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DE1046322B - Verfahren zur Herstellung von oxygruppenhaltigen Organopolysiloxanoelen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von oxygruppenhaltigen Organopolysiloxanoelen

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Publication number
DE1046322B
DE1046322B DED23197A DED0023197A DE1046322B DE 1046322 B DE1046322 B DE 1046322B DE D23197 A DED23197 A DE D23197A DE D0023197 A DED0023197 A DE D0023197A DE 1046322 B DE1046322 B DE 1046322B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
viscosity
water
alkali
cst
oxy groups
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED23197A
Other languages
English (en)
Inventor
Jack R Wehrly
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Publication of DE1046322B publication Critical patent/DE1046322B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/0834Compounds having one or more O-Si linkage
    • C07F7/0838Compounds with one or more Si-O-Si sequences
    • C07F7/0872Preparation and treatment thereof
    • C07F7/0874Reactions involving a bond of the Si-O-Si linkage

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von oxygruppenhaltigen Organopolysiloxanölen Gegenstand der Erfindung ist ein wirtschaftlich brauchbares Verfahren zur Herstellung voll oxygruppenhaltigen Organopo-lysiloxanölen, deren Viskosität sich weitgehend einstellen läßt.
  • Organopolysiloxanöle, welche an das Silicium gebundene Oxygruppen an den Enden der Molekülketten aufweisen. haben sich als sehr brauchbar erwiesen. Die.bisher bekannten Verfahren zur Herstellung derartiger Stoffe haben sich jedoch zur Gewinnung von Ölen mit einer Viskosität zwischen 200 und 100 000 cSt/25° C nicht als befriedigend erwiesen. Ein solches Verfahren, gemäß welchem Orgamopolys.iloxane in einem Autoklav mit Dampf bei Temperaturen zwischen 200 und 400° C erhitzt werden, eignet sich zwar ausgezeichnet für die Herstellung niedermolekularer Produkte, jedoch haben die hierbei erhaltenen Öle naturgemäß Viskositäten von weniger als 100 cSt/25° C. Ein weiteres Verfahren, das in der Hydrolyse von Silanen unter Bedingungen, bei denen einige der Oxygruppen unkondensiert bleiben, besteht, hat den Nachteil, daß große Mengen an cyclischen Siloxanen anfallen, welche das hydraxylierte Öl verunreinigen; ferner läßt sich hierbei die Viskosität der erhaltenen oxygruppenhaltigen Öle nicht regulieren.
  • Erfindungsgemäß werden durch Oxygruppen endblockierte Organopolysiloxanöle, welche die obigen Nachteile nicht zeigen, dadurch hergestellt, daß man (A) Organopolysiloxane mit Einheiten der Formel worin R ein einwertiger Kohlenwasserstoffrest ist und za einen Durchschnittswert von 1,9 bis 2 hat, mit (B) Nitrilen der Formel R' C N, worin R' ein Alkylrest mit weniger als 4C-Atomen ist, in einem geschlossenen System in Gegenwart (C) eines der unten bezeichneten alkalischen Katalysatoren in Gegenwart von Wasser so, lange bei Temperaturen unterhalb 175° C erhitzt, bis die gewünschte Viskosität des Organopolysiloxans erreicht ist.
  • Bei Einhaltung der obigen Erhitzungsbedingungen tritt eine Spaltung der Siloxanbindung ein, wobei vom Siloxanmolekül Oxygruppen aufgenommen werden. Diese Reaktion ist umkehrbar, da bei Gegenwart von Alkali eine große Neigung besteht, daß die Silanoloxygruppen kondensieren und Siloxanbindungen ergeben. Demzufolge ist das Endprodukt des erfindungsgemäßen Verfahrens das Ergebnis eines Gleichgewichts gemäß folgendem Schema: -----SiOSi= -f- H20 2=SiOH Die gesamte Reaktion entspricht folgender Gleichung; (R2Si0)x -f- H20 Y HO [R,Si0]xH Der Wert von x hängt hierbei von der Konzentration des Wassers im Verhältnis zur Konzentration des als Ausgangsmaterial verwendeten Organopolysilexans ab; je geringer die Wasserkonzentration ist, desto höher ist der Wert von x und demnach die Viskosität des Endproduktes. Die erfindungsgemäßen Bedingungen begünstigen die Bildung voll oxygruppenhaltigen Organopo.lysiloxanen gegenüber der umgekehrten Kondensationsreaktion erheblich. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Umsetzung in einem geschlossenen System erfolgt, so daß ein Entweichen von Wasser durch Verdampfung nicht möglich ist; außerdem wird ein gegenseitiges Lösungsmittel für das Wasser und das Organopolysiloxan verwendet, so d,aß das Wasser jederzeit in festem Kontakt mit dein Organopolysiloxan ist.
  • Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, analoge Organopolysiloxane in Gegenwart alkalischer Katalysatoren mit Nitrilen umzusetzen; da jedoch nach diesem Vorschlag wasserfreie Reaktionsgemische angewandt werden, entstehen hierbei völlig andersartige Produkte, die mit den erfindungsgemäßen nicht vergleichbar sind.
  • Das als Ausgangsmaterial verwendete Organopolysiloxan (A) kann von beliebiger Viskosität sein. Mit fortschreitender Umsetzung kann die Viskosität des Ausgangssiloxans zu- oder. abnehmen, je nach der ursprünglichen Viskosität und der vorhandenen Wassermenge. Ist das Ausgangssiloxan beispielsweise ein cyclisches Tetramer, so wird die Viskosität zunehmen, bis das Gleichgewicht eingetreten ist. Ist das Ausgangssiloxan ein nicht fließender, gummiartiger Stoff und die verwendete Wassermenge derart, daß eine niedrigere Viskosität eintreten muß, so. nimmt die Viskosität während der Umsetzung ab, weil die langen Ketten durch die Einführung der Oxygruppen aufgespalten werden.
  • Die verwendeten Organopolysiloxane (A) sind vor allem Dio.rganopodysiloxane mit Einheiten der Formel R., Si O, welche bis zu 10 Molprozent mischpolymerisierte Monoorganosiloxane mit Einheiten der Formel R Si O3:2 enthalten können. R kann beispielsweise ein All,:ylrest, wie Methyl-, Äthyl- und, Octadecylrest, sein; ferner ein Alkenylrest, wie Vinyl-, Allyl- und Hexenylrest; ein cycloaliphatischer Rest, wie Cyclo hexyl- und Cyclohexenylrest; ein aromatischer Kohlenwasserstoffrest, wie- Phenyl-, Toluyl-, Xenyl-und Naphthylrest, sowie ein Aralkyl-Kohlenwasserstoftrest, wie Benzyl. Bevorzugt werden Methylsiloxane.
  • Als Nitrile (B) werden vor allem Acetonitril, ferner Propionitril und Butyronitril- verwendet. Die N itrile sollen in einer Menge von mindestens 1 Gewichtsprozent des Organopo@lysiloxans -angewandt «,erden; die obere Grenze der Nitrilmenge ist nicht von Bedeutung.
  • Die mitverwendete Wassermenge ist ebenfalls nicht ausschlaggebend, jedoch wird kein Vorteil erzielt, wenn mehr als 1 Mol Wasser je Mol Organopolysiloxan verwendet wird. Im allgemeinen soll die Wassermenge entsprechend der Viskosität des gewünschten Endproduktes eingestellt werden. Das Verhältnis zwischen der Wassermenge und der Viskosität für Dimethylpolysiloxane wird unten gezeigt. Dabei sei betont, daß diese Verhältnisse für die Herstellung oxygruppenhaltiger Organopolysiloxane nicht ausschlaggebend sind; es soll nur der Grad der Regulierbarkeit gezeigt werden, der bei dem erfindungs-"emäßen Verfahren ermöglicht wird.
  • Bevorzugt werden solche Mengen an Wasser und N itril, welche bei der gewählten Reaktionstemperatur ein homogenes System ergeben. Unter diesen Bedingungen verläuft die Umsetzung am schnellsten, und es treten am wenigsten Nebenreaktionen auf. Wird beispielsweise so viel Wasser verwendet, daß ein Zweiphasensystem entsteht, so bewirkt der Teil Wasser, der sich in der wäßrigen Phase befindet, keinerlei Einführung von Oxygruppen in das Organo,-polysiloxan, da er mit dem letzteren nicht in engem Kontakt steht. Es können daher zwar Zweiphasensysteme angewandt werden, jedoch sind sie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus unpraktisch.
  • Der angewandte alkalische Katalysator (C) kann ein Alkalihydroxyd oder ein quartäres Arnmoniumhydroxyd bzw. ein beliebiges Alkalisalz oder ein quartäres Ammoniumsalz eines Organosilanols sein.
