DE1061374B - Transduktor in Selbstsaettigungsschaltung - Google Patents
Transduktor in SelbstsaettigungsschaltungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Transduktor in Selbstsättigungsschaltung, bei dem im Falle einer
Vollwellenausnutzung des Wechselstromes also mindestens zwei Drosselwicklüngen in Reihe mit je
einem elektrischen Ventil AOrhanden sind bei solcher Polung der Ventile, daß jede einzelne der Drosselwicklungen
in Reihe mit ihrem Ventil nur von den Halbwellen einer Polarität durchflossen ist, während
die jeweilige andere Drosselwicklung von den Halbwellen der anderen Polarität durchflossen ist. Bei solchen
Anordnungen muß mit der Erscheinung gerechnet werden, daß beim Einschalten der Transduktoranordnung
sich von einem vorausgegangenen Betrieb der Anordnung der eine Drosselkern der z. B. aus
zwei Drosseln bestehenden Transduktoranordnung im Zustand der negativen Remanenz befindet. In diesem
Falle können aber beim Einschalten des Transduktors an den Ventilen oder an den an diese Ventile zur
Steuerung des Transduktors angeschlossenen zusätzlichen Elementen unzulässig hohe spannungs- strorn-
oder leistungsmäßige elektrische Beanspruchungen auftreten.
Um solche nachteiligen Erscheinungen zu vermeiden, ist bei einem Transduktor in Selbstsättigungsschaltung,
bei dem in Reihe mit den einzelnen Arbeitswicklungen' je ein Ventil geschaltet ist, erfindungsgemäß
vom Wechselstromnetz zugleich mit den Arbeitswicklungen des Transduktors eine Wicklungsanordnung
zur " positiven Vormagnetisierung der Drosselkerne gespeist und sind dem Stromkreis dieser
Wicklungsanordnung solche Zeitverzögerungsmittel zugeordnet, daß der Vormagnetisierüngsström nachdem
Abschalten oder dem Ausbleiben' der Netzspeisung mindestens noch während einer halben Periode
des Wechselstromes fließt.
Als Zeitverzögerungsmittel können dabei an sich mechanische, relaisartige Mittel, jedoch vorzugsweise
elektrische Schaltungselemente, benutzt' werden. Iii diesem Sinne können als zeitverzögernde Mittel
Induktivitäten oder Kondensatoren benutzt werden.
Gemäß der Erfindung in dieser Weise aufgebaute Schaltungsanofdnungen mit Transduktoren können
dann vorzugsweise für solche Transduktoren benutzt werden, deren Steuerung mittels einer als Schalter
benutzbaren Halbleiteranordnung mit p-n-Übergang erfolgt.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung an Hand einiger Ausführungsbeispiele, wobei sich noch weitere
vorteilhafte Einzelmerlanale der Erfindung ergeben werden, wird nunmehr auf die Ausführungsbeispiele
nach der Zeichnung Bezug genommen.
