-
Verfahren zum Färben von Textilstoffen aus aromatischen Polyestern
Es wurde bereits vorgeschlagen, Textilstoffe aus aromatischen Polyestern mit Hilfe
dispergierter, wasserunlöslicher Farbstoffe zu färben; derart erzielte Färbungen
auf Fasern aus aromatischen Polyestern sind jedoch hinsichtlich ihrer Echtheit gegen
Waschen und trockene Wärmebehandlung nicht ganz zufriedenstellend.
-
Es ist ferner bekannt, metallisierbare Farbstoffe auf Textilstoffe
aufzubringen und die gefärbten Stoffe mit einem Metallisierungsmittel, z. B. wäßrigen
Lösungen von Metallsalzen, zu behandeln, um die Echtheit der Färbungen, z. B. gegen
Waschen, zu erhöhen. Dieses Färbeverfahren eignet sich nicht für Textilstoffe, die
aromatische Polyester enthalten, weil die Metallsalze nicht schnell genug in die
Polyester hineindiffundieren.
-
Es ist weiterhin bekannt, metallisierbare Farbstoffe auf Cellulosetextilien
oder solchen aus aromatischen Polyestern aufzubringen und die Textilien anschließend
mit wasserlöslichen Kupferkomplexen, welche ionisierbare Gruppen enthalten, zu behandeln,
um Metallisierung des Farbstoffes auf den Textilien zu erreichen. Diese Färbeverfahren
haben sich jedoch nicht bei Textilien bewährt, die aus aromatischen Polyestern bestehen,
weil die wasserlöslichen Kupferkomplexe in die Polyestertextilien nicht in genügendem
Maße eindringen, so daß der metallisierbare Farbstoff nicht völlig metallisiert
wird.
-
Es wurde nun gefunden, daß sich die Behandlung metallisierbarer Farbstoffe
auf aromatischen Polyestertextilstoffen, insbesondere auf Äthylenterephthalattextilstoffen,
in zufriedenstellender Weise ausführen läßt, wenn man als Koordinationsverbindung
eines Metalls eine Chelatverbindung, die frei von ionisierbaren Gruppen ist, anwendet,
und zwar entweder vor oder nach dem Aufbringen des Farbstoffes.
-
Die Polyestertextilstoffe können hierbei in Form von Fäden, Fasern,
Garnen oder Geweben vorliegen.
-
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Koordinationsverbindung
kann beispielsweise eine Verbindung des Chroms, Nickels oder Kobalts sein, ist jedoch
vorzugsweise eine Kupferverbindung.
-
Als Beispiel einer Koordinationsverbindung des Metalls, die frei von
ionisierbaren Gruppen ist und die beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden
kann, sei der Kupferkomplex von N-Nitrosophenylhydroxylamin genannt. Chelatverbindungen,
die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung äußerst gut geeignet sind, sind diejenigen,
die in ihrer Molekülstruktur die Gruppe
enthalten, worin M ein Metallatom, vorzugsweise Kupfer, und X -C= O, - C = N - oder
-N- bedeutet, und diese Verbindung kann auf den Textilstoff in Abwesenheit
eines Trägers oder Quellmittels für die Faser aufgebracht werden.
-
Als Beispiele für Chelatverbindungen von Metallen, bei denen X - C
= 0 bedeutet, seien die Metallderivate von ß-Diketonen, z. B. die Kupferderivate
von Acetylaceton, Benzoylaceton, Propionylaceton, 1,1,1-Trifluorpentan-2,4-dion
und Furoylaceton, erwähnt.
-
Als Beispiele von Chelatverbindungen eines Metalls, bei denen X -
C = N - bedeutet, seien Kupferderivate von N,N'-Bis-(1-methyl-3-ketobutyliden)-äthylendiamin,
Salicylaldoxim, 2-Oxyacetophenonoxim, 5-Methylsalicylaldoxim, 5-Chlorsalicylaldoxim,
2-Oxybenzophenonoxim, 2,4-Dioxyacetophenonoxim, 2,4-Dioxybenzaldoxim, 2-Oxypropiophenonoxim,
3-Methoxysalicylaldoxim und 2-Oxybenzaldehyd-oxim-o-methyläther und als Beispiele
für Chelatverbindungen eines Metalls, bei denen X -N- bedeutet, die Kupferkomplexe
von 8-Oxychinolin und 4-Oxybenzthiazol erwähnt.
