalt und eine gute lösende Wirkung auf die die Röhren verstopfenden
Ablagerungen aufweist. Das Polymere besitzt den weiteren Vorteil, daß es keine zusätzliche Belastung
der zum Stabilisieren des nicht stabilisierten' Hydroformats dienenden Fraktioniervorrichtung verursacht.
Man kann auch mit einem Teil des nicht stabilisierten Hydroformats oder der frischen Schwerbenzinbeschikkung
als Lösungsmittel arbeiten; in diesen beiden Fällen findet jedoch eine Mehrbelastung der Fraktioniervorrichtung
statt, und außerdem verunreinigt die Schwerbenzinbeschickung das als Endprodukt gewonnene
Hydroformat. Das bevorzugte Polymere verunreinigt das Hydroformat nicht.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Hydroformieranlage;
Fig. 2 stellt schematisch die Strömung des gasförmigen Reaktionsprodukts durch zwei senkrechte,
hintereinandergeschaltete Wärmeaustauscher dar;
Fig. 3 zeigt schematisch die Anordnung der Wärmeaustauscher.
Fig. 1 zeigt eine senkrechte, zylinderförmige Reaktionskammer 10, in welcher sich ein Wirbelschichtbett
12 von Hydroformierkatalysator mit einem oberen Spiegel 14 und einer darüberbefmdlichen dispersen
Phase 16 befindet. Die Reaktionskammer wird bei einer Temperatur zwischen 455 und 538° C und einem
Druck zwischen etwa 10 und 68 atü betrieben. Durch die Reaktionskammer 10 werden etwa 356 bis
890 Raumteile Wasserstoff je Raumteil flüssiger Beschickung geleitet. Arbeitet man mit wasserstoffhaltigem
Kreislaufgas, so ist die Gasmenge in Anbetracht der geringeren Wasserstoffkonzentration größer und
beträgt z. B. für ein Kreislaufgas mit einem Wasserätoffgehalt von etwa 55 bis 75 Volumprozent 356 bis
1157 Raumteile Kreislaufgas je Raumteil flüssiger Beschickung. Vorzugsweise führt man die Schwerbenzinbeschickung
und das wasserstoffhaltige Kreislaufgas gesondert zu und erhitzt das wasserstoffhaltige
Gas auf eine höhere Temperatur als die Schwerbenzinbeschickung, um zu vermeiden, daß die
Schwerbenzinbeschickung eine Wärmespaltung erleidet, bevor sie mit dem Katalysator in Berührung
kommt. Das erhitzte wasserstoffhaltige Gas liefert dnen Teil der in der Reaktionskammer benötigten
Wärme.
Als Katalysator dient ein Hydroformierungskataly- ;ator des Standes der Technik, z. B. Molybdänoxyd
luf Aluminiumoxyd oder auf Aluminiumoxyd mit iinem geringen Gehalt an Kieselsäure, z. B. bis zu
5 Gewichtsprozent. Man kann auch mit anderen Me- -.alloxyden der GruppeVI des Periodischen Systems
mf geeigneten Trägersubstanzen arbeiten. Als Träger- ;ubstanz eignet sich verbrauchter Kieselsäure-Ton-
;rde-Spaltkatalysator. Molybdänoxyd wird auf Alu-Tiiniumoxyd in einem Mengenverhältnis von etwa
5 bis 15, vorzugsweise 10 Gewichtsprozent angewandt. Der Katalysator besitzt vorzugsweise eine mittlere
Korngröße zwischen etwa 20 und 80 μ, wobei einige Teilchen außerhalb dieses Bereichs liegen können. Die
Bchwerbenzindämpfe und das wasserstoffhaltige Gas >trömen in der Reaktionskammer 10 mit einer Oberiächengeschwindigkeit
von etwa 0,21 bis 0,37 m/sek. lufwärts und erzeugen ein dichtes Wirbelschicht-Satalysatorbett
12. Das Gewichtsverhältnis von Ka-033
talysator zu flüssigem Schwerbenzin kann im Bereich von etwa 0,3 bis 2,5 Teilen Katalysator je Teil Öl
