DE1051092B - Nach dem Verdraengerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe - Google Patents
Nach dem Verdraengerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches GetriebeInfo
- Publication number
- DE1051092B DE1051092B DEK16525A DEK0016525A DE1051092B DE 1051092 B DE1051092 B DE 1051092B DE K16525 A DEK16525 A DE K16525A DE K0016525 A DEK0016525 A DE K0016525A DE 1051092 B DE1051092 B DE 1051092B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- oil
- unit
- housing
- control slide
- slide
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 title claims description 10
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 title claims description 5
- 230000002706 hydrostatic effect Effects 0.000 title claims description 5
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H39/00—Rotary fluid gearing using pumps and motors of the volumetric type, i.e. passing a predetermined volume of fluid per revolution
- F16H39/04—Rotary fluid gearing using pumps and motors of the volumetric type, i.e. passing a predetermined volume of fluid per revolution with liquid motor and pump combined in one unit
- F16H39/06—Rotary fluid gearing using pumps and motors of the volumetric type, i.e. passing a predetermined volume of fluid per revolution with liquid motor and pump combined in one unit pump and motor being of the same type
- F16H39/34—Rotary fluid gearing using pumps and motors of the volumetric type, i.e. passing a predetermined volume of fluid per revolution with liquid motor and pump combined in one unit pump and motor being of the same type in which a rotor on one shaft co-operates with a rotor on another shaft
- F16H39/36—Rotary fluid gearing using pumps and motors of the volumetric type, i.e. passing a predetermined volume of fluid per revolution with liquid motor and pump combined in one unit pump and motor being of the same type in which a rotor on one shaft co-operates with a rotor on another shaft toothed-gear type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Rotary Pumps (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein nach dem Verdrängerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches
Getriebe, dessen ölpumpe und Ölmotor zu einer Einheit zusammengebaut sind. Bei bekannten Getrieben
dieser Art hat man einzelne Aggregate verwendet, die je aus einem innenverzahnten und einem außenverzahnten
Rad bestehen, wobei die Zähnezahlen beider Räder um mehrere Zähne miteinander differieren, was
den Nachteil in sich schließt, daß man zwischen den beiden Rädern Füllstücke anordnen muß, die einer
stufenlosen Regelung hinderlich sind.
Des weiteren kennt man Getriebe ohne Leistungsteilung, die ebenfalls aus innenverzahnten und außenverzahnten
Rädern zusammengesetzt sind, wobei deren Zähnezahl nur um einen Zahn differiert. Diese
übertragen die Leistung aber in jedem beliebigen Zustand über das öl und ergeben somit entsprechende
Verluste in der Leistungsübertragung. Außerdem hat man versucht, eine Leistungsteilung mit Hilfe von
Kolbentriebwerken zu erreichen, was aber nur mit einem großen Bauaufwand möglich war.
Durch die Erfindung werden die Mangel der bekannten Triebwerke behoben, indem ein nach dem
Verdrängerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe geschaffen wird, welches bei
einfachstem Aufbau eine Leistungsteilung gestattet und stufenlos regelbar ist. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß das Gehäuse des einen Aggregates mit dem Innenrad des zweiten Aggregates fest
verbunden ist und die jedem Aggregat zugeordneten Steuerschieber axial hintereinanderliegen und voneinander
unabhängig sind, wobei der Steuerschieber des ersten Aggregates mit dessen Gehäuse umläuft, während
der Steuerschieber des zweiten Aggregates gehäusefest angeordnet ist und die Kanäle der beiden
Steuerschieber öldicht miteinander verbunden sind.
Vorzugsweise sind zwecks Erreichung der stufenlosen Regelung der Steuerschieber des ersten Aggregates gegenüber dessen mitumlaufenden Gehäuse und
der Steuerschieber des zweiten Aggregates gegenüber dem ortsfesten Gehäuse verdrehbar.