  • Beispiele von Alkalihydroxyden sind Lithium-, Kalium-, Natrium- und Caesiumhydroxyd. Von quartären Ammoniumhydroxyden sind wirksam: Tetrainethyl-, Tetraäthyl-, Phenyltrimethyl-, Triäthyloctadecyl-, Benzyltrimethyl-, Cyclohexyltributyl-, Vinyltrimethyl-, Benzyl-ß-oxäthyldimethyl-, ToIuyltriäthyl-, Tris-(ß-oxäthyl)-methyl-, 12-Oxyoctadecyltrimethyl-, Oxyphenyltriäthyl-, Oxycyclohexyltributyl-, Oxyphenyloxyäthyldimethyl- sowie Oxyphenyll)enzy ldil)utylainmoniumhy droxyd. Beispiele für wirksame Alkalisalze von Silanolen sind solche der Formeln R3SiOLi, KO[R,Si0]K und RSi00Na, wobei R ein beliebiger einwertiger Kohlenwasserstoffrest sein kann, beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Phenyl-, Xenyl-, Vinyl-, Cyclohexyl-, Toluyl- oder Benzylrest. Als quartäre Ammoniumsalze sind beispielsweise anwendbar Salze der Formeln R3SiONR'4, R"4N0[R2Si0],xNR"4 oder R S i O O N R"4, worin R ein beliebiger einwertiger Kohlenwasserstoffrest ist und R" jeglichen organischen Rest bedeuten kann, z. B. solche Kohlenwasserstoff- bzw. hydroxylierte Kohlenwasserstoffreste, die bei der vorstehenden Aufzählung quartärer Ammoniumhydroxyde genannt sind.
  • Vorzugsweise wird so viel Katalysator angewandt, daß ein Verhältnis von 1 Grammäquivalent Alkali auf 100 bis 60000 Grammäquivalente Si vorliegt. Wird mehr Alkali angewandt, so, finden infolge einer Hydrolyse des Nitrils und einer Spaltung der am Si-Atom sitzenden organischen Gruppen Nebenreaktionen statt. Liegt die Alkalimenge unterhalb des angegebenen Bereiches, so. verläuft die Umsetzung für praktische Zwecke zu langsam.
  • Die Umsetzung muß in einem geschlossenen System durchgeführt werden, um ein Entweichen von Wasser zu verhindern, ferner soll eine Temperatur unterhalb 175° C, vorzugsweise unterhalb 150° C, angewandt werden. Unter diesen Bedingungen verläuft die Umsetzung während eines angemessenen Zeitraumes, und die Abspaltung der Kohlenwasserstoffgruppen vom Silicium wird erheblich verringert bzw. gänzlich vermieden. Diese Abspaltung findet nämlich sehr leicht statt, wenn die Organopolysiloxane über 175° C in Gegenwart von wäßrigem:Alkali erhitzt werden. Auch bei Einhaltung der erfindungsgemäßen Bedingungen in Abwesenheit eines Nitrillösungsmittels findet eine solche Abspaltung in merklichem Ausmaß statt. Dies scheint daher zu kommen, weil das Nitril die Umsetzung des Wassers mit dem Organopo:lysiloxan, jedoch nicht die Spaltung der Gruppen begünstigt. Infolgedessen bringt das erfindungsgemäße Verfahren unerwartete Vorteile bei der Herstellung von oxyguppenhaltigen Organopolysiloxanen.
  • Nach dem neuen Verfahren lassen sich oxygruppenhaltige Öle auch fortlaufend herstellen, d. h., die Ausgangsstoffe werden kontinuierlich bei einem Ende eines geschlossenen Systems eingeleitet und beim anderen Ende ebenfalls kontinuierlich entfernt. In diesem Fall soll die Kontaktzeit in der Reaktionszone genügend lang sein, um das Organopolysiloxan auf die gewünschte Viskosität zu bringen.
  • Die erfindungsgemäß erhaltenen Produkte eignen sich zur wasserabweisenden Ausrüstung von Textilien. Beispiel 1 Eine Mischung von 148g gemischten cyclischen Dimethylsiloxanen der Viskosität 3,5 cSt/25° C, 15 g Acetonitril, 0,2018 g Wasser und 0,024 g des Salzes der Formel KO [(CHs)2Si0]2K, wonach 1 K-Atom auf je 10000 Si-Atome kommt, wird in einem geschlossenen Gefäß 2 Tage auf 80° C erhitzt. Das Endprodukt ist ein oxygruppenendblockiertes Dimethylpolysiloxanöl mit einer Viskosität von 16 200 cSt. Eine Probe dieses Öles wird mit Bleioctoat erhitzt,- wobei keine Gelbildung erfolgt; dies ist ein Beweis dafür, däß während der Umsetzung mit dem Wasser keine Gruppen abgespalten werden. Beispiel 2 Ein Gemisch von 156,2g gemischten cyclischen Siloxanen der Viskosität 2,5 cSt/25o C, die 7,5 Molprozent Phenylmethylsiloxan- und 92,5 Molprozent Dimethylsiloxaneinheiten enthielten, 15 g Acetonitril, 0,15 g Wasser und 0,042 g des Salzes der Formel Na0 [(CH3)2Si0]2Na, wobei demnach 1 Na-Atom auf je 5000 Si-Atome kommt, wird in einem geschlossenen Gefäß 48 Stunden auf 100° C erhitzt; das erhaltene Produkt hat eine Viskosität von 12 000 cSt. Es geliert nicht, wenn es mit Bleioctoat erhitzt wird,, woraus sich ergibt, daß bei der Umsetzung mit dem Wasser keine Gruppe gespalten wurde.
