DE1051379B - Anordnung zur Begrenzung der Kreisstroeme in Umrichtern - Google Patents
Anordnung zur Begrenzung der Kreisstroeme in UmrichternInfo
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- H—ELECTRICITY
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Description
Bei allen Umrichtern, die in dar Lage sind, B>lindleistung zu übertragen, müssen alls Gleichrichter und
als Wechselrichter ausgesteuerte Stromrichter zusammenarbeiten, weil die Blindleisttungsübertragung bedingt,
daß der Belastungsstrom zeitweilig entgegen dar treibendien Spannung gerichtet ist.
Da beim Wechselricihterbetrieb eines Stromrichters die Zündung einer jeden Anode stets zu einem Zeitpunkt
erfolgen muß, in dem ihr Potential noch etwas höher ist als das Potential derjenigen Anode, deren
Strom sie übernehmen muß, so muß zur Vermeidung von Ausgleichsgleidhströmen die Zündung der Anoden
des im gleichen Stromkreis liegenden, ails Gleichrichter arbeitenden Stromrichters entsprechend verzögert
werden.
Bei richtiger Einstellung dar Zündwinkel erreicht man, daß dlie Spannungsmittelwerte von Gleich- und
Wechselrichter übereinstimmen,. Die Kurvenform von Gleich- und Wechselrichter ist dabei jedoch verschieden,
so daß es Zeitabschnitte gibt, in denen die Gleichrichtarspannung größer ist alis die Wechselrichterspannung.
Da bei dien in Rede stehendien Umrichteranordnungen die beiden Stromrichter einen in sich geschlossenen
Stromkreis bilden, hat diieser Spannungsüberschuß stets einen Stromimpuls zur Folge, der erhebliche
Stärke annehmen würde, wenn er nicht durch geeignete Maßnahmen begrenzt würde.
Um diese Stromimpulse, die im folgenden in üblicher Weise als Kreisströme bezeichnet werden, mögliehst
klein zu halten, werden in den fraglichen Stromkreis Drosselspulen eingeschaltet. Dabei ist es aber
unvermeidlich, daß diese Drosselspulen zeitweilig, d. h. je nach der Richtung des Belastungsstromes die
eine oder die andere, auch vom Belastungsstrom der Stromrichter durchflossen werden.
Bei Verwendung der Stromrichter als Umrichter (Frequenzwandler) entstehen durch diese Drosselspulen
unerwünschte Spannungsabfälle im Belastungskreis. Außerdem bedeuten diese Drosselspulen eine
zusätzliche Blindllast für die speisende Wechselstrombzw. Drehstromquelle. Die Drosselspulen können deshalb
nicht beliebig groß und damit die Kreisströme nicht beliebig klein gemacht werden.
Ähnlich liegen die Verhältnisse bei in Kreuzschaltung betriebenen Stromrichtern, die zur Erzeugung
von Gleichstrom wechselnder Richtung verwendet werden. Hier steht einer beliebigen Vergrößerung der
üblicherweise mit Luftspalt versehenen Drosselspule die Behinderung einer schnellen Änderung des Gleichstromes
entgegen.