Dabei kann der Steuerschieber des ersten Aggregates mit dessen umlaufenden Gehäuse über ein Zahntriebwerk
und der Steuerschieber des zweiten Aggregates über ein Zahnradgetriebe gegenüber dem Gehäuse
verdrehbar sein, wobei beide Zahntriebwerke an einen gemeinsamen Bedienungshebel angeschlossen
sind.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Verstellbereiche der Steuerschieber eines jeden
Aggregates über die Leerstellung bzw. Vollstellung hinausreichen, so daß bei einer bevorzugten Drehzahl
die Pumpe als Kupplung wirkt, der Ölmotor dabei das Schluckvermögen hat und durch Überregeln über
Nach dem Verdrängerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe
Anmelder:
Hanomag Aktiengesellschaft, Hannover-Linden
Otto Nübling, Berlin-Frohnau, ist als Erfinder genannt worden
die Vermögensbereiche hinaus ein Schnellgang, ein Rückwärtsgang oder eine Bremsung erreichbar sind.
ao Der Erfindungsgedanke läßt verschiedene Ausführungsmöglichkeiten
zu, die in der Zeichnung wiedergegeben sind. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das gesamte Getriebe, bestehend aus Ölpumpe und Ölmotor, mit der
as Einrichtung zur Regelung derselben,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Pumpe, wobei der Schieber in die Stellung verdreht ist, bei welcher
die Pumpe als Kupplung läuft,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Pumpe, Schieber in Anfahrstellung,
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Ölmotor in der Anfahrstellung,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Ölmotor im direkten Gang,
Fig. 6 einen Querschnitt durch den Ölmotor in der Stellung Rückwärtslauf,
Fig. 7 einen Teilschnitt der Fig. 1, welcher die Betätigung des Pumpenschiebers beim Regeln darstellt.
Die Welle 1 ist direkt gekuppelt mit dem Antriebsmotor z. B. einer Brennkraftmaschine. Mit der
Welle 1 ist einteilig das Pumpeninnenrad 2 verbunden. Die Pumpenwelle 1 ist mit den Lagern 3 und 4
in den Lagerringen 5 und 6 gelagert. Dieselben sind miteinander und mit der Abtriebswelle 7 festverschraubt.
Diese Lagerringe 5 und 6 sind mit Lager 8 und den Lagern 9 und 10 im Getriebegehäuse 11 gelagert.
Das Innenrad 2 ist am äußeren Umfang mit den Zähnen 12 versehen, welche im Eingriff stehen
mit den Zähnen 13 des Außenrades 14. Das Außenrad 14 ist festverschraubt mit den Deckeln 15 und 16
und mit den Lagern 17 und 18 exzentrisch zur Mitte der Antriebswelle 1 in den Lagerringen 5 und 6 gelagert.
Das Innenrad 2 ist mit Kanälen 19 und 20 versehen (Fig. 2). In der Bohrung des Innenrades ist der
809 750/297
Steuerschieber 21 gelagert' Derselbe ist mit den
Leisten 22 und 23 versehen, dieselben trennen den Pumpensaugraum vom Pumpendruckraum. Dreht sich
die Pumpenwelle in der angegeben Pfeilrichtung, dann vergrößern sich die Zahnkammern 24 und saugen
aus dem Schieberinnern 25 öl, während sich die Zahnkammern 26 verkleinern und das öl durch den hohlen
Schieber 27 zum Ölmotor drücken. Beim Anfahren nimmt der Steuerschieber die in Fig. 3 dargestellte
Stellung ein. In diesem Falle saugen die Zahnlücken 28 das öl aus den Zahnlücken 29, während die restlichen
Zahnlücken 30 und 31 nur eine kleinere ölmenge saugen und drücken können,, als wenn der Schieber
die in Fig. 2 dargestellte Lage einnehmen würde, bei welcher alle Zahnlücken saugen bzw. drücken. Infolge
der kleineren geförderten ölmenge entsteht beim Anfahren ein entsprechender höherer Öldruck, da die
Motorleistung dieselbe ist.
