DE1045686B - Druckmessvorrichtung - Google Patents
DruckmessvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckmesser oder den druckmessenden Teil von druckgesteuerten
Geräten (Volumenumwertern, Reglern, Steuervorrichtungen u. dgl.) der Mengenmessung von Gasen und
Flüssigkeiten.
Der Bau dieser Geräte wird vor ernste Schwierigkeiten gestellt, sobald es sich um die Erfassung hoher
Drücke handelt und dabei eine fehlerfreie Anzeige oder Übertragung des Meß- oder Steuerdruckes bei
hoher Feinfühligkeit der Geräte verlangt wird. Die üblichen Membranen sind als Druckfühler für diese
Fälle ungeeignet. Die einen haben keine ausreichende Festigkeit, um den auftretenden Beanspruchungen gewachsen
zu sein, die anderen besitzen eine zu große Steifigkeit und geben daher zu geringe Ausschläge.
Ein Ersatz der Membranen durch Kolben od. dgl. kommt nicht in Betracht, weil dabei die Reibungsund
Leckverluste zu groß werden, selbst wenn man zu ihrer Herabsetzung die Kolben rotieren läßt.
Durch die vorliegende Erfindung wird es ermöglicht, diese Schwierigkeiten zu beseitigen und die
Messungen auch bei höchsten Drücken betriebssicher und fehlerfrei auszuführen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß bei Verwendung der bei Druckmessern an sich bekannten
Anordnung, bei welcher der Druckfühler aus mehreren axial in Abstand hintereinandergesehalteten
und gegebenenfalls mechanisch miteinander gekuppelten Membranen besteht, nur die A^orderseite der
ersten Mebran an die den zu messenden Druck führende Leitung und nur die Hinterseite der letzten
Membran an den Raum angeschlossen ist, in welchem der das Gesamtdruckgefälle bestimmende Enddruck
herrscht, und daß Mittel vorgesehen sind, durch welche in den Räumen zwischen den Membranen abgestufte
Drücke erzeugt werden.
Als Gegendruck kommt vorzugsweise der Atmosphärendruck in Betracht. Man kann aber je nach den
gegebenen Verhältnissen auch einen anderen Druck, z. B. einen Unterdruck, als Gegendruck benutzen.
Hierbei ergibt sich für jeden praktischen Fall die erforderliche Anzahl von Druckstufen ohne weiteres aus
dem gegebenen Gesamtdruckgefälle einerseits und der Beanspruchbarkeit der einzelnen Membranen andererseits.
Die Druckabstufung, im folgenden kurz »Druckkaskade« genannt, kann in verschiedenster Weise erzeugt
werden, sei es im Membransystem selbst, sei es durch eine besondere Vorrichtung, die an das
Membransystem angeschlossen ist.
Die Erfindung und ihre Wirkungsweise seien im folgenden an Hand einiger in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung sind gleiche oder einander entsprechende
Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Druckmeßvorrichtung
Anmelder:
Dipl.-Ing. Hans Gehre,
Oberkassel (Siegkr.), Bernhardstr. 63
Oberkassel (Siegkr.), Bernhardstr. 63
Dipl.-Ing. Hans Gehre, Oberkassel (Siegkr.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Bei der Ausführung nach Fig. 1 sind beispielsweise drei Wellrohrmembranen 1, 2 und 3 in einem zweiteiligen
zylindrischen Gefäß 4, 5, in gleichachsiger Anordnung hintereinandergeschaltet und mit ihren
Rändern bei 7, 8 und 9 abdichtend eingespannt, während ihre Böden 10, 11, 12 durch einen Schaft 13
starr miteinander verbunden sind. Das obere Gefäß 4 und damit zugleich auch der von der Membran 1 umfaßte
Raum 0 sind durch einen Deckel 14 abgeschlossen. In ihm mündet eine Leitung 15, durch
welche der Raum 0 an den Betriebsdruck angeschlossen ist.
