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DE1046004B - Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol aus Hexachlorcyclohexanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol aus Hexachlorcyclohexanen

Info

Publication number
DE1046004B
DE1046004B DESCH15127A DESC015127A DE1046004B DE 1046004 B DE1046004 B DE 1046004B DE SCH15127 A DESCH15127 A DE SCH15127A DE SC015127 A DESC015127 A DE SC015127A DE 1046004 B DE1046004 B DE 1046004B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hexachlorobenzene
chlorine
reaction
production
hexachlorocyclohexanes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH15127A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Joachim Mattner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering AG filed Critical Schering AG
Priority to DESCH15127A priority Critical patent/DE1046004B/de
Publication of DE1046004B publication Critical patent/DE1046004B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/35Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions not affecting the number of carbon or of halogen atoms in the reaction
    • C07C17/357Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions not affecting the number of carbon or of halogen atoms in the reaction by dehydrogenation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol aus Hexachlorcyclohexanen Es ist bereits bekannt, Hexachlorbenzol durch Umsetzung von Hexachlorcyclohexan mit Chlor in der Gasphase bei Temperaturen von 350 bis 600° C unter Verwendung eines Chlorüberschusses herzustellen. Es ist ferner bekannt, für diese Reaktion als Katalysatoren Stoffe mit großer Oberfläche, wie Aktivkohle, feuerfeste Materialien, Quarz, Porzellan usw., anzuwenden.
  • Dieses Verfahren ermöglicht jedoch nur relativ geringe Durchsätze an Hexachlorcyclohexan und Chlor pro Zeiteinheit und Volumeinheit des Reaktionsraumes. Ferner erfordert es für eine einigermaßen rationelle Durchführung, besonders für die Erzielung befriedigender Ausbeuten, eine relativ hohe Reaktionstemperatur. Durch diese hohe Reaktionstemperatur entstehen jedoch Schwierigkeiten, die sich technisch kaum lösen lassen. Korrosionsfeste Materialien, wie Quarz oder bestimmte keramische Körper, verursachen große Schwierigkeiten bei dem Aufbau einer Reaktionsapparatur, da sie zerbrechlich sind und da sie ferner an den Verbindungsstellen zu den notwendigen Rohrleitungen bei den erforderlichen Temperaturen kaum gasdicht zu verschließen sind. Verwendet man jedoch statt soloher Baumaterialien wie Quarz Metalle, so erfolgt eine außerordentlich starke Corrosion dieser Bauelemente durch die an der Reaktion teilnehmenden bzw. dabei entstehenden Reagenzien. Selbst hochlegierte Stähle werden relativ schnell zerstört, und auch Nickel, welches fär diesen Zweck zm geeignetsten zu sein scheint, wird bei hohen Temperaturen schnell angegriffen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich aktive Tonerde ausgezeichnet als Katalysator für die Umsetzung zwischen Hexachlorcyclohexan und Chlor in der Gasphase eignet.
  • Aktive Tonerde ist die übliche Bezeichnung für besonders bereitete Tonerdegele, Aluminiumhydroxyde und Tonerden. So sind z. B. Tonerdegele-handelsüblich manchmal auch als TEG bezeichnet-gut brauchhar, die aus Aluminiumsalzlösungen ausgefällt sind. So kann z. B. die Tonerde zuerst aus Aluminiumsalzlösungen mit Soda gefällt, abfiltriert, ausgewaschen, getrocknet. gemahlen und danach zweckmäßig granuliert werden. Eine auf diese Weise gewonnene akitive Tonerde enthält noch beträchtliche Mengen So4-Ionen. die praktisch nicht auswaschbar sind. Ferner liann man unter Verwendung von nicht alterndem, insbesondere mit Säuren oder Salzen peptisiertem Aluminiumhydroxyd so vorgehen, daß man zur Herstellung des Katalysators nicht mehr quellfähige oder in ihrer Quellfähigkeit herabgesetzte Tonerde in fein gemahlenem Zustand mit etwa 20 bis 80 zozo in ihrer Quellfähigkeit nicht herabgesetzter, nicht alternder Tonerde anpastet ; die Masse wird danaah in üblicher Weise in Granulate übergeführt.