  • Gleichwertige Ergebnisse werden erzielt, wenn man als Katalysator Lithiumhydroxyd und eine Temperatur von 120° C verwendet. Beispiel 3 Bei jedem der nachstehend aufgeführten 6 Versuche wird eine Mischung von 148 g gemischten Dimethylsiloxanen der Viskosität 3,5 cSt/25o C, 15 g Acetonitril und 0,021 g Na0 [(CH3)2Si0]2Na, wobei 1 Na-Atom auf je 10000Si-Atom.e kommt, in Gegenwart der unten angegebenen Menge Wasser in einem geschlossenen Behälter 22 Stunden auf 100' C erhitzt. Die Viskosität des erhaltenen Produktes mit dem jeweiligen Anteil an Oxygruppen in Gewichtsprozent ist aus nachstdhender Tabelle zu ersehen.
    Mol Wasser Gewichtsprozent Viskosität
    je Mol (C H3)2 Si O
    Oxygruppen
    in cSt/25° C
    0,00964 0,182 2870
    0,00783 0,152 5300
    0,00689 0,168 6600
    0,00529 0,146 13400
    0,00424 0,145 17300
    0,00314 0,136 26000
    Diese Versuche zeigen, wie sich die Viskosität des Produktes mit der während der Umsetzung verwendeten Wassermenge ändert. Beispiel 4 Durch Erhitzen eines Gemisches von 148gcyclischen Dimethylsiloxanen der Viskosität 3,4 cSt/25o C, 0,9115 g Wasser, 15 g Acetonitril und 0,39 g Na0 [(CH3)2Si0]2Na (1 Na-Atom je 500 Si-Atome) 24 Stunden auf 110' C gewinnt man oxygruppenendblockierte Dimethylpolysiloxane mit einer Viskosität von 551 cSt. Beiispiel 5 Eine Mischung aus 148g gemischten cyclischen Dimethylsiloxanen der Viskosität 3,4 cSt/25o C, 0,1725 g Wasser, 15 g Butyronitril, 0,0308 g Na0 [(CH3)2Si0]2Na wird in einem geschlossenen Gefäß 24 Stunden bei 1.10' C behandelt. Das Verhältnis der Natrium- zu den Siliciumatomen beträgt demnach 1 : 6800. Das erhaltene oxygruppenendbläckferteDimethylpolysiloxanöl hat eine Viskosität von 2670 cSt. Beim Erhitzen mit Bleioctöat findet keinerlei Gelbildung statt.
  • Bei Anwendung von Propionitril an Stelle von Butyronitril wird ein oxyendblockiertes Dimethylpolysilöxan mit einer Viskosität von 316 eSt, das beim Erhitzen mit Bleioctoat ebenfalls nicht geliert, erhalten Der gleiche Versuch zeigt, wenn er unter Verwendung von Toluol als Lösungsmittel durchgeführt wird, keinerlei Viskositätsanstieg, was anzeigt, daß keine Reaktion stattgefunden hat. Be:is-piel 6 Ein Gemisch von 133,7g Tetrametlhyltetraäthylcyclotetrasiloxan der Viskosität 4,2 eSt/25o C, 15 g Acetonitril, 0,10162 g Na 0 [ (C H3) 2 S' O] , Na und 0,152 g Wasser erhitzt man in einem, geschlossenen System 24 Stunden auf 100° C und gewinnt ein Äthylmethylpolysiloxanöl mit einer Viskosität von 2790 cSt und einem Oxygruppengehalt von 0,114 Gewichtsprozent. Das Verhältnis der Natriumatome zu den Siliciumatomen beträgt demnach 1 : 1550. Beispiel 7 Durch Erhitzen einer Mischung von 128,6 g Pentamethylpentavinylcyclopentasiloxan der Viskosität 4,95 cSt/25o C, 15 g Acetonitril, 0,0159 g NaO [(CH3)2S'O]2Na und 0,1498 g Wasser in einem geschlossenen System 24 Stunden auf 110' C wird ein Methylvinylpolysiloxanöl mit einer Viskosität von 4070 eSt und einem Oxygruppengehalt von 0,148 Gewichtsprozent erhalten. Das Verhältnis der Natriumatome zu den Siliciumatomen beträgt demnach 1 : 10000.