-
Die Koordinationsverbindungen von Metallen können auf an sich bekannte
Weise dargestellt werden; z. B. kann man die organische Verbindung, von welcher
die Koordi
nationsverbindung abgeleitet ist, in Methanol lösen und
eine wäßrige oder methanolische Lösung von Kupferacetat zusetzen, oder man kann
die organische Verbindung in Gegenwart einer äquivalenten Menge Natriumhydroxyd
in Wasser lösen und eine äquivalente Menge einer wäßrigen Kupfersulfatlösung zusetzen.
Die Koordinationsverbindungen von Metallen sind gewöhnlich in Wasser oder Methanol
unlöslich oder schwer löslich und lassen sich daher durch Filtrieren gewinnen.
-
Als Beispiele erfindungsgemäß verwendbarer metallisierbarer Farbstoffe
sind o-Oxyazofarbstoffe sowie o,o'-Dioxyazo- und o-Carboxy-o'-oxyazofarbstoffe zu
erwähnen. Derartige Farbstoffe können nach an sich bekannten Verfahren erhalten
werden, z. B. durch Kuppeln von diazotiertem, substituiertem oder unsubstituiertem
Anilin, 2-Aminophenol bzw. Anthraniisäure mit einer Kupplungskomponente, wie z.
B. ß-Naphthol oder 6-Oxy-8-aminochinolin, das in der ortho- oder Nachbarstellung
zu einer metallisierbaren Gruppe kuppelt. Man kann auch andere metallisierbare Farbstoffe
als Azofarbstoffe verwenden, wie z. B. anthrachinonoide und indigoide Farbstoffe,
beispielsweise Alizarinblau ABI (Colourindex Nr. 1066) und den durch Kondensieren
von N-Athyloxindol mit Iminophthalimidin erhaltenen Farbstoff.
-
Weitere Beispiele erfindungsgemäß verwendbarer metallisierbarer Farbstoffe
sind Azofarbstoffe, die mindestens einmal die Gruppe
enthalten, in welcher das Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes
bildet. Diese Farbstoffe erhält man durch Diazotieren eines primären aromatischen
Amins, wie z. B. Anilin, p-Nitroanilin, p-Aninoacetanilid und 2-1VTaphthylamin,
und Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung mit einer Kupplungskomponente, die
mindestens einmal die Gruppe
enthält, worin das Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes bildet,
z. B. 8-O-xychinolin, 4-Oxybenzthiazol,oder 4=Oxyacridin. Verwendbar sind auch Azofarbstoffe,die
hergestellt werden, indem ein diazotiertes, substituiertes oder unsubstituiertes
8-Aminochinolin mit Kupplungskomponenten, -wie z. B. ß-Naphthol, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon,
Acetoacetanilid und f-Naphthylamin, kuppelt, die in der ortho- oder Nachbarstellung
zu einer metallisierbaren Gruppe kuppeln. Gegebenenfalls können Azofarbstoffe Verwendung
finden, die erhältlich sind durch Kuppeln von diazotiertem, substituiertem oder
unsubstituiertem 2-Anisidin oder einem Anthranilsäureester mit 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolonen,
bei -denen der Phenylring Substituenten aufweisen kann.
-
Für die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen wird
hnn. Rahmen der vorliegenden Patentanmeldung kein Schutz beansprucht.
-
D;.~ Farbstoff wird vorzugsweise in dispergierter Form aufgebracht,
und die Dispersion des Farbstoffes kann auf an sich bekannte Weise hergestellt
werden, z. B. durch Vermahlen des Farbstoffes in wäßriger Suspension, gegebenenfalls
in Gegenwart eines oberflächenaktiven Stoffes, z. B. eines nichtionischen Dispergiermittels,
wie eines Kondensationsproduktes von Oktylkresol und Äthylenoxyd, oder eines anionischen
Dispergiermittels, wie Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat. Mitunter kann man die Dispersion
des Farbstoffes durch Mischen einer Lösung des Farbstoffes in kalter konzentrierter
Schwefelsäure mit Wasser herstellen.
