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DE1044024B - Verfahren zum Faerben von Textilstoffen aus aromatischen Polyestern - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Textilstoffen aus aromatischen Polyestern

Info

Publication number
DE1044024B
DE1044024B DEI11160A DEI0011160A DE1044024B DE 1044024 B DE1044024 B DE 1044024B DE I11160 A DEI11160 A DE I11160A DE I0011160 A DEI0011160 A DE I0011160A DE 1044024 B DE1044024 B DE 1044024B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
water
dye
fabric
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI11160A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Frank Ashbolt
Robert Ronald Davies
Norman Legg
Eric Leslie Johnson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1044024B publication Critical patent/DE1044024B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/83Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with metals; with metal-generating compounds, e.g. metal carbonyls; Reduction of metal compounds on textiles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben von Textilstoffen aus aromatischen Polyestern Es wurde bereits vorgeschlagen, Textilstoffe aus aromatischen Polyestern mit Hilfe dispergierter, wasserunlöslicher Farbstoffe zu färben; derart erzielte Färbungen auf Fasern aus aromatischen Polyestern sind jedoch hinsichtlich ihrer Echtheit gegen Waschen und trockene Wärmebehandlung nicht ganz zufriedenstellend.
  • Es ist ferner bekannt, metallisierbare Farbstoffe auf Textilstoffe aufzubringen und die gefärbten Stoffe mit einem Metallisierungsmittel, z. B. wäßrigen Lösungen von Metallsalzen, zu behandeln, um die Echtheit der Färbungen, z. B. gegen Waschen, zu erhöhen. Dieses Färbeverfahren eignet sich nicht für Textilstoffe, die aromatische Polyester enthalten, weil die Metallsalze nicht schnell genug in die Polyester hineindiffundieren.
  • Es ist weiterhin bekannt, metallisierbare Farbstoffe auf Cellulosetextilien oder solchen aus aromatischen Polyestern aufzubringen und die Textilien anschließend mit wasserlöslichen Kupferkomplexen, welche ionisierbare Gruppen enthalten, zu behandeln, um Metallisierung des Farbstoffes auf den Textilien zu erreichen. Diese Färbeverfahren haben sich jedoch nicht bei Textilien bewährt, die aus aromatischen Polyestern bestehen, weil die wasserlöslichen Kupferkomplexe in die Polyestertextilien nicht in genügendem Maße eindringen, so daß der metallisierbare Farbstoff nicht völlig metallisiert wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich die Behandlung metallisierbarer Farbstoffe auf aromatischen Polyestertextilstoffen, insbesondere auf Äthylenterephthalattextilstoffen, in zufriedenstellender Weise ausführen läßt, wenn man als Koordinationsverbindung eines Metalls eine Chelatverbindung, die frei von ionisierbaren Gruppen ist, anwendet, und zwar entweder vor oder nach dem Aufbringen des Farbstoffes.
  • Die Polyestertextilstoffe können hierbei in Form von Fäden, Fasern, Garnen oder Geweben vorliegen.
  • Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Koordinationsverbindung kann beispielsweise eine Verbindung des Chroms, Nickels oder Kobalts sein, ist jedoch vorzugsweise eine Kupferverbindung.
  • Als Beispiel einer Koordinationsverbindung des Metalls, die frei von ionisierbaren Gruppen ist und die beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden kann, sei der Kupferkomplex von N-Nitrosophenylhydroxylamin genannt. Chelatverbindungen, die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung äußerst gut geeignet sind, sind diejenigen, die in ihrer Molekülstruktur die Gruppe enthalten, worin M ein Metallatom, vorzugsweise Kupfer, und X -C= O, - C = N - oder -N- bedeutet, und diese Verbindung kann auf den Textilstoff in Abwesenheit eines Trägers oder Quellmittels für die Faser aufgebracht werden.
  • Als Beispiele für Chelatverbindungen von Metallen, bei denen X - C = 0 bedeutet, seien die Metallderivate von ß-Diketonen, z. B. die Kupferderivate von Acetylaceton, Benzoylaceton, Propionylaceton, 1,1,1-Trifluorpentan-2,4-dion und Furoylaceton, erwähnt.