Der Ölmotor ist in ähnlicher Weise aufgebaut wie die ölpumpe. Das Innenrad 32, welches festverschraubt
ist mit dem Lagerring 6, ist einteilig mit der Abtriebswelle 7. Mit dem Innenrad ist das Außenrad
33 im Eingriff, und die Verzahnung zwischen Innen- und Außenrad ist grundsätzlich dieselbe wie bei der
Ölpumpe. Der Unterschied besteht nur darin, daß die Deckel 34, welche mit dem Außenrad 33 verschraubt
sind, mit den Lagern 35 und 36 in Ringen 37 und 38 gelagert sind, welche nicht drehbar mit Hilfe der
Lagerdeckel 39 und 40 fest mit dem Gehäuse 11 verschraubt sind.
In Fig. 4 ist die Lage des Ölmotorensteuerschiebers beim Anfahren dargestellt. Das Drucköl tritt durch
das Schieberinnere 41, die Schlitze 42 in die Zahnkammern
43. Dieselben vergrößern sich und treiben das Außenrad in der angegebenen Drehrichtung an.
Die sich verkleinernden Zahnkammern 44 drücken das öl durch die Schlitze 45, den Hohlraum 46 des Schiebers
47 in den Rücklauf. Da nahezu alle Zahnkammern bei der in Fig. 4 dargestellten Schieberstellung
wirksam sind und da die Pumpe bei der in Fig. 4 dargestellten Schieberstellung mit sehr großem Druck
arbeitet, entsteht auf der Abtriebswelle 7 ein sehr hohes Drehmoment. Auf der Ablaufseite fließt das
öl durch Schlitze 92, Kanal 93, Bohrung 94 zum ölkühler,
der in der Zeichnung nicht weiter dargestellt ist. Vom Ölkühler wird das öl durch Bohrung 95,
Kanal 96, Schlitze 97 zurück in die Pumpe geleitet.
Eine in der Zeichnung nicht dargestellte Absaugepumpe saugt das von Pumpe-und Motor austretende
Lecköl aus dem Gehäuseraum.
Bei der Fahrt im direkten Gang wird der Pumpenschieber auf die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht.
Der Ölmotorenschieber, der mit dem Pumpenschieber gekuppelt ist, ist mit seiner Steuerleiste um 90°
verdreht und nimmt dabei-die in Fig. 5 gezeichnete Lage ein. Demnach stehen bei der Pumpe alle Zahnlücken
auf der linken Seite unter Druck. Die unter Druck stehenden Zahnlücken sind durch beide Schieber
mit dem nach oben liegenden Schieberraum 98 des Ölmotors verbunden, und bei der angegebenen Drehrichtung
läuft das öl im Ölmotor um, ohne Arbeit zu leisten. Da die Zahnräume links und rechts einander
gleich sind, kann der ölmoj^>r in dieser Lage kein öl
schlucken. Demnach kann, die Pumpe kein öl verdrängen,
und Pumpenaußen- und -innenrad sind miteinander durch das darin enthaltene Öl gekuppelt. In
Fig. 6 ist die Lage des Ölmotorenschiebers bei Rückwärtsfahrt dargestellt. In,diesem Fall kann der ölpumpenschieber
je nach der Stellung des Fliehkraftreglers die in Fig. 2-oder 3-dargestellte Lage einnehmen.
Demnach, fördert die Pumpe mehr oder weniger öl zum Ölmotor. Der Ölmotorenschieber wird aber
durch ein weiter unten beschriebenes Gestänge in die in Fig. 6 dargestellte Lage gebracht. Das Drucköl
tritt demnach durch das Schieberinnere 41 in die Zahnräume 99 und versetzt die Abtriebswelle in die
dargestellte entgegengesetzte Drehrichtung zur Antriebswelle. Beim Bremsen wird der Schieber des Ölmotors
mehr oder weniger in eine Stellung, welche
ίο zwischen der Stellung der Fig. 5 und 6 liegt, mit demselben
Gestänge verdreht. Dabei wird vom Ölmotor, der beim Bremsen als Pumpe läuft, Drucköl zur
Pumpe gefördert. Durch den Fliehkraftregler wird der Pumpenschieber in die Stellung »Nullfüllung«
gebracht, da beim Bremsen der Antriebsmotor keine Leistung zu übertragen hat. Nun bläst das vom Ölmotor
rückwärts geförderte öl über das in der Zeichnung mit 92 dargestellte Sicherheitsventil ab. Die
Bremswirkung kann sehr feinfühlig durch mehr oder
ao weniger Verdrehen des Ölmotorsteuerschiebers geregelt werden.
