DE1043685B - Kettenglied zum Aneinanderreihen von Perlen od. dgl. - Google Patents
Kettenglied zum Aneinanderreihen von Perlen od. dgl.Info
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C11/00—Watch chains; Ornamental chains
- A44C11/002—Ornamental chains composed of pearls
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Schnüren aus kleinen Kugeln, z. B. Perlen od. dgl., welche zu
Halsketten, Armbändern, Rosenkränzen od. dgl. aufgereiht werden.
Schnüre aus kleinen Kugeln, insbesondere aus Perlen, werden z. B. als Uhrarmbänder gearbeitet,
und die Schnur oder Kette muß daher einen beträchtlichen Zug aushalten können. Textile Fäden, z. B.
Baumwollfäden oder Nylonfäden, auf welche die Perlen unter Anbringung von Knoten zwischen ihnen
aufgereiht werden, haben sich nicht als ein ausreichend widerstandsfähiges Hilfsmittel zur Herstellung
von Perlenketten oder Bändern, die hohen Zugbeanspruchungen ausgesetzt sind, wie z. B. Uhrarmbänder,
erwiesen.
Ein anderes Mittel zum Aufreihen von Perlen, das aber für Uhrarmbänder oder andere stark durch Zug
beanspruchte Gegenstände nicht befriedigend ist, ist ein Draht, z. B. aus Silber oder Gold, der zwischen
den Perlen Knoten hat und häufig auch in den Bohrungen der Perlen verlötet ist.
Zur Aufreihung von Perlen od. dgl. ist, wenn größere
Zugkräfte in Betracht kommen, praktisch nur eine Kette aus Drahtgliedern brauchbar, auf denen die
Perlen verankert sind. Der Bogen am Ende jedes Kettengliedes ist mit einem Bogen des nächsten Gliedes
derart verbunden, daß eine Kette gebildet wird. Diese Anordnung erfüllt zwar beim Gebrauch die an sie zu
stellenden Erwartungen, sie hat jedoch den Nachteil, daß das Aufreihen der Perlen und Kettenglieder
schwierig und teuer ist. Damit die Kettenglieder der auf sie einwirkenden Zugkraft widerstehen können,
müssen sie mit den Perlen verankert werden, z. B. durch Einbettung umgebogener Enden in eine Perle,
die um das Glied herum geformt (gepreßt) ist, oder durch Verlöten der Enden der Kettenglieder miteinander.
Man hat schon zum Aufreihen von Perlen Verbindungsglieder benutzt, die aus Draht bestehen und
durch eine Bohrung in der Perle geführt sind. Bei dieser bekannten Verbindungsart wird mittels Biegung
der Draht so verformt, daß eine öse zwischen einem langen und einem kurzen Teil gebildet wird. Nach
dem Einstecken wird der lange Drahtschenkel unter Bildung einer weiteren Öse zurückgebogen und in die
Bohrung eingeführt, in welcher der Draht dann dreifach liegt. Die Haltbarkeit der Verbindung ist davon
abhängig, daß die dreifache Drahtstärke die Bohrung ganz ausfüllt, wobei als Nachteil hinzukommt, daß die
Pressung in der Bohrung nicht groß sein darf, da sich sonst der zurückgebogene Schenkel nicht in die Bohrung
einführen läßt. In der Praxis hat es sich gezeigt, daß schon bei verhältnismäßig geringem Zug die
beiderseits der Perle außerhalb der Bohrung liegenden Kettenglied zum Aneinanderreihen
von Perlen od. dgl.
von Perlen od. dgl.
Anmelder:
Abraham Blumstein,
Forest Hills, N. Y. (V. St. A.)
Forest Hills, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. G. W. Lotterhos und Dr.-Ing. H. W. Lotterhos,
Patentanwälte, Frankfurt/M., Lichtensteinstr. 3
Patentanwälte, Frankfurt/M., Lichtensteinstr. 3
Abraham Blumstein, Forest Hills, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Ösen sich erweitern und die eingeschobenen Schenkel sich herausziehen.
Auch ein flaches, biegsames und elastisches Metallband ist schon zur Verbindung von Perlen benutzt
worden, indem man zwei Ösen gebildet hat und die überstehenden Metallbandenden in die Bohrung zurückgeführt
hat. Die Festigkeit dieser Verbindung hängt praktisch allein von dem Biegewiderstand der
Ösen ab, da die nicht verkeilten Metallbandenden schon bei einem vergleichsweise geringen Zug herausgezogen
werden.
