DE1043921B - Drehrohrofenanlage zum Brennen von Kalkstein oder anderen Karbonaten - Google Patents
Drehrohrofenanlage zum Brennen von Kalkstein oder anderen KarbonatenInfo
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Classifications
-
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-
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Description
DEUTSCHES
Es ist eine Anlage zum Brennen von Kalkstein oder anderen Karbonaten, im wesentlichen bestehend
aus einem Drehrohrofen mit vorgeschalteter Vorwärmevorrichtung, bekannt, bei welcher Gut und
Heizgas sich im Gleichstrom durch den Drehrohrofen bewegen und das Drehrohrofenabgas das Gut in der
vorgeschalteten Vorwärmevorrichtung im Gegenstrom vorwärmt.
Obwohl dieses Verfahren schon seit etwa 30 Jahren bekannt ist, hat es in der Praxis bisher keinen Eingang
gefunden, weil es den großen Nachteil hat, daß sowohl das Drehrohrofenabgas vom Auslaufende des
Drehrohrofens bis zum Auslaufteil der Vorwärmevorrichtung als auch die erhitzte Verbrennungsluft
vom Kühler bis zum Einlaufende des Drehrohrofens durch je eine genügend weite Rohrleitung an der gesamten
Länge des Drehrohrofens entlang geleitet werden muß. Diese langen und weiten Rohrleitungen
müssen gut isoliert sein und verursachen nicht nur beachtliche Herstellungskosten, sondern bedingen auch
durch den Reibungsverlust der Gase nennenswerte Gebläsestromkosten. Trotzdem ist der thermische
Wirkungsgrad bei der bekannten Anlage gering, weil das Gut nur auf 210 bis 340° C vorgewärmt in den
Drehrohrofen eintritt.
Um dem Brennen von Karbonaten im Gleichstromdrehrohrofen in der Praxis Eingang zu verschaffen,
müssen diese Nachteile vermieden werden. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, den im
Gleichstrom betriebenen Drehrohrofen in zwei Drehtrommeln aufzuteilen und diese so anzuordnen, daß
die Gutbewegung in den beiden Trommeln einander entgegengesetzt gerichtet ist. Es wird ferner vorgeschlagen,
die Anordnung so zu treffen, daß sowohl die Leitung für die erhitzte Verbrennungsluft als auch
die Leitung für das heiße Abgas kürzer sind als der Weg, den das Gut insgesamt in beiden Drehtrommeln
zurücklegt, und zwar wird das Auslaufende der zweiten Drehtrommel zweckmäßigerweise unterhalb
des Einlaufendes der ersten Drehtrommel angeordnet. Es ist zweckmäßig, in der zweiten Drehtrommel, insbesondere
in deren Auslaufteil, wärmeüberführende Einbauten anzuordnen, damit Gut und Gas mit möglichst
geringem Temperaturunterschied aus dem Drehrohrofen austreten. Es ist vorteilhaft, als Vorwärme-
bzw. Kühlvorrichtung schachtförmige Wärmeaustauscher zu verwenden, weil dadurch beim Kalkbrennen
der Wärmeaufwand bis auf 1000 kcal/kg Kalk gesenkt werden kann, wobei der erzeugte Kalk
vollständig entsäuert und ganz weichgebrannt ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel. In dem Schachtvorwärmer 1 wird der Kalkstein auf
800° C vorgewärmt und gelangt dann in die erste Drehtrommel 2, in der er zum Teil entsäuert wird.
Drehrohrofenanlage zum Brennen
von Kalkstein oder anderen Karbonaten
von Kalkstein oder anderen Karbonaten
Anmelder:
Rheinische Kalksteinwerke G; m. b. H.,
Wülfrath (RhId.)
Wülfrath (RhId.)
