DE1053119B - Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von RiechstoffenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
- C11B9/00—Essential oils; Perfumes
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- C11B9/022—Refining
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Description
- Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen Es wurde gefunden, daß sich Riechstoffe in vorteilhafter Weise dadurch reinigen lassen, daß man sie mit mehrwertigen Alkoholen destilliert.
- Es ist zwar bekannt, Stoffe mit nahe benachbarten Siedepunkten, z. B. Toluol-Benzol oder Wasser-Essigsäure durch azeotrope Destillation zu trennen (vgl. Kortüm-Buchholz-Meä,senheimer: »Die Theorie der Destillation und Extraktion von Flüssigkeiten«, 1952, S. 323, Zeile 8 bis 12, sowie die Kurven S. 94, 95 und 312).
- Es war jedoch nicht vorauszusehen, daß sich natürliche und künstliche Riechstoffe auf vorteilhafte Weise durch azeotrope Destillation mit mehrwertigen Alkoholen reinigen lassen.
- Während bei den bekannten Verfahren die zu trennenden Stoffe als Mischungen vorliegen, sind die Stoffe, von welchen die Riechstoffe beim vorliegenden Verfahren getrennt werden sollen, in der Regel nur in geringen Mengen vorhanden. Sie können selbst dann, wenn sie analytisch nicht mehr nachweisbar sind, die Qualität des Riechstoffes entscheidend beeinflussen, und der Riechstoff ist, obgleich chemisch rein, für die feinere Parfümerie nicht zu verwenden. Es ist oft sehr schwer, diese in geringen Mengen vorhandenen Verunreinigungen zu entfernen, und oft gelingt dieses trotz erheblichen Unterschieden desSiedepunktes weder durch eine Vakuumdestillation noch durch eine Wasserdampfdestillation. Es war daher überraschend, die Riechstoffe durch azeotrope Destillation mit mehrwertigen Alkoholen in nur einer Destillationsstufe völlig geruchsrein zu erhalten.
- Als mehrwertige Alkohole kommen insbesondere Glykol, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol sowie deren Homologe und einfache Derivate in Betracht.
- Zur Reindarstellung eignen sich besonders synthetische Produkte, wie Cumarin, Heliotropin, Vanillin, Borneol, Indol, Mosehus-Ambrette, Moschus-Xylol, Moschus-Keton, Methylnaphthylketon, Trichlormethylphenylcarbinolacetat, Ambrettolid, Muscolid und Zibetin. Insbesondere eignet sich das Verfahren für Riechstoffe, die sich wegen eines hohen Siedepunktes schwer destillieren lassen, weil sie sich dabei zum Teil zersetzen.
- Die Destillation erfolgt erfindungsgemäß so, daß man das Gemisch des zu reinigenden Stoffes mit dem mehrwertigen Alkohol im Vakuum destilliert. Den für den jeweiligen Riechstoff geeigneten mehrwertigen Alkohol kann man leicht durch einen Versuch ermitteln. Eine besonders günstige Ausführungsform des Verfahrens ist eine kontinuierliche, im Kreislauf arbeitende Arbeitsweise: Hier erfolgt die Destillation derart, daß zunächst der Alkoholdampf, z. B. Glykoldampf, durch einen Überhitzer geleitet wird und der überhitzte Glykoldampf in den auf eine entsprechende Temperatur vorgewärmten Riechstoff geleitet wird. Wie überhitzter Wasserdampf bedeutend mehr an wasserdampfflüchtigen Stoffen aufnimmt, so nimmt auch Glykoldampf, der überhitzt ist, wesentlich mehr Riechstoff auf als nicht überhitzter. Der an Riechstoff gesättigte, überhitzte Alkoholdampf wird durch einen Kühler, der eventuell vorher mit angewärmtem Wasser beschickt werden muß, geleitet, und die kondensierte Lösung oder Mischung des Riechstoffes im Glykol wird über einen Siphon in eine weiteres Destilliergefäß geführt. Dieses wird auf einer so hohen Temperatur gehalten, daß der Alkohol verdampft. Der hier nun verdamp -fende Alkohol nimmt nur einen Teil des überdestillierten Riechstoffes, und zwar nur so viel, als dem azeotropen Gemisch entspricht, mit und wird wieder in den Kreislauf zurückgeführt. Der gereinigte Riechstoff fällt so fast frei vom Transportmittel dienenden Alkohol an, so daß auch Riechstoffe, die leicht wasserlöslich sind und sich durch Verdünnen der Glykolmischung nur zum Teil oder gar nicht abscheiden lassen, in reiner Form gewonnen werden können, ohne daß der Riechstoff durch eine zusätzliche Extraktionsstufe aus dem Glykol-Wasser-Gemisch isoliert werden muß. Auch braucht der Alkohol dann nicht aus einer wäßrigen Lösung zurückgewonnen zu werden, sondern kann in der Apparatur für denselben Zweck wieder verwendet werden.
