DE1053145B - Verfahren zur Verhinderung der ungleichmaessigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der ungleichmaessigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der SchmelzwanneInfo
- Publication number
- DE1053145B DE1053145B DEJ12676A DEJ0012676A DE1053145B DE 1053145 B DE1053145 B DE 1053145B DE J12676 A DEJ12676 A DE J12676A DE J0012676 A DEJ0012676 A DE J0012676A DE 1053145 B DE1053145 B DE 1053145B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass
- melting tank
- leaving
- evaporation
- prevent
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B7/00—Distributors for the molten glass; Means for taking-off charges of molten glass; Producing the gob, e.g. controlling the gob shape, weight or delivery tact
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Glass Melting And Manufacturing (AREA)
Description
- Verfahren zur Verhinderung der ungleichmäßigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne Die ETfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur ungleichmäßigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten in Gl:as@sdhmelzen, welche die Schmelzwanne verlassen haben.
- Bei dem üblichen Erschmelzen in Wannenöfen wird dem Gemenge b.zw. der Glasschmelze die Wärmeenergie über ihre Oberfläche zugeführt. Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, daß, von der Glasoberfläche ausgehend, eine laufende Verdampfung erfolgt. Diese Verdampfung ist aber in vielen Fällen äußerst schädlich, da sowohl Glaskomponenten mit hohem sowie solche mit niedrigem Partialdampfdruck in der Schmelze enthalten sind und stets eine einseitige Verarmung an leicht verdampfbaren Bestandteilen durc@i die Oberfläche der Schmelze erfolgt. Das an der Oberfläche befindliche Glas besitzt also in vielen Fällen schon eine andere Zusammensetzung als die übrige Schmelze. Hierdurch treten al,er L e.im crschmolzernen Glas Unregelmäßigkeiten, insbesondere Schlieren auf.
- Diese Schwierigkeit ist in den zum Erschmelzen d`s Glases bestimmten Teilen des SChmelzefens praktisch nicht zu vermeiden, weil die Oberfläche zum Einlegen des Gemenges und zum Entweichen der Gase beim Läutern offen liegen muß. In diesen Teilen der Wanne wirken sich durch ungleichmäßige Verdampfung auftretende Inhomogenitäten auch nicht so störend aus, da die dort stets herrschende intensive Glasströmung für einen fortlaufenden Austausch des Glases sorgt.
- In den Teilen dies Schmelzofens aber, welche zur Fortleitung und -\'erarl,citrrirg des erschrrclzenen und geläuterten Glases bestimmt sind, wirkt sich die u,ngleic!hmäßigeVerdampfung derGla.slcompanenten sehr schädlich aus.
- Es sind zwar schon Scllnielzanlage.l bekanntgeword@n, l:ei denen die zur Forrleitung bestimmten Kanäle hermetisch von der Außenluft abgeschlossen waren. Bei diesen bekannten Anlagen aber l:esa.ß der zur Ve.rarLeitung l;estimnlte Teil eine Entnahmeöffnung, welche oberhalb des Glasspiegels lag, so daß in diesen Teilen eine ungleichmäßige Verdampfung einzelner Glakompo.rn--nten auftreten konnte.
- Auch ist eine Spei#er-Einrichtung bekanntgeworden, bei welcher der mit einem Plunger ausgestattete Raum eine Tiber dem Glasspiegel ru!h@,nde Atmosphäre besaß, so daß auch hier der unerwünscht, Effekt der ungleichmäßigen \'erdanlpfuing eintreten mußte.
- Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe -"macht, diesen Nachteil zu beseitigen.
- Das Verfahren zur Ver'hiniderung der ungleichmäßigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel der Glasschmelze so hoch einsgestellt ist, daß die zur Weiterleitung und Entnahme des flüssigen Glas"s bestimmten Teile des Ofens völlig aufgefüllt und hermetisch abgeschlossen sind.
- Hierdurch wird erreicht, daß jegliche Verdampfung in diesen Teilen a.usl,-cs,dhlossen ist und das Glas dieselbe Zusammensetzung bei der Verarbeitung besitzt, die es beim Verlassen der Schmelzwanne aufwies.
- An Hand der Zeichnung wird das Verfahren gemäß der Erfindung näher erläutert. Es zeigt schematisch in einem Ausführungsbeispiel: Fig. 1 das Ende einer Schmelzwanne mit ein-,m daran angeschlossenen Feeder, in Seitenansicht im Schnitt, Fig. 2 eine Aufsicht der Fig. 1 im Schnitt A-A und Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 2 im Schnitt B-B. An dem zum Erschmelzen des Glases bestimmten Teil der Schmelzwanne 1 ist ein Feeder 2 angeschlossen. Der Fte:d:er2 besitzt an senenr Ende die Öffnung 3 und den Plunger 4, welche zusammen den iiblichen Tropfspeiser bilden. Im Gegensatz zu den hekannten nach oben offenen Feederrinnen ist im vorliegenden Falle der Feeder als nach oben an@gesch@ossen.r Kanal ausgebildet und so tief an den T,-il 1 der Schmelzwanne angesetzt, daß die Glasschmelze den Feeder völlig ausfüllt. Dadurch ist die Glassclmclze auf ihrem ganzen Weg von dem Teil 1 bis zur üfrnung 3 hermetisch von der Außenatmosphäre und der Ofenatmosphäre abgeschlossen, so daß keine Verdampfung irgendwelicher Glasbiesta,rndteilte erfolgen kann.
- Die Praxis hat gezeigt, daß eventuell vorhandene Fugen im Feedier durch das eindringende Glas, welches nach außen hin erstarrt, abgedichtet werden.