Dr.-Ing. Hans Eigen, Remscheid-Lennep,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Das Gut tritt dann in die zweite Drehtrommel 3 ein,
so die mit wärmeüberführenden Einbauten, wie Kreuzen
od. dgl., versehen ist und in der das Gut bis auf etwa 2% Restkohlensäuregehalt weiter entsäuert wird. Der
Kalk wird im Schacht 4 bis auf etwa 0,5% Restkohlensäure nachentsäuert und schließlich in dem
Schachtkühler 5 durch aufsteigende Luft gekühlt. Die auf 600° C erhitzte Luft durchströmt die isolierte
Leitung 6 und wird vom Gebläse 7 durch die Leitung 8 in den Drehrohrofen 2 gefördert, in welchen durch
die Düse 9 Kohlenstaub eingeblasen wird. Das Heizgas passiert im Gleichstrom mit dem Gut nacheinander
die Drehtrommeln 2 und 3, wobei durch die weitgehende Anpassung der Wärmeerzeugung aus
Kohlenstaub an den anfänglich großen Reaktionswärmebedarf des Gutes eine ungewöhnlich große
Kalkleistung je m3 Drehrohrofenraum erzielt und außerdem jegliches Hartbrennen des Kalkes vermieden
wird. Das aus dem Drehrohrofen 3 mit etwa 900° C austretende Heizgas strömt durch die isolierte
Leitung 10 in den Schachtvorwärmer 1, steigt im Gut empor und wird aus dem Schachtvorwärmer 1
durch die Leitung 11 vom Abgasgebläse 12 abgesaugt. Sowohl die Heißluftleitung 6 als auch die Abgasleitung
10 werden bei dieser Anordnung sehr kurz. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens liegt darin, daß
nicht nur eine ungewöhnlich große Raumleistung erreicht, sondern auch völlig garer Weichbranntkalk
mit einem Wärmeaufwand von nur 1000 kcal/kg Kalk hergestellt werden kann, ohne daß zur Milderung der
Flammentemperatur Abgasumwälzung angewendet werden muß.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Brennen von Kalkstein oder anderen Karbonaten, im wesentlichen bestehend
#09 673/708
aus einem im Gleichstrom beheizbaren Drehrohrofen,
in welchem das Rohgut entsäuert wird, und einem durch die Abgase des Drehrohrofens im
Gegenstrom beheizbaren Vorwärmer, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehrohrofen aus zwei 5
Drehtrommeln (2, 3) besteht, die so angeordnet sind, daß die Gutbewegung in diesen beiden
Trommeln einander entgegengesetzt gerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftleitung (6) vom Kühler (5) zum Einlaufende des Drehrohrofens (2) als
auch die Abgasleitung (10) vom Auslaufende des Drehrohrofens (3) bis zum Vorwärmer (1) kürzer
sind als der Weg, den das Gut insgesamt in beiden Drehtrommeln (2, 3) nacheinander zurücklegt.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorwärmer
ein schachtförmiger Vorwärmer (1) dient.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Kühler ein schachtförmiger Gegenstromkühler (5) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 67OT08 11.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE13544A DE1043921B (de) | 1957-01-22 | 1957-01-22 | Drehrohrofenanlage zum Brennen von Kalkstein oder anderen Karbonaten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1043921B true DE1043921B (de) | 1958-11-13 |
Family
ID=7068588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE13544A Pending DE1043921B (de) | 1957-01-22 | 1957-01-22 | Drehrohrofenanlage zum Brennen von Kalkstein oder anderen Karbonaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1043921B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1260085B (de) | 1964-01-21 | 1968-02-01 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip |
| DE1289949B (de) * | 1965-11-30 | 1969-02-27 | Lias Gmbh & Co Kg Leichtbausto | Verfahren zur Herstellung von Blaehton in einem Drehofen |
| US4083676A (en) * | 1975-10-14 | 1978-04-11 | Polysius Ag | Method for heat treating fine-grain material |
-
1957
- 1957-01-22 DE DEE13544A patent/DE1043921B/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1260085B (de) | 1964-01-21 | 1968-02-01 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip |
| DE1289949B (de) * | 1965-11-30 | 1969-02-27 | Lias Gmbh & Co Kg Leichtbausto | Verfahren zur Herstellung von Blaehton in einem Drehofen |
| US4083676A (en) * | 1975-10-14 | 1978-04-11 | Polysius Ag | Method for heat treating fine-grain material |
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