-
Die Farbstoffe können auf die Textilstoffe aus wäßrigen Farbbädern
bei Temperaturen bis zu 100° C, vorteilhaft von 90 bis 100° C, oder gewünschtenfalls
bei Temperaturen oberhalb 100° C unter Überdruck aufgebracht werden. Außer dem Farbstoff
können die Farbbäder weitere Stoffe enthalten, die als Färbehilfsmittel bekannt
sind, wie z. B. oberflächenaktive Stoffe, und, insbesondere wenn man bei Färbetemperaturen
bis zu 100° C arbeitet, Träger oder Duellmittel für die Faser, wie z. B. Diphenyl,
o-Oxydiphenyl oder p-Oxydiphenyl.
-
Die Behandlung des Textilstoffes mit der Metalikoordinationsverbindung
kann erfolgen, indem man den Textilstoff in eine wäßrige Lösung oder Suspension
der Metallkoordinationsverbindung bei oder nahe der Temperatur des Siedepunktes
der Lösung oder Suspension, vorzugsweise bei einer Temperatur oberhalb des normalen
Siedepunktes unter Überdruck, eintaucht.
-
Die Metalll:oordinationsverbindungen sind in Wasser allgemein unlöslich
oder schwer löslich und können in einem organischen Lösungsmittel gelöst angewandt
werden; vorzugsweise werden sie jedoch in Form einer Dispersion in wäßrigein Medium
angewandt. Man kann die Dispersion z. B. durch Vermahlen der Verbindung mit Wasser
in Gegenwart eines oberflächenaktiven Stoffes, wie z. B. Natriurnoleyl-p-anisidinsuhonat,
herstellen.
-
Die die Metallkoordinationsverbindung enthaltende Lösung oder Suspension
kann oberflächenaktive Stoffe, wie Natriumoleylsulfat, enthalten.
-
Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Metallkoordinationsverbindung
auf den aromatischen Polyestertextilstoff vor oder nach dem Aufbringen des Farbstoffes
aufgebracht werden. Durch Aufbringen der Koordinationsverbindung vor dem Farbstoff
ist es mitunter möglich, die endgültige Tönung der Färbung unter genauerer Kontrolle
zu halten, als wenn man zunächst den Farbstoff auf den Textilstoff aufbringt und
den Stoff sodann mit der Metallkoordinationsverbindung behandelt.
-
Nach der Aufbringung des Farbstoffes auf den Textilstoff und vor oder
nach der Behandlung mit der Metallkoordinationsverbindung kann man den Textilstoff
vorteilhaft mit einer starken Reduktionsmittellösung behandeln, z. B. mit einer
wäßrig-alkalischen Lösung von Natriumhydrosuliit, -die vorzugsweise ein kanonisches
oberflächenaktives Mittel, wie .z. B. Cetyl-trimethy1-ammoniumbromid, enthält, wodurch
der Farbstoff, der nicht in die Faser eingedrungen ist, von der Oberfläche der Faser
entfernt und die Echtheit der Färbungen gegen Reibung und Waschen erhöht wird. Führt
man die Behandlung mit der starken Reduktionsmittellösung nach der Aufbringung der
Metallkoordinationsverbindung aus, so ist es vorteilhaft, den Textilstoff anschließend
mit warmer wäßriger Salzsäure zu behandeln, wodurch die Tönung der Färbung leuchtender
wird.
-
Gewünschtenfalls kann man die gefärbten Textilstoffe einer Nachbehandlung
mit einer heißen wäßrigen Lösung von Seife oder einem synthetischen Reinigungsmittel
mit oder ohne Zusatz von Soda oder Ammoniak unterwerfen, sodann spülen und trocknen.
-
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf aromatischen Polyestertextilstoffen
erzeugten Färbungen
besitzen ausgezeichnete Echtheit gegen Waschen,
Licht und trockene Wärmebehandlung.
