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Endloses Antriebsband mit Saugkammern als Zwis chenantrieb für Förderbänder
Die Erfindung geht aus von einem Zwischenantrieb für Gummiförderbänder, bei welchem
das Förderband an ein um zwei Trommeln endlos umlaufendes, mit querverlaufenden
Saugkammern versehenes Antriebsband angesaugt wird. Bei einer bekannten Ausführungsform
greifen zwischen das Antriebsband und das aufliegende Förderband beiderseits flache
keilförmige Saugdüsen ein, welche an eineVakuumpumpe angeschlossen sind. Um die
Saugwirkung auf die zwischen den beiderseitigen Düsen befindliche Bandbreite zu
erstrecken, sind auf dem Antriebsband Ouerriefen ausgespart, die vor den Düsenenden
und den Bandlängskanten enden. Da durch den Unterdruck beide Bänder nicht nur gegeneinandergedrückt,
sondern auch gegen die Düsenaußenwände gepreßt werden, entsteht ein zusätzlicher
Reibungswiderstand. Bei einer anderen bekannten Bauart besteht das Antriebsband
aus zwei endlosen Ketten, welche muldenförmige Saugplatten tragen. Die Saugplatten
sind ringsum an ihrem Rande mit einer dem Förderband anliegenden Gummilippe versehen
und durch Röhrchen an einen mit dem Antriebsband umlaufenden endlosen Gummischlauch
angeschlossen. Auf einem geraden Abschnitt des in einem Längsschlitz mit Längsrippe
und Längsnut verschließbaren Schlauches wird durch zwei den Schlitz durchdringende
Saugköpfe Unterdruck erzeugt, der sich durch die Röhrchen den Saugplatten mitteilt.
Diese Einrichtung erscheint nicht betriebssicher, da die Schlitzstellen des Schlauches
der Abnutzung unterliegen und den luftdichten Abschluß in Frage stellen. Selbst
wenn dieser aufrechterhalten wird, werden die Saugplatten beim Umlauf um die Antriebsräder
nicht oder nicht rechtzeitig belüftet und lösen sich daher nicht stoßfrei von dem
Förderband. Das notwendig eintretende Abreißen der Saugbecher von dem Förderband
verzehrt ebenfalls einen Teil der Antriebsleistung.
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Das weitaus weniger störanfällige und mit geringen Antriebsverlusten
arbeitende Antriebsband mit Saugkammern nach der Erfindung besteht im Grundgedanken
darin, daß die Saugkammern auch seitlich offen sind und das Antriebsband mit seinen
Längskanten in Saugöffnungen je eines ortsfesten (an die Vakuumpumpe angeschlossenen)
Sauggehäuses eingreift.
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Antriebsbänder mit durch Querrippen gebildeten Saugkammern sind an
sich bekannt, jedoch enden die Rippen in einem größeren Abstand vor den Längskanten
des Antriebsbandes, so daß die Luft nicht an diesen Kanten abgesaugt werden kann.
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Nach einem älteren, nicht vorveröffentlichten Vorschlag münden die
Saugkammern einer Förderbandantrichstrommel in an beiden Trommelstirnseiten undrehbar
gelagerte Ringkammern ein, die durch zwei Trennwände in einen Belüftungsringabschnitt
und in
einen an eine Vakuumpumpe angeschlossenen, mit dem Umschlingungswinkel des
Förderbandes übereinstimmenden Saugraum-Ringabschuitt unterteilt sind.
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Hierbei handelt es sich jedoch um eine Förderbandantriebstrommel,
die nur in den Umkehrenden des Förderbandes eingesetzt wird, nicht aber um ein endloses
Antriebsband, welches hauptsächlich als Zwischenantrieb verwandt werden soll.
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Bei der erfindungsgemäßen Ausführung erfolgt das Abdichten zwischen
dem Antriebsband und den Sauggehäusen mittels Quer- und Längslippen. Senkrechte
Rollen in den Sauggehäusen gewährleisten eine reibungsarme Seitenführung. Das Antriebsband
kann aus einem einzigen Band mit Querstegen und aufgesetzten Kantenlängsstreifen
oder aus zwei übereinanderliegenden Bändern bestehen, welche zum Förderband hin
und an den Längskanten Öffnungen aufweisen.
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Nach einem weiteren, älteren, nicht vorveröffentlichten Vorschlag
ist das Antriebsband eines Zwischenantriebes für Förderbänder als Hohlband ausgebildet,
dessen Saugkammern aus seitlichen Längskantenrippen sowie den Querrippen gebildet
und mit wechselseitg wirkenden Doppelventilen versehen sind.
