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Einrichtung zur Synchronisation eines kinematogrz#phischen Aufnahme-oder
Wiedergabegerätes mit einem Magnettongerät mittels Steuerimpulsen Es ist bekannt,
den Synchronlauf zwischen einem Kinoaufnahme- oder -wiedergabegerät und einem getrennt
angetriebenen Magnettongerät durch Steuerimpulse herbeizuführen, die von einer mit
dem Antrieb des Bildgerätes gekuppelten Kontakttrommel und von einer mit dem Tonbandantrieb
gekuppelten oder vom Tonband selbst angetriebenen Kontakttrommel erzeugt werden.
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Da die meisten Tonbandgeräte für verschiedene Tonbandgeschwindigkeiten
eingerichtet sind, muß die Möglichkeit bestehen, Synchronisationseinrichtungen t'
23 der vorstehend erwähnten Art diesen verschiedenen Tonbandgeschwindigkeiten anzupassen.
Insbesondere muß die Möglichkeit auch an solchen Synchronisiereinrichtungen bestehen,
die als Ergänzungseinheit für handelsübliche Tonbandgeräte vorgesehen sind.
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Bei den bisher bekannten Geräten dieser Art erfolgte die Anpassung
durch Auswechseln der vom Tonband angetriebenen, mit der als Impulsgeber dienenden
Kontakttrommel gekuppelten Rolle gegen eine solche anderen Durchmessers. Da im allgemeinen
vom Benutzer eines Tonbandgerätes keine handwerklichen Fertigkeiten erwartet werden
können, ist diese Lösung unvorteilhaft. Außerdem bedeutet die Notwendigkeit mehrerer
solcher Rollen eine Erhöhung der Anschaffungskosten.
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Es ist weiterhin auch bekanntgeworden, die vom Tonband angetriebene
Rolle stufenförmig zu gestalten und das Tonband beim Wechseln der Tonbandgeschwindigkeit
umzulegen. Eine solche Methode hat mit der vorstehend beschriebenen Methode den
Nachteil gemeinsam, daß der- Umschlingungswinkel des Tonbandes um die von ihm anzutreibende
Rolle bei den einzelnen Tonbandgeschwindigkeiten verschieden ist und somit also
nicht bei jeder Tonbandgeschwindigkeit der als besonders günstig erkannte Umschlingungswinkel
verwendet werden kann. Weiterhin muß das Tonband bei mindestens einer der wählbaren
Bandgeschwindigkeiten aus seiner geraden Führung abgelenkt werden, was nur durch
besondere zusätzliche Führungsmittel zu erreichen ist.
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Erfindungsgernäß werden diese Nachteile bei einer Synchronisiereinrichtung
der erwähnten Art dadurch vermieden, daß zwecks Ausgleichs der durch verschiedene
Tonträgergeschwindigkeiten hervorgerufenen unterschiedlichen Winkelgeschwindigkeiten
der mit dem Tonbandantrieb gekuppelten oder vom Tonband selbst angetriebenen Kontakttrommel
an dieser den verschiedenen Tonträgergeschwindigkeiten zugeordnete Kontaktsysteme
vorgesehen sind. Eine der möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgedankens besteht
darin, auf der mit dem Tonbandantrieb gekuppelten oder vom Tonband selbst angetriebenen
Kontakttrommel mehrere Kontaktreihen nebeneinander anzuordnen. Den einzelnen Kontaktreihen
können getrennte Stroinabnehmer zugeordnet werden, die wahlweise zu- und abschaltbar
sind. Es ist weiterhin möglich, den einzelnen Kontaktreihen einen verschiebbar gelagerten
Träger mit den Stromabnehmern so zuzuordnen, daß sie längs der Mantelfläche der
Kontakttrommel verschoben werden, oder aber man ordnet den den einzelnen Kontaktreihen
zugeordneten Träger mit den Stromabnehmern fest an und lagert die Kontakttrommel
verschiebbar in Richtung ihrer Achse.
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Weiterhin ist es möglich, an einer mit dem Tonbandantrieb gekuppelten
und vom Tonband selbst angetriebenen Kontakttrommel, die nur eine Kontaktreihe trägt,
mehrere am Umfang der Kontakttrommel versetzt zueinander angeordnete Stromabnehmer
vorzusehen, die wahlweise parallel geschaltet werden können. Schließlich kann man
die am Umfang der Kontakttrominel versetzt angeordneten Strornabnehmer auch abklappbar
anordnen.
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Diese verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens
werden an Hand der Zeichnung erläutert, wobei das Zusammenwirken zwischen der vom
Tonband angetriebenen Kontakttrommel und der mit dem Antrieb des Bildgerätes gekuppelten
Kontakttrommel nur in der Abb. 1 dargestellt ist, während bei den übrigen
Ausführungsbeispielen hierauf verzichtet werden kann.
