DE1045889B - Verfahren zur Erzeugung von weichgebranntem Kalk im Drehrohrofen - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von weichgebranntem Kalk im DrehrohrofenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B2/00—Lime, magnesia or dolomite
- C04B2/10—Preheating, burning calcining or cooling
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B7/00—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
- F27B7/20—Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
- F27B7/36—Arrangements of air or gas supply devices
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Description
Beim Schachtofen ist ein Verfahren zum Umwälzen von Abgas bekannt, bei welchem ein Teil der vom
Brennerzeugnis vorgewärmten Verbrennungsluft aus der Kühlzone, insbesondere aus deren unterem Teil,
herausgeführt, sodann mit heißem Abgas von Brenngutzersetzungstemperatur gemischt und die Mischung
von einem Gebläse in die Kühlzone oder in den unteren Teil der Brennzone gefördert wird. Da bei
diesem Verfahren nur ein Teil der in der Kühlzone emporströmenden Kühlluft zur Herstellung des Abgas-Luft-Gemisches
dient, muß zur Erzielung einer ausreichend großen Umwälzabgasmenge je kg Brenngut
die· Kühlluft aus dem unteren Teil der Kühlzone mit geringer Temperatur (etwa 150° C) abgezogen
werden, da das Gemisch aus dem etwa 900° C heißen Abgas und der Kühlluft die zulässige Gebläsetemperatur
(etwa 650° C) nicht überschreiten darf.
Es ist weiter bekannt, beim Drehrohrofen mit nachgeschaltetem Kühler das Brenngut nach seinem Austritt
aus dem Drehrohrofen erst nach Durchgang durch einen mit Brenngut gefüllten Schacht, welcher der
Nachentsäuerung des Brenngutes und der Gasabdichtung zwischen Kühler und Drehrohrofen dient, dem
Kühler zuzuführen. Bei dieser Anordnung ist es bekannt, aus dem Raum des Ofenkopfes am Gutauslaufende
des Drehrohrofens heiße Luft abzuziehen, mit Abgas von geringerer Temperatur als Brenngutzersetzungstemperatur
zu mischen und diese Mischung durch ein Gebläse in den Drehrohrofen zu fördern. Hierdurch soll die Brenntemperatur im Drehrohrofen
vermindert und ein weichgebranntes Brenngut erreicht werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die
im Kühler auf etwa 400 bis 500° C aufgeheizte Luft im Raum des Ofenkopfes, dessen Innenwände durch
Strahlung der Flamme im Drehrohr hell glühen, auf etwa 600 bis 700° C erhitzt wird, bevor sie mit dem
Abgas des Drehrohrofens gemischt wird, so daß zur Verhütung einer Zerstörung des Umwälzgebläses als
Umwälzgas nur ein Abgas mit einer geringeren Temperatur als der Brenngutzersetzungstemperatur verwendet
werden kann, wodurch der thermische Wirkungsgrad der Drehrohrofenanlage verringert wird.
Zur Vermeidung der Nachteile der bekannten Verfahren wird erfmdungsgemäß vorgeschlagen, zur Erzeugung
von weichgebranntem Kalk aus Kalkstein oder Dolomit im Drehrohrofen, von welchem das
Brenngut erst nach Durchgang durch einen mit Brenngut gefüllten, der Nachentsäuerung des Brenngutes
und der Gasabdichtung zwischen Kühler und Drehrohrofen dienenden Schacht in den Kühler eintritt
und bei welchem Abgas mittels eines Gebläses rückgeführt wird, Abgas von etwa der Brenngutzersetzungstemperatur
für die Abgasrückführung zu verwenden und dieses Abgas vor Eintritt in das Gebläse
Verfahren zur Erzeugung von
weichgebranntem Kalk im Drehrohrofen
weichgebranntem Kalk im Drehrohrofen
Anmelder:
Rheinische Kalksteinwerke G. m. b. H.,
Wülfrath (RhId.)
Wülfrath (RhId.)
Dr.-Ing. Hans Eigen, Remscheid-Lennep,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
mit der gesamten Luft zu mischen, die den Kühler durchströmt hat und an der Grenze zwischen dem
Kühler und dem der Nachentsäuerung des Brenngutes dienenden Schacht abgezogen wurde.