liegen. Die Gewichtsmenge Schwerbenzin je Stunde je Gewichtseinheit Katalysator in der Reaktionskammer
10 kann im Bereich von etwa 0,25 bis 1,1 liegen. Die Hydroformat- oder Reformatdämpfe und das
wasserstoffhaltige Gas strömen zusammen mit mitgerissenem Katalysator durch die verdünnte Phase 16
in der Reaktionskammer 10 in einen Staubabscheider,
ίο z.B. einen Zyklon 18 mit einem Tauchrohr22, welches
bis unter den Spiegel 14 des Katalysatorbettes 12 reicht und durch welches der in dem Abscheider 18
abgetrennte Katalysator zurückkehrt. Gewöhnlich arbeitet man mit mehr als einem Zyklon; aus Gründen
der Übersichtlichkeit ist in der Zeichnung jedoch nur ein derartiger Abscheider dargestellt. Nach der Abscheidung
strömen die heißen Hydroformatdämpfe und das wasserstoffhaltige Gas über Kopf durch Leitung
24 ab, die sich in die Zweigleitungen 26 und 28
ao aufteilt. Statt einer einzigen Leitung 24 können zwei Leitungen 26 und 28 von einem nicht dargestellten
Speicherraum aus unmittelbar von dem Kopf der Reaktionskammer 10 ausgehen. Die Zweigleitung 28
führt durch den Wärmeaustauscher 32, während die Zweigleitung 26 durch den Wärmeaustauscher 34
führt. Hinter den Wärmeaustauschern 32 und 34 vereinigen sich die Zweigleitungen 28 und 26 wieder zu
einer einzigen Leitung 36, die zu einem Polymer- oder Waschturm 38 führt, wo das Polymere ausfraktioniert
und vom Boden durch Leitung 42 abgezogen wird.
Die fraktionierten Hydroformatdämpfe und das wasserstoffhaltige Gas verlassen den Kopf des Fraktionier- oder Polymerturmes 38 durch Leitung 44 und strömen durch den Kühler 46, in welchem normalerweise flüssige Kohlenwasserstoffe kondensiert werden. Die kondensierte Flüssigkeit und das wasserstoffhaltige Gas gelangen dann in einen Hochdruckabscheider 48, wo Wasserstoff und leichte oder normalerweise gasförmige Kohlenwasserstoffe von dem flüssigen, nicht stabilisierten Hydroformat oder Benzin getrennt werden. Die kondensierte Flüssigkeit wird aus dem Abscheider 48 durch die Bodenleitung 52 in die Stabilisierungsanlage 54 geleitet. Das stabilisierte Hydroformat, das vom Boden der Stabilisierungsanlage durch Leitung 56 abgezogen wird, ist ein Benzin von hoher Octanzahl und einem Siedebereich von etwa 49 bis 221° C und kann ohne weitere Raffination verwendet werden.
Die fraktionierten Hydroformatdämpfe und das wasserstoffhaltige Gas verlassen den Kopf des Fraktionier- oder Polymerturmes 38 durch Leitung 44 und strömen durch den Kühler 46, in welchem normalerweise flüssige Kohlenwasserstoffe kondensiert werden. Die kondensierte Flüssigkeit und das wasserstoffhaltige Gas gelangen dann in einen Hochdruckabscheider 48, wo Wasserstoff und leichte oder normalerweise gasförmige Kohlenwasserstoffe von dem flüssigen, nicht stabilisierten Hydroformat oder Benzin getrennt werden. Die kondensierte Flüssigkeit wird aus dem Abscheider 48 durch die Bodenleitung 52 in die Stabilisierungsanlage 54 geleitet. Das stabilisierte Hydroformat, das vom Boden der Stabilisierungsanlage durch Leitung 56 abgezogen wird, ist ein Benzin von hoher Octanzahl und einem Siedebereich von etwa 49 bis 221° C und kann ohne weitere Raffination verwendet werden.