Auf der Antriebswelle 1 ist das Zahnrad 48 befestigt,
dasselbe treibt über Zahnrad 49, Kegelrad 50 und 51 den Fliehkraftregler 52 an. In bekannter
*5 Weise steuert der Fliehkraftregler über den Schieber
53 die Ölwege54 und 55, welche zum Steuerkolben 56 führen. Das Drucköl zur Betätigung des Steuerkolbens
56 wird durch Hilfszahnradpumpe 57 geliefert, welche mit Hilfe der Welle 58 ebenfalls von
dem Kegelradpaar 50 bzw. 51 angetrieben wird. Von der Zahnradpumpe 57 wird das Drucköl durch die
Leitung 59 dem Reglersteuerschieber 53 zugeführt. Die in der Zeichnung dargestellte Lage des Regelkolbens
60 entspricht der Leerlaufstellung. In dieser Stellung ist die Reglerfeder 61, welche durch Nocken
62 und Hebel 63 willkürlich gespannt werden kann, nahezu ganz entspannt. Die Drehzahl des Antriebsmotors ist so niedrig, daß die Reglerpendel trotz der
geringen Federspannung ganz nach innen gehen. Das Drucköl bringt den Kolben 60 nach oben in die Endlage,
damit wird der Pumpenschieber auf Nullförderung eingestellt, die Antriebsmaschine ist entkuppelt.
Beim Anfahren wird die Drehzahl des Antriebsmotors so weit gesteigert, bis die Pendel nach außen
gehen und das Drucköl so steuern, daß der Kolben nach unten geht und dabei die Schieber auf die in
Fig. 3 und 4 dargestellte Lage bringt. Je nach der Belastung der Abtriebswelle steuert demnach der Regler
mit Hilfe der an und für sich bekannten Rückführelemente 64, 65 und 66 den Kolben 60 stetig nach
unten. Die Drehzahlspanne, bei welcher dieser Vorgang stattfindet, kann willkürlich durch Spannen der
Regelfeder mit Hilfe des Nockens 62 während des ganzen Drehzahlbereiches der Antriebsmaschine verändert
werden. Die Regelbewegung des Kolbens 60 wird über Hebel 67, Stange 68, Hebel 69 und Muffe
70 auf die Zahnstange 71 übertragen. Demnach vollführt die Zahnstange 71 beim Regeln eine Längsbewegung
und verdreht Zahnrad 72 und über Kegelräder 73 und 74 den Steuerschieber 21 der Pumpe.
Die Räder 72 und 73 sind im umlaufenden Lagerring 6 gelagert, ebenso die Zahnstange und die
Schiebehülse 75. Diese Teile drehen sich demnach ebenso schnell wie die Abtriebswelle. Des weiteren
betätigt der Hebel 67 über das Knickgestänge 76 und 77 den Hebel 78 und das Zahnsegment 79. Dasselbe
ist im Eingriff mit dem Zahnrad 80. Auf demselben rollt das Räderpaar 81 und 82 ab. Das Rad 81 ist im
Eingriff mit dem Rad83, welches mit dem ölmotorenschieber 47 fest verbunden ist. Das Räderpaar 81 und
82 ist in der Abtriebswelle 7 gelagert. Mit Hilfe derselben
wird die Steuerungsbewegung durch die umlaufende Welle auf den im Innern der Welle gelagerten
Steuerschieber übertragen.