Die Erzeugung der Druckkaskade erfolgt hier in einem besonderen Gerät, welches aus einem vom
Beitriebsdruck gesteuerten System in Abstand hintereinandergeschalteter Differentialkolben besteht und
bei welchem die Räume zwischen den Differentialkolben an die Zwischenräume des Membransystems
4-0 der Druckmeßvorrichtung angeschlossen sind.
Von der Leitung 15 zweigt eine Leitung 16 ab, welchei den Betriebsdruck dem in einem Zylinder 17
beweglichen Kolben 18 mitteilt. Die Belastung des Kolbens 18 wird über einen Schaft 19 auf einen
größeren Kolben 20 übertragen, der in einem anschließenden Zylinder 21 beweglich ist. Der unterhalb
des Kolbens 20 liegende Raum des Zylinders 21 steht über die Leitung 22 mit dem Raum I zwischen den
beiden Membranen 1 und 2 in Verbindung.
Der Zylinder 21 geht unten in einen kleinen Zylinder 23 über. In diesem befindet sich ein Kolben 24,
welcher seine Belastung über einen Schaft 25 an den größeren Kolben 26 weitergibt, der in einem entsprechenden
Zylinder 27 beweglich ist. Der untere
ffl)9 69W3flO
Teil dieses Zylinders ist durch die Leitung 28 mit dem
Raum II zwischen den Membranen 2 und 3 verbunden. Im unteren Teil des Zylinders 17 befindet sich eine
Entlüftungsöffnung 29, im Unterteil des Zylinders 23 eine Entlüftungsöffnung 30.
Der Schaft 13 bildet den Arbeitsschaft des betreffenden Geräts. Bei einem reinen Druckmesser z. B.
betätigt er eine Anzeigevorrichtung, etwa einen bei 31 schwenkbar gelagerten Zeiger 32, der unter der Rückstellkraft
einer Feder 33 steht und mit einer Anzeigeskala 34 zusammenwirkt, oder eine Druckwaage
od. dgl. Bei einem Druckregler betätigt er, wie in Fig. 7 gezeigt, das Drosselglied 35 des Regelventils.
Bei einem Volumenreduktor überträgt er die zur Darstellung des Umwertungsfaktors erforderlichen Druckgrößen unmittelbar oder mittelbar auf den im Zähl-
^verksantrieb des zugehörigen Mengenzählers befindlichen
Korrigiermechanismus.
Der Zylinder 21, die Leitung 22 und der Raum I einerseits sowie der Zylinder 27, die Leitung 28 und
der Raum II andererseits sind vollkommen mit Flüssigkeit gefüllt, so daß sich jede auf die Kolben 20 und
24 ausgeübte Belastung als entsprechender Flüssigkeitsdruck in die Räume I und II überträgt und damit
auf die Membranen 1, 2 und 3 wirksam wird. Diese Belastung ist gegeben einerseits durch das Größenverhältnis
der Kolben 18, 20 und den durch die Leitung 16 auf den Kolben 18 wirkenden Betriebsdruck ρ
und andererseits durch das Groß en verhältnis der Kolben 24, 26 und den auf den Kolben 24 wirkenden
Flüssigkeitsdruck, den der Kolben 20 vermittelt.
Die Abmessungen der Kolben 18 und 20 sind so aufeinander abgestimmt, daß im Raum I ein Druck P1
herrscht, der um einen bestimmten gewünschten Betrag kleiner ist als der im Raum 0 der Wellrohrmembran
1 herrschende Betriebsdruck p, und daß die dabei entstehende Druckstufe von p bis P1 der Festigkeit
der Wellrohrmembran 1 angepaßt ist. Entsprechend wird das Größenverhältnis der Kolben 24 und
26 so gewählt, daß die Druckstufe von P1 bis p2 sowie
die Stufe von p% bis zum Atmosphärendruck oder einem anderen eingestellten Gegendruck im Hinblick
auf die Belastungsfähigkeit der Wellrohrmembranen 2 und 3 in den zulässigen Grenzen bleiben.