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Über durch Ventile abschließbare Niantelöffnungen wirken die an eine
Vakuumpumpe angeschlossene Antriebs- und Umkehrtrommel im Bereich des Umschlingungsbogens
auf die Ventile der einzelnen Saugkammern des Antriebsbandes und erzeugen in ihnen
einen Unterdruck. Nachteilig ist bei dieser Ausführilug die durch die große Zahl
der Ventile sich ergebende Störungsanfälligkeit und vor allem die nur kurzzeitig
innerhalb des Umschlingungsbogens bestehende Verbindung der einzelnen Saugkammern
mit der Vakuumpumpe.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig 1 eine schematische Seitenansicht des Zwischenantriebes, Fig. 2 einen
Querschnitt nach der Linie g-h in Fig. 1.
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Fig. 3 einen Querschnitt des Antriebsbandes in größerem tvIaßstabe
nach der Linie a-b in Fig. 4, Fig. ' die Draufsicht zu Fig. 3, Fig. n einen Längsschnitt
durch die Führung des i'clsbandes nach der Linie c-d in Fig. 4, Fig. 6 eine Draufsicht
des Antriebsbandes, 1E. 7 einen Schnitt nach der Linie e-f in Fig. 6, g. : uiid
9 eine andere Ausbildung des Antriebs-1tr-les ir,i Schnitt und in Draufsicht.
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Xa'cb Fig. 1 und 2 ist der Zwischenantrieb 1 des Fr'Icrbandes 2 auf
seinen Seitenschilden 3 mit Rol-@@@@tützen 4 für die SIuldenrollensätze 16 versehen,
welche zugleich noch die beiden, an die Leitungen 6 einer Sanganlage (Vakuumpumpe
oder Ejektor) angeschlossenen Sauggehäuse 5 tragen. Das Antriebsl.aild 9 läuft über
die ebenfalls in den Seitenschilden 3 gelagerten Antriebs- und Umlenktrommeln 7
sowie iiber die Spannrolle 8 undweistquenTerlaufendeSaugkammern 10 auf. Die Kammern
10 münden in die Sauggehäuse 5, und zwar zur Verhinderung eines Seitenschubes, wie
dargestellt, in zwei an die Sauganlage angeschlossene Gehäuse.
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Auf dem oberen Trum des von den Muldenrollensätzen 16 getragenen
Antriebsbandes 9 stützt sich der über dem Zwischenantrieb 1 befindliche Abschnitt
des Förderbandes 2 ab. Dabei wirkt das von der Sauganlage erzeugte Vakuum über die
GehäuseS und die Saugkammern 10 auf die Unterseite des aufliegenden Förderbandabschuittes
ein.
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Mit dem dargestellten Zwischenantrieb läßt sich jeweils nur ein Förderbandtrum
antreiben. Durch eine andere Ausbildung, z. B. durch Fortfall der Spannrolle 8 und
Anheben des Förderbanduntertrums 21. wobei durch verschiebliche Anordnung einer
Trommel 7 das Antriebsband gespannt werden kann, läßt sich der Antrieb auch für
den gleichzeitigen Eingriff mit beiden Trumen des Förderbandes verwenden.
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Nach Fig. 6 und 7 besteht das Antriebsband 9 aus zwei Bändern 11,
11 a die über Querstege 12 mittelbar aufeinanderliegen. Die Stege 12 unterteilen
den Raum zwischen den beiden Bändern in die Saugkammern 1O, welche über die Oeffnungen
17 des oberen Bandes 11 nach außen, also auch zum Förderband hin, offen sind.
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Zur Vergrößerung der durch das Vakuum erzeugten Anpreßkraft liegt
die zum Förderband 2 hinaustretende Seite der Offnungen 17 in querverlaufenden Vertiefungen
15 des Bandes 11, die aber von dem aufliegenden Förderband völlig abgedeckt und
verschlossen gehalten werden.
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Nach Fig. 8 und 9 sind die Querstege 13 unmittelbar in das Antriebsband
9 eingearbeitet. Nur an den beiden Seiten ist je eine schmale, durchlaufende Bandleiste
14 auf den Stegen 13 angebracht.
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Nach Fig. 3 bis 5 sind in den zugleich zum Führen dienenden Sauggehäusen
5 senkrechte Rollen 18 gelagert, welche Seitenbewegungen des Antriebsbandes 9 verhindern.
Der zwischen den Flächen des Antriebsbandes und den Innenseiten der Gehäuseschenkel
verbleibende Spalt ist durch eine Reihe paralleler, in Längsrichtung verlaufender,
an den Führungsschenkeln angebrachter Labyrinthlippen 19 aus Stahl oder Gummi abgedichtet.
Die Stirnflächen der Gehäuse 5 sind durch eine ähnliche Labyrinthdichtung gegen
den Eintritt von Außenluft abgeschlossen. Die Lippen 20 dieser Dichtung umschließen
die Bandlängskante nur am Ein- und Auslauf der Gehäuse und verlaufen quer zur Förderrichtung.