Aus dem Fraktionier- oder Stabilisierturm 54 wird über Kopf eine leichtere Fraktion durch Leitung 58
abgenommen und durch den Kühler 62 geleitet. Das gekühlte oder kondensierte Produkt gelangt in den
Gas-Flüssigkeits-Abscheider 64. Aus dem Abscheider 64 wird die abgeschiedene Flüssigkeit durch Leitung
66 abgezogen und zum Teil durch die Pumpe 68 zum Kopf des Stabilisierturms 54 als Rückfluß zurückführt.
Überschüssige Flüssigkeit oder stabilisierte niedrigsiedende Bestandteile werden aus der Anlage
durch die Leitung 69 abgeführt. Durch Leitung 70 wird aus dem Abscheider 64 über Kopf Restgas abgezogen
und aus dem System entfernt.
Aus dem Hochdruckabscheider 48 strömt das abgetrennte Gas über Kopf durch Leitung 72 ab, und im
Bedarfsfall kann ein Teil dieses Gases durch Leitung 74 aus dem System entfernt werden, während der
Rest im Kreislauf in die ReaktionskammerlO zurückgelangt. Dieses Gas besitzt eine verhältnismäßig hohe
Wasserstoffkonzentration, z. B. 55 bis 75 Volumprozent, und kann eine (nicht dargestellte) Absorptionsanlage
od. dgl. durchlaufen, um den Wasserstoff
zu konzentrieren, worauf der Wasserstoff im Kreislauf in die Reaktionskammer 10 zurückgeleitet oder
in anderen Hydrierverfahren verwendet wird. Wie bereits erwähnt, wird mindestens ein Teil des wasserstoffhaltigen
Gases aus Leitung 72 im Kreislauf durch Leitung 76 in die Reaktionskammer 10 zurückgeführt.
Dieses Gas strömt zunächst durch den Kompressor 78, wo ein Teil des durch den Umlauf durch
die Anlage bedingten Druckverlustes wieder ersetzt wird. Dann wird das wasserstoffhaltige Gas in dem
Wärmeaustauscher 32 vorerhitzt und gelangt darauf durch Leitung 79 in die Heizschlange 80 des Ofens
82. Hier wird das Gas auf etwa 565 bis 650° C erhitzt und dann durch Leitung 84 in den Boden der Reaktionskammer
10 eingeleitet.
Die Pumpe 88 pumpt frische Schwerbenzinbeschickung durch Leitung 86 in den Wärmeaustauscher
34 zur Vorerhitzung. Das vorerhitzte Schwerbenzin gelangt dann durch Leitung 89 in die Heizschlange
90 des Ofens 82, wird dort auf eine Temperatur zwischen 482 und 538° C erhitzt und weiter
durch Leitung 92 in den Boden der Reaktionskammer 10 eingeleitet.
Während der Hydroformierungsreaktion wird in der Reaktionskammer 10 auf dem Katalysator etwas
Kohle oder Koks abgeschieden, und der mit Koks beladene Katalysator wird durch die Abstreifkammer
94 an einer Unterseite der Reaktionskammer 10 geleitet, während in den Boden der Abstreifkammer
durch Leitung 96 Wasserdampf oder ein anderes Abstreifgas eingeführt wird. Der abgestreifte Katalysator
wird vom Boden der Abstreifkammer durch Leitung 98 abgezogen und in eine Regeneriervorrichtung
üblicher Art übergeführt, wo die Kohle mit Luft abgebrannt wird. Bei der Regenerierung liegt die
Temperatur im Bereich von 482 bis 620° C und der Druck im Bereich von etwa 13,6 bis 68 atü, gewöhnlich
zwischen 13,6 und 27 atü.