  • Als Beispiele von Chelatverbindungen eines Metalls, bei denen X - C = N - bedeutet, seien Kupferderivate von N,N'-Bis-(1-methyl-3-ketobutyliden)-äthylendiamin, Salicylaldoxim, 2-Oxyacetophenonoxim, 5-Methylsalicylaldoxim, 5-Chlorsalicylaldoxim, 2-Oxybenzophenonoxim, 2,4-Dioxyacetophenonoxim, 2,4-Dioxybenzaldoxim, 2-Oxypropiophenonoxim, 3-Methoxysalicylaldoxim und 2-Oxybenzaldehyd-oxim-o-methyläther und als Beispiele für Chelatverbindungen eines Metalls, bei denen X -N- bedeutet, die Kupferkomplexe von 8-Oxychinolin und 4-Oxybenzthiazol erwähnt.
  • Die Koordinationsverbindungen von Metallen können auf an sich bekannte Weise dargestellt werden; z. B. kann man die organische Verbindung, von welcher die Koordi nationsverbindung abgeleitet ist, in Methanol lösen und eine wäßrige oder methanolische Lösung von Kupferacetat zusetzen, oder man kann die organische Verbindung in Gegenwart einer äquivalenten Menge Natriumhydroxyd in Wasser lösen und eine äquivalente Menge einer wäßrigen Kupfersulfatlösung zusetzen. Die Koordinationsverbindungen von Metallen sind gewöhnlich in Wasser oder Methanol unlöslich oder schwer löslich und lassen sich daher durch Filtrieren gewinnen.
  • Als Beispiele erfindungsgemäß verwendbarer metallisierbarer Farbstoffe sind o-Oxyazofarbstoffe sowie o,o'-Dioxyazo- und o-Carboxy-o'-oxyazofarbstoffe zu erwähnen. Derartige Farbstoffe können nach an sich bekannten Verfahren erhalten werden, z. B. durch Kuppeln von diazotiertem, substituiertem oder unsubstituiertem Anilin, 2-Aminophenol bzw. Anthraniisäure mit einer Kupplungskomponente, wie z. B. ß-Naphthol oder 6-Oxy-8-aminochinolin, das in der ortho- oder Nachbarstellung zu einer metallisierbaren Gruppe kuppelt. Man kann auch andere metallisierbare Farbstoffe als Azofarbstoffe verwenden, wie z. B. anthrachinonoide und indigoide Farbstoffe, beispielsweise Alizarinblau ABI (Colourindex Nr. 1066) und den durch Kondensieren von N-Athyloxindol mit Iminophthalimidin erhaltenen Farbstoff.
  • Weitere Beispiele erfindungsgemäß verwendbarer metallisierbarer Farbstoffe sind Azofarbstoffe, die mindestens einmal die Gruppe enthalten, in welcher das Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes bildet. Diese Farbstoffe erhält man durch Diazotieren eines primären aromatischen Amins, wie z. B. Anilin, p-Nitroanilin, p-Aninoacetanilid und 2-1VTaphthylamin, und Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung mit einer Kupplungskomponente, die mindestens einmal die Gruppe enthält, worin das Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes bildet, z. B. 8-O-xychinolin, 4-Oxybenzthiazol,oder 4=Oxyacridin. Verwendbar sind auch Azofarbstoffe,die hergestellt werden, indem ein diazotiertes, substituiertes oder unsubstituiertes 8-Aminochinolin mit Kupplungskomponenten, -wie z. B. ß-Naphthol, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, Acetoacetanilid und f-Naphthylamin, kuppelt, die in der ortho- oder Nachbarstellung zu einer metallisierbaren Gruppe kuppeln. Gegebenenfalls können Azofarbstoffe Verwendung finden, die erhältlich sind durch Kuppeln von diazotiertem, substituiertem oder unsubstituiertem 2-Anisidin oder einem Anthranilsäureester mit 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolonen, bei -denen der Phenylring Substituenten aufweisen kann.
  • Für die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen wird hnn. Rahmen der vorliegenden Patentanmeldung kein Schutz beansprucht.