Die Antriebsmaschine ist mit dem Getriebe entkuppelt, wenn der Pumpenschieber auf die Fördermenge
»Null« eingestellt ist. Falls der Öldruck der Hilfspumpe 57 ausbleiben sollte oder bei Stillstand
der Anlage drückt die Feder 84 den Kolben 60 in die Endlage, bei welcher der Pumpenschieber 21 in der
Pumpe keinerlei Fördermenge steuert.
Läuft die Abtriebswelle so schnell wie die Antriebswelle, d. h., wenn der Ölmotorenschieber keinerlei
Durchflußmenge steuert und der Pumpenschieber auf größte Durchflußmenge eingestellt ist, dann läuft zwisehen
den Zahnlücken des Ölmotors eine große ölmenge um, ohne Arbeit zu leisten. In Fig. 5 ist dargestellt,
daß diese umlaufende Ölmenge außer einem geringen Druck zur Überwindung des Strömungswiderstandes
keinen Druck zu überwinden hat. Um die Verluste zur Überwindung der Strömung zu vermeiden,
ist im Innern des Pumpenschiebers eine Buchse 85 angeordnet. Durch die Spannung der Feder
86 wird die Buchse 85 in eine normalerweise unwirksame Lage gebracht, so daß das Drucköl von der
Pumpe her durch den Schlitz 87, den Kanal 88, Schlitze 89 ungehindert zum Ölmotor geleitet werden
kann. Die Buchse 85 kann mit Hilfe des Kolbens 90 durch Öldruck willkürlich gesteuert werden. Das öl
hierfür wird durch die Bohrung 100 zugeführt und mit einem nicht dargestellten Hahn willkürlich geschaltet.
Beim direkten Gang wird vom ölkolben 90 die Buchse 85 so weit nach rechts bewegt, bis der
Pumpenschlitz 87 abgeschlossen ist. Nun sind die ölwege 88, 89 und das ganze Innere des Ölmotors drucklos.
Falls der Kolben, unmittelbar bevor der Schieber 47 in die Lage gebracht ist, bei welcher der Ölmotor
kein Öl schlucken kann, betätigt wird, dann wird der Inhalt des Ölmotors durch die Drehbewegung der Antriebswelle
leergesaugt, so daß sämtliche hydraulische Strömungsverluste im direkten Gang vermieden sind.
Mit dem Knickgestänge und dem Hebel 91 kann die Drehbewegung der Abtriebswelle gebremst werden.
Zu diesem Zweck wird die Antriebsmaschine zunächst auf kleine Leistungen gestellt. Damit fällt die
Drehzahl der Antriebswelle. Zum zweiten wird mit dem Hebel 91 und dem Knickgestänge 76 und 77 der
Schieber 47 über die Nullstellung hinaus verdreht, so daß der Ölmotor als Pumpe läuft und das öl rückwärts
in die eigentliche Pumpe zurückpumpt. Damit dabei die Hohe des auftretenden Öldruckes begrenzt
ist, ist ein Sicherheitsventil 92 im Steuerschieber 21 angeordnet, welches beim Überschreiten des Höchstdruckes
abläßt. Mit Hilfe des Hebels 91 wird die Drehrichtung der Abtriebswelle 7 bei Bedarf umgekehrt.
Auch hierfür muß der Maschinist zunächst die Antriebsleistung des Antriebsmotors auf Leerlauf
umstellen. Danach bewegt er den Hebel 91 bis in die Endlage und verdreht dabei den Schieber 47 gegenüber
der Anfahrstellung um 180°, so daß der Ölmotor mit seiner größten Füllung als Pumpe laufen kann.
Gibt der Fahrer jetzt dem Antriebsmotor Gas, dann wird das von der Pumpe geförderte öl dazu benutzt,
die Abtriebswelle rückwärs zu bewegen, da das öl im Ölmotor denselben nur rückwärts antreiben kann. Die
Rückwärtsbewegung der Abtriebswelle bedeutet eine Vergrößerung der relativen Drehzahl zwischen Antriebswelle
1 und Lagerring 5 und 6; demnach eine Vergrößerung der Fördermenge. Da jedoch in vielen
Fällen z. B. bei Fahrzeugen für die Rückwärtsfahrt nur eine geringe Geschwindigkeit bei einem kleinen
Drehmoment verlangt wird, hat die Vergrößerung dieser Difrerentialdrehzahl keinen weiteren Nachteil.