Aus Fig. 2 und 3 geht hervor, daß für jeden Strom zwei Wärmeaustauscher verwendet werden. Fig. 3
zeigt, daß die Ströme von Kreislaufgas und Schwerl>enzin über Kreuz laufen, so daß jeder der Teil- oder
Zweigströme in indirektem Wärmeaustausch mit jedem der Schwerbenzin- und Kreislaufgasströme
steht. Aus Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß die Zweigleitung 26 zum einen (oberen) Ende des senkrecht angeordneten
Wärmeaustauschers 34, die an das andere (untere) Ende des Wärmeaustauschers 34 angeschlossene
Leitung 100 zu dem einen (oberen) Ende eines anderen senkrecht angeordneten Wärmeaustauschers
102 und die Leitung 103 vom anderen (oberen) Ende des Wärmeaustauschers 102 zur Leitung 36 führt, die
ihrerseits in den Polymerturm 38 (Fig. 1) einmündet. Andererseits führt die Zweigleitung 28 zum einen
Ende des Wärmeaustauschers 32 (ebenso! wie im Falle des Wärmeaustauschers34 in Fig. 2, jedoch nicht dargestellt),
die Leitung 104 führt vom anderen Ende des Wärmeaustauschers 32 zum einen Ende eines
anderen Wärmeaustauschers 105, und Leitung 106 führt vom anderen Ende des Wärmeaustauschers 105
in die Leitung 36. Der eine Strom fließt also durch die Zweigleitung 26, den Wärmeaustauscher 34, Leitung
100, Wärmeaustauscher 102 und Leitung 103, während der andere Strom durch die Zweigleitung 28,
den Wärmeaustauscher 32, Leitung 104, Wärmeaustauscher 105 und Leitung 106 fließt.
Das vorzuerhitzende Schwerbenzin gelangt zunächst durch Leitung 86 in den in der Zweigleitung
28 gelegenen Wärmeaustauscher 105 (der nur in Fig. 3, jedoch nicht in Fig. 1 dargestellt ist) und
fließt dann über Kreuz durch den in der Zweigleitung 26 gelegenen Wärmeaustauscher 34, von wo es durch
Leitung 89 abströmt. Das vorzuerhitzende Kreislaufgas strömt zunächst durch Leitung 76 durch den in
der Zweigleitung26 gelegenen (in Fig. 3, jedoch nicht in P"ig. 1 dargestellten) Wärmeaustauscher 102, dann
über Kreuz durch den in der Zweigleitung 28 gelegenen Wärmeaustauscher 32 und strömt schließlich
durch Leitung79 ab. Gemäß Fig. 3 strömen die heißen Hydroformatdämpfe oder hydroformierten Produkte
und das wasserstoffhaltige Gas von der am linken Ende gelegenen Leitung 24 nach rechts, so daß die
Wärmeaustauscher 32 und 34 am heißesten und die auf der rechten Seite gelegenen Wärmeaustauscher
102 und 105 kühler sind. Das heiße dampfförmige Hydroformierungsprodukt strömt durch das Innere
der senkrechten Röhren des ersten Wärmeaustauschers abwärts und durch die senkrechten Röhren des zweiten
Wärmeaustauschers aufwärts, wie aus Fig. 2 ersichtlich.
Der Wärmeaustauscher 34 (Fig. 2) besitzt eine Kopfendplatte 110, senkrechte Röhren 111 und eine
Bodenendplatte 112. Der die senkrechten Röhren 111 umgebende Raum ist ein Wärmeaustauschraum.
Schwerbenzin aus der Leitung 86 strömt zunächst durch den Wärmeaustauscher 105, dann durch die
über Kreuz führende Leitung 114 in den Wärmeaustauscher 34 und wird aus diesem durch Leitung 89
abgezogen. Die über Kreuz führende Leitung 116 ist für das Kreislaufgas bestimmt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich,
arbeitet der erste Wärmeaustauscher 34 mit abwärts gerichteter Strömung und der andere Wärmeaustauscher
102 mit aufwärts gerichteter Strömung, d. h., das dampfförmige Hydroformierungsprodukt
strömt innerhalb der senkrechten Röhren 111 des ersten Wärmeaustauschers 34 abwärts und innerhalb
den senkrechten Röhren 111 des zweiten Wärmeaustauschers 102 aufwärts. Das zum Wärmeaustausch
bestimmte Schwerbenzin wird durch Leitung 114 in den Boden des Wärmeaustauschers 34 eingeführt und
am Kopf desselben aus dem die senkrechten Röhren 111 umgebenden Raum durch Leitung 89 abgezogen.