  • D;.~ Farbstoff wird vorzugsweise in dispergierter Form aufgebracht, und die Dispersion des Farbstoffes kann auf an sich bekannte Weise hergestellt werden, z. B. durch Vermahlen des Farbstoffes in wäßriger Suspension, gegebenenfalls in Gegenwart eines oberflächenaktiven Stoffes, z. B. eines nichtionischen Dispergiermittels, wie eines Kondensationsproduktes von Oktylkresol und Äthylenoxyd, oder eines anionischen Dispergiermittels, wie Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat. Mitunter kann man die Dispersion des Farbstoffes durch Mischen einer Lösung des Farbstoffes in kalter konzentrierter Schwefelsäure mit Wasser herstellen.
  • Die Farbstoffe können auf die Textilstoffe aus wäßrigen Farbbädern bei Temperaturen bis zu 100° C, vorteilhaft von 90 bis 100° C, oder gewünschtenfalls bei Temperaturen oberhalb 100° C unter Überdruck aufgebracht werden. Außer dem Farbstoff können die Farbbäder weitere Stoffe enthalten, die als Färbehilfsmittel bekannt sind, wie z. B. oberflächenaktive Stoffe, und, insbesondere wenn man bei Färbetemperaturen bis zu 100° C arbeitet, Träger oder Duellmittel für die Faser, wie z. B. Diphenyl, o-Oxydiphenyl oder p-Oxydiphenyl.
  • Die Behandlung des Textilstoffes mit der Metalikoordinationsverbindung kann erfolgen, indem man den Textilstoff in eine wäßrige Lösung oder Suspension der Metallkoordinationsverbindung bei oder nahe der Temperatur des Siedepunktes der Lösung oder Suspension, vorzugsweise bei einer Temperatur oberhalb des normalen Siedepunktes unter Überdruck, eintaucht.
  • Die Metalll:oordinationsverbindungen sind in Wasser allgemein unlöslich oder schwer löslich und können in einem organischen Lösungsmittel gelöst angewandt werden; vorzugsweise werden sie jedoch in Form einer Dispersion in wäßrigein Medium angewandt. Man kann die Dispersion z. B. durch Vermahlen der Verbindung mit Wasser in Gegenwart eines oberflächenaktiven Stoffes, wie z. B. Natriurnoleyl-p-anisidinsuhonat, herstellen.
  • Die die Metallkoordinationsverbindung enthaltende Lösung oder Suspension kann oberflächenaktive Stoffe, wie Natriumoleylsulfat, enthalten.
  • Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Metallkoordinationsverbindung auf den aromatischen Polyestertextilstoff vor oder nach dem Aufbringen des Farbstoffes aufgebracht werden. Durch Aufbringen der Koordinationsverbindung vor dem Farbstoff ist es mitunter möglich, die endgültige Tönung der Färbung unter genauerer Kontrolle zu halten, als wenn man zunächst den Farbstoff auf den Textilstoff aufbringt und den Stoff sodann mit der Metallkoordinationsverbindung behandelt.
  • Nach der Aufbringung des Farbstoffes auf den Textilstoff und vor oder nach der Behandlung mit der Metallkoordinationsverbindung kann man den Textilstoff vorteilhaft mit einer starken Reduktionsmittellösung behandeln, z. B. mit einer wäßrig-alkalischen Lösung von Natriumhydrosuliit, -die vorzugsweise ein kanonisches oberflächenaktives Mittel, wie .z. B. Cetyl-trimethy1-ammoniumbromid, enthält, wodurch der Farbstoff, der nicht in die Faser eingedrungen ist, von der Oberfläche der Faser entfernt und die Echtheit der Färbungen gegen Reibung und Waschen erhöht wird. Führt man die Behandlung mit der starken Reduktionsmittellösung nach der Aufbringung der Metallkoordinationsverbindung aus, so ist es vorteilhaft, den Textilstoff anschließend mit warmer wäßriger Salzsäure zu behandeln, wodurch die Tönung der Färbung leuchtender wird.
  • Gewünschtenfalls kann man die gefärbten Textilstoffe einer Nachbehandlung mit einer heißen wäßrigen Lösung von Seife oder einem synthetischen Reinigungsmittel mit oder ohne Zusatz von Soda oder Ammoniak unterwerfen, sodann spülen und trocknen.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf aromatischen Polyestertextilstoffen erzeugten Färbungen besitzen ausgezeichnete Echtheit gegen Waschen, Licht und trockene Wärmebehandlung.