Claims (4)
1. Nach dem Verdrängerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe, dessen
ölpumpe und Ölmotor zu einer Einheit zuammengebaut sind und beide aus je einem innen- und
außenverzahnten Rad bestehen, wobei das innenverzahnte Außenrad einen Zahn mehr aufweist als
das außenverzahnte Innenrad und für die Regelung im Innern der miteinander zusammenarbeitenden
Zahnradpaare je ein verdrehbarer Steuerschieber vorgesehen ist, über den das öl
durch im Innenrad vorgesehene radiale Durchtrittskanäle den zwischen den beiden Rädern gebildeten
Zahnkammern zugeleitet und abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(5, 6) des einen Aggregates mit dem Innenrad (32) des zweiten Aggregates fest verbunden ist
und die jedem Aggregat zugeordneten Steuerschieber (21 bzw. 47) axial hintereinanderliegen
und voneinander unabhängig sind, wobei der Steuerschieber (21) des ersten Aggregates mit
dessen Gehäuse (5, 6) umläuft, während der Steuerschieber (47) des zweiten Aggregates gehäusefest
angeordnet ist und die Kanäle der beiden Steuerschieber öldicht miteinander verbunden sind.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks stufenloser Regelung der
Steuerschieber (21) des ersten Aggregates gegenüber dessen mitumlaufenden Gehäuse (5, 6) und
der Steuerschieber (47) des zweiten Aggregates gegenüber dem ortsfesten Gehäuse (11) verdrehbar
ist.
3. Getriebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (21) des
ersten Aggregates mit dessen umlaufenden Gehäuse (5, 6) über ein Zahntriebwerk (69 bis 75)
und der Steuerschieber (47) des zweiten Aggregates über ein Zahnradgetriebe (79 bis 83) gegenüber
dem Gehäuse (11) verdrehbar ist, wobei beide Zahntriebwerke an einen gemeinsamen Bedienungshebel
(91) angeschlossen sind.
4. Getriebe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellbereiche der Steuerschieber (21 bzw. 47) eines jeden Aggregates über
die Leerstellung bzw. Vollstellung hinausreichen, so daß bei einer bevorzugten Drehzahl die Pumpe
als Kupplung wirkt, der Ölmotor dabei das Schluckvermögen hat und durch Überregeln über
die Vermögensbereiche hinaus ein Schnellgang, ein Rückwärtsgang oder eine Bremsung erreichbar
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 295 636;
deutsche Patentanmeldungen Sch 980 XII/47 h (bekanntgemacht am 14.8.1952), Sch 981 XII/47 h
(bekanntgemacht am 28.8.1952), ρ 4094 XII / 47 h B (bekanntgemacht am 28. 6.1951);
schweizerische Patentschrift Nr. 102 818;
französische Patentschrift Nr. 802 911.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 750/297 2.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK16525A DE1051092B (de) | 1952-12-17 | 1952-12-17 | Nach dem Verdraengerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK16525A DE1051092B (de) | 1952-12-17 | 1952-12-17 | Nach dem Verdraengerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1051092B true DE1051092B (de) | 1959-02-19 |
Family
ID=7214888
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK16525A Pending DE1051092B (de) | 1952-12-17 | 1952-12-17 | Nach dem Verdraengerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1051092B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1186720B (de) | 1958-09-04 | 1965-02-04 | Gerhard Schimkat | Stufenloses hydrostatisches Getriebe |