Die Erfindung betrifft ein Kettenglied aus einem flachen, elastischen Metallband, bei dem dagegen eine
Verkeilung sattfindet, wenn zwischen dem V-förmigen Hauptteil des Kettengliedes die Verlängerung des
einen Schenkels, nach unten zurückgebogen, eingeführt wird. Die Stärke des bandförmigen Materials für das
Kettenglied wird so gewählt, daß die in der Bohrung übereinander- bzw. nebeneinanderliegenden Teile die
Bohrung ausfüllen, wodurch eine ausreichende Verkeilung eintritt. Das läßt sich bei einem Kettenglied
aus Runddraht nicht erreichen. Zudem gibt eine Verlängerung am anderen Schenkel, die etwa waagerecht
abgebogen ist, einen festen Halt gegen den Zug, der auf die Öse ausgeübt wird, welche unterhalb der Bohrung
aus der Spitze des V-förmigen Hauptteils gebildet wird.
iO9 678/447
Ein Kettenglied aus einem biegsamen, elastischen, flachen Metallband zum Aneinanderreihen von. Perlen
od. dgl. ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kettenglied in V-Fortn gebogen ist, wobei
der eine Sehenkel der von der V-Spitze ausgehen- S den Schenkel ein nach außen gebogenes Schenkelende
aufweist und der um ein Zwischenstück verlängerte andere Schenkel ein quer zur Öffnung des V gebogenes,
über dem Schenkelende verlaufendes Schenkelende hat.
Eine sehr vorteilhafte, außerordentlich feste Verankerung erreicht man bei einer Weiterbildung des
Kettengliedes, bei welcher das nach außen gebogene Schenkelende, welches etwa in waagerechter Richtung
oben von einem Schenkel des V abhängt, mit einem der Krümmung der Oberfläche der Perle entsprechenden
Radius gebogen ist.
Beim Einführen eines neuen Kettengliedes wird gemäß Erfindung wie folgt verfahren: Die Schenkel
des V werden mit dessen Spitze voraus in die Bohrung der Perle oder eines anderen aufzureihenden Gegen-Standes
eingeführt, worauf der überstehende Abschnitt des einen Schenkelendes zwischen die beiden Schenkel
heruntergebogen und anschließend die Spitze des V durch die Bohrung nach unten geschoben wird, und
zwar so weit, bis der etwa waagerecht abgebogene Abschnitt des anderen Schenkels des V, welcher gegebenenfalls
gekrümmt ist, an der Perle bzw. dem aufzureihenden Gegenstand anliegt und die Spitze des V aus der
Bohrung vorsteht; diese wird dann zu einer öse aufgeweitet.
Bei der Herstellung von Perlenketten od. dgl. verfährt man zweckmäßigerweise so, daß das Schenkelende,
welches später zwischen die beiden Schenkel einzuführen ist, vorher in die Öse des benachbarten,
bereits montierten Kettengliedes eingehakt wird.
Die Bohrung in der Perle od. dgl. ist etwas größer als die doppelte Stärke der beiden Schenkel des V-förmig
gebogenen Metallbandes.
Durch die ösenartige Erweiterung des Kettengliedes am unteren Ende und durch die Verkeilung, die durch
den in dreifacher Lage in die Bohrung eingeführten Metallstreifen erreicht wird, ist das Kettenglied ohne
Lötung bzw. ohne Einbettung eines umgebogenen Endes in die Perle mit dieser fest verankert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein neuartiges Kettenglied in Seitenansicht vor dem Einführen in die im Schnitt dargestellte
Perle,
Fig. 2 und 3 zwei atifeinanderfolgende Phasen der
Einführung des Kettengliedes,
Fig. 4 das Kettenglied und die Perle nach der Herstellung der Verbindung mit einem weiteren Kettenglied,
das unten in das erste Kettenglied eingehängt ist, und
Fig. 5 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 4, um 90° gedreht.
Das Kettenglied 10 (vgl. Fig. 1) besteht aus biegsamem und elastischem Metall. Es kann auch als Edelmetall
hergestellt oder mit Edelmetall überzogen sein. Die von der Spitze 15 des V-förmigen Kettengliedes
ausgehenden geraden Schenkel sind mit 11 bzw. 16 bezeichnet. An den Schenkel 11 schließt sich das nach
außen gebogene Schenkelende 12 an, dessen Radius mit dem Radius der Oberfläche 21 der Perle 20 übereinstimmt,
so daß es nach dem Zusammenbau der Perlenoberfläche anliegt.
An den anderen Schenkel 16 schließt sich zunächst ein etwas nach außen gebogenes Zwischenstück 17 an,
auf welches ein quer zur Öffnung des V gebogenes, über dem Schenkelende 12 verlaufendes Schenkelende
18 folgt.
Die Abmessungen des Kettengliedes 10 sind so gewählt, daß es in die Bohrung 25 der Perle 20 eingeführt
werden kann, wozu die Schenkel 11 und 16 zusammengepreßt werden und die Spitze 15 ein Stück in
die Bohrung 25 eingeschoben (vgl. Fig. 2) wird. Dann wird das Schenkelende 18 zur Spitze 15 hin zwischen
die Schenkel 11 und 16 gebogen (vgl. Fig. 3). Wenn das Kettenglied 10 auf ein anderes Kettenglied folgt,
wird das Schenkelende 18 vorher durch die ösenartige Erweiterung des vorhergehenden Kettengliedes geschoben.
