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DE1046311B - Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten

Info

Publication number
DE1046311B
DE1046311B DEF19984A DEF0019984A DE1046311B DE 1046311 B DE1046311 B DE 1046311B DE F19984 A DEF19984 A DE F19984A DE F0019984 A DEF0019984 A DE F0019984A DE 1046311 B DE1046311 B DE 1046311B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
polycarbonates
triethylamine
dioxy compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF19984A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ludwig Bottenburch
Dr Hermann Schnell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF19984A priority Critical patent/DE1046311B/de
Publication of DE1046311B publication Critical patent/DE1046311B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G64/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbonic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G64/20General preparatory processes
    • C08G64/22General preparatory processes using carbonyl halides
    • C08G64/24General preparatory processes using carbonyl halides and phenols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C68/00Preparation of esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C68/02Preparation of esters of carbonic or haloformic acids from phosgene or haloformates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten Es ist bekannt, Polycarbonate durch Umsetzung von aromatischen oder aliphatischen Dioxyverbindungen mit Phosgen oder mit Bis-chlorkohlensäureestern solcher Dioxyverbindungen herzustellen. Technisch besonders wertvolle, hochmolekulare Polycarbonate erhält man z. B. durch Umsetzung von Di-monooxyaryl-alkanen, gegebenenfalls im Gemisch Feit anderen Dio_xyverbindungen, oder von Di-monooxyaryl-sulfonen, wiederum gegebenenfalls im Gemisch mit anderen Dioxyverbindungen, oder von Gemischen aus solchen oder anderen aromatischen Dioxyverbindungen und aliphatischen oder/und cycloaliphatischen Dioxyverbindungen mit Derivaten der Kohlensäure, wie hohlensäurediestern, Bis-chlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen und Phosgen, nach den Verfahren gemäß der Patentanmeldungen F 13040 IVb/39c, F 17166 IVb/39c, F 17168 IVh/39c, F 17528 IVb/ 39e, F 19123 IVb/39c.
  • Die Umsetzung der erwähnten Dioxyverbindungen mit Phosgen oder mit Bis-chlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen in wäßrig-alkalischer Lösung oder Suspension" gegebenenfalls in Gegenwart indifferenter Lösungsmittel, wird durch ZuLatz geringer Men gen quarternärer Ammoniumverbindungen in Form der freien Basen oder als. Salze gefördert nach dem Verfahren gemäß Gegenstand des Patentes 959497.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Herstellung von Polycarbonaten unter Verwendung von Bischlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen oder von Phosgen und insbesondere bei der Herstellung hochmolekularer Polycarbonate nach den zuletzt genannten Verfahren auch dann nur relativ kurze Reaktionszeiten benötigt, wenn man dem Reaktionsgemisch geringe Mengen von tertiären Aminen allein oder in Verbindung mit oberflächenaktiven Stoffen zusetzt, insbesondere, wenn man in Gegenwart inerter organischer Lösungsmittel arbeitet. Die Verwendung der tertiären Amine, gegebenenfalls in Verbindung mit oberflächenaktiven Substanzen, führt zu besser reproduzierbaren Ergebnissen als die Verwendung der quarternären Ammoniumverbindungen.
  • Tertiäre Amine, die erfindungsgemäß zugesetzt werden können, sind z. B. Trimethylamin, Triäthylamin, Tripropylamin, N,N-Dimethylcyclohexylamin, N,N-Diäthylcyclohexylamin, N,N-Dimethylanilin, N,N-Diäthylanilin, Pyridin, Picolin, Chinolin oder deren Salze.
  • Der Zusatz der tertiären Amine beschleunigt die Kondensation zu den Polycarbonaten derart, daß meist schon in i/2 bis 2i/2 Stunden gegebenenfalls hochmolekulare Polycarbonate erhalten werden können. Hierzu genügen im allgemeinen Mengen von 0,05 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf die eingesetzte Menge der Dioxyverbindungen. Die Amine können vor oder während der Umsetzung dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden.
  • Oberflächenaktive Stoffe, die erfindungsgemäß weiterhin dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden können, sind ionogene Netzmittel, wie Fettsäuren oder deren Salze, saure Schwefelsäureester von Fettalkoholen oder deren Salze, aliphatische oder aromatische Sulfonsäuren oder deren Salze, Säureamide aus aliphatischen Carbonsäuren mit Alkylaminosulfonsäuren oder deren Salze, quarternäre Ammoniumverbindungen, und nicht ionogene oberflächenaktive Substanzen, wie Polyglykoläther oder deren Ester mit Fettsäuren und Alkylarylpolyglykoläther.