- Beispiele -1. 100 g Rohcumarin mit einem Cumaringehalt von 9419/o wurden mit der vierfachen Menge Triäthylenglykol im Vakuum bei 11 mm destilliert. Das Gemisch ging bei 132 bis 144° C über und wurde in die fünffache Menge heißes Wasser gegeben. Nach dem Abkühlen kristallisiert reines Cumarin von sehr feiner Geruchsnote aus. (Normal hergestelltes Cumarin hat immer einen Beigeruch nach Kresol.) Die Ausbeute betrug 92"/o, berechnet auf Rohcumarin enthaltendes Reincumarin. Der im Alkohol-Wasser-Gemisch verbleibende Rest kann durch Extraktion, z. B. mit Benzol, isoliert werden.
- 2. Vanillin wurde wie im Beispiel 1 mit Triäthylenglykol destilliert. Das reine Produkt kristallisierte nach Eingießen des Destillats in kaltes Wasser in langen Nadeln mit einer sehr feinen Geruchsnote aus. Ausbeute: 98% aus direkter Kristallisation.
- 3. Heliotropin wurde wie im Beispiel 1 destilliert. Das Gemisch ging bei 137 bis 150° C über. Die Heliotropkristalle schieden sich zum Teil ohne Verdünnen mit Wasser aus dem Destillat aus. Ausbeute: etwa 90% aus der Direktkristallisation.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit mehrwertigen Alkoholen, die mit Riechstoffen azeotrope Gemische zu bilden vermögen, im Vakuum destilliert.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Riechstoffe Cumarin, Vanillin, Heliotropin, Borneol, Indol, synthetische Moschuse, Methylnaphthylketon, Trichlorphenylmethylcarbinolaoetat, Ambrettodid, Muscolid oder Zibetin verwendet werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als mehrwertiger Alkohol, Äthylenglykol oder ein Homologes hiervon, Propylen- oder Butylenglykol oder ein Homologes oder gemischtes Homologes oder eine Mischung dieser Alkohole verwendet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß kontinuierlich im Kreislauf gearbeitet wird, wobei der Riechstoff mit überhitztem Alkoholdampf destilliert wird und der Alkohol nach dem Kondensieren durch Verdampfen in den Kreislauf zurückgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Kortüm-Buchholz-Meisenheimer: »Die Theorie der Destillation und Extraktion von Flüssigkeiten«, 1952, S. 323, 312, 94, 95.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP16796A DE1053119B (de) | 1956-08-06 | 1956-08-06 | Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP16796A DE1053119B (de) | 1956-08-06 | 1956-08-06 | Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1053119B true DE1053119B (de) | 1959-03-19 |
Family
ID=7366217
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP16796A Pending DE1053119B (de) | 1956-08-06 | 1956-08-06 | Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1053119B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1183064B (de) * | 1962-06-20 | 1964-12-10 | Sterling Drug Inc | Verfahren zur Herstellung von reinem kristallinem Vanillin |
| DE1233380B (de) * | 1962-07-27 | 1967-02-02 | Ici Ltd | Verfahren zur Abtrennung von AEthern aus Rueckstaenden der Oxosynthese |
-
1956
- 1956-08-06 DE DEP16796A patent/DE1053119B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1183064B (de) * | 1962-06-20 | 1964-12-10 | Sterling Drug Inc | Verfahren zur Herstellung von reinem kristallinem Vanillin |
| DE1233380B (de) * | 1962-07-27 | 1967-02-02 | Ici Ltd | Verfahren zur Abtrennung von AEthern aus Rueckstaenden der Oxosynthese |
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