  • Ferner kann man eine geeignete aktive Tonerde nach dem Verfahren des schweizerischen Patentes 185 935 aus Natriumaluminatlösung oder Fällung mit Salpetersäure bei einem p-Wert von 6 bis 7 und nachherigem Waschen vorsichtigem Trocknen und Mahlen erzeugen. Unter aktiver Tonerde sollen ferner auch Tonerden verstanden werden, die einem anderen Aktivierungsprozeß, z. B. einer Säurebehandlung, unterworfen worden sind.
  • Dural die Anwendung dieser aktiven Tonerde gelingt es, erheblich höhere Durchsatzgesehwindigkeiten zu erzielen als bei Verwendung keiner oder anderer Katalysatoren wie z. B. von Stoffen mit großer Berührungsoberfläche. Bei gleichen Durchsatzgeschwindigkeiten sind die Ausbeuten mit dem erfindungsgemäßen Katalysator weit besser, und außerdem braucht kein so hoher Chlorüberschuß gewählt zu werden wie bei den bisher bekannten Verfahren. Ferner ist es möglich, bei wesentlich niedrigeren Temperaturen zu arbeiten als bisher. Wie auch aus dem oben Gesagten hervorgeht, ist letzter Umstand von großer Wichtigeit. Das Ausmaß der Korrosion an Metallen steigt mit steigender Temperatur stark an. Daher ist es für diesen ganzen Prozeß von entscheidender Bedeutung für seine Durchführbarkeit in der Praxis, daß er bei relativ niedrigen Temperaturen durchführbar ist.
  • Allerdings darf man die Temperaturen auch nicht allzu niedrig wählen. da dann di. e Reaktongeschwindigkeit zu klein ist und selbst der erfindungsgemäße Katalysator dann nicht mehr zur vollen Wirkung kommt.
  • Es ist zwar aus der deutschen Patentschrift 888 540 zu entnehmen, daß man niedriger chlorierte Benzole und Chlor in der Dampfphase bei etwa 300 bis 350° C zu Hexaehlorbenzol umsetzen kann : Hier handelt es sich jedoch um eine Reaktion von niederen dhlorierten Benzolen mit Chlor und außerdem um die Verwendung von Aluminiumoxyd bzw Aluminiumoxydhydrat und nicht speziell von aktiver Tonerde. Mit der vorliegenden Ernndung hat der Gegenstand dieser Patentschrift daher nichts zu tun.
  • Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von Hexaehlorbenzol besteht in der Umsetzung von Hexachlorcrclohexanen mit Chlor in der Schmelze. Hierbei ist jedodh der hohe Chlorverbrauch bzw. die relativ schlechte Ausbeute an Hexachlorbenzol bezüglich des-eingesetzten Chlors ein großer Nachteil, den das erfindungsgemäße Verfahren nicht aufweist. Auch z. B. bezüglich der Ausbeute pro Zeit-und Raumeinheit ist das kontinuierliche Verfahren in der Gasphase dem diskontinuierlichen Verfahren in der Schmelze überlegen.
  • Nachstehend werden einige Versuche angeführt, bei denen die Wirliung von aktiver Tonerde mit der Wirkung von Kieselsäuregel und Ziegelsplit verglichen wird. Ferner ist ein Versuch ohne Katalysator mit aufgenommen. Die Verweilzeit am Kontakt betrug bei diesen Versuchen etwa 5 Sekunden.