Auf die vorgeschlagene Weise wird erreicht, daß dem gesamten Kühlluftvolumen von etwa 400° C fast
das gleiche Volumen Abgas von 900° C zugesetzt werden kann, ohne daß eine Gebläsetemperatur von
650° C überschritten wird und ohne daß durch die Anwendung der Abgasumwälzung eine Erhöhung des
Wärmeaufwandes je kg Kalk eintritt. Das Verfahren wird insbesondere bei Kalkdrehrohröfen mit großer
Leistung und hohem thermischem Wirkungsgrad, bei welchem sich ohne Anwendung der Abgasumwälzung
wegen der hohen Brennstoffmenge je Stunde zu hohe Brenntemperaturen ergeben, vorteilhaft sein.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel. Aus dem Drehrohr 1 fällt der gebrannte Kalk in den Nachentsäuerungsschacht
2 mit etwa 1000 bis HOO0C Temperatur. Nach Verlassen der Nachentsäuerungszone
JV, aus der der Kalk mit etwa 700 bis 800° C Temperatur austritt, gelangt der Kalk in die Kühlzone
K des Kühlschachtes 3, in der er im Gegenstrom zur aufsteigenden Verbrennungsluft von letzterer gekühlt
wird. Die erhitzte Verbrennungsluft wird aus dem Ringraum 4 vom Gebläse 8 durch die Leitung 5
mit einer Temperatur von etwa 400° C abgesaugt und mischt sich in der Leitung 7 mit dem aus der Leitung
6 kommenden, etwa 900° C heißen Drehrohrofenabgas. Das etwa 650° C heiße Abgas-Luft-Gemisch
wird vom Gebläse 8 durch die Leitung 9 in das Drehrohr gefördert. Der Kohlenstaub wird durch das
Staubrohr 10 in den Drehrohrofen eingeblasen. Die Schüttsäule der Nachentsäuerungszone N verhindert,
daß Gase aus dem Ofenkopfraum 11 in den Ringet» 6S7/373
raum 4 eintreten können, und verhütet ferner, daß die erhitzte Verbrennungsluft aus dem Ringraum 4 unmittelbar
in den Ofenkopfraum 11 oder in das Drehrohr strömen kann, ohne durch das Gebläse 8 zu strömen.
Man kann dafür Sorge tragen, daß der Druck in dem Ringraum 4 ebenso groß ist wie der Druck in
dem Ofenkopfraum 11. Auf diese Weise wird auch erreicht, daß die in dem Kalk der Nachentsäuerungszone
N vorhandene Wärme über der Zersetzungstemperatur des Kalksteins fast ganz zur restlichen
Entsäuerung des Kalkes verbraucht und ein Kalk mit geringem Gehalt an CO2 erzielt wird.
Bei diesem Verfahren kann bis zu 0,8 Nm3 Drehrohrofenabgas
von 900° C je Nm3 erhitzter Luft zugesetzt und damit eine wirksame Senkung der Flammentemperatur
ohne Verminderung des thermischen Wirkungsgrades des Drehrohrofens erreicht werden.
Das vorgeschlagene Verfahren ermöglicht es, bei guter Isolierung der Brenneinrichtungen mit nur 1000 bis
1100 kcal Wärmeaufwand je kg Kalk auszukommen und einen ganz weichgebrannten Kalk zu erzielen, weil
einerseits die Abgasumwälzung keine Hochtemperaturwärmeverluete ergibt und andererseits die Milderung
der Flammentemperatur erfahrungsgemäß auch zur Verringerung der Strahlungsverluste des Drehrohrofens
führt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Erzeugung von weichgebranntem Kalk aus Kalkstein oder Dolomit in einem Drehrohrofen, von welchem das Brenngut erst nach Durchgang durch einen mit Bxenngut gefüllten, der Nachentsäuerung des Brenngutes und der Gasabdichtung zwischen Kühler und Drehrohrofen dienenden Schacht in einen Kühler eintritt und bei welchem Abgas mittels eines Gebläses rückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Abgas von etwa der Brenngutzersetzungstemperatur für die Abgasrückführung verwendet und dieses Abgas vor Eintritt in das Gebläse (8) mit der gesamten Luft gemischt wird, die den Kühler (3) durchströmt hat und an der Grenze zwischen dem Kühler (3) und dem der Nachentsäuerung des Brenngutes dienenden Schacht (2) abgezogen wurde.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 933 197;
USA.-Patentschriften Nr. 2 653 809, 2 073 105.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen11.5
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10862A DE1045889B (de) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Verfahren zur Erzeugung von weichgebranntem Kalk im Drehrohrofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10862A DE1045889B (de) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Verfahren zur Erzeugung von weichgebranntem Kalk im Drehrohrofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1045889B true DE1045889B (de) | 1958-12-04 |
Family
ID=7067965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE10862A Pending DE1045889B (de) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Verfahren zur Erzeugung von weichgebranntem Kalk im Drehrohrofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1045889B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2073105A (en) * | 1935-11-26 | 1937-03-09 | Polysius G Ag | Heat exchange apparatus |
| US2653809A (en) * | 1949-07-23 | 1953-09-29 | Azbe Corp | Kiln |
| DE933197C (de) * | 1952-06-12 | 1955-09-22 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zum Umwaelzen von Abgas bei Schachtoefen zum Brennen von Kalkstein oder sonstigen Karbonaten |
-
1955
- 1955-06-14 DE DEE10862A patent/DE1045889B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2073105A (en) * | 1935-11-26 | 1937-03-09 | Polysius G Ag | Heat exchange apparatus |
| US2653809A (en) * | 1949-07-23 | 1953-09-29 | Azbe Corp | Kiln |
| DE933197C (de) * | 1952-06-12 | 1955-09-22 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zum Umwaelzen von Abgas bei Schachtoefen zum Brennen von Kalkstein oder sonstigen Karbonaten |
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