  • Beispiel 8 Ein Gemisch von 37,1 g Octaäthylcyclotetrasiloxan der Viskosität 11,25 cSt/25o C, 0,0155 g Na0 [(CH3)2Si0]2Na 0,0424 g Wasser und 108 g Acetonitril wird in einem geschlossenen System 5 Tage bei 110' C behandelt. Das Reaktionsprodukt ist ein oxygruppenendblockiertes Diäthylpolysiloxan mit einer Viskosität von 8330 cSt. Das Verhältnis der Natrium- zu den Siliciumatomen beträgt demnach 1 : 2430. Beispiel 9 Eine Mischung von 138 g eines mischhydrolysierten Methylsiloxanöls mit einer Viskosität von 57 cSt, das aus 99,99 Molprozent Dimethylsilo@xan- und 0,01 Molprozent Monomethylsiloxaneinheiten besteht, 0,7746 g Wasser, 15 g Acetonitril und 0,0329 g NaO [(CH3)2S'O]2Na wird 24 Stunden auf 110' C erhitzt und ein oxygruppenhaltiges mischpolymeres Methylsiloxanöl mit einer Viskosität von 586 cSt gewonnen. Das Verhältnis der Natrium- zu den Siliciumatomen beträgt demnach 1 :6155.
  • Beispiel 10 Man erhitzt ein Gemisch von 148g gemischten cyclischen Dimethylsiloxanen. der Viskosität 3,5 cSt/ 25' C, 15 g Acetonitril, 0,0866 g des Salzes (C2 H.) 4 N O [ (C H.) 2 S i O] 2 N (C2 H.) 4 {etwa 1 N-Atom je 5000 Sf-Atome) und 0,17g Wasser in einem geschlossenen Gefäß 1,8 Stunden auf 108° C, neutralisiert das erhaltene Material mit C 02 und teilt es in zwei Teile. Ein Teil wird in einem offenen Gefäß 64 Stunden auf 108° C erhitzt und ein Produkt mit einer Viskosität von 70 750 cSt erhalten. Der andere Teil wird 64 Stunden unter vermindertem Druck gehalten, um flüchtige Bestandteile zu entfernen; das erhaltene Produkt hat eine Viskosität von 51 161 cSt. Beide Dimethylpolysiloxanöle weisen Oxygruppen an den Molekülenden auf.
  • Gleichwertige Ergebnisse erhält man bei Anwendung folgender quartärer Ammoniumhydroxyde: Phenyltrimethyl-, Benzyltrimethyl-, Vinyltrimethyl-, Tri-(ß-oxäthyl)-methyl-, Triäthyloctadecyl- und Oxycyclohexyltributylammoniumhydroxyd.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von oxygruppen- 2o haltigen Organopolysiloxanölen, dadurch gekennzeichnet, däß man (A) Organosiloxane mit Einheiten der Formel R"Si04_n (R = einwertiger 2 Kohlenwasserstoffrest, n = 1,9 bis 2, (B) Nitrile der Formel R' C N (R'= Alkylrest mit weniger als 4 C-Atomen) in einer Menge von mindestens 1 Gewichtsprozent des Organosiloxangewichts, und (C) Alkali- oder quartäre Ammoniumhydroxyde, oder Alkali- oder quartäre Ammoniumsalze von Organosilanolen als alkalische Katalysatoren im geschlossenen System in Gegenwart von Wasser so lange bei Temperaturen unterhalb 175° C erhitzt, bis die gewünschte Viskosität erreicht ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeö.chnet, daß man die alkalischen Katalysatoren in einer Menge von 1 Grammäquivalent Alkali auf je 100 bis 60000 Grammäquivalente an Si verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 926 811, 936 298.
DED23197A 1955-06-23 1956-06-22 Verfahren zur Herstellung von oxygruppenhaltigen Organopolysiloxanoelen Pending DE1046322B (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0187661A3 (de) * 1985-01-09 1988-04-20 Union Carbide Corporation Verfahren zur Umwandlung von Oktamethylzyklotetrasiloxan zu Dekamethylzyklopentylsiloxane

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DE926811C (de) * 1940-04-30 1955-04-25 Aeg Verfahren zur Herstellung organischer Silicone
DE936298C (de) * 1951-12-29 1955-12-07 Dow Corning Verfahren zur Polymerisation von im wesentlichen diorganosubstituierten Siloxanen mit Alkalien

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