Auf die Membran 1 wirkt somit statt des gesamten Druckgefälles vom Betriebsdruck p bis zum gewählten
Gegendruck nur die kleine Druckstufe von p bis P1,
auf die Membran 2 nur die kleine Druckstufe von P1
bis p2 und auf die Membran 3 nur die kleine Druckstufe
von p2 bis zum gewählten Gegendruck, in Fig. 1 beispielsweise bis zum äußeren Luftdruck.
Infolge der starren Kupplung der Wellrohrmembranen I3 2 und 3 erleiden die Räume I und II bei Bewegungen
des Schafts 13 keinerlei Größenverändecungen. Die Kolben 18, 20 und 24, 26 bleiben also auch
bei Bewegungen des Schafts 13 in Ruhe, so daß die Feinfühligkeit der Wellrohrmembranen nicht durch
Reibungskräfte der Kolben beeinträchtigt und der Betriebsdruck unverfälscht und vollkommen übertragen
wird. Von der Eigenfederung der Membrankörper 1, 2 und 3 kann abgesehen werden, da sie eingeeicht
oder mit geeigneten Mitteln kompensiert werden kann. Natürlich kann man auch federungsfreie
Membranen verwenden, z. B., wie in Fig. 2 gezeigt, die gebräuchlichen Tellermembranen. Die Anordnung
ist dabei im übrigen die gleiche wie in Fig. 1.
Ist der Betriebsdruck des Druckmediums genügend hoch, so läßt sich die Druckkaskade z. B. auch mit der
in Fig. 3 gezeigten Anordnung erzeugen. Sie besteht aus einer entsprechenden Anzahl in der Leitung 16
hintereinandergeschalteter Drosselöffnungen 36, 37, durch welche ein Zweigstrom des Druckmediums
fließt. Dieser tritt bei richtiger Größenwahl der Öffnungen mit Schallgeschwindigkeit aus ihnen aus, und
es stellt sich an ihren Mündungen ein dem kritischen Druckverhältnis entsprechender Ausgangsdruck ein,
der durch die Leitungen 22 und 28 in die Räume I und II übertragen wird. Soll bei sehr hohen Betriebsdrücken das vorhandene Gesamtdruckgefälle auf eine
ίο größere Anzahl von Druckstufen verteilt werden, so
ist die Anzahl der Drosselöffnungen entsprechend der Anzahl der verwendeten Membranen zu wählen.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Anordnung ist zur Erzeugung der Druckkaskade ein ständiger Durchfluß
erforderlich, der z. B. ins Freie abgeleitet, besser aber einer Niederdruckleitung zugeführt wird. Dabei kann
durch Einschaltung von Druckreglern die Druckabstufung in den Räumen zwischen den Membranen
den gegebenen Festigkeitsverhältnissen der Membranen angepaßt werden.
Diese Anordnung ist in Fig. 4 schematisch dargestellt, wobei die Druckregler mit 38 und 39 bezeichnet
sind. Um Verluste bei Niederdruck zu vermeiden, kann ein druckgesteuertes Absperrventil 40 bekannter
as Bauart vorgesehen werden, welches sich erst bei Erreichung
eines genügend hohen Betriebsdruckes öffnet und die Druckkaskade in Funktion setzt.
Wie schon eingangs erwähnt, kann die Anordnung auch so getroffen werden, daß die Druckkaskade im
Membransystem selbst gebildet wird. Als Beispiel sei die in Fig. 5 gezeigte Ausführung angegeben, bei welcher
die Drosselöffnungen 36 und 37 in den Böden 10 und 11 der Membranen 1 und 2 angebracht sind. Die
Fortsetzung der Leitung 15 ist hier im Hinblick auf den eventuellen Anschluß an eine Niederdruckleitung
an der Seitenwand des Gehäuseteiles 5 angebracht, und es ist in ihr gegebenenfalls ein Druckregler oder
Absperrventil (vgl. Fig. 4, Bezugsziffern 38 und 40) angeordnet.