  • Beispiel 1 5 Teile des durch Diazotieren von 2 Mol p-Aminoacetanilid, Kuppeln der Diazoverbindung mit 1 Mol Resorcin und anschließende Abspaltung der Acetylgruppen durch Hydrolyse dargestellten Farbstoffes werden durch Vermahlen mit 0,1 Teil Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat in Wasser dispergiert. Durch Zusatz der so erhaltenen Dispersion zu einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser wird ein Farbbad hergestellt. 100 Teile eines Gewebes aus Polyäthylenterephthalatfasern werden in das Farbbad eingebracht, welches darauf in einem Druckgefäß auf 130°C erhitzt und 30 Minuten unter Bewegung der Flüssigkeit auf 130°C gehalten wird. Das auf diese Weise braungefärbte Gewebe wird aus dem Farbbad herausgenommen, mit Wasser gespült und in ein Kupferungsbad eingetaucht, welches eine durch Vermahlen von 2,4 Teilen des Kupferderivats von Acetylaceton in Wasser mit 0,05 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat und nachfolgenden Zusatz der vermahlenen Paste zu einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfonat in 4000 Teilen Wasser hergestellte Dispersion enthält.
  • Das Kupferungsbad wird in einem Druckgefäß auf 130°C erhitzt und dann 30 Minuten unter Bewegung der Flüssigkeit auf 130°C gehalten. Das Gewebe wird entfernt, gespült und 10 Minuten bei 70°C in eine Lösung von 2 Teilen Ätznatron, 2 Teilen N atriumhydrosulfit und 1 Teil Cetyl-trimethylammoniumbromid in 1000 Teilen Wasser getaucht. Dann wird das Gewebe in Wasser gespült und darauf bei 50°C mit einer wäßrigen Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen Wasser 10 Minuten behandelt. Das Gewebe wird wieder in Wasser gespült und dann 30 Minuten bei 95°C mit einer Lösung von 3 Teilen Natriumoleylsulfat in 3000 Teilen Wasser behandelt, gespült und getrocknet. Das Gewebe hat nun eine tiefbraune Färbung angenommen, die sehr echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung ist.
  • Ersetzt man in dem obigen Beispiel die 2,4 Teile des Kupferderivats von Acetylaceton durch 3 Teile des Kupferderivats von 1,1,1-Trifiuorpentan-2,4-dion, von Propionylaceton, von 8-Oxychinolin, von N,N'-Bis-(1-methyl-3-ketobutyliden)-äthylendiamin oder von Salicylaldoxim, so nimmt das Gewebe ähnliche Farbtönungen von gleicher Echtheit an.
  • Ersetzt man den in dem obigen Beispiel verwendeten Farbstoff durch 5 Teile des durch Diazotieren von p-Aminoacetanilid, Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung mit p-Kresol und darauffolgende Abspaltung der Acetylgruppe durch Hydrolyse dargestellten Farbstoffes, so nimmt das Polyestergewebe eine orangebraune Farbtönung an, die sehr echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung ist.
  • Ersetzt man den in dem obigen Beispiel verwendeten Farbstoff durch 5 Teile des durch Diazotieren von 4-Chlor-2-aminophenol und Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung mit ß-Naphthol dargestellten Farbstoffes, so nimmt das Polyestergewebe eine violette Farbtönung an, die sehr echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung ist. Beispiel 2 5,4 Teile des Kupferderivates von Benzoylaceton werden durch Vermahlen in Wasser mit 0,1 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert und dann zu einer Lösung von N atriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser zugesetzt. 100 Teile eines aus Polyäthylenterephthalatfasern bestehenden Gewebes werden in die Dispersion eingetaucht, die dann in einem Druckgefäß auf 120°C erhitzt und 2 Stunden unter Bewegung der Flüssigkeit auf 120°C gehalten wird. Das Gewebe wird herausgenommen, in Wasser gespült und in ein Farbbad getaucht, welches durch Zusammenmahlen von 5 Teilen des durch Diazotieren von o-Anisidin und Kuppeln der so erhaltenen Diazoverbindung mit p-Kresol hergestellten Farbstoffes, 50 Teilen Wasser und 0,1 Teil Natriumoleyl-p-anisidinsuifonat und Zusatz einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser zu der vermahlenen Paste erhalten wurde.