' In Fig. 1 ist eine Transduktoranordnung in Gleichrichtefbrückenschaltung dargestellt, die an ihren Klemmen 1 und 2 vom Wechselstfö'mnetz " gespeist Transduktor in Selbstsättigungsschaltung
' In Fig. 1 ist eine Transduktoranordnung in Gleichrichtefbrückenschaltung dargestellt, die an ihren Klemmen 1 und 2 vom Wechselstfö'mnetz " gespeist Transduktor in Selbstsättigungsschaltung
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Otto Werner, Berlin-Siemensstadt,
ist'als Erfinder genannt worden
ist'als Erfinder genannt worden
2 ·
wird. Die. Drosselwicklungen des Transduktor^ - sind mit 3 jmd 4 bezeichnet, die mit diesen Drosselwicklungen
in Reihe, liegenden Ventile mit 5 und 6. Die in den anderen beiden Zweigen, der .Gleichrichterbrücke
liegenden Ventile sind mit 7 und .8 .bezeichnet. Die Ausgangsklemmen.der Gleichrichterbriicke sind..mit 9
und 10 bezeichnet. Zur Steuerung des Transduktors dient ein.e Halbleiteranordnung in Form eines Transi.stors,
der mit 11 bezeichnet ist. Dieser Transistor 11, der im .'Falle des Ausführungsbeispiels als ein
solcher der p-n-p-T.ype angenommen ist, ist mit seiner Emitter-Kollektor-Strecke an die Reihenschaltung, der
beiden Ventile 5 und 6 angeschlossen, welche dem Wechselstromanschluß 1 benachbart liegen. An der
Emitter-Basis-Strecke des Transistors liegt eine geeignete Steuergleichspannungsquelle. DieArbeitsweise
einer solchen bisher beschriebenen..Schaltungsanordr nung nach Fig. 1 ist die folgende, wenn angenommen
wird, daß der Transistor 11 als Schalttransistor von einer taktmäßig an die Klemmen 12 . und .13 angeschlossenen
Gleichstromquelle gesteuert wird: Bei gesperrtem Transistor 11 werden die Drosseln mit ihren
^ Wicklungen 3 bzw. 4 während der Arbeitshalbwelle in den Zustand der positiven Sättigung-übergeführt
Unter der Voraussetzung, daß es sich um ein. Eisenkernmaterial mit rechteckfÖrmiger Magnetisierungsschleife, handelt, bei dem. die S ättigungs induktion an-"nähernd
mit der Remanenzinduktion übereinstimmt,
909 577/296
I Ubl 5 IA
würde auf diese Weise nach dem Aufhören der Arbeitshalbwelle der Kern gesättigt bleiben, da während
der folgenden Halbwelle das in Reihe mit der Arbeitswicklung liegende Ventil einen Strom über
die Arbeitswicklung sperrt. Bei der anschließend an die negative Halbwelle folgenden Arbeitshalbwelle ist
somit der Drosselkern gesättigt, und an den Klemmen 9,10 entsteht eine Spannung, die bis auf den
kleinen Durchlaßabfall der Ventile mit der zugehörigen Wechselspannung in ihrer Höhe übereinstimmt.
Bei geöffnetem, d. h. an seiner Emitter-Kollektor-Strecke durchlässigem Transistorll ist quasi das
Ventil, das in Reihe mit der Arbeitswicklung während der der Arbeitshalbwelle folgenden negativen Halbwelle
in Sperrrichtung beansprucht ist, durch diese Transistorstrecke überbrückt, so daß während dieser
negativen Halbwelle die den Klemmen 1 und 2 zugeführte Wechselspannung praktisch in voller Höhe an
der Drossel wicklung liegt. Es werde hierfür z. B. angenommen, daß die Anschlußklemme 1 positiv ist
gegenüber der Anschlußklemme 2. Dann befindet sich die Drossel 3 in der Arbeitshalbwelle, wobei das
Ventil 5 in Durchlaßrichtung beansprucht ist. Bei an seiner Emitter-Kollektor-Strecke geöffnetem Transistor
11 fließt dann außerdem ein Strom über das Ventil 5, den Transistor 11, die Drosselwicklung 4
und das Ventil 8 zurück zum Anschluß 2 der Wechselspannung. Die Drossel mit der Wicklung 4 wird während
dieser Zeit praktisch mit der vollen Wechselspannung, die an 1, 2 anliegt, rückmagnetisiert. In der
nun folgenden Arbeitshalbwelle nimmt die Drossel 4 dann die volle Wechselspannung auf, so daß an den
Anschlüssen 9 und 10 die Ausgangsspannung einen Kleinstwert erreicht. Aussteuerungswerte zwischen
den beiden erwähnten Werten der vollen Aussteuerung des Transduktors entsprechend der höchsten
Gleichspannung an den Klemmen 9, 10 und an der geringsten Aussteuerung entsprechend der niedrigsten
Ausgangsspannung an den Anschlußklemmen 9, 10 werden durch eine entsprechende Wahl des Tastverhältnisses
der an den Klemmen 12 und 13 speisenden Gleichstromquelle erreicht.