-
Beispiel 1 5 Teile des durch Diazotieren von 2 Mol p-Aminoacetanilid,
Kuppeln der Diazoverbindung mit 1 Mol Resorcin und anschließende Abspaltung der
Acetylgruppen durch Hydrolyse dargestellten Farbstoffes werden durch Vermahlen mit
0,1 Teil Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat in Wasser dispergiert. Durch Zusatz der
so erhaltenen Dispersion zu einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000
Teilen Wasser wird ein Farbbad hergestellt. 100 Teile eines Gewebes aus Polyäthylenterephthalatfasern
werden in das Farbbad eingebracht, welches darauf in einem Druckgefäß auf 130°C
erhitzt und 30 Minuten unter Bewegung der Flüssigkeit auf 130°C gehalten wird. Das
auf diese Weise braungefärbte Gewebe wird aus dem Farbbad herausgenommen, mit Wasser
gespült und in ein Kupferungsbad eingetaucht, welches eine durch Vermahlen von 2,4
Teilen des Kupferderivats von Acetylaceton in Wasser mit 0,05 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat
und nachfolgenden Zusatz der vermahlenen Paste zu einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfonat
in 4000 Teilen Wasser hergestellte Dispersion enthält.
-
Das Kupferungsbad wird in einem Druckgefäß auf 130°C erhitzt und dann
30 Minuten unter Bewegung der Flüssigkeit auf 130°C gehalten. Das Gewebe wird entfernt,
gespült und 10 Minuten bei 70°C in eine Lösung von 2 Teilen Ätznatron, 2 Teilen
N atriumhydrosulfit und 1 Teil Cetyl-trimethylammoniumbromid in 1000 Teilen Wasser
getaucht. Dann wird das Gewebe in Wasser gespült und darauf bei 50°C mit einer wäßrigen
Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen Wasser 10 Minuten behandelt.
Das Gewebe wird wieder in Wasser gespült und dann 30 Minuten bei 95°C mit einer
Lösung von 3 Teilen Natriumoleylsulfat in 3000 Teilen Wasser behandelt, gespült
und getrocknet. Das Gewebe hat nun eine tiefbraune Färbung angenommen, die sehr
echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung ist.
-
Ersetzt man in dem obigen Beispiel die 2,4 Teile des Kupferderivats
von Acetylaceton durch 3 Teile des Kupferderivats von 1,1,1-Trifiuorpentan-2,4-dion,
von Propionylaceton, von 8-Oxychinolin, von N,N'-Bis-(1-methyl-3-ketobutyliden)-äthylendiamin
oder von Salicylaldoxim, so nimmt das Gewebe ähnliche Farbtönungen von gleicher
Echtheit an.
-
Ersetzt man den in dem obigen Beispiel verwendeten Farbstoff durch
5 Teile des durch Diazotieren von p-Aminoacetanilid, Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung
mit p-Kresol und darauffolgende Abspaltung der Acetylgruppe durch Hydrolyse dargestellten
Farbstoffes, so nimmt das Polyestergewebe eine orangebraune Farbtönung an, die sehr
echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung ist.
-
Ersetzt man den in dem obigen Beispiel verwendeten Farbstoff durch
5 Teile des durch Diazotieren von 4-Chlor-2-aminophenol und Kuppeln der so erhaltenen
Diazoverbindung mit ß-Naphthol dargestellten Farbstoffes, so nimmt das Polyestergewebe
eine violette Farbtönung an, die sehr echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung
ist. Beispiel 2 5,4 Teile des Kupferderivates von Benzoylaceton werden durch Vermahlen
in Wasser mit 0,1 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert und dann zu
einer Lösung von N atriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser zugesetzt. 100 Teile
eines aus Polyäthylenterephthalatfasern bestehenden Gewebes werden in die Dispersion
eingetaucht, die dann in einem Druckgefäß auf 120°C erhitzt und 2 Stunden unter
Bewegung der Flüssigkeit auf 120°C gehalten wird. Das Gewebe wird herausgenommen,
in Wasser gespült und in ein Farbbad getaucht, welches durch Zusammenmahlen von
5 Teilen des durch Diazotieren von o-Anisidin und Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung
mit p-Kresol hergestellten Farbstoffes, 50 Teilen Wasser und 0,1 Teil Natriumoleyl-p-anisidinsuifonat
und Zusatz einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser zu
der vermahlenen Paste erhalten wurde.