  • Das Farbbad wird in einem Druckgefäß auf 120'C erhitzt und unter Bewegung der Flüssigkeit 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Das Gewebe wird herausgenommen, gespült und 10 Minuten in eine 70'C warme Lösung von 2 Teilen Ätznatron, 2 Teilen Natriumhydrosulfit und 1 Teil Cetyl-triäthylammoniumbromid in 1000 Teilen Wasser getaucht, in Wasser gespült und dann 10 Minuten bei 50°C mit einer wäßrigen Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen Wasser behandelt. Das Gewebe wird nochmals in Wasser gespült und dann 30 Minuten bei 95°C in einer Lösung von 3 Teilen Natriumoleylsulfat in 3000 Teilen Wasser behandelt, gespült und getrocknet. Das Gewebe hat nun eine braune Farbtönung angenommen, die sehr echt gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung ist.
  • In dem obigen Beispiel kann man die 5,4 Teile des Kupferkomplexes von Benzoylaceton durch 5,2 Teile des Kupferkomplexes von Furoylaceton, durch 5 Teile des Kupferkomplexes von 8-Oxychinolin oder Salicylaldoxim ersetzen. Beispiel 3 0,012 Teile des durch Kuppeln von diazotiertem 8-Aminochinolin mit ß-Naphthol erhaltenen Farbstoffes werden durch Vermahlen mit 0,0005 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat in Wasser dispergiert und dann zu einer Lösung von 0,033 Teilen Natriumoleylsulfat in 80 Teilen Wasser zugesetzt. In diese Dispersion werden 2 Teile eines Polyäthylenterephthalatgewebes eingetaucht, worauf das Bad in einem Autoklav auf 130°C erhitzt und bei dieser Temperatur 30 Minuten in Bewegung gehalten wird. Dann wird das Gewebe herausgenommen und in Wasser gespült. Das so gefärbte Gewebe wird nachgekupfert, indem es 30 Minuten bei 130°C in einem Autoldav mit einer wäßrigen Dispersion von 0,033 Teilen Natriumoleylsulfat und 0,04 Teilen des Kupferderivates von Acetylaceton, welches zuvor durch Vermahlen in Wasser mit 0,002 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert wurde, in 80 Teilen Wasser behandelt wird. Das Gewebe wird herausgenommen und 15 Minuten bei 60°C mit 50 Teilen einer wäßrigen Lösung von 2 Teilen Natriumhydrosulfit, 2 Teilen Natriumhydroxyd und 1 Teil Cetyl-trimethylenammoniumbromid je 1000 Teile Lösung behandelt. Das Gewebe wird mit Wasser gespült und dann 10 Minuten bei 50°C mit einer Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D - 1,16) in 1000 Teilen Wasser behandelt. Das Gewebe wird nochmals gespült und darauf 25 Minuten bei 95°C mit einer Lösung von 2 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat und 0,5 Teilen Natriumoleylsulfat in 1000 Teilen Wasser geseift. Das Gewebe wird dann herausgenommen, in Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine rubinrote Tönung von hoher Echtheit gegen Licht, Waschen und Sublimation.
  • Bei dem Verfahren des obigen Beispiels können die 0,04 Teile des Kupferderivates von Acetylaceton durch 0,055 Teile des Komplexes von 8-OxycMnolin, durch 0,06 Teile des Kupferderivates von 1,1,1-Trifluor 2,4-pentandion, durch 0,45 Teile des Kupferderivates von N,N'-Bis-(1-methyl-3-ketobutyliden)-äthylendiamin, durch0,04 Teile des Kupferkomplexes von Salicylaldoxim oder durch 0,06 Teile des Kupferkomplexes von 5-Chlorsalicylaldoxim ersetzt werden.
