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Durch mindestens zwei Ventilatoren beblasene Kühleinrichtung für ruhende
elektrische oder thermische Maschinen Zur Kühlung von ruhenden elektrischen Maschinen
und Apparaten verwendet man Ventilatoren, die Frischluft gegen Kühlrippen blasen.
Bei größeren Einheiten genügt ein einziger Ventilator nicht, sondern es müssen mehrere
meist nebeneinander aufgestellt werden, um eine genügend große und möglichst gleichmäßige
Luftströmung zu erzeugen. Da die Benutzung eines Ventilators einen Verlust bedeutet;
so ist man bestrebt, die für die Kühlung notwendige Anzahl von Ventilatoren so klein
wie möglich zu halten und die Anordnung so zu treffen, daß eine gute Ausnutzung
gewährleistet ist. Auch versuchte man, die durch den Ventilator bedingten zusätzlichen
Baukosten auf ein Mindestmaß zu beschränken.
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Um eine optimale Kühlwirkung durch Ventilatoren zu erreichen, hat
man ferner vorgeschlagen, die Beblasung durch mehrereVentilatorenwaagerecht durchzuführen.
Es hat sich nämlich gezeigt, daß hierbei die Ausnutzung der Kühlluft besser ist
als bei senkrechter Beblasung. Weiter hat man vorgeschlagen, Ventilatoren so anzuordnen,
daß vor dem Eintritt der Blasluft in die Kühlrippen ein Beruhigungsraum angeordnet
ist, in welchem sich die verschiedenen Luftgeschwindigkeiten ausgleichen und die
Luft selbst sich ausbreiten kann. Hierbei wird eine gleichmäßigere Beblasung erreicht.
Auch die Verwendung besonderer Leitbleche ist bekanntgeworden, die den Luftstrom
in eine vorher bestimmte Bahn lenken und Wirbelbildungen weitgehend verhindern.
Diese Leitbleche können stern-, Bitter- oder wabenförmig ausgebildet sein.
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Bei Verwendung von mehreren neben- oder übereinander angeordneten
Ventilatoren ergibt sich auch bei Gebrauch der erwähnten Verbesserungsmittel der
Nachteil, daß die Luftströmungen sich gegenseitig beeinflussen. Ordnet man, wie
es bisher üblich ist, Ventilatoren mit gleicher Drehrichtung neben- oder Übereinander
an, so kann es geschehen, daß die von den Ventilatoren erzeugten Luftbewegungen
mindestens teilweise gegenseitig aufgehoben werden können, so daß der Wirkungsgrad
der Kühlung verringert wird.
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Eine solche bekannte Anordnung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Aufriß eines zu kühlenden Gerätes und Fig. 2 die Seitenansicht
dazu. Das zu kühlende Gerät i besitzt, z. B. vier, Radiatoren 2, die von den Ventilatoren
3 beblasen werden. Es sind zwei Ventilatoren 3 dargestellt, die übereinander angeordnet
sind; sie sind völlig gleich und haben auch denselben Drehsinn. Dies ist durch die
Pfeile in der Fig.2 angedeutet. Die Bewegung der Ventilatorenflügel ist, wie man
erkennt, in der Mitte entgegen-Besetzt gerichtet. Es muß sich also auch die Luftbewegung
an dieser Stelle aufheben. Man erkennt dies, wenn man hinter den Kühlrippen, beispielsweise
an der Stelle 4, die Strömungsgeschwindigkeit -der Luft feststellt und Linien gleicher
Geschwindigkeit aufzeichnet. Es ergeben sich dann die in der Fig.2 dargestellten
Linienformen. Es sind zwei Strömungszentren 5 und 6 auf der Außenseite der Radiatoren
vorhanden, während in der Mitte zwischen ihnen keine Strömung vorhanden ist. Die
Linien sind so dargestellt, daß in der Mitte eines jeden Zentrums die Linien größerer,
außen die Linien kleinerer Geschwindigkeit liegen. Man erkennt ferner aus der Fig.
2, daß ein Teil des Luftstromes außerhalb der Kühlrippen gedrückt wird und damit
für die Kühlung verlorengeht. Die Anordnung eines Beruhigungsraumes vor den gleichsinnig
rotierenden Ventilatoren verbessert diese Verhältnisse nur wenig.
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Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, die Ventilatoren im entgegengesetzten
Sinn laufen zu lassen und dementsprechend auch die Schrägung der Flügel entgegengesetzt
auszuführen. Die Wirkung dieser Maßnahme zeigt Fig. 3. Die Drehrichtung ist wieder
aus den Pfeilen zu erkennen. Die Bewegung der Flügel ist auch in der Mitte gleichgerichtet,
so daß auch die Geschwindigkeiten der Luft an dieser Stelle sich verstärken. Auf
diese Weise wird mehr Luft an die Kühlrippen herangeführt als bei den bekannten
Ausführungen. Die Beblasung wird gleichmäßiger über die Kühlrippen verteilt, wie
aus den Linien gleicher Geschwindigkeit hervorgeht. Es sind nicht mehr zwei, sondern
nur ein einziges Strömungszentrum vorhanden.
Verwendet man nun noch
die an sich bekannten Stauräume auch bei dieser Anordnung, so erreicht man eine
noch gleichmäßigere Geschwindigkeitsverteilung. Dies zeigt Fig. 4. Besonders augenfällig
ist, daß bei dieser Anordnung keine Luft mehr an den Kühlrippen außen vorbeiströmt.
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Fig. 5 zeigt die Anordnung je eines Stauraumes für die Ventilatoren
3. Diese sind so angeordnet, daß die Ventilatoren einen größeren Abstand von den
Kühlrippen 2 besitzen. Es entsteht auf diese Weise der Stauraum 7. Man kann ihn
gleichzeitig auch in bekannter Weise für die Unterbringung des Ventilatormotors
8 verwenden. so daß durch den Stauraum praktisch keine Vergrößerung der Abmessungen
eintritt. Man kann mit gleicher Wirkung, wie Fig.6 zeigt, den Stauraum 7 für beide
Ventilatoren gemeinsam ausführen. Man kann aber auch in bekannter Weise die Stauräume
durch eingeschobene Leitbleche oder profilartige Gebilde weitgehend unterteilen
und so eine völlig wirbelfreie Luftströmung erreichen. Dies ist in Fig. 6 .nicht
dargestellt, da die Anordnung aus der Strömungstechnik an sich bekannt ist. Diese
Leitbleche können radial, parallel oder auch netzartig angeordnet sein.
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Die so geschilderte Anordnung ergibt eine bessere und wirtschaftlichere
Ausnutzung der Kühleinrichtung als die .bekannten Ausführungen.