-
Das Farbbad wird in einem Druckgefäß auf 120'C erhitzt und unter Bewegung
der Flüssigkeit 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Das Gewebe wird herausgenommen,
gespült und 10 Minuten in eine 70'C warme Lösung von 2 Teilen Ätznatron, 2 Teilen
Natriumhydrosulfit und 1 Teil Cetyl-triäthylammoniumbromid in 1000 Teilen Wasser
getaucht, in Wasser gespült und dann 10 Minuten bei 50°C mit einer wäßrigen Lösung
von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen Wasser behandelt. Das Gewebe wird
nochmals in Wasser gespült und dann 30 Minuten bei 95°C in einer Lösung von 3 Teilen
Natriumoleylsulfat in 3000 Teilen Wasser behandelt, gespült und getrocknet. Das
Gewebe hat nun eine braune Farbtönung angenommen, die sehr echt gegen Licht, Waschen
und trockene Wärmebehandlung ist.
-
In dem obigen Beispiel kann man die 5,4 Teile des Kupferkomplexes
von Benzoylaceton durch 5,2 Teile des Kupferkomplexes von Furoylaceton, durch 5
Teile des Kupferkomplexes von 8-Oxychinolin oder Salicylaldoxim ersetzen. Beispiel
3 0,012 Teile des durch Kuppeln von diazotiertem 8-Aminochinolin mit ß-Naphthol
erhaltenen Farbstoffes werden durch Vermahlen mit 0,0005 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat
in Wasser dispergiert und dann zu einer Lösung von 0,033 Teilen Natriumoleylsulfat
in 80 Teilen Wasser zugesetzt. In diese Dispersion werden 2 Teile eines Polyäthylenterephthalatgewebes
eingetaucht, worauf das Bad in einem Autoklav auf 130°C erhitzt und bei dieser Temperatur
30 Minuten in Bewegung gehalten wird. Dann wird das Gewebe herausgenommen und in
Wasser gespült. Das so gefärbte Gewebe wird nachgekupfert, indem es 30 Minuten bei
130°C in einem Autoldav mit einer wäßrigen Dispersion von 0,033 Teilen Natriumoleylsulfat
und 0,04 Teilen des Kupferderivates von Acetylaceton, welches zuvor durch Vermahlen
in Wasser mit 0,002 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert wurde, in
80 Teilen Wasser behandelt wird. Das Gewebe wird herausgenommen und 15 Minuten bei
60°C mit 50 Teilen einer wäßrigen Lösung von 2 Teilen Natriumhydrosulfit, 2 Teilen
Natriumhydroxyd und 1 Teil Cetyl-trimethylenammoniumbromid je 1000 Teile Lösung
behandelt. Das Gewebe wird mit Wasser gespült und dann 10 Minuten bei 50°C mit einer
Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D - 1,16) in 1000 Teilen Wasser behandelt. Das Gewebe
wird nochmals gespült und darauf 25 Minuten bei 95°C mit einer Lösung von 2 Teilen
wasserfreiem Natriumcarbonat und 0,5 Teilen Natriumoleylsulfat in 1000 Teilen Wasser
geseift. Das Gewebe wird dann herausgenommen, in Wasser gespült und getrocknet.
Man erhält eine rubinrote Tönung von hoher Echtheit gegen Licht, Waschen und Sublimation.
-
Bei dem Verfahren des obigen Beispiels können die 0,04 Teile des Kupferderivates
von Acetylaceton durch 0,055 Teile des Komplexes von 8-OxycMnolin, durch
0,06
Teile des Kupferderivates von 1,1,1-Trifluor 2,4-pentandion, durch 0,45 Teile des
Kupferderivates von N,N'-Bis-(1-methyl-3-ketobutyliden)-äthylendiamin, durch0,04
Teile des Kupferkomplexes von Salicylaldoxim oder durch 0,06 Teile des Kupferkomplexes
von 5-Chlorsalicylaldoxim ersetzt werden.