  • Beispie14 0,012 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem 8-Aminochinolin mit ß-I,Taphthol hergestellten Farbstoffes werden durch Vermahlen in Wasser mit 0,0005 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert, und die Dispersion wird zu einer Lösung von 0,033 Teilen Natriumoleylsulfat in 80 Teilen Wasser zugesetzt. In die so erhaltene Dispersion werden 2 Teile Polyäthylenterephthalatge-,webe eingetaucht, worauf das Bad in einem Autoklav auf 130°C erhitzt und 30 Minuten bei dieser Temperatur in Bewegung gehalten wird. Das Gewebe wird herausgenommen und in Wasser gespült. Das so gefärbte Gewebe wird 15 Minuten bei 60°C mit 50 Teilen einer wäßrigen Lösung von 2 Teilen Natriumhydrosulfit, 2 Teilen Natriumhydroxyd und 1 Teil Cetyltrimethylammoniumbromid je 1000 Teile Lösung behandelt. Das Gewebe wird dann gespült und 30 Minuten bei 120°C mit einer wäßrigen Dispersion von 0,033 Teilen N atriumoleylsulfat und 0,06 Teilen des Kupferkomplexes von Benzoylaceton, der zuvor durch Vermahlen in Wasser mit 0,002 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert worden war, in 80 Teilen Wasser nachbehandelt. Das Gewebe wird herausgenommen, in Wasser gespült und. dann 10 Minuten bei 50°C mit einer wäßrigen Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen Wasser behandelt, worauf es nochmals in Wasser gespült und 30 Minuten bei 90°C mit einer wäßrigen Lösung von 2 Teilen Seife und 1 Teil wasserfreiem Natriumcarbonat je 1000 Teile Lösung behandelt wird. Das Gewebe wird gespült und getrocknet. Die so erhaltene rubinrote Färbung besitzt hohe Echtheit gegen Licht, trockene Wärmebehandlung und Waschen.
  • Bei dem Verfahren dieses Beispiels kann man die 0,06 Teile des Kupferkomplexes von Benzoylaceton durch 0,05 Teile des Kupferkomplexes von N-Nitrosophenylhy droxylamin ersetzen.
  • Beispiel 5 -1 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem p-N itroanilin mit 8-Oxychinolin erhaltenen Farbstoffes werden durch Vermahlen mit 0,16 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat in Wasser dispergiert, und die Dispersion 5,vird zu einer Lösung von 1 Teil Natriumoleylsulfat und 22000 Teilen Wasser zugesetzt. In das so erhaltene Farbbad werden 100 Teile Polyäthylenterephthalatgewebe eingetaucht, worauf das Bad unter Druck auf 130° C erhitzt und die Färbung bei dieser Temperatur 30 Minuten lang durchgeführt wird. Das Gewebe wird in Wasser gespült und 30 Minuten in einem Druckgefäß bei 130° C mit einer Dispersion von 1,9 Teilen des Kupferkomplexes von Acetylaceton, der zuvor mit 0,2 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert wurde, in einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser nachgekupfert. Das Gewebe nimmt hierbei zunächst eine braune Farbe an, die durch die Nachkupferung in eine rote Farbtönung umgewandelt wird, welche hohe Echtheit gegen Licht, trockene Wärmebehandlung und Naßbehandlung aufweist.
  • Bei dem Verfahren des obigen Beispiels kann man die 1,9 Teile des Kupferkomplexes von Acetylaceton durch 2,5 Teile des Kupferkomplexes von 8-Oxychinolin oder durch 2,0 Teile des Kupferkomplexes von 2-Oxyacetophenonoxim ersetzen. An Stelle des in diesem Beispiel verwendeten Farbstoffs kann man 3,3 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem p-Aminoacetanilid mit 8-Oxychinolin erhaltenen Farbstoffes verwenden. Dieser Farbstoff wird durch Vermahlen mit 0,13 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat in Wasser dispergiert. Das Polyäthylenterephthalatgewebe nimmt hierbei eine gelbe Farbe an, die durch Nachkupferung in eine orangefarbene Tönung von hoher Echtheit gegen Licht, Naßbehandlung und trockene Wärmebehandlung übergeht. Beispiel 6 5,4 Teile des Kupferkomplexes von Benzoylaceton werden durch Vermahlen in Wasser mit 0,1 Teil Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert, und die Dispersion wird zu einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat in 4000 Teilen Wasser zugesetzt. In die Dispersion werden 100 Teile Polyäthylenterephthalat eingebracht, worauf das Bad in einem Druckgefäß auf 130° C erhitzt und unter Bewegung der Flüssigkeit 2 Stunden auf 130° C gehalten wird. Das Gewebe wird herausgenommen, in Wasser gespült und in ein Farbbad eingebracht, welches 5 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem Anilin mit 8-Oxychinolin erhaltenen und durch Vermahlen in Wasser mit 0,1 Teil Natrium-oleyl-p-anisidinsulfonat dispergierten Farbstoffes enthält und durch Verdünnen der Dispersion mit einer Lösung von 2 Teilen Natriumoleylsulfat mit 4000 Teilen Wasser erhalten wurde. Dieses Farbbad wird unter Druck auf 120° C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur in Bewegung gehalten. Das Gewebe wird herausgenommen, gespült und 10 Minuten bei 70° C in einem Bad von 2 Teilen Natriumhydroxyd, 2 Teilen Nätriumhydrosulfit und 1 Teil Cetyltrimethylammoniumbromid in 1000 Teilen Wasser behandelt. Das Gewebe wird dann in Wasser gespült und 10 Minuten bei 50° C mit einer wäßrigen Lösung von 5 Teilen Salzsäure (D = 1,16) in 1000 Teilen Nasser behandelt, nochmals gespült und getrocknet. Das Gewebe hat hierbei eine orangefarbene Tönung von hoher Echtheit gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung angenommen.