Erfolgt die Abschaltung der Wechselspannung an den Klemmen 1, 2 oder deren Ausfall zu einem Zeitpunkt,
zu dem eine der Drosseln sich etwa im Zustand der vollen Rückmagnetisierung befindet, so geht
diese Drossel nach dem Wegfall der Wechselspannung in einen negativen Remanenzzustand über. Erfolgt
nun das Wiedereinschalten der Wechselspannung zu einem Zeitpunkt, in welchem die Drossel, deren Kern
im negativen Remanenzzustandl ist, durch die auftretende negative Halbwelle des Wechselstromes in
Richtung ihrer Abmagnetisierung gespeist wird, so würde bei an seiner Emitter-Kollektor-Strecke durchlässigen
Transistor 11 der Eisenkern dieser Drossel weiter in Richtung seiner negativen magnetischen
Sättigung abmagnetisiert werden. Sobald diese negative Sättigung erreicht ist, liegt dann die an den
Klemmen 1, 2 zugeführte Wechselspannung praktisch in ihrer vollen Höhe an dem durchlässigen Transistor
11. Dieser wird daher entsprechend dem ihm zugeführten Steuerstrom über seine Emitter-Basis-Strecke
einen seiner Stromverstärkung entsprechend großen Kollektorstrom führen und außerdem zwischen seiner
Emitter-Kollektor-Strecke eine Spannung aufnehmen, die, wie bereits erwähnt, praktisch gleich der an den
Klemmen 1, 2 anliegenden Wechselspannung ist. Da ein Schalttransistor in der Regel aber nur bemessen
wird für einen großen Strom bei kleiner Emitter-Kollektor-Spannung oder für eine große Emitter-Kollektor-Spannung
bei gleichzeitig nur kleinem Strom über die Emitter-Kollektor-Strecke, so entstehen
in dem Transistor in dem geschilderten Fall derart große Verluste, daß mit seiner Zerstörung zu
rechnen ist.
Um einer solchen Mangelerscheinung in einer solchen Anordnung vorzubeugen, sind in dieser Schaltung
weitere zusätzliche Schaltungselemente vorgesehen. Diese bestehen aus den beiden Voarmagnetisierungswicklungen
14 und 15, welche über eine Drossel 16 und einen Reihenwiderstand 17 von einer an den
Klemmen 18 und 19 liegenden Gleichspannung gespeist werden. Als Gleichspannungsquelle ist unmittelbar
eine Gleichrichterbrücke 20 benutzt, welche von dem gleichen Wechselstromnetz gespeist wird,
welches auch zur Speisung der Transduktoranordnung an den Klemmen 1 und 2 dient. Diese zusätzliche Anordnung
hat die Wirkung, daß dauernd während des Betriebes des Transduktors, während also die Wechseiao
spannungsquelle eingeschaltet ist, eine Vormagnetisierung der Eisenkerne mit den beiden Drosselwicklungen
3 bzw. 4 durch die Gleichstromerregung erfolgt, welche die Vormagnetisierung 14 und 15 liefern. Es
wird außerdem in der Drossel 16 eine dem Strom ent-
a5 sprechende elektromagnetische Energie gespeichert. Beim Ausfall der an den Klemmen 1, 2 liegenden
Wechselspannung wird infolgedessen der Strom über die Wicklungen 14 und 15 noch eine Zeitlang durch
die von der Drossel 16 gelieferte Spannung aufrechterhalten. Durch diesen noch nach der Abschaltung der
Wechselspannung über die Drosselwicklungen 14, 15 fließenden Strom werden beide Drosselkerne unabhängig
von ihrem vorherigen Magnetisierungszustand in einen Zustand der positiven Remanenz übergeführt.