-
Beispie14 0,012 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem 8-Aminochinolin
mit ß-I,Taphthol hergestellten Farbstoffes werden durch Vermahlen in Wasser mit
0,0005 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert, und die Dispersion wird
zu einer Lösung von 0,033 Teilen Natriumoleylsulfat in 80 Teilen Wasser zugesetzt.
In die so erhaltene Dispersion werden 2 Teile Polyäthylenterephthalatge-,webe eingetaucht,
worauf das Bad in einem Autoklav auf 130°C erhitzt und 30 Minuten bei dieser Temperatur
in Bewegung gehalten wird. Das Gewebe wird herausgenommen und in Wasser gespült.
Das so gefärbte Gewebe wird 15 Minuten bei 60°C mit 50 Teilen einer wäßrigen Lösung
von 2 Teilen Natriumhydrosulfit, 2 Teilen Natriumhydroxyd und 1 Teil Cetyltrimethylammoniumbromid
je 1000 Teile Lösung behandelt. Das Gewebe wird dann gespült und 30 Minuten bei
120°C mit einer wäßrigen Dispersion von 0,033 Teilen N atriumoleylsulfat und 0,06
Teilen des Kupferkomplexes von Benzoylaceton, der zuvor durch Vermahlen in Wasser
mit 0,002 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert worden war, in 80 Teilen
Wasser nachbehandelt. Das Gewebe wird herausgenommen, in Wasser gespült und. dann
10 Minuten bei 50°C mit einer wäßrigen Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16)
in 1000 Teilen Wasser behandelt, worauf es nochmals in Wasser gespült und 30 Minuten
bei 90°C mit einer wäßrigen Lösung von 2 Teilen Seife und 1 Teil wasserfreiem Natriumcarbonat
je 1000 Teile Lösung behandelt wird. Das Gewebe wird gespült und getrocknet. Die
so erhaltene rubinrote Färbung besitzt hohe Echtheit gegen Licht, trockene Wärmebehandlung
und Waschen.
-
Bei dem Verfahren dieses Beispiels kann man die 0,06 Teile des Kupferkomplexes
von Benzoylaceton durch 0,05 Teile des Kupferkomplexes von N-Nitrosophenylhy droxylamin
ersetzen.
-
Beispiel 5 -1 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem p-N itroanilin
mit 8-Oxychinolin erhaltenen Farbstoffes werden durch Vermahlen mit 0,16 Teilen
Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat in Wasser dispergiert, und die Dispersion 5,vird
zu einer Lösung von 1 Teil Natriumoleylsulfat und 22000 Teilen Wasser zugesetzt.
In das so erhaltene Farbbad werden 100 Teile Polyäthylenterephthalatgewebe eingetaucht,
worauf das Bad unter Druck auf 130° C erhitzt und die Färbung bei dieser Temperatur
30 Minuten lang durchgeführt wird. Das Gewebe wird in Wasser gespült und 30 Minuten
in einem Druckgefäß bei 130° C mit einer Dispersion von 1,9 Teilen des Kupferkomplexes
von Acetylaceton, der zuvor mit 0,2 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert
wurde, in einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser nachgekupfert.
Das Gewebe nimmt hierbei zunächst eine braune Farbe an, die durch die Nachkupferung
in eine rote Farbtönung umgewandelt wird, welche hohe Echtheit gegen Licht, trockene
Wärmebehandlung und Naßbehandlung aufweist.
-
Bei dem Verfahren des obigen Beispiels kann man die 1,9 Teile des
Kupferkomplexes von Acetylaceton durch 2,5 Teile des Kupferkomplexes von 8-Oxychinolin
oder durch 2,0 Teile des Kupferkomplexes von 2-Oxyacetophenonoxim ersetzen. An Stelle
des in diesem Beispiel verwendeten Farbstoffs kann man 3,3 Teile des durch Kuppeln
von dianotiertem p-Aminoacetanilid mit 8-Oxychinolin erhaltenen Farbstoffes verwenden.
