DE1050740B - Schaltung zur Abstimmung der Stromstärken in den Primär- und Sekundärzellen einer Chloralkali-Elektrolysieranlage - Google Patents
Schaltung zur Abstimmung der Stromstärken in den Primär- und Sekundärzellen einer Chloralkali-ElektrolysieranlageInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B15/00—Operating or servicing cells
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Description
Bei der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgamverfahren wird in einer Primärzelle Quecksilber mit
elektrolytisch abgeschiedenem Alkalimetall beladen. Das entstandene Amalgam wird in einer Sekundärzelle
mit Wasser zur Umsetzung in Alkalilauge, Wasserstoff und Quecksilber gebracht. Bei dem
Sekundärprozeß wird Energie frei, die nutzbar gemacht
werden kann. Es ist bekannt, die Sekundärzelle mit der Primärzelle in Serie zu schalten, so daß
die Gegenspannung der als elektrochemisches Element wirkenden Sekundärzelle die Gesamtspannunig der
Einheit der Primär-Sekundär-Zelle herabsetzt.
Auf Grund von unvermeidlichen Fehlzersetzungen in der Primärzelle ist der Elektrolysierstrom in dieser
Zelle immer etwas größer, als im Idealfall für den Vorgang der Elektrolyse und damit für die gebildete
Alkalimenge notwendig wäre. Diesem Umstand muß durch emc etwas geringere Stromstärke in der Sekundärzelle
Rechnung getragen werden. So ist es bekannt, zum Abgleich der Stromstärken in den Primär-
und Sekundärzellen einer Chlocralkali-Elektrolysieranlage
jeweils eine anodisohe Zusatzelektrode in der Primärzelle nicht über die entsprechende Sekundärzelle,
sondern über einen Nebenschluß direkt mit der äußeren Stromquelle, die den Elektrolysierstrom
liefert, zu verbinden.
Letztere Schaltung hat aber den Nachteil, daß bei einer Einheit Primär-Sekundär-Zelle die Quecksilber-Amalgam-Elektroden
von Primär- und Sekundärzelle auf verschiedenem elektrischem Potential liegen. Der
entsprechende Potentialunterschied ist gleich der Spannung der Einheit Primär-Sekundär-Zelle. Beim
Betrieb einer Chloralkali-Elektrolysieranlage, bei der nach bereits vorgeschlagener Schaltung die elektrochemische
Energie der Sekundärzellen nutzbar gemacht wird, ist es somit notwendig, die Quecksilber-Amalgam-Strömung
zwischen Primär- und Sekundärzelle jeder Einheit zweimal derart zu unterbrechen,
daß die Amalgamelektroden der Primär- und Sekundärzelle jeder einzelnen Einheit nicht
elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Dieser Nachteil einer elektrischen Unterbrechung der Quecksilber-Amalgam-Strömung
wird durch die im nachfolgenden beschriebene Erfindung vermieden.
Der Erfindungsgedanke beruht darauf, daß der an sich bekannte Nebenschluß, der unter Umgehung der
Sekundärzelle von einer anodischen Zusatzelektrode der Primärzelle ausgeht, nicht — wie vorgeschlagen —
innerhalb einer Einheit Primär-Sekundär-Zelle verläuft, sondern von einer Einheit Primär- Sekundärzelle zu einer benachbarten anderen Einheit gelegt
wird.
Es wird daher ein Schaltung zur Abstimmung der Stromstärken in den Primär- und Sekundärzellcn
Schaltung
zur Abstimmung der Stromstärken
in den Primär- und Sekundärzellen
einer Chloralkali-Elektrolysieranlage
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dr. Heinrich Voit, Augsburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer Chloralkali-Elektrolysieranlage vorgeschlagen,
bei der eine anodische Zusatzelektrode der jeweiligen Primärzelle unter Umgehung der entsprechenden
Sekundärzelle im Nebenschluß mit dem entsprechenden, den gesamten Elektrolysierstrom führenden Teil
verbunden ist, die dadurch gekennzeichnet ist, daß bei mindestens einer Einheit Primär-Sekundär-Zelle alle
Anoden der Primärzelle direkt mit der äußeren Gleichstromquelle, die den Elektrolysierstrom liefert,
verbunden sind und daß bei den Primär- und Sekundärzellen der übrigen Einheiten der an sich bekannte,
jeweils notwendige Nebenschluß von der anodischen Zusatzelektrode der Primärzelle einer Einheit zu der
Primärzellenkathode einer anderen Einheit führt.
