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DE1053119B - Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen

Info

Publication number
DE1053119B
DE1053119B DEP16796A DEP0016796A DE1053119B DE 1053119 B DE1053119 B DE 1053119B DE P16796 A DEP16796 A DE P16796A DE P0016796 A DEP0016796 A DE P0016796A DE 1053119 B DE1053119 B DE 1053119B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
fragrances
distilled
distillation
glycol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP16796A
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes A Pettersen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP16796A priority Critical patent/DE1053119B/de
Publication of DE1053119B publication Critical patent/DE1053119B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B9/00Essential oils; Perfumes
    • C11B9/02Recovery or refining of essential oils from raw materials
    • C11B9/022Refining

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen Es wurde gefunden, daß sich Riechstoffe in vorteilhafter Weise dadurch reinigen lassen, daß man sie mit mehrwertigen Alkoholen destilliert.
  • Es ist zwar bekannt, Stoffe mit nahe benachbarten Siedepunkten, z. B. Toluol-Benzol oder Wasser-Essigsäure durch azeotrope Destillation zu trennen (vgl. Kortüm-Buchholz-Meä,senheimer: »Die Theorie der Destillation und Extraktion von Flüssigkeiten«, 1952, S. 323, Zeile 8 bis 12, sowie die Kurven S. 94, 95 und 312).
  • Es war jedoch nicht vorauszusehen, daß sich natürliche und künstliche Riechstoffe auf vorteilhafte Weise durch azeotrope Destillation mit mehrwertigen Alkoholen reinigen lassen.
  • Während bei den bekannten Verfahren die zu trennenden Stoffe als Mischungen vorliegen, sind die Stoffe, von welchen die Riechstoffe beim vorliegenden Verfahren getrennt werden sollen, in der Regel nur in geringen Mengen vorhanden. Sie können selbst dann, wenn sie analytisch nicht mehr nachweisbar sind, die Qualität des Riechstoffes entscheidend beeinflussen, und der Riechstoff ist, obgleich chemisch rein, für die feinere Parfümerie nicht zu verwenden. Es ist oft sehr schwer, diese in geringen Mengen vorhandenen Verunreinigungen zu entfernen, und oft gelingt dieses trotz erheblichen Unterschieden desSiedepunktes weder durch eine Vakuumdestillation noch durch eine Wasserdampfdestillation. Es war daher überraschend, die Riechstoffe durch azeotrope Destillation mit mehrwertigen Alkoholen in nur einer Destillationsstufe völlig geruchsrein zu erhalten.
  • Als mehrwertige Alkohole kommen insbesondere Glykol, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol sowie deren Homologe und einfache Derivate in Betracht.
  • Zur Reindarstellung eignen sich besonders synthetische Produkte, wie Cumarin, Heliotropin, Vanillin, Borneol, Indol, Mosehus-Ambrette, Moschus-Xylol, Moschus-Keton, Methylnaphthylketon, Trichlormethylphenylcarbinolacetat, Ambrettolid, Muscolid und Zibetin. Insbesondere eignet sich das Verfahren für Riechstoffe, die sich wegen eines hohen Siedepunktes schwer destillieren lassen, weil sie sich dabei zum Teil zersetzen.
  • Die Destillation erfolgt erfindungsgemäß so, daß man das Gemisch des zu reinigenden Stoffes mit dem mehrwertigen Alkohol im Vakuum destilliert. Den für den jeweiligen Riechstoff geeigneten mehrwertigen Alkohol kann man leicht durch einen Versuch ermitteln. Eine besonders günstige Ausführungsform des Verfahrens ist eine kontinuierliche, im Kreislauf arbeitende Arbeitsweise: Hier erfolgt die Destillation derart, daß zunächst der Alkoholdampf, z. B. Glykoldampf, durch einen Überhitzer geleitet wird und der überhitzte Glykoldampf in den auf eine entsprechende Temperatur vorgewärmten Riechstoff geleitet wird. Wie überhitzter Wasserdampf bedeutend mehr an wasserdampfflüchtigen Stoffen aufnimmt, so nimmt auch Glykoldampf, der überhitzt ist, wesentlich mehr Riechstoff auf als nicht