  • Der gleichzeitige Zusatz dieser Stoffe vermag die Reaktionsgeschwindigkeit noch weiter zu erhöhen. Im allgemeinen genügen 0,5 bis 5 Gewichtsprozent der oberflächenaktiven Stoffe, bezogen auf die eingesetzte Menge der Dioxyverbindungen. Auch diese Stoffe können dem Reaktionsgemisch vor oder während der Kondensation zugesetzt werden. In der dem Beispiel 1 folgenden Tabelle sind Reaktionszeiten aufgeführt, die bei Verwendung verschiedener Amine und oberflächenaktiver Stoffe gemessen wurden.
  • Beispiel 1 In ein Gemisch aus 137,6 Gewichtsteilen 2,2-(4,4'-Dioxydiphenyl)-propan, 69 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd, 700 Gewichtsteilen Wasser und 330 Gewichtsteilen Methylenchlorid werden unter Rühren bei 25° C in 2 Stunden 71,6 Gewichtsteile Phosgen gasförmig eingeleitet. Dann werden die in der folgenden Tabelle angegebenen Mengen tertiärer Amine bzw. Netzmittel zugegeben. Die Zeit in Minuten gibt an, wann das Polycarbonat nach Zugabe der angegebenen Stoffe seine Endviskosität erreicht hat.
    Zugesetztes Amin Gewichtsteile Oberflächenaktiver Stoff Gewichtsteile Kondensations-
    zeit in Minuten
    Triäthylamin . . . . . . . . . . . . . 0,24 - - 200 bis 210
    Triäthylamin ........... 0,5 - - 120
    Triäthylamin ............. 1,0 - - 90
    Tributylamin ............. 0,9 - - 100
    i; , N -Dimethyl-cyclohexyl-
    amin ................... 0,6 - - 30
    Triäthylamin .... .... .. .. . 0,24 alkylsulfonsaures Natrium 2 40
    Triäthylamin ............. 0,24 diisobutylnaphthalinsulfonsaures 2 25
    Natrium
    Triäthylamin . . . . . . . . . . . . . 0,24 Polyglykoläther von Oleylalkohol mit 2 150
    15 Mol Äthylenoxyd
    Triäthylamin ............. 0,24 Natriumsalz des Sulfoesters des aus 2 100
    1 Mol Alkylphenol und 3 Mol
    Äthylenoxyd erhaltenen Poly-
    glykoläthers
    Triäthylamin ......... . ... 0,24 Natriumsalz des Olsäuremethyl- 2 120
    taurids
    Triäthylamin .. ..... . .. .. . 0,24 Polyglykoläther von benzyliertem 4 150
    p-Oxydiphenyl
    Triäthylamin .. .. .. ...... . 0,24 Ester aus Abietinsäure und Poly- 2 90
    glykoläther
    Beispiel 2 In ein Gemisch aus 68,8 Gewichtsteilen 2,2-(4,4'-Dioxydiphenyl)-propan (0,5 Mol), 80,3 Gewichtsteilen 4,4'-Dioxydiphenylsulfon (0,5 Mol), 330- Gewichtsteilen Methylenchlorid, 700 Gewichtsteilen Wasser und 69 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd werden unter Rühren bei 25' C in 2 Stunden 71,6 Gewichtsteile Phosgen eingeleitet. Dann werden 0,24 Gewichtsteile Triäthylamin und 2 Gewichtsteile diisobutylnaphthalinsulfosaures Natrium zugegeben. Bei weiterem Rühren bei Zimmertemperatur erreicht die Methylenchloridlösung des gebildeten Polycarbonats nach 50 Minuten ihre Endviskosität.
  • Beispiel 3 In ein Gemisch aus 68,8 Gewichtsteilen 2,2-(4,4'-Dioxydiphenyl)Propan (0,5 Mol), 56,2 Gewichtsteilen 4,4'-Dioxydiphenyl (0,5 Mol), 330 Gewichtsteilen Methylenchlorid, 700 Gewichtsteilen Wasser und 69 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd werden unter Rühren bei 25° C in 2 Stunden 71,6 Gewichtsteile Phosgen eingeleitet. Dann werden 0,24 Gewichtsteile Triäthylamin und 2 Gewichtsteile diisobutylnaphthalinsulfosaures Natrium zugegeben. Bei weiterem Rühren bei Zimmertemperatur erreicht die Methylenchloridlösung des gebildeten Polycarbonats schon nach 15 Minuten ihre Endviskosität.

Claims (2)

  1. PATENTANSYRQCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten durch Umsetzung von Dioxyverbindungen mit Phosgen oder Bis-chlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen . in wäßrig-alkalischer Lösung oder Suspension, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Reaktionsgemisch vor oder während der Reaktion geringe Mengen von tertiären Aminen oder deren Salzen, gegebenenfalls in Gegenwart inerter organischer Lösungsmittel, zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Reaktionsgemisch außerdem noch oberflächenaktive Stoffe zusetzt.
DEF19984A 1956-04-06 1956-04-06 Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten Pending DE1046311B (de)

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DE1141789B (de) * 1960-04-21 1962-12-27 Gevaert Photo-Producten N. V., Mortsel, Antwerpen (Belgien) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Polycarbonate.
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