Eine ähnliche Anordnung ist für den Wärmeaustauscher 105 getroffen. Das vorzuerhitzende Kreislaufgas
wird durch Leitung 76 in den Boden des Wärmeaustauschers 102, und zwar in den die senkrechten
Röhren 111 umgebenden Raum eingeführt und vom Kopf des Wärmeaustauschers 102 durch Leitung
116 abgezogen. Eine ähnliche Anordnung ist für den Wärmeaustauscher 32 getroffen.
Eine Hydroformieranlage mit derart angeordneten Wärmeaustauschern wurde in Betrieb gesetzt, wobei
sich bald herausstellte, daß in den kühleren Wärmeaustauschern (entsprechend 102 und 105 in Fig. 3)
ein schlechter Wärmeaustausch stattfand. Es wurden verschiedene erfolglose Versuche unternommen, den
Wärmeaustausch in diesen Wärmeaustauschern zu verbessern. Als eine Lösung des Problems wurde zunächst
die Schwerbenzinbeschickung und später an Stelle des Schwerbenzins etwas von dem nicht stabilisierten
flüssigen Hydroformat aus Leitung 52 in Fig. 1 als Lösungsmittel und Waschflüssigkeit verwendet.
Eine ausreichende Menge Waschflüssigkeit, z. B. Schwerbenzinbeschickung, wurde bei einer Temperatur
von etwa 38° C durch Leitung 120 in die Leitung 100 vor dem Wärmeaustauscher 102 und durch
Leitung 122 in die Leitung 104 vor dem Wärmeaustauscher 105 eingeführt, um die Wärmeaustauscher
102 und 105 in geringem Ausmaße zu kühlen, damit das Lösungsmittel oder die Waschflüssigkeit mit dem
1
Inneren der senkrechten Röhren 111 in flüssiger Form in Berührung kommen konnte, um die Ablagerungen
in diesen Röhren so weit aufzulockern und zu erweichen, daß das aufgelockerte Material von den
durch die Röhren strömenden dampfförmigen Produkten aus den Röhren heraus und durch die Wärmeaustauscher
102 und 105 hindurchgeblasen wurde. Die Temperatur des durch die Leitungen 120 und 122
eingeführten Lösungsmittels kann im Bereich von 38 bis 232° C liegen. Der Reinigungsvorgang findet statt,
während die dampfförmigen Produkte durch die senkrechten Röhren 111 in dem Wärmeaustauscher 102
aufwärts strömen. Der gleiche Vorgang findet in dem Wärmeaustauscher 105 statt.
Das gelockerte und bzw. oder gelöste Material wird 1S von dem dampfförmigen Produkt durch Leitung 36
zur Fraktioniervorrichtung 38 mitgenommen und als Bodenrückstand zusammen mit dem Polymeren durch
Leitung 42 abgezogen. Die Waschflüssigkeit wird weiter in die Leitungen 100 und 104 eingeführt und
der Reinigungsvorgang ohne Unterbrechung des Hydroformierungsverfahrens fortgesetzt.
Als Waschflüssigkeit oder Lösungsmittel wurde auch frische Schwerbenzinbeschickung verwendet und
als wirksam befunden; dieses Schwerbenzin stellt je- a5 doch eine zusätzliche Belastung der Fraktioniertürme
38 und 54 und des Abscheiders 48 dar. Außerdem wurde hierdurch das Hydroformierungsprodukt in der
Leitung56 durch die Schwerbenzin-Frischbeschickung verunreinigt. Das nicht stabilisierte Hydroformat aus
Leitung 52 ist ein besseres Lösungsmittel als die Schwerbenzinbeschickung, da es mehr aromatische
Kohlenwasserstoffe enthält; es wird daher gegenüber der Schwerbenzinbeschickung als Lösungsmittel bevorzugt.