Dieser Farbstoff wird durch Vermahlen mit 0,13 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat
in Wasser dispergiert. Das Polyäthylenterephthalatgewebe nimmt hierbei eine gelbe
Farbe an, die durch Nachkupferung in eine orangefarbene Tönung von hoher Echtheit
gegen Licht, Naßbehandlung und trockene Wärmebehandlung übergeht. Beispiel 6 5,4
Teile des Kupferkomplexes von Benzoylaceton werden durch Vermahlen in Wasser mit
0,1 Teil Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert, und die Dispersion wird zu
einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser zugesetzt. In
die Dispersion werden 100 Teile Polyäthylenterephthalat eingebracht, worauf das
Bad in einem Druckgefäß auf 130° C erhitzt und unter Bewegung der Flüssigkeit 2
Stunden auf 130° C gehalten wird. Das Gewebe wird herausgenommen, in Wasser gespült
und in ein Farbbad eingebracht, welches 5 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem
Anilin mit 8-Oxychinolin erhaltenen und durch Vermahlen in Wasser mit 0,1 Teil Natrium-oleyl-p-anisidinsulfonat
dispergierten Farbstoffes enthält und durch Verdünnen der Dispersion mit einer Lösung
von 2 Teilen Natriumoleylsulfat mit 4000 Teilen Wasser erhalten wurde. Dieses Farbbad
wird unter Druck auf 120° C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur in Bewegung
gehalten. Das Gewebe wird herausgenommen, gespült und 10 Minuten bei 70° C in einem
Bad von 2 Teilen Natriumhydroxyd, 2 Teilen Nätriumhydrosulfit und 1 Teil Cetyltrimethylammoniumbromid
in 1000 Teilen Wasser behandelt. Das Gewebe wird dann in Wasser gespült und 10 Minuten
bei 50° C mit einer wäßrigen Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen
Nasser behandelt, nochmals gespült und getrocknet. Das Gewebe hat hierbei eine orangefarbene
Tönung von hoher Echtheit gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung angenommen.
-
Bei dem Verfahren des obigen Beispiels kann man die 5,4 Teile des
Kupferkomplexes von Benzoylaceton durch 5,2 Teile des Kupferkomplexes von 1,1,1-Trifluor-2,-i-pentandion,
durch 5 Teile des Kupferkomplexes von 8-Oxychinolin oder durch 5 Teile des Kupferkomplexes
von Salicylaldoxim ersetzen.
-
Beispiel 7 2 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem p .Anisidin
mit 8-Oxychinohn erhaltenen Farbstoffes werden durch Vermahlen in Wasser mit 0,08
Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert und nach Beispiel l unter Verwendung
des Kupferkomplexes von Acetylaceton als Kupferungsmittel auf Polyäthylenterephthalatfasern
aufgebracht. Das Gewebe nimmt eine orangefarbene Tönung an, die gegen Licht, Waschen
und trockene Wärmebehandlung echt ist.
-
Ersetzt man den Kupferkomplex von Acetylaceton durch äquivalente Mengen
des Kupferkomplexes von Furoylaceton, des Kupferkomplexes von Benzoylaceton, des
Kupferkomplexes von Salicylaldoxim oder seinem 5-Methyl- oder 5-Chlorderivat, so
erhält man eine ähnliche Farbtönung von gleicher Echtheit auf der Faser.
-
Beispiel 8 2 Teile Alizarinblau ABI (Colourindex Nr.1066) werden nach
Beispiel 5 auf ein Polyäthylenterephthalatgewebe aufgebracht und gekupfert. Das
Gewebe nimmt eine
rötlichblaue Farbe an, die gegen Licht, Waschen
und trockene Wärmebehandlung echt ist.
-
Beim Ersatz der 2 Teile AlizarinblauABI durch 2 Teile 4-Anilino-5-nitrochrysazin
erhält man eine grünlichblaue Farbe, die gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung
echt ist.
-
Beim Ersatz der 2 Teile Alizarinblau ABI durch 2 Teile 5-Nitro -4-
[3'(ß-oxypropoxymethyl)]-anüino-1,8-dioxyanthrachinon erhält man eine grünlichblaue
Farbtönung, die gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung echt ist.