Danach wird das Kettenglied 10 ganz durch die Bohrung der Perle 20 od. dgl. hindurchgeschoben, bis
die Spitze 15 unten austritt (vgl. Fig. 4 und 5) und das gebogene Schenkelende 12 an der Oberfläche 21
der Perle 20 anliegt. Nun wird zur Formung der Öse 30 die Spitze 15 aufgeweitet, so daß das Schenkelende
18' des folgenden Kettengliedes 10 hindurchgeführt werden kann.
Die Bohrung 25 ist etwas größer als die Dicke der Schenkel 11 und 16 zusammengenommen. Infolgedessen
wird bei der Einführung des Schenkelendes 18 zwischen diese Schenkel und durch das weitere Einschieben
des Kettengliedes in die Bohrung eine feste Verkeilung des Kettengliedes 10 in der Bohrung 25
erzielt. Ein Herausziehen des Kettengliedes durch die Bohrung 25 wird durch die Aufweitung der Spitze
15 zur Öse 30 verhindert.
Durch das gemäß der Erfindung gestaltete Kettenglied und die Art seiner Einführung und die Gestaltänderung
nach der Einführung wird eine feste Verankerung ohne Löten und ohne Einbetten eines umgebogenen Teils des Kettengliedes in die Perle erreicht.
Die Verbindung läßt sich auf einfache Weise schnell und wirtschaftlich herstellen.
Claims (4)
1. Kettenglied aus einem biegsamen, elastischen, flachen Metallband zum Aneinanderreihen von
Perlen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kettenglied (10) in V-Form gebogen ist, wobei der
eine Schenkel (11) der von der V-Spitze (15) ausgehenden Schenkel (11, 16) ein nach außen gebogenes
Schenkelende (12) aufweist und der um ein Zwischenstück (17) verlängerte andere Schenkel
(16) ein quer zur Öffnung des V gebogenes, über dem Schenkelende (12) verlaufendes Schenkelende
(18) hat.
2. Kettenglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schenkelende (12) mit einem
der Krümmung der Oberfläche der Perle (20) entsprechenden Radius gebogen ist.
3. Verfahren zum Einführen eines Kettengliedes nach den Ansprüchen 1 und 2 in durchbohrte Perlen
od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (11,16) mit der Spitze (15) voraus in die Bohrung
(25) der Perle (20) od. dgl. eingeführt werden, sodann das Schenkelende (18) des Schenkels (16)
zwischen die beiden Schenkel (11,16) heruntergebogen und anschließend die Spitze (15) durch
die Bohrung (25) nach unten geschoben wird, bis das Schenkelende (12) an der Perle od. dgl. anliegt
und die Spitze (15) aus der Bohrung (25) vorsteht, worauf durch Aufweiten der Spitze (15) eine Öse
(30) gebildet wird.
4. Verfahren zum Aneinanderreihen von Perlen od. dgl. nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schenkelende (18) des Schenkels (16) vor dem Umbiegen zur Einführung zwischen die beiden
Schenkel (11,16) in die Öse (30) des benachbarten, bereits montierten Kettengliedes (10) eingehakt
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 429 605, 333 410.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB40903A DE1043685B (de) | 1956-07-03 | 1956-07-03 | Kettenglied zum Aneinanderreihen von Perlen od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB40903A DE1043685B (de) | 1956-07-03 | 1956-07-03 | Kettenglied zum Aneinanderreihen von Perlen od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1043685B true DE1043685B (de) | 1958-11-13 |
Family
ID=6966226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB40903A Pending DE1043685B (de) | 1956-07-03 | 1956-07-03 | Kettenglied zum Aneinanderreihen von Perlen od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1043685B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1433398A1 (de) * | 2002-12-23 | 2004-06-30 | D. Swarovski & Co. | Perlenkette |
| ITAR20080036A1 (it) * | 2008-11-18 | 2010-05-19 | Enrico Ciumi | Catena montabile personalizzabile, particolarmente per gioielleria e bigiotteria. |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR333410A (fr) * | 1903-06-26 | 1903-11-25 | Bouasse Jeune Et Cie Soc | Mode d'assemblage des maillons des chaines à perles, chapelets, colliers, bracelets, etc. |
| FR429605A (fr) * | 1911-05-11 | 1911-09-27 | Georges Auguste Garnier | Système de maille pour chaines, sautoirs, chapelets, etc. |
-
1956
- 1956-07-03 DE DEB40903A patent/DE1043685B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR333410A (fr) * | 1903-06-26 | 1903-11-25 | Bouasse Jeune Et Cie Soc | Mode d'assemblage des maillons des chaines à perles, chapelets, colliers, bracelets, etc. |
| FR429605A (fr) * | 1911-05-11 | 1911-09-27 | Georges Auguste Garnier | Système de maille pour chaines, sautoirs, chapelets, etc. |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1433398A1 (de) * | 2002-12-23 | 2004-06-30 | D. Swarovski & Co. | Perlenkette |
| US7036338B2 (en) | 2002-12-23 | 2006-05-02 | D. Swarovski & Co. | String of beads |
| ITAR20080036A1 (it) * | 2008-11-18 | 2010-05-19 | Enrico Ciumi | Catena montabile personalizzabile, particolarmente per gioielleria e bigiotteria. |
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