  • Tabelle I
    Verdampfte Molverhältnis
    Ausbeute Ausbeute Ausbeute
    katalysator Temperatur Menge C6H6Cl6
    C6H3Cl3 C6H2Cl4 C6Cl6
    C6H6Cl6 zu Cl2
    Aktive Tonerde...... 390° C 324 g/Std. 1 : 4 0% 12,5 85,5%
    Aktive Tonerde...... 400° C 325 g/Std. 1 : 4 11,5% 8% 73%
    Kieselsäuregel 410°°C 306 g/Std. 1 : 4 61,5% 13,5% 4%
    Ziegelsplitt ................ 420° C 327 g/Std. 1 : 4 54% etwa 25% 0%
    410° C 360 g/Std. 1 : 3 78% etwa 15% 0%
    In einer weiteren Versuchsreihe wurden unter Verwendung eines Reaktionsrohres aus Glas von etwa 11 Inhalt folgende Reaktionsergebnisse erhalten : Tabelle II
    Verdampfte Molverhältnsi
    Reaktions- Ausbeute ausbeute Ausbeute
    Katalysator Menge C6H6Cl6
    temperatu7r C6H3Cl3 C6H2Cl4 C6Cl6
    C6H6Cl6 zu Cl2
    Ohne............... C 360 g/Std. 1 : 3, 5 etwa. 80% 15% 5%
    Kieselsauregel....... 410° C 306 g/Std. 1 : 4, 25 etwa65"/c 13, 5% 5%
    Sattelkörper aus
    porösem Ton....... 410° C 223 g/Std. 1 : 5, 8 74% 5% 5%
    420 bis
    Raschigringe aus Glas 183 g/Std. 1 : 7 etwa 70% 8% 5%
    450°C
    Aktive Tonerde, grob-
    stückig 400° C 333 g/Std. 1 : 3, 9 0% 4,5% 85, 5 °/o
    Holzkohle ............... 400° C 163 g/Std. 1 : 8 90% 5 °/a 3 °lo
    Die nachfolgende Tabelle III zeigt, daß aktive Tonerde auch einer leicht eisenhaltigen Adsorptionskoh ! e überlegen ist. Bei der Verwendung eines Reaktionsrahres aus Glas mit etwa 11 Inhalt wurden folgende Versuchsergebnisse erhalten : Tabelle III
    Reinheit des einmal
    Verdampfte Molverhältnis
    Reaktions Ausbeute mit Methanol
    Katalysator Menge C6H6Cl6
    temperatur C6Cl6 gewaschenen
    C6H6Cl6 zu Cl2
    Rohproduktes
    Gaskohle .................. 350°C 612 g/Std. 1 : 3,2 55% 75%ig
    Aktive Tonerde...... 350° C 492 g/Std. 1 : 3, 9 73°/e 94°/oig
    Gaskohle............ C 556 g/Std. 1 : 3, 5 31% 68%ig
    Aktive Tonerde ........... 300° C 530 g/Std. 1 : 3, 6 70% 90%ig
    Beispiel 1 1 Durch ein Glasrohr mit etwa 1 1 Inhalt, welches mit aktiver Tonerde gefüllt war, wurde bei 300° C ein Hexachlorcyclohexan-Chlor-Gemisch mit einem Molverhältnis von 1 : 3, 6 geleitet. Aus 265 g Hexachlorcyclohexan wurden in einer Stunde 226g 96°/0iges Hexachlorbenzol gewonnen, das entspricht 217 g 100%igem hexachlorbenzol = 83,5% Ausbeute.
  • Nebenher entstand noch wenig Tetrachlorbenzol.
  • Beispiel 2 Durch ein mit aktiver Tonerde gefülltes Rohr von etwa 11 Inhalt wurden bei 350 bis 370° C ein Hexachlorcyclohexan-Chlor-Gemisch mit einem Molverhältnis von etwa 1 : 4 geleitet. Die durclhgesetzte Menge Hexachlorcyclohexan betrug pro Stunde 324 g.
  • Die Ausbeute nach einer Stunde betrug 271 g= 85 °/o Hexachlorbenzol und außerdem 30 g = 12, 5"/e Tetrachlorbenzol.
  • B e i s p i e l 3 Es wurde bei etwa den gleichen Verhältnissen wie bei Beispiel 1 gearbeitet, nur lag die Reaktionstemperatur bei 450 bis 470° C. Das anfallende, fast reine Hexachlorbenzol war nach dem Waschen mit Methanol 97-bis 98°/oig. Farblose Kristalle.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hexaohlorbenzol aus Hexachlorcyclohexanen, insbesondere aus dem bei der y-Hexachlorcyclohexanherstellung anfallenden Gemiscli der Nebenisomeren und Chlor in der Gasphase, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator aktive Tonerde verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 888 540, 891 841 ; belgische Patentschrift Nr. 503 063 ; französische Patentschrift Nr. 955 816.
DESCH15127A 1954-04-20 1954-04-20 Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol aus Hexachlorcyclohexanen Pending DE1046004B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE503063A (de) *
FR955816A (de) * 1950-01-20
DE888540C (de) * 1951-11-04 1953-09-03 F Raschig G M B H Dr Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol
DE891841C (de) * 1949-11-01 1953-10-01 Boehringer Sohn Ingelheim Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE888540C (de) * 1951-11-04 1953-09-03 F Raschig G M B H Dr Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol

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