Es wurde angenommen, daß die Ablagerungen in den Austauschröhren aus einer Art schweren oder
hochsiedenden Polymerisats bestehen, und da das durch Leitung 42 abgezogene Polymere einen höheren
Siedebereich als Benzin und einen verhältnismäßig hohen Aromatengehalt aufweist, wurde es als Lösungsmittel
gewählt. Das Polymere erwies sich als die beste Lösung des Problems. Es bietet den zusätzlichen
Vorteil, daß es hochsiedend ist und als Bodenfraktion des ersten Fraktionierturms 38 gewonnen
wird. Gewöhnlich nimmt man die Einführung der Waschflüssigkeit oder des Lösungsmittels in die Leitungen
100 und 104 einmal in 3 bis 12 Tagen vor; der Arbeitsvorgang kann in 30 Minuten bis 2 Stunden,
vorzugsweise 45 Minuten bis 1 Stunde, ausgeführt werden, je nach dem Grad der Verstopfung und der
Kapazität der Anlage.
Bei einer mit Wärmeaustauschern arbeitenden Hydroformieranlage mit einer Leistung von 4450m3/Tag
wählt man für die Wärmeaustauscher eine besondere Bauart. Die Wärmeaustauscher 32 und 102 besitzen
je eine Gesamtlänge von 13,7 m, und die Wärmeaustauschröhren sind etwa 11,7m lang. Der Wärmeaustauscher
32 enthält 324 und der Wärmeaustauscher 102 enthält 331 Wärmeaustauschröhren. Die Wärmeaustauscher
34 und 105 besitzen je eine Gesamtlänge von 16,75 m, und die Wärmeaustauschrohre sind etwa
12,2 m lang. Der Wärmeaustauscher 34 enthält 550 und der Wärmeaustauscher 105 enthält 542 Wärmeaustauschröhren.
Sämtliche Wärmeaustauschröhren haben einen Außendurchmesser von 38 mm. Die Wärmeaustauscher besitzen sämtlich einen Außendurchmesser
von etwa 1,52 m. Jeder der Wärmeaustauscher 102 und 105 (Fig. 3) wird etwa 45 Minuten
lang mit 5,55 bis 7,15 m3 des Hydroformierungspoly-033
meren gespült. Das Polymere wird in die Leitungen 100 und 104 aus den Leitungen 120 bzw. 122 eingeführt.
Die Temperatur der Wärmeaustauscher 102 und 105 beträgt normalerweise etwa 238° C am Austrittsende
und sinkt nach dem Zusatz des Lösungsmittels oder des Polymeren an dieser Stelle auf etwa
154 bis 160° C
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wurde in einer Anlage mit einem Durchsatz von 4450 m3/Tag
ein ungespaltenes Schwerbenzin einer Research-Octanzahl von etwa 48 und eines Siedebereiches von
93 bis 182° C mit einem Gehalt von etwa 35% Naphthenen und 55 % Paraffinen, Rest Aromaten, bei einer
Reaktionskammer temperatur von 492° C, einem Druck von etwa 13,6 atü, einem Durchsatz von 0,615 Gewichtsteilen/Stunde/Gewichtsteil
und einer Umlaufgasgeschwindigkeit von etwa 513,5 Raumteilen (gemessen bei Normalbedingungen) je Raumteil flüssiger
Beschickung hydroformiert. Die Wasserstofrkonzentration in dem Umlaufgas betrug etwa 65 Volumprozent.
Die Schwerbenzinbeschickung wurde in der Heizschlange 90 auf 538° C und das Umlaufgas in
der Heizschlange 80 auf 593° C erhitzt.
Das Hydroformat fiel in einer Ausbeute von 79 Volumprozent mit einer Research-Octanzahl von
87,9 an und bestand zu 48 Volumprozent aus Aromaten, zu 15 Volumprozent aus Naphthenen und zum
Rest aus Paraffinen. Der Katalysator enthielt 10 Gewichtsprozent Molybdänoxyd (MoO3) auf Aluminiumoxyd.
Das vom Boden des Polymerturms 38 abgezogene Polymere besaß einen Siedebereich von 84,5
bis 375° C.
