DE1054377B - Aufgabebehaelter fuer Schuettgueter - Google Patents
Aufgabebehaelter fuer SchuettgueterInfo
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Description
- Aufgabebehälter für Schüttgüter Die Erfindung betrifft einen Aufgabebehälter für Schüttgüter mit in oder entgegen der Bewegungsrichtung eines Längsförderelementes nacheinander zu öffnenden Bodenklappen. In bezug hierauf bringt die Erfindung eine Verbesserung dadurch, daß das Öffnen der Bodenklappen selbsttätig erfolgt. Diese Wirkung kommt erfindungsgemäß dadurch zustande, daß der Aufgabebehälter eine Durchfallöffnung besitzt und daran anschließend frei schwenkbar gelagerte Bodenklappen vorgesehen sind, deren Schwenkachsen im Grundriß gesehen in an sich bekannter Weise in der Mitte oder etwas außermittig in Richtung der Bewegung des Förderelementes der Klappen liegen.
- Eine solche Ausführungsform erfordert keinen Energieaufwand und eignet sich für die verschiedenartigsten Schüttgüter, wie z. B. Kies, Erze, Kali, landwirtschaftliche Erzeugnisse, wie Kartoffeln und Zuckerrüben. Die Energie, die aufgewendet wird, ist das dem Schüttgut innewohnende Schwergewicht oberhalb jeder Klappe. Solange sich bezüglich je Klappe kein Böschungswinkel bilden kann, sind die Klappen in der Abschlußstellung. Verändert sich oberhalb einer Klappe die Schwerkraft durch Veränderung des Böschungswinkels des Schüttgutes, so tritt die Klappe von selbst in eine Schwenkbewegung ein, welche das Schüttgut aus dem Aufgabebehälter nach unten auf das Förderband abrutschen läßt.
- Der Aufgabebehälter wirkt also wie eine Schleuse gegen zu starke Beladung des Förderbandes bei stoßweise anfallendem Schüttgut und als Verteiler des Schüttgutes zwecks in der Zeiteinheit gleichmäßiger Aufgabe des Schüttgutes auf das Förderband, und zwar ist es besonders vorteilhaft, daß diese Arbeitsleistung selbsttätig erfolgt und die Arbeitsenergie aus dem freien Fall des Schüttgutes selbst hergeleitet wird.
- Es ist zweckmäßig, die Schwenkachse der Klappe, im Grundriß gesehen, aus deren Mitte um ein gewisses Stück zu verlagern. Die Klappen selbst können eben oder winklig ausgeführt sein. Die Klappen können mit einem gewissen Zwischenraum hintereinanderliegen. Es ist jedoch auch möglich, daß sich die hinteren Enden der Klappen mit den in Förderrichtung gesehen vorderen Enden der hinter ihnen liegenden Klappen überschneiden und unterhalb dieser liegen. Man kann auch den Schwerpunkt dieser Klappen dadurch höher verlegen, daß man den Schwenkachsen außerhalb der Behälterwände sich nach oben erstreckende Hebelarme zuordnet, auf denen Gewichte verstellbar angeordnet sind. Die Längswände des Aufgabebehälters weisen zweckmäßig eine unterschiedliche Neigung auf, um eine Brückenbildung des Schüttgutes im Aufgabebehälter zu vermeiden. Dementsprechend ist eine Längswand senkrecht oder nahezu senkrecht angeordnet.
- Es können Steuerungsmittel, welche an sich bekannt sind, vorgesehen sein, um zu erreichen, daß die Schwenkbewegung der Klappen gebremst oder blokkiert wird und daß sich die Durchfallöffnung, welche den Klappen vorgeordnet ist, verändert bzw. geschlossen werden kann.
- Die Erfindung ist an einigen Ausführungsbeispielen in ihrer Wirkungsweise sowie in weiteren Einzelheiten in den Fig. 1 bis 11 schematisch erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen Aufgabebehälter in Draufsicht, Fig. 2 den gleichen Aufgabebehälter in Seitenansicht im Schnitt, Fig. 3 in Seitenansicht im Schnitt einen Aufgabebehälter mit anderer Ausgestaltung der Klappen, Fig. 4 und 5 sich überlappende Klappenanordnungen, Fig. 6 eine Steuerung der Klappen, Fig. 7 und 8 andere Arten der Steuerung in Seitenansicht bzw. in Draufsicht, Fig. 9 eine Einzelheit der Fig. 8, Fig. 10 in Förderrichtung gesehen einen Schnitt durch den Aufgabebehälter und Fig. 11 in Seitenansicht eine Einzelheit an den Klappen.