Noch einfacher ist das in Fig. 6 gezeigte Ausführungsbeispiel, bei welchem die Druckkaskade ebenfalls
im Membransystem selbst erzeugt wird. Hier sind die Räume zwischen den Membranen geschlossen
und zum Teil mit Flüssiggas oder leicht verdampfbaren Flüssigkeiten verschiedenen Dampfdruckes gefüllt,
z. B. der Raum I mit Propan, der Raum II mit Butan od. dgl. Im Raum I entsteht dann der höhere,
im Raum II der geringere Druck.
Auch bei der Ausführung nach Fig. 7, bei welcher die erfindungsgemäße Membrananordnung, wie bereits
erwähnt, als Steuerglied eines Druckreglers dient, wird die Druckkaskade im Membransystem selbst gewonnen.
Hier sind beispielsweise vier Druckstufen vorgesehen und entsprechend vier Membranen 1, 2, 3
und 41. Die Räume I, II und III zwischen ihnen sind geschlossen. Die obere Membran 41 ist mit dem Gewicht
42 belastet, welches den Regeldruck p bestimmt. Die untere Membran 1 steuert den an ihr befestigten
Schaft 13 des Reglerventils 35.
An den Membranen 2, 3 und 41 befinden sich Anschläge
43, 44 und 45. Die Höhen dieser Anschläge sind den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt und werden
beispielsweise und vorzugsweise so berechnet, daß die Druckunterschiede an allen Membranen etwa
gleich groß ausfallen.
Bezeichnet man die Membranabstände bei unbelasteten Membranen mit e und wählt man beispielsweise
e± = ez = es = e, so ergibt sich, wenn im unbelasteten
Zustande der Druck in den Räumen I, II und III gleich dem Atmosphärendruck (== Barometer-
stand V) ist, nach vollzogener Belastung, d. h. wenn
die Membranen an den Anschlägen 43, 44 und 45 liegen, der absolute Enddruck in den Räumen I, II
und III zu
e —
ία
worin χ die dabei eintretende Änderung der ursprünglichen
Membranabstände e bedeutet.
Bezeichnet man den an den Membranen herrschenden, für ihre Materialbeanspruchung bestimmenden
Druckunterschied mit Δ p, so ergibt sich:
für die Membran 1: ^Ip1 =p —pv
für die Membran 2: Ap2 = Pi—P2,
für die Membran 3.: ΑρΆ = p2 —P3,
für die Membran 41: Apix — pz—b,
für die Membran 2: Ap2 = Pi—P2,
für die Membran 3.: ΑρΆ = p2 —P3,
für die Membran 41: Apix — pz—b,
worin p in diesem Falle den mittels des Drosselgliedes 35 eingestellten Regeldruck bedeutet.
Damit sind für diesen Fall die Höhen der Anschläge 43, 44 und 45 festgelegt. Umgekehrt kann man natürlich
auch die Höhe dieser Anschläge gleich groß machen. Dann wären nach obigem die Abstände ev e2
und e3 bestimmt.
An Stelle der starren Anschläge können auch elastische verwendet werden, d. h. die Membranen können
beispielsweise auch durch Federn miteinander verbunden sein, wie dies in Fig. 7 mit gestrichelten
Linien angedeutet ist.
Wenn man bei der Anordnung nach Fig. 1 nur zwei Wellrohrkörper, etwa den mit 1 und den mit 2 bezeichneten,
verwendet und sie mit ihren Böden 10 und 11 gegeneinandergekehrt verbindet, so erhält man die
in Fig. 8 dargestellte vereinfachte Ausführung, bei welcher der Raum I auch gegenüber der Membran 2
an der Außenseite liegt. Die Anordnung zur Erzeugung der Druckkaskade besteht hier beispielsweise
aus zwei entsprechend bemessenen Wellrohrkörpern 46 und 47j von denen der erste an die Leitung 16, der
zweite an den Raum I des Membransystems angeschlossen ist. Der Wellrohrkörper 47 und der Raum I
seien mit Flüssigkeit gefüllt. Der Betriebsdruck wirkt über den Boden 18', welcher dem Kolben 18 der Fig. 1
entspricht, und den bei 48 schwenkbar gelagerten Hebel 49 auf den Boden 20' des Wellrohrkörpers 47.