Am Anfang des Arbeitsvorganges betrug die Temperatur der aus der Reaktionskammer über Kopf abströmenden
und in die Röhren der Wärmeaustauscher 32 und 34 eintretenden dampfförmigen Produkte
473° C und die Temperatur der aus dem Wärmeaustauscher 32 ausströmenden dampfförmigen Reaktionsprodukte
302° C. Die aus dem Wärmeaustauscher 34 austretenden dampfförmigen Reaktionsprodukte besaßen
eine Temperatur von 269° C Die Temperatur der aus dem Wärmeaustauscher 105 austretenden
dampfförmigen Reaktionsprodukte betrug 224° C und diejenige der aus dem Wärmeaustauscher 102 austretenden
dampfförmigen Reaktionsprodukte 230° C
Die Temperatur der aus Leitung 86 durch die AVärmeaustauscher 105 und 34 strömenden Schwerbenzinbeschickung
stieg von 160 auf 341,5° C. Die Temperatur des aus Leitung 76 zugeführten Kreislaufgases
stieg beim Durchgang durch die Wärmeaustauscher 102 und 32 von 118,5 auf 388° C.
Nach 32 Tage langem Betrieb wurde festgestellt, daß die Temperatur der aus dem Wärmeaustauscher
102 austretenden dampfförmigen Reaktionsprodukte von 230 auf 203° C abgesunken und die Temperatur
der aus dem Wärmeaustauscher 105 austretenden dampfförmigen Reaktionsprodukte von 224 auf 254° C
gestiegen war, was auf eine schlechte Verteilung der aus der Reaktionskammer über Kopf abströmenden
dampfförmigen Reaktionsprodukte in den beiden Leitungen 26 und 28 und auf einen Verlust bei der
Wärmeübertragung hindeutete. Nun wurden 7,15 ms Schwerbenzinbeschickung bei einer Temperatur von
etwa 38° C durch Leitung 120 in die Leitung 100 vor dem Wärmeaustauscher 102 und 7,15 m3 Schwerbenzinbeschickung
bei einer Temperatur von etwa 38° C durch die Leitung 122 in die Leitung 104 vor
dem Wärmeaustauscher 105 eingepumpt. Dieser Vorgang dauerte 2 Stunden. Die Schwerbenzinbeschickung
besaß einen Siedebereich von 93 bis 182° C. Durch
Claims (3)
1. Verfahren zum Hydroformieren, bei welchem infolge indirekten Wärmeaustausches zwischen
den heißen Hydroformatdämpfen und Schwerbenzin Ablagerungen auf den Wärmeaustauschflächen
gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß zeitweilig in den Strom der heißen, dampfförmigen
Hydroformierungsprodukte an einer vor der die Ablagerungen enthaltenden Wärmeaustauschzone
gelegenen Stelle ohne Unterbrechung des Hydroformierverfahrens als Lösungsmittel
für die Ablagerungen ein flüssiger Kohlenwasserstoff in solcher Menge eingeführt wird, daß das
Lösungsmittel mit den Ablagerungen in flüssiger Form in Berührung kommt, worauf die durch das
Lösungsmittel gelockerten Ablagerungen durch die fortgesetzte Strömung der heißen, dampfförmigen
Hydroformierungsprodukte durch die Wärmeaustauschzone aus dieser heraus geblas en werden.
2. Verfahren nach Anspruch !, dadurch gekennzeichnet, daß die gasförmigen Hydroformierungsprodukte
und die dampfförmige Schwerbenzinbeschickung zum indirekten Wärmeaustausch durch hintereinandergeschaltete Wärmeaustauschzonen
geleitet werden und als Lösungsmittel ein aromatischer Kohlenwasserstoff verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gasförmigen Hydroformierungsprodukte
nach ihrem Austritt aus dem Reaktionsgefäß in zwei Ströme aufgeteilt werden, jeder dieser Ströme durch hintereinandergeschaltete
Wärmeaustauschzonen geleitet wird, das zum Wärmeaustausch mit den Hydroformatdämpfen
bestimmte Schwerbenzin durch zwei hinterandergeschaltete, im ersten und im zweiten der beiden
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| US584069A US2945799A (en) | 1956-05-10 | 1956-05-10 | Catalytic conversion of hydrocarbons with removal of fouled material from heat exchangers |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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