- Bei dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten Aufgabebehälter 1 besteht der Boden aus einer Anzahl von in Förderrichtung aneinander anschließenden Klappen 2, 2'..., die um waagerechte und quer zur Förderrichtung liegende Achsen 3, 3'... schwenkbar sind. Am vorderen Ende des Bodens ist eine DSurchfallöffnung5 vorgesehen, die gegebenenfalls durch einen nicht dargestellten Schieber verschlossen werden kann. Die Verteilung des Schüttgutes auf das unter dem Aufgabebehälter 1 laufende Förderband 4 geht folgendermaßen vor sich: Aus der Durchfallöffnung 5 fällt zunächst eine gewisse Menge des Schüttgutes 8 auf das Förderband.
- Dadurch stellt sich am vorderen Ende des Schüttgutes 8 ein Böschungswinkel 8' ein, der zur Folge hat, daß der vertikale Druck 10 auf das vordere Ende 6 der Klappe 2 kleiner ist als der vertikale Druck 9 auf die hintere Hälfte 7 der Klappe 2. Hierdurch dreht sich die Klappe 2 in die in Fig. 2 gezeigte Stellung, und das Schüttgut 8 kann durch den nunmehr entstehenden Spalt zwischen der vordersten Klappe 2 und der dahinterliegenden Klappe 2' mehr oder weniger schnell auf das laufende Förderband 4 fallen. Dieser Vorgang dauert so lange an, bis sich über der zweiten Klappe 2' ein entsprechender Böschungswinkel 8" gebildet hat.
- Sodann öffnet sich in gleicher Weise auch die Klappe 2' und sodann die folgenden Klappen 2", 2"' usw., bis der Aufgabebehälter seinen Inhalt gleichmäßig auf das laufende Förderband 4 verteilt hat.
- Um das Öffnen der Klappen 2, 2'... zu begünstigen, ist es zweckmäßig, den vor der Schwenkachse 3 liegen den Teil 6 kleiner zu machen als den dahinterliegenden Teil 7, d. h., die Schwenkachse 3 soll aus der Mitte der Platte in Förderrichtung etwas nach vorn verlagert sein.
- In Fig. 3 ist eine andere Ausbildung der Klappen gezeigt. Die Klappen 12, 12'... weisen von der Seite gesehen den Querschnitt eines nach unten offenen Winkels auf, wobei die Achse 3, 3'... etwa im Scheitel des Winkels liegt. Bei dieser Ausbildung der Klappen wird neben dem verschiedenartigen Vertikal druck 10 auch der auf die hintere Flanke 7 der Klappe 12 wirkende Böschungsdruck 11 ausgenutzt. Außerdem nimmt die hintere Flanke 7 der Klappe 12 dabei eine Stellung ein, die etwa der Flußrichtung des beispielsweise auf einen Trogförderer 13 auslaufenden Schüttgutes 8 entspricht.
- Nach dem Öffnen der Klappe wird in der Zeiteinheit eine bestimmte Menge des Schüttgutes durch das Förderband bzw. den Trogförderer abtransportiert, wodurch das Nachrutschen und damit auch das Öffnen der nächsten Klappe von selbst derart verzögert wird, daß erst dann, wenn wieder eine freie Stelle des Förderbandes nach vorn kommt, die nächste Klappe sich öffnen kann. Hierdurch wird ein geregelter Ausfluß in stets gleichbleibender Menge entsprechend der Kapazität des Endlosförderers gewährleistet.
- Wenn es darauf ankommt, einen besonders dichten Abschluß zwischen den einzelnen Klappen zu erreichen. so werden die Klappen 2 bzw. 12 gemäß Fig. 4 und 5 sich überlappend angeordnet, und zwar liegt das hintere Ende jeder Klappe 2 bzw. 12 unterhalb des vorderen Endes der dahinterliegenden Klappe 2' bzw. 12'.
- Wenn ein sofortiges Entleeren des Aufgabebehälters auf den Endlosförderer vermieden werden soll oder der Entleerungsvorgang abgestoppt werden soll, ist es zweckmäßig, die beim Entleerungsvorgang vor sich gehende freie Bewegung der Klappen zu hemmen. In Fig. 6 sind hierzu auf den Achsen 3 Arretierhebel 15 vorgesehen, die mit Nocken 16 in Eingriff kommen.
- Die Nocken 16 sind auf einer längsverschiebbaren Stange 14 angebracht, die außerhalb des Aufgabetrichters durch einen Handhebel 17 betätigt werden kann.
- Eine derartige Steuerung kann gemäß Fig. 7 auch so ausgebildet werden, daß die einzelnen Klappen 12, 12'... von vorn her nacheinander freigegeben werden, indem die Lage und Länge der Nocken 16, 16'... entsprechend bemessen ist. Hierdurch wird auch ein vorzeitiges Öffnen einer weiter hinten liegenden Klappe vermieden, wenn beispielsweise auf die hintenliegende Flanke einer Klappe örtlich durch das Schüttgut ein besonders hoher Druck ausgeübt wird.