| DE1228024B (de) | 1962-01-31 | 1966-11-03 | Borsig Ag | Regelbarer Drehkolbenverdichter |
| DE1244464B (de) | 1963-02-23 | 1967-07-13 | Elsbett G | Brennkraftmaschine mit gegenlaeufigen Kolben |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE295636C (de) * | ||||
| CH102818A (de) * | 1921-12-06 | 1924-01-02 | Schneider Heinrich | Flüssigkeits-Wechsel- und Wendegetriebe. |
| FR802911A (fr) * | 1936-02-15 | 1936-09-18 | Boîte de vitesse hydraulique |
-
1952
- 1952-12-17 DE DEK16525A patent/DE1051092B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE295636C (de) * | ||||
| CH102818A (de) * | 1921-12-06 | 1924-01-02 | Schneider Heinrich | Flüssigkeits-Wechsel- und Wendegetriebe. |
| FR802911A (fr) * | 1936-02-15 | 1936-09-18 | Boîte de vitesse hydraulique |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1186720B (de) | 1958-09-04 | 1965-02-04 | Gerhard Schimkat | Stufenloses hydrostatisches Getriebe |
| DE1228024B (de) | 1962-01-31 | 1966-11-03 | Borsig Ag | Regelbarer Drehkolbenverdichter |
| DE1244464B (de) | 1963-02-23 | 1967-07-13 | Elsbett G | Brennkraftmaschine mit gegenlaeufigen Kolben |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1816711B2 (de) | Steuereinrichtung für ein hydrostatischmechanisches Getriebe eines Kraftfahrzeuges | |
| DE1949973C3 (de) | Hydrostatisches Aggregat | |
| DE2556875A1 (de) | Hydrostatisches getriebe, insbesondere fuer traktoren | |
| DE1550778A1 (de) | Gangwechselgetriebe | |
| DE3511640A1 (de) | Einrichtung zur aufnahme von drehmomentschwankungen zwischen einem schwungrad und einem stufenlosen hydraulischem getriebe | |
| DE976055C (de) | Hydrostatisches Getriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE2141282A1 (de) | Hydrostatisches getriebe mit innerer leistungsverzweigung | |
| DE1455865A1 (de) | Vorrichtung zur Veraenderung der Verstellgeschwindigkeit zur Verwendung in Fahrzeugen bestimmter,hydraulisch gesteuerter,stufenlos verstellbarer Getriebe | |
| DE2318840A1 (de) | Getriebe | |
| DE1530771C3 (de) | Vorrichtung zum Steuern des Ein- und Ausrückens einer hydraulisch betätigten Kupplung eines Kraftfahrzeuges | |
| DE879942C (de) | Stufenlos regelbares hydraulisches Getriebe | |
| DE1051092B (de) | Nach dem Verdraengerprinzip arbeitendes leistungsteilendes hydrostatisches Getriebe | |
| DE1780588C3 (de) | Hydrodynamisch-mechanisches Wechsel- und Wendegetriebe für den Fahrantrieb von Kraftfahrzeugen. Ausscheidung aus: 1455933 | |
| DE802605C (de) | Schaltvorrichtung fuer Umlaufraederwechselgetriebe | |
| DE3821367A1 (de) | Antriebsvorrichtung fuer mindestens ein an einer brennkraftmaschine angeordnetes nebenaggregat | |
| DE3814750A1 (de) | Einrichtung zum antrieb einer schmiermittelpumpe einer brennkraftmaschine | |
| DE2740741A1 (de) | Getriebe | |
| DE1550769C3 (de) | Hydrostatisches Wechsel- und Wendegetriebe | |
| DE887289C (de) | Hydraulisches Getriebe | |
| DE2060787A1 (de) | Fernsteuerbares Wechselgetriebe | |
| DE1775755B2 (de) | Leistungsverzweigendes hydrostatisch-mechanisches verbundgetriebe | |
| DE1453498A1 (de) | Hydraulischer Motor | |
| DE460662C (de) | Schalt- und Regelvorrichtung fuer Fluessigkeitswechsel- und -wendegetriebe mit mehrteiliger Fluessigkeitspumpe | |
| DE243697C (de) | ||
| DE2145991A1 (de) | Hydraulische Verbund-Transmissionseinrichtung |