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Gewölberandsteinanordnung für Spielzeugtunneleingänge od. dgl. Bei
Spielzeugtunneln oder sonstigen Spielzeugbauten ist es üblich, an Eingängen Mauern
und Mauersteine möglichst naturgetreu zu markieren. Dabei wird auch eine Gewölberandsteinanordnung
oft noch berücksichtigt. Es wurden in diesem Zusammenhang bereits fertige Mauerstücke
mit Eingangsöffnung als Kunststoff-Spritzteil hergestellt. Hierbei hatte die Eingangsöffnung
bereits eine Leibung in Gestalt eines sie einfassenden, nach innen gerichteten Flansches.
Auf .diesem Flansch sind auch schon Markierungen für einzelne Steine bzw. Mauerfugen
vorgesehen worden.
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Die bekannten Mauerstücke lassen dem Bastler wenig Spielraum für die
Eigenarbeit, an der er ja besonders interessiert ist oder interessiert werden soll.
Hier setzt die Erfindung ein mit dem Vorschlag, flache Gewölbesteinimitationen durch
Quereinschnitte des einen Schenkels eines winkelförmigen Streifens zu bilden, dessen
anderer Schenkel zum Einfassen des Randes der Maueröffnung dient und eine Leibung
bildet. Der vorzugsweise aus einem elastischen thermoplastischen Kunststoff hergestellte
Streifen kann infolge seiner Biegsamkeit der Kontur der Maueröffnung ohne weiteres
angepaßt werden. Auch die Größe der Maueröffnung spielt keine Rolle, da man den
Streifen auf die passende Länge abschneiden kann. Der Bastler kann nunmehr aus mit
Mauersteinmarkierungen versehenen Bauplatten Tunnelstirnwände od. dgl. mit verschiedenen
Konturen und Größen von Eingangsöffnungen ausschneiden. Das kann gegebenenfalls
nach an der Rückseite der Bauplatten, ähnlich wie bei den im Schneiderhandwerk üblichen
Schnittmusterbogen, vorgesehenen Strichmarkierungen mit verschiedenen Strichstärken
und Stricharten geschehen. Es ist also gegenüber den bekannten Mauerplatten, die
nur für einen einzigen Fall verwendbar waren, eine Vielzahl von Möglichkeiten gegeben.
Die Streifen werden vorzugsweise in größeren Längen geliefert, so daß der Bastler
sich jeweils Stücke abschneiden kann, die der Länge des jeweiligen Bogenstückes
der Öffnung entsprechen.
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Der am Rand der Maueröffnung anliegende und eine Leibung bildende
biegsame Schenkel des Winkelstreifens hat vorzugsweise Mauerstein- bzw. Fugenmarkierungen,
die mit den Gewölbesteinimitationen des anderen Winkelschenkels übereinstimmen und
den Eindruck eines gemauerten Gewölbes vervollständigen. Die Fugenmarkierungen können
hierbei Kerbstellen für das Abbrechen des Streifens auf die gewünschte Länge bilden.
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Vorzugsweise sind die die Gewölbesteitie darstellenden Abschnitte
des einen Winkelschenkels durch am Winkelscheitel angebrachte Einkerbungen leicht
ausbrecbbar. Hierdurch kann man einzelne Gewölbesteine entfernen und sie durch mitgelieferte
Ziersteinmarkierungen ersetzen, die für sich an die Bauplatte angeklebt werden.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Markierungsstreifen
für Gewölbesteine in schaubildlicher Darstellung, Fig. 2 die Ansicht eines mit der
erfindungsgemäßen Gewölberandsteinanordnung versehenen Tunneleingangs, Fig. 3 einen
Querschnitt des Gewölberandes, Fig. 4 Ziersteine in Draufsicht, Fig. 5 einen Schnitt
nach Linie V-V der Fig. 4.
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Fig. 1 zeigt einen vorzugsweise als Spritzteil aus einem elastischen
thermoplastischen Kunststoff hergestellten Streifen, der ein Winkelprofil mit den
Schenkeln 1 und 2 hat. Der eine Winkelschenkel 1 des Streifens ist durch bis auf
den anderen Winkelschenkel 2 durchgehende Ouereinschnitte 3 in eine Vielzahl von
Abschnitten 4 unterteilt, die Gewölbesteinmarkierungen bilden. Durch die Ouereinschnitte
3 des Winkelschenkels 1 ist die Biegungssteifigkeit des Winkelstreifens stark herabgesetzt.
Der Winkelschenkel 2 läßt sich wie ein flacher Streifen beliebig biegen und der
Kontur einer Öffnung anpassen. Der Winkelschenkel 2 hat mit den Ouerschnitten 3
fluchtende Fugenmarkierungen 5.
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Fig. 2 zeigt eine Tunnelstirnseite in Gestalt einer mit Mauermarkierungen
versehenen Bauplatte 6, aus der eine Eingangsöffnung 7 herausgeschnitten worden
ist. Die äußeren Umrisse der Bauplatte 6 und die Kontur der Eingangsöffnung 7 werden
vom Bastler nach Belieben oder nach auf der Rückseite der Platte angebrachten Strichmarkierungen
geschnitten. Mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Winkelstreifens 1, 2 kann um
die Eingangsöffnung 7 herum eine Gewölberandsteinanordnung
geschaffen
werden. Hierzu wird der Streifen auf die Länge der Kontur der Öffnung 7 abgeschnitten
und durch Biegen seines Winkelschenkels 2 der Kontur der Öffnung angepaßt. Der die
Gewölberandsteinimitation 4 bildende Winkelschenkel 1 wird in der aus Fig.3 ersichtlichen
Weise an di,e Vorderseite der Bauplatte 6 angeklebt. Der den Rand der Öffnung einfassende
Winkelschenkel 2 ragt dann in die Öffnung hinein und bildet deren Leibung. Durch
die Fugenmarkierungen 5 des Schenkels 2 wird der Eindruck eines gemauerten Gewölbes
vervollständigt. Die Fugenmarkierungen 5 können gleichzeitig Kerben bilden, die
das Kürzen des Winkelstreifens durch einfaches Abbrechen ermöglichen.
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Die die Gewölbesteine darstellenden Abschnitte 4 ,des Winkelschenkels
1 haben am Winkelscheitel an der Innenseite Kerben 8 (Fig. 3), die es gestatten,
einzelne Gewölbesteine auszubrechen (Fig, 2, links), um sie durch Ziersteinmarkierurngen
9 (Fig. 2, rechts) zu ersetzen, die für sich auf die Vorderseite der Bauplatte aufgeklebt
werden. Die Ziersteinmarkierungen können in der aus Fig. 4 und 5 ersichtlichen Weise
in Gestalt eines aus der Spritzform kommenden Modellbaumes als abbrechbare Teile
geliefert werden.