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Im Ausführungsbeispiel nach der Abb. 1 wird von einem perforierten
Magnettonband 1 die mit Zähnen versehene Rolle 2 angetrieben. Die Rolle 2
ist über eine Welle 3 mit der Kontakttrommel 4 fest verbunden. Letztere trägt
zwei Reihen 5 und 6 von Kontaktsegmenten und einen geschlossenen Kontaktring
7, der
mit den einzelnen Kontaktse-menten beider Kontaktreihen
in leitender Verbindung steht. Auf dem Kontaktring 7 schleift ein Stromabnehmer
8, während auf den Kontaktreihen 5 und 6 die Stromabnehmer
9 und 10 schleifen. Sämtliche Stromabnehmer sind auf einem Trä '-er
11 angeordnet. Die Kontaktreihe 6 mit ihrem Stroniabnehmer
10 ist einer niedrigen Bandgeschwindigkeit, z. B. 9,5 cm pro Sekunde,
und die Kontaktreihe 5 mit ihrem Stromabnehmer 9 einer höheren Bandgeschwindigkeit,
z. B. der doppelten Geschwindigkeit - nämlich 19 cm pro Sekunde
- zugeordnet. Durch einen Umschalter 12 wird wahlweise der Stromabnehmer
9 oder der Stromabnehiner 10 mit der Wicklung 13 eines polarisierten
Relais verbunden, welches von einer Batterie 14 gespeist wird. Das Bildband
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läuft über eine Zahntrommel 16, die mit dem Antriebsmotor
17 eines Projektors über die Welle 18 gekuppelt ist. Auf der Welle
18 ist eine Kontakttrommel 19 befestigt, die eine Kontaktreihe 20
trägt. Auf dieser Kontaktreihe schleifen zwei nebeneinander angeordnete Strornabnehmer
21 und 22. Diese beiden Stromabnehmer liegen im Stromkreis der Wicklung
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deb polarisierten Relais, die ebenfalls von der Batterie 14 gespeist wird.
Im Stromkreis des Antriebsmotors für den Projektor liegt der Schaltkontakt 24, der
vom Relaisanker 25 betätigt wird.
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Die an sich bekannte Wirkungsweise der Synchronisiereinrichtung ist
folgende: Die Drehzahl des Projektormotors 17 liegt über der synchronen Drehzahl,
die durch die Geschwindigkeit jes Tonbandes 1 bestimmt wird. Durch periodisches
Abschalten wird der Projektormotor auf die Synebronisierdrehzahl heruntergeregelt.
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Die auf der Kontakttrommel 4 angeordneten Kontaktse-mente schließen
über die zugehörigen Stromabnehmer den Stromkreis der Wicklung 13 des polarisierten
Relais. Damit wird der Anker 25 des Relais von dieser Wicklung angezogen
und schließt hierbei den Schalter 24 für den Projektormotor. Der Anker
25
wird durch die Vormagnetisierung des polarisierten Relais auch bei unterbrochenem
Stromkreis so lange vom Kern der Wicklung 13 gehalten, bis durch ein Kontaktsegment
der mit dem Projektormotor gekuppelten Kontakttrommel 19 der Stromkreis der
Wick-Itiiig23 geschlossen wird, so daß sich der Relaisanker25 vom Kern der Wicklung13
löst und der Stromkreis des Projektormotors geöffnet wird. Der Stromkreis des Projektormotors
bleibt so lange geöffnet, bis die Wicklung 13 einen neuen Stromimpuls erhält.
Der vom vorhergehenden Kontaktspiel, noch auslaufende Motor des Projektors wird
durch den vom Tonband erzeugten Impuls wieder eingeschaltet und überschreitet die
synchrone Drehzahl, bis das Kontal.;tsegnient an der mit dem Motor des Bildgerätes
gekuppelten Kontakttrommel den Motor wieder ausschaltet. Der Motor des Bildgerätes
läuft nun mit fallender Drehzahl so lange aus, bis der nächste vom Tonband verursachte
Impuls den Motor wiederum einschaltet. Der Motor des Bildgerätes pendelt also ständig
um die synchrone Drehzahl.
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Zwecks Anpassung der Synchronisiereinrichtung an verschiedene Tonbandgeschwindigkeiten
ist es ledig-]ich notwendig, den Schalter 12 wahlweise zu betätigen. Im Ausführungsbeispiel
weist die Kontaktreihe 6
doppelt so viele Kontaktsegmente auf wie die Kontaktreihe
5. Wenn nun die Kontaktreihe 6 nur mit der halben Winkelgeschwindigkeit
bewegt wird, ergibt sieh die gleiche Impulszahl, wie wenn die Kontaktreilie
5 mit der vollen Winkelgeschwindigkeit bewegt W'-,d. Bei der Anordnung nach
Abb, 2 sind zwei Stromabnehmer 26 und 27 auf dem in Pfeilrichtung
verschiebbar gelagerten Träger 28 vorgesehen. Im verschobenen Zustand liegt
der Stromabnehrner 26 auf dem geschlossenen Kontaktring und der Stromabnehmer
27 auf der die doppelte Anzahl Kontaktse-Mente ZD aufweisenden Kontaktreihe
6.
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In der Anordnung nach Abb. 3 sind die beiden Stromabnehmer
unbeweglich gelagert, während die Kontakttrommel 4 in Pfeilrichtung auf der Welle
3
verschoben werden kann.
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Im Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 ist neben dem geschlossenen Kontaktring
7 nur eine Kontaktreihe 29
vorgesehen. Die den beiden Tonbandgeschwindigkeiten
zugeordneten Stromabnehmer 30 und 31 sind am Umfang der Kontakttrommel
versetzt zueinander angeordnet. Durch einen Schalter 32 können sie parallel
geschaltet werden. Die Parallelschaltung wirkt sich so aus, als ob die Kontakttrommel
die doppelte Zahl von Kontaktsegmenten tragen. wÜrde.
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Im Ausführungsbeispiel nach der Abb. 5 ist der parallel geschaltete,
versetzt angeordnete Stromabnehmer 30 auf einem in Pfeilrichtung schwenkbaren
Träger 33 gelagert, so daß er von der Kontaktreihe abgehoben werden kann.
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In den Ausführungsbeispielen ist die Umschaltung auf zwei verschiedene
Tonbandgeschwindigkeiten möglich. Es ist selbstverständlich möglich, die Anordnungen
so zu ergänzen, daß drei und mehr Tonbandgeschwindigkeiten berücksichtigt werden
können.