Drosselspulen mit luftspaltlosem Kern hätten im übrigen in beiden Fällen den Nachteil, daß bei der
hier in Frage kommenden einseitigen Magnetisierung Anordnung zur Begrenzung
der Kreisströme in Umrichtern
der Kreisströme in Umrichtern
Anmelder:
Brown, Boveri & Cie. Aktiengesellschaft, Mannheim-Käfertal, Boveristr. 22
Brown, Boveri & Cie. Aktiengesellschaft, Mannheim-Käfertal, Boveristr. 22
Dipl.-Ing. Manfred Depenbrock, Mannheim-Almenhof, ist als Erfinder genannt worden
der remanente Magnetfluß die Wirksamkeit der Drosseln sehr beeinträchtigt würde.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Begrenzung von Kreisströmen zwischen als Gleichrichter und
als Wechselrichter ausgesteuerten Stromrichtern durch mindestens zwei Drosselspulen., die so in den Kreisstromkreis
eingeschaltet sind, daß je nach der Richtung des Belastungsstromes der Stromrichter nur die
eine oder die andere Drosselspule vom Belastungsstrom durchflossen wird. Um eine möglichst wirkungsvolle
Drosselung der Kreisströme bei kleiner Drosselwirkung in bezug auf den Belastungsstrom der Stromrichter
zu erreichen, werden nach der Erfindung die vorzugsweise mit luftspaltlosem Eisenkern versehenen
Drosselspulen entgegen der durch die Belastungsströme bewirkten .Magnetisierung durch Gleichstrom
so vormagnetisiert, daß sich ihre Kerne bei fehlendem Belastungsstrom in der Nähe der magnetischen Sättigung
befinden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt, an denen die Erfindung näher
erläutert werden soll.
In Fig. 1 speist ein Transformator 1 die beiden Stromrichter 2 und 3, die in bekannter Weise in Kreuzschaltung
miteinander verbunden sind. Die beiden Stromrichter können z. B. bei entsprechender Steuerung
einen sogenannten Trapezkurvenumrichter bilden, der einen Wechselstrom niedrigerer Frequenz für
einen am Netz 4 angeschlossenen Verbraucher liefert. Die beiden Stromrichter können aber auch einen
Gleichstrom wechselnder Richtung für einen entsprechenden Stromverbraucher, etwa die Felderregung
eines Reversiermotors, liefern.
Durch die mit Jl bezeichneten Pfeile ist in einem bestimmten Betriebszustand der Belastungsstrom dar
Anlage bezeichnet, während die Kreisströme durch gestrichelte Pfeile angedeutet sind.
809 767/210
Claims (3)
1. Anordnung zur Begrenzung von Kreisströmen zwischen als Gleichrichter und' als Wechselrichter
ausgesteuerten Stromrichtern durch mindestens zwei Drosselspulen, die so in den Kreisstromkreiis
eingeschaltet sind, daß je nach der Richtung des Belastungsstromes der Stromrichter nur die eine
■oder die andere Drosselspule vom Belastungsstrom durchflossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
vorzugsweise mit IuftspaMosem Eisenkern versehenen Drosselspulen entgegen der durch die Belastungsströme
bewirkten Magnetisierung so durch Gleichstrom vormagnetisiert sind, daß sich ihre
Kerne bei fehlendem Belastungsstrom in der Nähe der magnetischen Sättigung befinden.
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Bemessung der Drosselspulen,
daß das durch den Unterschied zwischen positiver und negativer Sättigung bedingte Spannungszeitintegral nicht oder nur wenig größer ist als das
Zaitintegral des kurzzeitigen Spannungsüberschuisses der Gleichrichterspannung über die Wechsel
ri chtersp annung.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne der Drosselspulen
aus einem Material mit hoher Anfangspermeabilität und ausgeprägtem Knick in der Magnetisierungskennlinie bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 767/210 2.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB45108A DE1051379B (de) | 1957-06-26 | 1957-06-26 | Anordnung zur Begrenzung der Kreisstroeme in Umrichtern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB45108A DE1051379B (de) | 1957-06-26 | 1957-06-26 | Anordnung zur Begrenzung der Kreisstroeme in Umrichtern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1051379B true DE1051379B (de) | 1959-02-26 |
Family
ID=6967514
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB45108A Pending DE1051379B (de) | 1957-06-26 | 1957-06-26 | Anordnung zur Begrenzung der Kreisstroeme in Umrichtern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1051379B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3391327A (en) * | 1966-05-04 | 1968-07-02 | Westinghouse Electric Corp | Dual bridge converter circuitry |
-
1957
- 1957-06-26 DE DEB45108A patent/DE1051379B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3391327A (en) * | 1966-05-04 | 1968-07-02 | Westinghouse Electric Corp | Dual bridge converter circuitry |
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