- Die Beheizung der Glasschmelze auf die gewünschte Verarbeitungstemperatur erfolgt mittels der eingeführten Elektroden 5 durch joulsche Wärme. Es ist selbstverständlich, daß d:-- Erfindung nicht nur, wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, für Fese= der anwendbar ist, sondern auch für Verteilkanäle, Arbeitswannen u. dgl. Von Bedeutung i,st nur, daß die Glasstände in den zum Erschmelzen des Glases. bestimmten Teilen des Schmelzofens so, hoch eingestellt sind. daß die Glasschmelze die übrigen, mit den Schmelzteilen kommunizierend verbundenen Teile des Ofens völlig ausfüllt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Verhinderung der ung@ei@chmäßigen -Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel der Glasschmelze so hoch eingestellt ist, daß die zur Weiterleitung und Entnahme des flüssigen Glases bestimmten Teile des Ofens völlig aufgefüllt und hermetisch abgeschlossen sind.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Be'h@eizung der Glasschmelze in den zur Fortleitung und/oder Verarbeitunb bestimmten Teilen des Ofens elektrisch mittels eingeführter Elektroden durch joulsche Wärme erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 444 138, 834 584.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ12676A DE1053145B (de) | 1957-01-09 | 1957-01-09 | Verfahren zur Verhinderung der ungleichmaessigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ12676A DE1053145B (de) | 1957-01-09 | 1957-01-09 | Verfahren zur Verhinderung der ungleichmaessigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1053145B true DE1053145B (de) | 1959-03-19 |
Family
ID=7199147
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ12676A Pending DE1053145B (de) | 1957-01-09 | 1957-01-09 | Verfahren zur Verhinderung der ungleichmaessigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1053145B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1596484B1 (de) * | 1967-07-18 | 1971-10-28 | Jenaer Glaswerk Schott & Gen | Vorrichtung zum herstellen von scheiben aus glas durch aus ziehen nach unten |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE444138C (de) * | 1923-12-06 | 1927-05-16 | Chauny & Cirey | Ununterbrochen arbeitender Glasschmelzofen |
| DE834584C (de) * | 1945-08-09 | 1952-03-20 | Corning Glass Works | Verfahren und Vorrichtung zum Vergueten von Glas |
-
1957
- 1957-01-09 DE DEJ12676A patent/DE1053145B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE444138C (de) * | 1923-12-06 | 1927-05-16 | Chauny & Cirey | Ununterbrochen arbeitender Glasschmelzofen |
| DE834584C (de) * | 1945-08-09 | 1952-03-20 | Corning Glass Works | Verfahren und Vorrichtung zum Vergueten von Glas |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1596484B1 (de) * | 1967-07-18 | 1971-10-28 | Jenaer Glaswerk Schott & Gen | Vorrichtung zum herstellen von scheiben aus glas durch aus ziehen nach unten |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1912935A1 (de) | Vorrichtung zum Reinigen von Metallen durch Unterschlackegiessen | |
| DE1053145B (de) | Verfahren zur Verhinderung der ungleichmaessigen Verdampfung einzelner Glaskomponenten nach dem Verlassen der Schmelzwanne | |
| DE1596446A1 (de) | Verfahren zum Raffinieren geschmolzenen Glases und Ofen zur Ausfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE2024302B2 (de) | Raffination von schrotten | |
| AT390270B (de) | Kammerwand | |
| DE650623C (de) | Durchfuehrungsisolator fuer elektrische Maschinen und Apparate aus keramischem Stoffmit einer Isolieroelfuellung und einem als OElstandsanzeiger und OElausgleichsgefaess dienenden Behaelter | |
| DE1471853B2 (de) | Als elektrode dienende vorrichtung fuer einen schmelzofen mit elektrischer beheizung insbesondere fuer einen glas schmelzofen | |
| DE661609C (de) | Verfahren zur Herstellung hochwertigen, sauerstofffreien Kupfers | |
| DE868949C (de) | Salzbadofen | |
| DE636583C (de) | Anlage zum gleichzeitigen Ziehen endloser Glasbaender und zum Entnehmen groesserer Glasmengen zum Walzen von Glasplatten | |
| DE552092C (de) | Glasschmelzverfahren unter Verwendung eines Wannenofens | |
| DE701156C (de) | Verfahren zum Haerten von Glasgegenstaenden | |
| DE1019443B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Laeutern von Glasschmelzen | |
| AT241715B (de) | Einrichtung zum Erhitzen und Homogenisieren des geschmolzenen Glases in einer Arbeitskammer eines Glasschmelzofens | |
| DE1496005B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Flachglas | |
| DE480768C (de) | Elektrischer Glueh- oder Haerteofen, bei welchem der Erhitzungsraum von einem oben offenen, in ein Salzbad eintauchenden Behaelter gebildet wird | |
| DE806882C (de) | Verfahren und Ofen fuer die Glasfabrikation | |
| DE719943C (de) | Gluehofen zum Anlassen von Werkstuecken | |
| AT138946B (de) | Verfahren zur Erzeugung von Wickelkondensatoren. | |
| DE622077C (de) | Anlage zur Herstellung von sauerstoffarmem Stahl | |
| DE721728C (de) | Tragvorrichtung fuer Voll- oder Hohlkoerper bei Verguetungswaermebehandlungen | |
| DE1111833B (de) | Vorrichtung zum Durchfuehren von Verfahren im Vakuum | |
| DE1032553B (de) | Verfahren zur Entgasung von fluessigen Schmelzen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE521601C (de) | Spritzgussmaschine mit im Schmelzkessel eingehaengter Druckkammer | |
| DE933589C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entsilbern von Werkblei |