- Im allgemeinen ist jedoch die erfindungsgemäße Klappenanordnung unempfindlich gegen derartige örtliche ungleichmäßige Belastungen der Platten, solange sich das Schüttgut in voller Höhe darüber befindet, da die innere Reibung des Schüttgutes ungewollte Schwenkbewegungen der Klappen dabei verhindert.
- An Stelle eines längsverschiebbaren Nockens können auch, wie Fig. 8 und 9 zeigen, drehbare Nocken 17, 17'... angewandt werden, wobei die äußere kreisbogenförmige Nockenfläche 18 der einzelnen Nocken 17 der Reihe nach abgestuft ist. Die einzelnen Nocken 17, 17'... werden durch eine gemeinsame Welle 19 betätigt.
- Außer durch verschiedene Länge des vorderen und hinteren Teils der Klappen kann das selbsttätige Hintereinanderöffnen auch dadurch begünstigt werden, daß der Schwerpunkt der Klappen höher gelegt wird. Dies kann gemäß den Fig. 10 und 11 dadurch erreicht werden, daß auf der Schwenkachse 3 ein nach oben stehender Hebel 20 befestigt ist, auf dem ein gegebenenfalls verstellbares Gegengewicht 21 befestigt ist.
- Um Brückenbildung des Schüttgutes und damit eine Hemmung des Auslaufs zu vermeiden, ist es zweckmäßig, mindestens eine der beiden Längswände des Aufgabebehälters senkrecht oder nahezu senkrecht auszubilden. In Fig. 10 ist die eine Längswand 23 steiler als die andere Längswand 22.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Aufgabebehälter für Schüttgüter mit in oder entgegen der Bewegungsrichtung eines Längsförderelementes nacheinander zu öffnenden Bodenklappen, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufgabebehälter (1) eine Durchfallöffnung (5) besitzt und daran anschließend frei schwenkbar gelagerte Bodenklappen (2) vorgesehen sind, deren Schwenkachsen (3, 3', 3") im Grundriß gesehen in an sich bekannter Weise in der Mitte oder etwas außermittig in Richtung der Bewegung des Förderelementes (4) der Klappen liegen.
- 2. Aufgabebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Querschnitt gesehen der Schwerpunkt der Klappe (2) nach oben verlegt ist durch Anordnung eines auf einem Hebelarm (20) verstellbar gelagerten Gewichtes (21).
- 3. Aufgabebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchfallöffnung (5) durch einen Schieber od. dgl. verschließbar ist.
- 4. Aufgabebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Längswände (22, 23) geneigt und die andere Längswand senkrecht oder annähernd senkrecht angeordnet ist.
- 5. Aufgabebehälter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte Steuerungsmittel für die Klappen vorgesehen sind, wobei aber die Steuerung dazu dient, die freien Bewegungsvorgänge der Klappen zu bremsen oder zeitweilig zu blockieren.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 931 880, 532 109, 369 346; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 724 374.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN13082A DE1054377B (de) | 1956-12-13 | 1956-12-13 | Aufgabebehaelter fuer Schuettgueter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEN13082A DE1054377B (de) | 1956-12-13 | 1956-12-13 | Aufgabebehaelter fuer Schuettgueter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1054377B true DE1054377B (de) | 1959-04-02 |
Family
ID=7339681
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN13082A Pending DE1054377B (de) | 1956-12-13 | 1956-12-13 | Aufgabebehaelter fuer Schuettgueter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1054377B (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1119762B (de) | 1959-06-03 | 1961-12-14 | Konrad Grebe | Vorrichtung zum Beladen von Bandzuegen unter Verwendung eines Bunkers |
| US3656641A (en) * | 1969-10-28 | 1972-04-18 | Westfalia Dinnendahl | Method for uniformly distributing bulk material taken from a stockpile |
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| EP0313757A1 (de) | 1987-10-28 | 1989-05-03 | Gebr. Lödige Maschinenbau Gesellschaft mbH | Vorrichtung zum Lagern und Abtransportieren von Schüttgut |
| DE3921375C1 (en) * | 1989-06-29 | 1991-01-24 | Hasenclever Maschf Sms | Reversible conveyor for bulk granular material - is positioned below feed chute and has guide plate with pivot sliding in slots in side plates |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1724374U (de) * | 1956-03-28 | 1956-06-14 | Dettmers K G Geb | Aufgabetrichter fuer einen endlosen foerderer, vorzugsweise ein foerderband. |
-
1956
- 1956-12-13 DE DEN13082A patent/DE1054377B/de active Pending
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