überhitzter. Der an Riechstoff gesättigte, überhitzte Alkoholdampf wird durch einen Kühler, der eventuell vorher mit angewärmtem Wasser beschickt werden muß, geleitet, und die kondensierte Lösung oder Mischung des Riechstoffes im Glykol wird über einen Siphon in eine weiteres Destilliergefäß geführt. Dieses wird auf einer so hohen Temperatur gehalten, daß der Alkohol verdampft. Der hier nun verdamp -fende Alkohol nimmt nur einen Teil des überdestillierten Riechstoffes, und zwar nur so viel, als dem azeotropen Gemisch entspricht, mit und wird wieder in den Kreislauf zurückgeführt. Der gereinigte Riechstoff fällt so fast frei vom Transportmittel dienenden Alkohol an, so daß auch Riechstoffe, die leicht wasserlöslich sind und sich durch Verdünnen der Glykolmischung nur zum Teil oder gar nicht abscheiden lassen, in reiner Form gewonnen werden können, ohne daß der Riechstoff durch eine zusätzliche Extraktionsstufe aus dem Glykol-Wasser-Gemisch isoliert werden muß. Auch braucht der Alkohol dann nicht aus einer wäßrigen Lösung zurückgewonnen zu werden, sondern kann in der Apparatur für denselben Zweck wieder verwendet werden.
  • Beispiele -1. 100 g Rohcumarin mit einem Cumaringehalt von 9419/o wurden mit der vierfachen Menge Triäthylenglykol im Vakuum bei 11 mm destilliert. Das Gemisch ging bei 132 bis 144° C über und wurde in die fünffache Menge heißes Wasser gegeben. Nach dem Abkühlen kristallisiert reines Cumarin von sehr feiner Geruchsnote aus. (Normal hergestelltes Cumarin hat immer einen Beigeruch nach Kresol.) Die Ausbeute betrug 92"/o, berechnet auf Rohcumarin enthaltendes Reincumarin. Der im Alkohol-Wasser-Gemisch verbleibende Rest kann durch Extraktion, z. B. mit Benzol, isoliert werden.
  • 2. Vanillin wurde wie im Beispiel 1 mit Triäthylenglykol destilliert. Das reine Produkt kristallisierte nach Eingießen des Destillats in kaltes Wasser in langen Nadeln mit einer sehr feinen Geruchsnote aus. Ausbeute: 98% aus direkter Kristallisation.
  • 3. Heliotropin wurde wie im Beispiel 1 destilliert. Das Gemisch ging bei 137 bis 150° C über. Die Heliotropkristalle schieden sich zum Teil ohne Verdünnen mit Wasser aus dem Destillat aus. Ausbeute: etwa 90% aus der Direktkristallisation.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit mehrwertigen Alkoholen, die mit Riechstoffen azeotrope Gemische zu bilden vermögen, im Vakuum destilliert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Riechstoffe Cumarin, Vanillin, Heliotropin, Borneol, Indol, synthetische Moschuse, Methylnaphthylketon, Trichlorphenylmethylcarbinolaoetat, Ambrettodid, Muscolid oder Zibetin verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als mehrwertiger Alkohol, Äthylenglykol oder ein Homologes hiervon, Propylen- oder Butylenglykol oder ein Homologes oder gemischtes Homologes oder eine Mischung dieser Alkohole verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß kontinuierlich im Kreislauf gearbeitet wird, wobei der Riechstoff mit überhitztem Alkoholdampf destilliert wird und der Alkohol nach dem Kondensieren durch Verdampfen in den Kreislauf zurückgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Kortüm-Buchholz-Meisenheimer: »Die Theorie der Destillation und Extraktion von Flüssigkeiten«, 1952, S. 323, 312, 94, 95.
DEP16796A 1956-08-06 1956-08-06 Verfahren zur Reinigung von Riechstoffen Pending DE1053119B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1183064B (de) * 1962-06-20 1964-12-10 Sterling Drug Inc Verfahren zur Herstellung von reinem kristallinem Vanillin
DE1233380B (de) * 1962-07-27 1967-02-02 Ici Ltd Verfahren zur Abtrennung von AEthern aus Rueckstaenden der Oxosynthese

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE1233380B (de) * 1962-07-27 1967-02-02 Ici Ltd Verfahren zur Abtrennung von AEthern aus Rueckstaenden der Oxosynthese

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