Hierbei ist es vorteilhaft, daß das Primärzellenanodenpotential der Einheit, von der der Nebenschluß ausgeht,
möglichst wenig — vorzugsweise um die Sekundärzellenspanung — verschieden ist von dem Primärzellenkathodenpotential
der benachbarten Einheit, zu der der Nebenschluß führt.
Bei der vorgeschlagenen Schaltung ist eine elektrische Unterbrechung der Quecksilber-Amalgam-Strömung
innerhalb einer Einheit Primär-Sekundär-Zelle nicht mehr erforderlich, weil nunmehr die
4-5 Quecksilber-Amalgam-Elektroden von Primär- und
Sekundärzelle einer Einheit auf Grund der Schaltung automatisch auf gleichem elektrischem Potential liegen.
In der Zeichnung ist der einfachste Fall dieser
Schaltung dargestellt. A bedeutet die äußere Gleichspannungsquelle,
die den Elektrolysierstrom liefert. Die einzelnen Einheiten Br, bestehend aus je einer
Primär- und je einer Sekundärzelle, sind durch gestrichelte, die Primärzellen Cr durch strichpunktierte
und die Sekundärzellen Dr durch nicht unterbrochene
809 750/334
Umrandungen gekennzeichnet. Die Primärzelle C1
der ersten Einheit B1 (der Einheit, deren sämtliche
Primärzellenanoden direkt mit dem Pluspol der äußeren Spannungsquelle A verbunden sind) hat
keine besondere Zusatzelektrode, die letzte Einheit Bn (die Einheit, deren Primärzellenkathode
direkt mit dem Minuspol der äußeren Spannungsquelle A verbunden ist) hat statt einer als
elektrochemisches Element wirkenden Sekundärzelle eine kurzgeschlossene Sekundärzelle Dn.
Die Zusatzelektroden sind mit Er bezeichnet. Der
Index ν deutet wie bei den Primär- und Sekundärzellen die Zugehörigkeit zu der y-ten Einheit an. Vorzugsweise
wird je eine Anode der Primärzellen als Zusatzelektrode verwendet. Die Ströme, die durch
die Nebenschlußverbindungen Fv und durch die Zusatzelektroden
Ev_i t fließen, können durch entsprechende
Dimensionierung der der Kathode zugewandten Oberflächen der Zusatzelektroden Ev + ± variiert werden.
Der Hauptteil des Elektrolysierstromes fließt jeweils über die Verbindungsleitung Gv und über die zeichnerisch
durch einen längeren dicken Strich zusammengefaßten Anodenf/,, + 1 der Primärzellen Cv + 1. Durch
die Verbindungsleitungen J, K und Lv fließt der gesamte
Elektrolysierstrom.
Claims (2)
1. Schaltung zur Abstimmung der Stromstärken in den Primär- und Sekundärzellen einer Alkalichlorid-Elektrolysieranlage,
bei der eine anodische Zusatzelektrode der jeweiligen Primärzelle unter Umgehung der entsprechenden Sekundärzelle
im Nebenschluß mit dem entsprechenden, den gesamten Elektrolysierstrom führenden Teil verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einer Einheit Primär-Sekundär-Zelle
alle Anoden der Primärzelle direkt mit der äußeren Gleichstromquelle, die den Elektrolysierstrom
liefert, verbunden sind und daß bei den Primär- und Sekundärzellen der übrigen Einheiten
der an sich bekannte, jeweils notwendige Nebenschluß von der anodischen Zusatzelektrode
der Primärzelle einer Einheit zu der Primärzellenkathode einer anderen Einheit führt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärzellenanodenpotential der
Einheit, von der der Nebenschluß ausgeht, möglichst wenig — vorzugsweise um die Sekundärzellenspannung
— verschieden ist von dem Primärzellenkathodenpotential der benachbarten Einheit, zu der der Nebenschluß führt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 750/334 2.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1050740B true DE1050740B (de) | 1959-02-19 |
Family
ID=591084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1050740D Pending DE1050740B (de) | Schaltung zur Abstimmung der Stromstärken in den Primär- und Sekundärzellen einer Chloralkali-Elektrolysieranlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1050740B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1088932B (de) * | 1959-03-05 | 1960-09-15 | Ruhrchemie Ag | Verfahren zur Gewinnung von schwerem Wasser in elektrochemischen Zellen |
-
0
- DE DENDAT1050740D patent/DE1050740B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1088932B (de) * | 1959-03-05 | 1960-09-15 | Ruhrchemie Ag | Verfahren zur Gewinnung von schwerem Wasser in elektrochemischen Zellen |
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