Beim Wiederanlegen der Wechselspannung an den Klemmenl und 2 ist dann jede der Drosseln in der
Lage, die volle zugeführte Wechselspannung zu übernehmen, ohne daß hierbei für den Transistor 11 schädliche
Beanspruchungen auftreten können.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel veranschaulicht, wobei in diesem Falle ein Transduktor
in einer dreiphasigen Brückenschaltung benutzt ist. Die Transduktoranordnung wird vom Wechselstrom-
■ netz über einen Transformator 21 gespeist, dessen Sekundärwicklungen mit 21 & bezeichnet sind. Von
diesen Sekundärwicklungen werden die in den sechs Brückenzweigen der Brückenschaltung liegenden
Arbeits wicklungen 22, 23, 24, 25, 26 und 27 der Drosseln gespeist, von denen jede in Reihe mit je einem
der Ventile 28 bis 33 liegt. Der Ausgang der Gleichrichterbrückenschaltung,
an dem die Gleichstromleistung geliefert wird, ist durch die Klemmen 34 und 35 bezeichnet. Dieser Gleichrichterbrückenschaltung
ist eine weitere dreiphasige Gleichrichterbrückenschaltung zugeordnet, welche zur Rückmagnetisierung
der Drosselkerne dient. Diese dreiphasige Brückenschaltung besteht in ihren Brückenzweigen aus den
Wicklungen 36 bis 41, von denen jede in Reihe mit je einem der Ventile 42 bis 47 liegt. Die Einspeisung
dieser Brücke erfolgt von den Anzapfungen 48 bis 50 der Transformatorwicklung 21 b über die Leitungen
51 bis 53. Am Ausgang dieser Gleichrichterbrücke, welcher durch die Klemmen 54 und 55 bezeichnet ist,
ist mit seiner Emitter-Kollektor-Strecke der als vom p-n-p-Typ angenommene Transistor 56 angeschlossen.
Dieser ist an seiner Emitter-Basis-Strecke mittels einer Gleichstromquelle in einem bestimmten Tastverhältnis
gesteuert. Auf den einzelnen Drosselkernen sind weiterhin noch die Vormagnetisierungswicklungen
57 bis 62 vorgesehen, deren Speisung über eine
Claims (9)
1. Transduktor in Selbstsättigungsschaltung, bei dem in Reihe mit den einzelnen Arbeitswicklungen
je ein Ventil geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß vom Wechselstromnetz zugleich
mit den Arbeitswicklungen des Transduktors eine Wicklungsanordnung zur positiven Vormagnetisierung
der Drosselkerne gespeist ist und dem Stromkreis dieser Wicklungsanordnung solche
Zeitverzögerungsmittel zugeordnet sind, daß der Vormagnetisierungsstrom nach dem Abschalten
oder dem Ausbleiben der Ne.tzspeisung mindestens noch während einer halben Periode des Wechselstromes
fließt.
2. Transduktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitverzögerungsmittel elektrische
Schaltungselemente dienen.
3. Transduktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als zeitverzögernde Mittel
Induktivitäten dienen.
4. Transduktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als zeitverzögernde Mittel
Kondensatoren dienen.
5. Transduktor nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Transduktor
mittels einer als Schalter steuerbaren Halbleiteranordnung mit p-n-übergang gesteuert
wird.
6. Transduktor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die steuerbare Halbleiteranordnung
mit ihrer steuerbaren Strecke der Reihenschaltung der beiden einem Wechselstromanschluß
benachbart liegenden Ventile parallel geschaltet ist, welche zur Selbstsättigung der Transduktordrosseln
bzw. je eines der Transduktordrosselpaare dienen.
7. Transduktor nach Anspruch 1 oder einem der folgenden in Gleichrichterbrückenschaltung, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Transduktordrossel je eine weitere Wicklung besitzt, die zusammen
mit weiteren zusätzlichen Ventilen eine der Schaltung der Arbeitswicklungen und deren zugehörigen
Ventilen gleichartige Brückenschaltung bilden, an deren Gleichstromausgang der als Schalter steuerbare
Halbleiter mit p-n-Übergang angeschlossen ist.
8. Transduktor nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als steuerbare
Halbleiteranordnung ein Schalttransistor benutzt ist.
9. Transduktor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Brückenschaltungen dreiphasig
ausgeführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 577/296 7.59
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1061374B true DE1061374B (de) | 1959-07-16 |
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Family Applications (1)
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| DES60685A Pending DE1061374B (de) | 1958-11-21 | 1958-11-21 | Transduktor in Selbstsaettigungsschaltung |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1061374B (de) |
| GB (1) | GB916177A (de) |
-
1958
- 1958-11-21 DE DES60685A patent/DE1061374B/de active Pending
-
1959
- 1959-11-04 GB GB3742959A patent/GB916177A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB916177A (en) | 1963-01-23 |
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