  • Bei dem Verfahren des obigen Beispiels kann man die 5,4 Teile des Kupferkomplexes von Benzoylaceton durch 5,2 Teile des Kupferkomplexes von 1,1,1-Trifluor-2,-i-pentandion, durch 5 Teile des Kupferkomplexes von 8-Oxychinolin oder durch 5 Teile des Kupferkomplexes von Salicylaldoxim ersetzen.
  • Beispiel 7 2 Teile des durch Kuppeln von dianotiertem p .Anisidin mit 8-Oxychinohn erhaltenen Farbstoffes werden durch Vermahlen in Wasser mit 0,08 Teilen Natriumoleyl-p-anisidinsulfonat dispergiert und nach Beispiel l unter Verwendung des Kupferkomplexes von Acetylaceton als Kupferungsmittel auf Polyäthylenterephthalatfasern aufgebracht. Das Gewebe nimmt eine orangefarbene Tönung an, die gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung echt ist.
  • Ersetzt man den Kupferkomplex von Acetylaceton durch äquivalente Mengen des Kupferkomplexes von Furoylaceton, des Kupferkomplexes von Benzoylaceton, des Kupferkomplexes von Salicylaldoxim oder seinem 5-Methyl- oder 5-Chlorderivat, so erhält man eine ähnliche Farbtönung von gleicher Echtheit auf der Faser.
  • Beispiel 8 2 Teile Alizarinblau ABI (Colourindex Nr.1066) werden nach Beispiel 5 auf ein Polyäthylenterephthalatgewebe aufgebracht und gekupfert. Das Gewebe nimmt eine rötlichblaue Farbe an, die gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung echt ist.
  • Beim Ersatz der 2 Teile AlizarinblauABI durch 2 Teile 4-Anilino-5-nitrochrysazin erhält man eine grünlichblaue Farbe, die gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung echt ist.
  • Beim Ersatz der 2 Teile Alizarinblau ABI durch 2 Teile 5-Nitro -4- [3'(ß-oxypropoxymethyl)]-anüino-1,8-dioxyanthrachinon erhält man eine grünlichblaue Farbtönung, die gegen Licht, Waschen und trockene Wärmebehandlung echt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Färben von Textilstoffen aus aromatischen Polyestern, wobei auf den Textilstoff ein metallisierbarer Farbstoff aufgebracht und dieser vor oder nach dem Aufbringen des Farbstoffes mit einer Koordinationsverbindung eines Metalls behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daB man als Koordinationsverbindung des Metalls eine Chelatverbindung verwendet, die frei von ionisierbaren Gruppen isti 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB man eine Cholatverbindung verwendet, die in ihrer Molekülstruktur die Gruppe enthält, worin M ein Metallatom, vorzugsweise Kupfer, und X - C = O, - C = N - oder - N - bedeutet. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daB man die Koordinationsverbindung des Metalls in Form einer Dispersion in wäBrigem Medium anwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Färber-Zeitung, 1953, Heft 6, S. 6; deutsche Patentschriften Nr. 871591, 885 837, 907164, 933143.
DEI11160A 1955-01-12 1956-01-09 Verfahren zum Faerben von Textilstoffen aus aromatischen Polyestern Pending DE1044024B (de)

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