Dieser Boden entspricht dem Kolben 20 und der als Kraftübertragung dienende Schwenkhebel 49 dem
Schaft 19 der Fig. 1.
In den Fällen, in welchen der Betriebsdruck/' als
annähernd konstant betrachtet werden darf oder gewisse Höchstgrenzen nicht überschreitet, kann der
Druck P1 im Raum I konstant gemacht werden, d. h.
es bedarf dann keiner besonderen Steuerung der Druckkaskade durch den Betriebsdruck, sondern es
genügt eine entsprechende konstante Belastung des Bodens 20', der nun zusammen mit dem Wellrohrkörper
47 die Vorrichtung zur Erzeugung der Druckkaskade bildet. Bei dieser vereinfachten Ausführung
kommt die Zweigleitung 16 mit dem Wellrohrkörper 46 und der Hebelübertragung 48, 49 in Wegfall. Die
Belastung des Bodens 20' wird beispielsweise so gewählt, daß der Druck im Raum I gleich dem halben
Betriebsdruck p ist (Manometer 50), auf jeden Fall aber so, daß die Membranen 1 und 2 nicht über das
zulässige Maß hinaus beansprucht werden.
Bei Flüssigkeitsfüllung gewährleistet die Verschiebbarkeit
und die ständige Belastung des Bodens 20', daß der Druck im Raum I erhalten bleibt. Bei unbeweglichem
Boden 20' wäre der Druck im Raum I unkontrollierbar und temperaturabhängig, und es
würde die Gefahr entstehen, daß die Belastbarkeitsgrenze der Membranen überschritten wird.
Diese Schwierigkeit kann aber dadurch beseitigt werden, daß man an Stelle der Flüssigkeit ein kompressibles
Mittel wie Gas oder Dampf zur Füllung anwendet. Durch die elastischen Eigenschaften dieser
Mittel entfällt die Notwendigkeit eines beweglichen Bodens, und auch der Wellrohrkörper 47 kann dann
noch wegfallen. Eine besondere zeichnerische Darstellung dieser Abwandlungen erscheint entbehrlich.
Claims (13)
1. Druckmeßvorrichtung, deren Druckfühler aus
mehreren axial in Abstand hintereinandergeschalteten
und gegebenenfalls mechanisch miteinander gekuppelten Membranen besteht, dadurch
gekennzeichnet, daß nur die Vorderseite der ersten Membran an die den zu messenden Druck führende
Leitung und nur die Hinterseite der letzten Membran an den Raum angeschlossen ist, in welchem
der das Gesamtdruckgefälle bestimmende Enddruck herrscht, und daß Mittel vorgesehen sind,
durch welche in den Räumen zwischen den Membranen abgestufte Drücke (Druckkaskade) erzeugt
werden.
2. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erzeugung
der Druckkaskade aus einem vom Betriebsdruck gesteuerten System in Abstand hintereinandergeschalteter Differentialkolben bestehen und daß die Räume zwischen den äußeren
Seiten der Differentialkolben mit Flüssigkeit gefüllt und jeweils an die ebenfalls mit Flüssigkeit
gefüllten Zwischenräume des Membransystems der Druckmeßvorrichtung angeschlossen sind.
3. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erzeugung
der Druckkaskade aus einer Reihe in einer vom Druckmedium durchflossenen Leitung hintereinandergeschalteter
Drosselöffnungen bestehen, deren Ausgangsseiten jeweils an die Zwischenräume des Membransystems angeschlossen sind.
4. Druckmeßvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Membransystem
selbst als Mittel zur Erzeugung der Druckkaskade ausgebildet ist, indem in den Membranbödetn
Drosselöffnungen für den Durchfluß des Druckmediums angeordnet sind.
5. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer dieser
Drosselöffnungen ein Druckregler vorgeschaltet ist.
6. Druckmeßvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß hinter
der letzten der Drosselöffnungen ein druckabhängiges Absperrventil vorgesehen ist.
7. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Räume zwischen
den Membranen geschlossen und zur Erzeugung der Druckkaskade mit einer teilweisen Füllung
aus Flüssiggas oder leicht verdampfbaren Flüssigkeiten
verschiedenen Dampfdrucks versehen sind.
8. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Räume zwischen
den Membranen geschlossen und zur Erzeugung der Druckkaskade mit einem elastischen Medium
gefüllt sind und daß zur Bestimmung der einzelnen Stufen der Druckkaskade auf den Membranböden
Anschläge verschiedener Höhe angebracht sind.
9. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das Membransystem aus nur zwei miteinander
gekuppelten Membranen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise well- oder
faltenrohrförmigen Membranen an ihren gegeneinandergekehrten Böden, gegebenenfalls unter
Weglassung des einen Bodens, zu einer Einheit verbunden sind. .
10. Druckmeßvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Membranen
von einem einzigen Well- oder Faltenrohrkörper gebildet werden, in dessen Innerem ein Trennboden
vorgesehen ist.
11. Druckmeß vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung
der Druckkaskade zwei Membrandosen dienen, von denen die eine an den Betriebsdruck
angeschlossen ist und ihn mittels einer Übertragungsvorrichtung auf den Boden der zweiten
wirksam macht, welche ihrerseits an den die beiden Membranen des druckmessenden Membransystems
umgebenden Raum angeschlossen ist und mit ihm zusammen ein flüssigkeitsgefülltes Druckübertragungssystem
bildet.
12. Druckmeß vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10 für annähernd konstanten Betriebsdruck,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Druckkaskade eine Membrandose vorgesehen ist,
welche an den die beiden Membranen des druckmessenden Membransystems umgebenden Raum
angeschlossen ist und eine konstante Belastung aufweist.
13. Druckmeßvorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10 für annähernd konstanten Betriebsdruck,
dadurch gekennzeichnet, daß der die beiden Membranen umgebende Raum fest geschlossen und mit
einem kompressiblen Medium gefüllt ist, dessen Druck die Zwischenstufe der Druckkaskade bildet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 299 232, 719 562.
Deutsche Patentschriften Nr. 299 232, 719 562.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 80» 69.7/3OO 11.58.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG10639A DE1045686B (de) | 1953-01-02 | 1953-01-02 | Druckmessvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG10639A DE1045686B (de) | 1953-01-02 | 1953-01-02 | Druckmessvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1045686B true DE1045686B (de) | 1958-12-04 |
Family
ID=7119366
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG10639A Pending DE1045686B (de) | 1953-01-02 | 1953-01-02 | Druckmessvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1045686B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157408B (de) * | 1960-02-13 | 1963-11-14 | Leybold Hochvakuum Anlagen | Mit Zeigerwerk oder elektrischer Kontaktanordnung ausgeruestetes Druckmesssystem |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE299232C (de) * | ||||
| DE719562C (de) * | 1936-06-16 | 1942-04-11 | Askania Werke Ag | Druckdosenmessgeraet |
-
1953
- 1953-01-02 DE DEG10639A patent/DE1045686B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE299232C (de) * | ||||
| DE719562C (de) * | 1936-06-16 | 1942-04-11 | Askania Werke Ag | Druckdosenmessgeraet |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1157408B (de) * | 1960-02-13 | 1963-11-14 | Leybold Hochvakuum Anlagen | Mit Zeigerwerk oder elektrischer Kontaktanordnung ausgeruestetes Druckmesssystem |
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